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Santé des femmes. Mise en place d'un plan d'action
Rumy Farah · 2VP-F · Conseil national · Soleure · Groupe socialiste
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind die häufigste Todesursache bei Frauen in der Schweiz. Eine gesamtschweizerische Studie aus dem Jahr 2021 zeigt, dass Frauen bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen seltener intensivmedizinisch behandelt werden als Männer; nicht, weil sie weniger krank sind, sondern weil das System ihre Symptome schlicht nicht genügend erkennt.
Rund 280 000 Frauen und Mädchen in der Schweiz sind von Endometriose betroffen. Der Bundesrat selbst hält in seinem Bericht fest, dass die Situation bei Endometriose exemplarisch für strukturelle Defizite im Umgang mit frauenspezifischen Krankheiten steht. Diese Muster sind nämlich kein Zufall. Über Jahrzehnte galt in Forschung und Medikamentenentwicklung ein Referenzpatient als Massstab: weiss, gesund, jung, männlich und 70 Kilogramm schwer. Wer von dieser Norm abweicht, und das ist die Mehrheit der Bevölkerung, wird in der Forschung bis heute viel zu wenig mit einbezogen.
Es mag Bestrebungen in der Pharmaindustrie und anderen Bereichen geben, dieses Bild zu korrigieren. Aber es kann nicht nur den privaten Akteuren überlassen werden, ob Frauen, immerhin 51 Prozent der Bevölkerung, in Forschung und Versorgung mit einbezogen werden. Der Bundesrat schreibt selbst, es gebe geschlechtsspezifische Ungleichheiten und eine Tendenz, männliche Perspektiven in Forschung und Versorgung mit einzubeziehen. Er ist aber nicht im Geringsten bereit, konsequente Massnahmen zu ergreifen. Er verweist auf 14 Massnahmen für den Bund bis 2029 sowie 7 Empfehlungen an Kantone und Fachgesellschaften und erklärt, ein Aktionsplan bringe keinen Mehrwert. Da staune ich schon etwas. 14 Massnahmen bei unterschiedlichen Bundesstellen und 7 unverbindliche Empfehlungen sind bloss eine Liste ohne Verantwortlichkeiten. Es gibt weder gemeinsame Indikatoren noch eine periodische Überprüfung, noch eine Instanz, die den Fortschritt über alle Akteure hinweg verfolgt. Wer ist verantwortlich, wenn diese Massnahmen bis 2029 nicht umgesetzt werden? Das Nationale Forschungsprogramm 83 ist wichtig und richtig und schafft eine Wissensgrundlage für die Gendermedizin in der Schweiz. Aber Forschung allein reicht nicht für eine verbesserte Versorgung.
Zwischen einem Forschungsresultat und einer geschlechtersensiblen Diagnose liegt noch ein sehr weiter Weg. Wie viele Berichte und wie viele Postulate, wie viele Interpellationen zur Gesundheit von Frauen braucht dieses Haus noch, bis endlich gehandelt wird?
Der Bundesrat teilt zwar die Diagnose im Grundsatz, zieht sich in der Therapie jedoch zurück. Meine Motion verlangt einen Aktionsplan, der die Bedürfnisse von Frauen systematisch berücksichtigt, Versorgungslücken schliesst und Prävention, Diagnostik und Behandlung geschlechtersensibel macht. Das ist eine verbindliche, koordinierte Antwort auf ein Problem, das der Bundesrat selbst seit Jahren dokumentiert, ohne es zu lösen. Wenn der Bundesrat also selbst zugibt, dass Frauen in Forschung und Versorgung klar benachteiligt werden, dann kann die Antwort darauf nicht ein Bericht sein, dessen Horizont 2029 ist und der niemanden verpflichtet.
Deshalb bitte ich Sie, meiner Motion zuzustimmen.
Baume-Schneider Elisabeth · BR-F · Conseil fédéral · Jura
La motion vise l'élaboration d'un plan d'action national en faveur de la santé des femmes qui serait fondé sur les résultats du rapport du 15 mai 2024 - un rapport qui est donc assez récent - établi en réponse au postulat Fehlmann-Rielle 19.3910, "Santé des femmes. Pour une meilleure prise en compte de leurs spécificités".
Le Conseil fédéral partage l'objectif de renforcer la santé et la qualité de vie des femmes en Suisse. Il reconnaît que des inégalités liées au sexe et au genre persistent et que la recherche ainsi que la pratique médicale demeurent encore largement marquées par une perspective masculine. Toutefois, il convient de souligner que les compétences de la Confédération dans ce domaine demeurent limitées. Une importante responsabilité incombe aux cantons et aux sociétés de disciplines médicales.
Dans son rapport en réponse au postulat Fehlmann-Rielle, le Conseil fédéral a identifié quatorze mesures que les offices fédéraux concernés doivent mettre en oeuvre d'ici fin 2029, ainsi que sept recommandations adressées à d'autres acteurs. Ces mesures sont concrètes. Je peux en citer une : "l'OFSP est chargé de prendre en compte les besoins spécifiques des femmes dans le cadre des travaux de la Plateforme nationale sur la démence dès 2025". Il ne s'agit pas simplement d'indications à titre déclamatoire, mais bien de pouvoir mesurer ensuite les effets des quatorze mesures proposées. Par ailleurs, le programme national de recherche "Médecine, santé et genre" a été lancé en 2023 afin d'améliorer les connaissances scientifiques sur l'influence du sexe et du genre dans la santé publique, la médecine et la recherche en santé. En décembre 2024, dix-neuf projets de recherche ont été retenus, pour un montant total de 9,6 millions de francs. Le Conseil fédéral considère dès lors que les mesures engagées sont prioritaires, et qu'à l'heure actuelle, elles sont suffisantes pour répondre aux préoccupations soulevées par la motion. À ses yeux, un plan d'action n'apporterait pas de plus-value déterminante.
Vu les compétences limitées de la Confédération, le Conseil fédéral propose le rejet de la motion.
Vote
Le président (Page Pierre-André, président): Le Conseil fédéral propose de rejeter la motion.
Abstimmung - Vote
Für Annahme der Motion ... 88 Stimmen
Dagegen ... 101 Stimmen
(4 Enthaltungen)
Schluss der Sitzung um 18.55 Uhr
La séance est levée à 18 h 55