910.181
Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft
vom 22. September 1997 (Stand am 11. Juli 2000)
Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement, gestützt auf die Artikel 11 Absatz 2, 12 Absatz 2, 18 Buchstaben b, c und d und 23 der Bio-Verordnung vom 22. September 19971, im Einvernehmen mit dem Eidgenössischen Departement des Innern, verordnet:
Art. 1 Pflanzenbehandlungsmittel
Die Pflanzenbehandlungsmittel nach Anhang 1 sind in der biologischen Landwirtschaft zugelassen.
Art. 2 Dünger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse
Die Dünger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse nach Anhang 2 sind in der biologischen Landwirtschaft zugelassen.
Art. 3 Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe
Die Zutaten (Lebensmittel und Zusatzstoffe) und Verarbeitungshilfsstoffe nach Anhang 3 sind bei der Aufbereitung von Lebensmitteln nach Artikel 1 der Bio-Verordnung vom 22. September 19972 zugelassen. Die Bestimmungen der Lebensmittelgesetzgebung sind vorbehalten.
Für die Aufbereitung von Wein gelten die allgemeinen Bestimmungen der Lebensmittelgesetzgebung.
Art. 4 Länderliste
Biologische Erzeugnisse aus Ländern, die mit den entsprechenden Spezifikationen in Anhang 4 aufgeführt sind, dürfen als biologisch gekennzeichnet vermarktet werden.
Art. 5 Inkrafttreten
Diese Verordnung tritt am1. Januar 1998 in Kraft.
AS 1997 2519
Zugelassene Pflanzenbehandlungsmittel
1. Biologische und biotechnische Massnahmen – Insektenabwehr mit Fallen und/oder Dispensern mit naturidentischen Pheromonen wie z. B. die Verwirrungstechnik, Markierungspheromone – Repellents pflanzlicher und tierischer Herkunft – natürliche Feinde wie z. B. Schlupfwespen, Raubmilben, Raubwanzen, Gallmücken, Marienkäfer, Nematoden – natürliche Mikroorganismen wie z.B. Bacillus thuringiensis, Granulosis virus und insektenpathogene Pilze (keine gentechnisch veränderten Organismen) sowie deren Folgeprodukte – mechanische Abwehrmittel wie z. B. Kulturschutznetze, Schneckenzäune, beleimte Kunststoff-Fallen, Leimringe – ...
2. Präparate gegen Pilzkrankheiten (Fungizide) – Schwefelpräparate – anorganische Kupferpräparate – Tonerdepräparate – Lecithin (nicht aus gentechnisch veränderten Organismen) – Pflanzliche Öle wie z. B. Minzöl, Pinienöl, Kümmelöl, Fenchelöl – Seifenpräparate
3. Präparate gegen tierische Schädlinge (Insektizide, Akarizide) – Schwefelpräparate – Azadirachtin (Neem-Extrakt) – Pyrethrine (Extrakte von Chrysanthemum cinerariaefolium) – Quassia-Extrakt – Rotenone (Extrakte von Derris sp., Lonchocarpus sp. und Therphrosia sp.) – Pflanzliche Öle wie z. B. Minzöl, Pinienöl, Kümmelöl, Rapsöl – Paraffinöl – Mineralöle (nur in Ausnahmefällen wie z. B. bei Befall durch San-José- Schildlaus) – Seifenpräparate
3 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EVD vom 7. Dez. 1998 (AS 1999 292).
4. Wundverschlussmittel im Obst-, Wein- und Zierpflanzenanbau – Pflanzliche Wachse und Öle – Bienenwachs – Tonerdepräparate – Kalkpräparate
5. Beistoffe – Hilfsmittel zur Effizienzsteigerung wie z. B. Kiefernharzöle, Paraffinöle
Zugelassene Dünger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse5
Bezeichnung Beschreibung; Anforderungen an die Zusammensetzung;
1. Hofeigene Dünger Stallmist, Gülle Ernterückstände, Gründünger Stroh, anderes Mulchmaterial
2. Hoffremde Dünger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse
2.1. Erzeugnisse mineralischen Ursprungs Weicherdiges Rohphosphat* Aluminiumcalciumphosphat* Thomasphosphat (Thomasmehl, Thomaskalk)* Kalirohsalze (z. B. Kainit, Sylvinit usw.)* Magnesiumsalzhaltiges Kaliumsulfat Aus Kalirohsalz gewonnen. Nur bei auf- (Patentkali)* grund von Bodenproben nachgewiesenem Kalimangel. Kaliumsulfat* Aus Kalirohsalz gewonnen. Nur bei aufgrund von Bodenproben nachgewiesenem Kalimangel. Calciumcarbonat natürlichen Ursprungs (z. B. Kreide, Mergel, Kalksteinmehl, Algenkalk, Phosphatkreide usw.) Calcium- und Magnesiumcarbonat (z. B. Magnesiumkalk, Magnesiumkalksteinmehl, Dolomit usw.)
4 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EVD vom 7. Dez. 1998 (AS 1999 292). 5 Die Bestimmungen der Stoffverordnung vom 9. Juni 1986 (SR 814.013), der Dünger- Verordnung vom 26. Jan. 1994 (SR 916.171) und der Düngerbuch-Verordnung vom 8. Mai 1995 (SR 916.171.1) bleiben vorbehalten. Als Dünger und diesen gleichgestellte Erzeugnisse gelten nach der Dünger-Verordnung: Dünger, Zusätze zu Düngern, Kompostierungsmittel, Bodenverbesserungsmittel, Kulturen von Mikroorganismen zur Behandlung von Böden, Saatgut oder Pflanzen sowie Mittel zur Beeinflussung biologischer Vorgänge im Boden.
Bezeichnung Beschreibung; Anforderungen an die Zusammensetzung;
Industriekalk aus der Zuckerproduktion (Ricokalk)* Magnesiumsulfat (z. B. Kieserit)* Ausschliesslich natürlichen Ursprungs. Calciumchloridlösung* Blattbehandlung bei nachgewiesenem Calciummangel. Calciumsulfat (Gips) Ausschliesslich natürlichen Ursprungs. Elementarer Schwefel* Natriumchlorid* Ausschliesslich Steinsalz. Aufbereitete Tonmineralien (z. B. Perlit, Vermiculit usw.) Gesteinsmehle (z. B. Quarzmehl, Basaltmehl, Tonerdemehl usw.) 2.2. Erzeugnisse organischen oder organisch-mineralischen Ursprungs Stallmist* Gemisch aus tierischen Exkrementen und pflanzlichem Material (Einstreu). Tierarten müssen angegeben werden. Getrockneter Stallmist und getrock- Tierarten müssen angegeben werden. neter Geflügelmist* Kompost aus tierischen Exkrementen, Tierarten müssen angegeben werden. einschliesslich Geflügelmist und kompostierter Stallmist* Flüssige tierische Exkremente (Gülle, Verwendung nach kontrollierter Fermen- Jauche)* tation und/oder geeigneter Verdünnung. Haushaltkompost* Kompost aus getrennt gesammelten Haushaltabfällen. Nur pflanzliche und tierische Abfälle. Aus geschlossenen und überwachten Sammelsystemen. Maximale Konzentration in mg/kg Trockensubstanz von Chrom (VI): 0**. Torf Nur für Pflanzenanzucht und Moorbeete. Substrat von Champignonkulturen Das Ausgangssubstrat darf nur aus den nach dieser Liste zulässigen Stoffen bestehen und muss kompostiert werden. Exkremente von Würmern (Wurmkompost) und Insekten Guano* Pflanzenkompost* ** Nachweisgrenze
Bezeichnung Beschreibung; Anforderungen an die Zusammensetzung;
Folgende Produkte oder Nebenprodukte tierischen Ursprungs*: – Blutmehl – Knochenmehl – Fleischmehl – Hufmehl – Hornmehl – Knochenkohle – Fischmehl – Federn- und Haarmehl – Wolle – Walkhaare (Filzherstellung), Maximale Konzentration in mg/kg Troc- Fellteile (Ledermehl) kensubstanz von Chrom (VI): 0**. – Haare und Borsten – Milcherzeugnisse Produkte und Nebenprodukte pflanzlichen Ursprungs wie z. B.: – Filterkuchen von Ölfrüchten – Kakaoschalen – Malzwurzeln – Kokosfasern, Kokospeat – Vinasse, Melasse – Trester Schlempe und Schlempeextrakt Schweizer Herkunft, keine Ammoniakschlempe Algen und Algenerzeugnisse* Ausschliesslich und auf direktem Weg gewonnen durch: a. physikalische Behandlung, einschl. Trocknen, Gefrieren und Mahlen; oder b. Extraktion mit Wasser oder sauren und/oder alkalischen wässrigen Lösungen; oder c. Fermentation. Von Holz, das nicht chemisch behandelt Rindenkompost Von Holz, das nicht chemisch behandelt Holzasche Von Holz, das nicht chemisch behandelt ** Nachweisgrenze
Bezeichnung Beschreibung; Anforderungen an die Zusammensetzung;
Pflanzliche Extrakte und Präparate wie Aufgüsse und Tee Biologisch-dynamische Präparate
2.3. Spurennährstoffe Spurennährstoffe*
2.4. Kulturen von Mikroorganismen zur Behandlung von Böden Mikroorganismenpräparate (Pilze, Keine gentechnisch veränderten Mikro- Bakterien)* organismen.
3. Substrate Substrate Torfanteil max. 70 Vol. %. * Bei nachgewiesenem Bedarf
4. Substrate für die Pilzproduktion Für die Pilzerzeugung dürfen Substrate verwendet werden, sofern sich diese ausschliesslich aus folgenden Bestandteilen zusammensetzen: 4.1 Stallmist und tierische Exkremente Aus Biobetrieben. 4.2 Folgende Substrate, die nicht aus Biobetrieben stammen, bis zu einem Anteil von 25 Prozent des Gewichts aller Substratbestandteile***, sofern dieselben Substrate aus Biobetrieben nicht verfügbar sind und sofern der Bedarf von der Zertifizierungsstelle anerkannt ist: Stallmist Gemisch aus tierischen Exkrementen und pflanzlichem Material (Einstreu). Tierarten müssen angegeben werden.
Getrockneter Stallmist und Tierarten müssen angegeben werden. getrockneter Geflügelmist Kompost aus tierischen Exkrementen, Tierarten müssen angegeben werden. einschliesslich Geflügelmist und kompostierter Stallmist Flüssige tierische Exkremente Verwendung nach kontrollierter (Gülle, Jauche) Fermentation und/oder geeigneter Verdünnung. *** Berechnet ohne Deckkmaterial, vor der Kompostierung und dem Zusatz von Wasser
4.3 Weitere Erzeugnisse landwirt- Aus Biobetrieben. schaftlichen Ursprungs (z.B. Stroh) 4.4 Torf, Holz Nicht chemisch behandelt. 4.5 Erzeugnisse mineralischen Ursprungs Gemäss Ziffer 2.1 dieses Anhangs. 4.6 Wasser, Erde
Zugelassene Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe
Einleitung
In diesem Anhang gelten folgende Definitionen: 1. Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs: a. einzelne landwirtschaftliche Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, die daraus unter Einsatz geeigneter Wasch-, Reinigungs-, thermischer und/oder mechanischer und/oder physikalischer Verfahren gewonnen werden, die zu einer Herabsetzung des Feuchtigkeitsgehalts der Erzeugnisse führen; b. ferner Erzeugnisse, die aus den unter Buchstabe a genannten Erzeugnissen unter Einsatz anderer in der Lebensmittelverarbeitung eingesetzter Verfahren gewonnen werden, sofern diese Erzeugnisse nicht als Lebensmittelzusatzstoffe anzusehen sind. 2. Zutaten nichtlandwirtschaftlichen Ursprungs: Zutaten, die nicht zu den Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs, mindestens aber zu einer der folgenden Kategorien gehören: 2.1. Lebensmittelzusatzstoffe einschliesslich Träger dieser Stoffe; 2.2. Wasser und Salz; 2.3. Mikroorganismen, Kulturen; 2.4. Mineralien (einschliesslich Spurenelemente), Vitamine, Aminosäuren und sonstige stickstoffhaltige Verbindungen.
Teil A Zutaten nicht landwirtschaftlichen Ursprungs A.1. Lebensmittelzusatzstoffe, einschliesslich Träger
Bezeichnung Bemerkung
E 170 Calciumcarbonat – E 270 Milchsäure – E 290 Kohlendioxid – E 296 Apfelsäure – E 300 Ascorbinsäure –
6 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EVD vom 7. Dez. 1998 (AS 1999 292) und Ziff. I der V des EVD vom 11. Juni 1999 (AS 1999 2132). Siehe dazu die SchlB. am Ende dieses Anhangs.
Bezeichnung Bemerkung
E 306 stark tocopherolhaltige Extrakte Antioxidans in Fetten und Ölen E 322 Lecithine – E 330 Citronensäure – E 333 Calciumcitrate – E 334 Weinsäure (L(+)–) – E 335 Natriumtartrate – E 336 Kaliumtartrate – E 341 Monocalciumphosphat Backtriebmittel für Fertigmehl E 400 Alginsäure – E 401 Natriumalginat – E 402 Kaliumalginat – E 406 Agar-Agar – E 407 Carrageen – E 410 Johannisbrotkernmehl – E 412 Guarkernmehl – E 413 Traganth – E 414 Gummi arabicum – E 415 Xanthangummi – E 416 Karayagummi – E 440 Pektin – E 500 Natriumcarbonate – E 501 Kaliumcarbonate – E 503 Ammoniumcarbonate – E 504 Magnesiumcarbonate – E 516 Calciumsulfat CR7 E 524 Natriumhydroxyd Oberflächenbehandlung von Laugengebäck E 938 Argon – E 941 Stickstoff – E 948 Sauerstoff – Aromen: Stoffe und Erzeugnisse nach der Definition in Artikel 15 Absatz 2 Buchstabe a und Absatz 3 der Zusatzstoffverordnung vom 26. Juni 19958 (ZuV), die nach Artikel 6 Absatz 2 Buchstabe a der ZuV als natürlicher Aromastoff oder als Aromaextrakt gekennzeichnet sind.
A.2. Wasser und Salz Trinkwasser Salze (hauptsächlich aus Natrium- oder Kaliumchlorid, einschliesslich der gebräuchlichen Rieselhilfsmittel), die allgemein bei der Lebensmittelverarbeitung verwendet werden.
7 CR Träger
A.3. Kulturen von Mikroorganismen Die normalerweise in der Lebensmittelherstellung verwendeten Kulturen von Mikroorganismen, ausgenommen gentechnisch veränderte Organismen und deren Folgeprodukte.
A.4. Mineralien (einschliesslich Spurenelemente) und Vitamine Diese Stoffe sind nur insoweit zulässig, als ihre Verwendung in den sie enthaltenden Lebensmitteln gesetzlich vorgeschrieben ist. Bei Lebensmitteln nach Artikel 183 der Lebensmittelverordnung vom 1. März 19959 (LMV), denen Mineralien oder Vitamine zugegeben werden, entscheidet das Bundesamt für Gesundheit im Rahmen des Bewilligungsverfahrens nach Artikel 168 LMV, inwieweit diese mit einem Hinweis auf den biologischen Landbau versehen werden dürfen. Es hört vorgängig das Bundesamt für Landwirtschaft an.
A.5. Aminosäuren und sonstige stickstoffhaltige Verbindungen Diese Stoffe sind nur insoweit zulässig, als ihre Verwendung in den sie enthaltenden Lebensmitteln gesetzlich vorgeschrieben ist.
Teil B Verarbeitungshilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs verwendet werden dürfen Bezeichnung Bemerkung
Wasser Calciumchlorid Koagulationsmittel Calciumcarbonat Calciumhydroxid Calciumsulfat Koagulationsmittel Magnesiumchlorid (oder Nigari) Koagulationsmittel Kaliumcarbonat Trocknen von Trauben Natriumcarbonat Zuckerherstellung Zitronensäure Ölherstellung und Stärkehydrolyse Natriumhydroxyd Zuckerherstellung, Rapsölherstellung Schwefelsäure Zuckerherstellung Kohlendioxid Stickstoff Ethanol Lösemittel Gerbsäure Filtrierhilfe Ovalbumin Kasein Gelatine Fischleim
Bezeichnung Bemerkung
Pflanzliche Öle Schmier-, Trennmittel, Schaumverhüter Siliciumdioxid als Gel oder kolloidale Lösung Aktivkohle Talkum Bentonit Kaolin Kieselgur Perlit Haselnussschalen Reismehl Bienenwachs Trennmittel Carnaubawachs Trennmittel
Kulturen von Mikroorganismen und Enzyme: Die normalerweise in der Lebensmittelherstellung verwendeten Enzyme und Kulturen von Mikroorganismen, ausgenommen gentechnisch veränderte Organismen und deren Folgeprodukte.
