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RRB Nr. 693/2024

Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich, Beiträge 2024, Entwicklungszusammenarbeit

19 da zercladur 2024German46 min

Source zh.ch

Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich, Beiträge 2024, Entwicklungszusammenarbeit

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 19. Juni 2024

693. Gemeinnütziger Fonds des Kantons Zürich (Beiträge 2024, Entwicklungszusammenarbeit) Gemäss dem Lotteriefondsgesetz vom 2. November 2020 (LFG; LS 612) entscheidet der Regierungsrat auf Antrag der zuständigen Direktion über die Gewährung von Beiträgen aus dem Gemeinnützigen Fonds. Übersteigt ein Beitrag 1 Mio. Franken, bedarf der Entscheid der Ge- nehmigung des Kantonsrates. Das fakultative Referendum ist ausge- schlossen (§ 9 Abs. 1 LFG). Der Entscheid kann mit Bedingungen und Auflagen verbunden werden (§ 9 Abs. 4 LFG). Bedingungen und Auf- lagen von untergeordneter Bedeutung kann die Fondsverwaltung nach- träglich ganz oder teilweise aufheben (§ 9 Abs. 5 LFG). Alle Beiträge werden praxisgemäss auf ein Vielfaches von Fr. 1000 abgerundet. Bis zum Vortag dieses Beschlusses hat der Regierungsrat bereits die folgenden Beschlüsse zur Gewährung von Beiträgen aus dem Gemein- nützigen Fonds mit dem folgenden Gesamtbetrag gefasst (in den mit einem * bezeichneten Fällen unter dem Vorbehalt der Genehmigung des Kantonsrates). Aus Transparenzgründen wird der vorliegende Be- schluss ebenfalls in der Übersicht dargestellt. RRB Nr. 416/2024 Beiträge 2024, 1. Serie Fr.   449 000 Total Bisher beschlossene Beiträge Fr.   449 000 Beiträge 2024, Entwicklungszusammenarbeit Fr. 2 000 000 Total Beiträge 2024 Fr. 2 449 000

Die Finanzdirektion beantragt dem Regierungsrat vorliegend die Ge- währung mehrerer Beiträge aus dem Bereich der Entwicklungszusam- menarbeit (EZA) in dessen abschliessender Zuständigkeit.

1. Allgemeines

1.1 Vorgaben gemäss Lotteriefondsgesetz Gemäss § 6 Abs. 1 lit. b des LFG sind die Beiträge aus dem Gemein- nützigen Fonds für Vorhaben zu verwenden, die einen Bezug zum Kanton Zürich haben und in erster Linie dessen Bevölkerung zugutekommen. In der Verordnung über den Gemeinnützigen Fonds (VGF; LS 612.1) ist im Sinne einer Ausnahme in § 5 Abs. 1 lit. d festgelegt, dass Vorhaben der EZA unter folgenden Voraussetzungen mitfinanziert werden können: – Die Projekte werden in Staaten ausserhalb der Europäischen Union durchgeführt. – Die gesuchstellende Organisation verfügt über das Gütesiegel der Stif- tung Zewo. – Die gesuchstellende Organisation hat im Jahr der Beitragsgewährung oder im Vorjahr Mittel von der Direktion für Entwicklung und Zu- sammenarbeit (DEZA) erhalten. Ausserdem werden gemäss den Richtlinien für Entwicklungszusam- menarbeit und Inlandhilfe keine Vorhaben in Ländern unterstützt, die ihre Staatsangehörigen nicht rückübernehmen (dies sind zurzeit Eritrea, Iran und Kuba). Gemäss gängiger Praxis können kantonsnahe Institutionen, wie das Kinderspital, die Pädagogische Hochschule Zürich usw. mit einem grös- seren Beitrag als die regulären Hilfswerke bzw. EZA-Organisationen berücksichtigt werden. Mit § 5 Abs. 2 VGF wird vorgegeben, dass der Gesamtbetrag der in einem Jahr gewährten Beiträge an überkantonale, nationale und inter- nationale Vorhaben in der Regel einen Fünftel der Mittel, die dem Fonds im Vorjahr zugewiesen wurden, nicht übersteigen darf. Die Finanzdirek- tion hat in Abhängigkeit der für ausserkantonale Vorhaben zur Verfügung stehenden Mittel festgelegt, dass 2024 für die EZA und die Inlandhilfe je höchstens 2 Mio. Franken zur Verfügung stehen.

1.2 Zielsetzung der kantonalen EZA Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbe- kämpfung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbesse- rung der eigenen Lebensbedingungen im Sinne der «Hilfe zur Selbst- hilfe» unterstützen; – seinen Beitrag zur Verbesserung der internationalen Stabilität leisten; – verdeutlichen, dass die Unterstützung von Projekten der EZA nicht nur Angelegenheit des Bundes ist, sondern eine Verpflichtung der Ge- meinwesen aller Stufen darstellt;

– dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Bei- tragsgewährung einen höheren Stellenwert einräumen. Hierzu werden Zürcher Organisationen bei ausreichenden Mitteln mit höheren Bei- trägen bedacht und ausgewählte Institutionen können für besondere Projekte Schwerpunktbeiträge erhalten.

1.3 Beitragsgesuche 2024 2024 reichten 28 Organisationen und Institutionen (2023: 33 Organi- sationen) je ein Gesuch in einer Gesamtsumme von Fr. 2 855 120 (2023: Fr. 3 825 721) ein. Ein Gesuch wurde zurückgezogen. Die anderen 27 ein- gereichten Projekte werden im Antrag berücksichtigt.

1.4 Auswahl der Projekte und Beiträge Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben eines privaten Hilfs- werks als Schwerpunktvorhaben definieren und dadurch einen höheren Beitrag innerhalb der Beitragskompetenz des Regierungsrates leisten. Gestützt auf die Anträge und Mitberichte der jeweiligen Fachdirektio- nen wurden folgende Eingaben als Schwerpunktvorhaben bestimmt: Organisation Nr. Projektbezeichnung / Land Gewünschter Betrag in Franken Direktion 7 «Enhancing Protection and Justice for Vulnerable Fr. 300 000 der Justiz und Children and Youth in Jordan» des Innern Pädagogische 17 «Empowering Women and Youth in rural Egypt Fr. 259 420 Hochschule Zürich through Education and Economic Inclusion» (PHZH) Total Fr. 559 420 Die Summe aller gewünschten Beiträge übersteigt den zur Verfügung stehenden Betrag von 2 Mio. Franken. Deshalb erfolgen Kürzungen an den nachgesuchten Beiträgen. Dabei wurde folgender Schlüssel angewendet: Für die zwei Schwerpunktvorhaben werden insgesamt Fr. 550 000 und damit 27,5% der verfügbaren Mittel eingesetzt. Die Direktion der Justiz und des Innern wird dabei mit einem Beitrag von Fr. 300 000 und die PHZH mit einem Beitrag von Fr. 250 000 berücksichtigt. Die restlichen Hilfswerke werden mit einem gleich hohen Beitrag von je Fr. 58 000 berücksichtigt.

2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegenden Angaben zum jeweiligen Projekt: – Unter «Land/Region» ist jeweils in Klammern der Rang des entspre- chenden Staates im aktuellen Human Development Index (HDI) der UNO aufgeführt, der dem jeweiligen Staat gemäss HDI zwischen 1 (Schweiz) und 193 (Somalia) zukommt. Der Index gibt Auskunft über die Entwicklung eines Landes. Für seine Berechnung werden nicht nur ökonomische Kennzahlen, sondern eine Vielzahl von Aspekten (wie beispielsweise Lebenserwartung, Bildungsstand und Bruttoinlandpro- dukt) berücksichtigt. – Im Berichtspunkt «Vorhaben» sind in knapper Form die Ausgangs- lage bzw. die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben, das Projektziel und die wichtigsten Einzelmassnahmen beschrieben. – Unter «Begünstigte» wird angegeben, wie viele Personen bzw. welche Personengruppen vom Projekt voraussichtlich profitieren werden. – Beim in der Rubrik «Kosten» aufgeführten Beitrag sind jeweils auch die Projektbegleitkosten (PBK) aufgeführt, welche die Organisation für das entsprechende Projekt ausweist. Es werden höchstens 15% PBK bewilligt.

Für die Vorhaben folgender Organisationen (in alphabetischer Ord- nung) wird ein Beitrag gewährt:

1. Aqua Alimenta (Agrarökologie auf dem Vormarsch: Die Bauern von Odisha gehen neue Wege [Phase III, 2024–2026], Indien) Gesuchsteller/in Verein Aqua Alimenta, Zürich Land/Region Indien (HDI 134), Bundesstaat Odisha, Distrikte Puri, Nayagarh, Kendrapara, Balangir und Nuaparha Vorhaben Im ostindischen Bundesstaat Odisha werden die Heraus­ forderungen für die Kleinbauernfamilien, die oft weniger als eine Hektare Land bewirtschaften, immer grösser: ausgelaugte Böden, geringere Produktivität und Einkünfte, eine schwache Verhandlungsposition und kaum Zugang zu Märkten, Krediten und angepassten Technologien. Die Auswirkungen des Klimawandels verschärfen die kritische Lage weiter. Mit dem Ziel, eine umweltfreundliche und zugleich produk­ tive kleinbäuerliche Landwirtschaft wiederzubeleben, wurde 2017 in den Distrikten Puri, Kendrapara, Dhenkanal, Nayagarh und Bolangir ein Projekt lanciert. Zurzeit läuft die dritte und letzte Projektphase (2024–2026). Der Fokus des Projekts liegt auf der Förderung des agrarökologischen und bewässerten Gemüseanbaus, der Stärkung der Bäuerinnen und Bauern durch Ausbildung und Sensibilisierung und Förderung der Bauernorganisationen und Produzentinnen­ gruppen sowie der gemeinschaftlichen Vermarktung ihrer Produkte. Begünstigte 1575 Bauernfamilien, 12 Bauernorganisationen und 65 Gruppen von Produzierenden Kosten (einschliesslich 9,8% PBK) Fr. 269 634 Beantragter Beitrag Fr.   60 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr.   20 000 Andere Fr. 189 634 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

2. Ärzte ohne Grenzen (Gesundheitsversorgung für Betroffene der Sudan-Krise, Ost-Tschad und Sudan) Gesuchsteller/in Verein Ärzte ohne Grenzen (Médecins Sans Frontières, MSF) (Medici Senza Frontiere), Genf Land/Region Sudan und Tschad (HDI Sudan: 170, Tschad: 189) Vorhaben Am 15. April 2023 brach der Konflikt zwischen den sudane­ sischen Streitkräften und Paramilitärs der Rapid Support Forces in Khartum aus und breitete sich rasch auf mehrere Regionen des Sudans aus. Seitdem wurden aufgrund der schweren Kämpfe mehr als 7,9 Mio. Personen innerhalb des Landes und ins Ausland vertrieben, mehrheitlich in das Nachbarland Tschad. Zurzeit sind in Karthum nur eine Handvoll Gesundheitseinrichtungen für 3 Mio. bis 5 Mio. Menschen in Betrieb. In der Region Darfur sind die Menschen seit über 20 Jahren mit Krieg, Vertreibung und ethnischer Gewalt konfrontiert. Den wenigen Gesundheitseinrichtungen, die in Betrieb sind, fehlt es an Ambulanzen, Medikamenten und Fachpersonal. Viele Kinder der Geflüchteten erkranken an Masern und leiden unter Mangelernährung. Der plötzliche Anstieg der Bevölkerung im Osten des Tschads, einem Gebiet mit man­ gelhaftem Zugang zu Gesundheitsversorgung, Wasser und Nahrungsmitteln, hat auch dort zu einem starken Anstieg des medizinischen Bedarfs geführt. Wegen der unsicheren Lage und erheblicher bürokratischer Hürden sind praktisch keine humanitären Organisationen im Sudan tätig. Um die Versorgung zu verbessern, unterstützt MSF seit 2023 das sudanesische Gesundheitsministerium und Ge­ flüchtete in den Lagern im Tschad dabei, die notwendigsten und dringlichsten Lücken in der medizinischen Gesund­ heitsversorgung in verschiedenen zum Teil provisorischen Spitälern und in den Lagern zu decken. Das Personal wird beim Aufbau von Kompetenzen für die klinische Behandlung von Krankheiten in den Bereichen Pädiatrie, Mangelernäh­ rung, psychische Krankheiten, Malaria, Durchfall sowie Versorgung Überlebender sexueller Gewalt unterstützt. Auch werden Kompetenzen in den Bereichen Hygiene und Zugang zu sauberem Wasser vermittelt. Zudem finden ab 2024 Schulungen zur Behandlung von HIV-Infektionen und Tuberkulose sowie zur Verbesserung der medizinischen Versorgung und Qualität statt. Begünstigte Etwa 500 000 Einwohnende von El Geneina und Ardamata in Darfur im Sudan, 209 000 Geflüchtete im Tschad

Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 20 549 948 Beantragter Beitrag Fr.    120 000 Weitere Finanzierung Andere Fr. 20 429 948 Gewährter Beitrag Fr.     58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

3. Brücke – Le Pont (Arbeitsrechte der Frauen, Honduras) Gesuchsteller/in Verein Brücke – Le Pont, Zürich Land/Region Honduras (HDI 138), sechs Departemente: Cortés und Yoro, Francisco Morazán, Intibucá, Choluteca und La Paz Vorhaben Honduras ist geprägt von Gewalt, Armut und Ungleichheit. Wegen fehlender Schulbildung und aus wirtschaftlicher Not arbeiten rund 100 000 Personen als Hausangestellte, über 90% davon sind Frauen und Mädchen. Hausangestellte sind von den Bestimmungen über die Mindestlöhne ausgeschlos­ sen. In den Departementen Francisco de Morazán, Intibucá, Choluteca und La Paz konzentriert sich das Projekt auf die Verbesserung der Arbeitsbedingungen von Hausange­ stellten mithilfe von Schulungen. 125 000 Personen, etwa 50% davon Frauen, arbeiten in Textilfabriken rund um die Industriestadt San Pedro Sula im Departement Cortés. Wegen geringer Mittel und aus politi­ schen Gründen werden die nationale Arbeitsgesetzgebung und die von Honduras ratifizierten internationalen Verträge nicht umgesetzt. Arbeitnehmende leiden deswegen unter befristeten Arbeitsverträgen, Arbeitstagen von bis zu zwölf Stunden, unbezahlten Überstunden sowie Entlassungen ohne Abfindungen und Sozialleistungen. Auch geschlech­ terspezifische Diskriminierungen wie erzwungene Schwan­ gerschaftstests bei der Einstellung sind häufig. Das Projekt richtet sich in dieser Region deshalb an Textilfabrikarbeite­ rinnen. Sie erhalten Schulungen zu Arbeits- und Menschen­ rechten und juristische Beratung bei Rechtsverletzungen. Begünstigte Direkt 490 Maquila-Arbeiterinnen, rund 870 Hausange­ stellte und 45 Entscheidungsträgerinnen und Entschei­ dungsträger in öffentlichen Funktionen. Indirekt rund 75 000 Arbeitnehmende in Textilfabriken in ganz Honduras, die über Sensibilisierungsmassnahmen erreicht werden. Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 204 325 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr.   40 000 Andere Fr.   64 325 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

4. Caritas Schweiz (Empower YOU – Bessere berufliche Perspektiven für Jugendliche in Uganda) Gesuchsteller/in Verein Caritas Schweiz, Luzern Land/Region Uganda (HDI 159), Northern District, Gulu und Lira Vorhaben Uganda hat eine der jüngsten Bevölkerungen der Welt. Jedes Jahr drängen über eine Million junger Menschen neu auf den Arbeitsmarkt, doch es fehlt an Arbeitsplätzen. Dementsprechend gross sind Arbeitslosigkeit und Armut – insbesondere bei Jugendlichen. Um dem entgegenzu­ wirken, setzt das Projekt auf mehreren Ebenen an: Zum einen werden bestehende Kleinunternehmen gezielt unter­ stützt. Junge Menschen in Ein-Personen- oder Familien­ betrieben, wie Coiffeursalons, Kiosken oder kleinen Le­ bensmittelproduktionen, erhalten auf sie zugeschnittene Weiterbildungen, Beratungen und Mikrokredite. Dadurch können sie ihre betriebswirtschaftlichen Fähigkeiten aus­ bauen und ihre Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln. Zum anderen fördert das Projekt die Beteiligung von jungen Menschen und insbesondere Frauen an politischen Ent­ scheidungsprozessen auf nationaler und lokaler Ebene. Dazu werden Jugendverbände gegründet und gefördert sowie zivilgesellschaftliche Strukturen gestärkt. Begünstigte 1000 Jungunternehmerinnen und -unternehmer erhalten individuelle Begleitung, 1000 Jugendliche werden bestärkt, sich politisch einzubringen, 60 Mitarbeitende von lokalen Nichtregierungsorganisationen erhalten Weiterbildung und fachliche Unterstützung. Kosten (einschliesslich 7,9% PBK) Fr. 1 755 473 Beantragter Beitrag Fr.   100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   600 000 Andere Fr. 1 055 473 Gewährter Beitrag Fr.     58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

5. CBM (Schweiz) (MIHARY. Zugang zu inklusiven Erwerbsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, Madagaskar) Gesuchsteller/in Verein CBM (Schweiz), Thalwil Land/Region Madagaskar (HDI 177), Regionen Analamanga, Atsinanana und Vakinankaratra Vorhaben Madagaskar hat eine hohe Arbeitslosigkeit, besonders unter Menschen mit Behinderung. Die Beeinträchtigungen und die Stigmatisierung führen dazu, dass sie besonders stark von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen sind. Madagaskar weist zwar die rechtlichen Rahmenbedingungen auf, die Menschen mit Behinderung Chancengleichheit zuschreiben, diese werden aber in der Realität nicht umgesetzt. Um den Betroffenen den Zugang zu Arbeit zu ermöglichen, wird CBM spezifische Trainings- und Weiterbildungsmass­ nahmen, ausgerichtet auf deren individuelle Bedürfnisse, organisieren. Nach Abschluss dieser Massnahmen werden die Absolventinnen und Absolventen einen Lebenslauf und Motivationsschreiben erstellen, um eine Arbeit zu finden. Weiter werden Unternehmen, die sich bereit erklären, mit Menschen mit Behinderungen zu arbeiten, beraten, wie sie diese in ihr Unternehmen eingliedern können. Zusätzlich werden diejenigen, die ein eigenes Unternehmen gründen wollen, fachkundig begleitet, indem sie im Bereich Unter­ nehmensaufbau geschult und danach in der Erarbeitung einer Unternehmensstrategie unterstützt werden. Begünstigte 90 Frauen und 90 Männer mit Behinderungen Kosten (einschliesslich 7% PBK) Fr. 412 538 Beantragter Beitrag Fr.   90 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 202 077 DEZA Fr. 120 461 Gewährter Beitrag Fr.   58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

6. Comundo (Verbesserung der Ernährungssicherheit für Kleinbauernfamilien und Schonung der Umwelt in Nicaragua) Gesuchsteller/in Verein Comundo, Luzern Land/Region Nicaragua (HDI 130), Trockenkorridor im Norden / Madriz, San Lucas, Miraflor (Esteli) und Nueva Segovia Vorhaben Unter anderem durch die Errichtung von biointensiven (Schul-)Gärten und Hühnerställen, durch den Aufbau von Produktionskapazitäten und die Förderung des Konsums von hochwertigen und gesunden Produkten (agrarökolo­ gisch angebautes Gemüse, Fleisch und Eier) sollen sich die Ernährungssicherheit und das Einkommen von Klein­ bauernfamilien, insbesondere von Kindern, Jugendlichen und alten Menschen, die in zum Teil extremer Armut im Trockenkorridor im Norden Nicaraguas leben, verbessern. Dabei wird nicht nur der Schutz der Natur berücksichtigt, sondern es werden auch aktiv Massnahmen zur Eindäm­ mung des Klimawandels ergriffen. Praktiken wie effizienter Einsatz von organischem Dünger, Wiederaufforstung und verbesserte Bodenbewirtschaftung werden eingeführt. Durch die Weiterbildung in Unternehmertum, die Gründung von Kleinunternehmen oder die Vermarktung von Gemüse, Getreide, Hühnern und deren Eiern in den Gemeinden wird das Einkommen verbessert. Mit der Vermarktung landwirt­ schaftlicher Produkte durch Jugendliche in den Städten soll unter anderem die Verbindung zwischen ländlichen und städtischen Gemeinden gefördert werden, was auch den sozialen Zusammenhalt in den Gemeinden stärkt. Begünstigte Direkt: 808 Projektteilnehmende Indirekt: 4040 Menschen Kosten (einschliesslich 11% PBK) Fr. 440 100 Beantragter Beitrag Fr.   74 800 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   30 000 DEZA Fr.   40 000 Andere Kantone Fr. 105 000 Andere Organisationen Fr. 190 300 Gewährter Beitrag Fr.   58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

7. Direktion der Justiz und des Innern, Generalsekretariat (Enhancing Protection and Justice for Vulnerable Children and Youth in Jordan) Gesuchsteller/in Direktion der Justiz und des Innern, Generalsekretariat, Zürich Land/Region Jordanien (HDI 99) Vorhaben Die regionale Flüchtlingskrise, einschliesslich der Ankunft einer grossen Anzahl syrischer Geflüchteter in den letzten zehn Jahren, belasten die sozialen und wirtschaftlichen Ressourcen und die öffentlichen Dienste in Jordanien erheblich. Die Covid-19-Pandemie und der Krieg in der Ukraine führten zu instabilen und schwierigen Lebensbe­ dingungen für Geflüchtete und armutsbetroffene Menschen in Jordanien. Armut, der Mangel an Zukunftsaussichten und soziale Normen sind Auslöser und Verstärker von Gewalt gegen Kinder (einschliesslich Kinderheirat, Kinder­ arbeit, Missachtung von Kinderrechten) und Frauen. Hinzu kommt eine ungenügende Versorgung im Bereich Mental Health and Psychosocial Support (MHPSS). Die Direktion der Justiz und des Innern fördert zusammen mit sieben Partnerorganisationen vor Ort Case Manage­ ments für gefährdete Minderjährige, darunter auch von Kinderheirat und Kinderarbeit betroffene Mädchen und Jungen. Des Weiteren sollen die Versorgung und psycho­ soziale Unterstützung der von psychischen Problemen betroffenen Minderjährigen und ihrer Familien und Betreu­ ungspersonen bei psychischen Problemen sichergestellt werden. Dies wird durch ein Angebot von MHPSS-Diensten sichergestellt. Mittels sicheren Zugangs zu rechtlichen Informationen und zu beruflicher und alltagsrelevanter Bildung sollen die Betroffenen gestärkt werden. Für Kinder und Jugendliche in Haft werden Berufsausbildungen und Schutzdienste implementiert. Zusätzlich werden Sensibili­ sierungsprogramme zu geschlechterspezifischen Themen entwickelt. Mit dem Aufbau von Kapazitäten und Lobby­ arbeit bei den am Kindesschutzsystem beteiligten Akteuren in Justiz und Regierung sowie dem Ausbau der Kapazitäten von Organisationen der Zivilgesellschaft wird angestrebt, auch für die Zukunft einen verbesserten Zugang zu kinder- und geschlechterspezifischen Schutz- und Justizdiensten zu gewährleisten. Zu diesem Zweck sollen die Akteure in der Justiz und der Regierung Jordaniens in das Kinder- und Genderschutzsystem miteingebunden werden.

Begünstigte 12 330 Kinder und Jugendliche profitieren von Schutz­ einrichtungen, 2590 Erwachsene (Eltern, Betreuungsper­ sonen, Regierungsangestellte usw.) werden mit Sensibili­ sierung, Kapazitätsaufbau und Lobbyarbeit erreicht, 28 550 Eltern, Gleichaltrige und Fachleute profitieren indi­ rekt vom Vorhaben. Kosten (einschliesslich 5% PBK) Fr. 6 300 000 Beantragter Beitrag Fr.   300 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 3 000 000 Andere Organisationen Fr. 3 000 000 Gewährter Beitrag Fr.   300 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

8. Enfants du Monde (Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern, Bangladesch) Gesuchsteller/in Verein Enfants du Monde, Le Grand-Saconnex GE Land/Region Bangladesch (HDI 129), Distrikt Brahmanbaria, Unter­ distrikte Sarail und Kasbah Vorhaben Trotz eines jährlichen Wirtschaftswachstums leben 24,3% der Bevölkerung Bangladeschs unterhalb der Armuts­ grenze. Laut der WHO sind die Müttersterblichkeit und die Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren hoch. Die Familien und die Bevölkerung sind nur unzureichend über die medizinische Betreuung von Frauen während der Schwangerschaft, Entbindung, Betreuung nach der Geburt und von Neugeborenen informiert. Darüber hinaus ist die Verfügbarkeit von medizinischen Dienstleistungen und Anbietern in den ländlichen und schwer zugänglichen Gebieten Bangladeschs nach wie vor begrenzt. Um die Situation zu verbessern, sollen Aufklärungsmaterial zu den Themen Schwangerschaft, Geburt und Gesundheitspro­ bleme von Neugeborenen erstellt und Fortbildungsveran­ staltungen für die lokale Bevölkerung organisiert werden. Auch Aufklärungsveranstaltungen für schwangere Frauen und Frauen nach der Entbindung werden durchgeführt. Zudem wird das Gesundheitspersonal ausgebildet, besser auf die Gesundheitsbedürfnisse der Betroffenen einzugehen. Begünstigte Etwa 20 600 Schwangere und 18 800 Neugeborene Kosten (einschliesslich 14,8% PBK) Fr. 191 732 Beantragter Beitrag Fr.   60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   11 732 DEZA Fr.   50 000 Andere Fr.   70 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

9. Fastenaktion (950 Adivasi- und Dalitdörfer sichern ihr Land und ihr Recht auf Nahrung, Indien) Gesuchsteller/in Stiftung Fastenaktion, Luzern Land/Region Indien (HDI 134), Andhra Pradesh, Karnataka und Tamil Nadu Vorhaben In Indien profitierten vom Wirtschaftswachstum der letzten Jahrzehnte fast ausschliesslich städtische Eliten. Die indi­ genen Volksgruppen der Adivasi (gemäss Volkszählung 2011: rund 104 Mio. Menschen) und der Dalit (die sogenann­ ten Kastenlosen, geschätzt 240 Mio. Menschen), insbeson­ dere die Frauen, bleiben auf allen Ebenen stark benachtei­ ligt. Viele Adivasi leben in Schuldknechtschaft und haben keine Landrechte für ihre Felder. Unter Einbezug der Dorf­ organisationen der Adivasi und der Dalit und mit der Grün­ dung von Sparkassen und Getreidebanken soll der Zugang zu Land und Substanzwirtschaft verbessert werden. Weiter werden die Identität der Völker gestärkt und der Kontakt zu Behörden verbessert, wobei auf Geschlechtergerechtigkeit geachtet wird. Begünstigte Direkt: 74 000 Personen, davon 37 000 Frauen in 950 Adivasi- und Dalitdörfern Indirekt: 142 000 Familienangehörige Kosten (einschliesslich 11% PBK) Fr. 956 349 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 178 430 Andere Fr. 677 919 Gewährter Beitrag Fr.   58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

10. HEKS (Kleinbauernfamilien wappnen sich gegen den Klimawandel – Anpassung von Produktion und Wassernutzung, Honduras) Gesuchsteller/in Stiftung Hilfswerk der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (HEKS), Zürich Land/Region Honduras (HDI 138), Departemente Choluteca, Valle und Francisco Morazán Vorhaben Der Süden von Honduras liegt im sogenannten Trocken­ gürtel (Corredor Seco), wo die klimatischen Bedingungen für die Nahrungsmittelproduktion sehr schwierig sind. Die Kleinbauernfamilien verfügen nur über sehr wenig Land und die Erträge reichen oft nicht einmal für die Selbstversor­ gung. Die wirtschaftliche Lage in den Gebieten verschlech­ tert sich zusehends und die Arbeitslosigkeit – besonders unter den Jungen – ist hoch. Das Projekt sieht die Umstellung auf agroökologische Produktion vor und soll zu einer gesünderen Ernährung beitragen sowie den negativen Auswirkungen des Klima­ wandels entgegenwirken. Kleinbauernfamilien erlernen Techniken zur Verbesserung der Produktqualität und zur Verwendung von Saatgut, das an die klimatischen Gegeben­ heiten angepasst ist, und geben dieses Wissen an andere weiter. Zudem wird ein Kreditsystem für Bauernfamilien und Kleinstunternehmen entwickelt, das insbesondere Bäuerinnen und jungen Menschen den Zugang zu Krediten und Beratung erleichtern soll. Frauen und Jugendliche erhalten dadurch bessere Zukunftschancen. Darüber hin­ aus erhalten die Familien einen besseren Zugang zu saube­ rem Trinkwasser und erlernen Methoden zu dessen nach­ haltiger Nutzung. Weitere wichtige Projektkomponenten sind der Schutz und die Verteidigung ihrer Land- und Was­ serrechte. Ein Schwerpunkt liegt hier bei der Bekämpfung von undurchsichtigen Konzessionserteilungen, der Miss­ achtung von Umweltstandards sowie der Rechte der loka­ len Bevölkerung. Begünstigte Rund 9000 Bäuerinnen und Bauern, davon 48% Frauen Kosten (einschliesslich 14,4% PBK) Fr. 402 157 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 140 090 DEZA Fr.   64 525 Andere Fr.   97 542 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

11. HELVETAS Swiss Intercooperation (Jikura, Mali: Wasser und Hygiene in drei Regionen des Südens) Gesuchsteller/in Verein HELVETAS Swiss Intercooperation, Zürich Land/Region Mali (HDI 188), Bougouni, Sikasso und Koutiala Vorhaben In den ländlichen Gebieten der drei Projektregionen hat die Hälfte der Bevölkerung keinen Zugang zu sauberem Wasser in zumutbarer Entfernung und die Mehrheit nutzt keine oder mangelhafte Latrinen. Es fehlt an geeigneten sanitären Anlagen und einem konsequenten Unterhalt bestehender Anlagen, aber auch an Wissen zum Zusam­ menhang zwischen Hygiene und Gesundheit. Das Projekt Jikura («frisches Wasser» in der lokalen Sprache) sieht vor, gemeinsam mit den beteiligten Gemeinden Wasserversor­ gungen und öffentliche Sanitäranlagen bereitzustellen. Es sollen die Fähigkeiten der lokalen Kleinunternehmen gestärkt werden, selbst Unterhalt und Bau der Infrastruktur voranzubringen. Alle Wassernutzenden entrichten tragbare Gebühren, mit denen der Unterhalt und der weitere Ausbau dieser Infrastruktur finanziert wird. Begünstigte Etwa 40 000 Personen in ausgewählten Dörfern von 14 Partnergemeinden Kosten (einschliesslich 14% PBK) Fr. 524 422 Beantragter Beitrag Fr. 120 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr.   50 000 Andere Fr. 354 422 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

12. Horyzon (Paza la Paz, Kolumbien) Gesuchsteller/in Stiftung Horyzon, Olten Land/Region Kolumbien (HDI 91), Armero-Guayabal, Bogotá, Bucara­ manga, Cali, Medellín, Quindío und Pereira Vorhaben Das Projekt «Paza la Paz» wird von der Partnerorganisation YMCA Kolumbien implementiert. Kolumbien verzeichnet eine der höchsten Arbeitslosenquoten in Lateinamerika. Die Gewalt durch Drogenkartelle und kriminelle Gruppie­ rungen ist besorgniserregend. Hinzu kommen die psychi­ schen Folgen der Covid-19-Pandemie, insbesondere bei Jugendlichen. Die daraus resultierende Perspektivenlosig­ keit führt bei Jugendlichen dazu, dass sie sich kriminellen Gruppierungen anschliessen. Das Projekt führt Workshops zu den Themen Konfliktlösung, zivilgesellschaftliches Zu­ sammenleben und berufliche Selbstständigkeit durch. Zusätzlich werden Berufsberatungen durchgeführt. Begünstigte 1500 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 14 und 24 Jahren, davon 60% weiblich und 40% männlich Kosten (einschliesslich 12% PBK) Fr. 349 900 Beantragter Beitrag Fr 80 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel der lokalen Organisation Fr. 112 400 DEZA Fr.   5 000 Andere Kantone Fr.   67 500 Andere Organisationen Fr.   85 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

13. IAMANEH Schweiz (Sicherheit für Frauen und Mädchen im digitalen Raum, Albanien) Gesuchsteller/in Verein IAMANEH Schweiz Suisse Svizzera Switzerland, Basel Land/Region Albanien (HDI 74), Tirana Vorhaben Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist in Albaniens patriar­ chaler Geschichte tief verwurzelt, gesellschaftliche Normen und Einstellungen sowie die vorherrschende Armut begüns­ tigen frauenfeindliche Strukturen. Zur Gewalt, die offline – physisch und psychisch – ausgeübt wird, kommt immer mehr auch Gewalt im digitalen Raum hinzu. Verbrechen und Vergehen können durch das Internet erweitert, verstärkt oder verallgemeinert werden. Das Projekt will Abhilfe schaffen mit dem Entwurf eines Gesetzes, das sich mit der digitalen und technologischen Komponente der Gewalt gegen Frauen und Mädchen be­ fasst. Zudem sollen die Polizei, Richterinnen und Richter sowie Staatsanwältinnen und Staatsanwälte geschult werden, um die Fähigkeiten der Strafverfolgungsbehörden und des Justizsektors zu verbessern. Weiter sind psycho­ soziale Beratungen und Unterstützung von Opfern und Überlebenden von geschlechterbezogener Gewalt durch Online-Tools sowie persönliches Mentoring und Coaching- Gespräche geplant. Auch eine Bildungs- und Sensibilisie­ rungskampagne zu digitaler Gewalt gegen Frauen in Alba­ nien soll durch den Aufbau eines Peer-Support-Netzes implementiert werden. Begünstigte 1000 Frauen und Mädchen via Online- und Face-to-Face- Beratung, 300 Frauen und Mädchen durch Online-Rechts­ hilfe, 800 Frauen und Mädchen durch generelle Unterstüt­ zung Kosten (einschliesslich 10% PBK) Fr. 335 250 Beantragter Beitrag Fr.   60 000 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 128 000 Andere Fr. 147 250 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

14. Medair (Umfassende, sektorübergreifende Hilfe in Syrien durch verbesserten Zugang zu Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Bargeldhilfe) Gesuchsteller/in Verein Medair, Ecublens VD Land/Region Syrien (HDI 157), Governments Hama, Quneitra, Deir-ez-Zor Vorhaben 13 Jahre Bürgerkrieg und eine Reihe von Erdbeben in Nord­ syrien und der Türkei im Februar 2023 führten in Syrien zu einer drastischen Verschlechterung der Grundversor­ gungskapazitäten. Insbesondere die Wasser- und Abwas­ sersysteme sowie der öffentliche Gesundheitsdienst sind davon betroffen. Medair wird drei Kliniken unterstützen, um einen verbes­ serten Zugang zur medizinischen Grundversorgung zu ermöglichen. Die Kliniken werden neu ausgestattet und saniert. Zusätzlich werden 231 Mitarbeitende des Gesund­ heitswesens geschult, um ambulante Gesundheitsberatun­ gen durchzuführen, und der Zugang zu einer angemesse­ nen Wasserversorgung (Qualität und Quantität) wird ver­ bessert. Sechs bestehende Wasserversorgungssysteme auf Gemeindeebene werden saniert und Wasserpumpstationen instand gesetzt, welche die Wasserversorgung der Bevölke­ rung erhöhen. Um die Grundbedürfnisse zu decken, werden in Abstimmung mit den örtlichen Verantwortlichen zudem 400 Wertgutscheine an bedürftige Haushalte verteilt. Begünstigte 104 378 Personen, darunter 12 525 Menschen mit Behinde­ rung und 8418 Binnenvertriebene Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 3 622 770 Beantragter Beitrag Fr.     80 000 Weitere Finanzierung Andere Kantone Fr.     20 000 Europäisches Amt für humanitäre Hilfe Fr. 3 224 265 und Katastrophenschutz Andere Fr.   298 505 Gewährter Beitrag Fr.     58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

15. Mission am Nil International (Walga Health Center, Äthiopien) Gesuchsteller/in Verein Mission am Nil International, Knonau Land/Region Äthiopien (HDI 176), Southern Nations and Nationalities Peoples Region, Bezirk Abeshgie Vorhaben Der Wissensstand der Bevölkerung Äthiopiens zu Themen wie Hygiene und Ernährung ist bescheiden, was mit ein Grund ist, dass viele Menschen an Infektionskrankheiten leiden. Zudem können sich viele Menschen keine adäquate Gesundheitsversorgung leisten. Bereits 1986 hat die Mission am Nil das Walga Health Center (WHC) aufgebaut. Dank ihm steht der Bevölkerung rund um die Uhr eine medizinische Anlaufstelle zur Verfü­ gung. Alle sind dort willkommen, was in Äthiopien nicht der Norm entspricht. Damit wird sichergestellt, dass die Men­ schen medizinische Hilfe in Anspruch nehmen, wenn diese benötigt wird. Um verschiedene Infektionskrankheiten zu vermeiden, werden Brunnen gebaut, die den Zugang zu sauberem Wasser ermöglichen. Lokale Komitees verwalten die Brunnen, und der Unterhalt wird durch ein kleines Entgelt, das die Nutzenden bezahlen müssen, sicher­ gestellt. Das WHC bietet ein Aufklärungs- und Beratungs­ angebot zum Thema Präventionsmassnahmen wie Hygiene, Schutz vor HIV/Aids, Malariaprophylaxe usw. im Center selbst an, womit eine nachhaltige Verbesserung der Ge­ sundheitssituation erreicht wird. Zusätzlich vermitteln Mit­ arbeitende des WHC bei Hausbesuchen einfache Hygiene- und Gesundheitsregeln. Weiter wird auch das Personal kontinuierlich geschult und weitergebildet, unter anderem durch Fachpersonal aus Europa. Begünstigte 28 000 Einwohnerinnen und Einwohner in sieben Dörfern, 10 000 Wanderarbeiter (abhängig von der Saison) Kosten (einschliesslich 14% PBK) Fr. 910 000 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 474 000 DEZA Fr. 216 000 Andere Organisationen Fr. 120 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

16. Nouvelle Planète (Verbesserung der Ernährungssicherheit und der finanziellen Situation von 350 Familien aus den Dörfer Youloupo, Imouga und Ladina, Burkina Faso) Gesuchsteller/in Stiftung NOUVELLE PLANETE, Lausanne Land/Region Burkina Faso (HDI 185), Provinz Sanguié, Gemeinde Didyr Vorhaben Getreidebau und Viehzucht sind die wichtigsten Erwerbs­ zweige der Bevölkerung in Burkina Faso. Während der Regenzeit werden Hirse oder Mais angebaut, was jedoch nicht ausreicht, um die Bevölkerung zu ernähren. Zudem führen der Klimawandel und die Verschlechterung der Bodenqualität (u. a. eine Folge von seltenen, heftigen Re­ genfällen in Kombination mit langen Trockenperioden) dazu, dass die Bevölkerung (mehrheitlich Frauen) auf Kleinvieh­ haltung und Gemüseanbau umsteigt, was an sich eine positive Entwicklung ist. Jedoch fehlt es vielerorts an Wasser und finanziellen Mitteln, um diesen Sektor zu ent­ wickeln. Darum wird Nouvelle Planète den Zugang zu Wasser mit dem Bau von 24 Brunnen ermöglichen. Die Bäuerinnen und Bauern werden in rechtlichen Genossenschaften organi­ siert, deren Mitglieder auf einer Generalversammlung ge­ wählt und in Management und Genossenschaftsleben geschult werden. Zudem findet eine Ausbildung zur nach­ haltigen Landwirtschaft durch eine Person aus dem Land­ wirtschaftsamt statt und eine Betreuerin aus der Agrar­ ökologie wird Bäuerinnen beraten und in innovativen Tech­ niken ausbilden. Auch der Zugang zu Kleinkrediten wird ermöglicht, indem die Akteure ihr Arbeitskapital sparen und sich gegenseitig Kredite vergeben. Begünstigte Direkt: 350 Gemüsebäuerinnen Indirekt: 1500 Personen (Familien der Gemüsebäuerinnen) Kosten (einschliesslich 4,96% PBK) Fr. 125 876 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   25 876 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

17. Pädagogische Hochschule Zürich (Empowering Women and Youth in rural Egypt through Education and Economic Inclusion, Ägypten) Gesuchsteller/in Pädagogische Hochschule Zürich Land/Region Ägypten (HDI 105), Gouvernorat Fayyoum und Gouvernorat Assiut Vorhaben Ägyptens Wirtschaft wächst seit der Jahrtausendwende stetig und dennoch hat sich die nationale Armutsquote beinahe verdoppelt auf rund 30% im Jahr 2020 (letzte Erhebung). Der Krieg in der Ukraine hat seitdem die Lebens­ mittelpreise stark erhöht, da Ägypten der grösste Weizen­ importeur der Welt ist. Der Bürgerkrieg im Sudan hat Hunderttausende von Menschen nach Ägypten vertrieben und der Gaza-Krieg wirkt sich negativ auf den Tourismus und den Handel über den Suezkanal aus. Das Wachstum der Armut wird also schwierig zu bremsen sein. Insbeson­ dere im ländlichen Oberägypten, wo das Projekt Empowe­ ring Women and Youth in rural Egypt through Education and Economic Inclusion (EYRAD) implementiert wird, ist die Arbeitslosigkeit unter Jungen und besonders unter jungen Frauen gross, weshalb vor allem junge Männer und Jugendliche wegen der Perspektivenlosigkeit nach Europa migrieren. Das EYRAD-Projekt hat als übergeordnetes Ziel, Frauen (zu 33% Analphabetinnen; Männer zu 21%) und junge Menschen im ländlichen Ägypten sozial und wirtschaftlich zu stärken. Gerade in ländlichen Gebieten haben Frauen wegen konservativer sozialer Normen und ungenügender formaler Ausbildungsmöglichkeiten nur begrenzte wirt­ schaftliche Möglichkeiten; häufig abgebrochene Bildungs­ wege stellen die Menschen vor zusätzliche Herausforderun­ gen. Das EYRAD-Projekt soll ihnen Chancen zu einer nach­ haltigen ökonomischen und sozialen Integration eröffnen. Diese Integration erfolgt durch Interventionen in zwei Hauptbereichen. Zum einen stärkt EYRAD die beruflichen Fähigkeiten in der Landwirtschaft sowie Grund- und Le­ benskompetenzen. Zum anderen wird eine landwirtschaft­ liche Kooperative gegründet, welche die Frauen und Ju­ gendlichen bei ihren Produktionsprozessen unterstützt, sowie Marketing, Logistik und Vertriebskanäle verwaltet. Diese Genossenschaft gewährleistet ihnen einen langfris­ tigen Marktzugang und die Zahlung fairer Preise. Schliess­ lich umfasst das EYRAD-Projekt auch eine Komponente der nachhaltigen Landwirtschaft, indem es die Reduktion von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln fördert. EYRAD umfasst also wirtschaftliche, soziale und ökologi­ sche Aspekte und stärkt somit eine nachhaltige Entwick­ lung im umfassenden Sinne. Die PHZH ist verantwortlich für das Teilprojekt, das die Bildungsaspekte umfasst. Sie möchte dieses Teilprojekt in enger Kooperation mit den ägyptischen Partnerorganisatio­ nen umsetzen.

Begünstigte 100 Frauen und Jugendliche, 28 Dozierende, 200 Studie­ rende Kosten (einschliesslich 9,3% PBK) Fr. 866 469 Beantragter Beitrag Fr. 259 420 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   52 800 Andere Fr. 554 249 Gewährter Beitrag Fr. 250 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

18. SAM global (Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften im Tschad) Gesuchsteller/in Verein SAM global, Winterthur Land/Region Tschad (HDI 189) Vorhaben Der Tschad liegt im Human Development Index meist auf dem letzten oder zweitletzten Platz. Ein wichtiger Schlüssel zur Entwicklung ist die Schulbildung. Diese soll mit Unter­ stützung von drei Partnerorganisationen gefördert werden. Neben der Weiterbildung von Lehrkräften (einwöchige Weiterbildungen über zwei Jahre verteilt an acht Stand­ orten), dem Begleiten beim Analysieren von Schulen und dem Umsetzen qualitätssteigernder Massnahmen (an drei Standorten für je rund zehn Schulen) sowie punktueller Unterstützung von Schulen mit Literatur, Baumaterial und Lehrerförderung gehören auch die Weiterentwicklung des Schulprogramms, insbesondere in Bezug auf Didaktik und Pädagogik, zum Vorhaben. Die Projekte sind alle fortlau­ fend; der beantragte Beitrag bezieht sich auf das Kalender­ jahr 2024. Begünstigte Rund 460 Lehrkräfte und 28 000 Schülerinnen und Schüler Kosten (einschliesslich 8,5% PBK) Fr. 76 888 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 10 888 DEZA Fr.   6 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

19. Save the Children (Kosovo – Förderung frühkindlicher Betreuung und Entwicklung) Gesuchsteller/in Verein Save the Children – Organisation für die Rechte der Kinder, Zürich Land/Region Kosovo (HDI –), Peja, Gjakova, Ferizaj, Mitrovica und Prizren Vorhaben Kosovo ist eines der ärmsten Länder Europas. Kinder aus in Armut lebenden Haushalten haben aus verschiedenen Gründen keinen gleichberechtigten Zugang zu grundlegen­ den Bildungsdiensten. Dies gilt auch für Mädchen und Jun­ gen aus sozial ausgegrenzten Gemeinschaften (z. B. Roma, Aschkali und ägyptische Bevölkerung) sowie für Kinder mit körperlichen oder geistigen Beeinträchtigungen. Save the Children setzt sich durch die Einrichtung gemeindebasierter Frühförderungszentren, sogenannten ECCD-Zentren (Early Childhood Care and Development), für den Zugang von Kindern zu frühkindlichen Entwicklungs- und Förderungs­ möglichkeiten ein. Im Rahmen dieses Projekts werden fünf neue qualitativ hochwertige und integrative ECCD-Zentren im Kosovo errichtet sowie bestehende Zentren unterstützt. Auch werden verschiedene Schulungen mit Eltern, Vor­ schulpädagoginnen und -pädagogen und Gemeindevertre­ terinnen und -vertretern u. a. zu Themen wie gewaltfreie Erziehung durchgeführt. Begünstigte Rund 5800 Kinder und 3000 Erwachsene Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 666 550 Beantragter Beitrag Fr.   80 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 266 550 Andere Organisationen Fr. 320 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

20. Solidar Suisse (Jugend gegen Gewalt, El Salvador) Gesuchsteller/in Verein Solidar Suisse, Zürich Land/Region El Salvador (HDI 127), Departement La Paz, Departement San Vicente Vorhaben El Salvador ist eines der am stärksten von Bandengewalt betroffenen Länder der Welt. Daher hat die Regierung 2022 den heute noch geltenden Ausnahmezustand verhängt. Seither sind die verfassungsmässigen Grundrechte nicht mehr in Kraft und es häufen sich missbräuchliche Verhaf­ tungen. Das Land leidet unter Arbeitslosigkeit, besonders bei jungen Erwachsenen, und Armut. Zudem ist geschlech­ terbezogene Gewalt gegen Frauen weit verbreitet. Um den Problemen der Bandengewalt und der Rekrutierung neuer Mitglieder entgegenzuwirken, wird mit dem Vorhaben jungen Menschen mithilfe von Ausbildungsmodulen die Möglichkeit gegeben, eine Berufsbildung zu absolvieren. Nach der Ausbildung werden die Absolventinnen und Ab­ solventen durch Stellenvermittelnde bei der Arbeitssuche unterstützt. Um die Situation der Frauen im Land nachhaltig zu verbessern, werden Jugendliche und Erwachsene zu den Themen sexuelle und reproduktive Gesundheit, Selbstbe­ stimmung und Rechte ausgebildet und vermitteln ihr Wissen danach in Workshops und Anlaufstellen weiter. Begünstigte Direkt: 3450 Jugendliche und junge Erwachsene Indirekt: 10 000 Familienangehörige Kosten (einschliesslich 12% PBK) Fr. 212 539 Beantragter Beitrag Fr.   85 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   20 000 DEZA Fr.   50 000 Andere Fr.   57 539 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

21. Solidarität mit der Welt (Medizinische Grundversorgung für die Bevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo) Gesuchsteller/in Stiftung Solidarität mit der Welt, Zürich Land/Region Demokratische Republik Kongo (HDI 180), Provinz Kwango Vorhaben Die Demokratische Republik Kongo zählt zu den ärmsten Staaten der Welt. Die Diktatur des ehemaligen Präsidenten Mobutu Sese Seko und die bewaffneten Konflikte im Osten des Landes, die mit Unterbrüchen seit 1996 bis heute an­ dauern, haben Millionen von Toten gefordert und das Land politisch, sozial und wirtschaftlich destabilisiert. Ein Gross­ teil der Bevölkerung lebt unterhalb der internationalen Armutsgrenze. Nur wenige Menschen in der Region Kwango haben Zugang zu medizinischer Hilfe. Um die Gesundheitssituation zu verbessern, sieht das Projekt vor, den Zugang zu qualitativ hochwertiger Medizin zu vereinfachen. Dazu werden Haushalte in den Bereichen Hygiene, Wasser- und Sanitärversorgung und in Familien­ beratung geschult. Der Bau von Solaranlagen soll für eine sichere Stromversorgung der Krankenhäuser sorgen. Das Fachpersonal wird in der Benutzung der Anlagen geschult. Zusätzlich werden 30 medizinische Fachpersonen weiter­ gebildet und 68 Personen in den Bereichen Gendergerech­ tigkeit und humanitäre Rechte und Pflichten geschult. Alle Projektziele und entsprechende Aktivitäten zielen darauf ab, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten, um in der abgelegenen Projektregion Kwango immer unabhängiger und selbststän­ diger Grundbedürfnisse stillen zu können. Begünstigte 53 000 Patientinnen und Patienten, 123 Personen, die aus- oder weitergebildet werden Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 88 952 Beantragter Beitrag Fr. 60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr. 15 952 DEZA Fr.   3 000 Andere Beiträge Fr. 10 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

22. SolidarMed (Doppelte Belastung im Gesundheitswesen besser bewältigen, Simbabwe) Gesuchsteller/in Verein SolidarMed – Schweizer Organisation für Gesundheit in Afrika, Luzern Land/Region Simbabwe (HDI 159), Provinz Masvingo, Distrikte Bikita, Zaka und Chiredzi, Hauptstadt Masvingo Vorhaben Den staatlichen Gesundheitseinrichtungen Simbabwes fehlt es aufgrund von Budgetkürzungen an medizinischer Ausrüstung, Medikamenten und qualifiziertem Personal. Das Land verzeichnet eine steigende Anzahl von Patientin­ nen und Patienten mit nicht übertragbaren Krankheiten. Besonders die Fälle von Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes und deren Folgen steigen. SolidarMed stellt daher medizinische Geräte und Ver­ brauchsgüter zur Diagnose und Behandlung von Diabetes, Bluthochdruck und Zahnerkrankungen zur Verfügung. Zudem wird das Gesundheitspersonal im Umgang mit nicht übertragbaren Krankheiten und Mundgesundheit geschult und die Bevölkerung wird zu Anzeichen und Prävention solcher Krankheiten sensibilisiert. Weiter wird ein standar­ disiertes Überwachungssystem in den Spitälern eingeführt, um die Wirksamkeit der Massnahmen zu überprüfen und allenfalls anzupassen. Begünstigte 7200 Patientinnen und Patienten, 14 000 Menschen werden auf Diabetes untersucht, 10 145 Personen werden sensibili­ siert, 88 Fachkräfte werden geschult und gebildet. Kosten (einschliesslich 11% PBK) Fr. 394 500 Beantragter Beitrag Fr.   80 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   50 000 DEZA Fr. 210 206 Andere Fr.   54 294 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

23. Swisscontact, Schweizerische Stiftung für Technische Entwicklungs­ zusammenarbeit (Bangladesch – Qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung auf dem Land, Phase III) Gesuchsteller/in Swisscontact, Schweizerische Stiftung für technische Entwicklungszusammenarbeit, Zürich Land/Region Bangladesch (HDI 129), Distrikte Barguna, Barishal, Bogura, Dinajpur, Gaibandha, Lalmonirhat, Moulovibajar, Nilphamari, Patuakhali, Rangpur, Sunamganj und Sylhet Vorhaben Bangladesch fehlt es an erschwinglichen und hochwertigen Gesundheitsdiensten sowie an Fachkräften im Gesund­ heitswesen. Swisscontact will die Lücken in der Gesundheitsversorgung schliessen, indem Jugendlichen aus benachteiligten Be­ völkerungsschichten Zukunftsaussichten geboten werden. Dank Stipendien können sie einen Beruf im Gesundheits­ bereich erlernen. Zusätzlich werden die Berufsschulen bei der Verbesserung ihrer Unterrichtsqualität, ihrer Manage­ mentfähigkeiten und ihres Marketings unterstützt. Auch bereits etabliertes Gesundheitspersonal wird mit Fortbil­ dungen unterstützt. Zudem wird der Zugang zu finanziellen Mitteln, um eigene Praxen zu eröffnen oder finanziell zu unterhalten, erleichtert. Dadurch sollen hochwertige und erschwingliche Gesund­ heitsdienste für die Bevölkerung entstehen. Begünstigte 305 000 Patientinnen und Patienten, 2165 Auszubildende im Gesundheitsbereich Kosten (einschliesslich 14% PBK) Fr. 598 500 Beantragter Beitrag Fr.   86 900 Weitere Finanzierung DEZA Fr. 161 600 Andere Organisationen Fr. 350 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

24. TearFund Schweiz (Ausbildung trotz Handicap / Selbstständigkeit und Würde für Menschen mit Behinderung in Peru) Gesuchsteller/in Verein TearFund Schweiz, Zürich Land/Region Peru (HDI 87), Region Huánuco Vorhaben Die Region Huánuco in Peru gehört zu den ärmsten Regio­ nen des Landes. Behinderung ist ein Tabu, und so leben viele der 35 000 Menschen mit einer körperlichen oder kognitiven Behinderung isoliert zu Hause und werden so­ wohl von ihren Familien als auch von der Gesellschaft als Belastung angesehen. Um diese Menschen in die Ge­ sellschaft zu integrieren, wird TearFund Menschen mit Behinderung unterstützen, handwerkliche und persönliche Kompetenzen zu entwickeln, um eine kommerzielle hand­ werkliche Tätigkeit auszuüben. Dazu werden die Projekt­ beteiligten von Mitarbeitenden geschult, Produkte im Be­ reich der Gastronomie, des Textilhandels, des Metallbaus und im Gärtnereibereich herzustellen. Darüber hinaus werden die lokalen Behörden durch die Projektpartner von TearFund über die Rechte von Menschen mit Behinderung gemäss peruanischem Gleichstellungsgesetz aufgeklärt. Begünstigte 192 Menschen mit Behinderung, 842 Angehörige und Mitarbeitende der lokalen Behörden Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 145 800 Beantragter Beitrag Fr.   60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   55 800 DEZA Fr.   30 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

25. Terre des hommes – Kinderhilfe (Erfolgreiche Reintegration von Kindern und Zugang zu Kinderhorten für Mütter und ihre Säuglinge in Haft, Burundi) Gesuchsteller/in Stiftung Terre des hommes – Kinderhilfe, Lausanne Land/Region Burundi (HDI 187), der Projekteinsatz erfolgt landesweit, ist aber auf die grösseren Ortschaften ausgerichtet. Vorhaben In Burundi migrieren viele Kinder vom Land in die Stadt, um der Armut zu entfliehen. Ohne festen Halt von der Familie landen diese Kinder vielfach auf der Strasse, wo sie mit dem Gesetz in Konflikt geraten. Die Zielsetzung des Projekts ist es, diesen minderjährigen Strassenkindern einen schützenden Rahmen zu bieten. Betreuung und Wiedereingliederung, die auf die individuel­ len Bedürfnisse zugeschnitten sind, sollen weitere Gewalt oder Armut verhindern bzw. vorbeugen. Dazu werden sie entweder bei der Berufssuche unterstützt oder es wird ihnen bei der (Wieder-)Eingliederung in eine Schule nach dem Vollzug geholfen. Zwecks Vermittlung zwischen min­ derjährigen Opfern und Tätern werden 520 Gemeindelei­ terinnen und -leiter zu den Themen Konfliktmanagement und -beilegung innerhalb von Gemeinschaften geschult, wo sie dann als Mediatorinnen und Mediatoren fungieren. Zur Unterstützung der minderjährigen Opfer werden unter anderem Notunterkünfte zur Verfügung gestellt. Ausserdem erhalten inhaftierte Kinder juristische Unterstützung bei der Reintegration mit dem Ziel, eine wiederherstellende (wie­ dergutmachende) Justiz anstelle einer Entzugsstrafe zu fördern, und soziale Begleitung. Zudem werden Freizeit- und Bildungsaktivitäten durchgeführt wie Einzel- und Gruppen­ beratungen und Bildungsangebote. Begünstigte Etwa 4380 Kinder Kosten (einschliesslich 7% PBK) Fr. 1 282 169 Beantragter Beitrag Fr.     60 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   465 000 Andere Fr.   757 169 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

26. terre des hommes schweiz (Hilfe für Opfer von sexuellem Missbrauch, Südafrika) Gesuchsteller/in Verein terre des hommes schweiz (Sektion deutsche Schweiz), Basel Land/Region Südafrika (HDI 110), Gemeinden Ubuhlebezwe und Dr Nkosazana Dlamini Zuma im Bezirk Harry Gwala in der Provinz KwaZulu-Natal Vorhaben Südafrika hat eine Gesamtbevölkerung von 60,6 Mio. Men­ schen und trotz seiner Einstufung als Land mit mittlerem Einkommen im oberen Bereich weist Südafrika eine grosse Ungleichheit bei der Verteilung des Reichtums auf. 7,8 Mio. Menschen leben mit HIV, wobei die regionale Verteilung sehr ungleich ist und KwaZulu-Natal die höchste Prävalenz aufweist. Zudem sind Frauen von 15 bis 29 Jahren doppelt so häufig betroffen wie Männer, was auch mit der weit­ verbreiteten und wenig geahndeten Gewalt gegen Frauen zusammenhängt; der Prozentsatz von Frauen, die von ihren Partnern getötet werden, ist fünfmal höher als im welt­ weiten Durchschnitt. Mittels verbesserten Schutzes vor den Tätern, Beratung, Spieltherapie für minderjährige Opfer, Traumaberatung, HIV-Tests und erleichtertem Zugang zu medizinischen Leistungen, Verhütungsmitteln und Medikamenten gegen sexuell übertragbare Krankheiten sollen Opfer geschlech­ terspezifischer Gewalt unterstützt werden. Zudem werden insbesondere Frauen zur Unterstützung ihrer ökonomischen Unabhängigkeit unternehmerisch gefördert. In Sensibilisie­ rungsworkshops sollen Gemeindevertreterinnen und -ver­ treter, Familienmitglieder und Männer über Themen wie gesunde Beziehungen, Frauenrechte, Formen des Miss­ brauchs, schädliche kulturelle Praktiken und Männlichkeits­ vorstellungen informiert werden. Ausserdem werden Frei­ willige aus der Gemeinde geschult, um Opfer zu beraten. Begünstigte 19 560 Jugendliche, 3100 Familien, 5840 Gemeinden Kosten (einschliesslich 15% PBK) Fr. 414 000 Beantragter Beitrag Fr. 219 000 Weitere Finanzierung Eigenmittel Fr.   30 000 DEZA Fr. 135 000 Andere Organisationen Fr.   30 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

27. WWF Schweiz (Kleinbauern stärken und Regenwald schützen im Norden Madagaskars) Gesuchsteller/in Stiftung WWF Schweiz, Zürich Land/Region Madagaskar (HDI 177), Nördliches Hochland (Hautes Terres du Nord) Vorhaben Madagaskar gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Im nördlichen Hochland Madagaskars liegt einer der wichtigs­ ten Waldkorridore des Landes, der noch intakte Regen­ wälder miteinander verbindet. Dort findet man den vom Aussterben bedrohten Seidensifaka (eine Primatenart). Auch für die lokale Bevölkerung ist dieses Gebiet von gros­ ser Bedeutung, da es sich für den Anbau von sogenannten Cash Crops wie Vanille, Kaffee oder Kakao eignet. Das Gebiet liefert auch Trinkwasser und Wasser für den Reis­ anbau. Somit trägt es wesentlich zur Ernährungssicherheit der Bevölkerung bei. Doch die traditionellen Anbautechniken sind nicht an die klimatischen Veränderungen angepasst und die Menschen dringen immer tiefer in die Wälder vor. Um die Lebensumstände der lokalen Bevölkerung zu ver­ bessern, wird der WWF Kleinbauernfamilien klimaange­ passte Landwirtschaftstechniken vermitteln. Dadurch kann auf bestehenden Anbauflächen mehr Ertrag erwirtschaftet werden. Die Produkte werden dann auf lokalen Märkten verkauft. Zudem werden auserwählte erfahrene Bäuerinnen und Bauern, die in der Gesellschaft hohes Ansehen genies­ sen, in der Etablierung und Führung von Kooperativen und im Monitoring ausgebildet. Sie geben ihr Wissen an andere Bäuerinnen und Bauern weiter. Um den Erhalt der Wälder zu garantieren, unterstützt der WWF die Aufforstung und die Ausbildung von Fachpersonal, damit die Verantwortung künftig bei der lokalen Bevölkerung liegt. Schliesslich werden Schulungen zur Bedeutung des Regenwaldes und des Seidensifakas als Symbol für die Region durchgeführt, um den Erhalt der Population dieses Tieres und seines Lebensraumes zu garantieren. Begünstigte 26 075 Personen Kosten (einschliesslich 12,5% PBK) Fr. 300 000 Beantragter Beitrag Fr. 100 000 Weitere Finanzierung Andere Kantone Fr. 100 000 Andere Fr. 100 000 Gewährter Beitrag Fr. 58 000 Begründung Das Vorhaben entspricht den Kriterien des LFG und der VGF, ebenso den für 2024 geltenden Vergabekriterien EZA.

3. Übersichtslisten

3.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Projekt-Nr. Staat(en) Beitrag in Franken Aqua Alimenta 1 Indien 58 000 Ärzte ohne Grenzen 2 Tschad und Sudan 58 000 Brücke – Le Pont 3 Honduras 58 000 Caritas Schweiz 4 Uganda 58 000 CBM (Schweiz) 5 Madagaskar 58 000 Comundo 6 Nicaragua 58 000 Direktion der Justiz und des Innern 7 Jordanien 300 000 Enfants du Monde 8 Bangladesch 58 000 Fastenaktion 9 Indien 58 000 HEKS 10 Honduras 58 000 HELVETAS 11 Mali 58 000 Horyzon 12 Kolumbien 58 000 IAMANEH Schweiz 13 Albanien 58 000 Medair 14 Syrien 58 000 Mission am Nil International 15 Äthiopien 58 000 Nouvelle Planète 16 Burkina Faso 58 000 Pädagogische Hochschule Zürich 17 Ägypten 250 000 SAM global 18 Tschad 58 000 Save the Children 19 Kosovo 58 000 Solidar Suisse 20 El Salvador 58 000 Solidarität mit der Welt 21 Demokratische Republik Kongo 58 000 SolidarMed 22 Simbabwe 58 000 Swisscontact 23 Bangladesch 58 000 TearFund Schweiz 24 Peru 58 000 Terre des hommes – Kinderhilfe 25 Burundi 58 000 terre des hommes schweiz 26 Südafrika 58 000 WWF Schweiz 27 Madagaskar 58 000

3.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Projekt-Nr. Betrag Total Total Total pro Projekt pro Land pro Kontinent pro Kontinent in Franken in Franken in Franken in % Afrika Äthiopien 15 58 000 58 000 Ägypten 17 250 000 250 000 Burkina Faso 16 58 000 58 000 Burundi 25 58 000 58 000 Demokratische Republik 21 58 000 58 000 Kongo Madagaskar 5, 27 58 000 116 000 Mali 11 58 000 58 000 Simbabwe 22 58 000 58 000 Südafrika 26 58 000 58 000 Sudan 2 58 000 29 000 Tschad 2, 18 58 000 87 000 Uganda 4 58 000 58 000 Afrika total 946 000 47 Asien Bangladesch 8, 23 58 000 116 000 Indien 1, 9 58 000 116 000 Jordanien 7 300 000 300 000 Syrien 14 58 000 58 000 Asien total 590 000 30 Lateinamerika El Salvador 20 58 000 58 000 Honduras 3, 10 58 000 116 000 Kolumbien 12 58 000 58 000 Nicaragua 6 58 000 58 000 Peru 24 58 000 58 000 Lateinamerika total 348 000 17 Osteuropa Albanien 13 58 000 58 000 Kosovo 19 58 000 58 000 Osteuropa total 116 000 6 Total 2 000 000 100

3.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachbereichen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwer- punkte des jeweiligen Projekts wiedergibt, auch Mehrfachnennungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 1, 6, 9, 10, 15, 16, 27 Ernährung, Umwelt 6, 10 Kleinunternehmen, Einkommensförderung 1, 4, 5, 6, 10, 11, 16 Sozialpolitik, Verwaltung 3, 4, 7, 9, 10, 13, 24, 26 Gesundheit 2, 7, 8, 11, 14, 15, 21, 22, 23, 26 Frauenförderung 3, 4, 9, 10, 13, 20 (Berufs-)Bildung, Förderung von Kindern 3, 5, 7, 8, 12, 14, 17, 18, 19, 20, 21, 23, 25 und Jugendlichen

Die Beträge sind im Konsolidierten Entwicklungs- und Finanzplan 2024–2027 eingestellt und der Fonds kann diese Verpflichtungen mit den ihm zugewiesenen Mitteln erfüllen.

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Den folgenden Empfängerinnen und Empfängern werden für die genannten Vorhaben die folgenden Beiträge aus dem Gemeinnützigen Fonds gewährt:

1. Aqua Alimenta (Agrarökologie auf dem Vormarsch: Die Bauern von Odisha gehen neue Wege [Phase III, 2024–2026], Indien) Fr.   58 000

2. Ärzte ohne Grenzen (Gesundheitsversorgung für Betroffene der Sudan-Krise, Ost-Tschad und Sudan) Fr.   58 000

3. Brücke – Le Pont (Arbeitsrechte der Frauen, Honduras) Fr.   58 000

4. Caritas Schweiz (Empower YOU – Bessere berufliche Perspektiven für Jugendliche in Uganda) Fr.   58 000

5. CBM (Schweiz) (MIHARY. Zugang zu inklusiven Erwerbsmöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen, Madagaskar) Fr.   58 000

6. Comundo (Verbesserung der Ernährungssicherheit für Kleinbauern­ familien und Schonung der Umwelt in Nicaragua) Fr.   58 000

7. Direktion der Justiz und des Innern (Enhancing Protection and Justice for Vulnerable Children and Youth in Jordan) Fr. 300 000

8. Enfants du Monde (Verbesserung der Gesundheit von Müttern, Neugeborenen und Kindern, Bangladesch) Fr.   58 000

9. Fastenaktion (950 Adivasi- und Dalitdörfer sichern ihr Land und ihr Recht auf Nahrung, Indien) Fr.   58 000

10. HEKS (Kleinbauernfamilien wappnen sich gegen den Klimawandel – Anpassung von Produktion und Wassernutzung, Honduras) Fr.   58 000

11. HELVETAS Swiss Intercooperation (Jikura, Mali: Wasser und Hygiene in drei Regionen des Südens) Fr.   58 000

12. Horyzon (Paza la Paz, Kolumbien) Fr.   58 000

13. IAMANEH Schweiz (Sicherheit für Frauen und Mädchen im digitalen Raum, Albanien) Fr.   58 000

14. Medair (Umfassende, sektorübergreifende Hilfe in Syrien durch verbesserten Zugang zu Dienstleistungen in den Bereichen Gesundheit, Wasser und Bargeldhilfe) Fr.   58 000

15. Mission am Nil International (Walga Health Center, Äthiopien) Fr.   58 000

16. Nouvelle Planète (Verbesserung der Ernährungssicherheit und der finanziellen Situation von 350 Familien aus den Dörfer Youloupo, Imouga und Ladina, Burkina Faso) Fr.   58 000

17. Pädagogische Hochschule Zürich (Empowering Women and Youth in rural Egypt through Education and Economic Inclusion, Ägypten) Fr. 250 000

18. SAM global (Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften im Tschad) Fr.   58 000

19. Save the Children (Kosovo – Förderung frühkindlicher Betreuung und Entwicklung) Fr.   58 000

20. Solidar Suisse (Jugend gegen Gewalt, El Salvador) Fr.   58 000

21. Solidarität mit der Welt (Medizinische Grundversorgung für die Bevölkerung in der Demokratischen Republik Kongo) Fr.   58 000

22. SolidarMed (Doppelte Belastung im Gesundheitswesen besser bewältigen, Simbabwe) Fr.   58 000

23. Swisscontact (Bangladesch – Qualitativ hochwertige Gesundheits­ versorgung auf dem Land, Phase III) Fr.   58 000

24. TearFund Schweiz (Ausbildung trotz Handicap / Selbstständigkeit und Würde für Menschen mit Behinderung in Peru) Fr.   58 000

25. Terre des hommes – Kinderhilfe (Erfolgreiche Reintegration von Kindern und Zugang zu Kinderhorten für Mütter und ihre Säuglinge in Haft, Burundi) Fr.   58 000

26. terre des hommes schweiz (Hilfe für Opfer von sexuellem Missbrauch, Südafrika) Fr.   58 000

27. WWF Schweiz (Kleinbauern stärken und Regenwald schützen im Norden Madagaskars) Fr.   58 000

II. Die Gewährung erfolgt unter den Bedingungen und Auflagen, die in den Erwägungen zu den einzelnen Beiträgen genannt sind, sowie unter den folgenden allgemeinen Bedingungen und Auflagen: a) Die Empfängerin oder der Empfänger hat der Fondsverwaltung elek- tronisch die Erfüllung aller Auflagen zuzusichern (Bedingung).

b) Die Empfängerin oder der Empfänger hat die Fondsverwaltung in- nert fünf Jahren seit der Gewährung elektronisch um Auszahlung des Beitrags zu ersuchen und der Fondsverwaltung den Schlussbericht ge- mäss § 11 Abs. 2 Satz 1 LFG in einer von dieser akzeptierten Fassung einzureichen (Bedingung für diese Auszahlung). Die Fondsverwal- tung kann diese Frist aus besonderen Gründen erstrecken. c) Die Empfängerin oder der Empfänger hat geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Zweckentfremdung der Mittel, insbesondere durch Korruption und Kickbacks, zu treffen (Auflage). d) Die Empfängerin oder der Empfänger hat den Gemeinnützigen Fonds an geeigneter Stelle als Geldgeber zu erwähnen, wenn möglich unter Verwendung des Logos des Gemeinnützigen Fonds (Auflage). e) Ergibt sich nach der Verwirklichung des Vorhabens eine Überfinan- zierung, hat die Empfängerin oder der Empfänger dem Gemeinnützi- gen Fonds davon den Teil zu erstatten, der dem Anteil des Fonds an der Finanzierung des Vorhabens entspricht (Auflage). III. Die Finanzdirektion wird beauftragt, die Beiträge gemäss Dis- positiv I unter Berücksichtigung der Bedingungen und Auflagen gemäss Dispositiv II auszubezahlen. IV. Gegen diesen Beschluss kann innert 30 Tagen, von der Mitteilung an gerechnet, beim Verwaltungsgericht des Kantons Zürich Beschwerde erhoben werden. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und dessen Begründung enthalten. Der angefochtene Beschluss ist beizulegen oder genau zu bezeichnen. Die angerufenen Beweismittel sind genau zu be- zeichnen und soweit möglich beizulegen. V. Mitteilung an die Empfängerinnen und Empfänger der Beiträge ge- mäss Dispositiv I (durch die Finanzdirektion), die Genossenschaft Swiss- los Interkantonale Landeslotterie, Lange Gasse 20, 4052 Basel, die Finanz- kommission des Kantonsrates sowie an die Direktionen des Regierungs- rates und die Staatskanzlei.

Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:

Kathrin Arioli