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Für eine Zuwanderungsregelung, die den Bedürfnissen der Schweiz entspricht
Aebi Andreas · 1VP-M · Nationalrat · Bern · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Präsident (Aebi Andreas, erster Vizepräsident): Das Postulat wird von Herrn Glarner bekämpft.
Nantermod Philippe · Mit-M · Nationalrat · Wallis · FDP-Liberale Fraktion
Une gestion migratoire répondant aux besoins de la Suisse: qu'est-ce qu'il y a de plus à dire que cela? Je crois que nous connaissons tous la situation de la politique migratoire suisse sur le plan économique - j'écarte ici volontairement les questions relatives à l'asile -, et nous connaissons le régime des deux cercles: celui qui prévaut pour l'Union européenne, avec la libre circulation des personnes, qui a fait l'objet de discussions déjà ce matin, et celui du deuxième cercle dont il est question ici, pour tous les pays tiers, que ce soit ceux du continent américain, que ce soit ceux du continent asiatique, et le régime qui vaut pour les personnes particulièrement formées que les entreprises suisses et les multinationales implantées dans notre pays cherchent à faire venir pour faire progresser et avancer l'économie et leurs sociétés en particulier.
Nous savons que la gestion de l'immigration fait l'objet, souvent, de guerres entre les cantons et, parfois, entre entreprises. Le mécanisme des contingents qui a été mis en place est largement insuffisant dans un grand nombre de cas. Le canton du Valais, par exemple, a quelques dizaines d'unités de contingents et a pourtant deux sites chimiques, dont le deuxième du pays, qui voient parfois des investissements en milliards de francs être faits dans le canton, sans pouvoir faire venir les personnes et les compétences issues de l'extérieur de notre continent, dont il aurait besoin. La conséquence en est que les entreprises, lorsqu'elles ne peuvent pas faire venir les personnes dont elles ont besoin, n'ont parfois pas d'autre solution que celle de délocaliser leur site de production. Naturellement, ce n'est pas une solution très satisfaisante, quand on sait qu'il y a aussi, à la clé, non seulement les emplois des personnes qu'il faudrait faire venir du Japon ou du Canada, mais aussi des dizaines, voire des centaines, de postes de travail de personnes suisses. Notre taux de chômage est actuellement extrêmement faible, et si nous voulons maintenir un taux de chômage faible, nous avons aussi besoin des personnes, des compétences qui permettent à l'économie de fonctionner.
Il ne s'agit pas d'une motion dont le but serait d'imposer au Conseil fédéral de mettre en place une nouvelle gestion de l'immigration issue des pays tiers, mais d'un postulat qui charge le Conseil fédéral d'analyser les autres options connues. Elles sont toutes ouvertes: il y a la possibilité de mettre aux enchères des nouveaux contingents; celle de répartir autrement les contingents entre les cantons; celle d'adopter un mécanisme de "green card", comme cela existe ailleurs. Mais déclarer simplement aux entreprises installées en Suisse, qui paient des millions de francs d'impôts, qui créent des emplois à très forte valeur ajoutée, qu'il n'y a pas de réponse à apporter et que, finalement, notre système est bon parce qu'il existe et parce que la bureaucratie fait qu'il existe, c'est à mon avis clairement insatisfaisant, et ce n'est pas responsable vis-à-vis de celles et ceux qui donnent des emplois dans notre pays.
Pour cette raison, je vous invite, comme le Conseil fédéral, à soutenir le postulat, à analyser toutes les options qui peuvent être présentées. De cette façon, nous pourrions continuer, dans les années à venir, à avoir une immigration qui réponde aux besoins de la Suisse, plutôt que de nous imposer un embargo que nous ne souhaiterions pas à nos pires adversaires.
Glarner Andreas · Mit-M · Nationalrat · Aargau · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei
Kollege Nantermod hat natürlich völlig recht, und wir könnten sein Anliegen teilen und unterstützen. Aber bevor das Problem der ungehinderten Zuwanderung nicht gelöst ist, dürfen wir nicht noch weitere Möglichkeiten zur Einwanderung schaffen. Denn per Ende 2019 lebten 8,6 Millionen Menschen in diesem Land, davon 25,1 Prozent Ausländer. Im Vergleich zu 2006 leben nun über eine Million Menschen mehr in der Schweiz - das innert dreizehn Jahren. Die grösste Zunahme bei den Herkunftsländern verzeichnen wir nach Frankreich übrigens bei Eritrea.
Das hat natürlich überall Auswirkungen, wie Sie wissen: "Lehrplan 21" bedeutet ja inzwischen, dass 21 ausländische Kinder im Schulzimmer sitzen. Und trotz Masseneinbürgerungen leben in der Schweiz über 2,1 Millionen Ausländer. Nicht mitgezählt sind hier die rund 100 000 Sans-Papiers und die untergetauchten Asylbewerber. Natürlich hat die Zuwanderung auch einen Einfluss auf die Mieten und natürlich auch auf den Energieverbrauch. Bedenken Sie, dass diese zugewanderten Personen 15 Prozent der Leistung des AKW Mühleberg benötigen, das Sie inzwischen abgestellt haben. Und Sie merken es natürlich auch im Zug und auf der Strasse: Wir haben über eine Million mehr Motorfahrzeuge zugelassen, und die Zahl der Staustunden hat sich seit 2006 verdreifacht.
