Geltung: Wie spätere Gerichte diesen Entscheid behandelt haben, wurde nicht ausgewertet. Keiner der 2 zitierenden Entscheide wurde ausgewertet.

2C_133/2008

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Rubrum

{T 0/2}

2C_133/2008/ble

Urteil vom 6. März 2008

II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung

Bundesrichter Merkli, Präsident,

Bundesrichter Müller, Karlen,

Gerichtsschreiber Küng.

Parteien

X.________,

Beschwerdeführer,

vertreten durch Rechtsanwalt Jürg Federspiel,

gegen

Fremdenpolizei des Kantons Schwyz,

Regierungsrat des Kantons Schwyz,

Gegenstand

Ausweisung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 21. Dezember 2007.

Sachverhalt

A.

Der aus dem Kosovo stammende X.________ (geb. 1976) reiste 1991 zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern in die Schweiz ein. Er besitzt eine Niederlassungsbewilligung für den Kanton Schwyz.

Am 10. September 1997 verurteilte das Kantonsgericht Glarus X.________ wegen mehrfachen bandenmässigen Diebstahls zu 6 Monaten Gefängnis bedingt. In den Jahren 1997, 1998 und 1999 wurde ihm der Führerausweis einmal für einen Monat und zweimal für sechs Monate entzogen. Das Bezirksgericht Zürich bestrafte X.________ am 12. Januar 2005 wegen qualifizierter Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz und Freiheitsberaubung mit sieben Jahren Zuchthaus. Des Weiteren wurde er fünf Jahre des Landes verwiesen.

Am 29. Mai 2007 verfügte die Fremdenpolizei des Kantons Schwyz die Ausweisung von X.________ auf den Zeitpunkt seiner Haftentlassung. Die von diesem erhobenen kantonalen Rechtsmittel wurden vom Regierungsrat und vom Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz abgewiesen.

B.

Mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 4. Februar 2008 beantragt X.________ dem Bundesgericht, den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 21. Dezember 2007 "und damit auch die Entscheide der unteren Instanzen" aufzuheben und von seiner Ausweisung abzusehen.

Es wurden keine Vernehmlassungen eingeholt.

C.

Mit Verfügung vom 8. Februar 2008 erkannte der Präsident der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung der Beschwerde aufschiebende Wirkung zu.

Erwägungen

1.

1.1

Auf die beantragte Aufhebung der Entscheide der unteren kantonalen Instanzen ist nicht einzutreten (Art. 86 Abs. 1 lit. d BGG).

1.2

Das kantonale Ausweisungsverfahren wurde mit dem angefochtenen Entscheid am 21. Dezember 2007 abgeschlossen. In analoger Anwendung von Art. 126 Abs. 1 des am 1. Januar 2008 in Kraft getretenen Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG; SR 142.20) bleibt in materieller Hinsicht das bisherige Recht anwendbar.

Soweit sich der Beschwerdeführer daher auf Art. 62 f. AuG (Widerruf der Niederlassungsbewilligung) und Art. 68 AuG (Ausweisung durch das Bundesamt für Polizei) beruft (Beschwerde Ziff. 2.2.1), ist auf die Beschwerde nicht einzutreten.

2.

2.1

Gemäss Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG kann ein Ausländer aus der Schweiz ausgewiesen werden, wenn er wegen eines Verbrechens oder Vergehens gerichtlich bestraft wurde.

Die Ausweisung soll jedoch nur ausgesprochen werden, wenn die nach Art. 11 Abs. 3 ANAG gebotene Interessenabwägung diese Massnahme als verhältnismässig erscheinen lässt. Dabei sind namentlich die Schwere seines Verschuldens, die Dauer der Anwesenheit sowie die dem Betroffenen und seiner Familie drohenden Nachteile zu berücksichtigen (vgl. Art. 16 Abs. 3 der Vollziehungsverordnung vom 1. März 1949 zum ANAG [ANAV; SR 142.201]).

2.2

Der Beschwerdeführer bestreitet die Verhältnismässigkeit seiner Ausweisung (Beschwerde Ziff. 2.2.2). Dieser Grundsatz sei insbesondere dadurch verletzt, dass die Ausweisung nicht vorgängig angedroht bzw. nicht befristet worden sei.

2.3

Der heute 31-jährige Beschwerdeführer ist im Alter von 15 Jahren in die Schweiz gekommen. Er ist damit kein Ausländer der zweiten Generation, für welchen eine Ausweisung nur unter ganz restriktiven Voraussetzungen zulässig wäre (vgl. dazu BGE 130 II 176 E. 4.4.2 S. 190, mit Hinweisen).

2.4

Die Vorinstanz hat im Einklang mit der einschlägigen - bei schweren Betäubungsmitteldelikten strengen - bundesgerichtlichen Rechtsprechung und unter Berücksichtigung der massgebenden Gesichtspunkte ausführlich und umfassend begründet, dass der Beschwerdeführer die Voraussetzungen von Art. 10 Abs. 1 lit. a ANAG erfüllt und seine gestützt auf diese Bestimmung verfügte Ausweisung (auf unbestimmte Zeit) auch verhältnismässig ist (angefochtenes Urteil E. 1 und 2). Es kann auf diese zutreffenden Ausführungen verwiesen werden. Was der Beschwerdeführer dagegen vorbringt, vermag die von den Vorinstanzen bejahte Verhältnismässigkeit nicht in Frage zu stellen. Angesichts des vom Beschwerdeführer in der Schweiz an den Tag gelegten wiederholten krassen Fehlverhaltens durfte die Vorinstanz, ohne Bundesrecht zu verletzen, den Verzicht auf eine vorgängige Androhung der Ausweisung und auf eine Befristung dieser Massnahme als zulässig erachten. Die Vorinstanz hat die in diesem Zusammenhang erforderliche sorgfältige Interessenabwägung nach zutreffenden Gesichtspunkten und unter haltbarer Wertung und Gewichtung derselben vorgenommen; eine Ermessensüberschreitung ist nicht zu erkennen.

3.

Die Beschwerde ist aus diesen Gründen abzuweisen, soweit darauf einzutreten ist. Bei diesem Ausgang hat der Beschwerdeführer die Kosten des Verfahrens vor Bundesgericht zu tragen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Dispositiv

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 2'000.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und dem Bundesamt für Migration schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 6. März 2008

Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung

des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Merkli Küng

Seither geänderte Bestimmungen

Dieser Entscheid legt Bestimmungen aus, deren Erlass seither erneut konsolidiert wurde. Ob der Artikel selbst geändert hat, ist nicht erfasst.

  • Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit, Art. 16 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2008; der Erlass wurde am 1. Juli 2008, 12. Dezember 2008, 1. Januar 2009, 1. Januar 2010, 1. Juli 2010, 1. Januar 2011, 24. Januar 2011, 1. Januar 2012, 1. Dezember 2012, 1. Januar 2013, 1. Februar 2013, 1. Juli 2013, 1. Dezember 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. September 2014, 1. November 2014, 1. Januar 2015, 1. März 2015, 1. Juli 2015, 20. Juli 2015, 1. September 2015, 15. Oktober 2015, 1. Januar 2016, 16. Mai 2016, 1. August 2016, 1. Januar 2017, 1. März 2017, 1. Mai 2017, 1. Januar 2018, 1. Juli 2018, 15. September 2018, 1. Januar 2019, 1. Juni 2019, 1. November 2019, 1. Januar 2020, 1. April 2020, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 12. März 2022, 22. November 2022, 1. Januar 2023, 23. Januar 2023, 1. Februar 2023, 1. September 2023, 1. Januar 2024, 1. Juni 2024, 1. Januar 2025, 1. Dezember 2025, 1. Januar 2026, 22. April 2026 und 12. Juni 2026 erneut konsolidiert.
  • Lescha federala davart las persunas estras e l’integraziun, Art. 62, Art. 68 und Art. 126 — gelesen in der Fassung vom 1. Januar 2008; der Erlass wurde am 5. Dezember 2008, 12. Dezember 2008, 1. Januar 2009, 1. Januar 2010, 15. Mai 2010, 1. Dezember 2010, 1. Januar 2011, 24. Januar 2011, 1. Oktober 2011, 11. Oktober 2011, 29. September 2012, 1. Januar 2013, 1. Juli 2013, 1. Januar 2014, 20. Januar 2014, 1. Februar 2014, 1. März 2015, 1. Juli 2015, 20. Juli 2015, 29. September 2015, 1. Oktober 2015, 1. Oktober 2016, 1. Januar 2017, 1. Januar 2018, 1. Juli 2018, 15. September 2018, 1. Januar 2019, 1. März 2019, 1. Juni 2019, 1. Dezember 2019, 1. April 2020, 1. Juli 2021, 2. Oktober 2021, 1. Mai 2022, 1. Juni 2022, 1. September 2022, 22. November 2022, 17. Dezember 2022, 1. April 2023, 1. Juli 2023, 1. September 2023, 15. Oktober 2023, 1. Juni 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2025, 28. Mai 2025, 15. Juni 2025, 1. August 2025, 1. Februar 2026 und 12. Juni 2026 erneut konsolidiert.
  • Lescha federala davart il Tribunal federal*, Art. 66 und Art. 86 — gelesen in der Fassung vom 1. April 2007; der Erlass wurde am 1. August 2008, 1. Januar 2009, 1. Januar 2011, 1. April 2011, 5. Dezember 2011, 1. Januar 2012, 1. April 2012, 1. Oktober 2012, 1. Januar 2013, 1. Februar 2013, 1. Juli 2013, 1. Januar 2014, 1. Juli 2014, 1. August 2014, 1. November 2015, 1. Januar 2016, 1. Januar 2017, 1. April 2017, 1. Juni 2017, 1. Januar 2018, 1. Januar 2019, 1. Januar 2021, 1. Januar 2022, 1. Juli 2022, 1. Januar 2024, 1. Februar 2024, 1. Juli 2024, 1. Januar 2025, 1. April 2026 und 13. Mai 2026 erneut konsolidiert.

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