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Decision

RRB Nr. 1189/2016

Lotteriefonds, Inlandhilfe 2016

7 da december 2016German24 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 7. Dezember 2016

1189. Lotteriefonds des Kantons Zürich; Inlandhilfe 2016

Erwägungen

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung Zweck der Inlandhilfe (IH) ist es mitzuhelfen, die Lebensgrundlage der Bergbevölkerung zu sichern. Dies erfolgt durch die gezielte Unterstüt- zung von ausgewählten Projekten in finanzschwachen Gebieten der Kan- tone Graubünden, Tessin, Uri und Wallis. Insbesondere unterstützt der Kanton dabei – Präventionsmassnahmen, um dadurch mögliche Schadensereignisse zu verhindern oder mindestens zu verringern, – Massnahmen zum Beheben von Unwetterschäden sowie – regional wichtige Natur- und Umweltschutzprojekte sowie bedeutende Kultur- und Alpwirtschaftsvorhaben.

1.2 Allgemeines Der Kanton arbeitet für die IH mit folgenden Hauptpartnern zusam- men: – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB) und – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz (SL). Diese Organisationen unterbreiten dem Kanton jeweils vor der eigent- lichen Gesuchseingabe mehrere Projekte, aus denen in Absprache mit dem Lotteriefonds eine Auswahl für die Gesuchseingabe getroffen wird. Andere Organisationen reichen dem Kanton einzelfallweise IH-Ge- suche ein. Dazu zählen Organisationen, die Arbeitseinsätze (Arbeitswo- chen) im Berggebiet durchführen (Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz, Stif- tung Bergwaldprojekt).

1.3 Vorlage 4856: Rahmenkredit Mit Beschluss vom 6. Juli 2015 bewilligte der Kantonsrat einen Rah- menkredit von insgesamt 24 Mio. Franken für die Entwicklungszusam- menarbeit (EZA) und die IH 2015 bis 2017 bzw. von 8 Mio. Franken pro Jahr (Vorlage 5167). Der Regierungsrat ist nicht an eine hälftige Auftei- lung der Gelder zwischen IH und EZA gebunden. Vielmehr kann er die Gelder bedarfsgerecht zusprechen.

1.4 Vergabekriterien Mit Beschluss vom 23. November 2011 legte der Regierungsrat geän- derte Vergabekriterien (Richtlinien) für die EZA und die IH fest. Diese wurden erstmals für den Rahmenkredit 2011–2014 (Vorlage 4856, KRB vom 9. Juli 2012) angewandt und im Rahmenkredit 2015–2017 (abgese- hen von geringfügigen redaktionellen Änderungen) inhaltlich unverän- dert übernommen.

2. Gesuchseingabe 2016

2.1 Allgemeines Die SPB, die SL und die Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz (SUS) haben dem Kanton insgesamt 18 (2015: 19) Projekte in der Gesamtsumme von Fr. 5 688 300 (2015: Fr. 4 285 400) eingereicht. Die Gesuchdossiers gingen zur Prüfung an die jeweils fachlich zuständigen Direktionen: Sämtliche Eingaben gingen an die Baudirektion, drei Gesuche an die Volkswirt- schaftsdirektion und ein Gesuch an die Bildungsdirektion. Deren Beur- teilungen waren ausschlaggebend für die Berücksichtigung der Projekte bzw. für das Festlegen der jeweiligen Beitragshöhe. Ein Gesuch wurde keiner Fachdirektion zugestellt, da zum Vornherein feststand, dass eine Beitragsleistung unmöglich ist.

2.2 Abgelehnte und zurückgestellte Gesuche Von den insgesamt 18 Eingaben wurden 8 Gesuche abgelehnt bzw. im Antrag nicht berücksichtigt. Bei zweien dieser Gesuche besteht die Mög- lichkeit, dass sie nach einer Überarbeitung dem Kanton im kommenden Jahr erneut zur Prüfung vorgelegt werden können.

2.2.1 Abgelehnte Gesuche Gesuchstellende Organisation, Begründung der Ablehnung Projektbezeichnung SPB: Bau eines Schutzdamms gegen Dem Vorhaben kommt zweite Priorität zu. Steinschlag, Saas-Balen Aufgrund der nur begrenzt verfügbaren Mittel wird das Projekt nicht berücksichtigt. SPB: Sanierung Unwetterschäden Der Standortkanton beteiligt sich nur mit Scuol 2015 einem Beitrag von weniger als Fr. 100 000 am Vorhaben. Somit ist ein Beitrag des Kan- tons Zürich von mindestens Fr. 100 000 nicht möglich. SPB: Sanierung/Modernisierung Das Projekt weist eine überwiegend touristi- Tell-Museum, Bürglen sche Ausrichtung auf. Vorhaben mit vorwie- gend touristischem Charakter werden nicht mitfinanziert.

