Zürcher Hochschule der Künste, Museum für Gestaltung, Anpassungen Gebäudetechnik, neue Ausgabe
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 5. Februar 2020
112. Zürcher Hochschule der Künste, Museum für Gestaltung,
Erwägungen
Anpassungen Gebäudetechnik (neue Ausgabe)
Ausgangslage Am 10. Dezember 2013 legte der Fachhochschulrat der Zürcher Fach- hochschule für das Museum für Gestaltung Zürich die Ausstellungs- strasse 60 und das Toni-Areal als Standorte fest. Im Gegenzug schloss die Zürcher Hochschule der Künste das Museum Bellerive. Ziel dieser Rochade ist eine räumliche Konzentration der Standorte. Gleichzeitig erlaubt die unmittelbare Nähe von Sammlungen und Ausstellungsflächen im Toni-Areal die Nutzung von Synergien. Die Ausstellungsräume im Toni-Areal werden seit 2013 als Provisorium betrieben. Zur Sicherstel- lung des definitiven Betriebs sind bauliche und bautechnische Anpassun- gen notwendig. Die Bedingungen für die Konservierung des kulturellen Erbes im Bereich «Design» in den Ausstellungsflächen des Toni-Areals entsprechen nicht den weltweit anerkannten Richtlinien des Internatio- nal Council of Museum (ICOM). Die meisten Museen und Privatsamm- ler machen die Erfüllung der ICOM-Richtlinien zur Bedingung für eine Ausleihe. Zur Konservierung der Ausstellungsobjekte in den Ausstel- lungsräumen stehen daher die Schaffung eines stabilen Raumklimas zum Schutze der Ausstellungsobjekte sowie Anpassungen am Sicherheitssys- tem im Zentrum der Bauarbeiten.
Projekt Da in den Ausstellungsräumen «Süd» und «Zentrum» eine grössere Anzahl an Ausstellungsobjekten dem Publikum gezeigt werden, sind Op- timierungen des Raumklimas notwendig. Die erhöhten Grundanforde- rungen an das Raumklima sollen durch die Installation von neuen Anla- gen erreicht werden. Dazu gehören der Umbau der Lüftungsanlage, die Installation einer neuen, zusätzlichen Kältemaschine sowie die Installa- tion von zwei neuen Umluftanlagen. Damit das Raumklima in den beiden Ausstellungsräumen «Süd» und «Zentrum» gehalten wird, ist der Einbau von Schiebetüren und die An- passung von Türabschlüssen geplant. Dadurch wird der Luftaustausch mit dem nicht klimatisierten Eingangsbereich minimiert. Mit dem Ein- bau von Schiebetüren kann gleichzeitig den Vorgaben bezüglich Barriere- freiheit des Museums Rechnung getragen werden. Weiter werden im Rah-
men der baulichen Massnahmen die Fluchtwege mit den benötigten Tür- verschlüssen (Pushbar) sowie mit Zutritts- und Einbruchsmeldeanlagen ausgestattet. In den Ausstellungsräumen ist zudem aufgrund der schlech- ten Raumakustik die Anpassung der Decken mit lärmdämmenden Ele- menten geplant.
Finanzielles Die Kosten für die Anpassungen im Museum für Gestaltung belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag vom 7. November 2019 auf Fr. 2 620 000 und setzen sich wie folgt zusammen: Tabelle 1: Baukostenplan (BKP) BKP-Nr. Arbeitsgattung Kosten in Franken 0 Grundstück 0 1 Vorbereitungsarbeiten 0 2 Gebäude 2 326 000 3 Betriebseinrichtungen 0 4 Umgebung 0 5 Baunebenkosten 56 000 6 Reserve 238 000 9 Ausstattung 0 Total (einschliesslich 7,7% MWSt) 2 620 000 Der Kostenvoranschlag weist eine Genauigkeit von +10% aus (Zür- cher Index der Wohnbaupreise: 1. April 2019, Basis 1939, 1046,3 Punkte). In den Gesamtkosten von Fr. 2 620 000 ist der mit Verfügung der Bil- dungsdirektion vom 13. Dezember 2018 bewilligte Projektierungskredit von Fr. 310 000 enthalten. Die Verfügung ist bezüglich der Ausgabe auf- zuheben. Betreffend der Anpassungen im Museum für Gestaltung besteht eine verhältnismässig grosse Handlungsfreiheit. Die Ausgabe ist daher gemäss § 37 Abs. 1 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung vom 9. Januar 2006 (LS 611) als neue Ausgabe durch den Regierungsrat zu bewilligen. Die Kapitalfolgekosten betragen jährlich Fr. 106 175. Tabelle 2: Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (in Franken) (Bauteilgruppe) in Franken in % Jahre Abschreibung kalk. Zinsen Total Hochbauten Rohbau 1 33 092 1,26 80 414 248 662 Hochbauten Rohbau 2 14 388 0,55 40 360 108 468 Hochbauten Ausbau 578 386 22,08 30 19 280 4 338 23 618 Hochbauten Installationen 1 994 135 76,11 30 66 471 14 956 81 427 Hochbauten Ausstattung 10 Total 2 620 000 100 86 525 19 650 106 175 Es fallen keine personellen und betrieblichen Folgekosten an.
Für das Bauprojekt sind in der Investitionsrechnung der Leistungs- gruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen, im Budget 2020, Fr. 100 000 und im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2020– 2023, Fr. 1 900 000 (2021: Fr. 1 400 000, 2022: Fr. 500 000) eingestellt. Der Restbetrag wird innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen, kompensiert.
Dispositiv
Auf Antrag der Baudirektion und der Bildungsdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Für Anpassungen der Gebäudetechnik im Museum für Gestaltung am Standort Toni-Areal wird eine neue Ausgabe von Fr. 2 620 000 zu- lasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegen- schaften Verwaltungsvermögen, bewilligt.
II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Zürcher Indexes der Wohn- baupreise gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Indexstand April 2019)
III. Der mit Verfügung der Bildungsdirektion vom 13. Dezember 2018 bewilligte Projektierungskredit von Fr. 310 000 wird aufgehoben.
IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Bildungsdirektion und die Baudirektion.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli