21.031

SYMIC. Crédit d’engagement

Widmer Céline · Mit-F · Conseil national · Zurich · Groupe socialiste

BO 2021 N 2380Der Bundesrat beantragt mit dieser Vorlage einen Verpflichtungskredit von insgesamt 54,3 Millionen Franken für eine gesamthafte Erneuerung des Zentralen Migrationsinformationssystems (Zemis). Zemis ist das umfassende Arbeitsinstrument für den Ausländer- und Asylbereich sowie das Bürgerrecht. Es ist das Personenregister für ausländische Staatsangehörige, die in der Schweiz leben oder sich hier aufhalten.

In den Asylverfahren dient Zemis der Identitätsüberprüfung und dem Abgleich mit Eurodac sowie der Verteilung der Asylsuchenden auf die Kantone. Im Bereich des Ausländerinnen- und Ausländerrechts erfasst Zemis sämtliche Entscheide zu Einreisen von Ausländerinnen und Ausländern in die Schweiz und dient als Datenbasis für die Ausstellung der Ausländerinnen- und Ausländerausweise. Weiter dient Zemis als Datenbasis für die Kontrollen der Lohn- und Arbeitsbedingungen gemäss den flankierenden Massnahmen und für die offizielle Asyl- und Ausländerinnen- und Ausländerstatistik.

Zemis enthält rund 10 Millionen Personendatensätze. Rund 30 000 Mitarbeitende von Sicherheits- und Migrationsbehörden auf kommunaler, kantonaler und Bundesebene nutzen Zemis täglich. Die grösste Benutzergruppe sind die kantonalen und kommunalen Polizeibehörden. Zemis ist mit vielen nationalen und internationalen Informatiksystemen verbunden. Rund die Hälfte der Betriebskosten von Zemis wird von Gebühren der Kantone gedeckt, für den Rest kommt das SEM auf.

Um was geht es? Zemis wurde 2008 in Betrieb genommen. Die vorgesehene Erneuerung von Zemis wird insbesondere notwendig, um die verhältnismässig alte Software zu aktualisieren und damit deren Funktionsfähigkeit und Sicherheit auch in Zukunft sicherstellen zu können. Die Gesamtkosten dieser Erneuerung in der Zeitperiode von 2022 bis 2027 werden auf 65,9 Millionen Franken geschätzt. 11,6 Millionen Franken erbringt das EJPD in Form von Eigenleistungen. Der Antrag für den Verpflichtungskredit ans Parlament beträgt folglich noch 54,3 Millionen Franken.

Ihre SPK hat sich das Geschäft am 1. Juli 2021 präsentieren lassen. Es ist ein sehr komplexes und departementübergreifendes IT-Projekt. Es geht nicht um materielle Änderungen im Bereich der Aufgaben, für welche das Personenregister Zemis angewendet wird, sondern eben um eine Erneuerung des veralteten Informatiksystems. Es braucht daher in der ersten Phase auch keine rechtlichen Anpassungen.

Weil es ein grosses IT-Projekt ist, hat die SPK im Sommer beschlossen, bei der Finanzkommission einen Mitbericht einzuholen. Die Finanzkommission unterstützt in ihrem Mitbericht grundsätzlich die Vorlage. Sie beantragt aber, den Risikozuschlag von 9,3 Millionen Franken auf 5,66 Millionen Franken zu senken und damit den Verpflichtungskredit im entsprechenden Umfang zu kürzen.

Die Finanzkommission ist der Ansicht, dass ein geringerer Risikozuschlag als vom Bundesrat beantragt vertretbar sei, da es eine Ablösung eines bestehenden Systems und nicht eine komplette Neuentwicklung ist. Wir haben in der Staatspolitischen Kommission von der Verwaltung keine Signale bekommen, dass diese Kürzung des Risikozuschlags das Projekt negativ beeinflussen könnte. Wenn unerwartete Risiken eintreffen würden, die den jetzt vorgesehenen Risikozuschlag übertreffen, dann müsste das im Rahmen eines Nachtragskredites erklärt werden.

Die SPK ist daher an ihrer Sitzung vom 4. November der von der Finanzkommission beantragten Senkung des Verpflichtungskredits einstimmig gefolgt. Ebenfalls einstimmig beantragt Ihnen die SPK, den nun vorliegenden Verpflichtungskredit anzunehmen. Eine aktuelle, gut funktionierende und sichere Software im Asyl- und Ausländerinnen- und Ausländerbereich ist wichtig, um einen funktionierenden Ablauf der behördlichen Handlungen in diesem Bereich sicherzustellen.

Matter Michel · Mit-M · Conseil national · Genève · Groupe vert'libéral

La stratégie informatique de la Confédération soutient la transformation numérique de l'administration.

Le système d'information central sur la migration, appelé Symic, est l'instrument de travail commun aux domaines des étrangers, de l'asile et de la nationalité. Il regroupe les données des ressortissants étrangers qui vivent ou séjournent en Suisse. Le Symic est utilisé tant au niveau communal que cantonal ou fédéral par près de 30 000 collaboratrices et collaborateurs et plus de 10 millions de données personnelles y sont actuellement enregistrées.

Cet instrument de travail est indispensable et son actualisation est une évidence. Le Symic a été mis en service en 2008. C'est un projet clé. Il repose sur des composants logiciels désuets qui doivent être renouvelés afin d'être complètement compatibles avec la stratégie de la Confédération en matière de technologies de l'information et de la communication.

Le Conseil fédéral sollicite un crédit d'engagement de 54,3 millions de francs pour les années 2022 à 2027. Le Symic pourra ainsi continuer à fournir des prestations numériques de qualité et être apte pour de futurs développements et extensions. Le renouvellement du système représente une dépense totale de 65,9 millions de francs, dont 11,2 seront BO 2021 N 2381 apportés par le Département fédéral de justice et police à titre de contribution propre sous forme de ressources humaines.

Le 25 octobre dernier, la Commission des finances de votre conseil s'est réunie et a décidé de soutenir ce projet indispensable. Cependant, la commission, suivant sa sous-commission 4 responsable des dossiers auprès du Département fédéral de justice et police, a jugé, par 18 voix contre 5 et 1 abstention, que la contribution aux risques était trop élevée. Elle a proposé de diminuer le supplément pour risques de 9,3 à 5,66 millions de francs et d'ainsi réduire de 3,64 millions le crédit d'engagement, le faisant évoluer de 54,3 à 50,66 millions de francs. Sur le plan budgétaire, l'octroi d'un crédit d'engagement ne pose aucun problème.

La commission a analysé le supplément pour risques et a constaté que celui-ci se chiffrait pour la première tranche intitulée "Bases techniques" à 15 pour cent et pour la deuxième tranche dite "Transformation numérique des domaines centraux" à 25 pour cent. Selon la commission, le supplément pour risques devrait être ramené à environ 10 pour cent. Il serait judicieux, lorsque les risques que fait courir un projet sont trop importants - ici 15 et 25 pour cent -, d'impliquer le Parlement en lui soumettant une demande de crédit supplémentaire.

La commission a également constaté que le projet visant à remplacer Symic, utilisé depuis 2008, devrait présenter moins de risques et d'inconnues qu'un projet entièrement novateur. La commission a souhaité que la sous-commission 4 s'enquière de l'état d'avancement du projet et que les coûts subséquents évoluent selon les prévisions, afin d'atteindre le potentiel d'économies transversales voulu. Dans ce sens, la Délégation des finances recevra un rapport sur l'état de la situation tous les six mois.

La Commission des finances de notre conseil vous recommande donc de suivre sa proposition. Une minorité de membres a souhaité en rester aux chiffres présentés par le Conseil fédéral. L'important reste de garantir le bon fonctionnement de l'outil informatique pour le domaine de l'asile et des étrangers, et de faire en sorte que les tâches étatiques essentielles puissent être réalisées.

Wettstein Felix · Mit-M · Conseil national · Soleure · Groupe des VERT-E-S

Die Sprecherin der SPK hat schon ausgeführt, worum es beim Zentralen Migrationsinformationssystem geht und warum dieses System, das seit 2008 besteht, eine Renovation benötigt. Darauf muss ich nicht weiter eingehen. Die Finanzkommission ist vom Sinn und Nutzen einer Erneuerung des Informationssystems Zemis überzeugt. Was jedoch zu diskutieren gab, war der Risikozuschlag. Dieser ist aus Sicht der Mehrheit der Kommission eher hoch: Er liegt bei der ersten Tranche bei 15 Prozent, bei der zweiten bei 25 Prozent.

Den Mitgliedern der Finanzkommission ist durchaus bewusst, dass gerade bei Informatikprojekten die Kostenschätzungen oft mit grösseren Ungenauigkeiten verbunden sind. Dennoch ist die Mehrheit der Meinung, ein etwas geringerer Risikozuschlag genüge auch. Sie fordert eine Reduktion von 9,3 auf 5,66 Millionen Franken. Das entspricht dann durchgehend einem Zuschlag von 15 Prozent. Trotz der Dauer des Projekts bis 2027 erachtet die Kommission dies als angemessen, denn es handelt sich bei Zemis nicht um ein Pionierprojekt, sondern um ein Fortsetzungsprojekt. Darum sollten die Unwägbarkeiten kleiner sein, als wenn eine völlig neue Anwendung entwickelt werden müsste. Sollte diese Reserve nicht ausreichen, müsste ein Nachtragskredit beantragt werden. Das hätte für uns den Vorteil, dass das Parlament weiterhin einbezogen wäre.

Die Kommissionsminderheit war hingegen der Ansicht, dass man für die zweite Tranche die 25 Prozent Reserven gemäss Entwurf des Bundesrates aufrechterhalten solle, um die Sache nicht zu verkomplizieren, falls es doch höheren Bedarf geben sollte.

Die ganze Finanzkommission war sich einig, dass sie ein halbjährliches Reporting will, in dem über die Beanspruchung des Risikozuschlags Auskunft gegeben wird. Die Finanzaufsicht hat in Aussicht gestellt, dass sie diesem Anliegen im Rahmen ihrer periodischen Statusberichte nachkommen wird.

Gestützt auf diese Überlegungen und Informationen empfiehlt Ihnen die Kommission mit 18 zu 5 Stimmen bei 1 Enthaltung, den Risikozuschlag von 9,3 Millionen auf 5,66 Millionen Franken zu verringern. Wie Sie von der Sprecherin der SPK gehört haben, ist diese Kommission einstimmig auf die Mehrheitsposition der Finanzkommission eingegangen.

Keller-Sutter Karin · BR-F · Conseil fédéral · St-Gall

Frau Nationalrätin Widmer hat Ihnen eine umfassende Darstellung des Projekts Zemis gegeben, sowohl in technischer wie auch in finanzieller Hinsicht.

Um Ihnen die Dimension des Projekts zu verdeutlichen, erlaube ich mir eine kurze Ergänzung: Rund 30 000 Personen nutzen Zemis heute in ihrem beruflichen Alltag. Drei Viertel davon sind kantonale oder kommunale Polizeibehörden, aber auch weitere kantonale Behörden wie die Migrations- und Arbeitsmarktämter oder auf Bundesseite das Staatssekretariat für Migration, die Eidgenössische Zollverwaltung, der Nachrichtendienst sowie die Strafverfolgungsbehörden und Gerichte. Weiter ist Zemis mit rund 30 nationalen und internationalen Informatiksystemen verbunden, unter anderem mit dem Polizeifahndungssystem Ripol oder dem Schengener Informationssystem (SIS). Damit ist Zemis für die Polizei, die Grenzkontrollbehörden und die weiteren Sicherheitsorgane eine wichtige Informationsquelle.

Sie haben bereits gehört, dass es eben auch gerade deshalb wichtig ist, dass dieses System aktualisiert wird. Der Bundesrat verfolgt hier verschiedene Ziele: Die Nachhaltigkeit, d. h. der Lebenszyklus, soll verlängert werden, Zemis soll weitere zehn Jahre betrieben werden können; die Komplexität der Zielarchitektur soll reduziert werden; die Modularität soll ebenso erhöht werden wie die Flexibilität. Auch die Kosten, allen voran die Betriebskosten, sollen reduziert werden. Wir rechnen damit, dass es möglich sein sollte, 15 bis 20 Prozent der Betriebskosten einzusparen, d. h. etwa 4 Millionen Franken pro Jahr. Ausserdem soll das System erweiterbar sein.

Der Bundesrat kann sich mit den Anträgen der Finanzkommission bezüglich des Risikozuschlags und entsprechend mit der einstimmigen SPK-N einverstanden erklären. Ich möchte einfach zuhanden der Materialien hier noch einmal sagen: Sollte es erforderlich sein, müsste der Bundesrat natürlich einen Nachtragskredit beantragen. Falls es also tatsächlich mit der Kürzung nicht möglich ist, falls also der Risikozuschlag oder das Risiko grösser sein sollten - es wurde jetzt auch von Herrn Wettstein ausgeführt, dass Informatikprojekte einfach ihre Unwägbarkeiten haben -, werden wir gegebenenfalls einfach einen Nachtragskredit beantragen. Wir können damit leben, dass der Risikozuschlag etwas verringert wird.

Kälin Irène · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe des VERT-E-S

L'entrée en matière est décidée sans opposition

Arrêté fédéral allouant un crédit d'engagement pour le renouvellement du système d'information central sur la migration (Symic)

Discussion par article

Titre et préambule

Proposition CdF-N/CIP-N

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

BO 2021 N 2382Art. 1

Proposition CdF-N/CIP-N

... 50,66 millions de francs ...

Adopté

Vote

Frein aux dépenses

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre41 (91 %)3 (7 %)1 (2 %)
Groupe socialiste35 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.25 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical23 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S27 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral15 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Non inscrit1 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total167 (98 %)3 (2 %)1 (1 %)

Gea: Lösen der Ausgabenbremse
Na: Ablehnung des Artikels

Namensliste

La majorité qualifiée est acquise

Kälin Irène · P-F · Conseil national · Argovie · Groupe des VERT-E-S

Art. 2

Proposition CdF-N/CIP-N

Al. 1

...

a. ... d'un montant de 22,0 millions de francs ...

b. ... d'un montant de 28,66 millions de francs ...

Al. 2

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Art. 3

Proposition CdF-N/CIP-N

Adhérer au projet du Conseil fédéral

Adopté

Vote

Vote sur l'ensemble

FraktionGeaNaEnth.
Groupe de l'Union démocratique du Centre44 (94 %)2 (4 %)1 (2 %)
Groupe socialiste36 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Le Groupe du Centre. Le Centre. PEV.25 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe libéral-radical23 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe des VERT-E-S26 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Groupe vert'libéral15 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Non inscrit1 (100 %)0 (0 %)0 (0 %)
Total170 (98 %)2 (1 %)1 (1 %)

Gea: Annahme des Entwurfs
Na: Ablehnung des Entwurfs

Namensliste