RRB Nr. 1093/2011
Universitätsspital, Labortrakt, Einbau TierHybrid-OP, neue Ausgabe
14 da settember 2011German4 min
Source zh.ch
Universitätsspital, Labortrakt, Einbau TierHybrid-OP, neue Ausgabe
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 14. September 2011
1093. Universitätsspital (Labortrakt, Einbau Tier-Hybrid-OP,
Erwägungen
Ausgabenbewilligung) Im Rahmen der Berufungsverhandlungen mit Prof. Dr. Volkmar Falk zum Direktor der Klinik für Herz- und Gefässchirurgie des Univer- sitätsspitals wurde diesem die Einrichtung eines Tier-Hybrid-OP für Forschungszwecke in Aussicht gestellt. In einem derartigen Operations- saal können herz- und gefässchirurgische Behandlungsmethoden mit einer modernen Gefässdurchleuchtungsanlage kombiniert werden. Der Hybrid-OP soll in einem bestehenden experimentellen Grosstier-OP der Abteilung Forschung Chirurgie im Labortrakt eingerichtet werden. Der Tier-Hybrid-OP entspricht in seiner Ausstattung einem klinischen Hybrid-Operationssaal. Er dient insbesondere folgenden Zwecken: – Forschung und Entwicklung im Bereich neuer Operationsmethoden, insbesondere in minimalinvasiven Techniken und robotergestützten Verfahren am Grosstiermodell; dazu zählen der perkutane, mittels Katheter vorgenommene Herzklappenersatz, minimalinvasiv durch- geführte Bypassoperationen am schlagenden Herzen, die Herzin- suffizienzchirurgie und die Behandlung von Aneurysmen mit Pro- thesen. – Testen von Neuentwicklungen der Industrie (z. B. Herzklappenpro- thesen) in präklinischen Studien. – Ausbildung von Ärztinnen und Ärzten in neuen Operationstechni- ken und medizintechnischen Produkten im Rahmen von Industrie- kooperationen. Der Grosstier-Operationstrakt der Abteilung Forschung Chirurgie auf dem Geschoss B des Labortraktes gliedert sich heute in zwei kon- ventionelle Operationsräume, die über einen Funktions- und Aufent- haltsraum miteinander verbunden sind. Einer dieser OP-Säle wird mit dem Einbau einer Dyna-CT-Angiographieanlage in einen Hybrid-OP umgenutzt. Dazu müssen die vorhandenen Duschräume aufgehoben und deren Fläche dem neuen Operationssaal zugeschlagen werden. Im darunter liegenden Geschoss A wird zulasten von WCs und einer Gar- derobe die Technikzentrale für den OP eingerichtet. Im Rahmen der Umbauarbeiten werden die Sanitäranlagen, Medi- zinalgasleitungen und Elektroanlagen erneuert und die OP-Lüftung angepasst. Zudem müssen Massnahmen zur Beseitigung von Asbest
und zur Erweiterung der Traglast für die Montage des Angiographie- gerätes und das Anbringen von Bleivorhängen an den Fenstern aus Gründen des Strahlenschutzes durchgeführt werden. Das kantonale Hochbauamt hat durch das Architekturbüro Hemmi Fayet, Zürich, ein Projekt mit Kostenvoranschlag ausarbeiten lassen. Die Kosten der Massnahmen betragen gemäss Kostenvoranschlag der Architekten vom 8. April 2011 Fr. 1 915 000 (Kostenstand 1. April 2010, Genauigkeitsgrad ±10%). Sie setzen sich wie folgt zusammen: in Franken Vorbereitungsarbeiten 114 500 Gebäude 1 449 000 Betriebseinrichtung 141 000 Baunebenkosten 36 000 Reserve (rund 10%) 174 500 Total (einschliesslich MWSt 8,0%) 1 915 000
Gemäss IPSAS errechnen sich die jährlichen Kapitalfolgekosten wie folgt: Baukosten Kapitalfolgekosten Kontierung Zinsen (3,0%) Abschreibungssatz Abschreibung % Fr. Fr. % Fr. Konto 5041 1 00000 Hochbauten Rohbau 1 3,1% 59 600 900 3% 1 800 Konto 5041 2 00000 Hochbauten Rohbau 2 5,7% 109 100 1 600 3% 3 300 Konto 5041 3 00000 Hochbauten Ausbau 44,3% 848 400 12 700 3% 25 500 Konto 5041 4 00000 Hochbauten Installationen 46,9% 897 900 13 500 5% 44 900 Total (einschliesslich MWSt 8%) 100% 1 915 000 28 700 75 500 Total 1 915 000 Total 104 200 Die Gerätekosten gehen zulasten des Einrichtungskredites von Prof. Dr. Falk der Universität Zürich. Die Angiographieanlage ist eine Schenkung der Philips AG, für das Ultraschallgerät fallen Kosten von Fr. 254 500 an. Es entstehen keine wesentlichen betrieblichen Folgekosten und -erträge. Die Abwicklung des Projektes erfolgt gemäss Standardprozess der Immobilienverordnung. Der Projektantrag wurde mit Beschluss Nr. 786/ 2011 vom Regierungsrat genehmigt.
Für das Vorhaben ist gemäss § 22 Abs. 2 des Gesetzes über das Uni- versitätsspital Zürich (USZG) eine Ausgabe von Fr. 1 915 000 zu bewil- ligen. Es handelt sich gemäss § 37 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung (CRG) um eine neue Ausgabe. Die Ausgabe geht zulasten des Kontos 6340.5041, Erneuerungsunterhalt Hochbau. Im Bud- get 2011 sind für das Vorhaben Fr. 1 215 000 eingestellt. Der restliche Be- trag ist im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2011– 2014 für das Jahr 2012 enthalten.
Dispositiv
Auf Antrag der Gesundheitsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für die Einrichtung eines Tier-Hybrid-Operationssaales im Labor- trakt des Universitätsspitals wird eine neue Ausgabe von Fr. 1 915 000 bewilligt.
II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Schweizerischen Baukos- tenindexes gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Stand 1. April 2010)
III. Die Ausgaben gehen zulasten der Investitionsrechnung der Leis- tungsgruppe Nr. 6300, Somatische Akutversorgung und Rehabilitation.
IV. Die Baudirektion wird ermächtigt, die entsprechenden Verträge abzuschliessen.
V. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Ge- sundheitsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi