AS 2012 7193

Einheiten-Verordnung

Änderung vom 7. Dezember 2012

Der Schweizerische Bundesrat
verordnet:

I

Die Einheiten-Verordnung vom 23. November 19941 wird wie folgt geändert:

Titel Einheitenverordnung Ingress gestützt auf die Artikel 2 Absatz 2 und 3 Absatz 2 des Messgesetzes vom 17. Juni 20112,

Art. 1 Bst. c

Art. 2 Abs. 3 und 4

Soweit vorgeschriebene Zeichen für Einheiten fehlen, dürfen diese Einheiten nach der Norm DIN 66030:2002-053 dargestellt werden.

Aufgehoben

Art. 7 Thermodynamische Temperatur

Das Kelvin (K) ist der 273,16te Teil der thermodynamischen Temperatur des Tripelpunktes des Wassers.

Die Isotopenzusammensetzung von Wasser im Sinn von Absatz 1 ist durch folgende Stoffmengenverhältnisse definiert: 0,00015576 Mol 2H pro Mol 1H, 0,0003799

Deutsche Norm DIN 66030:2002-05, Informationstechnik – Darstellung von Einheitennamen in Systemen mit beschränktem Schriftzeichenvorrat. Die Norm kann bei der Schweizerischen Normenvereinigung (SNV), 8400 Winterthur, bezogen oder beim Eidgenössischen Institut für Metrologie, 3003 Bern-Wabern, kostenlos eingesehen werden.

Die Celsius-Temperatur t ist gleich der Differenz t = T – T0 zwischen zwei thermodynamischen Temperaturen T und T0 mit T0 = 273,15 K. Ein Temperaturintervall oder eine Temperaturdifferenz kann entweder in Kelvin oder in Grad Celsius (°C) ausgedrückt werden. Die Abstufung bei Angaben in Grad Celsius ist gleich der Abstufung in Kelvin.

Art. 8 Abs. 2

Bei Benutzung des Mols müssen die Einzelteilchen spezifiziert sein als Atome, Moleküle, Ionen, Elektronen oder andere Teilchen oder Gruppen solcher Teilchen genau angegebener Zusammensetzung.

3. Abschnitt (Art. 10 und 11)

Art. 13 Besondere Benennungen für abgeleitete SI-Einheiten

Folgende abgeleitete SI-Einheiten tragen besondere Namen und Zeichen:

Grösse Einheitenname Einheiten- in anderen in SI-Basiseinheiten zeichen SI-Einheiten Ebener Winkel Radiant rad m · m–1 Räumlicher Winkel Steradiant sr m2 · m–2 Frequenz Hertz Hz s–1 Kraft Newton N m · kg · s–2 Druck, mechanische Spannung Pascal Pa N · m–2 m–1 · kg · s–2 Energie, Arbeit, Wärmemenge Joule J N·m m2 · kg · s–2 Leistung, Energiefluss Watt W J · s–1 m2 · kg · s–3 Elektrizitätsmenge, elektrische Ladung Coulomb C s·A Elektrische Spannung, elektrische Potenzialdifferenz, elektromotorische Kraft Volt V W · A–1 m2 · kg · s–3 · A–1 Elektrischer Widerstand Ohm Ω V · A–1 m2 · kg · s–3 · A–2 Leitwert Siemens S A · V–1 m–2 · kg–1 · s3 · A2 Kapazität Farad F C · V–1 m–2 · kg–1 · s4 · A2 Magnetischer Fluss Weber Wb V·s m2 · kg · s–2 · A–1 Magnetische Flussdichte Tesla T Wb · m–2 kg · s–2 · A–1 Grösse Einheitenname Einheiten- in anderen in SI-Basiseinheiten zeichen SI-Einheiten Induktivität Henry H Wb · A–1 m2 · kg · s–2 · A–2 Lichtstrom Lumen lm cd · sr cd Beleuchtungsstärke Lux lx lm · m–2 m–2 · cd Aktivität (ionisierende Becquerel Bq s–1 Strahlung) Energiedosis Gray Gy J · kg–1 m2 · s–2 Äquivalentdosis Sievert Sv J · kg–1 m2 · s–2 Katalytische Aktivität Katal kat s–1 · mol

Art. 16 Atomare Masseneinheit

Die atomare Masseneinheit (u) ist der zwölfte Teil der Masse eines Atoms des Nuklids 12C.

Art. 17 Elektronvolt

Das Elektronvolt (eV) ist die Energie, die ein Elektron beim Durchlaufen einer Potenzialdifferenz von einem Volt im Vakuum gewinnt.

9. Abschnitt (Art. 22)

Art. 24 und Anhang

II

Die Patentverordnung vom 19. Oktober 19774 wird wie folgt geändert:

Art. 25 Abs. 9

Masseinheiten sind nach den Vorschriften der Einheitenverordnung vom 23. November 19945 anzugeben; zusätzliche Angaben in anderen Masseinheiten sind zulässig. Für mathematische und chemische Formeln sind die auf dem Fachgebiet üblichen Schreibweisen und Symbole zu verwenden.

III

Diese Änderung tritt am1. Januar 2013 in Kraft.

7. Dezember 2012 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates

Die Bundespräsidentin: Eveline Widmer-Schlumpf

Die Bundeskanzlerin: Corina Casanova