19.021
Loi sur les stupéfiants. Modification
Moret Isabelle · P-F · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical
BO 2020 N 1765Loi fédérale sur les stupéfiants et les substances psychotropes
Art. 8a al. 1 let. d
Proposition de la majorité
Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Proposition de la minorité
(Herzog Verena, Aeschi Thomas, de Courten, Friedli Esther, Glarner, Roduit, Rösti, Schläpfer)
Maintenir
Herzog Verena · Mit-F · Conseil national · Thurgovie · Groupe de l'Union démocratique du Centre
BO 2020 N 1766Nun sind die Befürworter dieser fahrlässigen Pilotversuche mit Cannabis zu Genusszwecken bereits im Schlussspurt. Die Vorbereitungen zur Reglementierung und ersehnten baldigen Legalisierung von Hanf für Genusszwecke sind erfolgt. Bald kann mit legalen, verantwortungslosen Menschenversuchen in Schweizer Städten gestartet werden. Verantwortungslos ist es, da eine Mehrheit dieses Rates keinem der Minderheitsanträge, weder zum Schutze der Bevölkerung noch zum Schutze der Hanf konsumierenden Probanden, deren Konzentrations- und Reaktionsfähigkeit durch den regelmässigen und übermässigen Konsum massiv eingeschränkt wird, zugestimmt hat. Es wurde weder der Senkung des THC-Werts von 20 auf 10 Prozent - zur Erinnerung: Früher lag der THC-Wert bei 1 bis 3 Prozent - noch der dringend nötigen Abgabe des Führerausweises aufgrund mangelnder Konzentration zum Schutze auch der anderen Verkehrsteilnehmer, noch der zwingenden Information des Arbeitgebers zum Schutz auch der anderen Arbeitnehmer zugestimmt. Es kann tödliche Folgen haben, wenn zum Beispiel in einer Schreinerei die Maschinen im Kifferdunst fahrlässig bedient werden. Damit habe ich mir erlaubt, nur die nötigsten Anträge, auf deren Annahme Sie grosszügig verzichten wollen, nochmals in Erinnerung zu rufen.
Ich verzichte, nochmals auf die Schädlichkeit des Cannabis für die Lunge, die Hirnfunktion, das Immun- und Hormonsystem sowie vor allem auch in Bezug auf mögliche psychische Langzeitfolgen wie Schizophrenie und Psychosen einzugehen, die den jungen arbeitsfähigen Leuten das Leben vermiesen, viele Familien vor Probleme stellen und unsere Sozialwerke und unser Gesundheitswesen immens belasten. Denn an seiner Sitzung vom 9. September hat nun auch der Ständerat den Nichteintretensantrag bezüglich der Änderung des Betäubungsmittelgesetzes trotz stichhaltigen Argumenten der Bürgerlichen abgelehnt. Immerhin steht Ständerat Zanetti dazu, dass er nach eigenen Angaben selbst zu den 30 Prozent Kiffenden gehört, dass - ich zitiere aus dem Amtlichen Bulletin - "'der Wille des Gesetzgebers darin besteht, diese befristete Experimentierphase zu ermöglichen, sodass man faktenbasiert zu gegebener Zeit eine Liberalisierungs- oder Legalisierungsdebatte führen kann, dies dann ohne Zeitdruck' [...], weil Kiffen und Zeitdruck eben nicht zusammenpassen" (AB 2020 S 721). Weiter sagte er, dass dies im März 2018 die eigentliche Idee des Ständerates gewesen und widerspruchslos so durchgegangen sei. Diese Arbeitsmoral gewisser Ständeräte ist bedenklich.
Ständerätin Maya Graf, eine zwar pflichtbewusste Ständerätin, äusserte dazu die Meinung, es wäre ja nur eine kleine Änderung im Betäubungsmittelgesetz, die dazu diene, die wissenschaftliche Auswertung der Situation umfassend zu verstehen.
Ja, das stimmt, die Gesetzesänderung ist tatsächlich klein, aber die Folgen sind gross, nicht nur die gesundheitlichen. Jegliche glaubwürdige Prävention wird verunmöglicht. Dafür stehen die Befürworter dieser Pilotversuche - also auch Sie! - künftig in der Verantwortung.
Wissenschaftlich fundierte Studien, welche die negativen Auswirkungen von Cannabis auf Körper und Psyche belegen, existieren längst. Doch wie kann man die geplanten Städte-Pilotversuche als wissenschaftlich erklären, wenn nicht einmal eine Kontrollgruppe existiert?
Nun zu meinem Minderheitsantrag - tatsächlich eine Kleinigkeit, der ich Sie zuzustimmen bitte. Bei Absatz 1 Buchstabe d von Artikel 8a, "Pilotversuche", bitte ich Sie, bei der Fassung des Nationalrates zu bleiben, die fordert, dass "ausschliesslich" und nicht nur "wenn möglich", wie es die Version des Ständerates will, Cannabisprodukte verwendet werden, die Schweizer Herkunft sind und den Regeln der Schweizer Biolandwirtschaft entsprechen. Wenn Sie diese staatlich finanzierten Cannabisprogramme wollen, so sollen doch wenigstens unsere Schweizer Bauern davon profitieren. Ob bio oder nicht, das ist, wie Ständerat Hegglin es bezeichnet hat, wohl eher ein Feigenblatt als eine gesundheitlich tragende Massnahme, da auch Biohanf Körper und Psyche schädigt und eine Einstiegsdroge ist.
Zu denken gibt viel eher, dass befürchtet wird, es werde nicht genügend Schweizer Hanf für diese Menschenversuche vorhanden sein. Ich bin gespannt auf das staatlich finanzierte Marketing, das - statt unsere jungen Menschen mit wirksamen Grosskampagnen vor diesem Übel zu bewahren oder mit wirksamen Therapien Süchtige davon zu befreien - junge Menschen für diese Pilotversuche motivieren und damit die Sucht unterstützen will.
Ich bitte Sie um Zustimmung zu meinem Minderheitsantrag.
Hess Lorenz · Mit-M · Conseil national · Berne · Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.
Namens der Mitte-Fraktion möchte ich Ihnen beantragen, hier der Mehrheit zu folgen. Die Gründe sind relativ klar angesichts der Realität auf dem Markt bezüglich der Cannabisprodukte. Man darf und kann im Grundsatz gegen diese Versuche beziehungsweise gegen diese Vorlage sein. Das hat Kollegin Herzog noch einmal klar bewiesen. Sie hat erst am Schluss über die Minderheit gesprochen und hat vor allem noch einmal gesagt, warum überhaupt diese Vorlage nicht in Ordnung sei. Das ist verständlich. Es wäre aber falsch, mit dieser Auflage des Biohanfs zu versuchen, die Vorlage so zu verkomplizieren, dass es dann vielleicht nicht funktioniert, weil am Schluss diese Produkte nicht erhältlich sind. Die Realität zeigt, dass auf dem Markt keine entsprechende Menge von Bioprodukten erhältlich ist und dass, auch wenn wir diese Bestimmung im Gesetz festlegen, mitnichten ein Anreiz besteht, im grossen Stil Biohanf zu produzieren. Wir sollten hier bei den Marktrealitäten bleiben. Es geht hier um beschränkte Versuche, und es geht vor allem darum, diese Vorlage auch einmal abzuschliessen.
Deshalb beantragen wir Ihnen, der Mehrheit zu folgen.
Porchet Léonore · Mit-F · Conseil national · Vaud · Groupe des VERT-E-S
Nous arrivons à la version presque finale de la modification de la loi sur les stupéfiants, qui va permettre des essais pilotes pour la consommation récréative de cannabis.
Pour mémoire, un tiers des plus de quinze ans ont expérimenté le cannabis. On compte en Suisse 200 000 consommateurs réguliers. Le marché noir est prospère; des substances dangereuses sont vendues. L'interdiction et la répression ne sont pas efficaces. On essaie donc autre chose aujourd'hui, c'est ce qui vous est proposé. Mais on ne le fait pas n'importe comment, mais avec une sécurité assurée: c'est limité dans le temps, c'est très encadré et la protection de la jeunesse est garantie.
Notre conseil avait voulu ajouter une sécurité supplémentaire en prévoyant que ces plantes soient produites de manière biologique et, pour soutenir le marché local également, qu'elles soient produites localement. C'est une manière de garantir la qualité des produits et, par là même, la sécurité.
L'une des raisons de ces tests, c'est bien le constat que les produits proposés par la mafia et les petits dealers dans la rue sont coupés aux pesticides, aux métaux lourds, au sable, à la colle, à la cire, au talc, à la silice. On peut même trouver parfois jusqu'à 10 pour cent de plomb pour alourdir le poids des plantes à la vente et donc augmenter le prix. Le cannabis frelaté, parce qu'il n'est pas contrôlé, est de mauvaise qualité et, donc, dangereux. Personne, vraiment, ne sait ce qu'il fume.
Ces essais pilotes visent donc aussi à avoir un accès réglementé au cannabis pour réduire les intoxications grâce au contrôle de la qualité. C'était tout l'intérêt d'introduire un article sur la qualité dans cette loi: ces produits sont directement inhalés et l'on ne peut décemment pas proposer une plante, dans un essai soutenu par une loi, qui contienne encore plein de pesticides et qui soit produite loin des terres suisses.
Pour cela, notre conseil avait modifié la loi en y ajoutant une clause stipulant que le cannabis devait être d'origine suisse et correspondre aux normes de l'agriculture biologique suisse. Il faut rappeler les bienfaits du bio, non seulement pour des questions évidentes de santé, en termes de dangerosité des produits intégrés dans les plantes, mais aussi en termes de protection de l'environnement et de respect du travail des producteurs et des productrices.
Il s'avère que la commission, l'administration et le Conseil des Etats s'inquiétaient du fait que cette clause soit contraire à la réalité du marché et ne nous permette pas de faire les essais pilotes. Une semaine après le rejet de l'initiative "pour BO 2020 N 1767 une Suisse libre de pesticides de synthèse" et de l'initiative "pour une eau potable propre et une alimentation saine", qui ont été traitées par le Conseil des Etats avec beaucoup de légèreté, il est heureux de voir que le Conseil des Etats n'a pas remis en question le besoin de proposer des produits contenant le moins possible de poisons différents, ni celui de soutenir des produits locaux.
Au contraire, la préoccupation du Conseil des Etats était bien plutôt de s'assurer qu'il y ait suffisamment de produit pour pouvoir conduire les essais cliniques. Il était donc judicieux d'introduire l'expression "si possible" dans la loi. Nous avons le même souci. Nous souhaitons que ce "si possible" soit "le plus possible" suivi d'effets et que l'on s'achemine rapidement vers la réalisation de ces essais de réglementation pour le cannabis à usage récréatif.
Comme nous tenons à ce que ces essais aient lieu, nous soutiendrons la proposition de la majorité de la commission. Nous avons suffisamment attendu!
Moret Isabelle · P-F · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical
La présidente (Moret Isabelle, présidente): Je vous informe que le groupe libéral-radical et le groupe socialiste soutiennent la proposition de la majorité.
Berset Alain · BR-M · Conseil fédéral · Fribourg
Je vais être assez bref pour vous inviter à suivre la majorité de votre commission. Il s'agit en réalité de garantir que ces essais soient réalisables. Nous savons aujourd'hui que nous avons peu de producteurs de cannabis qui ont de l'expérience dans le domaine de l'agriculture biologique. Il faudrait compter jusqu'à deux ans pour que toute nouvelle exploitation puisse réaliser la transition. Les universités et les villes qui le souhaiteraient auraient également des difficultés pour réaliser ces essais, parce qu'il serait difficile de garantir une production tout au long de l'année.
Je vous invite donc, afin que la réalisation d'études soit possible, ce que souhaite le Parlement, à suivre la majorité de votre commission.
Sauter Regine · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe libéral-radical
Ich verzichte darauf, hier nochmals die ganze Geschichte dieses Experimentierartikels aufzurollen. Es blieb nach der letzten Beratung in unserem Rat die Frage, welches Cannabis für diese Versuche verwendet werden soll. Sie erinnern sich, der Nationalrat hatte gefordert, dass Cannabisprodukte verwendet werden müssen, die Schweizer Herkunft sind und den Regeln der Schweizer Biolandwirtschaft entsprechen. Der Ständerat änderte diese Formulierung ab: Es seien "wenn möglich" Cannabisprodukte zu verwenden, die Schweizer Herkunft sind und den Regeln der Schweizer Biolandwirtschaft entsprechen. Dies entspricht der Realität. Wir sind darüber informiert worden, dass nicht genügend solcher Cannabisprodukte vorhanden wären, wenn die Forderung gemäss Beschluss des Nationalrates so im Gesetz stehen bliebe.
Die Kommission liess sich davon überzeugen. Sie folgte in ihrer Mehrheit der Version des Ständerates, lehnte den Minderheitsantrag Herzog Verena ab, nahm am Schluss mit 16 zu 8 Stimmen diese Empfehlung vor und bittet Sie im Übrigen, dasselbe zu tun.
Maillard Pierre-Yves · Mit-M · Conseil national · Vaud · Groupe socialiste
Je vais aussi être très bref. Sans refaire tout le débat, il s'agit ici de régler la dernière divergence que nous avons avec le Conseil des Etats. Le Conseil national avait, dans un premier temps, demandé que les produits cannabiques qui seront utilisés dans le cadre de ces essais pilotes soient d'origine suisse et correspondent aux normes de l'agriculture biologique. Ces deux conditions avaient été posées de manière catégorique par le Conseil national. Le Conseil des Etats les a relativisées en introduisant un "si possible", qui permet d'éviter que les essais ne puissent pas avoir lieu, ou soient limités dans leur extension, faute de produits suffisants.
Ce "si possible" a convaincu la majorité de votre commission - cette version a été adoptée par 16 voix contre 8. Une minorité Herzog Verena souhaite maintenir l'obligation d'utiliser des produits d'origine suisse et biologique.
Je vous invite à suivre la majorité de la commission et à régler ainsi ce dossier pour permettre à ces essais pilotes de commencer.
Vote
| Fraktion | Gea | Na | Enth. |
|---|---|---|---|
| Groupe de l'Union démocratique du Centre | 0 (0 %) | 54 (100 %) | 0 (0 %) |
| Groupe socialiste | 39 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV. | 12 (39 %) | 19 (61 %) | 0 (0 %) |
| Groupe libéral-radical | 27 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe des VERT-E-S | 29 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Groupe vert'libéral | 16 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Non inscrit | 1 (100 %) | 0 (0 %) | 0 (0 %) |
| Total | 124 (63 %) | 73 (37 %) | 0 (0 %) |
Gea: Antrag der Mehrheit (gemäss Cussegl dals chantuns)
Na: Antrag der Minderheit Herzog Verena (festhalten)
Moret Isabelle · P-F · Conseil national · Vaud · Groupe libéral-radical
La présidente (Moret Isabelle, présidente): L'objet est ainsi prêt pour le vote final.