BBl 2002 6037
Bundesbeschluss über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen
Bundesbeschluss Entwurf über die Genehmigung von zolltarifarischen Massnahmen
vom
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 13 Absatz 2 des Zolltarifgesetzes vom 9. Oktober 19861 und auf Artikel 4 Absatz 2 des Zollpräferenzenbeschlusses vom 9. Oktober 19812, nach Einsicht in den Bericht vom 21. August 20023 über zolltarifarische Massnahmen im 1. Halbjahr 2002, beschliesst:
Art. 1 Es werden genehmigt: a. die Verordnung vom 21. September 20014 über die Festsetzung der Zollansätze für Textilien und Bekleidung; b. die Änderungen vom 21. September 20015 und vom 1. Mai 20026 der Agrareinfuhrverordnung vom 7. Dezember 19987 (Beilagen 1 und 2); c. die Änderung vom 27. Juni 20018 der Zollpräferenzenverordnung vom 29. Januar 19979 (Beilage 3).
Art. 2 Dieser Beschluss untersteht nicht dem Referendum.
4 AS 2001 2409 5 AS 2001 2583 6 AS 2002 934 7 SR 916.01 8 AS 2001 2387 9 SR 632.911
Beilage 1 Allgemeine Verordnung über die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Agrareinfuhrverordnung, AEV)
Änderung vom 21. September 2001
Der Schweizerische Bundesrat verordnet:
I Die Agrareinfuhrverordnung vom 7. Dezember 19981 wird wie folgt geändert:
Art. 14 Abs. 2 2 Die Vereinbarung der Ausnützung hat vor der Annahme der Zolldeklaration zu erfolgen und ist dem Bundesamt vom Zollkontingentanteilsinhaber vor der Einfuhrabfertigung schriftlich zu melden.
II 1 Anhang 4 Ziffer 1, Marktordnung Tiere der Pferdegattung, 5, Marktordnung Eier und Eiprodukte und 15, Marktordnung Kasein erhalten die neue Fassung gemäss Beilage. 2 Anhang 7 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
III Diese Änderung tritt am 1. Januar 2002 in Kraft.
21. September 2001 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Moritz Leuenberger Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz
Agrareinfuhrverordnung AS 2001
Anhang 4 (Art. 10)
Verzeichnis der anwendbaren Zollkontingente und Teilzollkontingente bei der Einfuhr von Landwirtschaftsprodukten
1 Marktordnung Tiere der Pferdegattung
Nummer des Erzeugnis Tarifnummer(n) Umfang des Zollkontingentes Zollkontingentes (Stück) [1] [1] [1] [1]
01 Tiere der Pferdegattung 3322
01.1 Tiere der Pferdegattung ohne Zuchttiere, 0101.1991 2922 Esel, Maultiere und Maulesel 01.2 Esel, Maultiere und Maulesel 0101.2091 200 01.3 Zuchttiere 0101.1110 200
[1] Vom Generaltarif abweichende Angaben sind kursiv und fett gedruckt
5. Marktordnung Eier und Eiprodukte Nummer des Erzeugnis Tarifnummer(n) Umfang des Zollkontingentes Zollkontingentes (Tonnen brutto) [1] [1] [1] [1]
09 Vogeleier in der Schale, davon 0407. 0010 33 735 09.1 Konsumeier 0407. 0010 19 428 09.2 Verarbeitungseier für die 0407. 0010 14 307 Nahrungsmittelindustrie
10 Eiprodukte getrocknet 0408. 1110 977 3502. 1110
11 Eiprodukte andere 0408. 1910 6 866 3502. 1910
[1] Vom Generaltarif abweichende Angaben sind kursiv und fett gedruckt
Agrareinfuhrverordnung AS 2001
15. Marktordnung Kasein Nummer des Erzeugnis Tarifnummer(n) Umfang des Zollkontingentes Zollkontingentes (Tonnen)
08 Kasein 3501. 1010 697 [1] 3501. 9010
[1] Die Überschreitung der Zollkontingentsmenge ist möglich
Agrareinfuhrverordnung AS 2001
Anhang 7 (Art. 31)
Verzeichnis der anwendbaren Gebührensätze im Warenverkehr mit dem Ausland
Für Einfuhren mit Generaleinfuhrbewilligung werden folgende Löschungsgebühren2 erhoben:
Warengruppen Gebühr pro Löschung in Franken
Elektronische Konventionelle Verzollung mit Verzollung mit Zollmodell 90 Einheitsdokument
a. Früchte, und Gemüse, inkl. Tiefkühlgemüse und Setzzwiebeln b. Früchte zu Most- und Brennzwecken, inkl. Obstprodukte c. Kartoffeln, inkl. Saatkartoffeln und Kartoffelprodukte d. Schnittblumen e. Setzlinge von Fruchtbäumen f. Milchprodukte und Säurekasein g. Geflügel, Geflügelfleisch inkl. Zubereitungen 5.- 12.- h. Eier und Eiprodukte i. Lebende Tiere, Fleisch und Schlachtnebenprodukte sowie Samen der Pferde-, Rindvieh-, Schweine-, Schaf- und Ziegengattung sowie Wurstwaren und ähnliche Erzeugnisse, inkl. Trockenfleisch, Fleischkonserven usw. j. Weiss- und Rotwein, Süssweine und Traubensaft k. Brotgetreide
2 Als Löschung gilt jede einzelne verzollte Warenpartie.
Beilage 2 Allgemeine Verordnung über die Einfuhr von landwirtschaftlichen Erzeugnissen (Agrareinfuhrverordnung, AEV)
Änderung vom 1. Mai 2002
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, gestützt auf Artikel 20 der Kartoffelverordnung vom 7. Dezember 19981, verordnet:
I Anhang 4 Ziffer 7, Marktordnung Kartoffeln, inklusive Saatkartoffeln, sowie Kartoffelprodukte der Agrareinfuhrverordnung vom 7. Dezember 19982 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
II Diese Änderung tritt am 3. Mai 2002 in Kraft.
1. Mai 2002 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Pascal Couchepin
Agrareinfuhrverordnung AS 2002
Anhang 4 7. Marktordnung Kartoffeln, inklusive Saatkartoffeln, sowie Kartoffelprodukte
Nummer des Erzeugnis Tarifnummer(n) Umfang des Zollkontingentes Zollkontingentes (Tonnen) [1] [1] [1] [1]
14 Kartoffeln, inklusive Saatkartoffeln, sowie Kartoffelprodukte davon: 14.1 Kartoffeln, inklusive Saatkartoffeln 0701. 1010 18 250 14.1.1 Vorübergehende Erhöhung des Zoll- 0701. 1010 2 500 kontingentes für 20023 9010 14.2 Kartoffelprodukte 0710. 1010 4 000 0712. 9021 1105. 1011 2001. 9031 2004. 1011 2005. 2021 [1] Vom Generaltarif abweichende Angaben sind kursiv und fett gedruckt
3 gültig ab 3. Mai 2002
Beilage 3 Verordnung über die Präferenz-Zollansätze zugunsten der Entwicklungsländer (Zollpräferenzenverordnung)
Änderung vom 27. Juni 2001
Der Schweizerische Bundesrat verordnet:
I Die Zollpräferenzenverordnung vom 29. Januar 19971 wird wie folgt geändert:
Art. 1 Abs. 2 und 3 2 Den ärmsten Entwicklungsländern nach Anhang 2 Teil 2 (PMA) werden ab 1. Januar 2002 die in Anhang 3 aufgeführten Zollpräferenzen gewährt. Sind die in Anhang 1 aufgeführten Zollpräferenzen für eine bestimmte Tarifnummer höher als die in Anhang 3 aufgeführten, so bleibt für die betreffende Tarifnummer die bisherige Präferenz bestehen. 3 Spätestens am 1. April 2004 sind für die PMA zusätzliche Zollreduktionen vorzusehen.
Art. 5a Delegation der Anrufung der Schutzklausel 1 Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement kann für die Agrarprodukte der Zolltarifkapitel 1, 2, 4–8, 10–12 und 15–17 während höchstens drei Monaten die in Artikel 2 Absatz 2 des Zollpräferenzenbeschlusses vom 9. Oktober 19812 vorgesehenen Massnahmen treffen. Es wägt dabei die Bedürfnisse der schweizerischen Landwirtschaft und die aussenwirtschaftspolitischen Interessen gegeneinander ab. 2 Für die Beurteilung einer Beeinträchtigung der landwirtschaftlichen Interessen legen das Bundesamt für Landwirtschaft und das Staatssekretariat für Wirtschaft gemeinsam Kriterien fest. 3 Werden die Zollpräferenzen nach Absatz 1 ausgesetzt, so gilt für die Dauer der Aussetzung in den betreffenden Tariflinien für alle PMA der Zollansatz, der für die in Anhang 2 Teil 1 aufgeführten Entwicklungsländer gilt. 4 Der Bundesrat legt der Bundesversammlung im Rahmen des zolltarifarischen Berichtes Rechenschaft über die nach Absatz 1 getroffenen Massnahmen ab.
1 SR 632.911 2 SR 632.91
Zollpräferenzenverordnung AS 2001
Art. 6 Abs. 2 2 Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement kann für ein begünstigtes Land, welches die in der Ursprungsregelnverordnung vom 17. April 1996 vorgesehene Verwaltungszusammenarbeit bei der Kontrolle der Ursprungszeugnisse oder bei der Bekämpfung betrügerischer Praktiken nicht gewährt, sämtliche Zollpräferenzen aussetzen.
II Diese Verordnung erhält einen zusätzlichen Anhang 3 gemäss Beilage.
III Diese Änderung tritt am 1. Januar 2002 in Kraft.
27. Juni 2001 Im Namen des Schweizerischen Bundesrates Der Bundespräsident: Moritz Leuenberger Die Bundeskanzlerin: Annemarie Huber-Hotz
Zollpräferenzenverordnung AS 2001
Anhang 3 (Art. 1 Abs. 2) Teil 1: Zusätzliche Präferenzen für PMA im Agrarbereich ab 1. Januar 2002 Produkt Zolltarifkapitel Konzession für PMA ab 1.1.2002
lebende Tiere und Waren tierischen 1 10% Zollreduktion gegenüber Ursprungs Normaltarif Fleisch und geniessbare Schlachtne- 2 10% Zollreduktion gegenüber benprodukte Normaltarif Fische, Krebstiere, Weichtiere und 3 zollfrei andere wirbellose Wassertiere Milch und Milchprodukte 4.01 bis 4.06 30% Zollreduktion gegenüber Normaltarif Vogeleier 4.07 / 4.08 10% Zollreduktion gegenüber Normaltarif (natürlicher Honig und andere 4.09 / 4.10 zollfrei geniessbare Waren tierischen Ursprungs) andere Waren tierischen Ursprungs, 5 10% Zollreduktion gegenüber anderweit weder genannt noch inbe- Normaltarif griffen lebende Pflanzen und Schnittblumen 6 50% Zollreduktion gegenüber Normaltarif Gemüse, Pflanzen, Wurzeln und 7 50% Zollreduktion gegenüber Knollen zu Ernährungszwecken Normaltarif*; ausser Futtermittel gemäss blauer Liste: 10% Reduktion** geniessbare Früchte, Schalen von 8 50% Zollreduktion gegenüber Zitrusfrüchten oder Melonen Normaltarif*; ausser Futtermittel gemäss blauer Liste: 10% Reduktion** (Kaffee, Tee, Mate, Gewürze) 9 zollfrei Getreide 10 10% Zollreduktion gegenüber Normaltarif Müllereierzeugnisse, Malz, Stärke, 11 10% Zollreduktion gegenüber Inulin, Kleber von Weizen Normaltarif Ölsaaten und ölhaltige Früchte, ver- 12 10% Zollreduktion gegenüber schiedene Samen und Früchte, Pflan- Normaltarif zen zum Gewerbe- und Heilgebrauch (Gummis, Harze und andere Pflan- 13 zollfrei zensäfte und -auszüge) Flechtstoffe und andere Waren 14 50% Zollreduktion gegenüber pflanzlichen Ursprungs Normaltarif tierische Öle und Fette 15.01 bis 15.06, 50% Zollreduktion gegenüber 15.16 (–10 10 Normaltarif; ausser Futtermittel gebis –10 99) mäss blauer Liste: 10% Reduktion** pflanzliche Öle und Fette 15.07 bis 15.15, 10% Zollreduktion gegenüber 15.16 ( -20 10 Normaltarif bis 20 99)
Zollpräferenzenverordnung AS 2001
Produkt Zolltarifkapitel Konzession für PMA ab 1.1.2002
Zubereitungen von Fleisch 16.01 und 16.02 10% Zollreduktion gegenüber Normaltarif
(Zubereitungen von Fischen, Krebs- 16.03 bis 16.05 zollfrei tieren, Weichtieren oder anderen wirbellosen Tieren) Zucker und Zuckerwaren 17 50% Zollreduktion gegenüber Normaltarif; ausser Futtermittel gemäss blauer Liste: 10% Reduktion** Kakao und Zubereitungen aus Kakao 18 50% Zollreduktion gegenüber Normaltarif Zubereitungen auf der Grundlage von 19 50% Zollreduktion gegenüber Getreide, Mehl, Stärke und Milch; Normaltarif Backwaren Früchte- und Gemüsezubereitungen 20 50% Zollreduktion gegenüber Normaltarif verschiedene Nahrungsmittelzuberei- 21 50% Zollreduktion gegenüber tungen Normaltarif Getränke, alkoholische Getränke, 22 50% Zollreduktion gegenüber Essig Normaltarif (plus Alkoholsteuer) Rückstände und Abfälle der Nah- 23 50% Zollreduktion gegenüber rungsmittelindustrie Normaltarif; ausser Futtermittel gemäss blauer Liste: 10% Reduktion Tabak 24 50% Zollreduktion gegenüber Normaltarif (plus Tabaksteuer)
* Für Tariflinien mit Zollkontingenten wird als Referenzgrösse der Ausserkontingentszollansatz gemäss Generaltarif angewendet. ** Für die Länder Bosnien-Herzegowina und Albanien, die nach Art. 2 der Zollpräferenzenverordnung temporär mit den ärmsten Entwicklungsländern (PMA) gleichgestellt sind, gelten die neu zu gewährenden Konzessionen für die in Anhang 3 Teil 2 aufgeführten Tariflinien nicht.
Zollpräferenzenverordnung AS 2001
Teil 2: Den PMA gewährte Präferenzen nach Anhang 3 Teil 1, die für Bosnien-Herzegowina und Albanien nicht gültig sind: Produkt Zolltarifkapitel Tarifnummer
Kartoffeln 7 Saatkartoffeln 0701.1090 Veredlungskartoffeln 0701.9091 Speisekartoffeln 0701.9099 Halbfabrikate aus Kartoffeln 7 Kartoffeln, gefroren 0710.1090 Gemüsemischungen gefroren 0710.9029 Trockenkartoffeln 0712.9029 tierische Öle und Fette 15 1501.0018 1501.0019 1501.0028 1501.0029 1502.0091 1502.0099 1503.0091 1503.0099 1504.1010 1504.1098 1504.1099 1504.2091 1504.2099 1504.3091 1504.3099 1506.0091 1506.0099 1516.1091 1516.1099 Zucker und Zuckerwaren 17 1701.1100 1701.1200 1701.9100 1701.9991
Für die in Anhang 3 Teil 2 aufgeführten Tarifnummern gelten im Verkehr mit Bosnien-Herzegowina und Albanien weiterhin die vor dem 1. Januar 2002 gültigen Tarife.