Bei der Arbeitslosigkeit haben wir 50 Prozent Ausländer. Nun können Sie sagen, das sei so, weil sie weniger qualifizierte Arbeiten verrichten und weil solche Arbeiten immer mehr verschwinden. Das stimmt, aber warum lassen wir dann immer mehr Unqualifizierte in unser Land? Vor allem: Warum lassen wir Personen aus Branchen in unser Land, in denen wir sonst schon die höchste Arbeitslosigkeit haben? Es ist schier unglaublich: Im Jahr 2019 wanderten allein im Bereich Gastgewerbe 6542 Personen ein. In diesem Bereich suchen aber gemäss Statistik angeblich oder tatsächlich 9478 Menschen eine Stelle.
Sogar die "NZZ" musste es zugeben: Vier von fünf Zuwanderern sind gar keine Fachkräfte. Und wenn es noch so wäre - von den aktuell arbeitslosen Personen haben 63 Prozent eine Fachfunktion ausgeübt. Die Folgen sehen wir nun wirklich täglich. Denn dank Familiennachzug kommen eben nicht nur Arbeitskräfte, sondern es kommt auch eine grosse Zahl mehrheitlich unterdurchschnittlich begabter, dafür überdurchschnittlich gebärfreudiger Einwanderer, welche sich zum grossen Teil am Honigtopf unseres Sozialsystems laben und unsere Schulen an den Rand des Zusammenbruchs bringen.
Im vollen Wissen um die Tatsache, dass die Zugewanderten bei einer Wirtschaftskrise kaum mehr nachhause gehen werden, haben wir nun die volle Personenfreizügigkeit sogar mit Staaten wie Bulgarien und Rumänien vereinbart. Das ist schon klar, denn für die Kosten für die von den gleichen verantwortungslos agierenden Managern beim kleinsten Wölkchen am Konjunkturhimmel entlassenen Arbeitnehmer kommt ja dann die Allgemeinheit auf. So ein Handeln wäre zu Zeiten von Ulrich Bremi, Peter Spälti, Nikolaus Senn und Co. unvorstellbar gewesen. Aber das waren ja auch noch Wirtschaftsführer - übrigens waren alle freisinnig - und nicht Manager und Abzocker. Und damals bezahlte man dem Geschäftsführer der Economiesuisse ja auch noch kein Fantasiegehalt.
Die Schweiz löst sich auf wie ein Stück Zucker im Wasser, und wir fühlen uns immer mehr fremd im eigenen Lande. Also, Kollege Nantermod, helfen Sie uns zuerst, die Schleusen zu schliessen, und wir helfen Ihnen dann, die Richtigen zu finden. Dafür braucht es keinen Bundesrat, sondern eine vernünftige Einwanderungspolitik, genau so, wie sie unsere Begrenzungs-Initiative fordert.
In diesem Sinne empfehle ich Ihnen, dieses Postulat abzulehnen.
Keller-Sutter Karin · BR-F · Bundesrat · St. Gallen
Der Bundesrat empfiehlt das Postulat Nantermod zur Annahme. Dieses fordert ja den Bundesrat lediglich dazu auf, das heutige Zulassungssystem für Arbeitskräfte aus Drittstaaten zu überprüfen. Es geht nicht darum, die Schleusen zu öffnen. In einem Bericht soll der Bundesrat alle Optionen auf den Tisch legen, um mögliche Alternativen für ein flexibles und auf die Bedürfnisse der Wirtschaft ausgerichtetes Modell aufzuzeigen.
Der Bundesrat teilt die Auffassung, dass die Verfügbarkeit von Fachkräften für die Schweizer Wirtschaft absolut zentral ist. Die Ausschöpfung des inländischen Potenzials steht für den Bundesrat aber an erster Stelle. Zusätzlich zum inländischen Arbeitskräfteangebot kann die Wirtschaft den Grossteil der ausländischen Fachkräfte dank dem Freizügigkeitsabkommen aus der EU rekrutieren, und zwar flexibel und unbürokratisch. Auf der anderen Seite sind bei den ebenfalls benötigten Spezialistinnen und Spezialisten aus Drittstaaten bewusst mehr Beschränkungen vorgesehen. Mit diesem dualen System stellen wir sicher, dass sich die Zuwanderung am wirtschaftlichen Bedarf ausrichtet und sozial verträglich ist.
In den letzten Monaten und Jahren wurden mehrere parlamentarische Vorstösse eingereicht, die einen inhaltlichen Bezug zum vorliegenden Postulat haben und deren Forderungen teilweise darüber hinausgehen. Auch deshalb erachtet es der Bundesrat als sinnvoll, eine sorgfältige Auslegeordnung und eine fundierte Analyse des aktuellen Zulassungssystems der Schweiz vorzunehmen. Aus Sicht des Bundesrates - und das möchte ich vorwegnehmen - sind grundlegende Gesetzesänderungen zurzeit nicht angezeigt. Es ist aber denkbar, dass im Rahmen des Berichtes zum Postulat Nantermod Optimierungspotenzial identifiziert werden kann.
Ich bitte Sie, dem Postulat zuzustimmen.
Abstimmung
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 110 Stimmen
Dagegen ... 79 Stimmen
(1 Enthaltung)