RRB Nr. 527/2018
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2018, 2. Serie
6 da zercladur 2018German15 min
Source zh.ch
Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2018, 2. Serie
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 6. Juni 2018
527. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2018, 2. Serie) Gemäss 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mit- teln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2018 wurden bisher Beiträge von Fr. 1 442 500 be- willigt. Somit stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2018 insge- samt noch Fr. 18 557 500 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 2. Serie 2018 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:
1. Investitionen Schweizerschule Catania Bereich Bildung Gesuchstellende Verein Schweizerschule Catania: Verein und Organisation Schule bestehen seit 1904. Die Schule ist eine der 18 vom Bund anerkannten Schweizerschulen. Ihr Angebot reicht vom Kindergarten bis und mit Sekundarstufe I. Seit 1970 ist der Kanton Zürich Patronatskanton. Ausgangslage Die Schule ist auf Sizilien anerkannt und gut ver- ankert. Sie ist die einzige deutschsprachige Schule in Süditalien und wird derzeit von rund 90 Schülerinnen und Schülern besucht. Grund- lage der mehrsprachigen, fundierten Ausbildung, die den Besuch weiterführender Schulen und Ausbildungen in der Schweiz ermöglicht, ist der Lehrplan des Kantons Zürich. Letztmals erhielt die Schule mit RRB Nr. 483/2014 eine Unterstüt- zung durch den Kanton Zürich (Fr. 500 000). Projektziele Die Schule soll baulich angepasst und dadurch in ihrer Attraktivität und ihrem Betrieb unter- stützt werden.
Projektbeschrieb Das Schulgebäude stammt aus dem Jahr 1928, die Infrastruktur der Schule ist teilweise veraltet. Das vorliegende Projekt schliesst an dasjenige aus dem Jahr 2014 an und ist Teil der Strategie, die Infrastruktur der Schule schrittweise zu er- neuern. Das aktuelle Vorhaben umfasst zur Hauptsache folgende Massnahmen: – Sanierung des Spiel- und Sportplatzes: Der Platz dient auch als Pausenhof. Seine Oberflä- che weist zahlreiche Risse und Senkungen auf. Das Regenwasser läuft schlecht ab, was die Nutzung des Platzes beeinträchtigt. – Installation einer Photovoltaik- und Solaran lage: Die Anlage hilft der Schule, energiemäs- sig autarker zu werden und ihre Energiekosten zu senken. – Mehrzweckraum für Zeichnen, Handarbeit, Werken und Bildnerisches Gestalten: Auf der Dachterrasse wird dazu ein wintergartenähn- licher Pavillon errichtet. – Überdachung eines Verbindungsweges – Erneuerung des Schulmobiliars Kosten Fr. 818 265 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 85 000. Von Spon- soren wird ein Beitrag von Fr. 233 265 erwartet. Der offene Betrag soll durch den Kanton Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Der Bedarf an den vorgesehenen In- vestitionen ist ausgewiesen, die geplanten Lösun- gen sind zweckmässig. Sie dienen der Gesamt- entwicklung der Schule und stärken einen effi- zienten und attraktiven Schulbetrieb. Bewilligter Beitrag Fr. 500 000
2. Refactoring Lilli 2018 Bereiche Gesundheit, Bildung Gesuchstellende Verein Lilli: Der Verein besteht seit 2001. Er setzt Organisation sich ein für individuelle und gesellschaftliche Auf- klärung über Sexualität und sexuelle Gewalt so wie für die Förderung der Kompetenzen Jugend- licher in ihren geschlechtsspezifischen Lebens- weisen und -verhältnissen. Ausgangslage Unter «lilli.ch» stellt der Verein ein breites elek- tronisches Informations- und Beratungsange- bot zur Verfügung, das auch von Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus dem Kanton Zürich genutzt wird (2016: mehr als 400 000 Aufrufe aus dem Kanton bei insgesamt rund 4 Mio. Nutzun- gen). Die Technologie für Datenbank und Web- auftritt des Vereins ist seit 2001 nicht erneuert worden und entspricht deshalb den heutigen An- forderungen nicht mehr. Projektziel Durch den Kauf neuer Hardware wird die tech- nische Grundlage für den Ausbau von Daten- bank und Webauftritt für die nächsten zehn Jahre geschaffen. Projektbeschrieb Neben dem Kauf von Geräten umfasst das Vor- haben die Neustrukturierung von Datenbank und Webauftritt, was eine schnellere Nutzung des Angebotes von Lilli ermöglicht. Die neue Technologie erlaubt die Nutzung des Angebotes über Smartphones und Tablets. Kosten Fr. 164 576 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 47 060. Von Stiftun- gen wird ein Beitrag von Fr. 47 516, von den an- deren Kantonen eine Leistung von Fr. 40 000 er- wartet. Der offene Restbetrag soll über den Kan- ton Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der Verein erbringt wertvolle Leistungen im Bereich Prävention von Gewalt und Förderung sexueller Gesundheit. Mit der Er- neuerung von Datenbank und Webauftritt wird der Zielgruppe ein zeitgerechter Zugang zum In- formations- und Beratungsangebot ermöglicht.
Das Angebot «lilli.ch» wird intensiv auch in anderen Kantonen genutzt. Zürich ist zwar Standortkanton des Vereins, trotzdem ist das gewünschte Beitragsverhältnis von Fr. 30 000 zu Fr. 40 000 nicht angebracht. Vielmehr ist auf- grund der grossen ausserkantonalen Nutzung eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag auf Fr. 20 000 vertretbar. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass die anderen Kantone min- destens einen Beitrag von Fr. 30 000 leisten. Fällt der Betrag geringer aus, verringert sich die Leis- tung des Kantons anteilmässig.
3. Kunstprojekt Neto in der Bahnhofshalle Bereich Kultur Gesuchstellende Fondation Beyeler, Riehen BS: Das Engagement Organisation der Fondation Beyeler zielt u. a. darauf ab, einem möglichst breiten Publikum Kunst zugänglich zu machen. Deshalb organisiert sie im öffentlichen Raum alle zwei bis drei Jahre kostenlos zugäng- liche Kunstprojekte (wie z. B. 2011 die spinnen- artige Figur «Maman» am Bürkliplatz oder 2013 «Vier Grosse Geister» am Utoquai). Ausgangslage Zwischen Juni und Juli 2018 zeigt die Fondation in der Halle des Zürcher Hauptbahnhofs für 30 Tage die Installation «GaiaMotherTree» des brasilianischen Künstlers Ernesto Neto. Projektziele Pendlerinnen und Pendler im Hauptbahnhof sol- len ein besonderes Kunstwerk erleben und am kostenlosen Begleitprogramm teilnehmen kön- nen. Projektbeschrieb Die baumartige Skulptur «GaiaMotherTree», hauptsächlich aus Baumwollbändern geknotet, erstreckt sich vom Boden bis zur Hallendecke. Die fertige Installation ist bestückt mit unter- schiedlich grossen «Tropfen», die zum Teil mit Gewürzen gefüllt sind, um das Werk auch über den Geruchssinn erfahrbar zu machen. Der Haupt-«Tropfen» im Zentrum der Installation besteht aus einem Begegnungsraum mit 120 Sitz-
gelegenheiten. In diesem Raum wird in Zusam- menarbeit mit Zürcher Kulturschaffenden, In- stitutionen und dem Gewerbe ein vielseitiges Begleitprogramm angeboten (Workshops, Le- sungen, Referate, Musikveranstaltungen). Kosten Fr. 2 673 000 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 773 000. Die Stadt Zürich beteiligt sich über einen Sonderfonds mit einem Beitrag von Fr. 50 000. Von Stiftungen und Privaten werden Fr. 900 000 erwartet, von Spon- soren Fr. 700 000. Der offene Restbetrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben kommt den Pendlerinnen und Pendlern im Hauptbahnhof zugute. Da sich die Stadt mit Fr. 50 000 am Projekt beteiligt, ist eine Leistung des Kantons von Fr. 200 000 bzw. eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag angemessen. Bewilligter Beitrag Fr. 200 000
4. Relaunch von Seniorweb Bereich Soziales Gesuchstellende Seniorweb AG: Die nicht gewinnorientierte AG Organisation besteht seit 2008. Sie bezweckt den Betrieb von Internetseiten für die Generation 55plus, um in der Schweiz altersgerechte Kommunikations- und Begegnungsformen zu fördern und Dienst- leistungen für ältere Menschen zu vermitteln. Ausgangslage Die Seniorweb AG betreibt eine Internetplatt- form, die heute Lernangebote und Tools um- fasst, die spezifisch auf die Bedürfnisse der älte- ren Generation zugeschnitten sind. 2013 wurde die Website überarbeitet und eine mobile App entwickelt. Der Kanton unterstützte diese Ar beiten mit einem Beitrag von Fr. 400 000 aus dem Lotteriefonds (RRB Nr. 417/2013). Mit einer um- fassenden Überarbeitung möchte Seniorweb ihr Onlineangebot, das mittlerweile vier Websei- ten umfasst (seniorweb.ch, Newsletter senior- news.ch, Lernangebote seniorlearn.ch, Publika- tion seniorin.ch), den veränderten technischen Möglichkeiten und Bedürfnissen von Nutzerin- nen und Nutzern anpassen.
Projektziel Aufbau einer neuen Website, die den heutigen Anforderungen entspricht Projektbeschrieb Seniorweb möchte einerseits die vier bestehen- den Webseiten zusammenfassen und anderseits diese Webseite handy- und tabletkonform ma- chen. Die Inhalte der neuen Webseite und die zweckmässige Navigation wurden mit zukünf- tigen Nutzerinnen und Nutzern in mehreren Workshops erarbeitet, um eine möglichst grosse Bedienungsfreundlichkeit zu erzielen. Kosten Fr. 238 140 Gewünschter Beitrag Fr. 146 140 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Seniorweb AG beträgt Fr. 72 000. Über Stiftungen und Private soll ein Beitrag von Fr. 20 000 finanziert werden. Der of- fene Restbetrag soll über den Kanton Zürich ge- deckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Angesichts des raschen techno- logischen Wandels ist es zu begrüssen, dass die Generation 55plus von Angeboten wie dem Se- niorweb profitieren kann. Dass eine solche Platt- form zeitgemäss ausgestattet ist und laufend mo- dernisiert wird, ist unabdingbar. Da das Vorha- ben nicht nur Seniorinnen und Senioren im Kan- ton Zürich zugutekommt, ist es angebracht, dass sich auch andere Kantone am Vorhaben beteili- gen. Aus diesem Grund ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag auf Fr. 120 000 angezeigt. Bewilligter Beitrag Fr. 120 000
5. Renovation Wasserkraftanlage Rosenberg, Wila Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Verein Weberei Rosenberg: Der Verein besteht Organisation seit 1983. Er fördert den Erhalt der Wasserkraft- anlage Rosenberg in Wila und betreibt einen Schaubetrieb, ebenso ein Seminar- und Gruppen- haus.
Ausgangslage Zur historischen Industrieanlage in Wila mit ihren Wasserkraftanlagen gehören die letzten im Kanton noch bestehenden Kanal- und Weiher- systeme. Die Anlage wurde 1858 erstellt und vom Verein 1996 vollständig saniert. Mittler- weile ist ein grosser Teil der Anlage wieder reno- vationsbedürftig. Sie ist wirtschaftshistorische Zeugin der Industrialisierung, gleichzeitig Teil der Kulturlandschaft und Bestandteil des Wasser- lehrpfades Töss 91. Projektziel Nachhaltige, ökologisch sinnvolle Sanierung der Anlage, damit sie der breiten Bevölkerung als industriegeschichtlich wichtiger Schaubetrieb erhalten bleibt. Projektbeschrieb Die geplante Sanierung umfasst die Renovie- rung von Wasserfassung, Kanälen, Fusswegen, einer kleinen Brücke sowie eines Turbinenhau- ses. Als Leitidee für alle Arbeiten gilt, dass die ursprünglichen Materialien (Holz) und die his- torisch vorgegebenen Masse der einzelnen Ele- mente beibehalten werden. Die Sanierung er- folgt in mehreren Schritten, beginnend mit der Wasserfassung. Danach folgt die Erneuerung der defekten Holzkanäle und des Schlammsamm- lers. An den Sanierungsarbeiten sind Jugendli- che, eine Klasse der kantonalen forstlichen Aus- und Weiterbildung sowie der Zivilschutz beteiligt. Kosten Fr. 171 300 Gewünschter Beitrag Fr. 81 500 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 8300. Von der Standortgemeinde wird ein Beitrag von Fr. 81 500 gewünscht, bis anhin liegt eine Zusage von Fr. 73 500 vor. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Vorhaben ist sorgfältig und in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen kantonalen Ämtern erarbeitet worden. Die er- forderlichen Bewilligungen wie auch die Er- neuerung der wasserrechtlichen Konzession lie- gen vor. Der Trägerverein hat sich erfolgreich darum bemüht, ein kostengünstiges und ökolo- gisches Projekt auszuarbeiten. Bewilligter Beitrag Fr. 81 500
6. Investitionen Theater Katerland, Winterthur Bereich Kultur Gesuchstellende Theater Katerland, Winterthur: Das Theater Organisation besteht seit 1989 als einfache Gesellschaft. Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern unterstützt es regelmässig mit Pro- duktionsbeiträgen in der Grössenordnung von jährlich Fr. 20 000. Die Stadt Winterthur leistet einen jährlichen Betriebsbeitrag von Fr. 63 000. Ausgangslage Katerland zeigt im Rahmen von jährlich rund 100 Aufführungen mehrere eigene Produktio- nen für Kinder und Erwachsene (vorwiegend in Schulen und Kleintheatern im Kanton). Der für den Theaterbetrieb notwendige Transporter (Tourneebus) ist mittlerweile reparaturanfällig. Ebenso ist die IT-Infrastruktur des Theaters ver- altet; der IT-Lieferant hat deswegen das Service- leistungspaket gekündigt. Projektziel Erneuerung eines Teils der Infrastruktur, um einen normalen Betrieb zu ermöglichen. Projektbeschrieb Der Tourneebus muss ersetzt werden. Vorgese- hen ist der Kauf eines Transporters (Occasion), mit dem bis zu fünf Personen und gleichzeitig Material befördert werden können. Entspre- chende Offerten lauten auf rund Fr. 60 000. Für die reibungslose und effiziente Administration ist eine EDV-Ausrüstung notwendig, die den heutigen Anforderungen entspricht. Vorgesehen ist der Kauf von Hard- und Software, die es den Theaterschaffenden erlauben, Grafik-, Video- und Ton- sowie Buchhaltungsarbeiten selber aus- zuführen. Kosten Fr. 79 546 Gewünschter Beitrag Fr. 39 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 7546. Die Stadt Winterthur leistet einen Beitrag von Fr. 13 000. Von Stiftungen, Privaten und Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 20 000 erwartet. Der offene Betrag soll über den Lotteriefonds gedeckt werden.
Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die vorgesehenen Massnahmen sind notwendig, um die Tourneetätigkeit auf- rechtzuerhalten und einen zeitgemässen und kundenorientierten Betrieb zu gewährleisten. Der Beitrag der Stadt Winterthur ist eher tief. Bei der Bemessung des Beitrages des Lotterie- fonds ist aber auch zu beachten, dass der nach- gesuchte Beitrag grösstenteils die Anschaffung des Tourneebusses betrifft, der weniger den Auf- führungen in Winterthur, als vielmehr den aus- wärtigen Gastspielen zugutekommt. Aus kultur- politischen Gründen ist es deshalb gerechtfertigt, einen Beitrag von Fr. 35 000 zu gewähren. Bewilligter Beitrag Fr. 35 000
7. Stiftung Greenpeace, Netz- und Telefonieerneuerung Bereich Ökologie Gesuchstellende Stiftung Greenpeace Schweiz: Die Stiftung mit Organisation Sitz in Zürich besteht seit 1984. Sie bezweckt die Förderung des Natur-, Umwelt- und Tierschutzes. Ausgangslage 2014 zog die Stiftung von einem Altbau in die Genossenschaft Kalkbreite um. Mit dem Umzug stellte Greenpeace die Organisation der Büro- arbeit grundlegend um: Für die rund 120 Ange- stellten (davon mehr als 100 in Teilzeit) wurden aus Ressourcengründen nur noch rund 40 Ar beitsplätze zur Verfügung gestellt. Allerdings zeigte sich, dass die vorhandene Telefonie- und IT-Infrastruktur den betrieblichen Anforde- rungen nicht entsprach (häufige Unterbrüche, unzureichende akustische Qualität). Projektziel Verbesserung von IT-Anbindung und WLAN- Architektur Projektbeschrieb Aufgrund der unbefriedigenden Telefonie- und IT-Situation prüfte Greenpeace ab 2016 andere Netzanbindungs- und Telefoniemöglichkeiten. 2017 entschied sich die Organisation, den An- bieter zu wechseln und umfassende technische Anpassungen vorzunehmen, die mittlerweile für den Bereich IT abgeschlossen sind. Das Projekt umfasst den Ersatz von Geräten, insbesondere aber Anpassungen an Internetzugang, WLAN- Architektur und Server.
Kosten Fr. 59 000 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 17 000. Von Stiftun- gen wird ein Beitrag von Fr. 9000 erhofft, von den anderen Kantonen eine Beitragsleistung von Fr. 13 000. Der offene Betrag soll über den Lot- teriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Es steht in Zusammenhang mit der umfassenden Neuorganisation der Büro- arbeit und zeichnet sich aus durch eine grösst- mögliche Senkung des Ressourcenverbrauchs. Von den Kantonen wird insgesamt ein Beitrag von Fr. 33 000 gewünscht. Es ist gerechtfertigt, da Zürich Standortkanton ist, einen Anteil von Fr. 12 000 zu übernehmen. Bewilligter Beitrag Fr. 12 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass die anderen Kantone min- destens einen Beitrag von Fr. 10 000 leisten. Fällt dieser Beitrag geringer aus, verringert sich die Leistung des Kantons anteilmässig.
8. Publikation «Limmattal» Bereiche Kultur, Bildung Gesuchstellende Verlag hier + jetzt: Der Verlag besteht seit 1998. Organisation Er veröffentlicht vor allem Sachbücher zur Schweizer Kultur und Geschichte. Ausgangslage Das Limmattal gilt schweizweit als Inbegriff des Wachstums der 60er- und 70er-Jahre. Viele nationale Entwicklungen sind hier vorwegge- nommen worden. Seit einigen Jahren boomt das Tal wieder, die Limmattalbahn wird einen wei- teren Entwicklungsschub bringen. Der Verlag nimmt deren Eröffnung zum Anlass, eine Publi- kation zum Tal herauszubringen. Projektziel Information der Bevölkerung zum Wandel des Tales
Projektbeschrieb In sieben thematischen Zugängen (u. a. Ge- schichte, Natur- und Wirtschaftsraum, Verkehrs- erschliessung, Kultur) werden Vergangenheit und Gegenwart des Limmattals dargestellt. Hinzu kommen zwei Essays, in denen die Frage nach der Identität eines Raums in zwei Kantonen the- matisiert wird. Die Autorinnen und Autoren, die Beiträge zu dieser Publikation beisteuern, sind ausgewiesene Fachleute. Das illustrierte Buch im Umfang von 240 Seiten erscheint in einer Auflage von voraussichtlich 2000 Exemplaren. Der angestrebte Verkaufspreis beträgt Fr. 49. Kosten Fr. 102 000 Gewünschter Beitrag Fr. 10 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 39 000. Von den Standortgemeinden wird ein Beitrag von Fr. 34 000, von Sponsoren eine Mitfinanzierung von Fr. 9000 erwartet. Der Beitrag des Kantons Aargau ist mit Fr. 10 000 budgetiert. Würdigung Über den Lotteriefonds dürfen grundsätzlich Druckkosten, jedoch keine Erarbeitungsbei- träge gewährt werden. Da um einen Druckkos- tenbeitrag ersucht wurde, entspricht das Vor- haben den Richtlinien des Lotteriefonds. Es ist davon auszugehen, dass der Verlag eine quali- tativ gute Publikation vorlegen wird, die einem breiten Interesse entsprechen dürfte. Bewilligter Beitrag Fr. 10 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist mit folgenden Auflagen verbunden: – Der Kanton Aargau beteiligt sich mit Fr. 10 000 am Vorhaben. Sollte sein Beitrag geringer aus- fallen, erfolgt an der Beitragsleistung des Lot- teriefonds eine anteilmässige Kürzung. – Dem Kanton werden zehn Belegsexemplare zur Verfügung gestellt.
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 00000): in Franken
1. Verein Schweizerschule Catania Investitionsbeitrag für Sanierung und Ausbau der Schule 500 000
2. Verein Lilli Investitionsbeitrag für Erneuerung der IT-Infrastruktur 20 000
3. Fondation Beyeler Beitrag für Kunstprojekt GaiaMotherTree in der Bahnhofshalle Zürich 200 000
4. Seniorweb AG Investitionsbeitrag für den Ausbau des Internet-Angebotes 120 000
5. Verein Weberei Rosenberg Investitionsbeitrag zur Sanierung der Wasserkraftanlage 81 500
6. Theater Katerland Investitionsbeitrag für Kauf eines Tourneebusses und Erneuerung der IT-Infrastruktur 35 000
7. Greenpeace Investitionsbeitrag zur Erneuerung von Netz und Telefonie 12 000
8. Verlag hier + jetzt Druckkostenbeitrag für Publikation «Limmattal» 10 000 Total 978 500
II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkom- mission des Kantonsrates und die Finanzdirektion.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli