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Lotteriefonds des Kantons Zürich, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2012, 3. Serie, Ermächtigung

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 24. Oktober 2012

1078. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2012, 3. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungsle- gung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemei- nen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 10 Mio. Franken be- willigen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten dieses Gesamtbetrages sind bis anhin Beiträge von Fr. 8 650 000 bewilligt worden. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 bewilligt wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2012 insgesamt noch Fr. 1 150 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 3. Serie 2012 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:

1. Waldtage Bereich Ökologie Gesuchstellende Verband Zürcher Forstpersonal (VZF): Der Organisation VZF vertritt die Anliegen des Forstpersonals im Kanton. Zu den VZF-Hauptaufgaben zählen unter anderem die Waldnutzung und die Waldpflege. Projektrahmen Aus Anlass seines 100-Jahr-Jubiläums möchte der VZF den Wald «zu den Leuten bringen». Er plant für den Herbst 2013 einerseits eine mehrtägige Waldausstellung in der Zürcher Bahnhofshalle, anderseits zahlreiche Veranstal- tungen im ganzen Kanton. Projektinhalt Zentrale Elemente und Blickfang der geplan- ten Ausstellung im Hauptbahnhof sind 100 Waldbäume und ein Schnitzelberg. Dieser Berg soll mit einer Aussichtsplattform und einem begehbaren Röhrensystem ausgestattet werden. Zudem wird eine «Waldarena» aus Astmaterial gebaut, in der Anlässe (Konzerte, Filmvorführungen, Ausstellung von Schüler- zeichnungen zum Thema Wald) stattfinden.

Für denselben Zeitraum sind im ganzen Kan- ton verschiedene Aktivitäten (Vorträge, Füh- rungen usw.) geplant, welche den Wald und jene Menschen zum Thema haben, die im und für den Wald arbeiten. Kosten Fr. 789 000 Gewünschter Betrag Fr. 350 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des VZF beträgt Fr. 31 100. Die Stadt Zürich leistet einen Beitrag von Fr. 207 900. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Im öffentlichen Bewusstsein ist oft nicht gegenwärtig, dass der Wald Produk- tionsraum für den Rohstoff Holz ist, sauberes Trinkwasser sicherstellt, vor Naturgefahren schützt und eine grosse Menge CO2 bindet. Nur eine umsichtige Bewirtschaftung stellt sicher, dass der Wald diese Funktionen erfüllen kann. Hinter diesen Leistungen stehen arbeitende Menschen. Darum ist es gerechtfertigt, dass der VZF im Rahmen seines Jubiläums dabei unterstützt wird, die Öffentlichkeit über die Bedeutung des Waldes und der Waldbewirt- schaftung zu informieren. Ein Beitrag von Fr. 350 000 ist gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 350 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass die Rolle des kantonalen Forstdienstes im Rahmen der Ausstellung in geeigneter Weise aufgezeigt wird.

2. Ausstellung zur Geschichte und Entwicklung des Volleyballsports Bereich Sportgeschichte Gesuchstellende Schweizerischer Volleyballverband (bzw. 2013 Organisation CEV European Championship AG) mit Sitz in Zürich Projektrahmen Der Schweizer und der Deutsche Volleyball- verband veranstalten im September 2013 ge- meinsam die Volleyball-Europameisterschaft 2013 der Frauen. Die Spiele in der Schweiz finden im Zürcher Hallenstadion statt.

Projektinhalt Als Ergänzung zu den Turnierspielen wird im Foyer des Hallenstadions eine Ausstellung zu Geschichte und Entwicklung des Volleyball- sports gezeigt. Sie wurde durch das Sportmu- seum Schweiz (Basel) erarbeitet und besteht aus zehn grossformatigen Sportfotografien, ergänzt mit Textlegenden. Diese Fotografien werden auch im öffentlichen Stadtraum ge- zeigt, allerdings ohne begleitende Erläuterun- gen. Fotografien und Texte finden sich in einer Broschüre zusammengefasst, die den Aus- stellungsbesucherinnen und -besuchern ab- gegeben wird. Das Amt für Sport und die Standortförderung werden im Rahmen ihrer Möglichkeiten bestimmte Bereiche der EM unterstützen. Kosten Fr. 129 520 Gewünschter Betrag Fr. 119 520 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5000; das Sport- museum Schweiz unterstützt das Projekt eben- falls mit Fr. 5000. Der Sportfonds kann das vorliegende Ausstellungsprojekt nicht mitfinan- zieren. Der Restbetrag von Fr. 120 000 muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Angesichts der Bedeutung des Anlasses für den Kanton scheint ein Beitrag aus dem Lotteriefonds von Fr. 110 000 ange- messen. Bewilligter Betrag Fr. 110 000

3. Anschaffung Software Musikwettbewerb Bereiche Kultur, Bildung Gesuchstellende Verband Zürcher Musikschulen (VZM): Der Organisation VZM vernetzt die mehr als 40 Musikschulen des Kantons (mit rund 2500 Lehrpersonen und 30 000 Schülerinnen und Schülern). Er nimmt zudem Aufgaben wahr, die über die einzelne Schule hinausgehen, wie z. B. Öffentlichkeits- arbeit. Projektrahmen Seit 2005 organisiert der VZM den Zürcher Musikwettbewerb. Die administrativen Auf- gaben rund um diesen Anlass sind anspruchs- voll und mit der gegenwärtig verwendeten Software von 2006 nicht mehr zu bewältigen.

Projektinhalt Damit die administrativen Aufgaben zeitge- recht bewältigt werden können, wird eine neue Software angeschafft. Diese wurde in Zusam- menarbeit mit dem Deutschen Musikrat ent- wickelt, der über eine Vorgängerversion des Programms verfügt. Kosten Fr. 29 000 Gewünschter Betrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 9000. Der Rest- betrag muss über Dritte gedeckt werden. Der VZM verzichtet darauf, Stiftungen und andere Institutionen um Beiträge anzufragen, da diese Organisationen jeweils zur Unterstützung der Durchführung des Musikwettbewerbs einge- laden werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Aufgrund der Bedeutung des Zürcher Musikwettbewerbes ist die Übernah- me der offenen Restkosten durch den Kanton gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 20 000

4. Jubiläumsaktivitäten Fotomuseum Bereich Kultur Gesuchstellende Stiftung Fotomuseum Winterthur: Die 1992 er- Organisation richtete Stiftung hat den Betrieb eines Foto- museums, den Aufbau einer Sammlung und die Durchführung von Aktivitäten im Zusam- menhang mit dem Medium Fotografie zum Zweck. Projektrahmen Das Fotomuseum Winterthur gilt dank hoch- stehender Ausstellungen und Publikationen als Institution mit internationaler Ausstrah- lung. 2013 feiert es das 20-Jahr-Jubiläum. Projektinhalt Aus Anlass des Jubiläums plant das Museum drei Vorhaben:

1. Jubiläumsausstellung «Raum + Bild – die Funktionsweise der Fotografie in der Archi- tektur»: In der Ausstellung werden einer- seits die Geschichte der regionalen, natio- nalen und internationalen Architekturfo- tografie und anderseits die zeitgenössische

fotografische Auseinandersetzung mit Raum und Bild gezeigt. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Begleitpublikation. Das Vorhaben ist mit Fr. 519 000 budgetiert.

2. Erneuerung und Ergänzung der EDV: Für die effiziente Organisation und Schaffung von Ausstellungen, Symposien usw. und für die reibungslose Arbeit an Kassen und an den Computerstationen des Museums muss das EDV-System erneuert werden. Die Kos- ten für dieses Vorhaben belaufen sich auf Fr. 77 000.

3. Stärkung der Position des Fotomuseum im internationalen Kontext: Die Bekanntheit des Fotomuseums soll gestärkt werden. Die Museumswebseite wird von einer Info- zu einer Programmwebseite umgebaut. Dies ermöglicht Nutzerinnen und Nutzern um- fangreiche virtuelle Museumsbesuche. Es wird mit Kosten von Fr. 74 535 gerechnet. Die museumseigenen (internen) Projektkos- ten sind mit Fr. 250 000 veranschlagt. Kosten Fr. 920 535 Gewünschter Betrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 140 535. Die Stadt Winterthur unterstützt das Projekt mit Fr. 80 000. Von Stiftungen und Firmen werden Fr. 200 000 erwartet. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die drei Vorhaben sind kultur- politisch wichtig. Deshalb und aufgrund des bis- herigen Leistungsausweises des Museums ist ein Jubiläumsbeitrag gerechtfertigt. Die Pro- jektkosten sind jedoch grosszügig budgetiert. Darum erscheint ein Beitrag von Fr. 450 000 als angemessen. Bewilligter Betrag Fr. 450 000 Auflagen Die Bewilligung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton fünf Beleg- exemplare der Begleitpublikation zur Jubi- läumsausstellung unentgeltlich abgegeben wer- den.

5. Buchprojekt «Burghölzli» Bereiche Gesundheit, Geschichte Gesuchstellende Klinik für Soziale Psychiatrie und Allgemein- Organisation psychiatrie Zürich West (Psychiatrische Uni- versitätsklinik Zürich PUK): Die Klinik ist zuständig für die erwachsenenpsychiatrische Grundversorgung im Raum Zürich. Sie über- nimmt zudem Aufgaben der universitären Lehre und Forschung sowie in der Aus-, Fort- und Weiterbildung. Projektrahmen Unter Leitung des Klinikdirektors und Vor- stehers des Medizinischen Direktoriums, Prof. Dr. Wulf Rössler, erarbeiten eine Autoren- gruppe und der Künstler/Fotograf Hans Danu- ser unter dem Titel «Burg aus Holz» ein Buch zur Geschichte der Klinik. Projektinhalt Das Buch gliedert sich in zwei Teile: In einem ersten Teil werden die Geschichte des «Burg- hölzlis» sowie die dort entwickelten Therapien dar- und wichtige Ärzte mit Porträts vorge- stellt. Im zweiten Teil beschreiben Autoren aus den Bereichen Sprachwissenschaft, Architek- tur, Literatur und darstellender Kunst im Rahmen von Essays die Klinik und die Diszip- lin Psychiatrie. Die Illustrationen des Buches stammen von Hans Danuser. «Burg aus Holz» ist ein Fach- und Kunstbuch und soll ein breites Publikum ansprechen. Das Buch wird im NZZ Libro Buchverlag in einer Auflage von 1200 Exemplaren erscheinen. Es ist rund 250 Seiten stark. Der voraussichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 68. Kosten Fr. 129 000 Gewünschter Betrag Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Von einer Zürcher Stiftung werden Fr. 20 000 erwartet. Die Verkaufseinnahmen sind mit Fr. 34 500 budgetiert. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Publikation deckt einen Teil der Psychiatriegeschichte des Kantons ab.

Da die Veröffentlichung einem breiten Pub- likum dienen soll, ist eine Beitragsleistung an- gebracht. Bewilligter Betrag Fr. 50 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton fünf Beleg- exemplare unentgeltlich abgegeben werden.

6. Buchprojekt «General Ulrich Wille» Bereich Geschichte Gesuchstellende Schweizerische Vereinigung für Militärge- Organisation schichte und Militärwissenschaften: Die Verei- nigung bezweckt die Förderung der militär- geschichtlichen Forschung in der Schweiz. Sie arbeitet dabei auch mit dem historischen Dienst der Armee zusammen. Projektrahmen In der Öffentlichkeit ist wenig über den Ers- ten Weltkrieg bekannt. Im Hinblick auf den

100. Jahrestag des Kriegsausbruchs soll eine Publikation diese Zeit thematisieren und eine Reihe von militär- und sozialgeschichtlichen Aspekten neu beleuchten. Projektinhalt Verfasser ist Prof. Dr. Rudolf Jaun, Professor für Geschichte der Neuzeit und Militärge- schichte an der Universität Zürich und Dozent für Militärgeschichte an der ETH Zürich. Im Zentrum werden die Aktivdienstjahre 1914– 1918 stehen. Die Publikation soll zudem zeigen, wie sich General Wille als Truppenerzieher und Reformator der Milizarmee profilierte. Besondere Beachtung finden auch die für Wille traumatisierenden Ereignisse um den General- streik und die Niederlage Deutschlands. Das Buch erscheint voraussichtlich im Herbst 2013 im Verlag hier + jetzt, Baden. Es umfasst rund 350 Seiten mit rund 50 Abbildungen. Geplant ist eine Auflage von 3000 Exemplaren. Der voraussichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 48. Kosten Fr. 242 150 Gewünschter Betrag Fr. 40 000

Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden Fr. 58 550 erwartet. Die Militärakademie hat Fr. 10 000 gesprochen, die Gemeinde Meilen Fr. 5000. Die Schweize- rische Vereinigung für Militärgeschichte wurde um einen Beitrag von Fr. 15 000 ersucht, die Stadt Zürich um einen Beitrag von Fr. 8000, die Kantone AG, BE, TG und SG je um einen Beitrag von Fr. 10 000. Verschiedene Stiftungen und Institutionen wurden um einen Beitrag von insgesamt Fr. 56 000 angefragt. Der Rest- betrag muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Angesichts des breiten inhaltli- chen Bezugs zum Kanton und der absehbaren Beiträge anderer Kantone ist eine Unterstüt- zung von Fr. 40 000 gerechtfertigt. Bewilligter Betrag Fr. 40 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton 17 Beleg- exemplare unentgeltlich abgegeben werden.

7. Pilotprojekt «HELP-Jugendprogramm» Bereich Gesundheit Gesuchstellende Schweizerische Herzstiftung SHS: Die 1967 Organisation gegründete Stiftung bezweckt neben der Er- forschung und Bekämpfung der Herz- und Gefässkrankheiten unter anderem die Auf- klärungs- und Präventionsarbeit in den Be- reichen Herz- und Gefässkrankheiten sowie Hirnschlag. Projektrahmen In der Schweiz erleiden pro Stunde sechs Per- sonen einen Herzinfarkt, einen Hirnschlag oder einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Verhältnismäs- sig wenige Personen sind in lebensrettenden Sofortmassnahmen ausgebildet. Diese Situa- tion hat die SHS bewogen, 2007 mit dem natio- nalen Programm HELP zu beginnen. Es um- fasst drei Teile: Symptomerkennung und rasche Alarmierung, Soforthilfe und ein Jugendpro- gramm. Das vorliegende Projekt ist Teil des Jugendprogramms. Nach einer Startveranstal- tung 2010 in Bern möchte die SHS mit der

Ausbildung von Jugendlichen in den Kanto- nen beginnen und dazu jeweils ein Pilotvorha- ben durchführen. Projektinhalt Hauptziel des Vorhabens ist, in 20 Schulen im Kanton 10- bis 15-jährige Jugendliche in Le- bensrettung auszubilden und sie mit dem Ge- brauch des Defibrillators vertraut zu machten. Diese Ausbildung kann unter der Anleitung einer Lehrperson weitgehend im Selbstlern- modus durchgeführt werden. Die jeweiligen Schulen verpflichten sich, das Gelernte mit den Schülerinnen und Schülern mindestens einmal im Jahr zu üben. Das Ausbildungskonzept stützt sich auf ein «Selbstlern-Set», anhand welchem Grund- kenntnisse der Lebensrettung erworben bzw. wieder aufgefrischt werden können. Kosten Pilotprojekt Fr. 136 500 Gewünschter Betrag Fr. 124 542 Übrige Finanzierung Die SHS hat das Gesamtvorhaben bis anhin mit Fr. 174 297 unterstützt. Sie wünscht, dass die Aktivitäten auf Stufe Einzelkanton jeweils weitgehend durch die Standortgemeinden und den Kanton finanziert werden. Beim vorliegen- den Projekt leisten die Gemeinden insgesamt Fr. 8000. Eine Stiftung finanziert 77 Selbstlern- Sets, die kostenlos abgegeben werden. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Durch richtiges Verhalten bei Notfällen kann unter Umständen Leben gerettet werden. Da- rum ist es sinnvoll, auch Jugendliche für solche Situationen auszubilden. Eine Unterstützung des Projektes durch den Kanton ist gerecht- fertigt. Bewilligter Betrag Fr. 124 500 Auflagen Die Bewilligung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass die SHS die Pilotklassen fachlich und praktisch begleitet und in ihrem Schlussbericht auch über Lernerfolg und Nach- haltigkeit orientiert.

8. Publikation «Der Schweizer Zweig Richard Wagners» Bereich Kultur Gesuchstellende Römerhof Verlag, Zürich: Der Verlag publiziert Organisation vor allem Biografien. Projektrahmen Franz Wilhelm Beidler (1901–1981) war der Sohn des Schweizer Dirigenten Franz Beidler (1872–1930) und seiner Ehefrau Isolde von Bülow (1865–1919), der ersten Tochter von Cosima und Richard Wagner. F. W. Beidler war der erste, jedoch nie rechtmässig anerkannte Enkel Richard Wagners. Kurz vor dem Zwei- ten Weltkrieg emigrierte Beidler mit seiner Frau in die Schweiz, wo er in Zürich als Publi- zist und Sekretär des Schweizerischen Schrift- stellerverbandes tätig war. Projektinhalt Auf der Grundlage neuer Quellenfunde soll eine Biografie F. W. Beidlers entstehen. Ziel der Arbeit ist es, Beidler als Teil der Wagner- Familie vor dem Hintergrund einer sozial- und kulturgeschichtlich bewegten Zeit darzustel- len. Das Buch wird rund 280 Seiten umfassen. Geplant ist eine Auflage von 1500 Exempla- ren. Der voraussichtliche Verkaufspreis be- trägt Fr. 44. Kosten Fr. 49 950 Gewünschter Betrag Fr. 5000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 7000. Aus dem Verkauf werden Fr. 19 800 erwartet. Von den Städten Zürich, Winterthur und St. Gallen wer- den insgesamt Fr. 8000 gewünscht, ebenfalls wird eine Beitragsleistung vom Kanton AG erwartet. Der Restbetrag muss über Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Ein Beitrag im Umfang von Fr. 5000 ist aufgrund des Zürcher Bezuges an- gemessen. Bewilligter Betrag Fr. 5000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an die Auf- lage gebunden, dass dem Kanton fünf Beleg- exemplare unentgeltlich abgegeben werden.

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken

1. Verband Zürcher Forstpersonal Jubiläumsbeitrag 350 000

2. OK Volleyball Ausstellungsbeitrag 110 000

3. Zürcher Musikwettbewerb Investitionsbeitrag 20 000

4. Fotomuseum Winterthur Investitionen 450 000 5. PUK Druckkostenbeitrag 50 000

6. Schweizerische Vereinigung für Militärgeschichte und Militärwissenschaften Druckkostenbeitrag 40 000

7. Schweizerische Herzstiftung Projektbeitrag 124 500

8. Römerhof Verlag Druckkostenbeitrag 5000 Total 1 149 500

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi

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