Gesuchstellende Organisation, Begründung der Ablehnung Projektbezeichnung SL: Unterhalt Trockenmauern an der Der Standortkanton beteiligt sich nicht am historischen Duscherstrasse in Domleschg Vorhaben. Folglich ist auch kein Beitrag aus dem Lotteriefonds möglich. SL: Ökologische Aufwertung der Terrassen- Der Standortkanton beteiligt sich nur mit landschaft von Mergoscia einem Beitrag von weniger als Fr. 100 000 am Vorhaben. Somit ist ein Beitrag des Kan- tons Zürich von mindestens Fr. 100 000 nicht möglich. SL: World Nature Forum, Informations- Das Projekt weist zwar auch eine Bildungs- und Besucherzentrum des UNESCO- komponente auf, hat insgesamt jedoch eine Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch überwiegend touristische Ausrichtung. Vorha- ben mit vorwiegend touristischem Charakter werden nicht mitfinanziert.

2.2.2 Zurückgestellte Gesuche Gesuchstellende Organisation, Begründung der Zurückstellung Projektbezeichnung SPB: Safiental, Gesamtmelioration Es bestehen offene Fragen zur Projektausfüh- Grün-Neukirch rung, die vor einer vertieften Prüfung des Projektes durch die SPB zu beantworten sind SL: Aufwertung Kulturlandschaft Monti Einige der geplanten Massnahmen sind nicht di Rima, Lavizzara zwingend erforderlich. Das Projekt kann überarbeitet und auf die Elemente ausgelegt werden, die für den Erhalt der Kulturland- schaft wichtig sind.

3. Ausgewählte Einzelprojekte Es werden nur Projekte berücksichtigt, die von den zuständigen Fach- direktionen zur Mitfinanzierung empfohlen sind. In mehreren Fällen wer- den die nachgesuchten Beträge gekürzt. Die dadurch entstehenden zu- sätzlichen Fehlbeträge haben die gesuchstellenden Organisationen ent- weder durch (zusätzliche) Eigenleistungen bzw. Spendengelder, durch eine zeitliche Staffelung der Projekte oder durch eine Verringerung des Projektes aufzufangen. Zudem ist die Auszahlung in mehreren Fällen – wie das bei Fondsbeiträgen gängige Praxis ist – an die Erfüllung von Auf- lagen geknüpft. Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält die notwendigen Kurzinformationen zum jeweiligen Projekt. Angegeben sind dabei auch die Projektbegleitkosten (PBK), welche die jeweiligen Organisationen vom Kanton wünschen.

3.1 Projekte der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden (SPB) (Projekte Nrn. 1–4) Anzahl Gesamtsumme in Franken Geprüfte Projekte 8 2 591 800 Berücksichtigte Projekte 4 1 387 000

1) Gesamtmelioration, Folgeetappen in der Fraktion Schnaus Region/Kanton Ilanz, GR Verantwortlich Gemeinde Ilanz Glion für das Projekt Projektziel Nachhaltige Nutzung und Pflege der Kulturland- schaft, indem die Betriebsgrundlagen für die alpine Landwirtschaft verbessert werden (Sen- kung der Betriebskosten und Stärkung der Wett- bewerbsfähigkeit) Projektbeschrieb Die Fraktion Schnaus ist stark von der Land- wirtschaft abhängig. Ohne langfristige Siche- rung der Landwirtschaft ist das Überleben der Fraktion gefährdet. In der Vergangenheit wur- den die Betriebsstrukturen vor allem mit ein- zelbetrieblichen Massnahmen verbessert. In- folge der ungenügenden Erschliessung und Bo- denordnung kann der vorhandene Maschinen- park aber nicht bestmöglich eingesetzt werden und es bleiben hohe Fixkosten, welche die Be- wirtschaftung kostenintensiv machen. Mit einer Gesamtmelioration sollen diese Defizite be- seitigt werden. In einem Gebiet von rund 100 ha sollen der Parzellierungsgrad verbessert, die Pacht- und Eigentumsverhältnisse vereinfacht und die Lücken im Erschliessungsnetz durch den Bau eines 4,8 km langen Güterstrassennet- zes geschlossen werden. Neben der landwirt- schaftlichen Erschliessung dient das neue Weg- netz auch der Waldbewirtschaftung und der Freizeitnutzung durch Wanderer und Biker. An der Güterzusammenlegung sind 57 Grundeigen- tümerinnen und Grundeigentümer beteiligt. Die landwirtschaftlichen Nutzflächen von 50 ha wer- den von neun Betrieben bewirtschaftet.

Begünstigte Alpin-Landwirtschaftsbetriebe Schnaus Kosten Fr. 3 580 300 Finanzierung Bund Fr. 1 268 500 Standortkanton/-region Fr. 1 328 000 Dritte Fr. 269 880 Restfinanzierung Der offene Restbetrag von Fr. 713 920 soll über Dritte und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die 100 ha Acker, Wies- und Wei- deland weisen heute 224 Parzellen auf. Eine Verringerung ist notwendig. Die vorhandenen Wege werden möglichst weiterverwendet und nur punktuell verlegt. In noch nicht erschlosse- nen Gebieten werden neue Strassen angelegt. Dadurch entsteht eine zweckmässige Erschlies- sung. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Der bewilligte Beitrag wird erst ausbezahlt, wenn die SPB dem Lotterie- fonds eine Vereinbarung mit den betroffenen Landwirtschaftsbetrieben bezüglich «Zweckent- fremdungsverbot, Unterhalt- und Bewirtschaf- tungspflicht sowie Rückerstattungspflicht» vor- legt. Das Amt für Landschaft und Natur hat diese Vereinbarung zu prüfen. 2) Ausbau Waldweg Munt Region/Kanton Gemeinde Trun, GR Verantwortlich Gemeinde Trun für das Projekt Projektziel Sichere Erschliessung der Schutzwaldungen und Wiederherstellung der Funktions- und Ge- brauchstauglichkeit aller Schutzobjekte Projektbeschrieb Die vorhandene Erschliessung wurde in den 1950er-Jahren im Zusammenhang mit der La- winenverbauung Munt erstellt. Die Erschlies- sung der Waldungen im Gebiet Munt (Länge 4,9 km) soll saniert und den heutigen techni- schen Anforderungen angepasst werden (Aus-

baubreite 3 m, Kurvenverbreiterung, Tragfähig- keit 28 t). Sie dient der Schutzwaldbewirtschaf- tung, dem Unterhalt der Lawinenverbauungen und der Landwirtschaft. Im vorliegenden Pro- jekt ist keine Veränderung der Linienführung vorgesehen. Die Arbeiten beschränkten sich hauptsächlich auf den bestehenden Oberbau. Wenn erforderlich, werden vorhandene Kunst- bauten saniert oder ersetzt. Hinzu kommen Instandstellungsarbeiten bei den Entwässerun- gen. Begünstigte Einwohnerinnen und Einwohner, Verkehrsteil- nehmer Kosten Fr. 7 418 300 Finanzierung Bund Fr. 1 632 026 Standortkanton/-region Fr. 4 080 065 Dritte Fr. 1 706 209 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 1 706 209 sol- len über Dritte und den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000 Beurteilung Der Wald hat eine direkte Schutzfunktion für das bewohnte Gebiet. Der heutige Zustand der Erschliessung erfordert eine Sanierung bzw. einen Ausbau, damit einerseits der Schutzwald auch weiterhin seine Funktionen nachhaltig er- füllen kann und anderseits der Unterhalt der Lawinenverbauungen sowie die Fahrsicherheit gewährleistet sind. Die Waldstrasse Munt liegt in einer topografisch äusserst anspruchsvollen Lage, was zahlreiche Kunstbauten bedingt und zu hohen Kosten pro Laufmeter führt. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000

3) Beseitigung von Schäden, Wiederherstellung Alp de Lagh Region/Kanton Verdabbio, GR Verantwortlich Gemeinde Verdabbio für das Projekt Projektziel Wiederaufwertung der Landwirtschaft im Val Cama Projektbeschrieb Im Val Cama wurde im Jahr 2000 ein Projekt mit dem Ziel gestartet, die Alpwirtschaft zu för- dern, die Landschaft wiederaufzuwerten, ein Waldreservat zu schaffen, die traditionellen Bau- ten instand zu stellen und einen sanften Touris- mus zu fördern. Bis anhin wurden 2 Mio. Fran- ken in das Projekt investiert. Im Juli hat ein Fels- sturz Teile der Alpinfrastruktur im Val Cama zerstört. Vorgesehen ist nun die Wiederinstand- stellung der Alp, damit die Alpwirtschaft wei- ter geführt werden kann. Begünstigte Kulturlandschaft, Alpwirtschaft Val Cama, Tou- ristinnen und Touristen (sanfter Tourismus) Kosten Fr. 523 300 Finanzierung Bund Fr. – Standortkanton/-region Fr. 171 471 Dritte Fr. 36 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 315 829 sollen über Dritte und den Kanton Zürich gedeckt wer- den. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 137 800 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Ohne einen funktionierenden Alpbetrieb können die Kulturlandschaften im Val Cama langfristig nicht erhalten werden. Ein Ausbleiben des Wiederaufbaus würde sich auch negativ auf die bereits getätigten hohen Investitionen auswirken. Die Alpwirtschaft trägt nicht nur zur Erhaltung von Kultur und Tradition bei, sondern wirkt sich durch Eindämmung der Verbuschung, Si- cherung der Lebensraum- und Artenvielfalt und die Förderung von gefährdeten Rassen auch

positiv auf Natur und Umwelt aus. Das neue Alpgebäude wird an einem neuen Standort in einem Restrisikogebiet erstellt (das alte Ge- bäude stand in einer Gefahrenzone). Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 137 000 4) Bau einer Forststrasse Region/Kanton Gemeinde Serravalle, Patriziato di Ludiano, TI Verantwortlich Gemeinde Serravalle für das Projekt Projektziel Bau einer Forststrasse zur Bewirtschaftung und Pflege des Schutzwaldes Projektbeschrieb Der Wald westlich der Dörfer Ludiano und Corzonesi in der Gemeinde Serravalle ist ein wichtiger Schutzwald. Wegen einer fehlenden Erschliessung wurde der Wald in den letzten Jahrzehnten wenig bewirtschaftet und ist gröss- tenteils überaltert. Mit einer neuen Erschlies- sungsstrasse könnte die dringend nötige Pflege und Verjüngung des 290 ha grossen Schutzwal- des gewährleistet werden. Zudem würde mit dem Bau der Strasse die Zufahrt auf zwei Alpen verbessert. Insgesamt sollen über 3,8 km Wald- strassen mit einer Breite von 3,2 m neu gebaut werden. Dort, wo die Steigung 8% nicht über- steigt, werden Naturstrassen erstellt, die steile- ren Abschnitte werden asphaltiert. Die Strassen- abschnitte, die zu den Alpen führen, betragen insgesamt 453 m und werden auf eine Breite von 2,5 m. ausgebaut. Begünstigte Einwohnerinnen, Einwohner, Verkehrsteilneh- mende Kosten Fr. 6 023 300 Finanzierung Bund Fr. 2 385 400 Standortkanton/-region Fr. 400 000 Dritte Fr. 1 825 500 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 1 412 400 sol- len über Dritte und den Kanton Zürich ge- deckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 6% PBK Fr. 500 000

Beurteilung Die geplante Waldstrasse kommt in ein Gebiet mit schwierigen geologischen und hydrologi- schen Verhältnissen (Rutschungen) und einer topografisch anspruchsvollen Lage zu liegen. Dies erfordert unter anderem Kunstbauten (Stützmauern, Wildbachüberquerungen, Wen- deplatten), was hohe Kosten pro Laufmeter rechtfertigt. Die Projektverfasser versuchten je- doch, die Kunstbauten auf einem tiefen Niveau zu halten und nur dort zu erstellen, wo das steile Gelände und der geologische Untergrund es zwingend erfordern. Damit der Schutzwald seine Funktion in den nächsten Jahrzehnten erfüllen kann, sind eine effiziente Waldnutzung und damit verbunden der Neubau der Strasse Voraussetzung. Soweit einschätzbar, ist das Kosten-/Nutzen-Verhältnis gut vertretbar. Zu den Nutzniessern des Pro- jektes zählen auch Eigentümerinnen und Ei- gentümer von Ferienhäuschen. Man zieht in Erwägung, von ihnen einen Gesamtbeitrag von Fr. 180 000 zu verlangen. Dieser Anteil ist mit 3% an den Gesamtkosten zu tief. Der Lotterie- fondsbeitrag darf nur einer forst- und alpwirt- schaftlichen Zielsetzung zugutekommen. Aus diesem Grund ist eine Kürzung am nachge- suchten Beitrag auf Fr. 250 000 gerechtfertigt. Beitrag des Kantons einschliesslich 6% PBK Fr. 250 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Der Beitrag wird erst aus- bezahlt, wenn sich die Rustici-Besitzerinnen und -Besitzer am Vorhaben mit insgesamt mindes- tens 5% der Baukosten beteiligen.

3.2 Projekt der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz SL (Projekte Nrn. 5–9) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 9 2 569 500 Berücksichtigte Projekte 5 1 251 000

5) Restauration der Alpe Porcaresc, Vergeletto Region/Kanton Vergeletto, TI Verantwortlich Gemeinde Vergeletto für das Projekt Projektziel Langfristige Sicherung der Alpwirtschaft (ohne Intensivierung oder Mehrbestossung) Projektbeschrieb Die Alpe Porcaresc liegt zuhinterst im Valle Ver- geletto in der Umgebungszone des zukünftigen Nationalparks Locarnese. Sie umfasst das Be- triebsgebäude für die Käserei, zwei Ställe und vier weitere einfache Gebäude. Bestossen wird die Alp seit 2003 regelmässig mit Milchkühen, Ziegen, Schweinen, einem Stier und einem Maul- tier. Die Alp kommt auch heute noch einer be- scheidenen Käseproduktion nach. Das Projekt sieht Verbesserungen an der bestehenden In- frastruktur und den Gebäuden vor (u. a. Sanie- rung der Käserei und des Unterkunftsgebäudes für die Älplerinnen und Älpler und das Perso- nal), aber auch am Zugang zur Alp und zu den Weiden. Durch den Bau einer Materialseilbahn soll zudem der Abtransport des Käses erleich- tert werden. Begünstigte Kulturlandschaft, einheimische Bevölkerung, Wanderinnen und Wanderer Kosten Fr. 1 493 150 Finanzierung Eigenleistung Fr. 131 000 Bund Fr. 188 100 Standortkanton/-region Fr. 579 150 Andere Fr. 420 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 174 900 sollen durch den Kanton Zürich übernommen werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 1% PBK Fr. 174 900

Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die vorgesehenen Massnahmen dienen der Zukunftssicherung der Alpwirtschaft, sie führen zu keiner Intensivierung. Gleichzei- tig passt die sanfte Reaktivierung der Alp gut ins Konzept für die Kandidatur «Nationalpark Locarnese». Die Beweidung in der Umgebungs- zone des Nationalparks ist erwünscht. Mit dem Projekt bleibt eine der letzten traditionellen Alpwirtschaften im Onsernonetal erhalten. Das Projekt ist sorgfältig ausgearbeitet und realis- tisch geplant. Die geplante Erschliessungspiste zur Materialseilbahn kann verkürzt werden. Da- durch lassen sich die Kosten senken. Deshalb ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag ge- rechtfertigt. Beitrag des Kantons einschliesslich 1% PBK Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Das Erschliessungsprojekt ist zu überarbeiten. Die Kosten sind durch das zuständige kantonale Amt des Kantons Tessin zu überprüfen. Die SL hat beim Kanton Tessin einen entsprechenden Bericht zu verlangen. Das Amt für Landschaft und Natur hat den Bericht zu prüfen. Ist es damit einverstanden, kann der bewilligte Betrag ausbezahlt werden. 6) Aufwertung der Kulturlandschaft im Valle Santa Petronilla Region/Kanton Bleniotal, TI Verantwortlich Gemeinde Biasca für das Projekt Projektziel Pflege und Aufwertung der Kulturlandschaft Projektbeschrieb Als einziges Seitental des Valle Riviera wird das Valle Santa Petronilla noch alpwirtschaftlich mit Schafen, Ziegen und Grossvieh genutzt. Da- durch blieben ein abwechslungsreiches Land- schaftsbild und ein ökologisch wertvolles Le- bensraummosaik erhalten. Die Entwicklungen in der Region (Park Adula, Via Alpina usw.) haben bewirkt, dass auch die landschaftlichen und kulturellen Werte im Valle Santa Petronilla

gepflegt und aufgewertet werden sollen. Die geplanten Massnahmen umfassen die Instand- stellung gemäss traditioneller Bauweise von his- torischen Gebäuden (verschiedene Alpgebäu- de, Keller, Trockenhäuschen, Brunnen, Unter- stände), Trockenmauern und Wegen bzw. trep- penartigen Wegen. Durch Entbuschung sollen alpwirtschaftlich genutzte Flächen (Lärchen- wald, Alpweiden) aufgewertet und durch die Anlage von Kleinstrukturen Bergfasane und Kleintiere gefördert werden. Durch Informa- tionstafeln, Signalisation, eine Broschüre und kleine Ausstellungen in einzelnen Kellern zum Thema Transhumanz sollen Besucherinnen und Besucher auf die kulturellen und landschaftli- chen Werte des Raumes aufmerksam gemacht werden. Die Instandstellung eines Alpgebäu- des als einfache Unterkunftsmöglichkeit ist zwar Teil des Gesamtprojektes, jedoch nicht in die Projekteingabe beim Lotteriefonds miteinbe- zogen. Begünstigte Kulturlandschaft, einheimische Bevölkerung, Wanderinnen und Wanderer Kosten Fr. 1 169 300 Finanzierung Eigenleistung Fr. 290 150 Standortkanton/-region Fr. 432 150 Andere Fr. 168 000 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 279 000 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 2% PBK Fr. 279 000 Beurteilung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Es ist sorgfältig ausgearbeitet. Das Valle Santa Petronilla soll eine Art Einstieg ab Biasca für den geplanten Parc Adula bilden. Die vorgesehenen Einzelmassnahmen sind notwen- dig und die Kosten nachvollziehbar. Beitrag des Kantons einschliesslich 2% PBK Fr. 279 000

7) Integrale Landschaftsaufwertung im Alto und Medio Malcantone Region/Kanton Malcantone, TI Verantwortlich Gemeinden Aranno, Bedigliora, Miglieglia, No- für das Projekt vaggio, Sessa, Alto Malcantone Projektziel Integrale ökologische Vernetzung der bestehen- den Natur- und Landschaftsstrukturen Projektbeschrieb Das vorliegende Vernetzungsvorhaben zur Auf- wertung der Landschaft entstand aufgrund ver- schiedener im Alto und Medio Malcantone be- reits durchgeführter Projekte. Im Alto und Me- dio Malcantone entstand auf der Grundlage ver- schiedener Projekte ein Vernetzungsprojekt zur Aufwertung der Landschaft. Das Vorhaben be- steht aus zwei ineinandergreifenden Teilpro- jekten, der Vernetzung der Ökoflächen im Me- dio Malcantone und Massnahmen der ökolo- gischen Vernetzung im Alto Malcantone sowie darüber hinausgehenden Aufwertungen. Die Massnahmen umfassen Weidsäuberungen und Entbuschungen, die Schaffung von ökologisch wertvollen Waldrändern, Hecken und kleinen Waldungen sowie die Pflanzung von Hoch- stammbäumen. Zusätzlich geplant sind die Res- taurierung eines alten Milchkellers und die Sa- nierung von Trockenmauern. Mit dem Einrich- ten eines kleinen Infopunktes, eines Panorama- weges und der Herstellung von didaktischem Material sollen diese Werte Einheimischen und Besucherinnen und Besuchern nähergebracht werden. Begünstigte Landwirtinnen und Landwirte, Bevölkerung, Touristinnen und Touristen Kosten Fr. 1 629 817 Finanzierung Eigenleistung Fr. 555 707 Standortkanton/-region Fr. 473 571 Dritte Fr. 178 400 Restfinanzierung Die offenen Kosten von Fr. 422 139 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 2% PBK Fr. 422 000

Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt ist sorgfältig ausge- arbeitet, die Kostenberechnungen sind realis- tisch. Das Projekt ergänzt bereits durchgeführ- te Vorhaben, ohne dass Doppelspurigkeiten oder Doppelfinanzierungen entstehen. Die Massnah- men sind gut mit der bestehenden landwirt- schaftlichen Nutzung koordiniert. So ist sicher- gestellt, dass die motivierten Betriebsleitenden die Flächen längerfristig im Sinne des Projek- tes pflegen. Dem Vorhaben kommt kantonale Bedeutung zu. Beitrag des Kantons einschliesslich 2% PBK Fr. 422 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Das Projektmanagement hat sicherzustellen, dass auch bei einer späte- ren Anpassung der Vernetzungsprojekte oder der Landschaftsqualitätsbeiträge keine Doppel- finanzierungen vorgenommen werden können. Eine entsprechende Zusicherung ist dem Lot- teriefonds vor Auszahlung des bewilligten Be- trages vorzulegen. 8) Landschaftsaufwertung auf dem Monte Greco Region/Kanton Bleniotal, TI Verantwortlich Gemeinde Serravalle für das Projekt Projektziel Aufwertung der ländlichen Landschaft sowie der Kultur- und Naturwerte des Raumes Projektbeschrieb Oberhalb des Dorfes Malvaglia liegen drei Wei- ler (Muncréch, Piüghei und Prasinéi) auf Höhen zwischen 786 m und 1156 m. Dieses Ensemble von Weilern, Wald, historischen Wegen und im- mer noch alpwirtschaftlich genutzten Wiesen und Weiden weist landschaftliche, ökologische und kulturelle Werte auf. Die Fondazione Monte Greco engagiert sich mit Aufwertungsarbeiten an Gebäuden und Wegen seit mehr als zehn Jahren. Die Hauptarbeiten des vorliegenden Projektes bestehen aus der In- standstellung von Gebäuden, Wegen, Treppen und Trockenmauern gemäss traditioneller Bau- weise und aus der Aufwertung von landwirt-

schaftlichen Flächen durch Instandstellung der Hangterrassierungen und Auflichtungs- und Entbuschungsarbeiten. Begünstigte Kulturlandschaft, Talbewohnerinnen und -be- wohner, Gäste (auch Menschen mit körperli- cher Behinderung) Kosten Fr. 778 100 Finanzierung Eigenleistung Fr. 311 000 Standortkanton/-region Fr. 182 350 Dritte Fr. 30 000 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 254 750 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 3% PBK Fr. 254 750 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt ist sorgfältig ausge- arbeitet. Der Weiler Monte Greco ist für Autos nicht erschlossen und dadurch ursprünglich er- halten. Lage und Grösse der Weiler sind einzig- artig. Die geplanten Eingriffe sind sinnvoll. Bei den Landschafts-Aufwertemassnahmen können die Prioritäten noch eindeutiger gesetzt werden. Beitrag des Kantons einschliesslich 9% PBK Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die anstehenden Arbeiten müssen priorisiert werden. Dem Lotteriefonds ist eine entspre- chende Liste zuzustellen. – Im Rahmen des Projektes werden auch Stein- dächer von Häusern privater Eigentümerin- nen und Eigentümer mitfinanziert. Der Bei- trag des Lotteriefonds kann erst ausbezahlt werden, wenn dem Lotteriefonds eine schrift- liche Verpflichtung der Stiftung Landschafts- schutz Schweiz vorliegt, dass der Beitrag des Lotteriefonds in keinem Fall zur Sanierung von Dächern von Privathäusern erfolgt.

9) Aufwertung Alpwirtschaft und Moorlandschaft Urnerboden Region/Kanton Urnerboden, UR Verantwortlich Gemeinde Spirigen für das Projekt Projektziel Qualitativer Erhalt der Kulturlandschaft mit landschaftlicher und ökologischer Aufwertung der vorhandenen Werte Projektbeschrieb Der Urnerboden stellt mit rund 1000 gesömmer- ten Tieren und der traditionellen Bewirtschaf- tung durch rund 50 Älplerinnen und Älpler die grösste Alp der Schweiz dar. Ein wesentlicher Teil der Alp besteht aus einer Moorlandschaft, der nationale Bedeutung zukommt. Die Moor- flächen, Trockenwiesen und -weiden, Bäche, Quellfluren, Gehölze und Wälder formen ein ökologisch wertvolles Mosaik von verschiede- nen Lebensräumen. Die Qualitäten dieser Kul- turlandschaft sind gefährdet durch Unternut- zung, Verbuschung und Vergandung. Das vor- gesehene Aufwertungsprojekt umfasst Massnah- men zur Wiederherstellung halboffener Wald- weiden, zur Entbuschung und Offenhaltung von eingewachsenen Weideflächen, die Aufwertung von Feuchtgebieten (Flachmoore und Amphi- bientümpel), die Reaktivierung ehemaliger Wildheuflächen und den Unterhalt kulturland- schaftlicher Elemente (Trockenmauern und Zäune). Zur Förderung eines sanften Touris- mus soll ein Alp- und Moorlandschaftspfad er- richtet werden. Begünstigte Einheimische (Bewohnerinnen und Bewohner und Alpbewirtschaftende), Gäste Kosten Fr. 734 400 Finanzierung Bund Fr. 168 480 Standortkanton/-region Fr. 282 960 Restfinanzierung Die offenen Restkosten von Fr. 282 960 sollen über den Kanton Zürich gedeckt werden. Gewünschter Beitrag einschliesslich 4% PBK Fr. 282 900 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das auf dem Urnerboden vor- handene Landschaftsmosaik mit seinen klein- räumigen Strukturen, auch entstanden durch die traditionellen Bewirtschaftungsformen, ist

in seiner Ausprägung einzigartig. Unternutzung, Verbuschung und Vergandung haben jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Die geplanten Massnahmen zur Erhaltung, Aufwertung und Erweiterung der ökologischen, landschaftlichen und kulturellen Qualitäten wurden durch Konzeptstudien evaluiert und priorisiert. Sie sind von den Älplerinnen und Älplern akzep- tiert und vor Ort umsetzbar. Die Massnahmen sind sinnvoll und geeignet, um die Besonder- heiten dieser Landschaft nachhaltig zu erhal- ten und zu fördern. Dem Moorlandschaftspfad kommt jedoch zur Hauptsache eine touristische Bedeutung zu. Deshalb wird dieser Projektteil durch den Lotteriefonds nicht unterstützt. Eine entsprechende Kürzung um Fr. 32 900 ist ange- bracht. Beitrag des Kantons einschliesslich 4% PBK Fr. 250 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Der Beitrag des Kantons darf nicht zur Erstellung des geplanten Moor- lehrpfades verwendet werden.

3.4 Projekt der Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz SUS (Projekt Nr. 10) Anzahl Gesamtsumme in Franken Eingereichte Projekte 1 500 000 Berücksichtigte Projekte 1 400 000

10) Wochenweise Arbeitseinsätze im Berggebiet Region Zahlreiche Einsatzorte in den Kantonen Grau- bünden, Tessin, Uri und im Oberwallis Verantwortlich Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz. Die Stiftung für das Projekt besteht seit 1976. Sie führt pro Jahr ein- und mehrwöchige Arbeitseinsätze für rund 3400 Per- sonen durch. Projektziel Sensibilisierung von Jugendlichen und Erwach- senen für einen sorgfältigen Umgang mit der Natur und Umwelt; Durchführung von Arbei- ten zum Schutz und zur Pflege wertvoller Natur- und Kulturlandschaften.

Projektbeschrieb Infolge Abwanderung der einheimischen Berg- bevölkerung sind Berggemeinden und Alpkor- porationen auf Unterstützung bei Arbeiten an- gewiesen, die sonst nur schwer zu bewältigen sind. Dabei handelt es sich u. a. um das Behe- ben von Lawinen- und Unwetterschäden, das Entbuschen und Entsteinen von Alpweiden, den Unterhalt von Bergwegen, die Pflege von Bergwäldern und Naturschutzgebieten. Dabei wird konkrete Arbeit zum Erhalt der Natur bzw. des Bergwaldes geleistet. Die Stiftung hat bis anhin jeweils im Abstand von vier bzw. drei Jahren Beiträge aus dem Lotteriefonds erhal- ten (letztmals mit RRB Nr. 978/2013 einen Bei- trag von Fr. 400 000 für drei Jahre). An den Arbeitswochen nehmen auch Freiwil- lige und Schulklassen aus dem Kanton Zürich teil. Die Stiftung stellt Fachpersonal und Infra- struktur bereit. Die Stiftung plant, im Zeit- raum 2016 bis 2019 rund 880 Gruppen in rund 640 verschiedenen Projekten in der gesamten Schweiz einzusetzen. Die Gesamtprojektkosten für vier Jahre belaufen sich auf Fr. 5 795 000. Pro Jahr stammen durchschnittlich 546 Teil- nehmende bzw. 24 Gruppen aus dem Kanton Zürich. Die Stiftung wünscht einen Beitrag zur De- ckung der Kosten von 95 Arbeitswochen pro Jahr bzw. von 380 Wochen im Zeitraum von vier Jahren. Die Kosten pro Arbeitswoche betragen im Durchschnitt rund Fr. 14 553. Begünstigte Bergbevölkerung, Teilnehmerinnen und Teil- nehmer Kosten (für 380 Arbeitswochen) Fr. 5 795 000 Hinweis Rund die Hälfte der Kosten einer Arbeitswo- che werden durch die jeweiligen Arbeitsgrup- pen und durch weiterverrechnete Kosten zu- lasten der Gemeinden bzw. Auftraggeber ge- deckt. Die andere Hälfte muss die SUS durch Spenden bzw. Beiträge von Dritten decken. Die SUS geht davon aus, Fr. 800 000 pro Jahr über

Leistungen von langjährigen Partnerstiftungen decken zu können sowie rund Fr. 513 000 über Zuwendungen der Kantone Graubünden, Uri und Wallis. Finanzierung 16–19 Eigenleistung Fr. 1 499 500 Beiträge Dritter Fr. 2 400 000 Kanton GR Fr. 360 000 Kanton TI Fr. – Kanton UR Fr. 54 000 Kanton VS Fr. 99 000 Restfinanzierung Die voraussichtlich offenen Restkosten von Fr. 1 382 500 sollen durch Dritte und den Kan- ton Zürich gedeckt werden (Fr. 3640 pro Ar- beitswoche). Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beurteilung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die SUS leistet einen wertvol- len Beitrag zu Erhalt, Pflege und Schutz von Bergwäldern, Naturschutzgebieten, Kulturdenk- mälern und Infrastrukturen im Berggebiet. Bei ihrer Arbeit erhalten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Ökosysteme im Berggebiet und werden für einen sorgfältigen Umgang mit der Natur und Umwelt sensibili- siert. Beitrag des Kantons ohne PBK Fr. 400 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Da die Kantone, in denen Arbeitswochen durchgeführt werden, die Stiftung mit un- terschiedlich hohen Beiträgen unterstützen, finanziert der Kanton Zürich mit seinem Bei- trag vorrangig Arbeitswochen, die von Be- wohnerinnen und Bewohnern des Kantons Zürich geleistet werden. – Der Kanton Zürich unterstützt mit seinem Beitrag jährlich rund 27 Arbeitswochen. Rund zwei Drittel dieser Wochen müssen im Kan- ton Graubünden stattfinden.

– Die Stiftung hat sich intensiv um höhere Beiträge der nutzniessenden Kantone und Gemeinden zu bemühen. Die SUS muss ein Konzept ausarbeiten, in dem aufgezeigt wird, wie versucht werden soll, höhere Beitrags- leistungen zu erreichen. Der Lotteriefonds ist über das Konzept zu informieren. Im Zu- sammenhang mit dem jährlichen Zwischen- bericht an den Lotteriefonds ist auch über die Anwendung bzw. Wirkung dieses Kon- zepts zu informieren.

4. Überblick Im Rahmen der Inlandhilfe 2016 werden in den Kantonen GR, TI, UR und VS die nachfolgend aufgelisteten Vorhaben unterstützt. Kanton Organisation Projekt in Franken in Franken GR SPB 1 Ilanz, Gesamtmelioration, 500 000 Etappen Schnaus SPB 2 Trun, Ausbau Waldweg Munt 500 000 SPB 3 Verdabbio, Sanierung 137 000 Alp de Lagh, Val Cama SUS 10 Arbeitswochen 280 000 Total GR 1 417 000 TI SPB 4 Serravalle, Bau einer 250 000 Forststrasse SL 5 Vergeletto, Restauration 150 000 Alpe Porcarecs SL 6 Valle Santa Petronilla, 279 000 Aufwertung Kulturlandschaft SL 7 Alto und Medio Malcantone, 422 000 Integrale Landschafts- aufwertung SL 8 Monte Greco, Landschafts- 150 000 aufwertung Total Tessin 1 251 000 UR SL 9 Urnerboden, Aufwertung 250 000 Alpwirtschaft SUS 10 Arbeitswochen 50 000 Total Uri 300 000 VS SUS 10 Arbeitswochen 70 000 Total Wallis 70 000 Total alle Kantone 3 038 000

Dispositiv

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:

I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Inlandhilfebeiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3650 4980) in Franken – der Schweizer Patenschaft für Berggemeinden 1 387 000 – der Stiftung Landschaftsschutz Schweiz 1 251 000 – der Stiftung Umwelt Einsatz Schweiz 400 000 Total 3 038 000

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkom- mission des Kantonsrates sowie an die Finanzdirektion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi

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