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Staatsarchiv, Bau 1 und 2, Gesamtinstandsetzung Gebäudetechnik, gebundene Ausgabe

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 20. Mai 2026

531. Staatsarchiv, Bau 1 und 2, Gesamtinstandsetzung Gebäude-

Erwägungen

technik (gebundene Ausgabe)

Ausgangslage Das Staatsarchiv ist das zentrale Archiv des Kantons Zürich. Es über- nimmt, erschliesst und konserviert überlieferungswürdige Akten des Kantonsrates, des Regierungsrates, der kantonalen Zentral- und Be- zirksverwaltung, der Gerichte, der Notariate und der öffentlichen An- stalten. Ergänzt werden diese Bestände durch Dokumente privater Her- kunft, z. B. von Unternehmen, Vereinen, Zünften, Familien und Einzel- personen. Die Aufbewahrung dieser Unterlagen soll staatliches Handeln nachvollziehbar machen, historische Forschungen ermöglichen und kulturelle Interessen im weitesten Sinn bedienen. Der Bau 1 des Staats- archivs auf dem Areal Irchel in Zürich stammt aus dem Jahr 1982. In den Jahren 2007 und 2019 erweiterte der Kanton das Staatsarchiv mit den Abschnitten Bau 2 und Bau 3. Die Gebäudetechnik in Bau 1 und 2 ist am Ende der Lebensdauer angelangt und muss ersetzt werden. Bei einem Ausfall kann das erforderliche Raumklima in den Archivräumen nicht mehr aufrechterhalten werden. Dies könnte zum Verlust der hoch- wertigen Archivmaterialien führen. Ziel des Vorhabens ist, mit Projekt- abschluss ein kontrolliertes, für die Archivierung sicheres Raumklima zu gewährleisten.

Projekt Im Rahmen des Vorhabens werden die gebäudetechnischen Anlagen in den Bereichen Lüftung, Klima und Kälte in Bau 1 und 2 instand ge- setzt. Zudem sollen bestehende Sanitärleitungen sowie die Oberflächen in den Technikzentralen erneuert werden. Während die Luftaufberei- tungsapparate in den unterirdischen Archivräumen instandgesetzt wer- den, erfolgt in den Allgemeinräumen ein vollständiger Ersatz. Ein dreistufiges Filtersystem mit Aktivkohle stellt in den Archivräu- men die für die Aufbewahrung der Akten erforderliche Luftqualität sicher. Zur Einhaltung der klimatischen Anforderungen werden die Archivräume zusätzlich alle mit Befeuchtungs- und Entfeuchtungs- funktionen ausgestattet. Darüber hinaus werden in beiden Bauten An- schlüsse für die Wärmeverteilung, die Kälteanlagen und die Wärme- rückgewinnung instand gestellt.

Die Gebäudeautomation wird vollständig erneuert, wobei die Erwei- terbarkeit für zukünftige Erweiterungsbauten berücksichtigt wird. Zu- dem soll das Gebäudeleitsystem zur Steuerung der Gebäudetechnik des Staatsarchivs künftig unabhängig von der Universität betrieben werden. Die Arbeiten werden so geplant, dass sie im laufenden Betrieb umge- setzt werden können und insbesondere die Klimatisierung nur für kurze Zeit ausser Betrieb genommen werden muss. Bauliche Proviso- rien sind nicht erforderlich.

Finanzielles Die Kosten für die Gesamtinstandsetzung der Gebäudetechnik in Bau 1 und 2 des Staatsarchivs belaufen sich gemäss Kostenvoranschlag auf Fr. 3 200 000 (Stand Kostenvoranschlag vom 13. Februar 2026, Basis 1939, Zürcher Index der Wohnbaupreise) und weisen eine Genauigkeit von ±10% auf. Sie setzen sich wie folgt zusammen: Tabelle 1: Baukostenplan (BKP) BKP-Nr. Arbeitsgattung Kosten in Franken 0 Grundstück 1 Vorbereitungsarbeiten 2 Gebäude 2 145 000 4 Umgebung 5 Baunebenkosten 760 000 6 Reserve 295 000 9 Ausstattung, Mobilien einschliesslich Reserve Total (einschliesslich 8,1% MWSt) 3 200 000 Die Gesamtinstandsetzung der Gebäudetechnik in den Bauten 1 und 2 des Staatsarchivs ist zur Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz zwingend notwendig. Ohne die Instandsetzung droht der unwiderruf- liche Verlust wertvoller historischer Dokumente durch nicht fachge- rechte Klimatisierung. Die Ausgabe von Fr. 3 200 000 ist daher gemäss §§ 36 lit. b und 37 Abs. 2 lit. b des Gesetzes über Controlling und Rech- nungslegung (LS 611) als gebundene Ausgabe durch den Regierungsrat zu bewilligen. In den Gesamtkosten von Fr. 3 200 000 ist die mit Verfü- gung des Immobilienamtes vom 3. Februar 2026 bewilligte Ausgabe für die Projektierung von Fr. 420 000 enthalten. Die Verfügung ist bezüglich der Ausgabe aufzuheben. Für das Vorhaben sind in der Investitionsrechnung der Leistungs- gruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen, im Budget 2026 Fr. 900 000 und im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2026– 2029 in den Planjahren 2027 und 2028 Fr. 1 700 000 bzw. Fr. 150 000 ein- gestellt. Fehlende Mittel können innerhalb der Leistungsgruppe Nr. 8750, Liegenschaften Verwaltungsvermögen, kompensiert werden.

Die Kapitalfolgekosten für die Investitionsausgabe von Fr. 3 200 000 betragen Fr. 118 667, wobei der kalkulatorische Zinssatz 0,75% beträgt. Tabelle 2: Kapitalfolgekosten Investitionskategorie Kostenanteil Nutzungsdauer Kapitalfolgekosten/Jahr (in Franken) (Bauteilgruppe) in Franken in % Jahre Abschreibung kalk. Zinsen Total Hochbauten Rohbau 1 80 Hochbauten Rohbau 2 40 Hochbauten Ausbau 24 000 0,75 30 800 90 890 Hochbauten Installationen 3 176 000 99,25 30 105 867 11 910 117 777 Hochbauten Ausstattung 10 Total 3 200 000 100 106 667 12 000 118 667 Es fallen keine personellen und betrieblichen Folgekosten an.

Auf Antrag der Baudirektion und der Direktion der Justiz und des Innern

Dispositiv

beschliesst der Regierungsrat:

I. Für die Gesamtinstandsetzung der Gebäudetechnik in Bau 1 und 2 des Staatsarchivs in Zürich wird eine gebundene Ausgabe von Fr. 3 200 000 zulasten der Investitionsrechnung der Leistungsgruppe Nr. 8750, Lie- genschaften Verwaltungsvermögen, bewilligt.

II. Dieser Betrag wird nach Massgabe des Zürcher Indexes der Wohn- baupreise gemäss folgender Formel der Teuerung angepasst: Bewilligte Ausgabe × Zielindex ÷ Startindex (Indexstand April 2025)

III. Die Verfügung des Immobilienamtes vom 3. Februar 2026 für die Projektierungsarbeiten wird aufgehoben.

IV. Mitteilung an die Finanzdirektion, die Direktion der Justiz und des Innern und die Baudirektion.

Vor dem Regierungsrat Der stv. Staatsschreiber:

Peter Hösli

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