RRB Nr. 134/2016
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2016, 1. Serie
17 da favrer 2016German46 min
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Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2016, 1. Serie
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 17. Februar 2016
134. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2016, 1. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewilli- gen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2016 wurden bis anhin noch keine Beiträge be- willigt. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 geleistet wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2016 somit insgesamt noch Fr. 19 800 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständi- gen Fachdirektionen im Rahmen einer 1. Serie 2016 die folgenden Bei- tragsleistungen aus dem Lotteriefonds:
1. «1816 – das Jahr ohne Sommer» Bereiche Geschichte, Kultur, Bildung Gesuchstellende Verein «Projekt 1816»: Der Verein wurde 2015 Organisation unter dem Patronat der Kulturkommission Züri- oberland gegründet. Er bezweckt die Planung und Durchführung des Projektes «1816». Ausgangslage 1816/1817 waren wesentliche Teile der Schweiz und der umliegenden Länder von einer Hunger- krise betroffen. 200 Jahre nach dieser Katastro- phe will der Verein mit einer breiten Palette von Aktivitäten auf die Krise zurückblicken, die sich besonders im Zürcher Oberland und in der Ost- schweiz zeigte. Projektziel Mit «1816 – das Jahr ohne Sommer» soll das neueste Wissen über Ursachen und Ausmass der Hungerkrise vor 200 Jahren breiten Kreisen der Bevölkerung anschaulich und mit einem Ge- genwartsbezug vermittelt werden. Projektbeschrieb Schwerpunkt der Aktivitäten bilden während des Sommers 2016 eine Ausstellung und ein Frei- lichttheater im Ritterhaus Bubikon. Dazu kom- men zahlreiche weitere Anlässe und Aktionen (Diskussionen, Ausstellung in Uster). Beson-
deres Gewicht wird auf den Einbezug der Schu- len gelegt. Der Beitrag des Lotteriefonds soll ausschliesslich für die Ausstellung und das Frei- lichttheater eingesetzt werden. Kosten Fr. 1 200 000 Kosten Teilprojekte Ausstellung Fr. 650 000 und Freilichttheater Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Übrige Finanzierung Die Standortgemeinden beteiligen sich mit Fr. 100 000 an den Gesamtkosten. Fr. 300 000 werden von Sponsoren erwartet. Der Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Hinweis Die Richtlinien des Lotteriefonds verlangen in der Regel einen Leistungsausweis der gesuch- stellenden Organisation über fünf Jahre. Der Verein, der eigens für die Durchführung dieses Projektes gegründet wurde, kann diesen Leis- tungsausweis nicht erbringen. Die erwähnten Richtlinien erlauben jedoch bei Projekten, denen grosse Bedeutung für den Kanton zu- kommt, einen Verzicht auf diesen üblichen Leis- tungsausweis. Im vorliegenden Fall ist ein sol- cher Verzicht angebracht. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Bei der Hungerkrise 1816/1817 handelt es sich um ein historisch bedeutsames, aber wenig bekanntes Ereignis. Die Teilpro- jekte des Gesamtvorhabens werden als durch- dacht und überzeugend beurteilt. Mit dem Vor- haben sollen auch die kulturellen Kräfte der Re- gion gebündelt und vor allem stärker als bisher miteinander vernetzt werden. Das Projekt ist vielfältig und umfassend. Auch das Rahmen- programm ist attraktiv. Die Leistung der Standortgemeinden unter- schreitet zwar den vom Lotteriefonds gewünsch- ten Betrag deutlich. Aufgrund der überregiona- len Bedeutung des Vorhabens ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag aber nicht ange- bracht. Bewilligter Beitrag Fr. 250 000
2. Publikation «Hochwasserschutz und Auenlandschaft Thurmündung» Bereiche Geschichte, Umwelt Gesuchstellende Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft der Organisation Baudirektion (AWEL): Da AWEL ist u. a. ver- antwortlich für den Hochwasserschutz und die Wiederbelebung (Revitalisierung) der Gewäs- ser. Ausgangslage Voraussichtich 2017 werden im Kanton Zürich die umfangreichen Wasserarbeiten an der Thur abgeschlossen sein, die nach dem verheeren- den Hochwasser vom August 1978 notwendig geworden waren. Der Kanton investierte für diese Arbeiten rund 100 Mio. Franken. Zum Ab- schluss des Projektes soll ein historisches Sach- buch erscheinen, das ein Gesamtbild über die Thur und die lokale Geschichte bietet. Damit entsteht erstmals auch eine Übersichtsdarstel- lung zu den Baumassnahmen an der Thur, die bis ins 13. Jahrhundert zurückgehen. Projektziel Herausgabe einer Publikation für breite Leser- kreise Projektinhalt Die Publikation umfasst rund 200 Seiten und hat folgenden Inhalt: Geomorphologie, Bevölke- rung und Siedlung, Flusslauf, Überschwemmun- gen, Eignungs-, Rechts- und Nutzungsverhält- nisse, Verkehr, Natur, Landschaft, Land- und Forstwirtschaft, politische und kriegerische Aus- einandersetzungen rund um die Thur. Dabei steht der zürcherische Thurabschnitt im Vorder- grund. Das Buch erscheint bei Sihldruck in Zü- rich, die Auflage beträgt voraussichtlich 1000 Ex- emplare. Der angestrebte Verkaufspreis beträgt Fr. 50. Kosten Fr. 250 000 Gewünschter Beitrag Fr. 171 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Herausgeber beträgt Fr. 10 000. Von den Gemeinden wird ein Beitrag von Fr. 26 000 erwartet, vom Kanton Thurgau ein Beitrag von Fr. 10 000 und von Sponsoren eine Beteiligung von Fr. 25 000. Die Einnahmen aus dem Verkauf des Buches sind mit Fr. 8000 budgetiert. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es darf ein qualitativ gutes, für weite Kreise der Bevölkerung interessantes Buch erwartet werden. Die budgetierten Au- torenkosten erscheinen jedoch hoch. Zudem ist die Beteiligung der Thur-Gemeinden an den Kosten gering. Deshalb ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 150 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton gratis 20 Be- legexemplare zugestellt werden.
3. Sanierung Herberge zur Heimat Bereich Soziales Gesuchstellende Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Organisation Kantons Zürich: Die Stiftung besteht seit 1847. Sie betreibt im Sinne der Diakonie aktive So- zialarbeit und schafft Wohn-, Begegnungs- und Aufenthaltsgelegenheiten für Menschen in schwierigen Lebenssituationen. Ausgangslage Die Stiftung ist Besitzerin der Herberge zur Heimat. Seit 1866 bietet diese Herberge in der Zürcher Altstadt obdachlosen Männern eine feste Wohnmöglichkeit. Vor mehr als 30 Jahren wurde die Liegenschaft letztmals in grösserem Umfang saniert. Die allgemeinen Aufenthalts-, die Versorgungsräume und die teilweise sehr engen Raumverhältnisse auf den Wohngeschos- sen entsprachen den Anforderungen an ein zeit- gemässes Wohnheim nicht mehr. Zudem be- stand der Wunsch, das Heim neu als eine für IV-Rentner und sozial verwahrloste Personen beitragsberechtigt anerkannte Institution mit Leichtpflege-Abteilung führen zu können. Um vom Kantonalen Sozialamt die Anerkennung als Invalidenheim zu erhalten, war eine vorgän- gige Bereitstellung von Schlaf-, Aufenthalts- und Sanitärräumen entsprechend den Vorgaben der IV notwendig. Projektziel Umbau und Sanierung, auch um die Anerken- nung als Invalideneinrichtung für erwachsene Personen zu erhalten
Projektbeschrieb Die dringenden Arbeiten umfassten Küche, Res- taurant und Speisesaal, die erneuert werden mussten. Die kleinen Bewohnerzimmer muss- ten auf Normgrösse erweitert und auf den Wohn- geschossen die Sanitärapparate ersetzt sowie zusätzliche rollstuhlgängige Nasszellen einge- baut werden. Hinzu kamen Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärleitungen. Die Herberge weist nach dem Umbau 49 Wohnheimplätze in 38 Bewoh- nerzimmern auf. Kosten Fr. 4 964 000 Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleitung beträgt 1,5 Mio. Franken. Die Stadt Zürich beteiligt sich an den Kosten mit einem zinsgünstigen Darlehen von Fr. 750 000 (Zinssatz 1%, Laufzeit 30 Jahre). Für rund 1,939 Mio. Franken werden Hypotheken aufge- nommen. Aus Spenden werden Fr. 375 000 er- wartet. Der Restbetrag soll durch den Lotterie- fonds gedeckt werden. Bemerkung Das Gesuch an den Lotteriefonds wurde im März 2014 eingereicht. Fehlende Unterlagen konnten erst im Sommer 2015 nachgereicht wer- den. Somit handelt es sich bei diesem Beitrag um keine Nachfinanzierung. Die neue Herberge wurde am 24. März 2015 eröffnet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Bauprojekt beruht auf Vor- gaben des Kantons. Die Notwendigkeit der Sa- nierung bzw. des Ausbaus ist demzufolge ausge- wiesen. Das Projekt ist sorgfältig ausgearbeitet. Die Gesamtaufwendungen für Arbeiten sind hoch, lassen sich aber durch die tiefgreifenden Sanierungsmassnahmen erklären. Wäre die Ins- titution staatsbeitragsberechtigt, hätte sie An- spruch auf einen Baubeitrag von bis zu 60% an die beitragsberechtigten Kosten. Dies wäre be- deutend mehr als die beim Lotteriefonds be- antragte Leistung. Bewilligter Beitrag Fr. 400 000
4. Publikation «200 Jahre Schlosspark Andelfingen» Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Stiftung Schloss Andelfingen: Die Stiftung be- Organisation steht seit 2000. Sie bezweckt u. a. den Erhalt und die Nutzung der Schlossliegenschaft mit öffentlichem Park, die der Gemeinde Andel- fingen 1923 geschenkt wurde. Ausgangslage Der Schlosspark Andelfingen nimmt als Kul- turdenkmal einen hohen Stellenwert ein. Der Park wurde 1817 angelegt, massgeblich ausge- staltet wurde er im Zeitraum zwischen 1868 und 1908. Im 20. Jahrhundert erfuhr der Park ver- schiedene Änderungen. 1979 wurde das Ensem- ble mit Schloss, Nebengebäuden und Parkan- lage ins überkommunale Inventar aufgenom- men und als Schutzobjekt von kantonaler Be- deutung eingestuft. Seit 1998 liegt zum Park eine Broschüre aus der Reihe «Schweizerische Kunstführer» vor. Im Rahmen des Jubiläums 200 Jahre Schlosspark Andelfingen 2017 ist die Herausgabe einer Publikation geplant. Projektziel Herausgabe einer Jubiläumsbroschüre «200 Jahre Schlosspark Andelfingen» Projektbeschrieb Die 32-seitige Publikation ist in neun kurze Ka- pitel gegliedert. Sie sind u. a. der Geschichte des Parks, dem Küchenkräuter- und dem Duft- garten sowie dem Schlossgärtner gewidmet. Die Publikation wird zahlreiche Fotos aufweisen. Sie soll eine breite Öffentlichkeit ansprechen. Dem Verfasser steht umfangreiches Archivma- terial der Kantonalen Denkmalpflege zur Ver- fügung. Vorgesehen ist eine Auflage von 6000 Exem- plaren. Die Broschüre soll gratis an alle Haus- halte in Andelfingen abgegeben und für Inte- ressierte im Schlossgarten aufgelegt werden. Kosten Fr. 35 000 Gewünschter Beitrag Fr. 15 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 5000. Von der Ge- meinde Andelfingen sind Fr. 10 000 bewilligt. Die gemeinnützige Gesellschaft des Bezirkes hat Fr. 5000 zugesagt. Der Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Aufgrund der grossen Bedeu- tung des Parks ist es gerechtfertigt, dass sich der Kanton mit einem Publikationsbeitrag am Vorhaben beteiligt. Bewilligter Beitrag Fr. 15 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton gratis zwölf Belegexemplare abgegeben werden.
5. Jubiläum Maxim Theater Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Maxim Theater: Der Verein besteht seit Organisation 2005. Er betreibt das gleichnamige interkultu- relle Theater in Zürich. Ausgangslage 2016 wird das Theater zehn Jahre alt. Es ist ein Modellbeispiel für Kulturarbeit im Integrati- onsbereich. Seit seinem Bestehen verbindet es Integration, Kultur und Soziales und hat dafür grosse Anerkennung bei Fachpersonen, bei den Teilnehmenden und beim Publikum erlangt. 2016 möchte das Theater aus Anlass seines zehn- jährigen Bestehens ein besonderes Programm zeigen. Projektziel Das Theater will sich in seinem Jubiläumsjahr mit einem attraktiven Programm in der Öffent- lichkeit noch bekannter machen und sich als niederschwelliger Kulturtreffpunkt für breite Bevölkerungskreise öffnen. Projektbeschrieb Das Jubiläumsprogramm dauert von Sommer 2016 bis Sommer 2017. Unter dem Titel «Wan- derungen» werden zum Thema Migration zehn Monatsschwerpunkte in je einem anderen For- mat (Theater, Musik, Literatur usw.) bearbeitet und aufgeführt. Zwei dieser Anlässe werden aus- serhalb der Stadt Zürich stattfinden. Zudem müssen an den Räumlichkeiten des Theaters einige bauliche Anpassungen (Büroabtrennung, Sanierung Toiletten usw.; Kosten: Fr. 10 900) vor- genommen und einige technische Geräte (Licht, Kamera, Beamer, Ton; Kosten: Fr. 8150) be- schafft werden. Kosten Fr. 397 000 Gewünschter Beitrag Fr. 50 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 56 000. Von der Stadt Zürich wird ein Beitrag von Fr. 50 000 er- wartet, vom Bund Fr. 30 000. Von den beteiligten Gemeinden werden Fr. 25 000 erwartet, von Stif- tungen und Sponsoren Fr. 186 000. Der offene Betrag von Fr. 50 000 soll durch den Lotterie- fonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Durchführung des Jubiläums- programms ist aus kultur- und gesellschaftspo- litischer Sicht zu begrüssen. Der Bevölkerung wird Gelegenheit geboten, sich mit dem The- ma Migration auseinanderzusetzen. Die Infra- strukturmassnahmen sind notwendig, um einen zeitgemässen Betrieb gewährleisten zu können. Bewilligter Beitrag Fr. 50 000
6. Unterhalt denkmalgeschützter Zürcher Gebäude im Freilichtmuseum Ballenberg Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Stiftung Freilichtmuseum Ballenberg: Die Stif- Organisation tung besteht seit 1968. Sie betreibt das gleich- namige Freilichtmuseum für traditionelle länd- liche Bauten. Ausgangslage Das Museum mit rund 250 000 Besucherinnen und Besuchern jährlich umfasst mittlerweile rund 100 Gebäude. Darunter ist der Kanton Zürich mit zehn Gebäuden vertreten (u. a. eine Säge, ein Weinbauernhaus, eine Knochen- stampfe, ein Kornspeicher). Seit 1993 hat der Kanton über den Lotteriefonds im zeitlichen Abstand von vier bis fünf Jahren jeweils Bei- träge an den notwendigen Unterhalt dieser Ge- bäude bezahlt, letztmals mit RRB Nr. 79/2009 den Beitrag von Fr. 165 000. Diese Form der Unterstützung ist bei mehreren Kantonen gän- gige Praxis. Mit Gesuch vom Februar 2015 wünscht die Stif- tung einen Beitrag von Fr. 462 600, der sich wie folgt aufteilt: Fr. 253 600 sind für den Unterhalt der Zürcher Gebäude für den Zeitraum 2015 bis 2019 bestimmt, Fr. 73 000 für den Wiederaufbau
eines Schopfs aus Hagenbuch und Fr. 136 000 an die Kosten von Vermittlungs- und Kommu- nikationsmassnahmen. Projektziel Erhalt der denkmalgeschützten Bausubstanz so- wie eine verbesserte Besucherkommunikation Projektbeschrieb Das Museum rechnet für die nächsten Jahre mit durchschnittlich Fr. 800 000 jährlichen Kos- ten für den Erhalt aller historischen Gebäude. Die Zürcher Gebäude machen an Gebäude- substanz rund 6,3% aus, woraus sich Unterhalts- kosten von jährlich Fr. 50 720 ergeben. Für den Zeitraum 2015 bis 2019 betragen die Kosten somit Fr. 253 600. Der Schopf aus Hagenbuch kann mit der Über- führung ins Freilichtmuseum vor der Zerstö- rung gerettet werden. Dem Gebäude kommt Schutzwürdigkeit zu. Der Bau ergänzt als Ne- bengebäude die heute bestehenden Gebäude- gruppen aus Zürich. Die Gesamtkosten für den Wiederaufbau betragen rund Fr. 73 000. Das Vermittlungs- und Kommunikationspro- jekt umfasst eine völlig neue Informationsver- mittlung zu den Ballenberg-Bauten mit Tafeln, Flyern usw. Mit der neuen Vermittlung sollen das frühere Leben in den Häusern und die wirt- schaftliche Nutzung der Räume stärker thema- tisiert werden. Die Stiftung wünscht von den Kantonen an die Gesamtkosten von Fr. 885 000 einen Projektanteil gemäss Bevölkerungsanteil. Kosten Fr. 4 958 000 Gewünschter Beitrag Fr. 462 600 Übrige Finanzierung Die offenen Kosten sollen durch Beiträge der anderen Kantone und durch Eigenleistung der Stiftung gedeckt werden. Würdigung Bis anhin wurden die Unterhaltsarbeiten für die Zürcher Gebäude über den Lotteriefonds finanziert. Aus den allgemeinen Mitteln des Lot- teriefonds werden jedoch grundsätzlich keine jährlich wiederkehrenden Beiträge gewährt. Um den Unterhalt sicherzustellen, soll eine noch- malige – aber auch letztmalige – Leistung von Fr. 250 000 aus dem Lotteriefonds erfolgen. Da der Lotteriefonds der Baudirektion gestützt
auf die Vorlage 5125 entsprechende Mittel zur Verfügung stellt, hat die Baudirektion die Über- nahme zukünftiger Unterhaltsleistungen zu prü- fen. Aus dem Lotteriefonds werden keine wei- teren Beitragsleistungen mehr an den Unter- halt der Zürcher Gebäude auf dem Ballenberg erfolgen. Bis anhin hat der Lotteriefonds aus den allgemeinen Mitteln keine Beiträge für den Wiederaufbau von Gebäuden geleistet. Diese Praxis soll weitergeführt werden. Die Finan- zierung der neuen Besucherinnen- und Besu- cherinformation bzw. von Museumsinfrastruk- tur ist Sache des Standortkantons. Eine Beitrags- leistung für diesen Bereich würde ein weiteres Präjudiz darstellen. Somit ist ausschliesslich ein nochmaliger Beitrag für die Unterhaltsar- beiten gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 250 000 Auflagen Zukünftige Beiträge an den Unterhalt der Zür- cher Gebäude werden nicht mehr über den Lot- teriefonds geleistet. Die Baudirektion prüft ent- sprechende zukünftige Beitragsleistungen. Die Auszahlung des Betrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Auszahlung des Betrages erfolgt erst, wenn die Stiftung Freilichtmuseum Ballen- berg zuvor der Kantonalen Denkmalpflege durch Zustellung von Unterlagen den Nach- weis erbracht hat, dass die Unterhaltsarbei- ten fachgerecht ausgeführt werden. Der Kan- ton Zürich verlangt, dass die Arbeiten nach den allgemeinen Grundsätzen bzw. Leitsät- zen der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege ausgeführt werden. – Die Stiftung hat der Kantonalen Denkmal- pflege eine vollständige Liste der zurzeit im Ballenberg vorhandenen, aus dem Gebiet des Kantons Zürich stammenden Gebäude zu liefern.
7. Ausstellung «Kennen wir uns?» Bereiche Integration, Bildung Gesuchstellende Verein Raum für Neues: Der Verein besteht Organisation seit 2012 und bezweckt die Schaffung und den Unterhalt einer Ausstellungs- und Podiums- plattform in Zürich, auf der zeithistorische, ge- sellschaftliche, kulturelle und wissenschaftliche Themen in zeitgemässer Art präsentiert wer- den sollen. Ausgangslage Migration ist ein aktuelles und gesellschaftlich wichtiges Thema, das zum Teil durch Vorbe- halte bzw. Vorurteile geprägt ist. Deshalb hat sich der Verein Raum für Neues entschlossen, die Geschichte der Migration im Kanton Zürich seit dem zweiten Weltkrieg aufzuarbeiten und mit einem Oral-History-Projekt und einer Aus- stellung zum Nachdenken über das Verhältnis zwischen Einheimischen und Zugewanderten anzuregen. Projektziel Fördern des Dialogs zwischen den Menschen im Kanton Zürich mit unterschiedlichem kul- turellem Hintergrund Projektbeschrieb «Kennen wir uns?» besteht aus zwei Teilen: Teil eins ist ein Oral-History-Projekt, mit dem die Geschichte der Migration über persönliche Erinnerungen der Zugewanderten erschlossen wird. Parallel dazu werden die Erfahrungen der Einheimischen mit den Zugezogenen auf- gearbeitet. In Teil zwei des Projektes werden diese Geschichten für ein breites Publikum zu- gänglich gemacht. Das aufgearbeitete Material kann online abgerufen werden. Die Ausstellung stellt auch Raum für das Nachdenken über das Verhältnis zwischen Zugewanderten und Ein- heimischen zur Verfügung. Die Besucherinnen und Besucher können zudem Spiele durchlaufen oder einen Fragebogen zur kulturellen Offen- heit ausfüllen und auf diese Weise ihre eigene Werthaltung überdenken. Kosten Fr. 498 320 Gewünschter Beitrag Fr. 165 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 44 320. Von der Stadt Zürich werden Fr. 140 000 erwartet, vom Bund Fr. 60 000. Von Stiftungen und Sponso- ren Fr. 89 000. Der offene Betrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Hinweis Die Richtlinien des Lotteriefonds verlangen in der Regel einen Leistungsausweis der gesuch- stellenden Organisation über fünf Jahre. Der Verein Raum für Neues erfüllt diese Vorausset- zung noch nicht. Die erwähnten Richtlinien er- lauben jedoch bei Projekten, denen grosse Be- deutung für den Kanton zukommt, einen Ver- zicht auf diesen üblichen Leistungsausweis. Im vorliegenden Fall ist ein solcher Verzicht ange- bracht. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt versteht Integration als gegenseitigen Prozess. Es bietet die Möglich- keit, das gegenseitige Verständnis zu fördern und trägt zum Abbau von Ängsten bei. Die Stand- ortgemeinde beteiligt sich mit Fr. 140 000 am Vorhaben. Die Budgetposition «Unvorherge- sehenes/Reserve» ist grosszügig bemessen. Aus diesen Gründen ist es gerechtfertigt, den Bei- trag des Kantons um Fr. 25 000 zu kürzen. Bewilligter Beitrag Fr. 140 000
8. Jubiläum Künstlergruppe Winterthur Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Künstlergruppe Winterthur (VKW): Der Organisation Verein besteht seit 1916. Heute gehören ihm 81 Mitglieder an. Er bezweckt in erster Linie die Durchführung von Kunstausstellungen und die Vernetzung der Kunstschaffenden. Der Ver- ein trägt seit vielen Jahren wesentlich zur viel- fältigen Kunstlandschaft in der Region Winter- thur bei. Ausgangslage Der VKW feiert 2016 sein hundertjähriges Be- stehen. Er gehört somit zu den langlebigsten Künstlergruppen der Schweiz. Im Rahmen des Jubiläums sind mehrere Aktivitäten geplant (Festanlass, Ausstellung in einer Winterthurer Industriehalle, Einrichten eines Kunstkiosks für
den Verkauf von Arbeiten der Mitglieder, Po- diumsdiskussion und Herausgabe einer Chro- nik). Die Kosten für alle Jubiläumsaktivitäten sind mit Fr. 127 000 veranschlagt. Projektziel Fördern der Bekanntheit des VKW, Präsenta- tion des künstlerischen Schaffens und Heraus- gabe einer bebilderten Chronik im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten Projektbeschrieb Die Chronik soll dazu dienen, die Geschichte des Vereins aufzuarbeiten und einer interessier- ten Öffentlichkeit zu präsentieren. Mit einem chronologischen Überblick widmet sich die Pu- blikation der Geschichte der Künstlergruppe und dem gleichzeitigen soziokulturellen und gesellschaftspolitischen Wandel in der Stadt Winterthur. In der Publikation wird auch dar- gelegt, in welchem Verhältnis die Winterthurer Gruppe in Bezug auf die allgemeine Kunstent- wicklung im deutschsprachigen Raum stand. Die illustrierte Publikation wird einen Umfang von 100 bis 120 Seiten aufweisen. Vorgesehen ist eine Auflage von 500 Exemplaren. Der an- gestrebte Verkaufspreis beträgt Fr. 20. Kosten für die Publikation Fr. 52 500 Gewünschter Beitrag Fr. 25 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 4500. Die Stadt Winterthur leistet Fr. 15 000. Eine stadtnahe Stif- tung steuert Fr. 5000 bei. Aus dem Verkauf wer- den Fr. 3000 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplante Publikation ist aus kulturpolitischer Sicht erwünscht, da sie einen wichtigen Beitrag zur Dokumentation der Kunstgeschichte in der Region Winterthur leis- tet. Da die stadtseitige Leistung (Stadt Winter- thur und stadtnahe Stiftung) Fr. 20 000 beträgt, ist es angebracht, den Beitrag des Lotteriefonds entsprechend anzugleichen. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton vier Belegexem- plare abgegeben werden.
9. Ersatztribüne Bereich Kultur Gesuchstellende Theatergruppe (bzw. Kollektivgesellschaft) Organisation Karl’s kühne Gassenschau: Die Theatergruppe besteht seit 1984. Ausgangslage Karl’s kühne Gassenschau begann in den 80er- Jahren mit einem bunten Strassenvariété-Pro- gramm, das im Laufe der Jahre zu umfassen- den Grossanlässen mit bildstarken und risiko- reichen Theateraufführungen mit Wort-, Musik-, Jonglage- und Akrobatikdarstellungen entwi- ckelt wurde. Bisher zeigte die Theatergruppe rund 3000 Aufführungen, davon fand ein Drit- tel im Kanton statt (während der letzten Jahre mehrheitlich im Industriegebiet von Winter- thur). Die Aufführungen werden pro Abend von bis zu 1400 Personen besucht, was rund 120 000 Zuschauerinnen und Zuschauer pro Sai- son ergibt. Davon wohnen rund 65% im Kan- ton Zürich. Allerdings wird die Winterthurer Industriebrache nach der nächsten Produktion bzw. ab 2018 nicht mehr zur Verfügung stehen. Die bis anhin bei den Theaterproduktionen ver- wendete Zuschauertribüne ist 40-jährig und erfüllt die neuen Sicherheitsvorschriften nicht mehr. Sie muss so bald als möglich ersetzt wer- den. Projektziel Kauf und Einsatz einer neuen, sicheren Tribüne Projektbeschrieb Aus Kostengründen ist der Kauf einer Tribüne aus einer Mischung von Occasions- und neuem Material vorgesehen. Qualitätseinbussen ent- stehen dadurch nicht. Die neue Tribüne ist mo- bil (kann also auch an anderen Spielorten ein- gesetzt werden). Sie besteht aus einem gut auf- bzw. abbaubaren modularen Traggerüst als Un- terbau, einem Oberbau aus Tribünenelementen, Belagstafeln und Geländern sowie einer frei wählbaren Bestuhlung. Optional kann ein wet- terfestes, leichtes Dach aufgebaut werden. Die neue Tribüne soll zusammen mit der neuen Pro- duktion 2016 in Winterthur eingeweiht werden. Kosten Fr. 733 431 Gewünschter Beitrag Fr. 400 000
Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 283 431. Die Stadt Winterthur engagiert sich, obwohl ab 2018 nicht mehr auf Winterthurer Gebiet gespielt wird, mit einem Beitrag von Fr. 40 000. Die Stadt Zü- rich leistet Fr. 10 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die jetzige Zuschauertribüne muss ersetzt werden. Die veranschlagten Kos- ten sind plausibel und können als angemessen bezeichnet werden. Der Theatergruppe kommt überregionale Ausstrahlung bzw. kantonale Be- deutung für das Kulturleben zu. Gleichwohl kann von der Theatergruppe erwartet werden, auch private Drittmittel zu akquirieren. Des- halb ist eine Beitragsleistung von Fr. 300 000 angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 300 000
10. Publikation «Burghölzli» Bereiche Gesundheit, Bildung Gesuchstellende Psychiatrische Universitätsklinik Zürich (PUK) Organisation Ausgangslage Rund jede sechste Person in der Schweiz leidet an einer psychischen Störung. Solche Störungen zählen somit zu den häufigsten Erkrankungen. Angesichts dieser grossen Anzahl und des er- heblichen Leidensdruckes, der damit für die Be- troffenen und auch für ihr familiäres Umfeld ver- bunden ist, besteht eine der grossen Heraus- forderungen der Psychiatrie darin, sich mit weit verbreiteten Klischees und Vorurteilen gegen- über der Psychiatrie auseinanderzusetzen. Mit einer Publikation soll versucht werden, Kli- schees und Vorurteile abzubauen. Projektziel Mittels einer Publikation sollen weit verbrei- tete Vorurteile hinsichtlich psychiatrischer Er- krankungen und psychiatrischer Behandlungs- einrichtungen abgebaut werden. Projektbeschrieb Herausgegeben wird das Buch vom Chefarzt der PUK und seinem Stellvertreter. Es ist in zwei Hauptteile gegliedert: Ein erster Teil ent- hält Patientengeschichten. Der zweite Teil trägt den Titel «Das Burghölzli: Institution und Ge-
schichte». Die zum Teil namhaften Autorinnen und Autoren (Patientinnen und Patienten, frü- here und aktuelle Mitarbeitende, weitere Per- sonen) zeichnen in ihren Geschichten und In- terviews ein neues Bild des Burghölzli. Hinzu kommen Fotoimpressionen eines der Heraus- geber. Die Publikation wird rund 120 Seiten aufweisen. Das Buch richtet sich nicht in erster Linie an Fachleute, sondern an eine interes- sierte Öffentlichkeit. Vorgesehen ist eine Auf- lage von 1500 Exemplaren. Der angestrebte Ver- kaufspreis beträgt Fr. 29. Kosten Fr. 42 520 Gewünschter Beitrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der PUK beträgt Fr. 15 000. Aus dem Verkauf werden Fr. 16 439 erwartet. Von Dritten werden rund Fr. 1000 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Buch hebt sich von bisheri- gen Publikationen ab, weil es nicht einen psy- chiatriehistorischen Ansatz aufweist, sondern die Bedeutung, die das Burghölzli im Bewusst- sein der Bevölkerung hat, aufzeigen will. Es er- möglicht ungewohnte Einblicke in die Abläufe einer psychiatrischen Klinik. Bewilligter Beitrag Fr. 10 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass dem Kanton fünf Beleg- exemplare abgegeben werden.
11. Dialogue en Route Kanton Zürich (religiöser Themenweg) Bereiche Bildung, Integration Gesuchstellende Iras Cotis: Die Arbeitsgemeinschaft besteht seit Organisation 1992. Sie bezweckt die interreligiöse Begeg- nung auf allen Ebenen und engagiert sich ins- besondere zugunsten der kulturellen Minder- heiten bei der Wahrnehmung ihrer religiösen Anliegen. Ausgangslage Die religiöse Pluralisierung und Individuali- sierung quer durch alle Bevölkerungsgruppen und religiösen Traditionen führt dazu, dass in-
terreligiöse Kommunikation für das gesellschaft- liche Zusammenleben wichtiger wird. Vorurtei- le, kulturelle Unterschiede und ungleiche so- ziale und rechtliche Anerkennungsverhältnisse erschweren den Dialog zwischen Individuen und Religionsgemeinschaften. Rund ein Drit- tel der Schweizer Jugendlichen zwischen 10 und 24 Jahren verfügt über einen Migrationshinter- grund. Die religiöse Zugehörigkeit spielt bei der Abgrenzung gegenüber anderen Gruppen oft eine wichtige Rolle. Sozialer Austausch über die religiöse Gruppenzugehörigkeit hinaus und interreligiöse Dialogkompetenz können mit- helfen, feste Grenzziehungen zu verringern. Auf diesem Hintergrund hat Iras Cotis das na- tionale Vorhaben Dialogue en Route entwickelt. Die Gesamtkosten sind mit Fr. 2 242 500 ver- anschlagt. Projektziel Das Zusammenleben von Menschen unter- schiedlicher Religionen und Weltanschauungen soll insbesondere bei Jugendlichen erleichtert und gestärkt werden. Projektbeschrieb Das Projekt lädt ein zum Kennenlernen der religiös-kulturellen Vielfalt (Orte, Institutionen) im Kanton Zürich und in der Schweiz. Die Ar- beitsgemeinschaft erarbeitet interaktive Karten mit Routen, entlang deren diese Orte und Insti- tutionen (sowie Gedenkorte, Bildungshäuser usw.) besucht werden können. Wer diese Rou- ten begeht, erhält Lernmöglichkeiten, Begeg- nung und Dialog angeboten. Besonders ge- schulte Jugendliche (Guides, 15- bis 25-jährig) und Vertreterinnen und Vertreter der religiös- kulturellen Institutionen vermitteln Wissen an Ort und Stelle. Digitale Instrumente bieten zu- sätzliche Informationen. Das Angebot ist in erster Linie für Jugendliche und Schulklassen gedacht. Das Projekt soll 2016 im Kanton Zü- rich starten und bis 2019 in der ganzen Schweiz umgesetzt sein. Hauptstationen im Kanton Zürich sind das Grossmünster Zürich, das Ti- bet-Institut Rikon, die Israelitische Cultusge- meinde Zürich und die Bosnisch-Islamische Ge-
meinschaft Schlieren. Unter Einbezug dieser Stationen werden im Kanton vier Routen ent- wickelt, welche die Themen Konfessionsge- schichte (Kloster Kappel, Milchsuppenstein), religiöse Randgruppen (Zürcher Oberland, Täu- ferhöhle Bäretswil) und Flucht (Tibet-Institut Rikon, Durchgangszentrum für Asylsuchende im ehemaligen Kloster Töss) aufgreifen. Diese Routen können auch individuell und ohne Be- gleitung, nur mit einem digitalen Hilfsmittel, begangen werden. Die Projektinitianten arbei- ten eng mit den Vertretern der jeweiligen Ins- titutionen und den Universitäten Bern, Lau- sanne und Luzern zusammen. Bereits umge- setzte Projektteile werden im Sinne einer Wei- terentwicklung (Befragungen, Rapporte) pe- riodisch überprüft und verbessert. Nach dem Projektaufbau wird mit einem jährlichen Auf- wand von Fr. 46 000 im Kanton Zürich bzw. mit einem Aufwand von Fr. 260 000 in der gesam- ten Schweiz gerechnet. Im Kanton sollen diese Kosten durch Eigenleistungen (Fr. 18 000), Bei- träge der Integrationsförderung (Fr. 20 000), einen Bundesbeitrag (Fr. 3000) und Zuwendun- gen von Sponsoren (Fr. 5000) gedeckt werden. Kosten für Projektteile im Kanton Zürich Fr. 551 700 Gewünschter Beitrag Fr. 275 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung von Iras Cotis beträgt Fr. 108 200. Von den Standortgemeinden werden Fr. 70 000 erwartet, von Stiftungen und Priva- ten Fr. 76 500. Das Engagement des Bundes ist mit Fr. 22 000 budgetiert. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Zielsetzung des Projektes, den interreligiösen Dialog zu stärken, ist zu be- grüssen. Verständnis und Respekt gegenüber anderen Kulturen und Religionen sind in einem immer stärker multikulturell geprägten Um- feld wichtig und helfen, ein friedliches Zusam- menleben zu ermöglichen. Schulklassen werden einen grossen Anteil der Besuchenden ausma- chen. Die Pädagogische Hochschule Zürich
(PHZH) bereitet die Zürcher Guides in einem zweitätigen Seminar auf die Anforderungen vor und stellt Lernmaterialien her. Iras Cotis und die PHZH gewährleisten eine professionelle Planung und Umsetzung des Projektes. Der Kanton Zürich leistet Pionierarbeit, von der die anderen Kantone vor allem inhaltlich pro- fitieren werden. Das Projektbudget kann gestrafft werden. Eben- so ist eine stärkere Beteiligung der Religions- gemeinschaften anzustreben. Aus diesen Grün- den ist eine Kürzung am nachgesuchten Bei- trag gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 200 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die anderen Kantone haben sich am natio- nalen Vorhaben mindestens mit Fr. 600 000 zu beteiligen. Engagieren sie sich mit einem geringeren Beitrag, wird der Zürcher Bei- trag entsprechend gekürzt. – Die verschiedenen Strömungen und Welt- anschauungen im Kanton Zürich müssen ausgewogen und nach nachvollziehbaren Kriterien repräsentiert werden. Der Fach- stelle für Integration ist ein entsprechendes Konzept vorzulegen, das durch die Fachstel- le zu genehmigen ist. Ist die Fachstelle mit dem Konzept einverstanden, kann die Aus- zahlung erfolgen.
12. «Beloved» – Altersprojekt Bereiche Soziales, Gesundheit Gesuchstellende Universität Zürich: Die Abteilung Neuroplasti- Organisation zität und Lernen des gesunden Alterns ist eine auf sechs Jahre befristete Initiative des Zürcher Universitätsvereins, die sich mit Möglichkei- ten und Massnahmen für ein gesundes Altern befasst. Ausgangslage Die Wahrscheinlichkeit, durch Verwitwung, Scheidung oder Trennung alleine zu leben, steigt mit zunehmendem Alter. Für viele Betroffene bedeutet dies ein grosses Problem in einer Le-
bensphase, die stark vom Bedürfnis nach Sicher- heit und Geborgenheit geprägt ist. Die Mög- lichkeit, sich um ein Tier kümmern zu dürften, bringt Menschen eine positive Selbstwahrneh- mung sowie das Gefühl, gebraucht zu werden. Der Einsatz von Tieren in Therapie und psy- chosozialen Interventionen ist nicht neu. Da Hunde möglichst eng mit ihren Haltern zu- sammenleben, gleichzeitig viel Struktur in den Alltag ihrer Halterinnen und Halter bringen, ist die dauerhafte Vermittlung eines Hundes an alleinstehende ältere Menschen eine erprobte psychosoziale Massnahme. Die Universität Zü- rich plant ein entsprechendes Pilotprojekt mit einer Studie (mit einer Laufzeit von vier Jah- ren). Projektziel Förderung des Wohlbefindens, der Gesundheit, der Selbstständigkeit und der Mobilität allein- stehender älterer Menschen durch das Zusam- menleben mit einem Hund. Projektbeschrieb Das Projekt «Beloved» vermittelt älteren allein- stehenden Menschen Hunde aus Zürcher Tier- heimen für ein dauerhaftes Zusammenleben und begleitet diese in den ersten Monaten prak- tisch und wissenschaftlich. Die Pilotphase wird mit sechs alleinstehenden älteren Menschen durchgeführt. Diese werden über Informations- veranstaltungen und online ausgewählt. Ist die Auswahl erfolgt, werden sechs Trios aus allein- stehender Person, Betreuungsperson und Hund gebildet. Über professionelle Hundetrainerin- nen und -trainer erhalten alle Teilnehmenden ein Basistraining (Ernährung, Pflege, Umgang mit dem Hund). Durch regelmässige Besuche und zweiwöchigen Erfahrungsaustausch wird der jeweilige Stand des Projektes überprüft. Bei erfolgreichem Abschluss der einjährigen Pilotphase erfolgt das Hauptprojekt (Laufzeit: drei Jahre), das eine Erweiterung der Teilneh- menden auf 30 Trios vorsieht. Abschluss des Hauptprojektes bildet eine Wegleitung zur Hal-
tung von Hunden durch ältere Menschen, ein Dokumentarfilm sowie eine ergänzende Tagung, auf der die wichtigsten Ergebnisse der Öffent- lichkeit sowie Fachkreisen bekannt gemacht werden. Kosten Fr. 466 500 Gewünschter Beitrag Fr. 370 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 22 000. Von den Gemeinden werden Fr. 37 000 und von Stiftun- gen ein Beitrag von Fr. 37 500 erwartet. Der of- fene Restbetrag von Fr. 370 000 soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Im Kanton Zürich leben viele alleinstehende ältere Menschen. Das gemein- same Leben mit einem Hund fördert Mobili- tät, Gesundheit und Selbstständigkeit und führt zu mehr sozialen Kontakten. Da dem Projekt eine kantonale Bedeutung zukommt, ist ein un- gleicher Beitrag von Kanton und Gemeinden zur Deckung der Kosten vertretbar. Die bud- getierte Gemeindebeteiligung von Fr. 37 000 ist jedoch zu gering. Gemeinden und Private haben sich mit einem höheren Beitrag an den Pro- jektkosten zu beteiligen. Aus diesem Grund ist eine Kürzung des nachgesuchten Betrages auf Fr. 300 000 gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 300 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgen- den Auflagen verbunden: – Für die Durchführung des Projektes muss eine gültige Tierversuchsbewilligung des kan- tonalen Veterinäramtes vorliegen. – Die Personen, die vonseiten der Hundeschule am Projekt beteiligt sind, müssen ausnahms- los über eine Bewilligung des kantonalen Ve- terinäramtes als Hundeausbildnerin/-bildner verfügen. – Der Gesundheitsdirektion und der Sicher- heitsdirektion ist über das Vorhaben jährlich Bericht zu erstatten.
13. Revision Schul- und Volkssternwarte Bülach und Ergänzung der Investitionen Bereich Bildung Gesuchstellende Stiftung Schul- und Volkssternwarte Bülach: Organisation Die Stiftung besteht seit 1979. Sie bezweckt den Bau und Betrieb einer öffentlichen Schul- und Volkssternwarte im Raum Bülach. Ausgangslage Die Sternwarte besteht seit 1983. Leistungsfä- hige Teleskope und ein umfassendes Angebot führten dazu, dass die Sternwarte pro Jahr im Durchschnitt mehr als 3000 Besucherinnen und Besucher verzeichnet. 2011/2012 führte die Stif- tung ein Ausbauprojekt im Umfang von rund Fr. 730 000 durch, das vom Kanton mit einem Beitrag von Fr. 450 000 unterstützt wurde (RRB Nr. 249/2011). Die Sternwarte ist heute ein mo- dernes Zentrum zur Vermittlung der Astrono- mie mit einem Raumangebot, das auch Semi- nare, Workshops usw. ermöglicht. Während der Ausbauarbeiten wurden einige Positionen des Baukostenplanes revidiert. Dies führte zu qua- litativen Verbesserungen, aber auch zu Mehr- kosten. Um den Kostenrahmen einzuhalten, mussten Revisionsarbeiten und mehrere vorge- sehene Anschaffungen zurückgestellt werden. Projektziel Ergänzung der Infrastruktur zur Sicherstellung eines modernen Betriebes Projektbeschrieb Die anstehenden Arbeiten umfassen die Revi- sion des Hauptteleskopes und das Anbringen eines neuen Antriebes (für insgesamt Fr. 20 000). Im Betrag von Fr. 100 000 werden Infrastruk- turerweiterungen vorgenommen (Kauf einer Kamera, eines Grossbildschirmes, eines Sonnen- teleskopes usw.). Kosten Fr. 120 000 Gewünschter Beitrag Fr. 65 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen betragen Fr. 10 000. Die Stadt Bülach und die Kreisgemeinden leisten einen Beitrag von Fr. 29 500. Von Dritten wer- den Fr. 15 500 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Da die Schul- und Volksstern- warte letztmals vor vier Jahren mit einem ho- hen Beitrag berücksichtigt wurde und die fonds-
übliche Dreijahressperrfrist nur knapp einge- halten ist, ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag auf Fr. 50 000 gerechtfertigt. Bei dieser Beitragsleistung handelt es sich nicht um eine Nachfinanzierung, sondern um eine Ergänzung des letzten Ausbauschritts. Bewilligter Beitrag Fr. 50 000
14. Publikation «Schauplätze. Frauengeschichten in Winterthur» Bereiche Soziales, Kulturgeschichte Gesuchstellende Verein Frauenstadtrundgang Winterthur: Der Organisation Verein besteht seit 1997. Sein Zweck ist in ers- ter Linie, die Frauengeschichte mit Bezug zu Winterthur wissenschaftlich aufzuarbeiten und bekannt zu machen. Ausgangslage Seit mehr als 18 Jahren tritt der Verein regel- mässig mit einem neuen historischen Stadtrund- gang an die Öffentlichkeit, immer mit dem Ziel, Lebensweisen und Geschichte(n) von Frauen lebendig und unterhaltsam darzustellen. Die Themen der Stadtrundgänge werden jeweils von einem kostümierten Frauentrio in Vortrags- und gespielten Sequenzen dargestellt. 2006 ver- öffentlichte der Verein die damals vier beste- henden Rundgänge in Buchform. Seither sind fünf weitere, thematisch völlig unterschiedliche Rundgänge entstanden, die nun Eingang in eine neue Publikation mit dem Arbeitstitel «Schau- plätze» finden. Projektziel Herausgabe der Publikation «Schauplätze» Projektbeschrieb Die neue Publikation umfasst die neuen Rund- gänge (u. a. Stadtgeschichte, wohltätiges Wir- ken, Bad und «grossi Wösch»), die von Histori- kerinnen vorgestellt werden. Für die einzelnen Artikel wurde viel Quellenmaterial verarbei- tet. Darüber hinaus widmet sich die Publikation der Wirkung der Rundgänge im Stadtbild. Eben- so wird geschildert, wie die Rundgänge entwi- ckelt und inszeniert werden. Die illustrierte, rund 170 Seiten starke Publikation erscheint in einer Auflage von 1200 Exemplaren im Chro- nos Verlag als 350. Neujahrsblatt der Stadtbi- bliothek Winterthur. Der angestrebte Verkaufs- preis beträgt Fr. 38.
Kosten Fr. 65 000 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt neben viel Gratisar- beit Fr. 5000. Die Stadt Winterthur leistet einen Beitrag von Fr. 30 000. Aus dem Verkauf und von Stiftungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 10 000 erwartet. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Publikation leistet einen wertvollen Beitrag zur Winterthurer Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Die Veröffentlichung dürfte auf breites Interesse stossen und den Ruf des Vereins stärken, auf unverwechselbare und innovative Art Geschichte zu vermitteln. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton gratis fünf Beleg- exemplare abgegeben werden.
15. Ausbau Plattform Winterthur von «Tischlein deck dich» Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Tischlein deck dich: Der Verein besteht Organisation seit 1999. Er sammelt einwandfreie Lebens- mittel und mittlerweile auch Non-Food-Arti- kel und leitet sie über ein eigenes Verteilsys- tem an armutsbetroffene Menschen weiter. Ausgangslage Tischlein deck dich verfügt über insgesamt sechs regionale Logistikstandorte. Von diesen werden Lebensmittel eingesammelt, gelagert, gerüstet, kommissioniert, gekühlt und an die Abgabestellen ausgeliefert. In Winterthur Grüze befindet sich der Logistikstandort Ost, von dem aus 33 Abgabestellen in den Kantonen Zürich, Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Schwyz und Aargau bedient werden. Insgesamt profitieren rund 4850 Armutsbetroffene von den wöchent- lichen Lieferungen ab der Plattform Ost. Für den Ausbau dieser Plattform wurde letztmals mit RRB Nr. 916/2011 ein Investitionsbeitrag von Fr. 30 000 aus dem Lotteriefonds bewilligt. Am Standort stehen nun grössere Investitio- nen an.
Projektziel Neubau der Kühlzelle und der Tiefkühlzelle sowie betriebliche Verbesserungen Projektbeschrieb Das zunehmende Volumen der Lebensmittel, die zu lagern und zu verteilen sind, macht eine Vergrösserung des Lagerraumes notwendig. Hinzu kommt, dass Tischlein deck dich bis an- hin von Dritten zur Verfügung gestellte Tief- kühlräume nicht mehr nutzen kann und dafür Ersatz benötigt. Gleichzeitig mit der Vergrös- serung will Tischlein deck dich die neuen Kühl- und Tiefkühlzellen so organisieren, dass ein besserer Warenfluss möglich wird (bessere Sortierung von Früchten und Gemüsen). Zu- dem müssen im Lagerbereich vier Büroarbeits- plätze eingerichtet werden. Kosten Fr. 307 200 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 43 200. Von der Stadt Winterthur werden Fr. 10 000 erwartet, von der Stadt Zürich Fr. 4000. Der Kanton Thur- gau wurde um einen Beitrag von Fr. 50 000 ersucht. Die Leistung von Stiftungen ist mit Fr. 100 000 budgetiert. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die vorgesehenen baulichen und betrieblichen Investitionen erscheinen notwen- dig und zweckmässig. Die veranschlagten Kos- ten sind nachvollziehbar. Im Kanton werden rund 2700 Menschen mit Lebensmitteln von der Plattform Winterthur aus unterstützt. Bewilligter Beitrag Fr. 100 000
16. Plattform Naturförderung Bereich Ökologie Gesuchstellende Verein Biodivers: Der Verein besteht seit 2013. Organisation Er bezweckt die Aufbereitung und das Verfüg- barmachen von Wissen zur Förderung der Bio- diversität in der Schweiz. Ausgangslage Zur Erhaltung und Förderung der Biodiversi- tät in der Schweiz ist in den vergangenen Jahr- zehnten viel Wissen erarbeitet und zusammen- getragen worden. Dieses ist über Bibliotheken
und Webseiten teilweise öffentlich verfüg- und zentral abrufbar. Vieles jedoch ist nur in «grauer Literatur» (nicht veröffentlichte Literatur) greif- bar oder ist persönliches Wissen von Fachleu- ten. Bei der Umsetzung eines konkreten Pro- jektes sollten sich Interessierte nicht nur auf ihre Erfahrungen stützen müssen. Gegenwärtig muss Wissen zum Teil durch aufwendige Re- cherche zusammengesucht werden. Es fehlt eine zentrale Plattform, über die dieses Wissen ab- gerufen werden kann. Projektziele Aufbau einer umfassenden Website mit quali- fizierten und aktualisierten Inhalten zur Natur- förderung; die Zielgruppen kennen die Website und nutzen sie aktiv. Dadurch werden qualitativ bessere Projekte zur Biodiversität in der Schweiz ausgearbeitet. Projektbeschrieb Zentrales Element des Vorhabens ist der Auf- bau einer Webplattform, auf der u. a. graue Lite- ratur, vorhandenes Expertenwissen und Projekt- beispiele als Wissensinhalte aufbereitet und den Adressaten für eigene Umsetzungsprojekte zu- gänglich gemacht werden. Zudem verweist die Plattform auf Fachleute und Organisationen, die als Kontaktpersonen zu den verschiedenen Themen zur Verfügung stehen. Die Plattform soll einen regen Erfahrungsaustausch zu Pra- xiswissen in der Naturförderung ermöglichen, die zu qualitativ besseren Naturschutzprojek- ten führt und letztlich zu einer schweizweit er- höhten Biodiversität. Zielgruppen des Projek- tes sind neben Naturschutzorganisationen auch Natur- und Landschaftsschutzstellen von Bund, Kantonen und Gemeinden, Umwelt- und Inge- nieurbüros, Unterhaltsdienste, Forstbetriebe, landwirtschaftliche Berater, Private und Firmen. Kosten Fr. 1 950 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 127 000. Von Stif- tungen und Privaten sowie von Sponsoren wer- den Fr. 643 000 erwartet. Die Leistung des Bun- des ist mit einem Beitrag zwischen Fr. 100 000
und Fr. 300 000 budgetiert, die Leistung der Gemeinden mit Fr. 100 000. Naturschutzorga- nisationen werden um Fr. 80 000 ersucht. Der offene Betrag von voraussichtlich Fr. 900 000 soll durch die Kantone abgedeckt werden. Der Anteil des Kantons Zürich beträgt Fr. 140 000. Da Zürich jedoch Standortkanton ist, wurde ein Beitrag von Fr. 200 000 gewünscht. Hinweis Die Richtlinien des Lotteriefonds verlangen in der Regel einen Leistungsausweis der ge- suchstellenden Organisation über fünf Jahre. Die erwähnten Richtlinien erlauben jedoch bei Projekten, denen grosse Bedeutung für den Kanton zukommt, einen Verzicht auf diesen üblichen Leistungsausweis. Im vorliegenden Fall ist ein solcher Verzicht angebracht. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Der Verein Biodivers hat erkannt, wie wichtig das Verfügbarmachen von Praxis- wissen und ein interaktiver Austausch zur För- derung der Biodiversität in der Schweiz sind. Mit der Plattform Naturförderung wird eine schweizweite Lösung angeboten, um dem Pro- blem des mangelnden Erfahrungsaustausches zu begegnen. Das Projekt ist breit abgestützt und kann auf die Unterstützung namhafter Organisationen zählen. Das Vorhaben wird als dringlich beurteilt. Bewilligter Beitrag Fr. 200 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Plattform wird Informationen zu sensib- len Arten und Lebensräumen enthalten. Bio- divers muss die notwendige Sorgfalt walten lassen, damit der Schutz von seltenen Pflan- zen- und Tierarten gewährleistet bleibt. – Die Auszahlung erfolgt dann, wenn die Ge- samtfinanzierung des Vorhabens gesichert ist. Bei einem allenfalls verringerten Budget erfolgt eine anteilsmässige Kürzung des Bei- trags des Lotteriefonds.
17. Ausstellung «Welt der Fledermäuse» Bereiche Ökologie, Bildung Gesuchstellende Stiftung zum Schutze unserer Fledermäuse in Organisation der Schweiz: Die Stiftung besteht seit 1988. Ihre Kernaufgabe besteht darin, Institutionen und Personen bei ihren Bemühungen zum Schutz der Fledermäuse finanziell zu unterstützen. Ausgangslage Die Stiftung hat seit 1998 Gastrecht am Zoo Zürich und betreibt dort seit 2005 eine «Fleder- maus-Ausstellung». Diese Ausstellung, konzi- piert für eine Laufzeit von zehn Jahren, war sehr erfolgreich (sie wurde von Hunderttau- senden Kindern und Erwachsenen, besonders von Schulklassen aus dem Kanton Zürich be- sucht). Gleichzeitig ist die Ausstellung Ausbil- dungs- und Weiterbildungsstätte für die rund 70 ehrenamtlich mitarbeitenden «Lokalen Fle- dermausschützer». Nun muss die Ausstellung aktualisiert und von Grund auf neu aufgebaut werden. Projektziel Ersatz der Ausstellung zum Thema Fleder- mäuse im Zoo Zürich, Schaffen von Verständ- nis für die notwendigen Fledermaus-Schutz- massnahmen Projektbeschrieb Die Ausstellung hat ihren Standort in einer Scheune bei der «Naturwerkstatt» im Zoo. Auf einer Fläche von 253 m² werden neu sechs The- menräume aufgebaut, die dem Publikum eine Forschungsreise in die Welt der Fledermäuse ermöglichen. So werden die Besuchenden ein- geladen, nach Spuren von Fledermäusen zu su- chen, mögliche Fledermausverstecke zu scannen und in virtuelle Fledermaus-Lebensräume ein- zutauchen. Die Ausstellung ist ganzjährig ge- öffnet. Kosten Fr. 1 100 000 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 400 000. Von Stiftungen und Privaten werden insgesamt Fr. 350 000 erwartet. Die Standortgemeinde ist im Finanzierungsplan nicht berücksichtigt. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Konzept der neuen Aus- stellung ist überzeugend. Die Breitenwirkung der Ausstellung ist gross. Allerdings fehlt eine Beteiligung der Standortgemeinde. Somit ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag von Fr. 100 000 gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 250 000 Auflage Die Auszahlung des Betrages erfolgt dann, wenn die Gesamtfinanzierung des Vorhabens gesi- chert ist. Bei einem allenfalls reduzierten Bud- get erfolgt eine anteilsmässige Kürzung des Bei- trages des Lotteriefonds.
18. Regionale Projektschau Limmattal Bereich Raumplanung Gesuchstellende Amt für Raumentwicklung (ARE) in Vertre- Organisation tung von Verein regionale Projektschau Lim- mattal (in Gründung): Der Verein bezweckt mit der Vorbereitung und Durchführung der «Regionalen Projektschau Limmattal» einen Beitrag zur Schaffung und Stärkung der Iden- tität im Limmattal und damit zur Sicherung und Förderung der Lebensqualität für die Be- wohnerinnen und Bewohner. Ausgangslage Das Limmattal von Zürich bis Turgi-Untersig- genthal ist ein verkehrs- und infrastrukturge- prägter Raum, der einer rasanten Entwicklung unterliegt. Die Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner (heute rund 200 000 Menschen) und der Arbeitsplätze (heute rund 80 000) könnte bis 2050 nochmals um je ein Drittel zunehmen. Das Limmattal wächst faktisch zu einem Le- bensraum zusammen. Das Leben über die Kan- tonsgrenzen hinweg spiegelt sich im Arbeits-, Wohn- und Freizeitverhalten bzw. in Mobilität, Konsum oder Kulturbetrieb. Die Kantone Aar- gau und Zürich stehen demzufolge zusammen mit den mehr als 20 Städten und Gemeinden im Limmattal vor grossen Herausforderungen. Notwendig sind neue Ansätze zur Zusammen- arbeit.
Projektziel In grenzüberschreitender Art sollen Leucht- turmprojekte umgesetzt werden, die zu mehr Lebensraumqualität für die Menschen im Lim- mattal führen und dadurch die Identität stär- ken. Projektbeschrieb Mit dem Verfahren «Regionale Projektschau» sollen erstmalig in der Schweiz neue, innovative Vorhaben, Initiativen und Vorgehensweisen im Limmattal aufgegleist und umgesetzt werden. Das Verfahren «Regionale Projektschau» zählt in Deutschland seit den 80er-Jahren zu den be- währten Entwicklungsinstrumenten, insbeson- dere dort, wo in grösseren Gebieten Massnah- men zur Identitätsbildung und Imageverbesse- rung erforderlich waren. Die darin enthaltenen Projekte müssen über Partikularinteressen hi- nausgehen, das Bewusstsein für eine geteilte Verantwortung sichtbar machen bzw. schaffen und belastbare Mitwirkungsformen entstehen lassen. Der Verein wird in drei Handlungsfeldern aktiv: «Gesellschaft von morgen» (generationenüber- greifende Lösungswege, mit denen das Limmat- tal auf das Bevölkerungswachstum und den demografischen Wandel reagieren kann), «In- frastruktur der Zukunft» (flankierende Mass- nahmen, um die Lebensqualität in der Region zu fördern) und «Agglopark im Fluss» (bessere Nutzung der Potenziale der Natur-, Fluss- und Erholungslandschaft). Die beteiligten Gemeinden, Städte und Priva- ten entwickeln und präsentieren gemeinsam für diese drei Handlungsfelder konkrete Projekte gemäss vorgegebenen Qualitätskriterien. Diese Vorhaben müssen u. a. Leuchtturmcharakter aufweisen und die zukünftige Entwicklung mo- dellhaft und erlebbar machen. Die Projekte können aus den Themenbereichen Kunst/Kul- tur, Sport/Freizeit, Siedlungsqualität/Urbanität, Mobilität, regionale Produkte/Konsum, Bildung oder Produktion stammen. Die Einzelprojekte werden der Öffentlichkeit präsentiert.
Das Vorhaben ist auf eine Dauer von zehn Jahren angelegt und wird in eine Aufbauphase und eine Umsetzungsphase aufgeteilt. Die erste Phase wurde im November 2015 mit der Ver- einsgründung eingeleitet. Sie umfasst das Aus- arbeiten von Projekten und deren Präsenta- tion. Die Aufbauphase soll Ende 2019 abge- schlossen sein. Dann wird untersucht, ob die Ziele dieser Phase 1 erreicht wurden. Bei Ziel- erreichung wird die zweite Phase mit der Um- setzung dieser Vorhaben gestartet. Kosten bis 2019 Fr. 2 200 000 Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Übrige Finanzierung Von den Standortgemeinden werden Fr. 400 000 erwartet. Der Kanton Aargau hat bereits Fr. 900 000 bewilligt (dies unter der Bedingung, dass sich der Kanton Zürich im selben Umfang beteiligt). Das ARE leistete Vorarbeiten im Be- trag von Fr. 50 000. Für den restlichen Beitrag des Kantons wird der Verein zum gegebenen Zeitpunkt ein Gesuch an die sich in Gründung befindende Stiftung «Raum & Gesellschaft» stel- len. Hinweis Die Richtlinien des Lotteriefonds verlangen in der Regel einen Leistungsausweis der gesuch- stellenden Organisation über fünf Jahre. Der Verein, der eigens für die Durchführung dieses Projektes gegründet wurde, kann diesen Leis- tungsausweis nicht erbringen. Die erwähnten Richtlinien erlauben jedoch bei Projekten, de- nen grosse Bedeutung für den Kanton zukommt, einen Verzicht auf diesen üblichen Leistungs- ausweis. Im vorliegenden Fall ist ein solcher Verzicht angebracht. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der «Regionalen Projekt- schau Limmattal» kann eine für die Schweiz neue Form der Kooperation zwischen Gemein- den, Kantonen, Städten, Bund und Privaten er- probt und genutzt werden. Gleichzeitig werden neue Impulse im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung des Limmattals gesetzt. Durch das
Gesamtprojekt werden nutzbare Mehrwerte und Synergien geschaffen. Das Vorhaben kann als Pilotprojekt für den gesamten Kanton Zü- rich verstanden werden. Bewilligter Beitrag Fr. 400 000
19. Koffer mit sozialpädagogischen Arbeitsmaterialien Bereich Bildung Gesuchstellende Institut für wirksame Jugendhilfe «kompetenz- hoch3»: Das Institut besteht seit 2002. Es be- zweckt die Entwicklung, Einführung und Eva- luation von wirksamen sozialpädagogischen An- geboten für Kinder, Jugendliche, Familien und Erwachsene. Es entwickelt in Zusammenarbeit mit Leistungserbringern der Kinder- und Ju- gendhilfe und des Bildungssystems Handlungs- modelle, Programme und Lehrmittel. Zurzeit arbeitet das Institut mit 17 stationären Ein- richtungen (Kinder- und Jugendheimen), rund 20 Anbietern von aufsuchender Familienhilfe sowie 13 Jugendanwaltschaften zusammen, die seine Handlungsmodelle und Programme nut- zen. Ausgangslage Diese Praxispartner haben bei «kompetenz- hoch3» einen grossen Bedarf an sozialpädago- gischen Materialien angemeldet, um insbeson- dere ihre Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Eltern besser strukturieren zu können. Projektziel Herstellung eines Werkzeugkastens zur sozial- pädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendli- chen und Eltern Projektbeschrieb Das Projekt will – erstmalig für die Jugendhilfe der Schweiz – einen Werkzeugkasten mit Ma- terialien, Vorbereitungskarten, Gesprächsleit- fäden usw. entwickeln und Personen aus der Kinder- und Jugendsozialarbeit bzw. Sozialpä- dagoginnen und -pädagogen zur Verfügung stellen. Damit soll deren Arbeit bzw. der di- rekte Kontakt mit Kindern und Jugendlichen in Heimen, in Wohngruppen sowie in der auf- suchenden Familienarbeit, mit Pflegefamilien und in Jugendanwaltschaften unterstützt wer- den. Mit den angebotenen Materialien (z. B.
Bildkarten mit Aufgaben für Kinder und Ju- gendliche, Bildkarten für Erziehungsaufgaben von Eltern) soll den Fachpersonen der diag- nostische Prozess zur Beantwortung der Frage erleichtert werden, welche besondere Unter- stützung/Lernförderung die betroffenen Kinder, Jugendlichen oder Eltern nötig haben. Erste Vorversuche haben gezeigt, dass ein physischer Koffer gegenüber einem elektronischen Arbeits- gerät grosse Vorteile bietet, weil er eine konkre- tere Arbeit mit den meist belasteten Personen (z. B. kognitive und sprachliche Einschränkun- gen) ermöglicht. Erste Prototypen des Koffers werden, begleitet durch eine entsprechende Schulung, in ausgewählten Organisationen im Kanton Zürich getestet. Nach Anpassungen erfolgt die Produktion der endgültigen Varian- te bzw. die Markteinführung. Dann steht der Koffer auch für die ambulante Arbeit, z. B. für die Schulsozialarbeit, zur Verfügung. Kosten Fr. 260 000 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 70 000. Von Stif- tungen und Privaten werden Fr. 40 000 erwar- tet. Der offene Restbetrag soll über den Lotte- riefonds finanziert werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Koffer wird zu einer Ver- besserung der Leistungserbringung auch durch vom Kanton subventionierte Organisationen/ Institutionen führen. Die Pilotphase des Kof- fereinsatzes wird im Kanton Zürich durchge- führt. Danach können sämtliche Kantone der Deutschschweiz von diesen Arbeiten profitie- ren. Somit ist es gerechtfertigt, dass der Kan- ton Zürich auch nur einen Anteil an den offe- nen Restkosten übernimmt. Die Bandbreite, für die der Koffer eingesetzt werden soll, wird als zu gross beurteilt. Deshalb verlangt der Kan- ton eine Beschränkung auf Anwenderinnen und Anwender in der Kinder- und Jugendhilfe. Bewilligter Beitrag Fr. 57 000
Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass der Beitrag zur Anwendung des Koffers in der Kinder- und Jugendhilfe (statio- när und ambulant) entwickelt wird. Das Insti- tut «kompetenzhoch3» hat die Bildungsdirek- tion entsprechend zu informieren und zu doku- mentieren. Erachtet die Bildungsdirektion die Auflage als erfüllt, kann sie beim Lotteriefonds die Auszahlung des Betrages veranlassen.
20. Teilnahme als Gastkanton an der Bundesfeier des Schweizer Generalkonsulats in Frankfurt am Main Bereich Feiern und Feste Gesuchstellende Staatskanzlei des Kantons Zürich Organisation Ausgangslage Mit Schreiben vom 13. Dezember 2013 nahm der Regierungsrat eine Einladung des schwei- zerischen Generalkonsuls in Frankfurt a. M. zur Teilnahme des Kantons als Gastkanton an der Bundesfeier vom Freitag, 29. Juli 2016, an. Der Anlass findet jeweils kurz vor dem 1. August im Residenzgarten des Generalkonsulats statt. Projektziel Präsentation des Kantons Projektbeschrieb Zur Bundesfeier werden Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Medien und Kultur aus dem Grossraum Frankfurt a.M. und der Rhein-Main- Region eingeladen. Die Veranstaltung besteht aus einem offiziellen Teil mit Begrüssung durch den Gastgeber und von hessischer Seite, Inter- views mit Vertretern des Gastkantons und Un- terhaltung sowie Verköstigung. Der Gastkanton ist verantwortlich für das kulturelle Programm und die kulinarischen Spezialitäten. Die Staats- kanzlei ist beauftragt, den Anlass in enger Ab- sprache mit dem Generalkonsulat in Frankfurt a. M. zu organisieren. Für die Musikbeiträge konnte eine Kleinformation der Zürcher ETH- Big-Band gewonnen werden. Weitere Auftritte werden durch Studierende der ETH oder der Universität gestaltet. Für das Angebot von kuli- narischen Spezialitäten und Weinen ist die Ho- telfachschule Belvoirpark Zürich verantwort- lich. Ein Fernsehmoderator wird durch den Abend führen.
Die Zürcher Delegation besteht aus dem Re- gierungspräsidenten und dem Staatsschreiber, Vertretern des Kantonsrates, des Gemeinde- präsidentenverbandes sowie von Zürich Touris- mus, Greater Zurich Area und der Handels- kammer. Kosten Fr. 129 900 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Übrige Finanzierung Die Staatskanzlei leistet Fr. 29 900 und deckt da- mit die Kosten der offiziellen Delegation und der Konsumation der geladenen Gäste. Über den Lotteriefonds sollen die Aufwendungen für das Kultur- und Rahmenprogramm sowie die Reise- und Aufenthaltskosten der Hotelfach- studierenden gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Durch die Mitwirkung des Kan- tons Zürich als Ehrengast bietet sich die Mög- lichkeit der Imagepflege. Bewilligter Beitrag Fr. 100 000
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken
1. Verein «Projekt 1816» 250 000 Beitrag an Projekt «1816 – das Jahr ohne Sommer»
2. Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft der Baudirektion 150 000 Beitrag an Publikation über die Thur
3. Stiftung der Evangelischen Gesellschaft des Kantons Zürich 400 000 Investitionsbeitrag an Sanierung der Herberge zur Heimat
4. Stiftung Schloss Andelfingen 15 000 Beitrag an Publikation über den Schlosspark Andelfingen
5. Verein Maxim Theater 50 000 Jubiläumsbeitrag für Investitionen und Jubiläumsprogramm
6. Stiftung Freilichtmuseum Ballenberg 250 000 Beitrag an Unterhalt der Zürcher Gebäude
7. Verein Raum für Neues 140 000 Beitrag an Ausstellung «Kennen wir uns?»
8. Verein Künstlergruppe Winterthur 20 000 Jubiläumsbeitrag an Chronik über Künstlergruppe
9. Karl’s kühne Gassenschau 300 000 Beitrag an Kauf einer neuen Tribüne
10. Psychiatrische Universitätsklinik Zürich 10 000 Beitrag an Publikation über das Burghölzli
11. Iras Cotis 200 000 Beitrag an Projekt Dialogue en Route Kanton Zürich
12. Universität Zürich 300 000 Beitrag an Pilotprojekt zur Förderung der Selbstständigkeit von alten Menschen
13. Stiftung Schul- und Volkssternwarte Bülach 50 000 Beitrag zum Ausbau der Infrastruktur
14. Verein Frauenstadtrundgang Winterthur 20 000 Beitrag an historische Publikation zu Winterthur
15. Verein Tischlein deck dich 100 000 Beitrag an den Ausbau von Kühlzellen
16. Verein Biodivers 200 000 Starthilfebeitrag an den Aufbau einer Internetplattform
17. Stiftung zum Schutze unserer Fledermäuse in der Schweiz 250 000 Beitrag für die Erneuerung der Dauerausstellung
18. Verein regionale Projektschau Limmattal 400 000 Starthilfe für die Umsetzung von Leuchtturmprojekten
19. Institut für wirksame Jugendhilfe «kompetenzhoch3» 57 000 Beitrag zur Erarbeitung eines Werkzeugkoffers im sozialpädagogischen Bereich
20. Staatskanzlei 100 000 Beitrag für Auftritt als Gastkanton an Bundesfeier in Frankfurt a. M. Total 3 262 000
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:
Husi