RRB Nr. 1182/2015
Lotteriefonds des Kantons Zürich, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 5. Serie
16 da december 2015German39 min
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Lotteriefonds des Kantons Zürich, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 5. Serie
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 16. Dezember 2015
1182. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2015, 5. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewilli- gen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2015 wurden bis anhin Fr. 14 231 400 bewilligt. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staats- beiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 bewilligt wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2015 somit insgesamt noch Fr. 5 568 600 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 5. Serie 2015 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:
1. Jubiläumsprogramm zum 50-jährigen Bestehen des Theaters am Neumarkt Bereich Kultur Gesuchstellende Theater am Neumarkt AG: Die Gesellschaft Organisation verfolgt gemäss Statuten keinen Erwerbszweck und bezweckt den Betrieb des Theaters am Neu- markt als Theater mit modernem Spielplan und szenischen Versuchen. Ausgangslage Das Theater am Neumarkt, das 1966 eröffnet wurde, nimmt mit seinem Programm lokale The- men auf und vermittelt einer breiten Öffentlich- keit den gesellschaftlichen Stellenwert von Thea- ter. 2016 feiert es sein 50-jähriges Bestehen. Projektziel Die Bedeutung von Theater und Kultur im Kan- ton Zürich und in breiten Schichten der Be- völkerung soll mit den geplanten Projekten anlässlich des Jubiläums gestärkt und gefestigt werden. Projektbeschrieb Aus Anlass des 50-jährigen Bestehens 2016 plant das Theater am Neumarkt die Durchführung eines Jubiläumsprogramms zum Thema «Krieg und Frieden» und eines mehrmonatigen künst- lerischen Labors über das Zürcher Theater der
Zukunft. Weiter soll im Austausch mit zwei Schulklassen aus Kanton und Stadt Zürich eine Theaterproduktion erarbeitet und aufgeführt werden. Geplant sind zudem eine umfassende Publikation und eine Jubiläumsfeier. Kosten Fr. 954 000 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 254 000. Die Stadt Zürich hat einen Beitrag von Fr. 300 000 zuge- sichert. Von Stiftungen und Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 100 000 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die vorgesehenen Vorhaben, vor allem die vertiefte und vielfältige Auseinander- setzung mit dem aktuellen Thema «Krieg und Frieden» und die Einbindung von Schülerinnen und Schülern, sind aus kulturpolitischer Sicht zu begrüssen. Bewilligter Beitrag Fr. 300 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass der Fachstelle Kultur fünf Be- legexemplare der Jubiläumsdokumentation zu- gestellt werden.
2. Anschaffung einer Ton-Gesangsanlage und Ersatz der Lichtanlage Bereich Kultur Gesuchstellende Verein zapzarap: Der seit 2000 bestehende Organisation Verein bezweckt die Unterstützung und För- derung des Theater/A-cappella-Ensembles zap- zarap. Er produziert dessen Projekte und orga- nisiert die Tourneen. Ausgangslage Auf Tourneen muss das Ensemble oftmals auf Bühnen spielen, die nicht mit ausreichender technischer Infrastruktur ausgestattet sind. In diesen Fällen muss zapzarap ergänzend oder vollständig die Technik stellen. Projektziel Ermöglichen einer professionellen Tournee durch eine zeitgemässe Infrastruktur
Projektbeschrieb Aus Anlass des 15-jährigen Bestehens plant der Verein, die veraltete Lichtanlage zu ersetzen und mit stromsparenden LED-Scheinwerfern aus- zustatten. Zudem ist die Anschaffung einer neuen Ton-Gesangs-Anlage vorgesehen, wo- durch Mietkosten eingespart werden können. Kosten Fr. 23 729 Gewünschter Beitrag Fr. 18 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5729. Der Rest- betrag muss durch Dritte gedeckt werden. In Anbetracht der Tourneetätigkeit von zapzarap wird ausnahmsweise auf eine Beitragsleistung der Standortgemeinde Uster verzichtet, was je- doch eine Kürzung des gewünschten Beitrags zur Folge hat. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die geplanten Anschaffungen sind sinnvoll und nötig, um einen zweckmässigen Be- trieb zu gewährleisten, der den heutigen Publi- kumserwartungen entspricht. Bewilligter Beitrag Fr. 12 000
3. Renovation und Umbau des Begegnungszentrums Magliaso Bereich Soziales Gesuchstellende Genossenschaft Evangelisches Begegnungszent- Organisation rum für Ferien und Bildung: Die Genossen- schaft besteht seit 1988 und betreibt das 1945 von der «Jungen Kirche» gegründete Begeg- nungszentrum in Magliaso. Dessen Eigentümer ist der Verband der stadtzürcherischen evange- lisch-reformierten Kirchgemeinden. Ausgangslage Die Genossenschaft stellt das Begegnungszent- rum Erwachsenen wie Jugendlichen, Familien wie Gruppen und Behinderten zur Durchfüh- rung von Ferien, Lagern und Arbeitswochen zur Verfügung. Das Haus entspricht nicht mehr den heutigen Bedürfnissen. Es verfügt nur über sehr kleine Zimmer (11 m2) ohne integrierte Sani- tärzellen und ist zudem für Rollstuhlfahrerin- nen und -fahrer ungeeignet. Projektziel Renovation und Umbau zu einem behinderten- gerechten und zeitgemässem Begegnungszent- rum.
Projektbeschrieb Es ist vorgesehen, durch die Zusammenlegung von Räumen und den Einbau von behinderten- gerechten Nasszellen ein zeitgemässes, den heu- tigen Anforderungen entsprechendes Zimmer- angebot im Haus zu schaffen. Im Zuge des Bau- vorhabens sollen auch die Haustechnik und die inneren Oberflächen erneuert werden. Eben- falls vorgesehen ist der Einbau eines Rufsys- tems (Alarmsystem). Kosten Fr. 1 622 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 200 000. Von Stif- tungen und Privaten wurde bisher ein Beitrag von Fr. 411 030 zugesichert. Der Kanton Tessin beteiligt sich (voraussichtlich) mit Fr. 240 000. Der offene Restbetrag muss durch Dritte ge- deckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Üblicherweise leistet der Lotterie- fonds einen Beitrag an ausserkantonale Bau- vorhaben, der höchstens demjenigen des jewei- ligen Standortkantons entspricht. In Anbetracht dessen, dass der Sitz der Genossenschaft in Zü- rich und rund 35% aller Gäste aus dem Kan- ton Zürich stammen, rechtfertigt sich aber ein höherer Beitrag. Bewilligter Beitrag Fr. 500 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass sich der Kanton Tessin mit dem in Aussicht gestellten Beitrag in der Höhe von Fr. 240 000 beteiligt, ansonsten der Beitrag des Lotteriefonds anteilsmässig gekürzt wird.
4. Renovation und Ausbau des Jazzlokals Moods Bereich Kultur Gesuchstellende Jazz Verein Moods: Zweck des Moods ist die Organisation Förderung der Zürcher Jazzszene durch Ein- richten und Betrieb einer Musikbühne in der Stadt Zürich. Ausgangslage Der Jazz Verein Moods und der Jazzclub Moods wurden 1992 gegründet und sind verankerte Grössen in der Kulturlandschaft Schweiz. In den letzten 15 Jahren wurden Tausende von Veran- staltungen durchgeführt. Am gesamten Innen-
ausbau sowie an der vorhandenen Technik wur- den in diesem Zeitraum lediglich Unterhalts- arbeiten durchgeführt. Eine Rundumerneue- rung des Moods, sowohl im Bereich Innenaus- stattung, Bar wie auch Technik, ist dringend nötig. Projektziel Gewährleistung eines zweckmässigen und zeit- gemässen Betriebs, der den Erwartungen der Musikschaffenden und des Publikums ent- spricht. Projektbeschrieb Es sind grössere Investitionen in das Musik- lokal selbst sowie in dessen technische Infra- struktur vorgesehen. Dabei soll das Lokal bau- lich den veränderten Bedürfnissen angepasst werden, indem eine neue Bar eingebaut und auf der Galerie ein Podest für einen besseren Sichtbezug zur Bühne erstellt wird. Im Dach- geschoss soll für die Administration ein Arbeits- raum mit rund einem Dutzend Arbeitsplätzen geschaffen und es soll eine zeitgemässe Audio/ Video-Regie für Konzertaufnahmen installiert werden. Kosten Fr. 2 953 910 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 350 000. Die Stadt Zürich hat einen Beitrag von Fr. 850 000 zuge- sichert. Die Schiffbau Immobilien AG beabsich- tigt, sich mit einen Beitrag von Fr. 500 000 zu beteiligen. Der offene Restbetrag muss durch Dritte gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Das Vorhaben weist einen direkten und breiten Bezug zum Kanton auf. Beim Jazz- club Moods handelt es sich um einen bekann- ten Kulturplatz mit regelmässiger, überregio- naler Medienpräsenz. Das Moods trägt damit zur Ausstrahlung des Kantons Zürich bei. Bewilligter Beitrag Fr. 500 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass im Zuge der Sanierungsarbeiten die Anforderungen des hindernisfreien Bauens so weit wie möglich zu beachten sind.
5. Jubiläumsbeitrag (Investitionen und Festschrift) Mathilde Escher-Stiftung Zürich Bereich Soziales Gesuchstellende Mathilde Escher-Stiftung: Die Stiftung besteht Organisation seit 1865. Sie führt das Mathilde Escher Heim, das bildungsfähigen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit einer Körperbehinderung (insbesondere Muskeldystrophie Typ Duchen- ne) Betreuung, Pflege, Wohnmöglichkeit, Arbeit und individuelle Förderung (Schulung, Berufs- bildung und Beschäftigung) bietet. Ausgangslage Die Stiftung feiert 2015 ihr 150-jähriges Beste- hen. Im Zusammenhang mit dem Jubiläum führt sie elf Teilprojekte mit Gesamtkosten von Fr. 930 000 durch. Dem Lotteriefonds hat sie drei Teilprojekte zur Mitfinanzierung unter- breitet. Projektziel Begehung des Jubiläums durch Umsetzung von mehreren Jubiläumsvorhaben, u. a. der Heraus- gabe einer Festschrift. Projektbeschrieb Die Stiftung wünscht einerseits einen Beitrag zur Sanierung von Schäden an Betonböden (Kos- ten: Fr. 80 000; gewünschter Beitrag: Fr. 80 000), anderseits einen Beitrag für die Neugestaltung eines Gartens (Kosten: Fr. 20 000; gewünschter Beitrag: Fr. 20 000) und als Drittes einen Bei- trag für die Herausgabe einer Festschrift (Kos- ten: Fr. 100 000; gewünschter Beitrag: Fr. 70 000). Die geplante Festschrift soll 56 Seiten umfas- sen und zahlreiche Illustrationen aufweisen. Sie wird verfasst von ausgewiesenen Autorinnen und Autoren. Die Publikation wird nicht nur die Geschichte der Stiftung darstellen, sondern auch Themen wie z. B. die Entwicklung der Stif- tung vor dem Hintergrund der gesellschaftli- chen Entwicklung, namentlich der sich verän- dernden Grundhaltung der Gesellschaft gegen- über behinderten Menschen. Kosten für die drei ausgewählten Fr. 200 000 Teilprojekte Gewünschter Beitrag Fr. 170 000
Finanzierung Für die gesamten Jubiläumsprojekte im Betrag Gesamtvorhaben von Fr. 930 000 setzt die Stiftung eine Eigenleis- tung von Fr. 460 000 ein. Vom Kanton werden Fr. 170 000 gewünscht, von Dritten Fr. 300 000. Würdigung Das Projekt Festschrift entspricht den Richtli- nien des Lotteriefonds. Die Stiftung ist eine tra- ditionsreiche und bedeutende Institution im Bereich der Betreuung körperlich behinderter Kinder, Jugendlicher und Erwachsener. Durch ihre Fokussierung auf Muskeldystrophie ist sie in ihrer Art einmalig. Von der Festschrift kön- nen grundlegende Erkenntnisse zur Entwick- lung des Verhältnisses der Gesellschaft zu be- hinderten Menschen erwartet werden. Die Leistung von Beiträgen für die Sanierung von Böden und für die Neugestaltung des Gar- tens ist hingegen nicht möglich, da die Sicher- heitsdirektion und die Bildungsdirektion zu- gunsten der Stiftung Baubeiträge leisten kön- nen. Für diese Teilprojekte können daher keine Beiträge ausgerichtet werden. Somit ist ein Beitrag von Fr. 70 000 angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 70 000
6. Publikation «Natur und Landschaften von Zürich und Schaffhausen» Bereich Ökologie Gesuchstellende Haupt Verlag AG, Bern: Der Haupt Verlag ist Organisation ein Wissenschaftsverlag und einer der wichti- gen Naturbuchverlage der Schweiz. Ausgangslage Der Kanton Zürich verfügt über ausserordent- lich wertvolle Naturräume wie beispielsweise die Glaziallandschaft des Zürcher Oberlandes, die Albiskette oder die Tafelberge und Ebenen des Zürcher Unterlandes. Der Haupt Verlag plant, diese Landschaften, zusammen mit eini- gen Gebieten des Kantons Schaffhausen, in einer gut lesbaren und attraktiv gestalteten Pub- likation einer breiten Bevölkerung vorzustellen. Projektziel Herausgabe einer bebilderten Publikation, die zur verbesserten Wertschätzung der einheimi- schen Landschaften beiträgt.
Projektbeschrieb Das Buch ist in acht Kapitel gegliedert. In je- dem Kapitel wird eine Landschaft untersucht und werden die geologischen Besonderheiten sowie Flora und Fauna dargestellt. In der rund 210-seitigen Publikation ist der Kanton Zürich mit sieben Kapiteln vertreten. Die vorgesehene Auflage beträgt 2000 Exemplare. Der ange- strebte Verkaufspreis beläuft sich auf Fr. 48. Kosten Fr. 63 500 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf wird ein Erlös von Fr. 21 060 erwartet. Vom Kanton Schaffhausen werden Fr. 15 000 gewünscht. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds und Dritte gedeckt wer- den. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Vorgaben des Lot- teriefonds. Mit dem Buchprojekt soll eine ver- tiefte und gleichzeitig gut lesbare Publikation über die wertvollen Landschaften und Natur- werte in den Kantonen Zürich und Schaffhau- sen entstehen und einer breiten Leserschaft nähergebracht werden. Mit der Publikation kön- nen das Hintergrundwissen zu diesen Bereichen vermehrt und die Wertschätzung der Bevölke- rung erhöht werden. Das Vorhaben entspricht auch einem Bedürfnis: Ein vergleichbares neue- res Werk zur Entstehungsgeschichte der Land- schaften im Kanton Zürich ist derzeit nicht er- hältlich. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Da es sich bei den Landschaften um sen- sible Lebensräume handelt, gilt es, die not- wendige Sorgfalt walten zu lassen. So soll die Leserschaft nicht mitten in sensible Gebiete hinein zu Standorten von seltenen Pflanzen- und Tierarten geführt werden. Wegangaben haben sich deshalb auf gut ausgebaute Wege (Wanderwege) zu beschränken. Zu den Standorten von seltenen Pflanzen- und Tier- arten dürfen keine Detailangaben gemacht werden. – Dem Kanton sind 15 Belegexemplare abzu- geben.
7. «Neues Mühlerama» Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Mühlerama: Die Stiftung wurde 1984 Organisation errichtet. Ihr Zweck besteht heute darin, das Museum Mühlerama in der ehemaligen Mühle Tiefenbrunnen zu betreiben. Ausgangslage Das Museum besteht seit 1986 und vermittelt anhand der funktionstüchtigen Industriemühle aus dem Jahr 1914 das Handwerk der Müllerei sowie Themen rund um Korn, Mehl, Brot und Ernährung. Die bereits 15-jährige Daueraus- stellung wird durch Wechselausstellungen und ein insbesondere für Kinder und Jugendliche zeitgemässes Vermittlungsangebot ergänzt. Das Mühlerama verzeichnet pro Jahr durchschnitt- lich 15 000 Eintritte, wobei Kinder und Jugend- liche rund die Hälfte ausmachen. Von den Grup- penführungen sind zwei Drittel Schulklassen und Kindergeburtstage. Mittlerweile besteht bei der Dauerausstellung Erneuerungsbedarf so- wohl bezüglich der Inhalte wie auch zeit- gemässer Vermittlungsformen. Zudem benö- tigt das Mühlerama für Sonderausstellungen zeitgemässere Räumlichkeiten und muss aus betrieblichen Gründen Verbesserungen vor- nehmen. Projektziel Mit einer umfassenden Erneuerung sollen das Museum attraktiver und der Museumsbetrieb effizienter werden. Projektbeschrieb Kern des «Neuen Mühleramas» bleibt die funk- tionierende Industriemühle. Die erneuerte Aus- stellung wird weiterhin Einblicke in die Ge- schichte der Mühle Tiefenbrunnen und der Müllerei, die Technik sowie den Mahl- und Backprozess geben. Neu soll das Publikum im Rahmen der Dauerausstellung (und nicht nur bei Spezialführungen) handwerklich arbeiten können. In der neuen Ausstellung werden auch neue Themen behandelt wie z. B. globalisierte Welt, Ressourcen und Nachhaltigkeit, Migra- tion, Konsum und Gesundheit. Im räumlichen Bereich werden insbesondere die Eingangs-
räume neu gestaltet und organisiert. Zudem er- hält das Mühlerama neue, praktische Sonder- ausstellungsräume. Durch den Einbau eines Lifts wird das gesamte Museum einfacher be- gehbar, insbesondere für Menschen mit einge- schränkter Bewegungsfreiheit. Kosten Fr. 1 913 566 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Stiftung beträgt Fr. 169 600. Von der Stadt Zürich werden Fr. 250 000 erwartet, von Stiftungen und Spon- soren Fr. 1 144 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Mühlerama stellt eine wert- volle Bereicherung der kantonalen Museums- landschaft dar. Die geplante Erneuerung der Ausstellung wird dazu führen, dass die Thema- tik für die Besuchenden aktiv erfahrbar wird. Die Erneuerung der Dauerausstellung und die vorgesehenen räumlichen Anpassungen sind für die Weiterführung des Betriebes notwen- dig. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Stadt Zürich mit einem Beitrag von Fr. 250 000 am Vorhaben beteiligt, ist eine Beitragsleistung des Kantons in derselben Höhe gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 250 000 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Sollte die Stadt Zürich ihren vorgesehenen Beitrag kürzen, wird auch der Kantonsbei- trag entsprechend verringert. – Bauliche Massnahmen müssen mit der städti- schen Denkmalpflege abgesprochen werden.
8. Alpine Rettung Schweiz: Betriebsbeitrag 2016–2018 Bereich Freizeit und Sicherheit Gesuchstellende Alpine Rettung Schweiz (ARS): Die ARS leis- Organisation tet Boden-Einsätze für in Not geratene und hilfs- bedürftige Menschen im alpinen, voralpinen und schwer zugänglichen Gebiet der Schweiz und im angrenzenden Ausland.
Ausgangslage Gestützt auf einen Beschluss der Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektorin- nen und -direktoren (KKJPD) von 1996, betei- ligen sich alle Kantone (mit Ausnahme der Kan- tone Wallis und Thurgau) mit 4 Rappen pro Ein- wohnerin/Einwohner und Jahr an den Kosten des alpinen Rettungswesens. Die Finanzdirek- tion hat – nach Rücksprache mit der damaligen Direktion für Soziales und Sicherheit – der Stif- tung mit Schreiben vom 21. Oktober 1997 zu- gesichert, vorderhand im Dreijahresrhythmus Beiträge an das Rettungswesen zu leisten. Mit RRB Nrn. 285/1998, 1587/2001, 1445/2004 und 1332/2007 erhielt die ARS je Fr. 150 000, mit RRB Nr. 1835/2010 Fr. 165 000 und mit RRB Nr. 162/2013 Fr. 168 000 für einen Zeitraum von jeweils drei Jahren. Projektziel Bergung von verunfallten oder in Not gerate- nen Menschen in den Berggebieten und Aus- und Weiterbildung der freiwilligen Retterinnen und Retter Projektbeschrieb Ausgehend von der Wohnbevölkerung 2013 des Kantons Zürich und abgestützt auf die Emp- fehlungen der KKJPD vom 21. November 1996, entfallen auf den Kanton Zürich 2016–2018 pro Jahr Kosten von je Fr. 57 000. Gewünschter Beitrag Fr. 171 000 Übrige Finanzierung Die Restfinanzierung erfolgt durch andere Kan- tone, Einnahmen aus Einsätzen, Betriebsbei- träge der Stifter Rega und Schweizer Alpen Club und durch Gönnerbeiträge. Würdigung Die Richtlinien des Lotteriefonds erlauben in der Regel keine wiederkehrenden bzw. Be- triebsbeiträge. Zugunsten der ARS wird jedoch gestützt auf den Beschluss der KKJPD eine Ausnahme gemacht. Die Rettungsaktivitäten der ARS kommen Sportlerinnen und Sportlern sowie den weiteren in voralpinem und schwer zugänglichem Gebiet Verunfallten zugute. Da- zu gehören auch Personen aus dem Kanton. Die alpinen Sportarten Wandern und Berg- wandern sowie Skifahren und Snowboarden
gehören zu den beliebtesten Sportarten der Zür- cher Wohnbevölkerung. Da es sich nicht um eine eigentliche Sportförderung handelt, kann der Beitrag nicht vom Kantonalen Sportamt geleistet werden. Bewilligter Beitrag Fr. 171 000
9. Neueinrichtung (Umzug) Marie Meierhofer Institut Bereich Soziales/Bildung Gesuchstellende Verein Marie Meierhofer Institut (MMI) für das Organisation Kind: Der seit 1957 bestehende Verein bemüht sich um die Förderung der gesunden Entwick- lung des Kindes in körperlicher, geistiger und charakterlicher Hinsicht und um die Verhütung von Entwicklungsschäden bei Kindern. Der Verein betreibt das gleichnamige Institut. Ausgangslage Das MMI ist in einer städtischen Liegenschaft eingemietet. Die angestammten Räumlichkei- ten wurden mit den Jahren immer knapper. Nun plant das Institut, in den neu entstehenden Kulturpark umzuziehen. Damit wird das MMI Teil eines interdisziplinären Netzwerks, das sich mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunk- ten für die nachhaltige Entwicklung von Kin- dern engagiert. Projektziel Umzug in neue, zweckmässige Räumlichkeiten sowie Ausbau und Einrichtung neuer Räum- lichkeiten für das Institut. Projektbeschrieb Die beiden Bürogebäude «Forum Z» der ge- meinnützigen Hamasil Stiftung an der Pfingst- weidstrasse 16 in Zürich werden im Rohbau ge- mietet und davon ein Viertel ausgebaut an die Pflegekinder-Aktion untervermietet. Die vom MMI selbst genutzten Räumlichkeiten werden ebenfalls ausgebaut, wobei folgende Raum- einteilung geplant ist: ein einfacher Eingangs- bereich mit Empfang, ein Besprechungsraum für die Arbeit mit Familien oder für Sitzungen mit bis zu sechs Personen, zwei kleinere Räume für Besprechungen und Gruppenarbeiten, drei Büros mit Türen, eine offene und drei halb- offene Büroflachen, Bibliothekswände, eine ein- fache Garderobe und eine Teeküche pro Ein-
gang, ein Kopier- und Materialraum, ein Server- und IT-Raum. Die Möblierung erfolgt weitge- hend mit den bisherigen Möbeln. Kosten Fr. 511 000 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Übrige Finanzierung Von der Stadt Zürich werden Fr. 50 000 und von Stiftungen Fr. 100 000 erwartet. Aus einem För- derbeitrag stammen weitere Fr. 100 000. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt ist zweckmässig. Der Ausbau ent- spricht den wachsenden Anforderungen des MMI. Allerdings ist die Rohbaumiete im Ver- gleich zur ortsüblichen Miete für ausgebaute Bü- roräume hoch. Da zudem ein Teil der Projekt- kosten (Aufwendungen für laufende Mieten von Fr. 41 500 oder für den Umzug von Fr. 25 000) nicht vom Lotteriefonds gedeckt werden kann, und um eine Überfinanzierung zu verhindern, ist am gewünschten Betrag ein Abzug vorzu- nehmen. Bewilligter Beitrag Fr. 194 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass beim Ausbau der Räumlich- keiten die Anforderungen des hindernisfreien Bauens beachtet werden.
10. Jubiläumsbeitrag, Investitionen in die Infrastruktur des Zürcher Theater Spektakels Bereich Kultur Gesuchstellende Gönnerverein Zürcher Theater Spektakel: Der Organisation seit 1991 bestehende Verein bezweckt die Er- haltung und finanzielle Unterstützung des Zür- cher Theater Spektakels. Ausgangslage Das 1980 als internationales Treffen freier Thea- ter gegründete Zürcher Theater Spektakel hat sich inzwischen zu einem kulturellen Grossan- lass bzw. zu einem der wichtigsten europäi- schen Festivals für zeitgenössische Formen der darstellenden Künste entwickelt. Jeden Som- mer werden während zwei bis drei Wochen täg- lich mehrere Produktionen in unterschiedlich grossen Zelten und Räumen auf der Landiwiese und an weiteren Spielorten gezeigt.
Projektziel Aus Anlass seines 25-jährigen Jubiläums will der Gesuchsteller dem Theater die Durchfüh- rung verschiedener Infrastrukturprojekte er- möglichen. Projektbeschrieb Der Gönnerverein plant zwischen Januar und August 2016 insgesamt vier Projekte für insge- samt Fr. 958 000: – Neu- bzw. Ersatzbauten (Fr. 798 500): Die bei- den Eingangsbereiche Nord und Süd sowie das «Haus am See» entsprechen nicht mehr den sicherheitstechnischen/statischen Anfor- derungen und sollen erneuert und verbessert werden. – Signaletik und Publikumswege (Fr. 75 000): Das stetige Wachsen des Anlasses in den letz- ten 35 Jahren bringt auch einen Anpassungs- bedarf bei den Informationsständen und Orientierungstafeln mit sich. – Datenbank basierte Kommunikation (Fr. 65 000): Vorgesehen ist eine neue, aktuali- sierte Datenbank mit zentraler Datenver- waltung. – Ersatz Bühnentextilien (Fr. 19 500): Die teil- weise stark in die Jahre gekommenen Büh- nentextilien sollen durch schwer entflamm- bare Bühnenvorhänge ersetzt werden; ergän- zend sind auch Behälter zur Lagerung der Stoffe vorgesehen. Kosten Fr. 958 000 Gewünschter Beitrag Fr. 450 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5000. Von der Stadt Zürich sind Fr. 200 000 zugesichert. Von Spon- soren und Stiftungen werden Fr. 303 000 erwar- tet. Der offene Restbetrag soll über den Lotte- riefonds gedeckt werden. Würdigung Die geplanten Infrastrukturvorhaben sind sinn- voll und notwendig, um einen zeitgemässen und publikumsgerechten Betrieb des Theater Spek- takels zu gewährleisten. Die Bauvorhaben sind zudem aus sicherheitstechnischen Gründen un- abdingbar und dringend, zumal die erwähnten Bauten den heutigen Statik-Anforderungen nicht genügen und deren Einsatz von den zu-
ständigen Instanzen nicht mehr genehmigt wurde. Allerdings leistet die Standortgemeinde lediglich einen Beitrag von Fr. 200 000 an das Projekt. Da die Stadt aber jährlich beträchtli- che Betriebsbeiträge leistet, erscheint ein Bei- trag von Fr. 400 000 aus dem Lotteriefonds als angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 400 000
11. Pilotprojekt «Professionelle Hilfe zur Selbsthilfe im Kanton Zürich» Bereich Soziales Gesuchstellende Stiftung Pro offene Türen der Schweiz: Die 1973 Organisation gegründete Stiftung bezweckt den Aufbau, die Förderung und Unterstützung der in der Schweiz befindlichen oder zu gründenden Ins- titutionen «Offene Türen». Ausgangslage Im Kanton Zürich bestehen drei Kontaktstel- len für Selbsthilfegruppen: in Winterthur, Uster und Zürich. Diese Fachstellen unterstützen Selbsthilfegruppen mit Vermittlung, Beratung, Vernetzung und Öffentlichkeitsarbeit und er- reichen in ihrem Einzugsgebiet 75% der Be- völkerung des Kantons Zürich. Projektziel Sicherstellung der Versorgung des bis heute nicht im Einzugsgebiet eines Selbsthilfezent- rums wohnenden Viertels der Zürcher Bevöl- kerung. Projektbeschrieb Die Bezirke Horgen, Affoltern, Dietikon, Diels- dorf und Bülach werden bislang nicht durch Kontaktstellen betreut. Das Kantonale Sozial- amt hat diese Lücke erkannt und eine Studie zur «Versorgung mit Kontaktstellen für Selbst- hilfegruppen im Kanton Zürich» in Auftrag ge- geben. Wie im Schlussbericht der Studie vorge- schlagen, ist das Selbsthilfecenter der Stiftung Pro Offene Türen Zürich bereit, die Zuständig- keit für diese Regionen zu übernehmen. Dazu bedarf es einer institutionalisierten Infrastruk- tur, Personal, das entsprechende Angebote ver- mittelt und vernetzt, Öffentlichkeitsarbeit durchführt, Selbsthilfegruppen aufbaut, bera- ten und begleiten kann. Zu diesem Zweck ist eine Anschubfinanzierung vorgesehen.
Kosten Fr. 575 343 Gewünschter Beitrag Fr. 441 663 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 11 450, die Standortgemeinde leistet Fr. 30 000, der Bund Fr. 85 680 und von Stiftungen und Privaten wer- den Fr. 15 000 erwartet. Der fehlende Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Angesichts der Bedeutung der Selbsthilfe als Grundprinzip der Sozialhilfe im Kanton Zürich, der gemeinnützigen Wirkung sowie der Entlas- tung der öffentlichen Hand ist eine Unterstüt- zung sinnvoll und entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Da mit dem vollen beantragten Beitrag aber eine Überfinanzierung entstehen würde, ist ein gekürzter Beitrag von Fr. 430 000 zuzusprechen. Bewilligter Beitrag Fr. 430 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass die Projektleitung die Sicher- heitsdirektion mindestens einmal jährlich über den Stand der Umsetzung umfassend orientiert.
12. Digitale Langzeitarchivierung Bereich Kultur/Bildung Gesuchstellende Stiftung Schweizer Tanzarchiv: Die Stiftung mit Organisation Sitz in Münsingen BE bezweckt, wichtige Do- kumente der Tanzgeschichte und Aktualität zu sammeln, zu erfassen, langfristig zu erhalten und sie interessierten Kreisen – vorab Lehre und Forschung – zeitgemäss zugänglich zu machen. Ausgangslage Das Schweizer Tanzarchiv ist das nationale Kompetenzzentrum für die Erhaltung des im- materiellen Kulturerbes Tanz mit zwei Ge- schäftsstellen in Zürich und Lausanne. Seine Bestände sind öffentlich und kostenlos zugäng- lich. Vorrangig genutzt werden sie in Lehre und Forschung. Das Archiv steht aber auch für jour- nalistische und künstlerische Zwecke zur Ver- fügung. Projektziel Anschaffung eines Speichersystems für die digi- tale Langzeitarchivierung.
Projektbeschrieb Mit der geplanten Anschaffung eines Speicher- systems für die digitale Langzeitarchivierung soll das Archivgut nach internationalen Stan- dards gelagert werden können. Die Verwaltung, die Lagerung sowie der Zugang zu den Be- ständen sollen erweitert und professionalisiert werden. Kosten Fr. 2 000 000 Gewünschter Beitrag Fr. 430 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 20 000. Die Stand- ortgemeinde Zürich steuert Fr. 50 000, die Stadt Lausanne Fr. 50 000, der Kanton Waadt Fr. 30 000 an das Projekt bei. Von den anderen Kantonen werden insgesamt Fr. 70 000 und vom Bund Fr. 1 350 000 erwartet. Der fehlende Rest- betrag soll über den Lotteriefonds gedeckt wer- den. Würdigung In Anbetracht des digitalen Wandels ist ein leis- tungsfähiges und zeitgemässes Speichersystem zur Erhaltung der wertvollen Tanzaufnahmen nötig. Die Kosten sind belegt, nachvollziehbar und realistisch. Die zu schützenden Zeitdoku- mente sind von grosser Bedeutung für die Wei- terentwicklung der Zürcher Tanzszene, die in- nerhalb der Deutschschweiz eine einzigartige und herausragende Stellung einnimmt. Aller- dings ist die Beteiligung der Kantone, in denen keine Geschäftsstelle besteht, eher knapp aus- gefallen. Aus diesem Grund rechtfertig sich eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag um Fr. 30 000. Bewilligter Beitrag Fr. 400 000 Auflage Der Beitrag wird erst ausbezahlt, wenn der Nachweis vorliegt, dass die Finanzierung des Projektes gesichert ist.
13. Umbau des Theaters Sternenkeller Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Sternenkeller, Rüti: Der 1998 gegrün- Organisation dete Verein bezweckt die Erweiterung und För- derung der kulturellen Tätigkeit in der Region, insbesondere durch das Angebot eines Kultur- programmes im Sternenkeller.
Ausgangslage Das Kleintheater Sternenkeller befindet sich in einem 72 m2 grossen, ehemaligen Weinkeller in Rüti. Jährlich organisiert der Verein 50 bis 60 Kleinkunst-Veranstaltungen für gesamthaft rund 2300 Besucherinnen und Besucher aus der Region Zürcher Oberland. Projektziel Vergrösserung des Publikumraumes und der Attraktivität durch Auslagerung der Bar aus dem Theaterraum und teilweise Erneuerung der Licht- und Tonanlage Projektbeschrieb Der enge Raum des Theaters Sternenkeller um- fasst neben Bühne und Zuschauerbereich auch die Eingangszone und eine kleine Bar. Da der sich nebenan befindende, rund 25 m2 grosse Raum nicht mehr für den Öltank benötigt wird, ist geplant, dort ein Foyer mit Bar und ein Ge- tränkelager einzubauen. Als Folge dieser bei- den «Auslagerungen» bzw. der dafür vorgesehe- nen Ab- und Durchbrüche kann ein zweiter Ausgang aus dem Zuschauerraum erstellt wer- den. Damit wird auch die heutige Begrenzung auf höchstens 50 Plätze hinfällig und mittels Ver- grösserung der Tribüne sollen bis zu 100 Per- sonen die Vorstellungen dieser regional be- liebten Kleinkunstbühne besuchen können. Ergänzend zum geplanten Ausbau sind zu- dem haustechnische Massnahmen vorzuneh- men (Anpassungen bei Abluftleitungen und Elektroinstallationen) und die Bühnentechnik (insbesondere Licht und Ton) an heutige Stan- dards anzupassen. Kosten Fr. 230 000 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 25 000, die Stand- ortgemeinde leistet Fr. 30 000, Stiftungen und Private Fr. 25 000. Der fehlende Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Durch den geplanten Umbau kann der Zuschauerraum vergrössert werden, sodass künftig bis zu 100 statt wie bisher nur 50 Per- sonen die Veranstaltungen besuchen können.
Die zusätzlichen Raumzonen und die zweck- mässigen technischen Massnahmen tragen zur Optimierung des Theaterbetriebs bei und ver- bessern zudem die Attraktivität dieses kultu- rellen Treffpunkts. Die veranschlagten Kosten sind nachvollziehbar und realistisch. Bewilligter Beitrag Fr. 150 000
14. Projekt Wiesel & Co. am Zimmerberg Bereich Ökologie Gesuchstellende Verein Naturschutz Wädenswil (und sieben wei- Organisation tere lokale Naturschutzvereine aus der Region Zimmerberg): Die beteiligten Naturschutzver- eine fördern den Natur- und Vogelschutz in den Gemeinden der Region. Zu diesem Zweck engagieren sie sich für Erhalt und Schaffung von Lebensräumen für wildlebende Tiere, be- teiligen sich an der Errichtung und Pflege von kommunalen Naturschutzgebieten und fördern durch Exkursionen und Vorträge Naturschutz- bestrebungen. Ausgangslage Mauswiesel, Hermelin und Iltis – typische Wild- mausjäger – sind im Schweizer Mittelland im Rückgang begriffen. Um diesen Trend zu kor- rigieren, müssen ihre Lebensräume und deren Vernetzungskorridore aufgewertet werden. Der vorhandene Lebensraum dieser Tiere ist durch die intensive Landwirtschaft geprägt. Die Trä- gerschaft von Wiesel & Co am Zimmerberg (WiCoZ) hat in enger Zusammenarbeit mit Ver- tretungen der Landwirtschaft (u. a. dem Strick- hof), der Jagd, des Forstes und der interessier- ten Bevölkerung ein Förderkonzept entwickelt, um die Hermelin-, Mauswiesel- und Iltispopu- lation in der Region Zimmerberg zu stärken. Projektziel Für die Arten Hermelin, Mauswiesel und Iltis soll in der Region Zimmerberg neuer Lebens- raum geschaffen werden. Projektbeschrieb Das Vorhaben ist auf den Zeitraum Oktober 2015 bis Juni 2020 ausgelegt. Das Projekt um- fasst unterschiedliche Massnahmen, die in erster Linie von Landwirtinnen und Landwirten und interessierten Freiwilligen umgesetzt werden
sollen (das Anlegen von Kleinraubtier-gerech- ten Asthaufen, Gebüschgruppen, Deckungs- strukturen an Strassenrändern, die Revitalisie- rung von Fliessgewässern sowie das Belassen von Feldscheuen als Winterquartiere). Das Pro- jekt schafft Anreize für die Umsetzung solcher Massnahmen. Eine Erfolgskontrolle soll die Wir- kung der Massnahmen aufzeigen. Zusätzlich ist geplant, durch Öffentlichkeitsarbeit, Pflegeein- sätze und Umweltbildungsangebote zum Ver- ständnis von Natur- und Umweltthemen beizu- tragen. Ebenfalls sollen Forschungsarbeiten im Rahmen dieses Projektes durchgeführt werden. Kosten Fr. 400 650 Gewünschter Beitrag Fr. 220 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 23 130. Von den Standortgemeinden werden Fr. 65 000 erwar- tet. Stiftungen und Sponsoren sowie die Teil- nehmenden von Umweltbildungsangeboten leisten Fr. 138 400. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist dank grosser Vorberei- tungsarbeiten breit abgestützt und gut geplant. Von den Gemeinden dürfte ein etwas grösse- rer Beitrag erwartet werden. Zudem würde sich bei voller Beitragszusprechung eine Über- finanzierung von Fr. 45 880 ergeben. Eine Kür- zung des Kantonsbeitrages auf Fr. 150 000 ist daher angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Massnahmen, die überkommunale Natur- schutzgebiete betreffen, sind mit der Fach- stelle Naturschutz vorgängig abzusprechen. – Massnahmen, bei denen Eingriffe in den Wald erfolgen sollen, müssen frühzeitig mit dem Forstdienst und dem Kreisförster abgespro- chen werden.
15. Sanierung von zwei historischen Motorbooten Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Stiftung historische Zürichsee Boote (HZB). Organisation Die 2008 gegründete Stiftung bezweckt die Pflege des Kulturgutes Oldtimerboot in der Re- gion Zürichsee. Ausgangslage Es ist der HZB gelungen, das historische Mo- torboot «Hecht» zu erwerben, das 1911 auf der Werft von Emil Leemann (1889 bis 1993) in Pfäf- fikon erbaut worden und bis 2003 als Fahrgast- schiff auf dem Pfäffikersee im Einsatz war. Das Schiff ist gegenwärtig eingelagert. Um wieder fahrtüchtig zu werden, muss das Boot umfas- send saniert werden. Das Motorboot «Annie», praktisch zur gleichen Zeit (1912) wie der «Hecht» von Leemann erbaut, wurde als Pri- vatboot für Schloss Buonas am Zugersee ge- baut und ist gut erhalten. Es steht in Berlin zum Verkauf. Projektziel Sanierung bzw. Kauf der beiden Zürcher Mo- torboote «Hecht» und «Annie», die der Öffent- lichkeit auf dem Pfäffiker- und dem Zürichsee wieder zur Verfügung stehen sollen. Projektbeschrieb Im Rahmen eines Vorprojektes hat die HZB bei den zuständigen Ämtern abgeklärt, ob die Wiederaufnahme eines Motorbootbetriebes mit dem «Hecht» auf dem Pfäffikersee möglich wäre. Einer entsprechenden Immatrikulation des Bootes steht nichts entgegen. Die Stiftung beabsichtigt, den «Hecht» fachgerecht zu sanie- ren (Kosten einschliesslich Einbau Elektromo- tor: Fr. 158 510) und im Liniendienst auf dem Pfäffikersee einzusetzen. Zudem soll der «Hecht» mit einer Dampfmaschine ausgerüstet werden (rund Fr. 70000). Als Alternative könnte das ursprünglich mit einem Benzinmotor aus- gestattete Schiff mit einem Elektromotor be- trieben werden. Die gut erhaltene «Annie» soll zum Preis von Fr. 100 000 erworben, in die Schweiz überführt und danach der Öffentlichkeit auf dem Zürich- see für Ausfahrten zur Verfügung gestellt wer- den.
Kosten Fr. 330 000 Gewünschter Beitrag Fr. 220 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 10 000. Von den Standortgemeinden werden Fr. 35 000 erwartet, von Stiftungen und Sponsoren Fr. 65 000. Der Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die beiden Schiffe sind wertvolle, mobile Zeugen des Zürcher Schiffbaus aus dem frühen 20. Jahrhundert und zeugen von hoher ästhetischer, handwerklicher und materialtech- nischer Qualität. Allerdings wurde das Schiff «Hecht» nie mit einem Dampfmotor betrieben, weshalb die Übernahme der Kosten der Ent- wicklung eines solchen nicht gerechtfertigt ist. Der angefragte Betrag ist daher um Fr. 70 000 zu kürzen. Bewilligter Beitrag Fr. 150 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Restaurierungsmassnahmen haben in enger Absprache mit der kantonalen Denk- malpflege zu erfolgen.
16. Erwerb einer Waffensammlung für das Kriminalmuseum der Kantonspolizei Bereich Sicherheit Gesuchstellende Kantonspolizei Zürich: Die Kantonspolizei ist Organisation Kriminal-, Sicherheits- und Verkehrspolizei für den ganzen Kanton. Sie betreibt in der Polizei- kaserne ein Kriminalmuseum. Ausgangslage 1987 erhielt die Kantonspolizei Zürich von einem ehemaligen Korpsangehörigen eine be- deutende, 178-teilige Waffensammlung als Leih- gabe. Der Grossteil der Sammlung wird seit 1988 im Kriminalmuseum in der Polizeikaserne Zürich gezeigt. Die Sammlung umfasst einer- seits seltene Exemplare und Unikate, anderseits Waffenserien, welche die Entwicklung von Ver- suchswaffen bis zu serienreifen Waffen aufzei- gen. Die Eigentümerin der Sammlung ist nun
an die Kantonspolizei herangetreten mit dem Angebot, die Leihgabe zu günstigen Konditio- nen abzugeben. Andernfalls würde die Leih- gabe zurückgezogen und verkauft. Projektziel Erwerb einer seit 1987 im Kriminalmuseum als Leihgabe ausgestellten Waffensammlung Projektbeschrieb Die Sammlung ist für den Kanton Zürich von Bedeutung. Die meisten der gezeigten Waffen sind auch Ordonnanzwaffen der Armee und waren damit bis zur Abschaffung der kantona- len Militärhoheit Waffen der zürcherischen Truppen. Im 19. und zumindest in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurden Polizisten (im Kanton Zürich die Angehörigen des Land- jägerkorps) weitgehend mit den gleichen Waf- fen ausgerüstet wie das Militär. Von Fachleuten wird die Sammlung als thematisch homogen und von überdurchschnittlicher Qualität be- zeichnet. Es ist davon auszugehen, dass sie auf dem freien Markt zu einem wesentlich höhe- ren Preis verkauft werden könnte. Kosten Fr. 130 000 Gewünschter Beitrag Fr. 130 000 Übrige Finanzierung Es ist nicht zu erwarten, dass sich Stiftungen oder Private an der Finanzierung dieses kan- tonsnahen Vorhabens beteiligen würden. Folg- lich sind die Kosten ausschliesslich über den Lotteriefonds zu decken. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Waffensammlung hat einen hohen historischen und waffentechnischen Wert. Zahlreiche der ausgestellten Waffen standen auch bei der Kantonspolizei im Einsatz und repräsentieren ein Stück Zürcher Polizeige- schichte. Die Sammlung sollte in ihrer Gesamt- heit erhalten werden. Durch ihre Präsentation im Kriminalmuseum steht sie der interessier- ten Öffentlichkeit zur Verfügung. Bewilligter Beitrag Fr. 130 000
17. Restaurierung des 82-jährigen Motorschiffes «Heimat» Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee (SGG): Organisation Die Genossenschaft mit Sitz in Maur hat rund 1650 Genossenschafterinnen und Genossen- schafter und betreibt die konzessionierte Pas- sagierschifffahrt auf dem Greifensee mit den drei Motorschiffen «Stadt Uster», «David Herr- liberger» und «Heimat». Sie stellt zudem den Schiffführer für das von einer Stiftung betrie- bene Dampfschiff «Greif». Ausgangslage Die «Stadt Uster» und die «David Herrliber- ger» mussten in den letzten Jahren überholt wer- den, ansonsten ein Entzug der Konzession ge- droht hätte. Für diese Arbeiten leisteten die Seegemeinden insgesamt rund Fr. 170 000. Nun bedarf die «Heimat» dringend der Restaurie- rung. Projektziel Renovierung der «Heimat» zwecks Erhalts des historisch wertvollen Schiffes und zur Sicherung der mittel- bis langfristigen Fahrtauglichkeit auf der öffentlichen ZVV-Fahrstrecke Maur–Nie- deruster. Projektbeschrieb Zur Restaurierung gehören insbesondere die Planung, Auswasserung, gründliche Restaurie- rung, Wasserung und Ergänzung mit Radarein- richtung entsprechend neuen Anforderungen. Kosten Fr. 537 000 Gewünschter Beitrag Fr. 487 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 50 000. Die Stadt Uster und die Gemeinde Maur leisten einen Beitrag von insgesamt Fr. 40 000. Von der Präsi- dentenkonferenz der Gemeinden des Bezirkes Uster wird ein Beitrag von Fr. 10 000 erwartet. Der Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Auf dem Greifensee verkehren mit dem 120- jährigen Dampfschiff «Greif», dem ältesten die- ser Gattung in der Schweiz, und dem Motor- schiff «Heimat» von 1933 zwei bedeutende Ver- treter der schweizerischen Schifffahrts- und Technikgeschichte. Die beiden innerhalb von
knapp 40 Jahren entstandenen öffentlichen Ver- kehrsmittel widerspiegeln exemplarisch die Entwicklung im Schiffbau jener Jahrzehnte und sind aus heutiger Sicht für den Kanton Zürich wertvolle mobile Kulturgüter. Die 82- jährige «Heimat» gehört zur ersten Generation der Dieselmotorschiffe und wurde in Uetikon a. S. erstellt. Sowohl die genietete Schiffsschale als auch die Aufbauten sind im Originalzustand erhalten. Dem technisch und verkehrsgeschicht- lich wichtigen Zeugen kommt aus denkmalpfle- gerischer Sicht überkommunale Bedeutung zu. Die Kosten der Renovierung sind dem histori- schen und kulturellen Wert des Schiffes ge- schuldet und können nicht gemäss § 25 PVG finanziert werden; lediglich der ordentliche Un- terhalt wird der SGG mit dem Leistungsent- gelt für die Verbundkursfahrten abgegolten. Es ist daher zu begrüssen und entspricht den Richt- linien des Lotteriefonds, dass das Motorschiff dank dem Beitrag nach der Restaurierung wie- der der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen wird. Da bei voller Zusprechung des gewünsch- ten Beitrages eine Überfinanzierung vorliegen würde, ist der Beitrag entsprechend zu kürzen. Bewilligter Beitrag Fr. 430 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Revisionsarbeiten dürfen die Pflichten der SGG aus der Eidgenössischen Personen- förderungskonzession (Konzession Nr. 5817), die Pflichten gemäss Personenbeförderungs- gesetz (PBG; SR 745.1) und die vertraglich vereinbarten Leistungen mit dem Zürcher Verkehrsverbund ZVV nicht beeinträchtigen. – Die Restaurierungsmassnahmen haben in Absprache mit der kantonalen Denkmal- pflege zu erfolgen.
18. Pilotprojekt Future Kids Bereich Bildung Gesuchstellende Bildungsdirektion, Volksschulamt (VSA): Das Organisation VSA ist das für die kantonale Verwaltung des Volksschulbereichs zuständige Amt der Bil- dungsdirektion. Ausgangslage 20% der Schulabgängerinnen und -abgänger der Volksschule im Kanton erreichen die Min- destanforderungen nicht, um einen reibungs- losen Übertritt in die Berufsbildung oder in weiterführende Schulen der Sekundarstufe II zu erreichen. Die PISA-Studie 2009 zeigt, dass die schulische Leistung und Integration von Kindern stark an die soziale Herkunft gekop- pelt ist. Für den Schulerfolg der Kinder ist ent- scheidend, inwieweit ihr familiäres Umfeld in der Lage ist, sie vor und während der Schulzeit beim Lernen zu fördern. Eine wirksame schul- ergänzende Fördermassnahme für Primarschü- lerinnen und Primarschüler aus benachteiligten Familien ist das von der Stadtzürcher Fachor- ganisation im Migrations- und Integrationsbe- reich «Asyl-Organisation Zürich» (AOZ) ent- wickelte Mentoringmodell Future Kids. Es um- fasst die Zuteilung einer Studentin oder eines Studenten für die Schülerin oder den Schüler aus der Risikogruppe. So erhalten die Kinder bei sich zu Hause einmal pro Woche während ein bis zwei Stunden kompetente Unterstüt- zung beim Lernen durch eine Mentorin oder einen Mentor (Hausaufgabenhilfen). Im vor- gesehenen Projekt ist die AOZ Kooperations- partnerin des VSA. Die AOZ erfüllt Aufgaben im Sozial-, Bildungs- und Integrationsbereich. Projektziel Mit dem vorliegenden Pilotprojekt soll die mittelfristige Einführung des Modells Future Kids in die Regelstrukturen und damit ver- bunden die Sicherung der zukünftigen Finan- zierung vorbereitet werden.
Projektbeschrieb VSA und AOZ klären gemeinsam, ob und wie das Konzept von Future Kids allgemein der Volksschule des Kantons Zürich zugänglich ge- macht werden kann. Dazu werden geeignete Organisations- und Zusammenarbeitsformen gesucht und Finanzierungsmodelle entwickelt. Kosten Pilotprojekt 2015–2016 Fr. 992 408 Gewünschter Betrag Fr. 123 400 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 260 000. Die Stand- ortgemeinden haben Fr. 100 000 zugesichert. Von Sponsoren und anderen Schulen wurden Fr. 236 000 zugesichert. Vom Lotteriefonds wird der Anteil 2015 gewünscht. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Das Potenzial des von der AOZ ent- wickelten Ansatzes für die Unterstützung von benachteiligten Schülerinnen und Schülern wird als hoch eingeschätzt. Der im Projekt vorgese- hene Ausbau dieses Angebotes wird deshalb als sinnvoll und notwendig erachtet. Da gestützt auf die Vorlage 5125 ab 1. Januar 2016 jährlich höchstens 6 Mio. Franken aus dem Lotterie- fonds an die Bildungsdirektion für Projekte im Bildungsbereich und der Kinder- und Jugend- hilfe übertragen werden, übernimmt der Lotte- riefonds nur die auf 2015 entfallenden Projekt- kosten. Diese betragen gemäss Finanzierungs- plan Fr. 123 400. Bewilligter Betrag Fr. 123 400
19. Herausgabe eines GSK-Führers Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Staatskanzlei des Kantons Zürich Organisation Ausgangslage Die Schweizerische Gesellschaft für Kunstge- schichte (GSK) erforscht die schweizerischen Kunstdenkmäler und veröffentlicht jedes Jahr 15–20 broschürenartige Kunstführer. Diese Pub- likationen präsentieren Städte, Ortschaften und Objekte wie z. B. Industriebauten, Grandhotels, Schlösser und Burgen. Mittlerweile umfasst die Publikationsreihe über 900 Nummern. Die GSK beabsichtigt, in Zusammenarbeit mit dem Kan-
ton einen Kunstführer zum «Haus zum Rech- berg» am Hirschengraben in Zürich herauszu- geben. Das Stadtpalais, das seit 1899 im Eigen- tum des Kantons und eine der bedeutendsten Rokoko-Bauten in Zürich ist, wurde in den letz- ten Jahren samt Nebengebäude und öffentlich zugänglicher Gartenanlage einer umfassenden Sanierung unterzogen. Projektziel Herausgabe eines GSK-Führers über die Lie- genschaft «Haus zum Rechberg» Projektbeschrieb Die 2014 abgeschlossene Renovierung ist An- lass, das Palais in einem Kunstführer der GSK zu würdigen. Der Führer wird von zwei Mitar- beitern der Kantonalen Denkmalpflege verfasst. Er soll in Deutsch, Französisch und Englisch er- scheinen mit einem Umfang von jeweils 52 Sei- ten und reichlich Bildmaterial. Die geplante Auf- lage beträgt 5500 Exemplare in Deutsch und je 1500 Exemplare in Französisch und Englisch. Kosten Fr. 75 680 Gewünschter Beitrag Fr. 75 680 Finanzierung Die Kosten müssen vollumfänglich durch den Kanton getragen werden. Von Sponsoren kön- nen kaum Beiträge für eine Publikation über dieses kantonseigene Gebäude erwartet werden. Somit ist es angebracht, die gesamten Kosten vom Lotteriefonds zu übernehmen. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Für das «Haus zum Rechberg» be- steht ein ausgewiesenes öffentliches Interesse. Die Publikation ermöglicht es der Staatskanz- lei und den Parlamentsdiensten des Kantons- rates, interessierten Personen eine qualitativ hochwertige und aktuelle Informationsschrift abzugeben. Bewilligter Beitrag Fr. 75 680
20. Teilnahme des Kantons als Ehrengast am Marché-Concours national de chevaux in Saingnelégier Bereich Feste Gesuchstellende Staatskanzlei des Kantons Zürich Organisation Ausgangslage Der nationale Pferdemarkt ist ein farbenfro- hes Fest, an dem die Freiberger Pferderasse im Mittelpunkt steht. Der Anlass findet jährlich am zweiten Augustwochenende statt und zählt jeweils rund 50 000 Besucherinnen und Besu- cher. Die Hauptelemente des Marché-Concours sind die Pferdeschauen, ein volkstümlicher Umzug und Pferderennen. 2016 findet der Mar- ché-Concours zum 113. Mal statt. Seit 1990 be- steht die Tradition, einen Gastkanton oder eine Gastregion einzuladen. Der Kanton Zürich be- teiligte sich bisher dreimal (1992, 1997 und 2003) am Concours, davon ein einziges Mal 1992 als Gastkanton. Mit Schreiben vom 21. März 2014 nahm der Regierungsrat eine Einladung des Organisationskomitees zum Auftritt als Ehren- gast am Marché-Concours 2016 an. Der Anlass dauert vom Freitag, 12. August 2016, bis und mit Sonntag, 14. August 2016. Projektziel Stärkung des Bekanntheitsgrads sowie der Image- und Beziehungspflege zur Westschweiz Projektbeschrieb Vom Ehrengast werden jeweils folgende Pro- grammpunkte bestritten: Betrieb der Allée Mar- chande (Gastkantonszelt zur Präsentation des Kantons mit typischen Produkten und 30-minü- tigen kulturellen Darbietungen), Pferdevorfüh- rungen, Ansprache des Regierungspräsiden- ten, Teilnahme am folkloristischen Festumzug, Bankett. Die Staatskanzlei leitet eine vorbe- reitende Arbeitsgruppe. Für die Durchführung eines eindrücklichen Auftrittes wird sie bei der Konzeption und Organisation durch eine pro- fessionelle Zürcher Veranstaltungsfirma sowie Pferde- und Festumzugs-Sachverständige unter- stützt. Neben den entsandten Mitgliedern des Regierungsrates ist der Gastkanton am Sonn- tag mit einer angemessenen Delegation ver-
treten. U. a. werden dazu eingeladen das Präsi- dium des Kantonsrates, die Zürcher Ständerats- mitglieder, Zürcher Vertretung im Präsidium des Nationalrates und der Präsident des Zür- cher Gemeindepräsidentenverbandes. Vorgese- hen sind auch ein Auftritt der Reitermusik Elgg sowie der Einsatz von Minipferden. Kosten Fr. 504 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Staatskanzlei leistet einen Beitrag von Fr. 4000. Arbeits- und Präsenzzeiten der Mit- arbeitenden des Kantons werden nicht zulasten des Projekts entschädigt. Der offene Betrag von Fr. 500 000 soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Wie die Auftritte 2015 an der LUGA in Luzern und am Sechseläuten in Zü- rich soll auch der Auftritt als Gastkanton am Marché-Concours 2016 in Saignelégier dazu bei- tragen, den Kanton Zürich und seine Vorzüge dem Zielpublikum näher zu bringen. Bewilligter Beitrag Fr. 500 000
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken
1. Theater am Neumarkt AG 300 000 Beitrag an das Jubiläumsprogramm zum 50-jährigen Bestehen des Theaters am Neumarkt
2. Verein Zapzarap 12 000 Beitrag an die Anschaffung einer Ton-/Gesangsanlage und den Ersatz der Lichtanlage
3. Genossenschaft Evangelisches Zentrum für Ferien und Bildung 500 000 Beitrag an Renovation und Umbau des Begegnungszentrums Magliaso
4. Jazz Verein Moods 500 000 Beitrag an Renovation und Ausbau des Jazzlokals Moods
in Franken
5. Mathilde Escher Stiftung 70 000 Jubiläumsbeitrag an Festschrift zum 150-jährigen Bestehen der Stiftung
6. Haupt Verlag AG 20 000 Beitrag an Publikation «Natur und Landschaften von Zürich und Schaffhausen»
7. Stiftung Mühlerama 250 000 Beitrag an bauliche Massnahmen sowie an die Erneuerung der Dauerausstellung
8. Alpine Rettung Schweiz 171 000 Dreijahresbeitrag 2016–2018
9. Marie Meierhofer-Institut für das Kind 194 000 Beitrag an die Neueinrichtung nach Umzug des Instituts
10. Gönnerverein Zürcher Theaterspektakel 400 000 Jubiläumsbeitrag an Investitionen in die Infrastruktur des Zürcher Theater Spektakels
11. Stiftung Pro offene Türen der Schweiz 430 000 Beitrag an den Aufbau der Selbsthilfe-Versorgung in den Bezirken Horgen, Affoltern, Dietikon, Dielsdorf und Bülach
12. Stiftung Schweizer Tanzarchiv 400 000 Beitrag an den Aufbau einer digitalen Langzeitarchivierung
13. Verein Sternenkeller 150 000 Beitrag an den Umbau des Theaters Sternenkeller
14. Verein Naturschutz Wädenswil 150 000 Beitrag an Massnahmen zur Förderung der Hermelin-, Mauswiesel- und Iltispopulation in der Region Zimmerberg
15. Stiftung Historische Zürichsee Boote 150 000 Beitrag an die Sanierung von zwei historischen Motorbooten
16. Kantonspolizei Zürich 130 000 Beitrag an den Erwerb einer Waffensammlung für das Kriminal- museum der Kantonspolizei
17. Schifffahrts-Genossenschaft Greifensee 430 000 Beitrag an die Restaurierung des Motorschiffes «Heimat»
18. Bildungsdirektion, Volksschulamt 123 400 Starthilfebeitrag an das Pilotprojekt Future Kids
19. Staatskanzlei 75 680 Beitrag an die Herausgabe eines GSK-Führers über die Liegenschaft «Haus zum Rechberg»
20. Staatskanzlei, Marché-Concours 500 000 Beitrag an Auftritt des Kantons Zürich Total 4 956 080
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi