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RRB Nr. 684/2017

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 3. Serie

12 da fanadur 2017German26 min

Source zh.ch

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 12. Juli 2017

684. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2017, 3. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mit- teln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewilligen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2017 wurden bis anhin Beiträge von Fr. 3 636 000 bewilligt. Somit stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2017 noch Fr. 16 364 000 zur Verfügung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 3. Serie 2017 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:

1. ZKO-Haus – vom Probenraum zum professionellen Konzertbetrieb Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Zürcher Kammerorchester ZKO: Der Organisation Verein besteht seit 1945. Er hat zum Zweck, das gleichnamige Orchester zu unterhalten, mit die- sem Konzerte im In- und Ausland zu veranstal- ten und dadurch dem künstlerischen Ansehen Zürichs in der Schweiz und im Ausland zu die- nen. Ausgangslage Der Verein verfügt im Zürcher Seefeld über ein eigenes Haus, das vor 14 Jahren als «Proben- Lokalität» geplant und entsprechend ausgestat- tet wurde. Mittlerweile finden im ZKO-Haus jährlich rund 70–80 Vorstellungen mit rund 20 000 Besucherinnen und Besuchern statt. Da- durch stösst die auf einen Probenbetrieb aus- gerichtete Infrastruktur des Hauses an ihre Grenzen. Die Stadt Zürich unterstützt das ZKO mit jährlich 3,3 Mio. Franken, der Kanton mit Fr. 150 000. Projektziel Insbesondere die Infrastruktur des ZKO-Hau- ses soll in den Bereichen Veranstaltungstech- nik, Beleuchtungstechnik, Infrastruktur zur Ab- wicklung der Besucherströme und durch eine

Erweiterung der Raumkapazität den Erforder- nissen eines modernen Konzertbetriebes ange- passt werden. Projektbeschrieb Es ist vorgesehen, einerseits die technische In- frastruktur (Raum- und Bühnenbeleuchtung, Audioanlage usw.) zu erneuern sowie ander- seits durch eine Erweiterung und Umgestaltung des Foyers die Raumverhältnisse zu verbessern. Zudem werden die Sanitärräume aufgewertet und allgemeine Renovationsarbeiten durchge- führt. Auch ist eine neue Aussenbeleuchtung mit besserer Beschilderung vorgesehen. Kosten Fr. 978 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 100 000. Von der Stadt Zürich bzw. von stadtnahen Stiftungen werden Fr. 300 000 erwartet, von weiteren Stif- tungen und Sponsoren Fr. 78 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Vorgaben des Lot- teriefonds. Dem ZKO kommt für die Zürcher Musiklandschaft grosse Bedeutung zu, sein Kon- zertangebot stellt eine wesentliche Ergänzung dar. Das Umbauprojekt ist zweckmässig. Die auf insgesamt Fr. 978 000 veranschlagten Kos- ten sind jedoch hoch und dürften neben einem deklarierten Betrag für Unvorhergesehenes noch weitere Reserven enthalten. Hinzu kommt, dass der Kanton mit dem gewünschten Beitrag von Fr. 500 000 mehr als die Hälfte der veran- schlagten Kosten übernehmen würde. Eine Kür- zung am nachgesuchten Beitrag ist somit an- gebracht. Bewilligter Beitrag Fr. 450 000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Die Anforderungen des hindernisfreien Bau- ens sind zu berücksichtigen. – Die Stadt Zürich bzw. stadtnahe Stiftun- gen beteiligen sich mit einem Beitrag von Fr. 300 000 am Vorhaben. Fällt dieser Beitrag geringer aus, wird die Leistung des Kantons anteilmässig gekürzt.

2. Medienprojekt Startklar Bereiche Soziales, Gesundheit, Bildung Gesuchstellende Anne Voss Film: Das Unternehmen bezweckt Organisation die Produktion von Medien zu Themen wie Be- rufsorientierung, Berufsbildung und Gesund- heitsförderung Jugendlicher. Ausgangslage Jugendliche, die sich in ihrer Rolle als Heran- wachsende nur schwer zurechtfinden, erreichen zu häufig kein Ausbildungsziel. Besonders be- troffen sind junge Menschen, die sozial, wirt- schaftlich und bildungsmässig benachteiligt sind. In Zusammenarbeit mit der Pädagogischen Hochschule Zürich und dem Institut universi- taire romand de Santé au Travail erarbeitet Anne Voss Film ein Medienpaket, das in erster Linie der Information von Schülerinnen und Schülern vor der Berufswahl bzw. von Lernen- den über die Bedeutung der Gesundheit (auch der psychischen) und dem richtigen Umgang mit Belastungen dient. Ein erstes Gesuch um einen Beitrag an dieses Medienpaket wurde 2015 eingereicht, vom Lotteriefonds aber zur umfassenden Überarbeitung zurückgewiesen. Projektziel Schärfen des Bewusstseins von Lernenden für ihre Ressourcen und Fähigkeiten sowie Be- wusstmachen, dass personale und psychoso- ziale Kompetenzen und gute Arbeitsbedingun- gen wichtige Voraussetzungen für ihre Leis- tungsfähigkeit und ihre Gesundheit sind. Projektbeschrieb Das Medienpaket umfasst dokumentarisch an- gelegte Kurzfilme von insgesamt 120 Minuten Länge und schriftliches Informations- und Ar- beitsmaterial mit medien- und ausbildungspä- dagogischen Hinweisen, Lektionsvorschlägen mit Ideen für Unterricht und Gruppenarbeit, Hintergrundinformationen zu Berufsbildung und Gesundheitsförderung, Links zu Unter- stützungsangeboten und weiterführenden Web- seiten.

In den Filmen steht das biografische Erleben ausgewählter Personen im Zentrum. Diese Fil- me sind als Lehrmittel konzipiert und eignen sich auch für die Ausbildung von Lehrperso- nen. Die Filme werden auf verschiedenen me- dialen Plattformen zur Verfügung gestellt. Kosten Fr. 649 898 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 50 898. Von Stif- tungen, Kirchen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 251 000 erwartet, von anderen Kanto- nen eine Beteiligung mit Fr. 258 000 sowie vom Bund eine Leistung von Fr. 60 000. Der offene Restbetrag soll über den Kanton Zürich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Zielgruppe ist zwar breit, das vorliegende Projekt ist aber (im Vergleich zur Eingabe von 2015) gezielt überarbeitet, themen- mässig gestrafft und klarer. Es besteht ein Kon- zept zur Zusammenarbeit mit dem Schul-, Ge- sundheits- und Betriebsumfeld. Bewilligter Beitrag Fr. 30 000 Auflage Die Auszahlung des bewilligten Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass andere Kantone sich insgesamt mit einem Beitrag von mindestens Fr. 150 000 beteiligen. Sollte diese Beitrags- summe nicht erreicht werden, erfolgt eine an- teilmässige Kürzung am Beitrag des Kantons.

3. Hindernisfreie Wege für sehbehinderte und blinde Wanderer (auf der Internetplattform SchweizMobil) Bereiche Soziales, Freizeit Gesuchstellende Verein Mobility International MIS (Fachstelle Organisation für barrierefreies Reisen), Olten: Der Verein besteht seit 1976. Er bezweckt die Förderung und Unterstützung der Integration von Men- schen mit Behinderungen in die Gesellschaft durch Reisen. MIS ist Anlauf-, Auskunfts- und Koordinationsstelle für Reisende mit Behinde- rung.

Ausgangslage 2013 richtete MIS auf der Langsamverkehrs- plattform «SchweizMobil» die App «Hindernis- freie Wege» für körperbehinderte Menschen ein. Die App umfasst 70 ausgewählte Wander- routen und ermöglicht es körperbehinderten Menschen, diese ausgewählten Wege zu bege- hen. Neu sollen diese Routen auch für blinde und sehbehinderte Menschen zugänglich wer- den. Die Vorbereitungsarbeiten für diese Aus- weitung des Angebotes haben bereits 2014 u. a. mit dem Austesten von drei hindernisfreien We- gen begonnen. Projektziel Menschen mit einer Sehbehinderung sollen selbstständig ausgewählte Wanderungen unter- nehmen können. Projektbeschrieb Ab Frühjahr 2018 sollen rund 70 Wanderrou- ten in der Schweiz auch für blinde und sehbe- hinderte Wanderinnen und Wanderer via Smartphone zugänglich gemacht werden. Nut- zerinnen und Nutzer erhalten über eine App von SchweizMobil akustische Richtungs- und Weginformationen. Mit dieser Unterstützung können sie die Wanderrouten selbstständig begehen. Elf dieser neuen Routen befinden sich auf dem Gebiet des Kantons Zürich. Kosten Fr. 354 000 Gewünschter Beitrag Fr. 20 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistungen betragen insgesamt Fr. 47 000. Vom Bund werden Fr. 100 000 er- wartet, von den anderen Kantonen insgesamt Fr. 74 000 und von Sponsoren Fr. 113 000. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der Umsetzung des Projek- tes sind sehbehinderte Menschen in der Lage, sich selbstständig auf Wanderrouten zu bewe- gen, was angesichts der gängigen Signalisation der Wanderwege ohne Unterstützung nur schwer oder nicht möglich ist. Das Projekt för- dert die Teilnahme von blinden und sehbehin- derten Menschen am gesellschaftlichen Leben und ist somit ein weiterer Schritt in Richtung Gleichstellung. Die hindernisfreien Wege für

sehbehinderte und blinde Wanderinnen und Wanderer sind integriert im Angebot von SchweizMobil und somit Bestandteil einer viel- genutzten Tourismusplattform. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass der bewilligte Betrag aus- schliesslich für Routen im Kanton Zürich ein- gesetzt wird.

4. Aktualisiert und modernisiert in die Zukunft Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Kulturkoller, Winterthur: Der Verein be- Organisation steht seit 2011. Er führt jeweils im Frühling eine Konzertreihe durch (die allerdings seit 2008 besteht), bei der junge, talentierte Musi- kerinnen und Musiker aus verschiedenen Stil- richtungen in jeweils angemieteten Räumlich- keiten auftreten. Die Fachstelle Kultur der Di- rektion der Justiz und des Innern unterstützt diese Konzertreihe mit jährlich Fr. 3000. Ausgangslage Der Verein möchte das zehnjährige Bestehen der Konzertreihe zum Anlass nehmen, einzel- ne Anschaffungen zu tätigen und seinen veral- teten Internetauftritt so zu modernisieren, dass ein Direktverkauf von Tickets möglich wird. Projektziel Kauf von Licht- und Audiotechnik, um die Miet- kosten zu senken; gleichzeitig Erneuerung des Internetauftritts, um den Ticketverkauf online zu ermöglichen. Projektbeschrieb Bis anhin mussten für Konzerte jeweils Licht- und Audiotechnik zugemietet werden, was mit entsprechendem Aufwand und Kosten verbun- den war. Der Verein möchte LED-Scheinwer- fer, ein Lichtmischpult, Lautsprecher und Mi- krofone im Betrag von rund Fr. 3400 anschaf- fen. Gleichzeitig möchte er seine Webseite so an- passen, dass ein Ticketverkauf online möglich wird. Die Kosten dafür betragen rund Fr. 10 700. Hinzu kommen Kosten von rund Fr. 2500 für das Projektmanagement. Kosten Fr. 47 979 Gewünschter Beitrag Fr. 27 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 8779. Die Stadt Winterthur beteiligt sich mit Fr. 8000 am Vor- haben, Nachbargemeinden voraussichtlich mit Fr. 3000. Von Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 1200 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Massnahmen sind sinnvoll und notwendig, um einen zeitgemässen und zweckmässigen Betrieb zu gewährleisten. Die Kosten sind nachvollziehbar. Die anrechen- baren Gesamtkosten (ohne Aufwendungen für das Projektmanagement) betragen Fr. 45 000. Es ist dem Verein zuzumuten, mehr Stiftungen und andere Organisationen um Beitragsleistun- gen zu ersuchen. Deswegen ist eine Kürzung am nachgesuchten Beitrag gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000 Auflage Der bewilligte Beitrag wird erst ausbezahlt, wenn die Stadt Winterthur ihren Beitrag von Fr. 8000 bewilligt hat. Kürzt die Stadt ihren Bei- trag, wird der Beitrag des Kantons anteilmäs- sig verringert.

5. Investitionen Kurzfilmtage Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Internationale Kurzfilmtage Winterthur: Organisation Der Verein besteht seit 1997. Er bezweckt die Organisation und Durchführung eines jeweils im November stattfindenden Filmfestivals so- wie – als ganzjährig tätiges Kompetenzzentrum für den Kurzfilm – Verbreitung, Vermittlung und Vernetzung im Bereich Kurzfilm. Die Fach- stelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern unterstützt die Kurzfilmtage seit vielen Jahren mit einem Betriebsbeitrag, der seit 1. Ja- nuar 2017 Fr. 200 000 beträgt. Ausgangslage Mit einem 2011 bewilligten Lotteriefondsbei- trag (RRB Nr. 916/2011, Fr. 309 000) konnte der Verein seine damalige Büroinfrastruktur er- neuern. Inzwischen beschäftigen die Kurzfilm- tage mehr Festangestellte und Mandatierte und führen mehr Projekte durch. Darüber hi- naus haben sich die technischen Anforderun-

gen weiterentwickelt. Um den langfristigen Be- trieb sicherzustellen, beabsichtigt der Verein mehrere Investitionsvorhaben: Erneuerung der Büro- und Festivalinfrastruktur, Weiterentwick- lung des digitalisierten Filmarchivs und Erwei- terung der Website. Projektziel Das Ziel aller drei Vorhaben besteht darin, die Kurzfilmtage als nachhaltige Plattform für den Kurzfilm zu stärken. Projektbeschrieb Die Erneuerung der Büro- und Festivalinfra- struktur umfasst u. a. den Ersatz von Compu- tern und Druckern, die Erweiterung der Elek- troinstallationen, der Telefonanlage und der Buchhaltungs-Software. Bei der Weiterentwick- lung des digitalen Filmarchivs geht es darum, die rund 4000 Filme, welche jährlich zum Be- stand des Archivs hinzukommen, zu digitalisie- ren und somit Film-Professionellen, Medien, Kulturinstitutionen, der Wissenschaft und wei- teren Interessierten zugänglich zu machen. In diesem Zusammenhang müssen der Speicher erweitert und die Software angepasst werden. Mit der Erweiterung der Website soll auch Ex- ternen Zugriff auf das digitale Archiv ermög- licht werden. Kosten Fr. 390 103 Gewünschter Beitrag Fr. 240 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt Fr. 5103. Von der Stadt Winterthur ist ein Beitrag von Fr. 80 000 zugesichert. Von Stiftungen und Pri- vaten wird ein Beitrag von Fr. 65 000 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die vorgesehenen Massnahmen sind notwendig, um einen zeitgemässen und kun- denorientierten Betrieb sicherstellen zu kön- nen. Mit der geplanten Erweiterung der Web- site wird das einmalige und umfangreiche Ar- chiv neu für interessierte Kreise zugänglich ge- macht. Die Stadt Winterthur beteiligt sich mit Fr. 80 000 am Vorhaben. Eine dreimal so hohe Beitragsleistung des Kantons ist nicht gerecht- fertigt. Aus diesem Grund ist eine Kürzung auf Fr. 200 000 angebracht.

Bewilligter Beitrag Fr. 200 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflage gebunden: Die Auszahlung des bewil- ligten Beitrages erfolgt erst, nachdem die Stadt Winterthur ihren Beitrag bewilligt hat. Kürzt die Stadt ihren Beitrag, erfolgt auch am Kan- tonsbeitrag eine anteilmässige Kürzung.

6. Broschüre «Wild wachsende Orchideen» Bereich Ökologie Gesuchstellende Dirk F. Went, Erlenbach: Der Gesuchsteller, Organisation pensionierter Biologe, ist in der lokalen Natur- schutzarbeit aktiv und hat 2015 eine im Buch- handel erhältliche Broschüre über Orchideen im Gebiet von Flims publiziert. Ausgangslage Am rechten Zürichseeufer, zwischen Zollikon und Stäfa, wachsen 28 einheimische Orchideen- arten. Die Vielfalt der Flora in diesen Seege- meinden ist wenig bekannt. Mit einer Broschüre sollen auf die Orchideenvielfalt aufmerksam gemacht und der Schutz dieser Pflanzen geför- dert werden. Projektziel Herausgabe einer Publikation zur Beschreibung der Orchideenarten, gleichzeitig Förderung der Schutzbemühungen. Projektbeschrieb In der Broschüre werden alle im Gebiet zwi- schen Zollikon und Stäfa vorkommenden ein- heimischen Orchideenarten in Wort und Bild dargestellt. Die geplante Broschüre ist für Lai- innen und Laien konzipiert. Sie erscheint im Th. Gut Verlag, weist einen Umfang von 72 Seiten auf und enthält 135 Fotos. Die Auflage beträgt 1000 Exemplare. Der angestrebte Verkaufspreis beträgt Fr. 18. Kosten für den Druck Fr. 7922 Gewünschter Beitrag Fr. 5000 Übrige Finanzierung Der Gesuchsteller übernimmt sämtliche Erar- beitungskosten. Die Seegemeinden beteiligen sich mit einem Beitrag von Fr. 2000, hinzu kom- men einige kleine Beiträge von Naturschutz- vereinen mit der Gesamtsumme von Fr. 300 bis Fr. 400. Der Verkaufserlös kann nicht beziffert

werden. Die Gemeinde Küsnacht wird sich vo- raussichtlich an den Kosten für die Vernissage beteiligen. Hinweis Grundsätzlich werden keine Gesuche von Ein- zelpersonen unterstützt. Die Richtlinien des Lotteriefonds erlauben jedoch bei Druckkos- tenbeiträgen Ausnahmen, da in zahlreichen Fäl- len die Autorin oder die Herausgeberin bzw. der Autor oder der Herausgeber und nicht der Verlag für die Deckung der offenen Kosten bzw. für die Gesuchseingabe zuständig ist und dem Lotteriefonds ein entsprechendes Gesuch ein- reicht. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Orchideen zählen zu den Pflan- zengruppen, die besonders unter Landnutzungs- änderungen (Intensivierung der landwirtschaft- lichen Nutzung, Überbauungen) leiden. Aus vie- len Gebieten sind Orchideen bereits verschwun- den. Umso wichtiger ist es, dass die verbleiben- den Arten und Populationen erhalten bleiben und entsprechend gepflegt werden. Insbeson- dere ausserhalb der bestehenden Naturschutz- gebiete ist dafür die Mitarbeit der interessier- ten Bevölkerung wichtig. Mit der neuen Bro- schüre kann das Bewusstsein in der örtlichen Bevölkerung für die Pflanzengruppe der Orchi- deen gestärkt werden. Bewilligter Beitrag Fr. 5000 Auflagen Die Gewährung des Beitrages ist an folgende Auflagen gebunden: – Der bewilligte Beitrag gilt als Kostendach. Ausbezahlt wird effektiv nur der Beitrag, der nach erfolgten Beitragsleistungen und einer Verkaufsdauer von sechs Monaten als offe- ner Restbetrag ausgewiesen werden kann. – Dem Lotteriefonds sind gratis zehn Beleg- exemplare der Broschüre zuzustellen. – Der Fachstelle Naturschutz ist die Publika- tion auch in digitaler Form zuzustellen.

7. Schweizer Theatertreffen 2018 in Zürich Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Schweizer Theatertreffen: Der Verein be- Organisation steht seit 2013. Er bezweckt, die Vielfalt des zeitgenössischen Theaterschaffens in der Schweiz sichtbar zu machen. Dazu organisiert er u. a. das jährliche Theatertreffen. Ausgangslage Das Schweizer Theatertreffen findet seit 2014 statt (2014 und 2015 in Winterthur, 2016 in Genf, 2017 in Lugano) und zeigt jeweils einen Quer- schnitt durch das schweizerische Theaterschaf- fen aus allen Landesregionen. Das Bundesamt für Kultur hat das Treffen als Plattform für die Ausrichtung der Schweizer Theaterpreise fest- gelegt. Projektziel Durchführung eines 5. gesamtschweizerischen Theatertreffens Projektbeschrieb Vom 24. bis 27. Mai 2018 findet in Zürich das

5. Schweizer Theatertreffen statt. In dieser Zeit- spanne werden im Schauspielhaus Zürich, im Theater Neumarkt und im Bernhard Theater sieben bis zehn herausragende Theaterproduk- tionen aus der ganzen Schweiz gezeigt. Diese Vorstellungen werden durch ein umfassendes Rahmenprogramm begleitet. Die Veranstaltung richtet sich sowohl an Fachleute als auch an das interessierte Publikum. Kosten Fr. 693 000 Gewünschter Beitrag Fr. 80 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 158 000. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 80 000, der Bund mit Fr. 165 000. Von Dritten wird ein Beitrag von Fr. 210 000 gewünscht. Der Restbetrag von Fr. 80 000 soll über den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Theatertreffen hat seit 2014 an Bekanntheit und Bedeutung gewonnen. Es ermöglicht einen Austausch unter den verschie- denen Landesteilen bzw. Sprachregionen, eben- so einen Austausch zwischen den Theaterhäu- sern und den Gruppen aus der Freien Szene. Mit

dem Anlass in Zürich erhält das hiesige Publi- kum die Gelegenheit, Aufführungen aus der französisch- und italienischsprachigen Schweiz zu sehen. Die Programmierung erfolgt so, dass die eingeladenen Theatergruppen möglichst über die ganze Festivaldauer Aufführungen zu spielen haben. Hinweis Der gesuchstellende Verein besteht erst seit 2013. Die Richtlinien des Lotteriefonds verlan- gen, dass eine gesuchstellende Organisation dem Fonds, um einen Beitrag erwirken zu können, einen mehrjährigen Leistungsausweis (in der Regel über fünf Jahre) vorlegt. Bei Projekten, die überregionale Bedeutung aufweisen, kann auf diese Vorgabe verzichtet werden. Im vor- liegenden Fall ist ein entsprechender Verzicht gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 80 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist mit der Auf- lage verbunden, dass sich die Stadt Zürich eben- falls mit Fr. 80 000 am Vorhaben beteiligt. Er- folgt seitens der Stadt eine Kürzung, so wird der Beitrag des Lotteriefonds im gleichen Aus- mass gekürzt.

8. Ausstellung «250 Jahre Hans Konrad Escher von der Linth: Spurensuche» Bereiche Kulturgeschichte, Bildung Gesuchstellende Linthkommission: Die Kommission besteht seit Organisation 2003. Sie ist gemäss Konkordat zwischen den beteiligten Kantonen die Nachfolgeorganisa- tion der Eidg. Linthkommission und für Be- trieb und Unterhalt des Linthwerks (Kanäle, Gräben, Dämme in der Linthebene) verant- wortlich. Ausgangslage Escher wurde 1767 geboren, also vor 250 Jah- ren. Die Linthkommission hat sich aufgrund die- ses Jubiläums entschieden, das Werk von Escher mit einer Ausstellung zu würdigen. Projektziel Durchführung einer Ausstellung, mit der die Leistung von Escher der Öffentlichkeit be- wusst gemacht werden soll.

Projektbeschrieb Die Ausstellung wird vom 24. August 2017 bis zum 25. Oktober 2017 im neuen Ortsmuseum Schänis SG gezeigt (Escher hat während elf Jah- ren in Schänis gearbeitet). Der inhaltliche Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Wir- ken von Escher im Linthgebiet. Gezeigt wer- den Objekte (Porträts von Escher, Bilder/Fotos zu wichtigen Objekten des Linthwerks usw.), dazu werden umfassende Hintergrundinforma- tionen vermittelt. Zudem bietet das Museum Führungen und Vorträge an. Es schaltet zudem zur Ausstellungseröffnung eine Escher-Web- site auf, die auch nach dem 25. Oktober 2017 weiter betrieben wird. Während der Escher-Aus- stellung ist das Museum an zusätzlichen Tagen geöffnet. Für Schulen bestehen zusätzliche Son- derangebote. Kosten Fr. 90 500 Gewünschter Beitrag Fr. 6 700 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung der Kommission beträgt Fr. 13 000. Die Standortgemeinde leistet Fr. 8000. Von den anderen beteiligten Kantonen werden Fr. 60 300 erwartet, von Sponsoren Fr. 2500. Der vom Kanton Zürich erwartete Anteil beträgt Fr. 6700. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Der beantragte Beitrag ent- spricht dem prozentualen Anteil des Kantons Zürich, den dieser gemäss Konkordatsvertrag an den Betrieb und den Unterhalt des Linth- werks zu leisten verpflichtet ist. Bewilligter Beitrag Fr. 6700 Auflage Die Auszahlung des Beitrages ist an die Aufla- ge gebunden, dass die anderen beteiligten Kan- tone ihre prozentualen Anteile vollumfänglich übernehmen. Nimmt einer der Kantone an sei- nem Anteil eine Kürzung vor, wird die Leistung des Kantons Zürich entsprechend verringert.

9. 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller Bereich Kultur Gesuchstellende Verein 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Kel- Organisation ler: Der Verein besteht seit 2017. Er bezweckt die Koordination und Unterstützung der Akti- vitäten zum Thema 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller, was er insbesondere durch den Betrieb einer Internetplattform (Jubiläums- Website) mit Informationen zum Jubiläums- jahr 2019 und durch den Erwerb und die Ver- gabe von Mitteln für die Umsetzung von Pro- jekten zum Jubiläumsjahr sicherstellen will. Ausgangslage 2019 sind je 200 Jahre seit der Geburt von Al- fred Escher (1819–1882) und Gottfried Keller (1819–1890) vergangen. Im Hinblick darauf ha- ben die Alfred Escher-Stiftung, die Gottfried Keller-Gesellschaft und die Universität Zürich den Verein 200 Jahre Alfred Escher & Gott- fried Keller gegründet. Projektziel Das Jubiläum 2019 soll mit Veranstaltungen bzw. der Umsetzung von Projekten angemes- sen gefeiert werden. Der Verein möchte sicher- stellen, dass diese Aktivitäten möglichst unter einem gemeinsamen Dach und koordiniert be- gangen werden. Projektbeschrieb Der neugegründete Verein will in einem ersten Schritt Präsenz zeigen und als Marke bzw. als Koordinator wahrgenommen werden. Er strebt an, dass sich Projektinitiantinnen und -initian- ten (Institutionen, Vereine, Stiftungen, Private usw.) mit ihren Projekten bei ihm melden und er die Vorhaben prüft bzw. eine allfällige finan- zielle Unterstützung entsprechend der verfüg- baren Mittel gewähren kann. Die Äufnung des Vermögens des Vereins wird in erster Linie über einen Beitrag des Lotteriefonds erfolgen (ein entsprechendes Gesuch um einen Beitrag in Vergabekompetenz des Kantonsrates muss noch ausgearbeitet und dem Lotteriefonds ein- gereicht werden). Ein wesentliches Arbeitsin- strument im Rahmen des gesamten Prozesses ist der Web-Auftritt bzw. das Aufschalten einer

Homepage. Diese neue Website dient vorder- hand vor allem den Institutionen, die im Hin- blick auf das Jubiläumsjahr ein Projekt durch- führen wollen, in zweiter Linie der interessier- ten Öffentlichkeit. Mit fortschreitender Klärung betreffend eingereichter und mitfinanzierter Vorhaben wird die Homepage zunehmend stär- ker zum digitalen Dreh- und Angelpunkt der Jubiläumsaktivitäten und gleichzeitig zur Infor- mations- und Presseplattform. Kosten Fr. 39 380 Gewünschter Beitrag Fr. 39 380 Übrige Finanzierung Die Kosten sollen vollumfänglich durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Es ist davon aus- zugehen, dass für dieses kantons- und adminis- trationsnahe Vorhaben keine Gelder von Drit- ten geäufnet werden können. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Jubiläum Escher/Keller hat kantonale Bedeutung, Escher und Keller ha- ben im Kanton wegweisende Spuren hinterlas- sen. Die Absicht des Vereins, sich rasch bekannt machen zu wollen, ist sinnvoll. Hinweis Die Richtlinien des Lotteriefonds verlangen, dass eine gesuchstellende Organisation dem Fonds, um einen Beitrag erwirken zu können, einen mehrjährigen Leistungsausweis (in der Regel über fünf Jahre) vorlegt. Bei Projekten, die überregionale Bedeutung aufweisen, kann auf diese Vorgabe verzichtet werden. Im vor- liegenden Fall ist ein entsprechender Verzicht gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 39 000 Hinweise Die Gewährung des Beitrages ist mit folgen- den Hinweisen verbunden: – Im Rahmen des Gesuches um einen Beitrag aus dem Lotteriefonds sind dem Fonds die ausgearbeiteten Projekte vorzulegen, die durch den Fonds mitfinanziert werden sollen. – Die jeweiligen Standortgemeinden der Pro- jekte, die 2019 durchgeführt werden, müssen sich gemäss Fondsrichtlinien an der Finan- zierung der Vorhaben beteiligen.

10. Publikation über Alleen in der Schweiz Bereiche Ökologie, Landschaftsgestaltung Gesuchstellende AS Verlag & Buchkonzept AG: Der Sachbuch- Organisation verlag bezweckt u. a. die Herausgabe von Bü- chern zu den Themenbereichen Verkehr, Alpi- nismus und Landschaft. Ausgangslage Alleen, Baumreihen und Hecken sind prägende Elemente der traditionellen Kulturlandschaft sowohl auf dem Land als auch in Städten. Sie gliedern die Landschaft und vernetzen Lebens- räume. Als traditionelle, charakteristische Be- grenzung von Kunststrassen, die im Kanton Zü- rich ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut wurden, haben Alleen und Baumreihen einen hohen kulturgeschichtlichen Wert. Projektziel Herausgabe eines Fotobildbandes mit Porträts der 120 bedeutendsten Alleen und Lauben- gänge der Schweiz. Projektbeschrieb Das Buch bietet einen Überblick zur Entwick- lung der Alleenkultur in der Schweiz und stellt 120 Alleen, Baumreihen usw. genauer vor, von welchen sich 16 im Kanton Zürich befinden. Die Publikation richtet sich an ein breites, inte- ressiertes Publikum. Sie ist durchgehend illus- triert, umfasst rund 290 Seiten und soll in einer Auflage von 3500 Exemplaren erscheinen. Der angestrebte Verkaufspreis beträgt Fr. 58. Kosten Fr. 99 167 Gewünschter Beitrag Fr. 6 500 Übrige Finanzierung Aus dem Verkauf werden Einnahmen von Fr. 73 080 erwartet. Die Beitragsleistung ande- rer Kantone ist mit Fr. 14 500 budgetiert, die Leistung Dritter mit Fr. 5087. Der offene Rest- betrag von Fr. 6500 soll über den Kanton Zü- rich gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die Publikation lenkt den Blick auf die wertvollen Kulturbestandteile Allee, Baumreihe und Hecke und leistet so einen Bei- trag zu deren Schutz und Unterhalt. Es darf ein attraktives Buch erwartet werden. Da der Kanton Zürich im Buch gut vertreten ist, recht- fertigt sich ein Druckkostenbeitrag von Fr. 5000. Bewilligter Beitrag Fr. 5000

Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton gratis zehn Be- legexemplare zugestellt werden.

11. Projekt Fokus: Mieterausbau und Medikamentenroboter an neuem Standort Bereiche Gesundheit, Soziales Gesuchstellende Verein Arud Zentren für Suchtmedizin: Der Organisation Verein besteht seit 1991 und setzt sich für die Milderung der negativen Auswirkungen des Konsums psychotroper Substanzen auf Ein- zelne sowie auf die Gesellschaft ein. Er bietet entsprechende, akzeptierende Behandlungen und Beratungen an, wo sinnvoll in Kooperati- on mit anderen Fachorganisationen. Ausgangslage Die Arud ist zurzeit an vier Standorten in der Stadt Zürich tätig. Diese geografische Verzet- telung ist nicht ideal. Projektziel Um eine patientengerechtere Behandlung mit zeitgemässer medizinischer Betreuung, inter- disziplinärer teamübergreifender Zusammen- arbeit und genügend Platz für die steigende Patientenzahl sowie attraktivere und effizien- tere Arbeitsorte für die Mitarbeitenden zu schaf- fen, sollen alle Aktivitäten zentral gebündelt werden. Projektbeschrieb Der zukünftige Arud-Standort liegt in unmit- telbarer Nähe zum Hauptbahnhof. Mit der Zu- sammenlegung der bisherigen Suchtzentren am neuen Ort gehen der Rückbau der alten Stand- orte, bauliche Anpassungen am neuen Stand- ort, die Anschaffung neuen Mobiliars sowie die Anpassung der IT und der Kommunikation ein- her. Um die Medikamentenbewirtschaftung und -abgabe effizienter zu gestalten (selbstständige Einlagerung der Medikamente, Bereitstellen der Medikamente für Abgabe und Auslieferung), möchte die Arud am neuen Standort einen Me- dikamentenroboter einsetzen. Dafür sind Auf- wendungen von mindestens Fr. 261 000 budge- tiert. Kosten Fr. 3 902 200 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt 1,6 Mio. Franken. Die Vermieterin beteiligt sich mit Fr. 950 000. Von der Stadt Zürich und der à Porta-Stiftung werden je Fr. 250 000 erbeten. Von weiteren Stiftungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 352 200 erhofft. Der offene Rest- betrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Ein Teil der aufgeführten Kosten ist vorliegend nicht anrechenbar, so übernimmt der Lotterie- fonds keine Umzugs- oder Rückbaukosten. Ebenso leistet der Lotteriefonds in der Regel keine Beiträge für interne Entwicklungsvorha- ben, an die Anpassung der Website, für Kom- munikationsmassnahmen und für den Eröff- nungsanlass. Der Verein leistet mit seinem Einsatz für Men- schen, deren Suchtverhalten problematisch ist, seit über 20 Jahren einen wichtigen Beitrag. 26% aller Substitutionsbehandlungen im Kan- ton Zürich führt die Arud durch. Dadurch hat die Arud ein grosses Volumen an Medikamen- ten, was logistisch eine Herausforderung dar- stellt und den Einsatz eines Medikamentenro- boters sinnvoll macht. Eine Unterstützung die- ses Projektteils mit einem anteiligen Betrag von Fr. 151 000 ist gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 151 000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass der bewilligte Beitrag aus- schliesslich für das Teilprojekt «Medikamen- tenroboter» verwendet wird.

12. Publikation «Zürcher und Ostschweizer Gebäckmodel des 15. bis 18. Jahrhunderts; eine Kulturgeschichte» Bereich Denkmalpflege Gesuchstellende Autorenteam Hans-Peter Widmer und Cornelia Organisation Stäheli: Das Autorenteam beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema bzw. ist vertraut mit der Inventarisierung und Katalogisierung von Klein- kunstwerken. Der Schaffhauser Museumsver- ein hat das Patronat über die Publikation über- nommen.

Ausgangslage Gebäckmodel stellen sowohl künstlerisch als auch kulturhistorisch ein eindrückliches Zeug- nis der Vergangenheit dar und werden auch heute noch praktisch verwendet, z. B. für die Züri-Tirggel. Projektziel Herausgabe einer Publikation zum Thema Zür- cher und Ostschweizer Gebäckmodel. Projektbeschrieb Die Publikation ist in sieben Kapitel gegliedert und widmet sich u. a. der Herkunft der Zürcher und Ostschweizer Gebäckmodel, dem kultur- historischen Hintergrund, den technologischen und formalen Eigenheiten, sie orientiert über Sammlungen, den Verwendungszweck sowie über Vorlagen, die Ikonografie und die Kunst- handwerker (Stecher, Formschneider, Gold- schmiede), welche Gebäckmodel herstellten. Inhaltlich bestehen zum Kanton Zürich breite Bezüge: Ein ansehnlicher Teil der im Buch vor- gestellten Gebäckmodel stammt aus den Be- ständen des Schweizerischen Nationalmuseums. Das reich illustrierte, rund 240 Seiten starke Buch soll in einer Auflage von 600 Exempla- ren im Verlag NZZ-libro erscheinen. Der an- gestrebte Verkaufspreis liegt bei Fr. 60. Kosten Fr. 122 380 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 21 000. Die Kan- tone Thurgau und St. Gallen sowie die Stadt Schaffhausen haben Beiträge von je Fr. 5000 zu- gesagt. Von weiteren Stiftungen und Sponsoren wird ein Beitrag von Fr. 30 000 erwartet. Die Einnahmen aus dem Buchverkauf sind mit Fr. 17 380 budgetiert. Der offene Restbetrag von Fr. 39 000 soll durch den Lotteriefonds und wei- tere Sponsoren gedeckt werden. Hinweis Grundsätzlich werden keine Gesuche von Ein- zelpersonen unterstützt. Die Richtlinien des Lotteriefonds erlauben jedoch bei Druckkos- tenbeiträgen Ausnahmen, da in zahlreichen Fäl- len die Autorin oder die Herausgeberin bzw. der Autor oder der Herausgeber und nicht der Verlag für die Deckung der offenen Kosten

bzw. für die Gesuchseingabe zuständig ist und dem Lotteriefonds ein entsprechendes Gesuch einreicht. Würdigung Das Projekt entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Produktion von Gebäckmodeln hat in Schaffhausen und Zürich eine reiche und jahrhundertealte Tradition. Die zu erwar- tende Publikation wird ein verständlich for- muliertes und reich bebildertes Standardwerk, das sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an eine breite Leserschaft richtet. Allerdings ist nur ein Druckkostenbeitrag in der Grössen- ordnung der Leistung der anderen Kantone, also Fr. 5000, gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 5000 Auflage Die Gewährung des Beitrages ist an die Auflage gebunden, dass dem Kanton zehn Belegexem- plare zugestellt werden.

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 0 00000): in Franken

1. Verein Zürcher Kammerorchester Investitionsbeitrag für Sanierung und Erweiterung ZKO-Haus 450 000

2. Anne Voss Film Beitrag an Jugend-Medienprojekt 30 000

3. Verein Mobility International Beitrag an App für blinde und sehbehinderte Wanderinnen und Wanderer 20 000

4. Verein Kulturkoller Investitionsbeitrag für technische Investitionen und Erneuerung des Internetauftritts 20 000

5. Verein Internationale Kurzfilmtage Winterthur Investitionsbeitrag zur Anschaffung von Software, Mobiliar, zur Weiterentwicklung der Digitalisierung des Filmarchivs und zur Erweiterung der Website 200 000

6. Th. Gut Verlag Druckkostenbeitrag für Broschüre über wild wachsende Orchideen 5 000

7. Verein Schweizer Theatertreffen Beitrag für 5. Schweizer Theatertreffen 2018 in Zürich 80 000

in Franken

8. Linthkommission Ausstellungsbeitrag 6 700

9. Verein 200 Jahre Alfred Escher & Gottfried Keller Starthilfebeitrag für Jubiläumsaktivitäten 39 000

10. AS Verlag & Buchkonzept AG Druckkostenbeitrag für Publikation über Alleen in der Schweiz 5 000

11. Verein Arud Zentren für Suchtmedizin Investitionsbeitrag an Medikamentenroboter 151 000

12. Museumsverein Schaffhausen Druckkostenbeitrag für Publikation über Zürcher und Ostschweizer Gebäckmodel 5 000 Total 1 011 700

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi