Lexipedia

Decision

RRB Nr. 847/2016

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2016, 3. Serie

7 da settember 2016German24 min

Source zh.ch

Lotteriefonds, Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2016, 3. Serie

Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich Sitzung vom 7. September 2016

847. Lotteriefonds des Kantons Zürich (Allgemeine Fondsmittel, Beiträge 2016, 3. Serie) Gemäss § 61 Abs. 3 des Gesetzes über Controlling und Rechnungslegung kann der Regierungsrat in eigener Zuständigkeit aus den allgemeinen Mitteln des Lotteriefonds pro Jahr Beiträge bis 20 Mio. Franken bewilli- gen. Der einzelne Beitrag darf dabei Fr. 500 000 nicht übersteigen. Zulasten der Quote 2016 wurden bis anhin Beiträge im Betrag von Fr. 4 820 700 bewilligt. Da mit RRB Nr. 1503/2007 zugunsten der Staats- kanzlei (Konto «Staatsbeiträge an Kongresse, Veranstaltungen usw.») jähr- lich ein Beitrag von Fr. 200 000 geleistet wird, stehen dem Regierungsrat zulasten der Quote 2016 somit insgesamt noch Fr. 14 979 300 zur Verfü- gung. Die Finanzdirektion beantragt im Einvernehmen mit den zuständigen Fachdirektionen im Rahmen einer 3. Serie 2016 die folgenden Beitrags- leistungen aus dem Lotteriefonds:

1. Ausstattung Tanzhaus Zürich Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Tanzhaus Zürich: Der Verein besteht seit Organisation 1996. Er bezweckt den Betrieb eines Tanzhau- ses in Zürich. Ausgangslage Seit seiner Eröffnung vor rund 20 Jahren hat sich das Tanzhaus Zürich den Ruf eines Kom- petenzzentrums (Entwicklungs- und Produk- tionsstätte) für den zeitgenössischen Tanz im Kanton Zürich und der umliegenden Region er- arbeitet. Durch einen Brand im Oktober 2012 wurde das damalige Tanzhaus vollständig zer- stört. Dadurch verlor der Verein nicht nur seine Arbeitsräume, sondern auch die gesamte büh- nentechnische Ausstattung. Die Stadt Zürich plant anstelle des ehemaligen Tanzhauses einen Ersatzneubau, der künftig ausschliesslich dem Verein Tanzhaus zur Verfügung gestellt werden soll. Geplant ist ein rund 55 m langer, zweige- schossiger Baukörper, der die Hauptbühne mit Zuschauertribüne, Büros, Probe- und Produk- tionsräumen, Garderoben und Toiletten aufneh-

men wird. Diesem Baukörper vorgelagert ist ein Foyer mit Cafeteria. Die Kosten für den Bau betragen voraussichtlich rund 14 Mio. Fran- ken. Die Gebäudeversicherung leistet einen Bei- trag von 3,5 Mio. Franken, den Restbetrag von 10,5 Mio. Franken übernimmt die Stadt Zürich. Projektziel Wiederanschaffung der veranstaltungstechni- schen Einrichtungen Projektbeschrieb Die veranstaltungstechnischen Einrichtungen umfassen neben der fest eingebauten Ausstat- tung (Beleuchtung, Bühnentechnik, Stark- strom, Netzwerk, Schnürboden usw., Kosten Fr. 508 798) die mobile Ausstattung (Beleuch- tung, Bühnentechnik, Tontechnik, Werkstatt- material, Arbeits- und Transporthilfe, Kosten Fr. 722 000). Kosten für veranstaltungstechnische Fr. 1 230 798 Einrichtungen Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Stadt übernimmt einen Kostenanteil von Fr. 382 789 (neben den 10,5 Mio. Franken für den Bau). Der Verein hat (über Eigenleistung und durch zu sammelnde Zuwendungen) insgesamt Fr. 848 009 zur Deckung der Kosten für die ver- anstaltungstechnischen Einrichtungen beizutra- gen. Seine Eigenleistung beträgt Fr. 48 000. Von Stiftungen und Privaten erwartet er einen Bei- trag von insgesamt Fr. 300 009. Der offene Rest- betrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Hinweis zum Betrieb Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern unterstützt das Tanzhaus mit einem jährlichen Betriebsbeitrag von Fr. 50 000. Die Stadt Zürich subventioniert das Tanzhaus mit jährlich Fr. 600 000 (vor allem Übernahme der Mietkosten). Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Einrichtungen sind notwendig, um einen zeitgemässen und professionellen Betrieb eines Tanzhauses ge- währleisten zu können.

Gelingt es dem Verein Tanzhaus nicht, seinen Kostenanteil zu decken, würde sich die Stadt zwar zusätzlich an den veranstaltungstechni- schen Investitionen beteiligen, die Mehrkosten jedoch auf die Mietkosten übertragen. Für den Verein ist es von grossem Interesse, dass seine Mietaufwendungen nicht steigen. Aufgrund des grossen Engagements der Stadt Zürich ist es gerechtfertigt, dass der Kanton sich bei den ver- anstaltungstechnischen Investitionen mit einem Beitrag von Fr. 500 000 beteiligt. Bewilligter Beitrag Fr. 500 000

2. Neustart Aktionshalle Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Interessengemeinschaft Rote Fabrik (IG Organisation Rote Fabrik): Der Verein besteht seit 1984. Er bezweckt den Erhalt und die Gesamtnutzung der Liegenschaft Rote Fabrik für alle Bevöl- kerungsschichten und Altersgruppen für Kul- tur, Bildung, soziale Aufgaben und Freizeit. Die Stadt Zürich unterstützt den Betrieb mit jährlich rund 2,5 Mio. Franken. Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern leistet Projektbeiträge für einzelne Veranstal- tungen. Ausgangslage In den über 30 Jahren ihres Bestehens hat sich die Rote Fabrik zu einem vielseitigen Kultur- zentrum mit durchschnittlich 400 Veranstaltun- gen pro Jahr entwickelt. Nach einem Brand 2012 wurden verschiedene Veranstaltungsräume vo- rübergehend unbrauchbar, die grosse Aktions- halle ist bis heute nur eingeschränkt benutzbar. Mit dem Projekt «Neustart Aktionshalle» will die IG die Halle neu einrichten und bühnen- wie sicherheitstechnisch auf einen zeitgemäs- sen Stand bringen. Projektziel Instandsetzung der Aktionshalle, damit die Ka- pazität der Halle von 1300 Personen wieder ge- nutzt werden kann.

Projektinhalt Im Rahmen des Neustarts erfolgen bauliche Anpassungen in der Aktionshalle (Kosten: Fr. 2 106 000), diese werden aber weitgehend von der Stadt Zürich finanziert. Vorgesehen sind zu- dem ein neues Tribünensystem mit neuer Be- stuhlung (Kosten: Fr. 273 000), die umfassende Erneuerung der Licht- und Tontechnik (Kosten: Fr. 436 000), hinzu kommen die Anschaffung einer zusätzlichen Putzmaschine (Fr. 15 000) sowie eine Überarbeitung der Website mit neu einem mobilen Zugang mittels Smartphone (Kosten: Fr. 90 500). Kosten Fr. 2 920 500 Gewünschter Beitrag Fr. 488 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 259 500. Von der Stadt Zürich ist ein Beitrag von Fr. 2 173 000 zu- gesichert. Die offenen Restkosten sollen durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht zum Teil den Richtli- nien des Lotteriefonds. Das Projekt «Neustart Aktionshalle» ist sorgfältig ausgearbeitet und gut dokumentiert. Die vorgesehenen Mass- nahmen sind zweckmässig und die dafür ver- anschlagten Kosten plausibel. Allerdings sind nicht alle Module des Projektes von gleicher Dringlichkeit. Unerlässlich für den Betrieb sind die Anschaffung eines flexiblen Tribünensys- tems und die Erneuerung der Licht- und Ton- technik. Andere Projektteile sind nicht unmit- telbar betriebsnotwendig oder sind dem ge- wöhnlichen Geschäftsgang zuzuordnen. Eine Kürzung des nachgesuchten Beitrags ist des- halb gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 370 000

3. Anschaffungen und Umbauten Bereiche Kultur/Bildung Gesuchstellende Verein Zirkus Chnopf: Der Verein besteht seit Organisation 1992. Er betreibt den gleichnamigen Zirkus, der als sparten- und generationenübergreifendes Projekt talentierten Jugendlichen unter profes- sioneller Leitung ein ganzjähriges Kulturange- bot und die Möglichkeit zur Teilnahme an einer

Tournee bietet. Die Fachstelle Kultur der Di- rektion der Justiz und des Innern unterstützt den Zirkus seit 2014 mit einem jährlichen Be- triebsbeitrag von Fr. 25 000. Ausgangslage Der Zirkus zeigt jährlich in mehreren Schwei- zer Städten und in Gemeinden des Kantons rund 50 Vorstellungen. Seit 2013 verfügt er in Zürich-Altstetten auf einem ehemaligen In- dustrieareal über ein Winterquartier, das ihm von der Stadt Zürich zur Verfügung gestellt wurde. Eine grosse Halle auf diesem Areal bie- tet die Möglichkeit zu proben und Theater so- wie Musikveranstaltungen durchzuführen. Im Gegensatz zu den Tournee-Auftritten kommen die Aktivitäten im Winterquartier fast aus- schliesslich der Zürcher Bevölkerung zugute. Projektziel Die Arbeitsbedingungen für eigene Produk- tionen sollen verbessert und das Winterquar- tier soll als kultureller Treffpunkt aufgewertet werden. Projektinhalt Der Zirkus benötigt einen neuen Wohnwagen als Unterkunft der Jugendlichen auf Tournee. Zudem ist eine Renovation des Bühnenwagens fällig. Im Winterquartier soll der Proberaum eine energieeffiziente Pelletheizung erhalten, für den Aufenthaltsraum und die Küche sind mehrere kleinere Anpassungen vorgesehen. Hinzu kommt die Erneuerung von veraltetem Trainingsmaterial (Sicherungsseile, Aufhän- gungen). Kosten Fr. 157 500 Gewünschter Beitrag Fr. 50 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 7500. Die Stadt Zürich beteiligt sich mit Fr. 20 000 am Projekt. Von Stiftungen und Privaten werden Fr. 80 000 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Massnahmen sind notwendig, um einen zweckmässigen und siche- ren Tournee- und Winterquartierbetrieb zu ge- währleisten. Für das Material wie auch die Aus- rüstung im Bereich Training und Probe gelten

hohe Sicherheitsanforderungen, eine kontinu- ierliche Erneuerung ist daher gerechtfertigt. Hingegen ist eine Kürzung des nachgesuchten Beitrags angebracht, da der Zirkus zu einem Grossteil nicht im Kanton Zürich, sondern aus- serkantonal auftritt. Zudem beteiligt sich die Stadt Zürich als Standortgemeinde nur mit Fr. 20 000 am Vorhaben. Bewilligter Beitrag Fr. 40 000

4. Werkkatalog Heinrich B Bereich Kultur Gesuchstellende Immobilienamt des Kantons Zürich IMA: Das Organisation IMA vertritt den Kanton Zürich als Besitzer der Sammlung Rheinau. In Zusammenarbeit mit der Zürcher Hochschule der Künste be- müht es sich seit rund zehn Jahren, die Samm- lung Rheinau aufzuarbeiten und deren Inhalt der Öffentlichkeit zu vermitteln. Ausgangslage Nach 1900 wurde von psychiatrischen Institu- tionen damit begonnen, «Irrenkunst» zu sam- meln, so auch in der Pflegeanstalt Rheinau. Diese Sammlung der Rheinau (die einzige Sammlung von Kunst aus einer psychiatrischen Klinik, die der Kanton Zürich besitzt) befindet sich im Staatsarchiv des Kantons Zürich. Sie wurde dort nach archivarischen Regeln erschlos- sen und wird konservatorisch betreut. Von besonderer Bedeutung innerhalb der Sammlung ist das Werk des SBB-Angestellten Heinrich B. (1863–1926) aus Winterthur. Der technikbegeisterte Mann lebte von 1913 bis zu seinem Tod als unheilbar Geisteskranker in der Pflegeanstalt. Aus dieser Zeit haben sich rund 780 grossformatige Zeichnungen mit Er- läuterungen erhalten, die Heinrich B. als Er- findungen bezeichnete. Diese Zeichnungen um- fassen thematisch die Bereiche öffentlicher und privater Verkehr (Bahnen, Autos, Zeppeline, Helikopter usw.), Industrie (Aluminiumgewin- nung, Turbinen, Kraftwerke usw.) und Land- wirtschaft/Haushalt (Wasserpumpen, Dörrap-

parate, Herde, Brunnenanlagen usw.). Das Werk von Heinrich B. soll nun mit einem Werkka- talog der interessierten Öffentlichkeit gezeigt werden. Projektziel Das Werk von Heinrich B. soll vollständig ver- öffentlicht werden. Projektinhalt Der Werkkatalog «Heinrich B, 1863–1926, Er- finder» wird im Verlag Scheidegger & Spiess in einer Auflage von 1000 Exemplaren erscheinen. Das rund 190 Seiten starke Buch ist durchge- hend illustriert. An der Publikation sind unter der Leitung der Kunsthistorikerin Katrin Luch- singer mehrere Autorinnen und Autoren betei- ligt. Folgende Hauptkapitel sind vorgesehen: «Die technische Zeichnung in der Kunst um 1920», «Die Maschine als soziale Geste», «Viel Verkehr – technikgeschichtliche Einordnung der Zeichnungen» und «Industrielle Entwick- lung als Utopie». Die Publikation soll ein brei- tes Publikum ansprechen, das sich für Kunst-, Technik- oder Sozialgeschichte interessiert. Der angestrebte Verkaufspreis beträgt Fr. 49. Kosten Fr. 97 207 Hinweis Die Autorinnen- und Autorenhonorare betra- gen Fr. 40 897 und können vom Lotteriefonds nicht mitfinanziert werden. Gewünschter Beitrag Fr. 41 005 Übrige Finanzierung Das IMA leistet einen Beitrag von Fr. 31 297. Die Zürcher Hochschule der Künste übernimmt die Kosten für die Vernissage von Fr. 1000. Aus dem Verkauf wird ein Erlös von Fr. 4305 erwar- tet. Die Einnahmen seitens Dritter sind mit Fr. 19 600 budgetiert. Der Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Eine Beitragsleistung an die Druckkosten der Publikation entspricht den Richtlinien des Lot- teriefonds. Die Aufarbeitung der Rheinauer Sammlung als ein bedeutendes Kulturgut stellt einen wichtigen Beitrag für das Verständnis der Psychiatrie um 1920 dar. Die beteiligten Fach- leute verfügen über die nötigen fachlichen Kompetenzen. Allerdings ist die Höhe des ge-

wünschten Druckkostenbeitrags im Verhältnis zu den anrechenbaren Produktionskosten zu hoch. Deshalb ist eine Kürzung des nachgesuch- ten Beitrags gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 30 000 Auflagen – Dem Lotteriefonds sind gratis fünf Beleg- exemplare zuzustellen. – Die Herausgeber haben eine Zusammenar- beit mit der IG Museum Rheinau zwecks Wis- sensaustauschs anzustreben. – Die Erschliessungsdaten, die das Staatsarchiv zur Verfügung stellen kann, liegen ab Septem- ber 2016 vor. Diese Daten sind in der Publi- kation mit zu berücksichtigen.

5. Kulturraum Oberstammheim Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Hirschen-Bühne: Der Verein wurde 2016 Organisation gegründet. Er bezweckt die Einrichtung und den Betrieb eines Kulturraums (Raum mit Bühne) in der Gruppe der historischen Hirschen-Ge- bäude in Stammheim. Ausgangslage Die Gebäudegruppe besteht aus sechs einzel- nen Bauten. Gegenwärtig laufen Bestrebungen des privaten Eigentümers und der Kantonalen Denkmalpflege, die Häusergruppe, der kanto- nale Bedeutung zugemessen wird, zu einem En- semble zusammenzuführen und unter Schutz stellen zu lassen. Gleichzeitig besteht die Ab- sicht, die Häuser für Gastronomie, Hotellerie und als Pferdestallungen zu nutzen. Projektziel Erstellen und Einrichten eines ganzjährig be- spielbaren multifunktionalen Raums, der vom Verein Hirschen-Bühne für kulturelle Anlässe aller Art genutzt werden kann. Projektinhalt Es ist vorgesehen, in einer Scheune, die zum Gebäudeensemble zählt, einen Innenteil abzu- trennen und dort einen Saal mit den entspre- chenden Elektroinstallationen einzubauen, der ganzjährig bespielt werden kann. Zudem sind sanitäre Anlagen notwendig. Die baulichen In-

vestitionen im Betrag von Fr. 967 000 kommen nicht nur kulturellen Veranstaltungen zugute, sondern auch der geplanten gastronomischen Nutzung des Raumes. Hingegen dienen die An- schaffung einer Bühne, der Bestuhlung, eines Klaviers sowie der technischen Ausrüstung (Licht, Ton, Akustik) im Betrag von Fr. 140 000 weitgehend der geplanten kulturellen Mitnut- zung. Vorgesehen sind pro Jahr mindestens zwölf kulturelle sowie einige kombinierte bzw. soziokulturelle Veranstaltungen. Diesen Anläs- sen stehen rund 28 gastronomische gegenüber, sodass von einem kulturellen Nutzungsanteil des Saales von rund 30% ausgegangen werden kann. Von den Gesamtkosten von Fr. 1 107 000 entsprächen somit rund Fr. 332 000 dem Kul- turanteil. Kosten Fr. 1 107 000 Gewünschter Beitrag Fr. 200 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 140 000. Von der Gemeinde wird ein Beitrag von Fr. 50 000 er- wartet. Vorgesehen sind zudem Leistungen von Stiftungen und Privaten von Fr. 50 000. Der of- fene Restbetrag muss über den Eigentümer und Dritte beschafft werden. Hinweis In der Regel muss eine gesuchstellende Orga- nisation über einen mindestens fünfjährigen Leistungsausweis verfügen, damit eine Beitrags- leistung möglich wird. Eine Ausnahme wird dann möglich, wenn einem Vorhaben überre- gionale Bedeutung zukommt und der Kanton an der raschen Verwirklichung des Vorhabens sehr interessiert ist. Eine solche Ausnahme liegt hier vor. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds, soweit ein Kulturanteil mitfinan- ziert wird. Die vorgesehenen baulichen Mass- nahmen und Anschaffungen ermöglichen einen zweckmässigen Kulturbetrieb. Dem Vorhaben kommt beachtliche kulturpolitische Bedeutung zu. Da aber der Kulturraum durch eine gewinn- orientierte Organisation für gastronomische und

hotelnahe Anlässe mitgenutzt wird, ist eine Übernahme von Fr. 200 000 zu hoch. Ein Be- trag von Fr. 100 000 ist angebracht. Bewilligter Betrag Fr. 100 000 Auflage Alle Arbeiten sind in engem Einvernehmen mit der Kantonalen Denkmalpflege durchzu- führen.

6. Informatik-Infrastruktur Bereich Soziales Gesuchstellende Verein Zürcher Senioren- und Rentner-Ver- Organisation band ZRV: Der ZRV bezweckt die umfassende Wahrung der Interessen von Seniorinnen und Senioren. Er erfüllt diese Aufgabe, indem er in Altersfragen eine aktive Politik betreibt. Der ZRV hat letztmals mit RRB Nr. 417/2013 einen Beitrag von Fr. 400 000 aus dem Lotteriefonds erhalten. Ausgangslage Die administrativen Arbeiten des ZRV werden unentgeltlich und dezentral vor allem durch die Mitglieder des Vorstandes erledigt. Die jet- zige IT-Infrastruktur genügt den heutigen An- forderungen nicht mehr. Zudem verursacht der steigende Unterhalt zunehmend Kosten. Projektziel Aufbau einer neuen IT-Infrastruktur für eine weiterhin dezentrale Bewirtschaftung der Ad- ministrationsarbeiten (Mitgliederbetreuung, Fi- nanzen, Werbung, Verbandsführung, Kommu- nikation) Projektinhalt Die bestehende IT-Infrastruktur wird durch eine neue abgelöst (Kosten: Fr. 22 915). Gleich- zeitig möchte der ZRV ein neues Marketing- instrument entwickeln, um dadurch neue Mit- glieder gewinnen zu können (Kosten: Fr. 15 000). Kosten Fr. 37 915 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung des Vereins beträgt Fr. 17 915. Würdigung Das IT-Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds, sodass die neue IT-Infrastruktur über den Lotteriefonds mitfinanziert werden kann. Hingegen entsprechen Massnahmen zur Werbung neuer Mitglieder dem gewöhnlichen Geschäftsgang einer Institution, den der Lotte-

riefonds nicht mitfinanziert. Der ZRV muss sich jedoch auch um Beiträge von Dritten bemü- hen. Aufgrund der Tatsache, dass der ZRV erst 2013 mit einer Leistung aus dem Lotteriefonds berücksichtigt worden ist, rechtfertigt sich eine Kürzung des Beitrags für die IT-Infrastruktur auf Fr. 20 000. Die Beteiligung einer Standort- gemeinde ist obsolet, da das Vorhaben nicht gemeindegebunden ist. Bewilligter Beitrag Fr. 20 000

7. Notfallplan und Patientenverfügung für Palliative Care Bereiche Gesundheit/Soziales Gesuchstellende Verein palliative zh+sh: Der eigenständige Ver- Organisation ein besteht als Sektion von palliative.ch seit 2002. Er bezweckt den Informations- und Er- fahrungsaustausch zwischen Personen und In- stitutionen, die sich in den Kantonen Zürich und Schaffhausen für palliative Medizin, Pflege und Begleitung einsetzen, sowie die Informa- tion der Öffentlichkeit über Bedingungen und Möglichkeiten, bis zum natürlichen Tod ein wür- diges und lebenswertes Leben zu führen. Pallia- tive zh+sh ist der anerkannte Ansprechpartner für Fachwelt, Politik, Behörden, Organisationen und Öffentlichkeit. Ausgangslage Palliative Situationen sind gegeben, wenn eine nicht heilbare, voranschreitende und in abseh- barer Zeit zum Tode führende Krankheit vor- liegt. Die Patientinnen und Patienten haben neben der Verschlechterung ihres Gesundheits- zustandes zusätzlich mit akuten Komplikatio- nen und Notfallsituationen zu rechnen. Diese Akutereignisse sind oft vorhersehbar und könn- ten mit Patientinnen und Patienten im Voraus besprochen werden. Oft gibt es verschiedene Möglichkeiten der Behandlung mit jeweils un- terschiedlichen Vor- und Nachteilen sowie un- terschiedlichen Chancen und Risiken. Unter Umständen wünscht die Patientin bzw. der Pa- tient keine Lebens- oder Leidensverlängerung. In vielen Fällen ist auch bei Komplikationen eine symptomatische, lindernde Behandlung zu

Hause oder im Pflegeheim möglich, sie muss aber vorbereitet werden. Hier setzt das Pro- jekt Notfallplanung und Patientenverfügung NOPA an. Projektziel Erarbeitung eines Konzepts für Pflegende und Ärztinnen und Ärzte, um mit vertretbarem Auf- wand und gemäss einheitlichem Standard eine individuelle Patientenverfügung und einen si- tuationsspezifischen Notfallplan für Komplika- tionen und Notfallsituationen erstellen zu kön- nen. Projektinhalt Das Vorhaben NOPA umfasst die Schulung von Fachleuten, die diese befähigt, gemeinsam mit Patientinnen und Patienten die medizinische Behandlung vorauszuplanen. Nach Erwerb der entsprechenden Lizenz erhalten die Fachleute Zugang zu einer Webplattform, die im Rahmen des Projektstarts erarbeitet und ständig erwei- tert wird. Diese Plattform umfasst einen Leit- faden und modulartige Informationen für Ge- spräche mit Patientinnen und Patienten über Folgen der jeweiligen Krankheit und mögliche Massnahmen. Ziel dieser Gespräche ist es – je nach gewünschten Massnahmen –, individuelle Notfallpläne zu erstellen und anwendungsbe- reit halten zu können. Das Projekt stösst bei Pflegezentren, Spitälern und der Spitex auf grosses Interesse. Es ist auf fünf Jahre angelegt und soll im ganzen Kanton angewendet werden. Nach Möglichkeit wird es auch auf die Rettungssanität des Kantons Zürich ausgeweitet. Kosten Fr. 320 000 Gewünschter Beitrag Fr. 80 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 90 000. Die Stadt Zürich übernimmt einen Beitrag von Fr. 80 000. Von Stiftungen und Sponsoren werden insge- samt Fr. 70 000 erwartet. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt ermöglicht es Pa- tientinnen und Patienten, für Notfallsituatio- nen bzw. im Hinblick auf lebensbedrohliche Situationen ihre persönlichen Massnahmen vor-

zukehren. Dies hilft u. a. auch, Spitaleinweisun- gen kurz vor dem Tod zu vermeiden und Lei- den trotzdem rasch und wirksam zu bekämp- fen. Bewilligter Beitrag Fr. 80 000

8. Sanierung Kinderfreundeheim Mösli Bereiche Soziales/Bildung Gesuchstellende Stiftung Kinderfreundeheim Mösli: Die Stiftung Organisation besteht seit 1988. Sie bezweckt den Betrieb des gleichnamigen Kinderfreundeheims in Buchen- egg-Stallikon. Ausgangslage Das Selbstversorger-Lagerhaus (mitten in einer Waldlichtung) ermöglicht den Nutzerinnen und Nutzern viele Aktivitäten in der Natur. Es wird heute neben Kinder- und Jugendgruppen für Klassenlager und Projektwochen vor allem von Stadtzürcher Schulen, in zweiter Linie von Schu- len aus dem übrigen Kanton genutzt. Gebaut wurde das Haus von der Arbeiter- jugendbewegung «Kinderfreunde» (Rote Fal- ken), die vor allem Arbeiterkinder aus den Städten hinaus in die Natur führen wollte. Der Bau wurde 1931 vom damals bekannten Zür- cher Architekten Emil Roth erstellt. Das ar- chitektonisch bemerkenswerte Gebäude weist altersbedingt Erneuerungsbedarf aus. Projektziel Zurückhaltende Sanierung des Gebäudes mit Anpassung an ökologische und energetische Standards sowie an Nutzungsstandards von La- gerhäusern, um den Betrieb weiterhin gewähr- leisten und die Bausubstanz erhalten zu können. Projektinhalt Vorgesehen sind die Erneuerung von Fassade (Ersatz von asbesthaltigen Schindeln durch eine Holzlattung) und Dach (Dämmung und neue Eindeckung des Dachs) sowie die Erneuerung der Waschräume und der Einbau von Duschen im Untergeschoss. Wesentliche räumliche Ver- änderungen sind nicht geplant. Kosten Fr. 550 000 Gewünschter Beitrag Fr. 30 000

Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 100 000. Von der Standortgemeinde Stallikon und der Stadt Zü- rich wird insgesamt ein Beitrag von Fr. 30 000 erwartet. Stiftungen, Private sowie die SP und mehrere Gewerkschaften sind um eine Leis- tung von Fr. 215 000 ersucht worden. Die be- stehende Hypothek wird um Fr. 175 000 er- höht. Der offene Betrag soll durch den Lotte- riefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Sanierungsvorhaben wurde sorgfältig ausgearbeitet und darauf ausgerich- tet, den Charakter des architektonisch wertvol- len Gebäudes möglichst wenig zu verändern. Die Eingriffe sind zweckmässig. Die veran- schlagten Kosten liegen in einem vernünftigen Rahmen. Bewilligter Beitrag Fr. 30 000 Auflage Vonseiten der Gemeinden muss ebenfalls eine Leistung von Fr. 30 000 erfolgen. Fällt der Ge- meindebeitrag geringer aus, wird die Leistung des Lotteriefonds entsprechend gekürzt.

9. Sanierung Theater am Gleis Bereich Kultur Gesuchstellende Verein Theater am Gleis, Winterthur: Der Ver- Organisation ein besteht seit 1979. Er betreibt seit 1981 das gleichnamige Theater, das ein umfangreiches Angebot in den Bereichen Theater, Tanz-, Mu- sik-, Kinder- sowie Jugendtheater bietet. Ausgangslage Das Theater ist mit rund 120 Veranstaltungen pro Jahr (wovon sieben Eigenproduktionen) ein wichtiger Kulturort für die Stadt und die Region Winterthur. Der Verein erhielt aus dem Lotteriefonds letztmals mit RRB Nr. 1338/2009 einen Beitrag von Fr. 110 000 für Investitionen. Die Fachstelle Kultur der Direktion der Justiz und des Innern unterstützt das Theater seit Längerem mit einem Betriebsbeitrag, der seit 2013 Fr. 100 000 beträgt. Die Stadt Winterthur leistet einen jährlichen Betriebsbeitrag von Fr. 317 000. Im Rahmen seines 35-Jahr-Juiläums plant das Theater mehrere Erneuerungen und Anschaffungen.

Projektziel Infrastruktur und technische Ausrüstung wer- den den heutigen Anforderungen angepasst. Projektinhalt Der Theatersaal, der noch auf dem Stand von 1997 ist, bedarf einer Generalüberholung. Die Technik (Licht, Ton, Lüftung mit Kühleinheit) muss erneuert werden. Damit gleichzeitig im Theatersaal und im daneben liegenden Probe- raum gearbeitet werden kann, braucht es eine Lärmisolierung zwischen den beiden Räumen. Zudem müssen ein neuer Konzertflügel, eine Podesterie und ein Beamer mit Leinwand be- schafft werden. Kosten Fr. 463 100 Gewünschter Beitrag Fr. 281 600 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 10 000. Die Stadt Winterthur beteiligt sich mit Fr. 30 000. Von Stiftungen und Privaten wird ein Beitrag von Fr. 141 500 erwartet. Der offene Restbetrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Die geplanten Massnahmen sind sinnvoll und zweckmässig. Vor allem die Erneue- rung der Licht- und Tontechnik ist dringend, da für die bestehenden Anlagen kaum mehr Ersatzteile erhältlich sind. Ebenso notwendig ist die Erneuerung der Lüftungsanlage mit Ein- bau einer Kühleinheit, damit ein Sommerbe- trieb (z. B. mit Ferienkursen für Kinder) mög- lich wird. Die Kosten für die dringlichen Er- neuerungen betragen Fr. 145 700. Das Gesamt- vorhaben umfasst allerdings auch einzelne Massnahmen von geringerer Dringlichkeit (wie z. B. die Oberflächensanierung in den Gardero- ben und in den WC-Anlagen). Im Theater ist vor allem der Gastspielbetrieb von kulturpolitischer Bedeutung, weil er zahl- reichen freien Zürcher Gruppen ermöglicht, ihre Arbeit zu zeigen. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Stadt Win- terthur nur mit Fr. 30 000 am Vorhaben betei- ligt, ist eine Kürzung des nachgesuchten Bei- trags auf Fr. 170 000 gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 170 000

10. Renovation Weinbaumuseum am Zürichsee und Modernisierung Dauerausstellung Bereiche Landwirtschaft Gesuchstellende Gesellschaft für das Weinbaumuseum am Zü- Organisation richsee: Die Gesellschaft besteht seit 1968. Sie bezweckt, durch den Betrieb eines Museums die Öffentlichkeit über den Weinbau am Zü- richsee zu orientieren und den Weinbau zu do- kumentieren. Ausgangslage Das Museum auf der Vorderen Au, Gemeinde Wädenswil, wurde 1978 eröffnet. Es wird jähr- lich von rund 3000 Personen, darunter auch von Gruppen aus dem Ausland, besucht. Beim Gebäude besteht Sanierungsbedarf: Das Dach ist undicht. Die sanitären Installationen sind in schlechtem Zustand, sie genügen der Anzahl der Besucherinnen und Besucher nicht mehr. Die Elektroheizung braucht viel Energie, ein Ersatz durch neue Elektro-Heizpanels ist nicht mehr zugelassen. Die Dauerausstellung wurde letztmals 2001 angepasst. Sie wirkt mittlerweile veraltet. Projektziel Steigerung der Attraktivität des Museums Projektinhalt Das Dach wird isoliert. Die Elektro- wird durch eine Gasheizung ersetzt. Küche und Toiletten werden saniert bzw. ausgebaut. Die Ausstel- lungsobjekte werden beibehalten, jedoch bes- ser präsentiert. Dazu ist vor allem eine neue Beleuchtung notwendig. Zudem erhält die Dauerausstellung Video- und Audiostationen. Kosten Fr. 570 664 Gewünschter Beitrag Fr. 269 698 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 100 976. Die Stadt Wädenswil hat einen Beitrag von Fr. 148 000 zu- gesichert. Von Stiftungen und Privaten werden Fr. 26 990 erwartet. Die offenen Restkosten von Fr. 294 698 sollen durch Dritte und den Lotte- riefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Das Projekt für die baulichen Anpassungen und die Modernisierung der Dauerausstellung ist sorgfältig erarbeitet. Die baulichen Massnahmen bringen dem Museum

deutliche betriebliche Verbesserungen und neh- men Rücksicht auf das denkmalgeschützte Ge- bäude. Die veranschlagten Kosten sind nach- vollziehbar und plausibel. Die Kostenzusam- menstellung enthält Reservebeträge von rund Fr. 25 000. Aus diesem Grund ist eine Kürzung des nachgesuchten Beitrags gerechtfertigt. Bewilligter Beitrag Fr. 245 000

11. Erstellung Naturzentrum Pfäffikersee Bereiche Ökologie Gesuchstellende Vereinigung Pro Pfäffikersee VPP: Die VPP ist Organisation ein Forum von Kanton, den drei Pfäffikersee- Gemeinden sowie Schutz-, Erholungs-, Freizeit- und Bewirtschafter-Organisationen. Sie besteht seit 1963 und engagiert sich sehr aktiv für den Erhalt und den Schutz des Pfäffikerseegebiets. Dabei kommt der Information der Bevölke- rung ein hoher Stellenwert zu. Ausgangslage Am Pfäffikersee, in der grössten Moorland- schaft des Kantons Zürich, soll ein neues Natur- zentrum entstehen. Ziel des neuen Zentrums ist, mit unterschiedlichen Massnahmen der Be- völkerung und den Erholungssuchenden die Be- deutung des einmaligen Natur- und Landschafts- schutzgebiets Pfäffikersee näherbringen. Das erwartete Einzugsgebiet umfasst neben den An- liegergemeinden auch die Gemeinde Illnau-Ef- fretikon, die Stadt Winterthur und das Zürcher Oberland. Projektziel Bau eines Naturzentrums am Pfäffikersee Projektinhalt Auf einem Areal von rund 1400 m2 in Nähe des Naturschutzgebiets (vom Kanton und der Ge- meinde Pfäffikon im Baurecht für mindestens 50 Jahre abgegeben) wird ein eingeschossiges Gebäude mit einer Grundfläche von 200 m2 er- stellt. Es umfasst Entrée, grossen Informations- raum, Schulungsraum sowie Büro, Shop und Lager. Das Zentrum soll mindestens mittwochs, samstags und sonntags geöffnet sein, der Ein- tritt ist gratis. Vorgesehen sind interaktive Aus- stellungen mit inhaltlichem Bezug zu Moorge- biet und Pfäffikersee. Schwerpunkt der Aktivi- täten sind jedoch Führungen für Gruppen aller Art einschliesslich Workshops für Schulklassen.

Das Zentrum wird auch über ein Infomobil verfügen, das nach Bedarf an verschiedenen Orten rund um den See zum Einsatz kommen wird. Die Baudirektion hat aus dem Naturbil- dungskredit (Vorlage 5144) bereits einen Be- triebsbeitrag an das Naturzentrum für 2018 und 2019 bewilligt. Kosten Fr. 2 370 000 Gewünschter Beitrag Fr. 500 000 Übrige Finanzierung Die Eigenleistung beträgt Fr. 240 000. Von den Standortgemeinden werden insgesamt Fr. 60 000 erwartet, von Stiftungen, Privaten und den Mit- gliedern des VPP Fr. 1 570 000. Der offene Rest- betrag soll durch den Lotteriefonds gedeckt werden. Würdigung Das Vorhaben entspricht den Richtlinien des Lotteriefonds. Mit der weiter wachsenden Be- völkerung wird der Erholungsdruck im Pfäf- fikersee-Schutzgebiet weiter zunehmen. Das Vorhaben bietet die Möglichkeit, die Besuche- rinnen und Besucher des naturschützerisch und landschaftlich wertvollen Gebiets Pfäffikersee für die Bedeutung des Gebiets zu sensibilisie- ren. Die Grundkonzeption des Zentrums ist schlüssig. Ähnliche Einrichtungen in anderen Schutzgebieten haben sich bewährt und stos- sen auf grosses Interesse. Die VPP als Projekt- trägerin garantiert eine gute Verankerung in der Region. Das Vorhaben ist breit abgestützt, da BirdLife Schweiz, BirdLife Zürich und Pro natura Zürich das Projekt mittragen. Es steht im Einklang mit dem Naturschutz-Gesamtkon- zept (RRB Nr. 3801/1995), wonach im Kanton Zürich zugunsten der Bevölkerung 10 bis 20 Na- turzentren eingerichtet werden sollen. Da dem Vorhaben überregionale Bedeutung zukommt, ist es gerechtfertigt, dass sich der Kanton mit einem wesentlich höheren Beitrag am Vorha- ben beteiligt als die Standortgemeinden. Bewilligter Beitrag Fr. 500 000 Auflage Die Standortgemeinden müssen sich mit min- destens Fr. 60 000 beteiligen. Fällt der Gemein- debeitrag geringer aus, wird der Beitrag des Lotteriefonds entsprechend gekürzt.

Auf Antrag der Finanzdirektion beschliesst der Regierungsrat: I. Die Finanzdirektion wird ermächtigt, folgende Beiträge zulasten des Lotteriefonds auszurichten (Konto 3636 3 000): in Franken

1. Verein Tanzhaus Zürich 500 000 Investitionsbeitrag zur Wiederanschaffung der Ausstattung

2. Verein Interessengemeinschaft Rote Fabrik 370 000 Investitionsbeitrag zur Instandsetzung der Aktionshalle

3. Verein Zirkus Chnopf 40 000 Investitionsbeitrag für Kauf bzw. Sanierung von Wohnwagen und Sanierung des Winterquartiers

4. Werkkatalog Heinrich B 30 000 Beitrag an Druckkosten

5. Verein Hirschen-Bühne Stammheim 100 000 Investitionsbeitrag für Bühnenraum im Hirschen-Komplex

6. Verein Zürcher Senioren- und Rentner-Verband 20 000 Investitionsbeitrag für Informatik-Anschaffungen

7. Verein palliative zh+sh 80 000 Starthilfebeitrag für Projekt Notfallkonzept

8. Stiftung Kinderfreundeheim Mösli 30 000 Investitionsbeitrag für Sanierung

9. Verein Theater am Gleis 170 000 Investitionsbeitrag für technische Anlagen

10. Gesellschaft für das Weinbaumuseum am Zürichsee 245 000 Investitionsbeitrag für Gebäuderenovation und Modernisierung der Dauerausstellung

11. Vereinigung Pro Pfäffikersee 500 000 Investitionsbeitrag für Naturzentrum Pfäffikersee Total 2 085 000

II. Mitteilung an die Mitglieder des Regierungsrates und die Finanz- direktion.

Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber:

Husi