RRB Nr. 839/2018
Lotteriefonds, Entwicklungszusammenarbeit 2018, Ermächtigung
5 da settember 2018German44 min
Source zh.ch
Lotteriefonds, Entwicklungszusammenarbeit 2018, Ermächtigung
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 5. September 2018
839. Lotteriefonds des Kantons Zürich; Entwicklungszusammenarbeit 2018
Erwägungen
1. Einleitung und Übersicht
1.1 Allgemeines Mit Beschluss vom 12. Februar 2018 bewilligte der Kantonsrat für die Jahre 2018 bis längstens 2021 einen Rahmenkredit von 32 Mio. Fran- ken, aufgeteilt in jährliche Tranchen von maximal je 4 Mio. Franken für die Inlandhilfe (IH) und die Entwicklungszusammenarbeit (EZA) (Vor- lage 5361). Gegenüber dem Rahmenkredit für die Jahre 2015 bis 2017 (Vorlage 5167) wurden – neben der Aufteilung in fixe Tranchen von je 4 Mio. Fran- ken – folgende Änderungen beschlossen: – Keine Beiträge werden geleistet für Vorhaben in Ländern der Euro- päischen Union (EU). – Keine Beiträge werden geleistet für Vorhaben in Ländern, die ihre Staatsangehörigen im Grundsatz nicht rückübernehmen, unabhängig von der Existenz eines Rückübernahmeabkommens im Asylbereich mit der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Die übrigen inhaltlichen Voraussetzungen bleiben unverändert wie im vorangehenden Rahmenkredit.
1.2 Zielsetzung der kantonalen EZA Mit seinen EZA-Beiträgen will der Kanton: – die betroffene Bevölkerung vor allem in den Bereichen Armutsbekämp- fung und Entwicklung des ländlichen Raumes bei der Verbesserung der eigenen Lebensbedingungen unterstützen (Hilfe zur Selbsthilfe), – helfen, langfristig ein besseres Gleichgewicht innerhalb der internatio- nalen Gemeinschaft zu erreichen, und so einen Beitrag zur Verbesse- rung der internationalen Stabilität leisten, – verdeutlichen, dass die Unterstützung der EZA nicht nur Bundessa- che, sondern eine Verpflichtung der Gemeinwesen aller Stufen darstellt und – dem zürcherischen Engagement im EZA-Bereich im Rahmen der Bei- tragsgewährung einen zunehmend höheren Stellenwert einräumen.
1.3 Gesuchseingabe 2018 2018 reichten 28 Organisationen und Institutionen (2017: 28) insgesamt 29 (32) Gesuche mit einer Gesamtsumme von Fr. 6 617 488 (Fr. 7 244 620) ein: ADES, Biovision, Brücke – Le Pont, Caritas, Christoffel Blindenmis- sion Schweiz (CBM), Fastenopfer, Gebäudeversicherung Kanton Zürich und Kantonspolizei Zürich, Green Cross Schweiz, HEKS, Helvetas, Hory- zon, Iamaneh, IKRK, Interteam, Medair, Mission am Nil International, Nouvelle Planète, Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH), Save the Children, Solidar Suisse, Solidarität Dritte Welt (SDW), SolidarMed, Swisscontact, TearFund Schweiz, Terre des hommes Kinderhilfe (tdh), Terre des hommes Schweiz, VEBO und WWF Schweiz. Das Gesuch von CBM wurde vom Lotteriefonds aus formellen Grün- den abgelehnt.
1.4 Auswahl der Projekte und Beiträge Im vorliegenden Antrag wurde jede gesuchberechtigte Organisation mit einem Projekt berücksichtigt. Die Organisationen mussten, sofern sie zwei oder mehr Projekte einreichten, diese priorisieren. Die Projekte ers- ter Priorität wurden ohne Ausnahme berücksichtigt. Der Kanton kann das Vorhaben einer Organisation des öffentlichen Rechts bzw. ein besonders innovatives Vorhaben eines privaten Hilfs- werks als Schwerpunktvorhaben definieren und dadurch einen Beitrag bis Fr. 500 000 gewähren. Gestützt auf Mitberichte der Direktion der Justiz und des Innern, der Sicherheitsdirektion und der Bildungsdirek- tion wurden drei Eingaben als Schwerpunktvorhaben bestimmt. Es sind dies: Hilfswerk/Organisation Projekt-Nr. Projektbezeichnung, Land Betrag in Franken – Gebäudeversicherung 16 Verbesserung des Brandschutzes und der 500 000 Kanton Zürich und Verkehrssicherheit in Bhutan (2. Phase) Kantonspolizei Zürich Bhutan – Pädagogische 27 PEACOCK – Peace through Cooperation, 500 000 Hochschule Zürich Competences and Knowledge in Macedonia and Kosovo Mazedonien und Kosovo – VEBO (Verein der 17 Sozialpädagogisches Zentrum «Kompass» 427 500 Entwicklung der in Tiflis Bewährungshilfe Georgien in Osteuropa)
Insgesamt stehen höchstens 4 Mio. Franken für Beiträge an die Ent- wicklungshilfe zur Verfügung. Die Summe der Schwerpunktvorhaben und der mit erster Priorität gewünschten Projektbeiträge übersteigt den erwähnten Betrag. Es wurden daher Kürzungen an den nachgesuchten Beiträgen vorgenommen (Ausnahme: bei den drei Schwerpunktvorha- ben). Folgende Höchstbeiträge wurden festgelegt: – Schwerpunktvorhaben: höchstens Fr. 500 000 – Hilfswerke aus dem Kanton Zürich: höchstens Fr. 113 000 – ausserkantonale Hilfswerke: höchstens Fr. 100 000 Die EZA-Leistungen 2018 des Kantons verteilen sich bezüglich Kon- tinente wie folgt: Kontinent Anzahl berücksichtigter Gesuche Betrag in Franken %-Anteil – Afrika 14 (Projekte Nr. 1–14) 1 491 000 37 – Asien 7 (Projekte Nr. 15–21) 1 479 000 37 – Lateinamerika 3 (Projekte Nr. 22–24) 313 000 8 – (Süd-)Osteuropa 3 (Projekte Nr. 25–27) 713 000 18 Total 27 Projekte 3 996 000 100
1.5 Nicht berücksichtigte Gesuche Horyzon reichte als einzige Organisation auch ein Gesuch zweiter Prio- rität ein. Dieses konnte aufgrund der zur Verfügung stehenden Gesamt- summe nicht berücksichtigt werden: Hilfswerk/Organisation Projektbezeichnung, Land Betrag in Franken – Horyzon Trotz Behinderung zur Gesellschaft gehören 100 000 Palästina
2. Ausgewählte Einzelprojekte Die folgende Auflistung der berücksichtigten Einzelprojekte (2.1 bis 2.4) enthält in knapper, zum Teil stichwortartiger Form die grundlegen- den Angaben zum jeweiligen Projekt: – Im Berichtspunkt «Grundinformationen» sind die Ausgangslage bzw. die Rahmenbedingungen für das jeweilige Vorhaben beschrieben. – Unter «Hauptziel(e)» werden die übergeordneten Ziele des Vorhabens erwähnt. – Unter «Projektinhalte» werden die wichtigsten Einzelmassnahmen auf- gelistet, mit denen die angestrebten Hauptziele erreicht werden sollen. – Beim Punkt «Begünstigte» wird angegeben, wie viele Personen bzw. wel- che Personengruppen vom Projekt voraussichtlich profitieren werden. – In der Rubrik «Gesamtkosten» finden sich die jeweiligen Projektbe- gleitkosten (PBK), welche die Organisation ausweist. Es werden höchs- tens 10% Projektbegleitkosten bewilligt.
2.1 Projekte in Afrika (Projekte Nrn. 1–14) 1) Einkommensförderung und gesunde Ernährung dank lokalen Produkten Organisation Brücke – Le Pont Staat/Region Benin: Mono, Couffo, Atlantique, Collines Togo: Bassar, Kara, Savanes, Plateau, Maritime Grundinformationen Rund 50% der Bevölkerung in Benin und 70% der Bevölkerung von Togo müssen mit weniger als 2 US-Dollar pro Tag auskommen. Mangel- und Fehlernährung sind weit verbreitet. Obwohl die Projektregionen in für den Anbau von land- wirtschaftlichen Produkten klimatisch günsti- gen Zonen liegen, sind die Erträge der Bäue- rinnen und Bauern oft gering. Dies liegt u. a. am fehlenden Wissen über geeignete Anbautechni- ken, zu kleinen Landwirtschaftsparzellen und am problematischen Zugang zu Wasser. Geflügel-, Kaffee-, Palmöl-, Reis- und Sojaproduktion hät- ten viel Potenzial, um die Einkommens- und Er- nährungssituation der lokalen Bevölkerung zu verbessern. Hauptziel Optimierung der Wertschöpfungsketten der Pro- dukte Reis, Geflügel, Kaffee, Palmöl und Soja, um die Einkommens- und Ernährungssitua- tion der lokalen Bevölkerung zu verbessern Projektinhalte – Einrichtung einer Dialog- und Austauschplatt- form zwischen den verschiedenen Akteurin- nen und Akteuren des Markts – Aus- und Weiterbildung der Produzentinnen und Produzenten in Unternehmertum, Fach- kenntnissen, Hygienevorschriften, Berechnung der Produktionskosten – Hilfe bei der Umsetzung einer Marketing- strategie – Unterstützung bei der Erstellung von verbes- serten Geflügelställen, dem Bau von Lokalen für die Palmölproduktion usw. – Sensibilisierungskampagnen via Radiosen- dungen über gesunde Ernährung und die Vor- züge lokaler Produkte
Begünstigte – 15 000 Produzentinnen und Produzenten, Verarbeitende sowie Verkäuferinnen und Ver- käufer von Geflügel, Kaffee, Palmöl, Reis und Soja – 60 000 Personen aus deren nahem familiä- ren Umfeld Gesamtkosten Fr. 562 249 Gewünschter Beitrag Fr. 400 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 2) Kamerun, Extrême-Nord – Medizinische Notversorgung sichern Organisation IKRK, Internationales Komitee vom Roten Kreuz Staat/Region Kamerun: Extrême-Nord Grundinformationen Die politische Lage in Kamerun ist aufgrund be- waffneter Auseinandersetzungen und Gewalt im Zusammenhang mit den Aktivitäten der Gruppe Boko Haram angespannt. Obwohl 2017 ein Rück- gang der Selbstmordanschläge zu verzeichnen war, ist die Situation im Norden des Landes nach wie vor gefährlich, da Boko Haram dort häufig Überfälle und Angriffe verübt. Vor allem die lokale Zivilbevölkerung leidet unter den Folgen dieser Gewaltereignisse. Es besteht in der Re- gion ein grosser Bedarf an Gesundheitsleistun- gen. Gleichzeitig ist der Zugang zu den bereits knappen Ressourcen für Vertriebene, Flücht- linge sowie Gemeinschaften, die diese aufneh- men, begrenzt. Logistische und sicherheitsbe- dingte Einschränkungen sowie Personalman- gel erschweren den humanitären Akteuren vor Ort den Zugang zur lokalen Bevölkerung. Hauptziel Sicherstellung der Gesundheitsversorgung in fünf Gesundheitszentren und einem Spital Projektinhalte – Finanzielle und materielle Unterstützung der Gesundheitseinrichtungen – Ständiger Dialog mit den leitenden Verant- wortlichen und den zuständigen Behörden – Einrichtung einer temporären, mobilen Klinik – Schulung des Personals der Gesundheitszen- tren
– Evakuierung von Kranken und Schwerver- letzten, die eine Sekundärversorgung benö- tigen – Zugang zu medizinischer Betreuung für Frauen im gebärfähigen Alter vor und nach der Geburt – Durchführung von Impfungen für Kinder unter fünf Jahren und Frühuntersuchungen zur Erkennung von Mangelernährung Begünstigte Zivilbevölkerung in den Projektgebieten, insbe- sondere Mütter und 4800 Kinder, Verletzte und Verwundete (200 pro Jahr) Gesamtkosten Fr. 1 907 444 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6% PBK) Fr. 100 000 3) One Health – gesunde Nutztiere, gesunde Menschen gegen Armut und Hunger in den Trockengebieten Kenias Organisation Biovision Staat/Region Kenia: Isiolo County Grundinformationen Im Bezirk Isiolo ist ein Grossteil der Bevölke- rung von der Viehhaltung (Rinder, Schafe, Zie- gen und Kamele) abhängig, da Ackerbauwirt- schaft aufgrund der steinigen und trockenen Böden kaum möglich ist. Die Armut in der Re- gion ist sehr gross und 77% der Bevölkerung leiden an Mangel- oder Unterernährung. Die Gesundheit des Viehs ist für die rurale Bevöl- kerung deshalb von existenzieller Bedeutung. Zunehmende Dürreperioden, wie letztmals 2017, machen die Rinderherden jedoch weniger widerstandsfähig. Zudem treten häufig Krank- heiten auf, die Menschen und Nutztiere gleich- sam befallen können (sogenannte zoonotische Krankheiten). Bisher ist es dem Gesundheits- wesen und dem Veterinärsektor nicht gelungen, die Arbeit im Bereich der zoonotischen Krank- heiten erfolgreich zu koordinieren.
Hauptziel Systematische und integrierte Kontrolle der vorherrschenden zoonotischen Krankheiten sowie Förderung der Haltung überlebensfähi- ger bzw. widerstandsfähiger Nutztiere (vor allem Kamele) Projektinhalte – Erhebung des in der Bevölkerung vorhande- nen Wissens über zoonotische Krankheiten und deren Behandlung – Schulung von lokalem Gesundheitspersonal (Community Health Workers), das entspre- chendes Wissen an Informationsveranstaltun- gen weitergibt – Erstellen von Bezirkskarten zur geografischen Darstellung des Krankheitsaufkommens – Schulung von Community Disease Reporters, die Verdachtsfälle an die Behörden melden – Aufbau einer Plattform für den Informations- austausch zwischen Fachpersonal und For- schung – Erstellen eines Krankheitspräventionsplans – Verteilen von Kamelstuten an 100 Familien – Schulung dieser Familien in der Kamelhal- tung – Schulungen von Frauenkooperativen in der professionellen Verarbeitung und Vermark- tung von Kamelmilch Begünstigte – 7400 Personen aus der Dorfgemeinschaft – 80 lokale Verantwortliche, wie medizinisches Personal, Gemeindeoberhäupter usw. – 30 Behördenmitglieder – 405 Personen, die neu Kamele halten bzw. in der Haltung geschult werden – 135 Kamelmilchhändlerinnen – 56 000 indirekt Begünstigte Gesamtkosten Fr. 245 685 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 7,5% PBK) Fr. 113 000
4) Berufsausbildung für junge Frauen und Männer in Kenia und Sambia Organisation Stiftung Solidarität Dritte Welt (in Zusammenarbeit mit Comundo) Staat/Region Kenia: Bezirke Embu, Kisumu, Kitale Sambia: Bezirke Lusaka, Mpanshya Grundinformationen Ein starkes Bevölkerungswachstum, grosse Landflucht und fehlende wirtschaftliche Ent- wicklung tragen in Kenia zu anhaltend hohen Armuts- und Arbeitslosigkeitsquoten bei. Viele Beschäftigte sind zudem nicht abgesichert und leben von der Hand in den Mund. Ausserdem sind fast 60% der Bevölkerung Kenias unter 25 Jahre alt. Die meisten jungen Leute können sich eine zusätzliche Ausbildung nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit nicht leisten, da die Bildungskosten sehr hoch sind. In Sambia fehlt es an ausreichend qualifizier- ten Arbeitskräften, da die meisten bereits nach Abschluss der Primarschule und ohne genügende Grundausbildung in den Arbeitsmarkt einstei- gen. Zusätzlich verlassen die wenigen Gutaus- gebildeten das Land. Der Mangel an Fachkräften hat dazu geführt, dass viele angebotene Dienst- leistungen die minimalen Standards nicht er- füllen. Hauptziel Benachteiligten Jugendlichen, jungen Frauen und Jugendlichen mit geistiger Behinderung eine Ausbildung – und so bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt – ermöglichen Projektinhalte – Einsetzen strategisch konzipierter Lehrpläne und Unterrichtskonzepte im Bereich Automo- bil- und Solartechnik, Metallbau und Schrei- nerei (Kenia, Sambia) – Erstellen eines Handwerkszentrums mit Platz für 30 angestellte und auszubildende Frauen (Kenia) – Einkommensfördernde Massnahmen, um das Weiterbestehen eines Frauenausbildungs- zentrums zu sichern und die Abhängigkeit von externen Geldgebern zu reduzieren (Kenia)
– Entwicklung und Einführung eines formali- sierten Lehrgangs mit verbindlichem Aus- bildungshandbuch, das auf Jugendliche mit Behinderung zugeschnitten ist (Sambia) – Weiterbildung der Mitarbeitenden der loka- len Partnerorganisationen «on the job» (Kenia, Sambia) Begünstigte – 365 benachteiligte Jugendliche – 180 junge Frauen – 18 Jugendliche mit geistiger Behinderung – 77 Mitarbeitende der Partnerorganisationen Gesamtkosten Fr. 448 702 Gewünschter Beitrag Fr. 220 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 5) Nachhaltig investieren in die Produktion von Energiesparkochern in Madagaskar Organisation ADES, Association pour le Dévelopement de l’Energie Solaire Suisse Staat/Region Madagaskar: Antananarivo, Antsirabe, Ejeda, Mahajanga, Morondava, Fianarantsoa, Tuléar Grundinformationen Madagaskar zählt zu den ärmsten Ländern der Welt, über 90% seiner Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Da Elektrizität einer Min- derheit der Bevölkerung vorbehalten ist, kochen die meisten Madagassinnen und Madagassen auf offenen Feuerstellen. Die fortschreitende Abholzung Madagaskars ist daher zu 80% dem Holzverbrauch beim Kochen geschuldet. Der enorme Holzverbrauch schadet nicht nur der Gesundheit und dem Klima, sondern belastet auch die Haushaltsbudgets stark. Hauptziel Dauerhafte Senkung des Holzverbrauchs und Stärkung der lokalen Wirtschaft dank einer in- dustrialisierten Kocherproduktion Projektinhalte – Produktion und Verkauf von 40 000 Energie- sparkochern (reduzierter Bedarf an Holz bzw. Holzkohle) – Pflanzung zweier Baumsetzlinge pro verkauf- ten Kocher – Schulung der 40 000 Haushalte, die einen Ko- cher erwerben, in energiearmem Kochen – Weiterverkauf der Kocher durch lokale Wie- derverkäufer, die so ihr Auskommen bestrei- ten können
Begünstigte – 220 000 Personen, die neu Energiesparkocher in ihrem Haushalt haben – 150 lokale Mitarbeitende von ADES – 120 Wiederverkäuferinnen und -verkäufer Gesamtkosten Fr. 1 299 180 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,09% PBK) Fr. 113 000 6) Kleinbauern fördern – Regenwald schützen Organisation WWF Schweiz Staat/Region Madagaskar: Region Sava, Bezirk Andapa Grundinformationen Das 2,6 Mio. Hektar grosse nördliche Hochland Madagaskars zeichnet sich durch seine einzig- artige Tier- und Pflanzenwelt aus. 2015 wurden dort 500 000 Hektar Regenwald zum Schutz- gebiet erklärt. Weil Armut und tiefer Bildungs- standard die lokale Bevölkerung dazu veranlas- sen, ihren Bedarf an Holz, Landwirtschaftsfläche oder tierischem Eiweiss illegal mit Ressourcen des Waldes zu decken, ist der Wald jedoch be- droht. Den lokalen Basisorganisationen (COBA), die für das Management des Schutzgebietes zu- ständig sind, fehlt es an ausreichenden Mitteln und fundiertem Wissen, um ihre Aufgabe zu- friedenstellend wahrzunehmen. Hauptziel Erhaltung des Regenwaldes für Mensch und Natur durch nachhaltige Bewirtschaftung und effektiven Schutz Projektinhalte – Verbesserung der Ernährungssicherheit und Einkommenssteigerung der Dorfbewohne- rinnen und -bewohner u. a. durch Ausbildung von Bauernfamilien, verbesserte Lagerung der Ernte und Gründung von Spargruppen – Stärkung der COBA durch Evaluieren, An- passen und Verbessern ihrer Finanzierungs- mechanismen – Nachhaltige Bewirtschaftung des Schutzge- bietes u. a. durch Ausbildung der COBA, re- gelmässige Patrouillengänge, Durchsetzen von Sanktionen bei Delikten und Wiederauf- forstung
Begünstigte – 5000 Bewohnerinnen und Bewohner der Dör- fer in der Projektregion – 500 Mitglieder dreier COBA, die unter- stützt werden Gesamtkosten Fr. 1 000 000 Gewünschter Beitrag Fr. 350 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 4% PBK) Fr. 113 000 7) Existenzsicherung im Zusammenhang mit der HIV/Aids-Pandemie Organisation TearFund Schweiz Staat/Region Malawi: Salima-Distrikt Grundinformationen Malawi gehört zu den ärmsten und am wenigs- ten entwickelten Ländern der Welt. Besonders die Bevölkerung in den ländlichen Gebieten ist von Armut betroffen. Im Salima-Distrikt leben 80% der Bevölkerung unter der nationalen Ar- mutsgrenze. Auch Gesundheitsversorgung und Infrastruktur im Distrikt sind mangelhaft: Nur 43% der Bevölkerung haben Zugang zu saube- rem Trinkwasser und 70% zu einfachen Latri- nen. HIV/Aids ist in Malawi zudem allgegen- wärtig: Landesweit sind 9,1% aller Erwachse- nen mit HIV/Aids infiziert, 24 000 Menschen sterben jährlich daran. Die Krankheit ist auch dafür verantwortlich, dass eine Million Kinder bis 14 Jahre (Halb-)Waisen sind. Hauptziel Verbesserung der Lebensbedingungen der Be- völkerung (insbesondere der mit HIV/Aids-In- fizierten) im Salima-Distrikt und Verringerung der HIV-Neuinfizierungen Projektinhalte – Mobilisierung der Gemeinden im Projekt- gebiet, u. a. durch Sensibilisierungsanlässe und Workshops – Förderung und Begleitung von Menschen mit HIV/Aids, u. a. mittels professioneller Bera- tung sowie Ausbildung und Supervision von freiwillig Pflegenden – Förderung und Begleitung von Jugendlichen, u. a. mittels Jugendgruppen und Sensibilisie- rungsprogrammen – Förderung und Begleitung von Waisen und gefährdeten Kindern, u. a. durch Aufbau und Begleitung von Kinderclubs
– Stärkung ökologischer Nachhaltigkeit und Er- nährungssicherung, u. a. durch Ausbildungen im Bereich Landwirtschaft und Agroforst- wirtschaft Begünstigte – 5886 Männer – 8364 Frauen – 4912 Jungen (unter 18 Jahren) – 5038 Mädchen (unter 18 Jahren) Gesamtkosten Fr. 795 600 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 8) Bessere Verfügbarkeit, Qualität und Nutzung von Gesundheits- diensten für Mütter und Säuglinge Organisation Terre des hommes – Kinderhilfe weltweit Staat/Region Mali: Macina, Markala Grundinformationen Die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in Mali ist eine der höchsten weltweit: 587 Mütter auf 100 000 Lebendgeburten bzw. 38 Säuglinge auf 1000 sterben unmittelbar vor, während oder nach der Geburt. Die Mehrheit dieser Todes- fälle geht auf fehlenden Zugang zu qualitativ guter Versorgung während der Schwangerschaft und bei der Geburt zurück. Hauptziel Bessere Verfügbarkeit und Qualität von Mütter- und Säuglingsdiensten sowie häufigere Nutzung dieser Dienste Projektinhalte – Nachrüsten der Infrastruktur der Mütter- und Säuglingsbetreuung in den Bereichen Abfall- management, Reinigung, Desinfektion u.Ä. – Kompetenzbasierte Schulungen für Gesund- heitsfachleute – Verbesserung der Dienstleistungsqualität u. a. durch Stärkung des Überweisungssystems von Risikopatientinnen – Stärkung der Kapazitäten der kommunalen Klinikleitungen – Mobilisierung der Gemeinschaft durch par- tizipatives Lernen – Förderung der prä- und postnatalen Betreu- ung in entlegenen Orten
Begünstigte – Rund 18 000 schwangere Frauen – Rund 11 000 Säuglinge – 140 Gesundheitsfachpersonen – Alle Frauen im gebärfähigen Alter im Pro- jektgebiet Gesamtkosten Fr. 812 342 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 9) Inklusive und ganzheitliche formale Schulbildung für Kinder und Jugendliche in Namibia Organisation Interteam Staat/Region Namibia: Kavango West, Kavango Ost, Otjo- zondjupa, Zambezi, Khomas Grundinformationen Die Alphabetisierungs- und Einschulungsra- ten in den Projektregionen sind gering. Gleich- zeitig wächst die Bevölkerung überdurch- schnittlich schnell, was dazu führt, dass die Re- gionen zu den dichtest besiedelten Gebieten Namibias gehören. Dazu kommen schlechte wirt- schaftliche Bedingungen für die Bevölkerung. Diese Faktoren, zusammen mit der starken De- zentralisierung der Administration und Spar- massnahmen im Bildungsbereich, stellen die re- gionalen Bildungsdirektionen vor grosse Her- ausforderungen: Die Budgeterstellung, der fach- und sachgerechte Einsatz der vorhandenen Mittel sowie fehlende Fachkenntnisse in Bezug auf effiziente Verwaltungsführung überfordern die regionalen Bildungsdirektionen. Auch fehlt es den Verantwortlichen an Erfahrung in Be- zug auf die Umsetzung der landesweit einge- führten Bildungspolitik der Inklusion. Hauptziel Verbesserung der formalen und inklusiven Schul- bildung und damit der Zukunftschancen von Kindern und Jugendlichen Projektinhalte – Beratung der Bildungsdirektionen mittels Organisationsanalysen, Umsetzungsplänen, «on the job training» usw., um Verwaltung, Personal- und Mitteleinsatz zu optimieren – Gezielte Weiterbildung von Schlüsselperso- nal in den Direktionen
– Einführung moderner Kommunikation – Beratung bei der Einführung des neuen in- klusiven und vorberuflichen Curriculums – Auf- und Ausbau von Modellschulen – Gegenseitigen Austausch und gegenseitiges Lernen fördern Begünstigte – 580 Schulen – 6600 Lehrerinnen und Lehrer – Rund 175 000 Schülerinnen und Schüler so- wie deren Familien Gesamtkosten Fr. 566 100 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,08% PBK) Fr. 100 000 10) 5600 Familien kämpfen gegen Hunger, Verschuldung und Klima- wandel im Westen Senegals Organisation Fastenopfer Staat/Region Senegal, sieben Bezirke im Westen Grundinformationen Im Senegal hat sich in den letzten Jahren eine stabile Demokratie entwickelt. Trotzdem kämpft das Land mit vielen Problemen: Starkes Bevöl- kerungswachstum, Nahrungsmittelkrisen, Land- flucht, niedrige Alphabetisierungsrate und Man- gelernährung sind einige davon. Auch in der Projektregion fallen die Ernteerträge der Bevöl- kerung, die zu mehr als 70% in der Landwirt- schaft tätig ist, in der Regel gering aus. Unregel- mässige und abnehmende Regenfälle sowie die Degradierung des Bodens verschlimmern die Ernährungssituation zudem und machen eine Nahrungsmittelkrise in den nächsten Jahren wahrscheinlich. Vor allem in der Regenzeit, wenn die Ernte noch nicht eingefahren werden kann, kommt es regelmässig zu Knappheitspe- rioden. Landflucht, insbesondere der männlichen Landbevölkerung, und Verschuldung sind die direkten Folgen dieser prekären Ernährungs- situation.
Hauptziel Verbesserung der Nahrungsmittelsicherheit und Abbau der Verschuldung durch stärkere und selbstständigere Solidaritätskassen. Solidari- tätskassen sind Zusammenschlüsse von (meist) Frauen, mit bis zu 50 Mitgliedern, die gemein- sam Geld sparen. Vom gemeinsamen Vermögen können die angeschlossenen Familien durch zinslose Kredite, die sie für Nahrungsmittel, Gesundheitskosten und Schulgelder verwenden, profitieren. Projektinhalte – Gründung 100 neuer Solidaritätskassen – Begleitung der neuen und der bereits beste henden Solidaritätskassen – Schulungen zu gesunden und umweltschonen- den Anbaumethoden – Sensibilisierungstreffen und Schulungen für Schwangere und Mütter von Kleinkindern in der Zubereitung reichhaltiger und lokaler Produkte Begünstigte – 5598 Mitglieder von Solidaritätskassen (90% davon Frauen) – Indirekt: 50 000 Personen aus dem nahen Um- feld der Solidaritätskassenmitglieder Gesamtkosten Fr. 287 423 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 11) Projekt zur Förderung des nachhaltigen Gemüseanbaus in 10 Dörfern der ländlichen Gemeinde Djiredji, Senegal Organisation Nouvelle Planète Staat/Region Senegal: Region Sédihou, Gemeinde Djiredji Grundinformationen Die Gemeinde Djiredji am Fluss Casamance be- steht aus 34 Dörfern. Die dortige Bevölkerung lebt hauptsächlich von der Landwirtschaft. Das Land an sich ist zwar fruchtbar, rückläufige Re- genmengen und das brackige Wasser des Flusses erschweren die landwirtschaftliche Nutzung des Bodens jedoch. Gleichzeitig müssen Bäuerin- nen und Bauern ihre Ernte häufig zu niedrigen Preisen an Zwischenhändler und Grossunter- nehmer verkaufen. Ihnen fehlen Verarbeitungs- anlagen und das dazugehörige Knowhow, um
den Mehrwert, der durch die Verarbeitung der Ernte entstehen würde, selber abzuschöpfen. Fehlende finanzielle Mittel erschweren es der Gemeinde, Massnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität der Dorfbevölkerung zu er- greifen. Eine unmittelbare Folge davon ist eine Zunahme der Landflucht. Hauptziel Verbesserung der Einkommenssituation der Be- völkerung dank umweltschonender Gemüse- produktion und verbesserter Infrastruktur zur professionelleren Verarbeitung von Landwirt- schaftsprodukten Projektinhalte – Umfassende Gestaltung der Gemüseanbau- flächen, u. a. mittels Einzäunung der Anbau- flächen und Bau eines ganzjährigen Wasser- versorgungssystems – Bereitstellen von Verarbeitungsanlagen (für Getreide, Nüsse u. Ä.) und Lagerräumen – Durchführung von Schulungen zu nachhalti- ger Landwirtschaft, Finanzmanagement, Or- ganisationsdynamik und Umgang mit Geräten – Ausarbeiten einer auf die lokalen Verhältnisse zugeschnittenen Vermarktungsstrategie Begünstigte – 1421 am Projekt beteiligte Dorfbewohnerin- nen und Dorfbewohner (98% Frauen) und deren Familien – Bewohnerinnen und Bewohner der Nach- bardörfer Gesamtkosten Fr. 249 328 Gewünschter Beitrag Fr. 120 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6,5% PBK) Fr. 100 000 12) Burega Ausbildungszentrum Tansania Organisation Mission am Nil International Staat/Region Tansania: Kigoma Grundinformationen Ein Grossteil der Bevölkerung Tansanias lebt von Mais- und Maniokanbau. Nach wie vor be- stellen fast alle Bauernfamilien den Boden ohne maschinelle Hilfe. Die Ernteerträge sind in der Regel gering. Es werden kaum biologischer Land- bau zur Ertragssteigerung und Massnahmen zur Erhaltung der Bodenqualität angewendet.
Zwar wäre genügend fruchtbarer Boden für den Ackerbau vorhanden, doch gilt Landwirt- schaft als Broterwerb der untersten Gesell- schaftsschichten und als unrentabel. Wer über handwerkliche oder kaufmännische Fähigkei- ten verfügt, wendet sich deshalb anderen Ein- kommensmöglichkeiten zu. Hauptziel Befähigung von Schulabbrechern, Jugendlichen aus schwierigen Verhältnissen und Strassen- kindern, ihre sozioökonomische Lebensqualität nachhaltig zu verbessern und sich wieder in die Gesellschaft zu integrieren Projektinhalte – Theoretische und praktische Berufsausbil- dung junger Erwachsener in Landwirtschaft, organischem Gartenbau und als Allrounder – Befähigung der Absolventinnen und Absol- venten, das erworbene Wissen als Multipli- katoren in den Dorfgemeinschaften einzu- bringen – Förderung der Lebens- und Sozialkompetenz durch die Vermittlung ethischer Werte in der Ausbildung – Förderung wirtschaftlichen Denkens und Handelns Begünstigte – 20 Jugendliche und junge Erwachsene pro Jahr – deren Gemeinschaften Gesamtkosten Fr. 469 826 Gewünschter Beitrag Fr. 180 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 13) Gesundheit für Neugeborene im Malinyi-Distrikt, Tansania Organisation SolidarMed Staat/Region Tansania: Region Morogoro, Distrikt Malinyi Grundinformationen Tansania gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und der Malinyi-Distrikt zu den abgele- gensten Gegenden des Landes. Die Armut und das fehlende Bewusstsein für gesundheitliche Risiken beeinträchtigen die Gesundheit der Be- völkerung. Insbesondere werdende Mütter sind wegen Komplikationen vor, während und nach
der Geburt gefährdet. Zahlreiche und insbe- sondere frühe Schwangerschaften bergen ein höheres Risiko für Frühgeburten und Geburts- komplikationen. In Malinyi ist eine angemes- sene Versorgung werdender Mütter wegen mangelhafter Infrastruktur, fehlender Ausrüs- tung und wenig Fachpersonal jedoch nur im Lugala-Spital und in einem Gesundheitszentrum möglich. Fehlende finanzielle Mittel verunmög- lichen es den lokalen Gesundheitsbehörden, etwas an der prekären Lage zu ändern. Hauptziel Nachhaltige Verbesserung der Gesundheit von Neugeborenen und deren Müttern Projektinhalte – Verbreitung von Wissen in der Bevölkerung u. a. durch Sensibilisierungskampagnen in den Dörfern und Unterstützung der lokalen Be- hörden bei der Entwicklung von Gesundheits- plänen – Förderung der Geburtshilfe in entlegenen Ge- sundheitsposten u. a. durch Kauf notwendi- ger Ausrüstung, Unterstützung der Distrikts- behörde in der Schulung von Pflegefach- kräften und Förderung mobiler Kliniken – Stärkung des Lugala-Spitals als Referenzzen- trum für komplizierte Fälle, u. a. durch Ein- richtung einer kleinen Station für Mütter und Frühgeborene Begünstigte – 7500 werdende Mütter und Neugeborene – 25 100 Frauen im gebärfähigen Alter – 40 000 Jugendliche – 33 Dorfgesundheitsberaterinnen und -berater – Gesundheitspersonal des Distrikts Gesamtkosten Fr. 388 300 Gewünschter Beitrag Fr. 125 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000
14) Sexuelle Gesundheit für Jugendliche aus Bergbaugebieten Organisation Terre des hommes Schweiz Staat/Region Zimbabwe: Matabeleland North, Bubi-Distrikt Grundinformationen Zimbabwe gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und hat mit 15% eine der höchsten HIV- Prävalenzraten Afrikas. Themen wie Sexualität und HIV/Aids werden von der Gesellschaft nach wie vor stark tabuisiert. Viele Jugendliche wissen nicht, wie man sich genügend vor einer HIV- Infektion schützt oder nehmen das HIV-Infek- tionsrisiko nicht ernst. Im Distrikt Bubi, wo auf- grund des Goldbergbaus viele junge, arbeitsfä- hige Männer leben, sind sogar 23% der Bevöl- kerung mit HIV/Aids infiziert. Schulabbrüche und Frühschwangerschaften stellen weitere Herausforderungen für die lokale Bevölkerung dar. Die schlechte medizinische Infrastruktur und das fehlende Wissen um reproduktive Ge- sundheit verschärfen die bestehenden Proble- me des Distrikts noch. Hauptziel Wissensvermittlung und Sensibilisierung von Jugendlichen, Eltern, Schlüsselpersonen und Institutionen in Bezug auf sexuell übertrag- bare Krankheiten (Sexually Transmitted Infec- tions, STIs) Projektinhalte – Aufbau von Jugendclubs und Durchführung von Zweitagestrainings für Jugendliche, in denen sie lernen, wie sie sich vor STIs und Schwangerschaften schützen können – Grossveranstaltungen zur Mobilisierung und Sensibilisierung der Gemeinden für das Thema STIs – Sensibilisierungstreffen für Eltern, Entschei- dungsträgerinnen und Entscheidungsträger und Dienstleister zu STIs, HIV und Schwan- gerschaften von Jugendlichen – Gemeindedialoge zu Frühschwangerschaf- ten und geschlechtsspezifischer Gewalt – Training von Lehrpersonen zur sexuellen und reproduktiven Gesundheit
– Angebot von Gesundheitsdienstleistungen (u. a. HIV-Tests) in Gemeinden (zweimal pro Jahr) – Sensibilisierung von Schlüsselakteuren für die Bedürfnisse der Jugendlichen durch re- gelmässige Treffen mit Projektverantwortli- chen Begünstigte – Direkt: 2650 Kinder und Jugendliche zwischen 10 und 24 Jahren, 500 Eltern, 250 Lehr- und Pflegepersonen – Indirekt: 5000 Kinder und Jugendliche, 1000 Eltern, 500 Lehr- und Pflegepersonen – 20 Schlüsselinstitutionen Gesamtkosten Fr. 247 500 Gewünschter Beitrag Fr. 175 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000
2.2 Projekte in Asien (Projekte Nrn. 15–21) 15) Fit für die Schule Organisation Save the Children Schweiz Staat/Region Armenien; Provinzen Lori und Gegharkunik Grundinformationen In Armenien lebt ein Drittel aller Kinder unter- halb der Armutsgrenze und der Gesundheits- zustand vieler Junger ist wegen ungesunder Er- nährung, Bewegungsmangel u. Ä. bedenklich. Die grosse Armut erschwert den Kindern den Zugang zu Bildung, Gesundheitsversorgung und Ernährung. Trotz staatlichen Bemühungen kom- men nur wenige in den Genuss frühkindlicher Förderung. Gerade Kinder mit Behinderung werden nicht in Bildungsmassnahmen integriert und sind weitgehend von der frühkindlichen För- derung ausgeschlossen. Viele Gemeinden kön- nen sich die Betriebskosten und Instandhaltung der Bildungsinfrastruktur zudem kaum leisten, und qualifizierte Fachkräfte gibt es wenige. Hauptziel Mittels qualitativ hochwertiger und integrati- ver frühkindlicher Förderprogramme sowie ge- sunder Lebens- und Ernährungspraktiken Kin- dern die Ausschöpfung ihres vollen Potenzials ermöglichen
Projektinhalte – Renovierung, Ausrüstung und Einrichtung von zwei alternativen Einrichtungen und vier mobilen Zentren zur frühkindlichen Förde- rung – Aufbau und Durchführung von integrierten frühkindlichen Förderungsprogrammen und Vorschulklassen – Schulung bzw. Ausbildung u. a. von Lehrper- sonen in verschiedenen Bereichen der früh- kindlichen Förderung – Durchführung von Kursen und Gesprächen für Eltern – Organisation einer nationalen Sensibilisie- rungskampagne und einer nationalen Konfe- renz über integrative Vorschulpolitik – Unterstützen der Behörden u. a. bei der Ent- wicklung von Standards für qualitativ hoch- wertige Vorschulbildung Begünstigte – Direkt: 670 Kleinkinder (0–6 Jahre); 350 Ju- gendliche (7–18 Jahre); 1500 Eltern/Bezugs- personen; 66 Dienstleistungserbringende (u. a. Lehrpersonen) – Indirekt: Familien, Gemeinden, lokale zivil- gesellschaftliche Organisationen, Schulen, Vorschulen, Medien, politische Entschei- dungsträger und Behörden Gesamtkosten Fr. 327 988 Gewünschter Beitrag Fr. 249 988 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 16) Verbesserung des Brandschutzes und der Verkehrssicherheit in Bhutan (2. Phase) Dieses Projekt wurde als Schwerpunktvorhaben definiert. Organisation Gebäudeversicherung Kanton Zürich und Kan- tonspolizei Zürich Staat/Region Bhutan Grundinformationen Brandschutz: Grossbrände zerstören regelmäs- sig historisch wertvolle Bauten und ganze Dör- fer. Sie gefährden nicht nur Menschenleben, son- dern vernichten auch einmalige Kulturgüter. Verkehrssicherheit: Trotz verhältnismässig ge- ringem Verkehrsaufkommen ereignen sich vor allem ausserorts auf kurvenreichen Strecken viele schwere, oft tödliche Unfälle.
Für die erste Phase des Projekts wurde bereits mit RRB Nr. 1243/2014 ein Beitrag von Fr. 500 000 zulasten des Lotteriefonds ausgerichtet. Hauptziel – Verhinderung von Grossbränden und raschere Intervention – Verringerung der Zahl (schwerer) Verkehrs- unfälle Projektinhalte Das Teilprojekt «Brandschutz» umfasst folgende Massnahmen: – Erarbeiten einer Brandschutzgesetzgebung – Fachliche Unterstützung der Ausführungspla- nung und Bauausführung bei zwei Leucht- turmprojekten (Wiederaufbau Wangdue Phoedrang Dzong und Royal Academy) – Unterstützen der übergeordneten Feuerwehr- organisationen beim Aufbau einer struktu- rierten Ausbildung – Fachliche Begleitung beim Aufbau der Übungsmodule auf der im Rahmen des vor- herigen Projekts erstellten Trainingsanlage der Feuerwehr – Unterstützung beim Aufbau von Wartung und Unterhalt im Bereich Feuerwehr (fachlicher und teilweise auch finanzieller Support beim Bau einer eigenen Werkstatt für nachhaltige Wartung und Unterhalt sowie Reparatur von Fahrzeugen, Atemschutzgeräten usw. bei der Hauptwache der bhutanischen Feuerwehr) – Aufbau eines Pilotbetriebs einer Freiwilligen Feuerwehr in einer ausgewählten Kommune. Das Teilprojekt «Verkehrssicherheit» bezweckt die Verringerung der Zahl (schwerer) Unfälle und die Verkürzung der Interventionszeit für Bergungs- und Rettungsmassnahmen. Es will zudem Verständnis dafür schaffen, dass der Ver- kehr ein komplexes System ist. Das Teilprojekt umfasst folgende Massnahmen: – Einführen einer systematischen Unfallana- lyse mit digitaler Datenerhebung als nächster Vertiefungsschritt auf der Grundlage der er- reichten Resultate aus Phase 1 sowie als Grund- lage für den nächsten Punkt
– Systematische Sanierung von Unfallschwer- punkten und frühzeitliches Erkennen von gefährlichen Verkehrssituationen nach ein- heitlichen Kriterien Begünstigte – Brandschutz: direkt Hunderte Bewohnerin- nen und Bewohner der gefährdeten Bauten, indirekt die ganze Bevölkerung (Erhaltung von Kulturgut, effektivere Feuerwehr) – Verkehrssicherheit: alle Verkehrsteilnehmen- den, indirekt die ganze Bevölkerung (guter Ruf des Landes, wichtig auch für den Touris- mus) Gesamtkosten Fr. 500 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 5% PBK) Fr. 500 000 17) Sozialpädagogisches Zentrum «Kompass» in Tiflis Dieses Projekt wurde als Schwerpunktvorhaben definiert. Organisation VEBO, Verein zur Entwicklung der Bewäh- rungshilfe in Osteuropa Staat/Region Georgien: Tiflis Grundinformationen Erst in den 2000er-Jahren wurde in Georgien ein Sozialdienst geschaffen, der heute landes- weit rund 2000 Kinder und Jugendliche betreut. Dadurch hat sich die Betreuungssituation in den letzten Jahren etwas verbessert. Es fehlt dem Land jedoch weiterhin an geeigneten so- zialpädagogischen Institutionen zur Betreuung von verhaltensauffälligen und straffälligen Kindern und Jugendlichen. Hauptziel Professionelle Begleitung, Training und Integ- ration verhaltensauffälliger und straffälliger Ju- gendlicher Projektinhalte – Aufbau eines sozialpädagogischen Zentrums für verhaltensauffällige Jugendliche aus Tiflis und Umgebung, die aus schwierigen und be- lasteten Lebenssituationen kommen (u. a. Ge- walt, Kriminalität und Drogen) – Professionelle Begleitung und Training der Jugendlichen durch Fachleute aus den Berei- chen Sozialpädagogik und Psychologie
– Ökonomische, inhaltliche und organisatori- sche Unterstützung der Projektverantwort- lichen in Georgien durch Schweizer Exper- tinnen und Experten während der dreijähri- gen Projektphase Begünstigte – Direkt: 25 Jugendliche pro Jahr (75 in der drei- jährigen Projektphase) – Indirekt: deren Familien und Freunde; Ge- samtgesellschaft Gesamtkosten Fr. 638 000 Gewünschter Beitrag Fr. 427 500 Beitrag des Kantons (einschliesslich 6,6% PBK) Fr. 427 000 18) Open Forum – Programm für zivilgesellschaftliche Initiativen und Konfliktlösung in Israel und Palästina Organisation HEKS, Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz Staat/Region Israel/Palästina: Westbank und Gaza Grundinformationen Unter dem andauernden Konflikt zwischen Israel und Palästina leiden vor allem die schwächsten Bevölkerungsgruppen wie Frauen, Jugendliche und Behinderte. Die Situation in den besetzten Gebieten scheint zunehmend aussichtslos; die Wirtschaft stagniert, die Bewegungsfreiheit der Menschen wird je länger je mehr einge- schränkt, Wohnsituation und Gesundheitsver- sorgung sind häufig schlecht. Weil die Grenze zwischen Israel und Palästina immer undurch- lässiger wird, kann fast kein Austausch mehr stattfinden, Feindbilder verhärten sich. Gewalt und Verletzung von Menschenrechten sind auf beiden Seiten an der Tagesordnung. Auch der Handlungsspielraum der Menschenrechtsorga- nisationen wird immer mehr eingeschränkt. Hauptziel Einen Ort schaffen, an dem sich israelische und palästinensische Menschenrechts-, Frauen-, Ju- gendorganisationen und andere zivilgesellschaft- liche Organisationen austauschen, ihre Erfah- rungen teilen und gemeinsame Projekte planen können
Projektinhalte – Förderung von bilateralen Projekten, die einen Beitrag zur Sensibilisierung der Bevölkerung für menschenrechtliche Fragen und zur Kon- fliktlösung leisten – Gezielte Unterstützung von Kooperationen, Koordination und Austausch zwischen den verschiedenen zivilgesellschaftlichen Orga- nisationen – Raum bieten für Arbeitsgruppen von mehre- ren zivilgesellschaftlichen Organisationen, die alternative Vorschläge zur Verbesserung der gegenwärtigen Situation etwa in Bezug auf Zugang zu Land u. Ä. erarbeiten Begünstigte 6000 Personen aus benachteiligten Gruppen Gesamtkosten Fr. 2 200 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 19) Entwicklung von Massnahmen zur Sanierung und zum Management von Pestizidaltlasten sowie Gesundheitsverbesserung für die bedrohte Bevölkerung in Kirgistan und Tadschikistan Organisation Green Cross Schweiz Staat/Region Kirgistan: Kukolapash in der Region Osh Tadschikistan: Kanibadam in der Region Sughd, Oykamar und Kumshangir in der Region Chat- lon Grundinformationen In Zentralasien finden sich noch grosse Menge Pestizidaltlasten aus den 1950er- und 1960er- Jahren. Unsachgerechte Entsorgung und ver- fallende Pestizidlager führen dazu, dass austre- tende Gifte in Wasser und Böden eindringen und von dort in die Nahrungskette und das Trink- wasser gelangen. Vergiftungen, Krebs, Unfrucht- barkeit und Entwicklungsstörungen bei Kin- dern sind die schwerwiegenden Folgen für die lokale Bevölkerung. Zudem bauen sich die schäd- lichen Pestizide in der Umwelt kaum ab und können daher durch Wind und Wasser über grosse Distanzen verbreitet werden. Während sich die lokale Bevölkerung der Gefahr kaum bewusst ist, kennen die Regierungen die Gefahr
für Gesundheit, Wirtschaft und Umwelt, die von Pestizidaltlasten ausgeht, teilweise. Wegen der desolaten wirtschaftlichen Situation und man- gelnden Knowhows ist es den Behörden aber nicht möglich, geeignete Massnahmen zu ergrei- fen, um die Bevölkerung wirksam zu schützen. Hauptziel Nachhaltige Verbesserung des Gesundheitszu- standes der lokalen Bevölkerung sowie Schutz vor Risiken durch Pestizidaltlasten mittels an- gemessener Sicherung der Deponien gegen die Ausbreitung von Schadstoffen und durch Sen- sibilisierungskampagnen Projektinhalte – Durchführung von Informationsworkshops für die betroffene Bevölkerung – Erhebung bereits bestehender staatlicher Me- chanismen – Nationale Sensibilisierungskampagnen, u. a. zum Thema Erste-Hilfe-Massnahmen bei Pestizidvergiftungen – Detaillierte Untersuchung der Pestizidaltlas- ten – Verhinderung weiterer landwirtschaftlicher Tätigkeiten in kontaminierten Gebieten durch Absperrungen, Umzäunungen und Abde- ckungen – Medizinische Untersuchung und Behand- lung der von Pestizidaltlasten besonders be- troffenen Bevölkerung in Kumshangir Begünstigte – 100 000 Personen, die in unmittelbarer Nähe von Pestizidaltlasten wohnen – Ländliche Bevölkerung in der gesamten Re- gion Gesamtkosten Fr. 823 728 Gewünschter Beitrag Fr. 300 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9% PBK) Fr. 113 000
20) Unterstützung beim Wiederaufbau erdbebenbeschädigter Häuser im ländlichen Distrikt Ramechhap, Nepal Organisation Medair Staat/Region Nepal: Distrikt Ramechhap Grundinformationen Die Erdbeben im April und Mai 2015 führten zum Tod von fast 9000 Menschen und machten 600 000 obdachlos. Der gebirgige Distrikt Ra- mechhap im Osten Nepals gehörte zu jenen ländlichen Gebieten, die am stärksten von den Erdbeben betroffen waren. Über 90% aller Häu- ser im Distrikt wurden zerstört oder unbewohn- bar gemacht. Aufgrund seiner geografisch iso- lierten Lage sind im Gebiet jedoch nur wenige Hilfsorganisationen aktiv. Häufig auftretende Erdrutsche und Überschwemmungen gefähr- den die Bevölkerung zusätzlich, weshalb sich der Distrikt nur langsam von den verheerenden Folgen der Erdbeben erholen kann. Hauptziel Verkleinerung der Krankheits- und Sterblich- keitsraten der erdbebenbetroffenen Gemein- schaften durch die Bereitstellung von erdbe- bensicheren Häusern, sanitären Anlagen sowie durch Hygieneförderung Projektinhalte – Hilfe bei der Trümmerbeseitigung und dem Bau erdbebensichererer Unterkünfte für be- dürftige Haushalte – Auffrischungskurse für lokale Baufachkräfte – Schulungen für den sicheren Hausbau – Finanzielle und technische Unterstützung bei der Verbesserung bzw. dem Neubau sani- tärer Anlagen – Schulungen zu Bau und adäquater Nutzung von Latrinen, einschliesslich Vermittlung von Hygienestandards Begünstigte 2382 Hilfeempfängerinnen und Hilfeempfänger Hinweis Beim vorliegenden Projekt handelt es sich um die
2. Phase eines zweijährigen, gestarteten Projekts. Gesamtkosten Fr. 1 100 153 Gewünschter Beitrag Fr. 250 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000
21) Praktische Berufsbildung ermöglicht jungen Menschen den Einstieg ins Arbeitsleben Organisation Swisscontact Staat/Region Nepal: 6 Distrikte Grundinformationen Seit Kriegsende im Jahr 2006 befindet sich Ne- pal in einem komplexen Prozess der Friedens- sicherung und des zivilen Wiederaufbaus. Die schwierige staatliche Neuordnung hemmt die Entwicklung und die Erdbeben von 2015 haben das Land zusätzlich zurückgeworfen. Eine der grössten Herausforderungen für Nepal ist die hohe Arbeitslosen- und Unterbeschäftigungs- quote bei jungen Frauen und Männern. Ursache dafür ist u. a. das ungenügende und nicht markt- orientierte Ausbildungsangebot. Zudem ist das Bildungssystem auf die akademische Ausbildung ausgerichtet und vernachlässigt die Berufsbil- dung der einkommensschwachen Bevölkerung. Hauptziel Verringerung der hohen Arbeitslosigkeit jun- ger nepalesischer Menschen durch Zugang zu einer marktorientierten, qualitativ guten Be- rufsausbildung Projektinhalte – Evaluation und Auswahl geeigneter Ausbil- dungspartnerinnen und -partner sowie Schu- lung von Trainerinnen und Trainern und Er- arbeitung von geeignetem Schulungsmaterial – Informationsworkshops und Training für aus- gewählte junge Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer – Berufsausbildung für arbeitslose Jugendli- che: Unterstützung qualitativ guter und markt- orientierter Aus- und Weiterbildungsinstitu- tionen – Beratung von Jugendlichen über Berufsbil- dungsmöglichkeiten – Berufliche Weiterbildung für niedrig quali- fizierte Arbeitskräfte Begünstigte – 1020 arbeitslose bzw. unterbeschäftigte junge Frauen und Männer – 35 Trainerinnen und Trainer – 210 Mitarbeitende von Partnerorganisationen
Gesamtkosten Fr. 595 650 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000
2.3 Projekte in Lateinamerika (Projekte Nrn. 22–24) 22) Schutz und Zukunftsperspektive für Mädchen, die einem Leben auf der Strasse ausgesetzt sind Organisation Caritas Schweiz Staat/Region Bolivien: El Alto Grundinformationen In der an La Paz angrenzenden Stadt El Alto leben rund 70% der Bevölkerung unter der Ar- mutsgrenze. Gemäss staatlichen Angaben sind 90% der in der Stadt lebenden Frauen Opfer von Gewalterlebnissen. Die Gewaltproblematik führt zu einer Reihe weiterer sozialer Probleme wie beispielsweise Drogenmissbrauch, asoziales Verhalten, Teenager-Schwangerschaften und Menschenhandel. Den acht 2016 geschaffenen Rechtsschutzstellen für Kinder und Jugendli- che werden täglich rund 60 Fälle von minder- jährigen Gewaltopfern zugetragen. Wegen Per- sonalmangels können die Anlaufstellen jedoch den meisten dieser Gewaltopfer nicht helfen. Hauptziel Beitrag zur Prävention sowie zur Verminderung von Risikosituationen bzw. Gewalt und Margi- nalisierung von Mädchen und jungen Frauen in der Stadt El Alto Projektinhalte – Umfassende Betreuung für Mädchen und junge Frauen, die Opfer von Gewalt gewor- den sind und auf der Strasse leben oder Ge- fahr laufen, auf der Strasse leben zu müssen – Gezielte Weiterbildung der staatlichen Rechts- schutzstellen – Schaffung von Anlauf- und Beratungsstel- len zur Gewaltprävention und Risikominde- rung in vier Schulen in städtischen Aussen- bezirken – Umsetzung von koordinierten und miteinan- der verknüpften Massnahmen zugunsten von Gewaltopfern – Durchführung von Sensibilisierungsaktionen in Öffentlichkeit und Politik
Begünstigte – 1080 Mädchen und junge Frauen – 1800 Familienmitglieder dieser Mädchen – 6000 Schülerinnen und Schüler – 10 000 Lehrpersonen, Eltern und Bewohne- rinnen und Bewohner der Stadtbezirke Gesamtkosten Fr. 704 061 Gewünschter Beitrag Fr. 150 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 9,9% PBK) Fr. 100 000 23) Paza la Paz – Ein Schritt zum Frieden Organisation Horyzon Staat/Region Kolumbien: Armenia, Armero-Guayabal, Bo- gotá, Bucaramanga, Cali, Medellín, Pereira Grundinformationen Seit über 50 Jahren leidet Kolumbien an inter- nen Konflikten zwischen Regierungskräften, Paramilitärs, Guerillas und kriminellen Orga- nisationen. Viele Menschen verloren dabei ihr Leben oder mussten fliehen. Die Vertriebenen sammeln sich um die grossen Städte in Armen- vierteln, wo es insbesondere den Jugendlichen an Perspektiven fehlt. Die dort herrschende Armut, mangelnde Arbeits- und Ausbildungs- plätze, Kriminalität, schlechte Gesundheitsbe- dingungen und der Ausschluss aus politischen Prozessen führen dazu, dass sich junge Men- schen bewaffneten Gruppierungen anschlies- sen. In jüngster Zeit kam es zwar zu Friedens- verhandlungen zwischen der kolumbianischen Regierung und mehreren grossen Guerilla- gruppen. Die mögliche Auflösung dieser Gue- rillagruppen bringt aber die mehrheitlich jungen Mitglieder dieser Gruppierungen dazu, alterna- tive Lebensentwürfe zu suchen. Fehlen Alter- nativen, besteht die Gefahr, dass sich die ehe- maligen Guerilleros zu neuen kriminellen Ver- einigungen zusammenschliessen. Hauptziel Schutz sozial und wirtschaftlich benachteilig- ter Jugendlicher vor Zwangsrekrutierung oder freiwilligem Beitritt zu einer bewaffneten Gruppierung bei gleichzeitiger Stärkung frie- densfördernder Kompetenzen
Projektinhalte – Ausbildung von Jugendlichen u. a. zum Thema «friedliches Zusammenleben» und «Jugend- partizipation in der Gesellschaft» – Ausbildung von Mediatorinnen und Media- toren – Bilden von Jugendgruppen mit regelmässigen Aktivitäten – Durchführung einer unternehmerischen Aus- bildung und Betreuung von ausgewählten unternehmerischen Initiativen – Stärkung der Kompetenzen der Partnerorga- nisation u. a. durch Weiterbildungen zum Thema Gendergleichberechtigung Begünstigte – 1500 am Programm teilnehmende Jugendli- che und junge Erwachsene zwischen 14 und 28 Jahren – 10 000 indirekt vom Programm begünstigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene Gesamtkosten Fr. 517 000 Gewünschter Beitrag Fr. 100 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 24) Faire Arbeit für Landarbeiterinnen und Landarbeiter und Strassenhändlerinnen und Strassenhändler Organisation Solidar Suisse Staat/Region Nicaragua: 13 Departemente und die autono- men Regionen Nord und Süd Grundinformationen Landarbeiterinnen und Landarbeiter sowie «Arbeitende auf eigene Rechnung» gehören zu den wirtschaftlich schwächsten Gruppen in Nica- ragua, machen jedoch rund 65% der Werktäti- gen aus. Ihre grössten Probleme sind fehlende soziale Absicherung, nicht vorhandener Schutz am Arbeitsplatz sowie mangelnde Ausbildung und Anerkennung der Qualität ihrer Arbeit. Die Landarbeiter-Gewerkschaft (ATC) und die Gewerkschaft der Arbeiter auf eigene Rech- nung (CICP) setzen sich seit Jahren für höhere Mindestlöhne, bessere Arbeitsbedingungen und Zugang zu Sozialversicherungen ein. Unter an- derem hat die ATC dafür zehn Rechtsbera- tungsstellen geschaffen, die jährlich 15 000 bis
20 000 Menschen beraten. Obwohl sie immer wie- der Teilerfolge erzielen, stehen die Gewerkschaf- ten weiterhin vor grossen Herausforderungen, u. a. aufgrund der immer stärker werdenden Grossunternehmer-Lobby. Hauptziel Dauerhafte Verbesserung von Arbeitsbedingun- gen und Einkommen sowie Schaffung würdi- ger und fairer Arbeitsmöglichkeiten Projektinhalte – Finanzielle Unterstützung der zehn gewerk- schaftlichen Rechtsberatungsstellen der ATC – Unterstützung von Radioprogrammen des Gewerkschaftsdachverbandes, die über Ar beitsrechtsverletzungen und Rechte infor- mieren – Unterstützung der Gewerkschaften in Sozial- dialog, Bildung von Allianzen und Lobby- arbeit – Beitrag zur Arbeitsmarktförderung dank eines Kleinkreditfonds, Berufsmessen, Dia- logforen und beruflicher Weiterbildungen – Förderung von Massnahmen, um die Eigen- finanzierung der Partner zu verbessern Begünstigte – 50 000 Landarbeiterinnen und Landarbeiter – 53 Mitarbeitende der ATC (darunter 33 Mit- arbeitende der Rechtsberatungsbüros) – 7040 Aus- und Weiterbildungsteilnehmende – 340 Kleinkreditempfängerinnen und -emp- fänger – Rund 90 000 Gewerkschaftsmitglieder Gesamtkosten Fr. 1 189 491 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000
2.4 Projekte in (Süd-)Osteuropa (Projekte Nrn. 25–27) 25) «A real man never hurts a woman»: Gewaltberatung für Männer und Jungen in Albanien Organisation Iamaneh Schweiz Staat/Region Albanien: Tirana Grundinformationen In Albanien werden Frauen häufig Opfer häus- licher Gewalt. Viele tragen schwere Verletzun- gen davon und regelmässig sterben Frauen an den Folgen häuslicher Gewalt. Da in ländlichen Ge- bieten das Bewusstsein für die Gewaltproblema- tik geringer ist und Hilfsangebote dünner gesät sind, ist häusliche Gewalt dort stärker verbrei- tet als in urbanen Gegenden. Zwar hat sich die albanische Regierung die Verringerung ge- schlechtsspezifischer Gewalt zur Aufgabe ge- macht, bisher aber noch kaum finanzielle Mittel dafür aufgewendet. Hauptziel Verringerung von wiederholten Handlungen von häuslicher Gewalt durch Arbeit mit Tätern auf nationaler Ebene Projektinhalte – Weiterbildung von Gewaltberaterinnen und -beratern durch Schweizer Expertinnen und Experten in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerinnen und Partnern – Weiterbildungen für Richterinnen und Rich- ter, Polizei, Bewährungsdienste und Gefäng- nispersonal – Identifikation von Gesetzeslücken durch Ex- pertinnen und Experten und darauf beru- hende Verbesserungsvorschläge – Bewusstseinsbildung durch Trainings für Schulpsychologinnen und -psychologen, durch Fernseh- und Radiospots sowie durch Work- shops für Jugendliche Begünstigte – Rund 220 Täter im Bereich häuslicher und genderbasierter Gewalt – 12 Gewaltberaterinnen und -berater – 214 Polizeibeamtinnen und -beamte, Staats- anwältinnen und Staatsanwälte, Opferanwäl- tinnen und -anwälte, Richterinnen und Rich- ter, Sozialarbeiterinnen und -arbeiter sowie Schulpsychologinnen und -psychologen
– 4950 Jungen und Mädchen, die an den Akti- vitäten teilnehmen – 600 000 Menschen, die über die Medien er- reicht werden – Von häuslicher Gewalt betroffene Frauen Gesamtkosten Fr. 307 921 Gewünschter Beitrag Fr. 120 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 100 000 26) Moja Budocnost (Meine Zukunft) – Ein Bildungs- und Arbeits- marktaufbauprojekt in Bosnien und Herzegowina Organisation Helvetas Swiss Intercooperation Staat/Region Bosnien und Herzegowina: Trebinje, Konjic, Mostar, Siroki Brijeg Grundinformationen Von der Finanzkrise 2008/2009 hat sich Bosnien und Herzegowina wirtschaftlich noch nicht er- holt. Das Bruttoinlandprodukt liegt noch heute unter dem Wert von 2008. Die Voraussetzungen für Unternehmensgründungen sind schlecht, was Investitionen aus dem In- und Ausland er- schwert. Die schwache bosnische Wirtschaft schafft nur wenige Arbeitsplätze, weshalb viele Bosnierinnen und Bosnier arbeitslos sind. Ins- besondere die Jugendarbeitslosigkeit ist mit 62,8% enorm hoch. Gleichzeitig finden Unter- nehmen kaum gut ausgebildete Arbeitskräfte, weil die Schule die Jugendlichen nur unzurei- chend auf die Arbeitswelt vorbereitet. Die staat- lichen Arbeitsvermittlungen wiederum sind auf- grund fehlender fachlicher Kompetenzen und beschränkter finanzieller Mittel kaum in der Lage, arbeitslose Jugendliche ausreichend zu be- treuen. Eine grosse Zahl junger, gut ausgebil- deter Bosnierinnen und Bosnier wandert des- wegen aus. Diese Talentabwanderung verstärkt die wirtschaftlich prekäre Situation des Landes zusätzlich. Hauptziel Wirtschaftliche Möglichkeiten für Familien und Jugendliche verbessern durch praxisbezogene berufliche Bildungsangebote, Investitionen des Privatsektors und verbesserte öffentliche Dienst- leistungen
Projektinhalte – Schaffung von Erwerbsmöglichkeiten durch Vernetzung von Dienstleistungsanbietern und Unternehmern unter Einbindung der Dias- pora – Entwicklung von auf den Arbeitsmarkt aus- gerichteten Berufsbildungsangeboten für Ju- gendliche und junge Erwachsene ohne Arbeit bzw. festes Einkommen – Schulung bestehender Ausbildungsanbieter sowie öffentlicher und privater Dienstleis- tungsanbieter – Schaffung eines unternehmens- und investi- tionsfreundlichen Wirtschaftsklimas durch Förderung der Zusammenarbeit von Gemein- den, Unternehmen und Ausbildungsanbie- tern – Zusammenarbeit mit lokalen Behörden Begünstigte – 200 000 Personen, hauptsächlich Jugendliche und junge Erwachsene, in ländlichen Regio- nen und urbanen Gemeinden Gesamtkosten Fr. 519 943 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 113 000 27) PEACOCK – Peace through Cooperation, Competences and Knowledge in Macedonia and Kosovo Dieses Projekt wurde als Schwerpunktvorhaben definiert. Organisation Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) Staat/Region Mazedonien/Kosovo Grundinformationen Die Bildungssysteme Mazedoniens und des Ko- sovo sind aufgrund der jungen Geschichte der beiden Länder stark geprägt von den nach wie vor instabilen politischen, ökonomischen und nicht gelösten interethnischen Verhältnissen. Die schwache ökonomische Situation, verbun- den mit einer sehr hohen Arbeitslosigkeit, führt dazu, dass von staatlicher Seite nur wenige Mit- tel in die Bildung fliessen. Bildungsinitiativen und Unterrichtsprogramme, die zu einer Förderung
des friedlichen Zusammenlebens und den ent- sprechenden Kompetenzen beitragen sollen, sind in beiden Ländern daher weniger von staatlicher Seite getragen, sondern werden vor allem von Nichtregierungsorganisationen unterstützt. Hauptziel Förderung des friedlichen Zusammenlebens ver- schiedener ethnischer Gruppen in Schule und Bil- dung durch ein gezieltes Unterrichtsprogramm, das u. a. überfachliche Kompetenzen vermittelt Projektinhalte – Aus- und Weiterbildung für (angehende) Lehrpersonen in Methodik und Didaktik eines neu entwickelten Unterrichtprogram- mes u. a. zur Förderung verschiedener über- fachlicher Kompetenzen; Adaption und Ver- ankerung dieses Unterrichtsprogrammes in Weiterbildungsinstitutionen – Aktive Einbindung der Dozierenden in die Umsetzung des neuen Unterrichtsprogram- mes in den Ausbildungsinstitutionen – Aktive Einbindung von Nichtregierungsorga- nisationen in die Umsetzung des neuen Un terrichtsprogrammes – Teilnahme von Schülerinnen und Schülern am neuen Unterrichtsprogramm Begünstigte – Direkt: 900 (angehende) Lehrpersonen, 40 Do- zierende, 15 000 Schülerinnen und Schüler, – Indirekt: Behörden und Gemeinschaften, Eltern Gesamtkosten Fr. 606 800 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Beitrag des Kantons (einschliesslich 10% PBK) Fr. 500 000
3. Übersichtstabellen
3.1 Beiträge zugunsten der einzelnen Organisationen Organisation Projekt Nr. Staat(-en) Beitrag in Franken ADES 5 Madagaskar 113 000 Biovision 3 Kenia 113 000 Brücke – Le Pont 1 Benin, Togo 113 000 Caritas 22 Bolivien 100 000 Fastenopfer 10 Senegal 100 000 Green Cross Schweiz 19 Kirgistan, Tadschikistan 113 000 GVZ und Kantonspolizei 16 Bhutan 500 000 HEKS 18 Israel/Palästina 113 000 Helvetas 26 Bosnien und Herzegowina 113 000 Horyzon 23 Kolumbien 100 000 Iamaneh 25 Albanien 100 000 IKRK 2 Kamerun 100 000 Interteam 9 Namibia 100 000 Medair 20 Nepal 100 000 Mission am Nil 12 Tansania 113 000 International Nouvelle Planète 11 Senegal 100 000 Pädagogische Hoch- 27 Kosovo, Mazedonien 500 000 schule Zürich (PHZH) Save the Children 15 Armenien 113 000 Solidar Suisse 24 Nicaragua 113 000 Solidarität Dritte Welt 4 Kenia, Sambia 113 000 (SDW) SolidarMed 13 Tansania 100 000 Swisscontact 21 Nepal 113 000 TearFund Schweiz 7 Malawi 113 000 Terre des hommes 8 Mali 100 000 Kinderhilfe (Tdh) Terre des hommes 14 Zimbabwe 100 000 Schweiz VEBO 17 Georgien 427 000 WWF Schweiz 6 Madagaskar 113 000 Total 3 996 000
3.2 Übersicht zum Engagement in den einzelnen Staaten Kontinent/Staat Projekt-Nr. Betrag Totalbetrag Total pro Projekt pro Land pro Kontinent in Franken in Franken in Franken Afrika Benin/Togo 1 113 000 113 000 Kamerun 2 100 000 100 000 Kenia 3 113 000 113 000 Kenia/Sambia 4 113 000 113 000 Madagaskar 5 113 000 6 113 000 226 000 Malawi 7 113 000 113 000 Mali 8 100 000 100 000 Namibia 9 100 000 100 000 Senegal 10 100 000 11 100 000 200 000 Tansania 12 113 000 13 100 000 213 000 Zimbabwe 14 100 000 100 000 Afrika total 1 491 000 Asien Armenien 15 113 000 113 000 Bhutan 16 500 000 500 000 Georgien 17 427 000 427 000 Israel/Palästina 18 113 000 113 000 Kirgistan/Tadschikistan 19 113 000 113 000 Nepal 20 100 000 21 113 000 213 000 Asien total 1 479 000 Lateinamerika Bolivien 22 100 000 100 000 Kolumbien 23 100 000 100 000 Nicaragua 24 113 000 113 000 Lateinamerika total 313 000 Europa Albanien 25 100 000 100 000 Bosnien-Herzegowina 26 113 000 113 000 Kosovo/Mazedonien 27 500 000 500 000 Europa total 713 000 Total 3 996 000
3.3 Übersicht zu den Projektinhalten Ein Grossteil der berücksichtigten Projekte ist mehreren Sachberei- chen zuzuordnen. Deshalb enthält die folgende Übersicht, welche die Schwerpunkte des jeweiligen Projekts wiedergibt, auch Mehrfachnen- nungen: Bereiche Projekte Land-, Wald-, Wasserwirtschaft 1, 3, 5, 6, 10, 11, 12, 19 Ernährung, Umwelt 1, 3, 5, 6, 7, 10, 11, 12, 15, 19 Kleinunternehmen, Einkommensförderung 1, 3, 4, 5, 6, 10, 11, 12, 21, 23, 24, 25, 26, 27 Sozialpolitik, Verwaltung 16, 22, 23, 24, 25, 26 Gesundheit 1, 2, 3, 5, 7, 8, 10, 13, 14, 15, 16, 17, 19, 20, 22, 23, 25, 27 Frauenförderung 1, 3, 4, 5, 9, 10, 11, 12, 13, 18, 19, 20, 22, 23, 24, 25, 26, 27 (Berufs-)Bildung, Förderung von Kindern 1, 2, 3, 4, 5, 6, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, und Jugendlichen 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27
Dispositiv
Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgenden Organisationen EZA- Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 4980 3636 3 00000): Organisation in Franken – ADES 113 000 – Biovision 113 000 – Brücke – Le Pont 113 000 – Caritas 100 000 – Fastenopfer 100 000 – Green Cross Schweiz 113 000 – GVZ und Kantonspolizei 500 000 – HEKS 113 000 – Helvetas 113 000 – Horyzon 100 000 – Iamaneh 100 000 – Interteam 100 000 – IKRK 100 000 – Medair 100 000 – Mission am Nil International 113 000 – Nouvelle Planète 100 000 – Pädagogische Hochschule Zürich (PHZH) 500 000 – Save the Children 113 000
Organisation in Franken – Solidar Suisse 113 000 – Solidarität Dritte Welt (SDW) 113 000 – SolidarMed 100 000 – Swisscontact 113 000 – TearFund Schweiz 113 000 – Terre des hommes Kinderhilfe (Tdh) 100 000 – Terre des hommes Schweiz 100 000 – VEBO 427 000 – WWF Schweiz 113 000 Total 3 996 000
II. Die Beitragsempfängerinnen und -empfänger verpflichten sich, die bei den einzelnen Projekten aufgeführten Auflagen einzuhalten.
III. Die Beitragsempfängerinnen und -empfänger verpflichten sich zudem, geeignete Massnahmen zur Verhinderung einer Zweckentfrem- dung der Mittel, insbesondere durch Korruption, Annahme von unrecht- mässigen Leistungen zwecks Erzielens von Vorteilen oder den Rück- fluss von Teilen einer vertraglichen Zahlung («Kick-back»), zu treffen.
IV. Der Lotteriefonds darf sich nicht an der Überfinanzierung eines Vorhabens beteiligen. Sind die Kosten eines Projekts geringer als die Beiträge, die eine Organisation für die Durchführung eines Vorhabens erhalten hat, bzw. resultiert aus den finanziellen Zuwendungen zugunsten eines Projekts ein Gewinn bzw. eine Überfinanzierung, wird der Lotte- riefonds eine anteilmässige Rückvergütung verlangen.
V. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates, die Finanzkom- mission des Kantonsrates sowie an die Finanzdirektion.
Vor dem Regierungsrat Die Staatsschreiberin:
Kathrin Arioli