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RRB Nr. 1119/2009

Universitätsspital Zürich, Sanierung der Zentralsterilisation Nord

8 da fanadur 2009German5 min

Source zh.ch

Universitätsspital Zürich, Sanierung der Zentralsterilisation Nord

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 8. Juli 2009

1119. Universitätsspital Zürich

Erwägungen

(Sanierung der Zentralsterilisation Nord) Die Zentralsterilisation Nord wurde 1972 im Geschoss U des Nordtrak- tes 1 eingerichtet. Von ihr aus werden die Operations-, Pflege- und For- schungsabteilungen im Nordtrakt 1, Nordtrakt 2 und Haldenbachtrakt mit Sterilgütern versorgt. Im Bereich der Nordtrakte werden zudem an fünf weiteren Orten Medizinprodukte aufbereitet. Mit der Inkraftsetzung neuer Verordnungen zum schweizerischen Heilmittelgesetz wurden die Anforderungen an die Sterilisation von Medizinprodukten sowie die vor- und nachgelagerten Arbeitsschritte erhöht. Dazu gehört, dass die Bereiche Waschen, Packen und Lagern räumlich voneinander getrennt werden müssen und nur noch über Schleusen miteinander verbunden sind; zudem sind die Anforderungen bezüglich Mindestflächen im Sterilisationsbereich gestiegen. Die gesetzlichen Anforderungen können nach wirtschaftlichen Mass- gaben nur erfüllt werden, wenn die dezentralen Sterilisationseinheiten so weit wie möglich aufgehoben und in der Zentralsterilisation Nord zu- sammengefasst werden. Dazu muss die Verarbeitungskapazität der Zentralsterilisation Nord von 42 000 auf 58 000 Sterileinheiten pro Jahr erhöht werden. Darüber hinaus muss mit der für hitzeempfindliche Inst- rumente und Materialien geeigneten Plasmasterilisation ein zweites Verfahren neben der Dampfsterilisation eingeführt werden. Insgesamt wird mit einem jährlichen Arbeitsvolumen von rund 67 000 Sterileinhei- ten gerechnet. Im Rahmen der Anpassungsmassnahmen an die neuen Vorschriften muss die Zentralsterilisation Nord räumlich restrukturiert und baulich saniert werden. Es fehlen zudem Garderoben und Schleusen und die Arbeitsflächen sind teilweise zu knapp und ergonomisch ungünstig ge- staltet. Die Sterilisationsapparate und sonstigen Geräte ebenso wie die haustechnischen Anlagen (Sanitär, Heizung, Lüftung/Klima) sind veral- tet und dementsprechend reparaturanfällig; sie müssen daher saniert bzw. ersetzt werden. Die Zentralsterilisation Nord kann ohne zusätzliche Flächen saniert und den neuen Anforderungen angepasst werden. Ein von der Metron Architektur AG, Brugg, in Zusammenarbeit mit dem kantonalen Hoch- bauamt und dem USZ ausgearbeitetes Projekt sieht im Wesentlichen folgende Massnahmen vor:

Unreine Zone: Der Waschraum wird zugunsten einer Garderobe und des Aufenthaltsraumes geringfügig verkleinert. Die Raumaufteilung wird hinsichtlich der Betriebsabläufe optimiert und Platz für ein neues Reinigungs- und Des- infektionsgerät sowie ein Ultraschall-Waschgerät ge- schaffen. Packraum: Der Packraum wird so umgestaltet, dass er nur noch durch Schleusen zugänglich ist. Die Zahl der Packtische wird von zwölf auf vierzehn erhöht, und die Packtische werden entsprechend den ergonomischen Anforde- rungen ausgestaltet. Sterillager: Die Dampfsterilisatoren werden ersetzt und neu ange- ordnet. Es wird ein Plasma-Sterilisator beschafft. Für die Chargenkontrolle und Verarbeitung von Bestellungen wird ein Raum abgetrennt. Für die Materialausgabe wird eine hygienegerechte Schiebetür eingebaut. Nebenräume: Es werden fehlende Schleusen eingebaut und sonstige gebäudetechnische Mängel wie veraltete Lüftungs- und Sanitäranlagen behoben. Die Dosieranlage für die Con- tainerwaschanlage sowie die Reinigungs- und Desinfek- tionsgeräte wird erneuert. Mit den Umbauten werden die Bedingungen für eine Zertifizierung erfüllt, die wiederum Voraussetzung für die Erbringung von Sterilisa- tions-Dienstleistungen gegenüber Dritten ist. Mit der Restrukturierung der Sterilisation in der Nordzone des Uni- versitätsspitals wird auf dem Geschoss C des Nordtrakts 2 freier Raum geschaffen. Dies ist die Voraussetzung für den nachfolgenden Umbau des dortigen OP-Bereiches. Die Kosten des Vorhabens belaufen sich gemäss dem Kostenvoran- schlag der Metron AG vom März 2009 auf Fr. 8 430 000 (Kostenstand 1. April 2008, Genauigkeitsgrad ±10%). Sie setzen sich wie folgt zusam- men: in Franken Vorbereitungsarbeiten 214 000 Gebäude 5 414 000 Umgebung 7 500 Baunebenkosten 82 000 Medizinische Apparate und Anlagen 1 901 000 Fenstersanierung 173 500 Ausstattung 75 000 Reserve (rund 7%) 563 000 Total (einschliesslich MWSt 7,6%) 8 430 000

Die Geräte- und Ausstattungskosten von Fr. 1 976 0000 werden vom Universitätsspital selbst getragen. Es verbleiben Baukosten von Fr. 6 454 000. Gemäss IPSAS verteilen sich diese wie folgt: Baukosten Kapitalfolgekosten Kontierung Kalkulatorische Abschreibungs- Abschreibung Zinsen (3,25%) satz % Fr. Fr. % Fr. Konto 5041 1 00000 Hochbauten Rohbau 1 6,1% 394 200 6 400 3% 11 800 Konto 5041 2 00000 Hochbauten Rohbau 2 6,2% 398 300 6 500 3% 11 900 Konto 5041 3 00000 Hochbauten Ausbau 21,2% 1 366 100 22 200 3% 41 000 Konto 5041 4 00000 Hochbauten Installationen 66,5% 4 295 400 69 800 5% 214 800 Konto 5069 0 00000 Anschaffung Mobilien 0% 0 0 10% 0 Total (einschliesslich MWSt 7,6%) 100% 6 454 000 104 900 279 500 Total Baukosten 6 454 000 Total Kapitalfolgekosten 384 400

Das Universitätsspital kommt aufgrund einer Wirtschaftlichkeits- rechnung zum Ergebnis, dass mit der Konzentration der Zentralsterili- sation im Nordbereich Einsparungen bei Investitions- und Sanierungs- kosten von rund Fr. 500 000 erzielt werden können. Die Abwicklung des Projektes erfolgt gemäss Standardprozess der Immobilienverordnung. Der Regierungsrat genehmigte den Projektan- trag wurde mit Beschluss Nr. 1241/2008. Für das Vorhaben ist eine gebundene Ausgabe von Fr. 6 454 000 zu be- willigen. Sie geht zulasten des Kontos 6340.5041, Erneuerungsunterhalt Hochbau. Im Budget 2009 sind für das Vorhaben Fr. 4 000 000 einge- stellt. Im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan (KEF) 2009–2012 sind für das Jahr 2010 Fr. 2 454 000 eingestellt.

Dispositiv

Auf Antrag der Gesundheitsdirektion und der Baudirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Sanierung der Zentralsterilisation Nord des Universitäts- spitals wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 6 454 000 bewilligt. Der Be- trag erhöht oder vermindert sich entsprechend der Entwicklung des Zürcher Baukostenindexes.

II. Die Ausgaben gehen zulasten der Investitionsrechnung der Leis- tungsgruppe Nr. 6300, Somatische Akutversorgung und Rehabilitation.

III. Die Baudirektion wird ermächtigt, die entsprechenden Verträge abzuschliessen.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Baudirektion und die Ge- sundheitsdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi