RRB Nr. 91/2015
Anfrage Felix Hoesch, Zürich, betreffend Modalsplit Zürich-München, Beantwortung
4 da favrer 2015German3 min
Source zh.ch
Anfrage Felix Hoesch, Zürich, betreffend Modalsplit Zürich-München, Beantwortung
Auszug aus dem Protokoll des Regierungsrates des Kantons Zürich KR-Nr. 311/2014
Sitzung vom 4. Februar 2015
91. Anfrage (Modalsplit Zürich–München) Kantonsrat Felix Hoesch, Zürich, hat am 17. November 2014 folgende Anfrage eingereicht: Die Bahnverbindung nach München wird seit Jahrzehnten nicht ernst genommen und jeglicher Ausbau verzögert. In der letzten Zeiten haben Busunternehmen vom liberalisierten Fern- verkehr in Deutschland profitiert und bieten zu attraktiven Preisen wäh- rend der verkehrsreichen Zeit vielfältige Verbindungen auf der Strasse an. Um besser abschätzen zu können, wie sich der Verkehr zwischen den Zentren Zürich und München verteilt, interessiert mich die Verteilung des Personenverkehrs pro Tag auf die verschiedenen Verkehrsträger. In diesem Zusammenhang bitte ich den Regierungsrat um die Beant- wortung folgender Fragen:
Erwägungen
1. Wie viele Personen pro durchschnittlichem Werktag benutzen von Zü- rich oder Winterthur den Zug?
2. Wie viele Personen pro durchschnittlichem Werktag benutzen von Zü- rich oder Winterthur einen Fernbus?
3. Wie viele Personen pro durchschnittlichem Werktag benutzen aus dem Kanton Zürich ein privates motorisiertes Fahrzeug?
4. Wie viele Personen pro durchschnittlichem Werktag benutzen aus dem Kanton Zürich das Flugzeug?
Dispositiv
Auf Antrag der Volkswirtschaftsdirektion beschliesst der Regierungsrat:
I. Die Anfrage Felix Hoesch, Zürich, wird wie folgt beantwortet: Zu Fragen 1 und 2: Der Bahnfernverkehr auf der Strecke Zürich–Winterthur–München wird von den SBB betrieben. Die SBB befinden sich auf dieser grenz- überschreitenden Verbindung im Wettbewerb mit dem Fernbusverkehr. Die SBB teilten auf Anfrage mit, dass eine Bekanntgabe der Anzahl Reisenden sowohl aus Wettbewerbsgründen als auch zur Wahrung des Geschäftsgeheimnisses nicht erfolgen könne.
Aus den gleichen Gründen liegen dem Regierungsrat zur Anzahl Rei- sender auf der Strecke Zürich–Winterthur–München mit einem Fernbus keine Daten vor. Zu Frage 3: Über die tägliche Nutzung von privaten Motorfahrzeugen zwischen dem Kanton Zürich und München sind keine Nachfrageerhebungen be- kannt. Mit dem Gesamtverkehrsmodell des Kantons Zürich sowie dem Personenverkehrsmodell des Bundesamtes für Raumentwicklung kann der Verkehr auf einer so weit entfernten Quell- bzw. Zielregion wie Mün- chen nicht nachgebildet werden. Dem Regierungsrat liegen daher keine Zahlen vor. Zu Frage 4: Das Flugpassagieraufkommen zwischen Zürich und München beläuft sich pro Tag und Richtung auf durchschnittlich 465 Passagiere (Zeitraum Januar bis November 2014). Bei rund drei Viertel der von München nach Zürich reisenden Passagiere ist Zürich die Enddestination, während ein Viertel der Passagiere in Zürich umsteigt. Bei den von Zürich nach Mün- chen Reisenden fliegt rund die Hälfte der Passagiere weiter, während für die andere Hälfte München die Enddestination bildet. In Bezug auf das Verlagerungspotenzial kann auf die Beantwortung der Anfrage KR- Nr. 10/2013 betreffend Verlagerung des Verkehrs von der Luft auf die Schiene (RRB Nr. 408/2013) verwiesen werden.
II. Mitteilung an die Mitglieder des Kantonsrates und des Regierungs- rates sowie an die Volkswirtschaftsdirektion.
Vor dem Regierungsrat Der Staatsschreiber: Husi