Fatschenta parlamentara: Die Hisbollah verbieten (24.4263)

24.4263

Die Hisbollah verbieten

Zuberbühler David · Mit-M · Nationalrat · Appenzell A.-Rh. · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Die Hisbollah ist nicht nur eine militante Gruppierung, sondern auch eine direkte Gefahr für die internationale Sicherheit. Sie bedroht den Frieden und die Stabilität im Nahen Osten und darüber hinaus. Ihre Sicherheitspolitische Kommission hält es daher für dringlich, diese radikal-islamische Terrororganisation zu verbieten, genau so, wie Sie es am letzten Mittwoch in Bezug auf die Hamas beschlossen haben.

Die Hisbollah hat sich unmissverständlich als terroristische Kraft etabliert, die mit brutalsten Mitteln agiert. Ihre ideologische Ausrichtung und die finanzielle Unterstützung durch das iranische Regime zeigen, dass die Hisbollah nicht nur gegen den Staat Israel kämpft, sondern auch gegen die grundlegenden Werte, für die wir als internationale Gemeinschaft einstehen. Die Hisbollah destabilisiert durch militärische und politische Aktivitäten Länder wie den Libanon oder den Jemen. Sie untergräbt gezielt demokratische Strukturen und entfacht gefährliche Konflikte zwischen religiösen und ethnischen Gruppen. In Syrien ging sie gar noch einen Schritt weiter. Bis zu Assads Sturz stand sie treu an der Seite des Diktators und half, sein brutales Regime an der Macht zu halten, das auf Kosten zahlloser unschuldiger Menschenleben.

Laut Hisbollah-Chef Naim Kassim sowie gemäss US-Schätzungen verfügt die Terrororganisation immer noch über Zehntausende von Kämpfern und ein beträchtliches Waffenarsenal, mit dem sie potenziell jedes Ziel in der Region angreifen kann. Diese militärische Stärke macht sie zu einem der mächtigsten nichtstaatlichen Akteure im Nahen Osten und unterstreicht die Bedrohung, die sie für die regionale Sicherheit darstellt. Sie bleibt eine militärische Kraft, die sowohl regional als auch in internationalen Konflikten aktiv war.

Die jüngsten Angriffe auf Israel beweisen ihre aggressiven Ambitionen. Nach der Terrorattacke der Hamas am 7. Oktober 2023 hat sich die Hisbollah als Verbündete dieser Gruppe positioniert und erklärt, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um der Hamas Unterstützung zu leisten. Seit dem entsetzlichen Massaker kommt es deshalb immer wieder zu Auseinandersetzungen, bei denen die Hisbollah Raketen und Artillerie auf Israel abfeuert, als Zeichen der Solidarität mit den Palästinensern.

Die Hisbollah ist verantwortlich für unzählige Gewaltakte und Menschenrechtsverletzungen. Sie rekrutiert systematisch Kämpfer, darunter auch Minderjährige, und schürt Hass durch Propaganda und gezielte Destabilisierung. Dabei bedroht die Organisation nicht nur Israel, sondern auch den Libanon.

Ein Verbot der Hisbollah ist unerlässlich, um ein klares Zeichen gegen den Terrorismus zu setzen und der Unterstützung dieser gefährlichen Gruppierung entgegenzuwirken, die zudem seit Jahren die Resolution 1701 des UNO-Sicherheitsrates verletzt, welche eine waffenfreie Zone entlang der Grenze zu Israel festlegt. Die internationale Gemeinschaft hat bereits erkannt, dass die Hisbollah eine terroristische Organisation ist, und die Schweiz muss sich diesem Konsens anschliessen und eine klare Position im globalen Kampf gegen den Terrorismus beziehen. Auch der Direktor des Nachrichtendienstes des Bundes (NDB) stellte im Rahmen einer Medienkonferenz am 22. Oktober dieses Jahres unmissverständlich klar, dass die Hisbollah auch für die Schweiz eine Bedrohung darstellt. Christian Dussey betonte, dass die Terrormiliz in der Schweiz ein Netzwerk mit einigen Dutzend Unterstützern unterhalte, von denen gemäss NDB einige auch eine terroristische Aktion durchführen könnten. Diese Einschätzung verdeutlicht, dass die Gefahr durch die Hisbollah nicht nur eine theoretische, sondern auch eine reale Bedrohung für die Schweiz darstellt.

Es ist deshalb unverständlich, dass der Bundesrat trotz dieser Warnungen nicht zur Entscheidung kommt, die Hisbollah ausdrücklich zu verbieten. Mit einem solchen Verbot würde er ein klares Zeichen setzen und zur Sicherheit der Bevölkerung sowie zur Prävention möglicher terroristischer Aktivitäten beitragen. Eine Entscheidung, diese Organisation nicht zu verbieten, könnte den Eindruck erwecken, dass das Ausmass dieser Gefahr nicht voll erkannt wird. Es ist entscheidend, dass der Bundesrat alle Massnahmen ergreift, um die Sicherheit der Schweiz zu gewährleisten und den Herausforderungen des internationalen Terrorismus entschlossen entgegenzutreten. Ein Verbot dieser Organisation wäre deshalb ein wichtiges Signal dahin gehend, dass wir als Nation nicht nur für unsere Werte eintreten, sondern auch unsere Verantwortung im globalen Kampf gegen den Terrorismus ernst nehmen.

Der Ständerat beschloss letzte Woche, die Hisbollah zu verbieten. Er stimmte einer entsprechenden Kommissionsmotion mit 31 zu 1 Stimmen bei 10 Enthaltungen zu. Ihre Sicherheitspolitische Kommission hat mit 19 zu 3 Stimmen bei 2 Enthaltungen die Motion 24.4263 verabschiedet, die den Bundesrat ebenfalls mit einem Verbot der Hisbollah beauftragt.

Vor diesem Hintergrund bitte ich Sie im Namen Ihrer Kommission, die Kommissionsmotion zu unterstützen.

Molina Fabian · Mit-M · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion

Herr Kommissionssprecher, ich habe eine Frage zur Diskussion in der Kommission: Die Hisbollah ist ja - leider, muss man sagen - seit Jahren Teil der libanesischen Regierung. Jetzt will die Mehrheit der Kommission diesen Teil der Regierung bzw. den Libanon sanktionieren. Wurden in der Kommission auch die aussenpolitischen Auswirkungen eines solchen Schrittes auf die bilateralen Beziehungen mit dem Libanon diskutiert?

Zuberbühler David · Mit-M · Nationalrat · Appenzell A.-Rh. · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei

Herr Molina, besten Dank für die Frage. Diese Frage haben wir in der Kommission so nicht diskutiert, aber ich bin anderer Meinung als Sie. Die Hisbollah ist eine paramilitärische Organisation, die eben nicht in die Regierung eingebunden ist. Ich glaube, es täte dem Land gut, wenn die Schweiz hier ein klares Bekenntnis ablegen würde, und es wäre gut, wenn sich die Schweiz dann eben mit der Regierung des Libanon entsprechend austauschen könnte.

de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion

Le Hezbollah est une organisation terroriste islamiste radicale. Il est responsable d'innombrables actes de violence et de violations des droits humains à travers le monde. Il est impliqué dans de nombreux attentats terroristes, sur des cibles aussi bien militaires que civiles. Dans le contexte géopolitique actuel, il fait peser une lourde menace sur la sécurité et la stabilité non seulement du Proche-Orient, mais du monde, avec des conséquences chez nous aussi.

Au lendemain de l'attaque terroriste du Hamas du 7 octobre 2023, le Hezbollah s'est déclaré comme un allié inconditionnel du Hamas. Il a annoncé qu'il aurait recours à tous les moyens en sa possession, y compris les fusils et les roquettes, pour atteindre ses objectifs. Le Hezbollah se vante de pouvoir frapper toutes les régions de l'Etat hébreu. Pour lui, la violence et la terreur sont des moyens légitimes d'atteindre ses objectifs. Dans un rapport du Center for Strategic and International Studies, datant de 2018 déjà, l'organisation terroriste est considérée comme l'acteur non étatique le plus lourdement armé au monde. Par ailleurs, l'organisation terroriste viole depuis des années la résolution 1701 du Conseil de sécurité de l'ONU qui établit une zone de sécurité le long de la frontière libanaise avec Israël. Le Hezbollah n'hésite pas à piétiner cette résolution en faisant entrer des armes dans la zone pourtant démilitarisée et à y établir ses propres positions militaires. La force intérimaire des Nations Unies au Liban ne réussit pas à empêcher ces violations.

Créé en 1982 en pleine guerre du Liban, le Hezbollah reçoit un important soutien financier militaire de l'Iran, ce qui lui permet d'agrandir son domaine d'influence paramilitaire. Cette coopération toxique met en péril tout l'équilibre de la région. Soyons attentifs, l'organisation terroriste renforce aussi sa position en Europe. Par le biais de l'immigration en provenance de pays tels que l'Iran, l'Irak, la Syrie et encore l'Afghanistan, elle a réussi à mettre en place des réseaux pour diffuser son idéologie et son antisémitisme en Suisse aussi. Elle a converti des musulmans jusqu'alors modérés à ses thèses radicales, ce qui accentue le risque terroriste.

Lors d'une conférence de presse le 22 octobre 2024, mon collègue l'a rappelé, le directeur du Service de renseignement de la Confédération a clairement rappelé que le Hezbollah représente une menace pour la Suisse. Christian Dussey a souligné que la milice terroriste entretient en Suisse un réseau de plusieurs dizaines de sympathisants, dont certains risquent de mener une action terroriste, ce qui montre que la menace posée par le Hezbollah n'est pas seulement une menace théorique, mais une menace réelle pour notre pays. Les tensions actuelles et les conflits persistants au Moyen-Orient exigent que nous adoptions une position claire et ferme. Il s'avère indispensable de prendre des mesures; c'est ce que votre commission a fait, par 19 voix contre 3 et 2 abstentions. Je rappelle que le Conseil des Etats a adopté la semaine passée une motion visant à l'interdiction du Hezbollah, par 31 voix contre 1.

Le danger croissant que représente le Hezbollah justifie une interdiction immédiate. Cela contribuerait à l'amélioration de la sécurité de toute une région. Plusieurs Etats et organisations tels que les Etats-Unis, l'Allemagne, le Canada ou encore l'Union européenne ainsi que la plupart des pays arabes considèrent déjà le Hezbollah comme une organisation terroriste. En l'interdisant, comme nous l'avons fait pour le Hamas ou pour Al-Qaïda, la Suisse participera ainsi efficacement à la coopération internationale et à la lutte contre le terrorisme. Je rappelle que le risque terroriste est jugé élevé en Suisse par le Service de renseignement de la Confédération.

La Suisse ne doit pas devenir une plaque tournante pour les organisations terroristes, ni pour la collecte de fonds, ni pour la planification. Notre pays, je le rappelle, est une des places financières les plus importantes au monde et court donc le risque de soutenir indirectement les activités terroristes et criminelles du Hezbollah. Cela est inacceptable.

Le Conseil fédéral estime que les conditions ne sont pas remplies pour interdire le Hezbollah par le biais d'une loi spéciale. Nous ne sommes pas de cet avis. Prenons nos responsabilités. Nous l'avons déjà fait pour le Hamas. Nous montrerons ainsi à la communauté internationale notre volonté de combattre fermement toute forme de terrorisme et d'extrémisme, ainsi que notre détermination à protéger les valeurs et les principes de nos sociétés démocratiques. Il faut agir avant qu'il ne soit trop tard.

Walder Nicolas · Mit-M · Nationalrat · Genf · Grüne Fraktion

Vous avez précédemment évoqué le fait que le Hezbollah était un acteur non étatique. Vous savez sans doute que le Hezbollah compte plusieurs ministres dans le gouvernement libanais, qu'il participe donc à la politique libanaise, qu'il participe également aux négociations de cessez-le-feu qui ont été conclues avec Israël, et que, pour toute discussion politique au Liban, aujourd'hui encore, il faut discuter avec le Hezbollah, qui est un acteur politique incontournable. Dans ces conditions, comment imaginez-vous que la Suisse puisse participer soit à l'extension du cessez-le-feu, soit aux prochaines négociations et discussions de paix entre Israël et le Liban, si nous nous bloquons la porte des discussions avec l'un des acteurs incontournables de la politique libanaise?

de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion

Je vous remercie pour votre question. Je vous répondrai, comme la semaine passée pour l'interdiction du Hamas, que les bons offices de la Suisse restent préservés, puisque notre législation prévoit expressément une exception pour l'aide humanitaire et les discussions de paix. Les bons offices de la Suisse peuvent donc être préservés par un article spécifique du code pénal.

Fehlmann Rielle Laurence · Mit-F · Nationalrat · Genf · Sozialdemokratische Fraktion

Chère collègue de Quattro, vous avez dit que le Hezbollah représente une menace pour la Suisse. Quels sont les risques? La Suisse sera-t-elle mieux protégée si l'on interdit le Hezbollah et que l'on s'empêche de fournir des bons offices, alors que l'on devrait pouvoir parler avec tout le monde, y compris avec des groupes non fréquentables?

de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion

Pour la deuxième partie de votre question, chère collègue, je renvoie à ce que j'ai dit à votre préopinant. Pour le reste, le Service de renseignement de la Confédération lui-même a attiré notre attention, au sein de la Commission de la politique de sécurité, sur les menaces que représente le Hezbollah également dans notre pays, notamment par la radicalisation et la constitution d'un réseau, qui existe déjà et qui comporte plusieurs dizaines de personnes, dont certaines sont considérées comme étant à risque et susceptibles de passer à l'action sous une forme ou une autre de violence terroriste.

Fridez Pierre-Alain · Mit-M · Nationalrat · Jura · Sozialdemokratische Fraktion

Chère collègue, vous nous annoncez que des dizaines de militants du Hezbollah radicalisés sont prêts à passer à l'action. Ne pensez-vous pas que le fait que notre conseil prenne une telle position leur donnera simplement plus envie de le faire? Dans le même temps, ne pensez-vous pas que si on gardait la possibilité d'offrir nos bons offices entre Israël et le Hezbollah, en restant un peu en retrait dans cette histoire et en jouant vraiment notre rôle de pays qui veut profondément la paix, on diminuerait plutôt ce risque?

de Quattro Jacqueline · Mit-F · Nationalrat · Waadt · FDP-Liberale Fraktion

Je rappelle encore une fois que les bons offices et l'aide humanitaire sont préservés par notre législation, y compris en cas d'interdiction du Hezbollah. L'interdiction du Hezbollah permet aux autorités judiciaires d'intervenir plus rapidement et plus efficacement, parce que l'on n'a pas besoin de démontrer chaque fois, dans le cas particulier, qu'il s'agit bel et bien d'une affiliation au Hezbollah. C'est notamment très important pour tout ce qui concerne le financement d'activités terroristes, ce qui se passe bel et bien dans notre Etat, qui connaît un secteur bancaire - comme vous le savez - très florissant.

Jans Beat · BR-M · Bundesrat · Basel-Stadt

Der Bundesrat beantragt Ihnen, diese Motion abzulehnen, dies vor allem aus folgenden Gründen: Die Schweiz hat in ihrer Aussenpolitik keine Verbotskultur, das entspricht nicht ihrer aussenpolitischen Tradition und Grundhaltung. Verbote sollen die Ausnahme und nicht die Regel sein. Das Verbot der Hamas war eine solche Ausnahme. Es war eine Reaktion auf einen beispiellosen Terroranschlag, der die gesamte internationale Gemeinschaft erschütterte. Das Hamas-Verbot soll aber eben keine Abkehr von der traditionellen Zurückhaltung der Schweiz hinsichtlich solcher Verbote sein.

Die bisherigen Grundsätze der Schweizer Aussenpolitik haben sich bewährt und zum guten Ruf und zur Glaubwürdigkeit der Schweiz als neutrale Vermittlerin und Brückenbauerin beigetragen. Die Schweiz ist und bleibt ein Land, das in erster Linie auf Dialog und Vermittlung setzt und nicht auf Verbote. Auch für Staaten wie Frankreich und die USA, die sich am stärksten um eine Vermittlung bemühen, ist die Hisbollah eine unumgehbare Akteurin, um Lösungen für die beiden Kriegsparteien zu finden. Frankreich tut dies direkt mit Hisbollah-Repräsentanten, die USA agieren über Mittelsleute.

Es steht ausser Frage, dass die Hisbollah eine hochproblematische, gewalttätige Organisation ist, die auch terroristische Mittel einsetzt. Der Bundesrat hat dies mehrfach verurteilt. Organisationen wie die Hisbollah gibt es aber leider noch einige mehr. Wenn die Schweiz nun dazu übergeht, solche Organisationen mit Spezialgesetzen zu verbieten, müssen wir uns die Frage stellen, wo und wie man dann die Grenzen zieht. Was ist dann mit Organisationen wie den iranischen Revolutionswächtern oder den Huthi-Milizen? Auch diese sind bei anderen Staaten auf Terrorlisten aufgeführt.

Der Bundesrat ist der Ansicht, dass die Schweiz hier bislang eine klare Linie und ein glaubwürdiges Profil hatte. Auch wir sprechen Organisationsverbote aus, wenn es schwerwiegende Gründe dafür gibt. Der Terroranschlag der Hamas mit rund 1200 unschuldigen Opfern ist ein solcher Grund, ebenso die gravierenden Terrorakte von Al-Kaida und des IS in westlichen Staaten. Ein Verbot dieser drei Organisationen ist deshalb richtig. Weiter sollte die Schweiz im Moment nicht gehen.

Wir dürfen auch nicht unterschätzen, was solche Verbote für die Wahrnehmung der Schweiz in der Region und im Hinblick auf mögliche künftige Vermittlungsdienste als neutrales Land bedeuten. Gerade zum jetzigen Zeitpunkt könnte eine zurückhaltende Position angebracht sein. Es gibt eine, wenn auch fragile Waffenruhe zwischen Israel und der Hisbollah, die Lage hat sich entsprechend etwas beruhigt. Zudem ist es mit dem Sturz des Assad-Regimes zu weiteren dramatischen Entwicklungen und geopolitischen Machtverschiebungen gekommen, deren Ausgang und Bedeutung für die ganze Region noch nicht absehbar sind. Wenn die Schweiz als neutrales Land nun ausgerechnet jetzt, in dieser fragilen und ungewissen Situation, ein solches Verbot ausspricht, könnte das in der Region, aber auch darüber hinaus ein problematisches Signal aussenden und als Parteinahme missverstanden werden.

Aus all diesen Gründen beantragt Ihnen der Bundesrat, die vorliegende Motion abzulehnen.

Portmann Hans-Peter · Mit-M · Nationalrat · Zürich · FDP-Liberale Fraktion

Herr Bundesrat, Sie haben ausgeführt, dass es einen grossen Unterschied zwischen Hamas und Hisbollah gebe, weil die Hisbollah Teil der Regierung im Libanon sei. Ich frage Sie nun: Hat die Schweiz damals die IRA in Nordirland, die ebenfalls Teil der nordirischen Sinn-Fein-Partei und somit der Regierung war, anerkannt und nicht verboten? Oder war es nicht eher umgekehrt, dass die Schweiz auch die IRA auf die Terrorliste gesetzt hat?

Jans Beat · BR-M · Bundesrat · Basel-Stadt

Besten Dank für diese Frage. Ich glaube, die Antwort auf die Frage, die Sie stellen, ist nicht zentral. Zentral ist, dass wir jetzt, in einer heiklen Phase im Nahen Osten, der Meinung sind, ein Verbot wäre aussenpolitisch nicht richtig.

Riniker Maja · P-F · Nationalrat · Aargau · FDP-Liberale Fraktion

Präsidentin (Riniker Maja, Präsidentin): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung der Motion.

Abstimmung

Abstimmung - Vote

Für Annahme der Motion ... 126 Stimmen

Dagegen ... 20 Stimmen

(41 Enthaltungen)