Lexipedia

Decision

RRB Nr. 268/2017

Lotteriefonds des Kantons Zürich, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 1. Serie

22 da mars 2017German24 min

Source zh.ch

Lotteriefonds des Kantons Zürich, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 1. Serie

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 22. März 2017

268. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 1. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewil- ligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2017 wurden bis anhin keine Beiträge bewilligt. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staatskanzlei (Konto «Staats- beiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jährlich ein Beitrag von Fr. 200 000 geleistet wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2017 somit insgesamt noch Fr. 19 800 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 1. Serie 2017 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:

1. Schweizer Jugendfilmtage, Erneuerung (IT-)Infrastruktur Bereiche Kultur, Bildung Gesuchstellende Verein Schweizer Jugendfilmtage: Der Verein Organisation besteht seit 1976. Er unterstützt und fördert Ju- gendliche bis zum 25. Altersjahr, die im Rahmen von Schule oder Freizeit Filmprojekte verwirk- lichen. Er führt in Zürich jährlich sein Filmfes- tival «Schweizer Jugendfilmtage» (SJFT) durch, das seit 2003 über den Sektor schule&kultur der Bildungsdirektion mit einem Beitrag von Fr. 15 000 unterstützt wird. Dadurch wird Schul- klassen aus dem Kanton Zürich ein kostenloser Besuch thematischer Filmworkshops oder Ate- liers möglich. Ausgangslage Die SJFT sind das einzige schweizerische Ju- gendfilmfestival. Sie bieten jungen Filmerinnen und Filmern eine professionelle Plattform, um ihre Filme einer breiten Öffentlichkeit zu zei- gen und sich untereinander zu vernetzen. Der Verein will im Zeitraum 2017 bis 2019 seine Ar- beitsabläufe professionalisieren und neue Ver- anstaltungsformate einführen. Damit will er

auch den geänderten Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen entsprechen und den Film- nachwuchs besser fördern. Dazu benötigt der Verein eine modernere IT-Infrastruktur. Projektziel Beschaffung von massgeschneiderter Soft- und Hardware sowie von Mobiliar Projektbeschrieb Die neue IT-Infrastruktur besteht aus neuen PC und einer neuen Datenbank. Sie soll eine effiziente Adress-, Film- und Programmbearbei- tung und -verwaltung, zudem den einfachen Zu- griff für Externe auf das Filmarchiv ermögli- chen. Die Datenbank wird in Zusammenarbeit mit einem Spezialisten entwickelt, der schon für mehrere Filmfestivals Softwarelösungen er- arbeitet hat. Da der Verein seit 2016 über eige- ne Büroräumlichkeiten verfügt, ihm aber nur geliehenes Mobiliar zur Verfügung steht, beab- sichtigt er zudem den Kauf geeigneter, prakti- scher Möbel. Kosten Fr. 20 325 Gewünschter Beitrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 325. Die Stadt Zürich leistet einen Beitrag von Fr. 10 000. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Ein professionell betriebenes Fes- tival benötigt entsprechende Infrastruktur. Die geplanten Anschaffungen sind notwendig und sinnvoll. Die veranschlagten Kosten sind be- legt und nachvollziehbar. Da der Verein SFJT einen wichtigen Beitrag an die Nachwuchsför- derung im audiovisuellen Bereich leisten, ist eine Beitragsleistung gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 10 000

2. Aufarbeitung Sendearchiv Radio Stadtfilter AG Bereich Kultur Gesuchstellende Radio Stadtfilter AG, Winterthur: Die AG be- Organisation steht seit 2008. Sie bezweckt das Betreiben eines Radiosenders für die Region Winterthur–Schaff- hausen–Zürich. Die AG hat gemeinnützigen Charakter, strebt also keine wirtschaftlichen

Vorteile für ihre Aktionärinnen und Aktionäre an. Ein Ertragsüberschuss darf nur im Rahmen des statutarischen Zwecks der Gesellschaft ver- wendet werden. Ausgangslage Das Radio ist seit März 2009 auf Sendung. Seine Sendungen sind ein bisher kaum erfass- tes, zum Teil wichtiges Element der Winterthu- rer Stadt- und Regionalgeschichte. Eine Aus- wahl der Stadtfilter-Sendungen soll nun in Zu- sammenarbeit mit spezialisierten Partnern auf- bereitet und über das Winterthurer Stadtarchiv der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Projektziel Aufbau eines öffentlich zugänglichen Sende- archivs Projektbeschrieb In diesem Archiv soll eine repräsentative Aus- wahl von interessanten Sendungen dauerhaft erhalten bleiben. Zu diesem Zweck erarbeitete Radio Stadtfilter mit dem Verein zur Erhaltung der audiovisuellen Kulturgüter der Schweiz, Memoriav, und dem Winterthurer Stadtarchiv einen strengen Auswahlkriterien-Katalog. Nach Auswahl und Katalogisierung werden die Sen- dungen ins Stadtarchiv überführt, wo ein öffent- licher Zugang eingerichtet wird. Parallel dazu wird das neue Archiv durch Medienarbeit ge- zielt öffentlich bekannt gemacht. Das Vorha- ben richtet sich an alle Interessierten (For- schende, Studierende, breite Bevölkerung). Kosten Fr. 215 536 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 35 536. Von der Stadt Winterthur wird ein Beitrag von Fr. 10 000 erwartet, vom Bund eine Unterstützung von Fr. 125 000. Die Beiträge von Stiftungen und Dritten sind mit Fr. 25 000 budgetiert. Der of- fene Betrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt ist sinnvoll und ver- spricht einen Mehrwert in Bezug auf die Über- lieferung von wichtigen audiovisuellen Quel- len seit dem frühen 21. Jahrhundert. Durch die

Anbindung ans Stadtarchiv Winterthur und die Verbindung mit dem Verein Memoriav ist eine hohe fachliche Qualität sichergestellt. Da dem Vorhaben regionale Bedeutung zukommt, ist es gerechtfertigt, dass der Kanton einen höhe- ren Beitrag als die Standortgemeinde leistet. Da keine Beiträge mit Schaffhauser Themen archiviert werden, ist eine Beitragsleistung des Kantons Schaffhausen nicht notwendig. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die archivierten Beiträge müssen über das Online-Portal des Stadtarchivs Winterthur zugänglich gemacht und verfügbar gehalten werden. – Die Auszahlung des bewilligten Beitrages er- folgt, wenn die Stadt Winterthur und der Bund die veranschlagten Beiträge verbind- lich zugesichert haben. Wird ein Beitrag ge- kürzt, erfolgt eine anteilmässige Kürzung bei der Leistung des Kantons.

3. 50-jähriges Bestehen des Schweizerischen Instituts für Kinder- und Jugendmedien Bereich Bildung Gesuchstellende Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugend- Organisation medien (SIKJM): Das Institut bzw. die Johanna Spyri-Stiftung als Trägerin des Instituts ist die einzige Institution der Schweiz, die im Bereich der Kinder- und Jugendliteratur in der Schweiz Dokumentations-, Forschungs- und Vermitt- lungsarbeit leistet. Mit RRB Nr. 1200/2015 hat der Kanton Zürich die wichtige Funktion des SIKJM in den Bereichen literale Förderung und Kinder- und Jugendliteratur erneut anerkannt und unterstützt es mit einem Betrag von jähr- lich Fr. 150 000. Ausgangslage Das SIKJM in seiner heutigen Form entstand 2002 aus dem Zusammenschluss des ehemali- gen Schweizerischen Jugendbuch-Instituts und des Schweizerischen Bundes für Jugendlitera- tur. Es hat seinen Hauptsitz in Zürich. Für 2018

plant es aus Anlass des 50-Jahr-Jubiläums die Herausgabe eines Atlasses der Schweizer Kin- der- und Jugendliteratur und eine Wanderaus- stellung für Bibliotheken im Kanton Zürich. Projektziel Stärkung der öffentlichen Aufmerksamkeit für das Kinder- und Jugendbuchschaffen in der Schweiz sowie Animation zum Lesen bei Kin- dern und Jugendlichen bzw. Schulklassen Projektbeschrieb Der Atlas ist für ein breites Publikum konzi- piert und lädt ein zu einer Reise durch die Schweizer Kinder- und Jugendliteratur. Vor- gesehen ist eine illustrierte, rund 220-seitige deutschsprachige Publikation mit rund 20 the- matischen Kapiteln (wie z. B. Reisen ins Phan- tastische, die Grossstadt, die Bergwelt), die hauptsächlich Bezüge zur Deutschschweizer Kinderliteratur der letzten Jahrzehnte auf- weist (mit Verweisungen auf die anderen Sprachregionen). Ein grosser Teil der im Atlas vorgestellten Autorinnen und Autoren bzw. Il- lustratorinnen und Illustratoren hat einen Be- zug zu Stadt oder Kanton Zürich. Der Atlas wird voraussichtlich im Herbst 2018 mit einer Auflage von 2000 Exemplaren im Chronos Ver- lag erscheinen. Der voraussichtliche Verkaufs- preis beträgt Fr. 48. Die Kosten der Publikati- on betragen Fr. 246 300. Im Zentrum der paral- lel dazu geplanten Wanderausstellung steht eine Auswahl der für den Atlas geschaffenen Karten bzw. Illustrationen. Diese Bildtafeln mit kurzen Begleittexten dienen als Blickfang für die unterschiedlichen Themen und als Ein- stiegshilfe in ausgewählte Werke der Kinderli- teratur. Es ist vorgesehen, die Ausstellung in mindestens 15 Bibliotheken grösserer und klei- nerer Gemeinden im Kanton zu zeigen. Die Aus- stellungskosten sind mit Fr. 82 400 budgetiert. Kosten Fr. 328 700 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des SIKJM beträgt Fr. 13 300. Die Einnahmen aus dem Buchverkauf sind mit Fr. 8400 budgetiert. Von den Gemeinden wird ein Beitrag von Fr. 30 000 erwartet, von anderen Kantonen eine Leistung von Fr. 32 000. Stiftun- gen und Private sollen Fr. 45 000 beisteuern. Der offene Restbetrag soll durch den Lotterie- fonds gedeckt werden. Hinweis Das Projekt Wanderausstellung kann gemäss Bibliotheksförderungsverordnung (§ 10 Abs. 1 lit. b und d BFV) über die Bildungsdirektion un- terstützt werden. Somit ist aufgrund der Richt- linien des Lotteriefonds eine Beitragsleistung für diesen Projektteil nicht möglich. Würdigung Das Publikationsvorhaben entspricht den Richt- linien des Lotteriefonds. Eine Beitragsleistung dafür ist gerechtfertigt, denn einerseits gibt es nur wenig Literatur zur Schweizer Kinder- und Jugendliteratur. Anderseits erbringt das SIKJM wichtige Leistungen für Schulen, Bibliotheken und andere Institutionen. Es ist deshalb auch für den Kanton Zürich wichtig, dass sich das Institut als Institution profilieren kann. Da der geplante Atlas inhaltlich die gesamte Deutsch- schweiz abdeckt, ist es angebracht, dass sich andere Kantone mit mindestens Fr. 32 000 an dessen Finanzierung beteiligen. Bewilligter Beitrag Fr. 100 000 Empfehlung Die Gewährung des Beitrages zugunsten des Atlasses ist mit der Empfehlung an das SIKJM verbunden, der Bildungsdirektion ein Gesuch um einen Beitrag zugunsten der Wanderaus- stellung für Schule- und Gemeindebibliothe- ken im Kanton Zürich einzureichen. Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Sind die Beiträge der anderen Kantone tie- fer als Fr. 32 000, wird auch der Beitrag des Lotteriefonds anteilmässig gekürzt. – Dem Kanton sind gratis zehn Belegexem- plare abgegeben.

4. Elternfilmserie «Zusammen sind wir Klasse» Bereiche Bildung, Soziales Gesuchstellende Stiftung Elternsein: Die Stiftung besteht seit Organisation 2012. Sie bezweckt, einen Beitrag für das Zu- sammenleben von schulpflichtigen Kindern, de- ren Eltern und Lehrern zu leisten. Sie versteht sich als Kompetenzzentrum in Erziehungs- und Bildungsfragen. Ausgangslage Die Stiftung ist Herausgeberin des Schweizer Elternmagazins Fritz+Fränzi. Nicht alle Eltern können jedoch über ein solches Printmedium erreicht werden. Aus diesem Grund hat die Stif- tung 2012 ein niederschwelliges Angebot an Elternfilmen zum Thema «Mit Kindern lernen» aufgebaut. Eine zweite Filmserie wurde unter dem Titel «Was Kinder stark macht» produ- ziert. Nun beabsichtigt die Stiftung eine dritte Serie mit dem Titel «Zusammen sind wir Klasse» in Auftrag zu geben, in der es um Sozialkom- petenzen im Schulalltag geht. Projektziel Die Filme sollen einerseits helfen, bei Kindern das Gemeinschaftsgefühl zu stärken, anderseits Lehrpersonen im Umgang mit auffälligen Kin- dern oder schwierigen Situationen zu stützen. Projektbeschrieb Vorgesehen sind acht Kurzfilme, die sich in erster Linie an Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren richten. Die Filme sollen in kindge- rechter Weise zeigen, wie Zusammenleben und -arbeiten an Schulen leichter möglich wird. Die Filme eignen sich auch für den direkten Einsatz im Unterricht. Sie werden von einem erfahrenen Team produziert, das bereits die bei- den früheren Filmserien hergestellt hat. Mit einem Newsletter (an rund 25 000 Eltern) wird die Stiftung auf ihr neues Filmangebot hinwei- sen. Sie begleitet diese Aktion mit Vorträgen und Weiterbildungsveranstaltungen für Lehr- personen, Schulpsychologinnen und -psycho- logen sowie weitere Fachleute. Kosten Fr. 201 560 Gewünschter Beitrag Fr. 45 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Stiftung beträgt Fr. 56 820. Von den anderen Kantonen wird ein Beitrag von Fr. 89 740 gewünscht. Von Stiftungen und Dritten wird ein Beitrag von Fr. 10 000 erwar- tet. Der offene Restbetrag soll über den Kan- ton Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Eine entsprechende Wissens- und Informationsvermittlung ist wünschenswert. Die Auswahl der Filmthemen ist sinnvoll und be- deutsam für die Gestaltung des Zusammenle- bens an Schulen. Da erfahrene Fachleute an der Filmserie mitarbeiten, darf ein qualitativ gu- tes Produkt erwartet werden. Bewilligter Beitrag Fr. 45 000 Auflage Die Bewilligung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Der Beitrag des Kantons Zürich wird ausbe- zahlt, wenn sich die anderen Kantone mit min- destens Fr. 60 000 am Vorhaben beteiligen. Sollte der Beitrag der anderen Kantone gerin- ger ausfallen, erfolgt eine entsprechende Kür- zung an der Leistung des Kantons Zürich.

5. «Wir reden mit!» Engagement von Kindern und Jugendlichen in Vereinen bzw. Freiwilligenorganisationen Bereich Soziales, Bildung Gesuchstellende Verein Plan International Schweiz: Der Verein Organisation besteht seit 2006. Neben seinem Engagement für bedürftige Kinder und Familien im Aus- land führt der Verein in der Schweiz Projekte und Kampagnen zur Gleichstellung von Mäd- chen und Jungen durch. «Wir reden mit!» ist das erste landesweite Projekt des Vereins in der Schweiz. Ausgangslage Die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Vereinen bzw. Freiwilligenorganisationen nimmt ab. Dies dürfte u. a. auch daran liegen, dass Kinder und Jugendliche in diesen Organi- sationen wenig Einfluss haben. Mit einem Pi- lotprojekt möchte Plan International Schweiz die Einflussnahme von Kindern und Jugendli- chen in Vereinen und vergleichbaren Organi- sationen fördern.

Projektziel Stärkung der Mitwirkung von Kindern und Ju- gendlichen an Planungs- und Entscheidungs- prozessen in Vereinen bzw. Freiwilligenorgani- sationen, um dadurch die Attraktivität dieser Organisationen zu steigern und wieder ein stär- keres Engagement von Kindern und Jugendli- chen in Vereinen usw. zu bewirken. Projektbeschrieb Das Pilotprojekt ist in mehrere Schritte unter- teilt: Zuerst werden bei 20 Vereinen, die sich nach einem Partizipationsmodell ausrichten, Fallanalysen durchgeführt. (Es werden dabei u.a. nur Vereine berücksichtigt, die folgende Krite- rien erfüllen: Die Mehrheit der aktiven Ver- einsmitglieder sind Kinder und Jugendliche, das Verhältnis von Mädchen und Jungen ist etwa ausgeglichen.) Die Partizipationsmodelle der einzelnen Vereine werden dokumentiert. In einem zweiten Schritt werden vier Pilotvereine bestimmt, die zusammen mit ihren jugendli- chen Mitgliedern neue Partizipationsmodelle (z. B. Jugendkomitees in Vereinen, Jugendspre- cher im Vorstand) schaffen oder bestehende Modelle erweitern. Parallel dazu bietet der Ver- ein begleitende Workshops zu den Themen Partizipation und Kinderrechte. Die Vereine wählen jeweils die für sie passende Partizipati- onsform und testen diese während eines Jahres aus. Die von den Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Testjahres gemachten Erfahrun- gen werden gesammelt und fliessen in einen «Best Practice»-Leitfaden ein, der auch die Aus- wertungen aus dem ersten Projektschritt ent- hält. Dieser Leitfaden wird mittels Medienar- beit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt ge- macht und interessierten Vereinen abgegeben. Danach wird ein Beratungsangebot für zehn Ver- eine (wovon zwei aus dem Kanton Zürich) auf- gebaut. Gleichzeitig erhalten 20 bis 30 medien- interessierte Jugendliche (wovon mindestens zwei aus dem Kanton Zürich) eine Schulung, um die Öffentlichkeit mit Medienberichten über das Projekt und das Recht auf Partizipa-

tion zu informieren. Dazu wird in der Romandie und in Zürich je eine Schreibwerkstatt durch- geführt. Direkt profitieren rund 1200 Kinder und Jugendliche aus insgesamt 114 Vereinen von diesem Vorhaben. Es zielt insbesondere auf die Mitwirkung von Kindern und Jugend- lichen aus bildungsfernen Familien, mit Migra- tionshintergrund oder mit einer Behinderung. Kosten Fr. 230 000 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt rund Fr. 11 000. Vom Bund werden Fr. 90 000, von den anderen Kan- tonen Fr. 54 000 und von Stiftungen Fr. 55 000 er- wartet. Die offenen Restkosten sollen durch den Beitrag des Kantons Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Durchführung des Projek- tes und die damit verbundene Zielsetzung sind sinnvoll und zweckmässig. Eine Beitragsleistung ist – insbesondere um auszuloten, wie Vereine bzw. Freiwilligenorganisationen für Kinder und Jugendliche wieder attraktiver werden kön- nen – gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgen- den Auflagen verbunden: – Die Auszahlung des bewilligten Beitrages er- folgt, nachdem die Finanzierung des Vorha- bens sichergestellt ist. – Die anderen Kantone haben sich mit min- destens Fr. 40 000 am Vorhaben beteiligen. Fällt die Beteiligung der anderen Kantone geringer aus, wird der Beitrag des Kantons Zürich anteilmässig gekürzt. – Die Teilnahme von Zürcher Vereinen in je- der Phase des Projektes, die Durchführung von Interviews mit Zürcher Kindern, Jugend- lichen und Vereinsvertreterinnen und -ver- tretern sowie die Durchführung einer Schreib- werkstatt in Zürich müssen sichergestellt sein. – Der ausgearbeitete Leitfaden ist der Bil- dungsdirektion nach Abschluss des Projek- tes zuzustellen.

6. Filmdatenbank und Website Pink Apple Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Pink Apple: Der Verein besteht seit 1997. Organisation Jährlich führt er ein gleichnamiges Filmfesti- val mit Fokus auf dem schwul-lesbischen Film- schaffen durch. Austragungsorte sind jeweils Zürich (acht Tage) und Frauenfeld (drei Tage). Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern unterstützt den Verein seit Län- gerem, seit 2015 mit einem jährlichen Betriebs- beitrag von Fr. 25 000. Ausgangslage Datenbank und Website des Vereins entspre- chen nicht mehr den gegenwärtigen Anforde- rungen, Unterhalt und Anpassungen sind auf- wendig. Ein Ersatz drängt sich auf. Gleichzei- tig muss die Homepage angepasst werden, so dass es möglich wird, über die Website Zugriff auf das Filmarchiv des Vereins zu erhalten. Projektziel Erneuerung von Datenbank und Website, um effizientere Arbeitsabläufe zu ermöglichen. Projektbeschrieb Die neue Datenbank muss für die Planung – hauptsächlich für Programmierung, Filmevalua- tion und Adressverwaltung – genutzt werden können. Ihre Anbindung an die Website macht das aufwendige und fehleranfällige Umkopie- ren der Daten von Hand auf die Website un- nötig. Der Entscheid, welches Datenbankpro- dukt zum Einsatz kommt, ist noch nicht gefällt. Wenn immer möglich, wird eine Datenbanklö- sung gewählt, die sich bei anderen Festivals bewährt hat. Kosten Fr. 96 154 Gewünschter Beitrag Fr. 25 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleitung beträgt Fr. 41 154. Von der Standortgemeinde Zürich sind Fr. 20 000 zuge- sichert. Der Kanton Thurgau leistet Fr. 10 000. Die offenen Restkosten sollen über den Kan- ton Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Massnahmen sind sinnvoll und notwendig, um einen professio- nellen und zeitgemässen Festivalbetrieb zu ge- währleisten. Die veranschlagten Kosten sind nachvollziehbar und realistisch. Bewilligter Beitrag Fr. 25 000

7. Publikation über Hans Künzi Bereiche Volkswirtschaft Gesuchstellende Verein für wirtschaftshistorische Studien: Der Organisation Verein besteht seit 1950. Er fördert Untersu- chungen zur schweizerischen Wirtschaftsge- schichte und gibt zu diesem Zweck die Publika- tionsreihe «Schweizer Pioniere der Wirtschaft und Technik» heraus. Der Verein hat mehrfach Publikationsbeiträge aus dem Lotteriefonds er- halten, letztmals mit RRB Nr. 1223/2014 einen Beitrag von Fr. 10 000. Ausgangslage In seiner Publikationsreihe stellt der Verein historische Persönlichkeiten, ihre Leistungen und ihre Bedeutung für die Schweiz dar. Der Verein plant für den Sommer 2017 eine Veröf- fentlichung über Hans Künzi (1924–2004), den langjährigen Zürcher National- und Regie- rungsrat. Projektziel Herausgabe einer Publikation über Hans Künzi, um seine Bedeutung als Pionier des öffentlichen Verkehrs aufzuzeigen. Projektbeschrieb Die geplante Publikation steht in direktem Zu- sammenhang mit der Einweihung eines Denk- mals zu Ehren von Hans Künzi. In der 112 Sei- ten starken Publikation werden Leben und Wir- ken von Hans Künzi dargestellt. Dabei steht sein Engagement für den Kanton Zürich im Zu- sammenhang mit der S-Bahn Zürich im Fokus. Autor ist der Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Joseph Jung. Die Publikation ist in chronologi- sche und thematische Kapitel gegliedert. Vor- gesehen ist eine Auflage von 2250 Exempla- ren. Der voraussichtliche Verkaufspreis beträgt Fr. 27. Kosten Fr. 85 000 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Von den Gemeinden wird ein Beitrag von Fr. 10 000 erwartet, von Stiftungen und Privaten Fr. 55 000.

Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Thematisch weist die Publikation einen breiten und sofort ersichtlichen Bezug zum Kanton Zürich auf. Ein Beitrag von Fr. 20 000 ist gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Dem Lotteriefonds sind gratis 20 Belegexem- plare abzugeben. – Es ist im vorliegenden Fall aufgrund des brei- ten inhaltlichen Bezuges angebracht, nicht auf der fondsüblichen Dreijahressperrfrist zu beharren. Um aber eine Gleichbehandlung mit allen anderen gesuchstellenden Organi- sationen zu erreichen, unterliegt der Verein für wirtschaftshistorische Studien ab Gewäh- rung des Beitrages einer vierjährigen Bei- tragssperre.

8. «Niklaus von Flüe – Unterwegs» Bereiche Bildung, Kultur Gesuchstellende Trägerverein 600 Jahre Niklaus von Flüe: Der Organisation Verein besteht seit 2013 und bezweckt die Or- ganisation und Durchführung des Jubiläums- jahres 2017. Er will der Schweizer Bevölkerung Leben und Wirken von Niklaus von Flüe (1417– 1487) zeitgemäss näherbringen und bietet dazu eine Plattform für Veranstaltungen, Angebote und Projekte Dritter an. Ausgangslage Der Eremit und Mystiker von Flüeli-Ranft – auch bekannt als Bruder Klaus – zählt zu den bedeutenden Figuren der Schweiz. Im Rahmen des Jubiläums finden zahlreiche Aktivitäten statt, die Kosten dafür sind mit insgesamt rund 3 Mio. Franken budgetiert. Im Rahmen dieser Jubiläumsaktivitäten wird auch in allen Kan- tonen eine Wanderausstellung «Niklaus von Flüe – Unterwegs» gezeigt, für die der Träger- verein den Kanton Zürich um eine Unterstüt- zung ersucht.

Projektziel Die Wanderausstellung soll der (Zürcher) Be- völkerung eine Auseinandersetzung mit Leben und Werten von Niklaus von Flüe ermöglichen. Projektbeschrieb Im Sommer 2017 tourt der mobile Ausstellungs- pavillon «Niklaus von Flüe – Unterwegs» durch die Schweiz. Vom 31. Juli bis zum 2. August 2017 macht die Ausstellung in der Stadt Zürich und am 6. August 2017 beim Kloster Kappel Station. Die Ausstellung vermittelt Geschichten und Hintergründe zum Leben und zur Wirkung von Bruder Klaus. Kosten Wanderausstellung Fr. 1 200 000 Gewünschter Beitrag Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Der Kanton Obwalden finanziert die Ausstel- lung mit mindestens Fr. 720 000. Von den ande- ren Kantonen (einschliesslich Zürich) wird ein Beitrag von Fr. 200 000 gewünscht. Die Inner- schweizer Kantone leisten Beiträge von Fr. 8000 bis Fr. 20 000. Der offene Restbetrag muss durch Dritte und allenfalls durch den Kanton Obwal- den gedeckt werden. Hinweis Üblicherweise verlangt der Lotteriefonds von einer gesuchstellenden Organisation einen min- destens fünfjährigen Leistungsausweis. Im vor- liegenden Fall ist ein solcher Leistungsausweis nicht möglich. Da die Zürcher Bevölkerung von den Vereinsaktivitäten direkt profitiert, ist es im Sinne einer Ausnahme gerechtfertigt, den Verein trotzdem zu unterstützen. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Niklaus von Flüe ist eine poli- tisch, religiös und historisch bedeutende Per- sönlichkeit aus vorreformatorischer Zeit. Mit Blick auf die Unterstützungsleistungen anderer Kantone (Fr. 8000 bis Fr. 20 000) und die über- durchschnittlich lange Präsentation der Ausstel- lung im Kanton ist ein Beitrag von Fr. 30 000 gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 30 000

Auflagen Der Beitrag kann ausbezahlt werden, sobald dem Lotteriefonds die schriftliche Zusicherung vorliegt, dass die Ausstellung insgesamt vier Tage im Kanton gezeigt wird. Sollte die Präsenz ge- kürzt werden, erfolgt eine anteilmässige Kür- zung am bewilligten Beitrag.

9. Jubiläum 75 Jahre Fachstelle Natur; 75 Perlen in der Zürcher Landschaft Bereich Ökologie Gesuchstellende Fachstelle Natur (Amt für Landschaft und Na- Organisation tur): Hauptaufgaben der Fachstelle sind der Na- turschutz und der Erhalt der Biodiversität im Kanton Zürich. Ausgangslage 1942 wurde mit der Anstellung eines ersten Be- auftragten für Natur- und Landschaftsschutz der Grundstein des heutigen Natur- und Land- schaftsschutzes im Kanton gelegt. Dementspre- chend kann der Natur- und Landschaftsschutz im Kanton Zürich 2017 sein 75-jähriges Beste- hen feiern. In den vergangenen sieben Jahr- zehnten hat sich der Kanton stark verändert (z. B. Zunahme der Siedlungs- und Infrastruk- turflächen, Veränderungen auf den Landwirt- schaftsflächen). Ohne die Arbeit im Natur- und Landschaftsschutz würde die heutige Landschaft anders aussehen. Besonders wertvolle Land- schaften (wie z. B. Greifensee, Pfäffikersee, Kat- zensee, Türlersee), die Pflanzen und Tieren als Lebensraum und dem Menschen als Erholungs- gebiet dienen, wären möglicherweise zum gros- sen Teil verschwunden. Der Druck auf Natur und Landschaft nimmt zu, der Rückgang der biologischen Vielfalt ist nicht gestoppt. Projektziel Sensibilisierung der Bevölkerung für die Be- deutung von Biodiversität und Landschaft Projektbeschrieb Die Jubiläumsaktivitäten bestehen aus zwei Ele- menten: Einerseits werden 75 kantonale Land- schafts- und/oder Naturschutzgebiete, verteilt über den gesamten Kanton, augenfällig für zwei bis vier Wochen markiert. Dadurch sollen diese Gebiete von möglichst vielen Leuten (wieder

einmal) wahrgenommen werden. Wie die Mar- kierung erfolgt, wird erst zu einem späteren Zeit- punkt festgelegt. Die Markierung muss hohen Ansprüchen genügen und mit den Zielen des Natur- und Landschaftsschutzes vereinbar sein. Anderseits wird ein vielfältiges Begleitpro- gramm mit Exkursionen, Anlässe mit unge- wohntem Blick auf und/oder Zugang zu den Schutzgebieten, künstlerische Aktionen usw. durchgeführt. Geplant sind zudem die He- rausgabe einer Broschüre mit kurzem Abriss der Geschichte von Natur- und Landschafts- schutz im Kanton und sowie die umfassende Begleitung der Aktivitäten durch die Medien. Zielpublikum ist die gesamte Bevölkerung im Kanton. Kosten Fr. 250 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Übrige Finanzierung Die Fachstelle Naturschutz übernimmt einen Kostenanteil von Fr. 50 000. Der offene Betrag soll über den Lotteriefonds des Kantons Zü- rich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist aufgrund des Jubiläums angebracht, der Zürcher Bevölkerung die Mög- lichkeit zu bieten, die kantonalen Natur- und Landschaftsschutzgebiete in überraschender, ungewohnter und attraktiver Weise wieder ken- nenlernen zu können. Bewilligter Beitrag Fr. 200 000

10. Pilotprojekt «Schutzkonzepte – nicht 100% Sicherheit, aber 100% Professionalität!» Bereiche Soziales, Bildung Gesuchstellende Verein Fachstelle Limita: Der Verein besteht seit Organisation 1990. Er bezweckt, der sexuellen Ausbeutung von Kindern vorzubeugen und den Aufbau von Strukturen zu fördern, die es ermöglichen, all- fällig stattfindende sexuelle Ausbeutung zu be- enden. Limita erhält seit 1997 wiederkehrende Betriebsbeiträge durch die Bildungsdirektion (seit 1. Januar 2017 höchstens Fr. 100 000).

Ausgangslage Betreffend sexuelle Ausbeutung ist in Institu- tionen keine absolute Sicherheit möglich. Mit Schutzkonzepten (Bündel von strukturellen und personellen Massnahmen) können Institutio- nen jedoch klare Schwellen einbauen, um Ta- ten zu erschweren, und sich mit einer Risiko- planung auf einen entsprechenden Ernstfall vor- bereiten. Aus der Beratungsarbeit mit Institu- tionen weiss Limita, dass bei der Entwicklung von Präventionskonzepten viele Unsicherhei- ten bestehen. 2011 hat Limita zwar ein Präven- tionshandbuch «Achtsam im Umgang – konse- quent im Handeln!» herausgegeben. Es ist je- doch eher hochschwellig und deshalb nicht für alle Ziel- bzw. Risikogruppen geeignet. Zurzeit fehlen niederschwelliges Sensibilisierungsma- terial und Umsetzhilfen. Projektziele Durchführung eines Pilotprojektes, um mehr Schutz und Sicherheit für Schutzbefohlene ge- währleisten und bei den entsprechenden Insti- tutionen mehr Anreize und eine breite Sensi- bilisierung für die Einführung von Schutzkon- zepten schaffen zu können. Projektbeschrieb Mit dem Pilot soll es ausgewählten Institutionen im Kanton Zürich (Krippen, Schulen, statio- nären Einrichtungen) bei ihrer Arbeit mit Kin- dern, Jugendlichen und Menschen mit einer Be- hinderung möglich werden, ein zielgerichtetes, bedarfsgerechtes Schutzkonzept einzuführen. Das Projekt umfasst das Ausarbeiten von nie- derschwelligem Informationsmaterial, das Er- kenntnisse und Elemente für die Erarbeitung und Einführung von Schutzkonzepten aufzeigt (diese Informationen werden auch im Netz auf- geschaltet). Parallel dazu führt Limita Beratun- gen sowie Impuls- und Vernetzungsveranstal- tungen für die Leitungen bzw. Schlüsselperso- nen von ausgewählten Institutionen durch. Zu- dem werden Umsetzungshilfen (Vorlagen, Checklisten) für das Umsetzen der erarbeite- ten Schutzkonzepte bereitgestellt. Schliesslich wird Limita eine Impuls-Tagung zum Thema

«Was muss geschehen, wenn es doch geschieht» durchführen. Das Pilotprojekt soll im ersten Halbjahr 2017 beginnen und wird voraussicht- lich drei Jahre dauern. Kosten Fr. 305 000 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 13 000. Von den jeweiligen Standortgemeinden der Institutionen wird ein Beitrag von Fr. 107 000 gewünscht. Von Stiftungen und Privaten wird eine Leis- tung von Fr. 35 000 erwartet. Die offenen Rest- kosten sollen über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Damit junge und schutzbefoh- lene Menschen sicher aufwachsen und ihre An- gehörigen den Institutionen vertrauen können, sind Prävention und Schutz vor sexueller Aus- beutung wichtig. Schutzkonzepte ermöglichen die Einführung eines zielgerichteten Risiko- und Krisenmanagements. Sie wirken zudem den Ge- neralverdacht «pädophil» gegenüber Männern in Betreuungsberufen entgegen. Projekte, wie das vorliegende, sind eine sinnvolle Ergänzung zu den konkreten und individuellen Interven- tionen nach einer Straftat. Das Budget weist allerdings Einsparmöglichkeiten auf. Deshalb ist eine geringe Kürzung am nachgesuchten Bei- trag gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 140 000

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken

1. Verein Schweizer Jugendfilmtage Investitionsbeitrag zur Erneuerung der IT-Infrastruktur 10 000

2. Radio Stadtfilter AG, Winterthur Beitrag zur Aufarbeitung des Archivs 20 000

3. Schweizerisches Institut für Kinder- und Jugendmedien Jubiläumsbeitrag für Atlas zur Deutschschweizer Kinder- und Jugendliteratur 100 000

4. Stiftung Elternsein Beitrag zur Herstellung von Kurzfilmen «Zusammen sind wir Klasse» 45 000

5. Verein Plan International Schweiz Beitrag zur Durchführung des Pilotprojektes «Wir reden mit!» zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in Vereinen 20 000

6. Verein Pink Apple Investitionsbeitrag für Filmdatenbank und Website 25 000

7. Verein für wirtschaftshistorische Studien Publikationsbeitrag für Veröffentlichung über Hans Künzi 20 000

8. Trägerverein 600 Jahre Niklaus von Flüe Investitionsbeitrag für Wanderausstellung 30 000

9. Amt für Landschaft und Natur Beitrag für Aktionen zum 75-jährigen Bestehen des Natur- und Landschaftsschutzes im Kanton Zürich 200 000

10. Verein Fachstelle Limita Beitrag an Präventionsprojekt «Schutzkonzepte – nicht 100% Sicherheit, aber 100% Professionalität!» 140 000 Total 610 000

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi