Gestaltungsplan Mühlemattweg
Plan d'utilisaziun spezial · Suhr
Document
- Numer
- 12.213
- Gener
- Plan d'utilisaziun spezial
- Vischnanca
- Suhr
- Chantun
- Aargau
- Nivel
- Vischnanca
- Autoritad
- Gemeindeverwaltung
- Approvà da
- BVU
- Decidì
- 12-09-2013
- En vigur dapi
- 12-09-2013
- Funtauna
- ÖREBlex, chantun Aargau
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Kanton Aargau
Departement Bau, Verkehr und Umwelt Abteilung Raumentwicklung
Gemeinde Suhr und Genossenschaft LEBENsuhr
Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr Sondernutzungsvorschriften 11. März 2013
Öffentliche Auflage vom
6. Mai 2013
bis
4. Juni 2013
Vom Gemeinderat beschlossen am
17. Juni 2013
Der Gemeindepräsident:
Die Stv. Gemeindeschreiberin:
1. 214-‘(/*/Beat Rüetschi
Beatrice Räber
Von Departement Bau, Verkehr und Umwelt genehmigt, mit Entscheid Nr.
VOM
Genehmigung durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt Aarau, den 42. sep4e4-mloe-4 ZoA3 Datum
Der Generalsekretär:
Unterschrift
--11 L--1 PI planteam
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
Inhalt 1
Allgemeine Bestimmungen
2
Art. 1 Zweck und Ziele
2
Art. 2 Geltungsbereich und Bestandteile
2
Art. 3 Verhältnis zur Grundordnung
Art. 4 Vorprojekt
2
Art. 5 Privatrechtliche Regelungen
2
Nutzung und Gestaltung
3 3
Art. 6 Mass und Art der Nutzung
3 3
Art. 7 Behindertengerechtes Bauen
4
Art. 8 Baufelder für Hochbauten
Art. 9 Baubereiche für Nebenbauten
4
Art. 10 Attikageschosse
5
Art. 11 Dachgestaltung
Art. 12 Unterirdische Bauten bzw. Untergeschosse
5 5
36 weitere Artikel
Art. 13 Interne Grenz- und Gebäudeabstände
6
3
Erschliessung und Parkierung
Art. 14 Erschliessung
4
6 6
Art. 15 Parkierung
6
Art. 16 Fusswegverbindungen
7
4
7
Freiraum, Umwelt und Ökologie
Art. 17 Gemeinsame Umgebung
7
Art. 18 Bepflanzung
8
Art. 19 Grünzone
8 8
Art. 20 Schutz-/Naturobjekte
Art. 21 Energie
8
Etappierung
9
Art. 22 Etappierung
9
6
9
5
Schlussbestimmungen
Art. 23 Ausnahmen
Art. 24 Inkrafttreten
9
7
9
planteam
Beilagen
9
1
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
Gestützt auf § 21 und § 25 Abs. 3 des Gesetz über Raumentwicklung und Bauwesen (Baugesetz, BauG) des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993 und auf § 8 der Bauverordnung (BauV) des Kantons Aargaus vom 25. Mai 2011 erlässt die Gemeinde Suhr die nachstehenden Sondernutzungsvorschriften:
1
Art. 1 Zweck und Ziele
Allgemeine Bestimmungen
1
Der Gestaltungsplan Mühlemattweg regelt die Rahmenbedingungen für
eine attraktive, zweckmässige und wirtschaftliche Nutzung, Bebauung, Erschliessung und Umgebungsgestaltung. 2
Der Gestaltungsplan soll eine etappenweise Realisierung mit funktionsfä-
higen Teilüberbauungen und Erschliessung der betroffenen Grundstücke sicherstellen.
Art. 2 1
Der Gestaltungsplan gilt für den im Situationsplan 1:500 gekennzeichne-
Geltungsbereich und
ten Perimeter.
Bestandteile
2
Verbindliche Bestandteile des Gestaltungsplans sind: Gestaltungsplan Mühlemattweg (Situationsplan), 1:500 Sondernutzungsvorschriften Orientierende Bestandteile des Gestaltungsplans sind: a)
Planungsbericht
b) Vorprojekt Bebauung LEBENsuhr von Fugazza Steinmann Partner Architekten, vom 17. September 2012 / 30. Oktober 2012 c) Vorprojekt Umgebung von asp Landschaftsarchitekten, vom 7. November 2012 4
Die Vorprojekte Bebauung und Umgebung haben für den Gestaltungs-
plan wegleitenden Charakter.
Art. 3 1
Soweit die nachstehenden Vorschriften und der Gestaltungsplan nichts
Verhältnis zur
Abweichendes bestimmen, gelten die Vorschriften der Bau- und Nut-
Grundordnung
zungsordnung BNO, sowie der Bauzonenplan BZP der Gemeinde Suhr und das übergeordneten Bau- und Planungsrecht. Für die im Gestaltungsplan verwendeten Definitionen und Berechnungsweisen sind generell die Bestimmungenen im Gesetz über Raumentwicklung und Bauwesen (Baugesetz BauG) und der Bauverordnung (BauV) massgebend. Anstelle den Bestimmungen des 3. Titels der BauV ,Baubegriffe und Messweisen' (§§ 16-31) gelten die altrechtlichen Bestimmungen (ABauV), wie sie im Anhang 3 der BauV aufgeführt sind. Auch nach einer (Teil-) Revision der BNO mit einer Übernahme der Bestimmungen der IVHB (Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe)
‚tz--ii planteam
2
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
sind für die Beurteilung der Baugesuche die altrechtlichen Bestimmungen gültig. Die Bestimmungen über die Arealbebauung nach Art. 30 BNO sind nicht
3
anwendbar.
Das Vorprojekt gemäss Art. 2 Abs. 3 lit.b ist für die Gestaltung der Bauten,
Art. 4 Anlagen und Freiräume wegleitend. Abweichungen vom Vorprojekt sind
Vorprojekt
zulässig, sofern damit eine mindestens gleichwertige Qualität erreicht wird. Für die Parzelle 2352 erfolgt kein weiteres Konkurrenzverfahren.
Für die Erstellung und Nutzung der erforderlichen Gemeinschaftsanlagen
Art. 5 Privatrechtliche Rege-
sind die notwendigen Dienstbarkeiten privatrechtlich zu sichern:
lungen
-
Näherbaurechte (zw. Parzellen 2352 und 2358) Grenzbaurecht für gedeckte Verbindungswege (zw. Parzellen 2352 und 2358)
-
Grenzbaurecht für Nebenbauten in Baufeld D (zu Parzelle 3240)
-
Grenzbaurecht für unterirdische Bauten der Einstellhallen (zw. Parzellen 2352 und 2358)
-
Gemeinsames Durchfahrts- und Nutzungsrecht der Zufahrtsrampen zu den Einstellhallen (Parzellen 3239, 3240, 2352, 2358)
-
Durchgangs- und Nutzungsrechte der öffentlichen und der privaten Fusswegverbindungen Gemeinsame Nutzungsrechte und Unterhaltspflicht für Spielplätze und Spielflächen
2
Die Erteilung einer Baubewilligung ist vom Vorliegen aller notwendigen
grundbuchlich gesicherten Dienstbarkeiten abhängig.
2
Art. 6 Nutzung und Gestaltung
1
Die maximal zulässige Ausdehnung von Bauten und Anlagen wird mit
Mass und Art
Baufeldern, resp. deren Baulinien, und den im Situationsplan angegebenen
der Nutzung
maximalen Höhenkoten für Gebäudehöhen und Attikahöhen definiert. 2
Innerhalb der Baufelder sind maximal folgende, anrechenbare Geschoss-
flächen aGF möglich. a)
Baufeld A und B: zusammen max. 9'400 m2 aGF
b)
Baufeld C: max. 3'300 m2 aGF
3
Erlaubt sind nicht störende Gewerbe und Dienstleistungsbetriebe wie ein
Cafe, Angebote und Verwaltungen im Bereich der Betagtenpflege, der Fit-
rce äbd planteam
3
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
ness und anderen Therapieformen, der Kinderbetreuung sowie Elternvereine.
Art. 7 Das behindertengerechte Bauen richtet sich nach dem Behindertengleich-
Behindertengerechtes
stellungsgesetz des Bundes BehiG und dessen Ausführungsvorschriften,
Bauen
sowie nach den Bestimmungen des kantonalen Rechts. Die öffentlich zugänglichen Bauten und Anlagen sind nach der Norm SIA 500 ,Hindernisfreie Bauten' hindernisfrei zu erstellen.
Art. 8 1 Die Baufelder A, B und C, begrenzt durch deren Baulinien, bezeichnen die
Baufelder für
maximalen Gebäudegrundflächen. Hochbauten sind nur innerhalb dieser
Hochbauten
Baufelder zugelassen. 2
Vorspringende Gebäudeteile (z.B. Vordächer, Balkone, Wintergärten,
Windfänge) sind nach § 2 ABauV zulässig und dürfen die Baufelder um ein maximales Mass von 1.50 m über die Fassadenfluchten des dazugehörigen Fassadenabschnittes überschreiten. 3
Zwischen den Hochbauten der Baufelder A und B und der Baufelder B
und C darf im Bereich der Zugänge je eine eingeschossige, gedeckte und transparent verglaste Wegverbindung ohne Beheizung erstellt werden. Bei einer transparenten Verglasung der Wegverbindung sind Massnahmen gegen Vogelkollision nach aktuellem Wissensstand vorzusehen, und die öffentliche Fusswegverbindung zwischen den Baufeldern B und C hindurch muss jederzeit gewährleistet sein. 4
Abweichend von § 15 Anhang 3 ABauV dürfen Unterniveaubauten das
massgebende Terrain um mehr als 80 cm überragen, solange die zulässigen Gebäudehöhen im Situationsplan 1:500 eingehalten werden. 5
Die max. zulässigen Gebäude- und Attikageschosshöhen nach § 12 ABauV
sind mit Höhenkoten in m ü. M. im Situationsplan 1:500 festgelegt. Die Anzahl der Geschosse innerhalb der Baufelder ist im Rahmen der festgelegten maximalen Höhen frei.
1
Art. 9 Baubereiche für
Nebenbauten
Im Baubereich D für Nebenbauten sind Bauten für Gartengeräte, Haus-
wartnutzungen, eine Kehrichtsammelstelle und gedeckte Zweiradstellplätze mit einer gesamten Fläche von max. 120 m2 erlaubt. 2
Im Baubereich E für Nebenbauten sind eine offene oder eine gedeckte
Zufahrtsrampe zur Einstellhalle und Bauten für Gartengeräte, Hauswartnutzungen, eine Kehrichtsammelstelle und gedeckte Zweiradstellplätze mit einer gesamten Fläche von max. 180 m2 erlaubt.
IQ] planteam
4
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
3
Die Form der Bauten darf am vorgesehenen Standort von der Geometrie
der Baubereiche D und E im Umfang der möglichen Gebäudegrundfläche abweichen und verändert werden. Zusätzlich sind für die Baufelder A, B und C höchstens je eine Klein- oder Anbaute gemäss § 18 ABauV erlaubt.
Art. 10 Attikageschosse
1
Die max. zulässige Grundfläche eines Attikageschoss wird nach § 16a Abs.
2 ABauV bemessen. 2
Attikageschosse sind innerhalb mit Attika-Baulinien definierten Baufel-
dem zulässig und in der Anordnung frei. 3
Attikageschosse beeinflussen die Berechnung der Gebäudehöhen nicht
und sind in ihrer Höhenbeschränkung mittels Koten in m ü. M. im Situationsplan 1:500 definiert. Als maximale Höhe eines Attikageschosses sind 3.50 m erlaubt, gemessen ab OK F. Boden ,des darunterliegenden Geschosses.
Art. 11 Dachgestaltung
1
Auf Hauptbauten sind nur Flachdächer und flach geneigte Dächer (bis
max. 5°) zulässig. 2
Technisch bedingte Aufbauten und Anlagen wie Liftüberfahrten, Oblicht-
konstruktionen oder Solarkollektoren über Attikageschossen und auf Flachdächern sind zulässig. Die müssen besonders sorgfältig gestaltet und materialisiert werden und sich gut in die Dachlandschaft, resp. in die gesamte Gebäudearchitektur integrieren. 3
Flachdächer sind zu begrünen und es sind angemessene Retentions-
massnahmen auszubilden. Dächer im Bereich von Anlagen zur Energiegewinnung sind so weit als möglich zu begrünen. Terrassen, zur Belichtung genutzte Dachflächen, Flachdächer von kleineren technischen Aufbauten sind von einer Begrünung ausgenommen. Dachbegrünungen können zur Hälfte dem ökologischen Ausgleich angerechnet werden, wenn sie die Anforderungen der Gründachrichtlinie I SFG als ökologischen Mindeststandard erfüllen.
Art. 12 1
Unterirdische Bauten wie Untergeschosse und Tiefgaragen sind innerhalb
Unterirdische Bauten
des gesamten Perimeters des Gestaltungsplanes zulässig unter Einhaltung
bzw. Untergeschosse
der gesetzlichen Strassen- und Grenzabstände. 2
Werden Zufahrtsrampen zu den Einstellhallen überdeckt, darf die Höhe
der Überdeckung höchstens 2.80 m ab gewachsenem oder tiefer gelegtem Terrain betragen. Die Rampenbauwerke haben sich gut in die Umgebungsgestaltung und die ortsbauliche Situation zu integrieren.
v'QJ planteam
5
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
3
Zur Sicherstellung eines angemessenen ökologischen Ausgleichs darf ein
Anteil von mindestens 15% des gemeinschaftlich genutzten Aussenraums nicht unterkellert werden und ist naturnah zu gestalten. Die Grünzone ist von dieser Bemessung ausgeschlossen und unterliegt übergeordneten Bestimmungen.
1
Art. 13 Bei allen Bauten dürfen die zonengemässen Grenz- und Gebäudeabstän-
de innerhalb der Baufelder reduziert werden, sofern eine ortsbaulich und
Interne Grenz- und
architektonisch gute Lösung erzielt wird und die wohnhygienischen und
Gebäudeabstände
feuerpolizeilichen Anforderungen gewahrt bleiben. Der Gemeinderat kann ein Schattendiagramm verlangen. 2
Mehrlängenzuschläge werden innerhalb der Parzelle 2352 und zwischen
den Parzellen 2352 und 2358 nicht angewendet.
3
Erschliessung und Parkierung
Die Hauptverkehrsführung erfolgt vom Mühlemattweg. Zufahrten müssen
Art. 14 1
Erschliessung
innerhalb der im Situationsplan 1:500 bezeichneten Bereiche liegen. 2
Die Zufahrt zu den Einstellhallen erfolgt ab dem Mühlemattweg. Die Er-
schliessung der Einstellhalle für die Baufelder A und B erfolgt über die bestehende Zufahrtsrampe auf den Parzellen 3239 und 3240, die Erschliessung des Baufeldes C erfolgt über die geplante Zufahrtsrampe im Baubereich E. 3
Art. 15 Parkierung
1
Eine unterirdische Verbindung der Einstellhallen ist erlaubt.
Die Anordnung der Abstellplätze für Personenwagen und Zweiräder rich-
ten sich nach den kantonalen und kommunalen Bestimmungen, sowie den VSS-Normen für Parkierungsanlagen. 2
In Abstimmung mit §8 Abs. 2 lit. c BauV sind im Perimeter insgesamt ma-
ximal 90 Parkplätze erlaubt (inklusive Besucher-Parkplätze). 3
Mit Ausnahme von jenen im Situationsplan gekennzeichneten Bereichen
für offene Besucher-Parkplätze sind sämtliche Parkfelder in unterirdischen Einstellhallen anzuordnen. Für Besucherinnen und Besucher sind oberirdische Parkfelder nur im Bereich der im Situationsplan 1:500 mit dem Symbol ,Bes.PP' bezeichneten Bereiche zulässig. 5
Abstellplätze für Zweiräder sind hauptsächlich in den im Situationsplan
gekennzeichneten Baubereichen D und E bereit zu stellen. Die genaue Anzahl wird anhand des Baugesuchs und des konkreten Abstellplatznachweises von der Behörde im Baubewilligungsverfahren festgelegt. Mindestens
fr--11
Za " planteam
6
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
50% der Zweiradstellplätze sind möglichst witterungsgeschützt anzuordnen, und sie müssen ohne Treppen erschlossen sein. 6
Vereinzelte, den Besuchern und Bewohnern dienende offene Abstellplät-
ze für Zweiräder sind im gesamten gestalteten Umgebungsbereich gemäss Situationsplan 1:500 möglich.
Die im Situationsplan 1:500 eingetragenen Fusswegverbindungen sind
Art. 16 zusammen mit den jeweils betroffenen bzw. angrenzenden Bauetappen zu
Fusswegverbindungen
erstellen. Ihre gemeinschaftliche Benützung ist durch Dienstbarkeiten zu sichern. 2
4
Die Breite reiner Fusswegverbindungen muss minimal 1.50 m betragen.
Freiraum, Umwelt und Ökologie
Die gesamte Umgebung um die bebauten Baufelder sollen überwiegend
Art. 17 1
Gemeinsame Umge-
der gemeinschaftlichen Nutzung durch die Bewohner und Bewohnerinnen
bung
der Siedlung dienen. 2
Im gemeinschaftlich genutzten Aussenraum muss eine hohe Aufenthalts-
qualität nach einem einheitlichen Konzept erreicht werden. Die Gehwege mit Aufenthaltsbereichen sind mit einheitlichen und gut begehbaren Belägen zu gestalten. 3
Im Gestaltungsplanperimeter sind 15 % der Fläche für den ökologischen
Ausgleich vorzusehen. Dieser besteht aus ökologisch hochwertig gestalteten und begrünten Flächen. Die Hälfte der begrünten Flachdachfläche ist an den ökologischen Ausgleich anrechenbar. Die Flächen in der Grünzone, die ökologisch hochwertig gestaltet und unterhalten werden, sind anrechenbar. In den ökologischen Ausgleichsflächen sind ausschliesslich einheimische, standortgerechte Pflanzen zu verwenden. 4
Für Spielplätze gelten die Anforderungen gemäss § 39 BNO. Im Situati-
onsplan 1:500 sind mögliche Standorte für Spielplätze mit Spiel- und Sportgeräten ausgewiesen. 5
Über die gemeinschaftlich genutzten Aussenräume sind feinmaschige
und ebenerdige Zugänge zu den einzelnen Häusern vorzusehen, wobei der Fussgänger- und Zweiradverkehr, sowie die Notzufahrt und Umzugsfahrzeuge zugelassen sind. Zudem sind Parkplätze für Besucher und Kunden in den im Situationsplan 1:500 bezeichneten Bereichen zugelassen. Mit jedem Baugesuch ist ein Umgebungsplan über den gesamten Gestaltungsplanperimeter einzureichen. Dieser muss die Gestaltung der Wegverbindungen, der Oberflächenbeläge, der Grünflächen, der Spielflächen, der Parkierungen und der Sammelplätze für die Entsorgung und die Art der
lurd planteam
7
Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
Bepflanzung aufzeigen. Wegleitend für die Umgebungsgestaltung ist das Vorprojekt vom 7. November 2012. Für den Unterhalt der öffentlichen Umgebung und der Fusswegverbindungen ist die Gemeinde zuständig.
Art. 18 Die Wahl von vorwiegend einheimischem, standortgerechten Baum- und
Bepflanzung
Strauchsorten ist innerhalb der gesamten Überbauung zu koordinieren. Im Zusammenhang mit dem ersten Baugesuch und einem Umgebungsplan, ist in Absprache mit den übrigen GrundeigentümerInnen eine Liste der möglichen Baum- und Strauchsorten einzureichen. Sie wird vom Gemeinderat mit dem Baugesuch genehmigt, und gilt in der Folge als verbindliche Vorgabe für alle weiteren Etappen.
Art. 19 Grünzone
1 Die Nutzung und Gestaltung der Bereiche innerhalb der Grünzone Gr muss die übergeordneten gesetzlichen Bestimmungen für diese Zone erfüllen und sich landschaftsverträglich in die Gesamtanlage einfügen. 2
Die Grünzone darf ausserhalb des Heckenbereichs und ausserhalb des
Kräutersaums als Spielfläche angerechnet werden. Die Installation von Spiel- und Sportgeräten ist innerhalb der Grünzone nicht erlaubt.
Die im Anhang zur BNO und im BZP innerhalb der Grünzone GR definier-
Art. 20 Schutz-/Naturobjekte
te Hochhecke H9, Steinfeldmatte, ist als Naturobjekt gemäss § 25 BNO zu schützen und artgerecht zu unterhalten. Der im BZP vom 24. September 2008 festgelegte Heckenverlauf ist verbindlich. 2
Es sind höchstens zwei Heckendurchbrüche zum Zweck der Anbindung
von Wegen an das Fusswegnetz erlaubt. Die Hecke ist um die gerodete Fläche zu ergänzen. 3
Der Heckensaum gemäss § 25 BNO darf in der Breite variieren, wobei die
Gesamtfläche über die ganze Länge der Hecke mit einer angenommenen durchschnittlichen Breite von 3 m einzuhalten ist.
Art. 21 Für die Energieeffizienz von Neubauten gelten in Anlehnung an § 39
Energie
Abs. 2 lit.e BauV der gültige Minergie-P-Standard® oder ein vergleichbarer Standard, wobei eine Zertifizierung nach Minergie-P® nicht zwingend ist. 2
Neubauten, welche höchstens 80% des zulässigen Heizwärmebedarfs
gemäss § 5 Abs. 4 der Energieverordnung (EnergieV) benötigen und den Wärmebedarf für das Warmwasser mehrheitlich mit erneuerbarer Energie decken, erfüllen in Übereinstimmung mit § 39 Abs. 2 lit.e BauV die minimalen Anforderungen ebenfalls.
iffl!
planteam
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Sondernutzungsvorschriften Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr — 11. März 2013
3
Der TBS Strom AG wird garantiert, dass für die Realisierung des Fernwär-
meprojekts das nötige Durchleitungsrecht ausserhalb der Zonengrenze W3-Gr (gemäss Plan Nr. 11070 — 01 D der TBS vom 9. April 2013) eingeräumt wird. Es ist dazu ein Dienstbarkeitsvertrag zu Gunsten der TBS AG unentgeltlich einzuräumen. Sofern dies bis zum Zeitpunkt der Ausübung des Kaufrechtsvertrages nicht erfolgt sein wird, verpflichtet der Gemeinderat die Genossenschaft LEBENsuhr, diese Dienstbarkeit zu unterzeichnen mit der Pflicht zu Weiterüberbindung an den Rechtsnachfolger unter Schadensersatzfolge im Unterlassungsfall.
5
Etappierung
1
Art. 22 Die Realisierung der Bauten und Anlagen in den Baufeldern A, B und C ist
zeitlich und organisatorisch aufeinander abzustimmen. Für jede Etappe ist
Etappierung
für Bewohner, Betriebe und Besucher (inkl. Ver- und Entsorgung sowie Notzufahrt) jederzeit eine Erschliessung sicherzustellen.
6
Schlussbestimmungen
Art. 23 Der Gemeinderat kann Ausnahmen von den vorliegenden Sondernut-
Ausnahmen
zungsvorschriften bewilligen, wenn die Abweichungen geringfügig sind und gesamthaft zu einer mindestens gleichwertigen Lösung führen und mit der Ausnahme keine oder nur eine geringe Mehrnutzung verbunden ist.
1
Art. 24 Der Gestaltungsplan Mühlemattweg Suhr mit den dazugehörigen Son-
dernutzungsvorschriften tritt mit der Genehmigung des zuständigen De-
Inkrafttreten
partements Bau Verkehr und Umwelt BVU in Kraft. Die Anderung und die Aufhebung des Gestaltungsplans erfordert das gleiche Verfahren wie der Erlass.
7
Beilagen a)
Wegleitendes Vorprojekt Bebauung LEBENsuhr von Fugazza Steinmann Partner Architekten, vom 17. September 2012 / 30. Oktober 2012
b) Wegleitendes Vorprojekt Umgebung von asp Landschaftsarchitekten, vom 7. November 2012 c)
Kaufrechtsvertrag mit Dienstbarkeit zur Erschliessung über bestehende Rampe, vom 24. Januar 2013
planteam
9
Genehmigung
Departement Bau, Verkehr und Umwelt
AARGAU
Datum:
12.09.2013
AGUN/jwfl
j ^ ^ S
Nr.
B V U R O . 12.213-1
Ganzen Text zeigen
Gemeinde Suhr; Gestaltungsplan Mühlemattweg; Genehmigung; Publikation; Auftrag an Abteilung Raumentwicklung
Sachverhalt 1.
Verfahren
1.1
Verfahrensdaten
Vorprüfungsbericht Öffentliche A u f l a g e Beschluss Gemeinderat Eingereicht z u r G e n e h m i g u n g A b l a u f d e r Beschwerdefrist
16. April 2 0 1 3 6. Mai 2 0 1 3 bis 4 . Juni 2 0 1 3 17. Juni 2 0 1 3 19. Juli 2 0 1 3 19. A u g u s t 2 0 1 3
Die V e r f a h r e n s v o r a u s s e t z u n g e n für die G e n e h m i g u n g sind erfüllt. 1.2
Zuständigkeit zur Genehmigung
Das D e p a r t e m e n t B a u , V e r k e h r u n d U m w e l t ist g e m ä s s § 2 7 A b s . 1 B a u g e s e t z ( B a u G ) f ü r die G e n e h m i g u n g d e r eingereichten V o r l a g e z u s t ä n d i g . 1.3 Rechtsschutzverfahren Z u r V o r l a g e sind keine B e s c h w e r d e n eingereicht w o r d e n .
2.
Nutzungsplanung Siedlung als Grundlage der Vorlage
Der G e s t a l t u n g s p l a n stützt sich a u f die a m 2 4 . S e p t e m b e r 2 0 0 8 g e n e h m i g t e N u t z u n g s planung Siedlung.
3.
Die Vorlage im Überblick
3.1
Vorlage
Das A r e a l d e s G e s t a l t u n g s p l a n s liegt in d e r W o h n z o n e W 3 und teilweise in d e r G r ü n z o n e . A u f d e m rund 1,1 ha g r o s s e n A r e a l sind altersgerechte E i g e n t u m s w o h n u n g e n und Mietw o h n u n g e n geplant. Die G e n o s s e n s c h a f t L E B E N s u h r hat einen A r c h i t e k t u r w e t t b e w e r b durchgeführt, mit d e m Ziel, eine optimale B e b a u u n g d e r G r u n d s t ü c k e 2 3 5 2 ( L E B E N s u h r ) und 2 3 5 8 ( E i n w o h n e r g e m e i n d e S u h r ) sicherzustellen. Gestützt a u f d a s Siegerprojekt ist der G e s t a l t u n g s p l a n erarbeitet w o r d e n . 3.2
Gegenstand der Genehmigung
Z u g e n e h m i g e n sind die verbindlichen Inhalte d e s G e s t a l t u n g s p l a n s M ü h l e m a t t w e g , b e s t e h e n d a u s d e r Situation 1 : 5 0 0 und d e n S o n d e r n u t z u n g s v o r s c h r i f t e n ( S N V ) .
Versand:
1 3. Sep. 2013
-2-
Erwägungen 4.
Beurteilung der Vorlage
4.1
Überprüfungsbefugnis
Die G e n e h m i g u n g s b e h ö r d e prüft die N u t z u n g s p l ä n e auf Rechtmässigkeit, auf Ü b e r e i n s t i m m u n g mit d e n k a n t o n a l e n Richtplänen und d e n regionalen S a c h p l ä n e n s o w i e auf a n g e m e s s e n e B e r ü c k s i c h t i g u n g der kantonalen und regionalen Interessen (§ 2 7 A b s . 2 B a u G ) . Dazu g e h ö r e n n a m e n t l i c h die A n f o r d e r u n g e n nach § 21 B a u G .
4.2
Raumplanerische Beurteilung
Der G e s t a l t u n g s p l a n M ü h l e m a t t w e g entspricht den im Richtplan aufgeführten Zielen einer qualitätsvollen inneren S i e d l u n g s e n t w i c k l u n g . B e s o n d e r s positiv e r w ä h n e n s w e r t sind der Einbezug der Natur, die e n t s p r e c h e n d den N u t z e r g r u p p e n diversifizierte F r e i r a u m g e s t a l tung s o w i e die mit d e n V o l u m e n erreichte verträgliche V e r d i c h t u n g . Der G e s t a l t u n g s p l a n ermöglicht eine gute architektonische Reaktion auf die baulichen und landschaftlichen Bedürfnisse der U m g e b u n g sowie auf die Bedürfnisse der B e v ö l k e r u n g .
4.3
Erschliessung
Das A r e a l liegt nicht a n b e s t e h e n d e n o d e r g e p l a n t e n k a n t o n a l e n Verkehrsinfrastrukturen. Die Parkplatzzahl wird begrenzt. Das A r e a l wird v o n der b e s t e h e n d e n k o m m u n a l e n Strasse ( M ü h l e m a t t w e g ) e r s c h l o s s e n .
4.4
Umgebungsgestaltung, ökologischer Ausgleich
Im Areal d e s G e s t a l t u n g s p l a n s wird die U m g e b u n g s g e s t a l t u n g ausführlich geregelt, dabei w e r d e n 15 % der Fläche für d e n ö k o l o g i s c h e n A u s g l e i c h v o r g e s e h e n .
4.5
Gesamtbeurteilung
Die V o r l a g e erfüllt die gesetzlichen V o r a u s s e t z u n g e n für die G e n e h m i g u n g .
Beschluss 1. Der Gestaltungsplan M ü h l e m a t t w e g der G e m e i n d e S u h r v o m 17. Juni 2 0 1 3 wird g e n e h migt. 2. Die Abteilung R a u m e n t w i c k l u n g wird mit der Publikation im Amtsblatt beauftragt.
Rechtsmittelbelehrung 1. Gegen diesen Genehmigungsentscheid kann beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau, Beschwerde geführt werden.
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2. Die nicht erstreckbare Beschwerdefrist von 30 Tagen beginnt mit der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aargau zu laufen. Bei der Berechnung der Beschwerdefrist wird der Tag der Publikation nicht mitgezählt. Die Frist steht still vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar. 3. Beschwerdeentscheide können innert gleicher nicht erstreckbarer Frist - neben dem Genehmigungsentscheid - gesondert mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden, sofern sie durch den Genehmigungsentscheid nicht abgelöst worden sind. 4. Die Beschwerdeschrift ist von der Partei selbst oder von einer Anwältin bzw. einem Anwalt zu verfassen, welche oder welcher gemäss dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23. Juni 2000 (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) zur Vertretung von Parteien vor Gericht berechtigt ist. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine Begründung enthalten, das heisst, es ist a) anzugeben, wie das Verwaltungsgericht entscheiden soll, und b)
darzulegen, aus welchen Gründen diese andere Entscheidung verlangt wird.
Die Beschwerde hat nur aufschiebende Wirkung, wenn und soweit das Gericht sie gewährt. 5. Auf eine Beschwerde, welche den Anforderungen unter Ziffer 2 bis 4 nicht entspricht, wird nicht eingetreten. 6. Eine Kopie des angefochtenen Entscheids ist der Beschwerdeschrift beizulegen. Allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen und soweit möglich einzureichen. 7. Das Beschwerdeverfahren ist mit einem Kostenrisiko verbunden, das heisst, die unterliegende Partei hat in der Regel die Verfahrenskosten sowie gegebenenfalls die gegnerischen Anwaltskosten zu bezahlen. 8. Die Genehmigungsbeschlüsse und die einschlägigen Akten können während der Beschwerdefrist bei der Abteilung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, eingesehen werden.
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G e m e i n d e r a t , T r a m s t r a s s e 12, 5 0 3 4 S u h r D e p a r t e m e n t B a u , V e r k e h r und U m w e l t Abteilung R a u m e n t w i c k l u n g B V U (Original mit A k t e n ) Abteilung V e r k e h r B V U