Teil C Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs, die nicht biologisch erzeugt wurden, einschliesslich wildgesammelte Pflanzen, die nicht den Anforderungen der Bio-Verordnung entsprechen C.1. Unverarbeitete pflanzliche Erzeugnisse sowie Erzeugnisse, die daraus unter Einsatz der Verfahren gemäss Einleitung Ziffer 1 Buchstabe a hergestellt werden:
C.1.1. Essbare Früchte, Nüsse und Samen Kaschunuss Papaja Maracuja (Passionsfrucht) Kolanuss Eicheln Bockshornklee Acerola Stachelbeeren (Ribes crispa L.) Getrocknete Himbeeren (Rubus idaeus L.) Getrocknete rote Johannisbeeren (Ribes rubrum L.) Pinienkerne
C.1.2. Essbare Gewürze und Kräuter Galgant (Alpinia officinarum)
Allerleigewürz (Pimenta dioica) Meerrettichsamen (Armoracia) Kardamom (Fructus cardamomi) Zimt (Cinnamonmum zeylanicum) Nelke (Syzygium aromaticum) Ingwer (Zingiber officinale) Brunnenkresse (Nasturtium officinale)
C.1.3. Verschiedenes Algen, einschliesslich Seegras
C.2. Pflanzliche Erzeugnisse, die unter Einsatz der Verfahren gemäss Einleitung Ziffer 1 Buchstabe b hergestellt werden:
C.2.1. Fette und Öle, raffiniert oder nicht, jedoch nicht chemisch verändert, aus Pflanzen mit Ausnahme von: Kakao (Theobroma cacao) Kokosnuss (Cocos nucifera) Oliven (Olea europaea) Sonnenblumen (Helianthus annuus)
C.2.2. Zucker, Stärke, sonstige Erzeugnisse aus Getreide und Knollen Rübenzucker Reispapier Reis- und Wachsmaisstärke Fruchtzucker (Fructose)
C.2.3. Verschiedenes Curry, zusammengesetzt aus: – Koriander (Coriandrum sativum) – Senf (Sinapsis alba) – Fenchel (Foeniculum vulgare) – Ingwer (Zingiber officinale) Erbsenprotein (Pisum ssp) Rum: nur aus Rohrzuckersaft
C.3. Tierische Erzeugnisse Honig Gelatine Buttermilchpulver Essbare Meereslebewesen, nicht aus Aquakultur Milchzucker (Lactose) Molkenpulver «Herasuola»
Schlussbestimmungen der Änd. vom 11. Juni 199910 Folgende Produkte dürfen bis 31. Januar 2000 noch weiter verwendet werden: Mango getrocknetes Erdbeerpulver Kokosfett Kakaofett Stärke aus Getreide und Knollen, nicht chemisch verändert
10 AS 1999 2132
Anhang 411 (Art. 4)
Länderliste Argentinien 22. September 199712. 2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Argentinien angebaut worden sein. 3. Zertifizierungsstellen: «Instituto Argentino para la Certificación y Promoción de Productos Agropecuarios Orgá nicos SRL (Argencert)» oder «Organización Internacional Agropecuaria (OIA)».
Australien 2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Australien angebaut worden sein. 3. Zertifizierungsstellen: «Australian Quarantine and Inspection Service (AQIS)».
EU-Mitgliedstaaten 2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in der EU angebaut oder eingeführt worden sein: a. aus der Schweiz; oder b. aus einem nach Artikel 11 Absatz 1 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/9113 anerkannten Drittland; oder
11 Bereinigt gemäss Ziff. I der V des EVD vom 16. Juni 1998 (AS 1998 1574), vom 11. Juni 1999 (AS 1999 2132) und vom 14. Juni 2000 (AS 2000 1766). 13 Zu beziehen bei der Schweiz. Zentrale für Handelsförderung OSEC, Stampfenbachstr. 85, 8006 Zürich
c. aus einem Drittland, für das ein EU-Mitgliedstaat nach Artikel 11 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 anerkannt hat, dass das gleiche Erzeugnis in diesem Land unter den gleichen Bedingungen produziert und kontrolliert wurde, die von dem entsprechenden EU- Mitgliedstaat anerkannt sind. 3. Zertifizierungsstellen: Nach Artikel 15 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 vorgesehene Kontrollstellen oder -behörden. 4. Befristung der Aufnahme: Bis zum 31. Dezember 2000.
Israel 2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Israel angebaut worden sein. 3. Zertifizierungsstellen: «Ministry of Agriculture, Department of Plant Protection and Inspection (DPPI)» oder «Ministry of Industry and Trade, Food and Vegetable Products, Export Foodstuffs Inspection Service».
Ungarn 2. Herkunft: Die pflanzlichen Erzeugnisse und die aus der biologischen Landwirtschaft stammenden Bestandteile der Lebensmittel, die im wesentlichen solche Erzeugnisse enthalten, müssen in Ungarn angebaut worden sein. 3. Zertifizierungsstellen: „ Biokontroll Hungaria Közhasznu Tarsasag (Biokontrol Hungaria Kht.)“ oder „SKAL (Zweigbüro Ungarn)“.