Gestaltungsplan Belvédère
Plan d'utilisaziun spezial · Baden
Document
- Numer
- 11.145
- Gener
- Plan d'utilisaziun spezial
- Vischnanca
- Baden
- Chantun
- Aargau
- Nivel
- Vischnanca
- Autoritad
- Gemeindeverwaltung
- Approvà da
- BVU
- Decidì
- 20-11-2013
- En vigur dapi
- 20-11-2013
- Funtauna
- ÖREBlex, chantun Aargau
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Text
SNP-4021-2013-E-2.pdf
Kanton Aargau
Stadt Baden
Gestaltungsplan „Belvödöre" gemäss § 21 BauG
Kanton Aargau Departement Bau, Verkehr und Umwelt Abteeng Raurnentwicklung
Sondernutzungsvorschriften Weitere verbindliche Bestandteile des Gestaltungsplans: Situationsplan 1:500
© 2012 swisstopo (JM00006)
Mitwirkung vom:
01.11.2011
Vorprüfungsbericht vom:
22.08.2012
Öffentliche Auflage vom:
11.03.2013
Beschlossen vom Stadtrat am:
08.07.2013
Der Stadtammann:
Genehmigung:
bis:
30.11.2011
bis:
09.04.2013
Der Stadtschreiber:
Genehmigung durch das Departement Bau, Verkehr un: Aarau, den
2.043
o.
Metron Raumentwicklung AG Stahlrain 2, 5201 Brugg
T: 056 460 91 11 F: 056 460 91 00
www.metron.ch [email protected]
18.06.2013 SUB/BGL
F:IDATENIM4109-084-00104_BERISNVISNV GP BADEN BELVEDERE V13.DOCX
metron
Inhaltsverzeichnis Präambel
3
Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Bestandteile
3
Art. 2
Art. 3
Art. 4 3
Geltungsbereich Verhältnis zum übergeordneten Recht
3 3
Zweck / Ziele
3
4
Nutzung
Art. 5 Nutzweise
4
Art. 6 Bruttogeschossfläche
4
Bauvorschriften
4
Art. 7 Baufelder
4
Art. 8 Höchstkote
5
Art. 9 Geschosszahl und -höhe
5
Gestaltungsvorschriften
Art. 10 Bauten
5
Art. 11 Dächer
5 6
Freiräume und Umwelt
6
Art. 12 Gestaltung
38 weitere Artikel
Art. 13 Vernetzungskorridor
6
Art. 14 Spiel- und Ruheflächen
Art. 15 Bäume
Art. 16 Unterhalt, Pflege und Kosten
Art. 17 Bauökologie
7 7 7
Art. 18 Altlasten
8
Verkehr und Versorgung
8
6 7
Art. 19 Haupterschliessung
8
Art. 20 Fussverkehr
Art. 21 Parkierung
8 9
Art. 22 Energieversorgung
Art. 23 Abfall- und Abwasserentsorgung
9
Qualitätssicherung und Schlussbestimmung
Art. 24 Qualitätssicherung
Art. 25 Inkrafttreten, Änderung und Aufhebung
9 10 10 10
Präambel Der Stadtrat von Baden erlässt gestützt auf § 25 Abs. 3 des Gesetzes über Raumplanung, Umweltschutz und Bauwesen des Kantons Aargau vom 19. Januar 1993 (Baugesetz, BauG) und § 5 Abs. 1 der Bau- und Nutzungsordnung der Stadt Baden vom 23. Oktober 2001 (BNO) die nachstehenden Sondernutzungsvorschriften (SNV):
Allgemeine Bestimmungen
Art. 1 Bestandteile
1 Der Gestaltungsplan besteht aus den vorliegenden Sondernutzungsvorschriften und dem zugehörigen Situationsplan 1:500. 2 Der Planungsbericht und das aus dem Ideenwettbewerb hervorgegangene Richtprojekt dienen ausschliesslich der Erläuterung der Gestaltungsplanung und sind nicht verbindliche Bestandteile des Gestaltungsplans.
Art. 2 Geltungsbereich
Der Geltungsbereich umfasst im Quartier Allmend das Gebiet zwischen der Allmendstrasse und der Kennelgasse. Der exakte Perimeter ist im Situationsplan bezeichnet.
Art. 3 Verhältnis zum übergeordneten Recht
1 Soweit der Gestaltungsplan keine anderen Festlegungen enthält, gilt die Bau- und Nutzungsordnung der Stadt Baden (Nutzungsplan sowie Bau- und Zonenvorschriften). 2 Vorbehalten bleibt im Übrigen die übergeordnete Gesetzgebung des Kantons und des Bundes, insbesondere die einschlägigen Erlasse des Planungs-, Bau- und Umweltrechts. 3 Für die Baubegriffe und Messweisen kommen im vorliegenden Gestaltungsplan die Bestimmungen der Allgemeinen Verordnung zum Baugesetz (ABauV) vom 23. Februar 1994 zur Anwendung, wie sie im Anhang 3 der Bauverordnung (BauV) vom 25. Mai 2011 aufgeführt sind.
Art. 4 Zweck / Ziele
1 Der Gestaltungsplan schafft die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine gestalterisch hochstehende und nachhaltige Überbauung im Gebiet "Belvödöre". 2 Mit dem Gestaltungsplan sind insbesondere folgende Ziele sicherzustellen: •
eine angemessene Nutzungsdichte und eine effiziente Arealerschliessung,
•
eine räumlich und architektonisch zusammengehörende Einheit aus sieben zueinander versetzt angeordneten Punkthäusern mit einer durchgehenden hainartigen Bepflanzung,
•
die Integration des Schützenhauses in die Gesamtüberbauung,
3
•
die Beschränkung der privaten Aussenräume auf ausladende, grosszügig bemessene Terrassen und Balkone,
•
und der Erhalt der freiräumlichen Durchlässigkeit des Siedlungsrands zum offenen Landschaftsraum.
Nutzung
Art. 5 1
Nutzweise
In den Baufeldern 1 bis 7 beträgt der Wohnanteil grundsätzlich 100%. Durch die Be-
wohner/innen geführte, nicht störende Betriebe mit geringem Publikumsverkehr sind in der eigenen Wohnung zulässig. Die maximale Anzahl Wohneinheiten (WE) ist auf den Baufeldern 1, 2 und 7 auf 3 WE und in den Baufeldern 3 bis 6 auf 7 WE festgelegt. 2
Im kantonalen Denkmalschutzobjekt „Schützenhaus" sind Wohnnutzungen, nicht stö-
rende Dienstleistungsbetriebe und öffentliche Nutzungen zulässig.
Art. 6 Bruttogeschossfläche
Die maximal zulässige Bruttogeschossfläche pro Baufeld wird wie folgt festgesetzt:
Baufeld
Bruttogeschossfläche (BGF)
1
700m2
2
700m2
3
1'375m2
4
1'375m2
5
1'375m2
6
1'375m2
7
700m2
Total Perimeterl
7600 m2
Bauvorschriften
Art. 7 1
Baufelder
Die Begrenzungen der Baufelder und die entsprechenden Mantellinien gelten als Bauli-
nien und ersetzen die zonengemässen Grenzabstände sowie die gesetzlichen Strassenabstände. Hochbauten sind ausschliesslich innerhalb der Baufelder 1 bis 7 zulässig.
1 exkl. Schützenhaus
4
2 Kleinbauten (z.B. Busunterstand, offene Velounterstände und Containerstandplätze) sind nur an den im Situationsplan bezeichneten Stellen zulässig. Die genauen Standorte werden im Rahmen des Baubewilligungsverfahrens festgelegt. 3 Vorspringende Gebäudeteile (z. B. aussenliegende Treppen und Erschliessungen, Vordächer, Balkone, Kanäle, Durchgänge, Zusammenschlüsse) können innerhalb der entsprechenden Baufelder und Mantellinien in Länge und Breite frei angeordnet werden. Wo kein entsprechender Bereich definiert wurde, gelten die Bestimmungen gemäss Anhang 3 der BauV, § 2.
Art. 8 Höchstkote
1 Sämtliche Hochbauten (inkl. Dachaufbauten) müssen unterhalb der jeweiligen Höchstkote gemäss Situationsplan liegen. 2 Liftüberfahrten, Lüftungsanlagen und Solaranlagen dürfen die jeweilige Höchstkote um maximal 1.50 m überschreiten. Für die Liftüberfahrten und die Lüftungsanlagen gilt diese Bestimmung nur, sofern sie an einem Standort konzentriert werden können und sie sich gestalterisch sehr gut in die Hochbaute integrieren.
Art. 9 Geschosszahl und -höhe
1 In den Baufeldern 1, 2 und 7 sind innerhalb der im Situationsplan definierten Höhenangaben maximal je drei Vollgeschosse erlaubt. 2 In den Baufeldern 3 bis 6 sind innerhalb der im Situationsplan definierten Höhenangaben maximal je drei Vollgeschosse und ein Attikageschoss erlaubt. 3 Die Höhe der Vollgeschosse und des Attikageschosses darf höchstens je 3.20 m betragen.
Gestaltungsvorschriften
Art. 10 Bauten
1 Die Bauten, Anlagen und Aussenräume sind für sich, in ihrem Zusammenhang mit der baulichen Umgebung im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen so zu gestalten, dass eine besonders gute Gesamtwirkung für das Gebiet Belvödöre entsteht. 2 Für die Neubauten ist eine sorgfältige, zeitgenössische Architektur mit hohen gestalterischen Ansprüchen anzustreben. Die Häuser sollen als Holzbauten in Erscheinung treten. Im Kern, und wo statisch erforderlich, ist Massivbau zulässig. Die äussere Erscheinung und die aussenräumliche Gesamtwirkung ist durch allseitig (Baufelder 1, 2 und 7 jeweils 3-seitig) gestaffelte Fassaden, etwa durch versetzt angeordnete Rücksprünge
5
(eingezogene Balkone), und grosszügig ausladende und kreuzweise gestapelte Terrassen zu erzielen. 3 Die Zugänge und die technischen Anlagen zu den unterirdischen Bauten dürfen das Gesamtbild und den Freiraum nicht beeinträchtigen.
Art. 11 Dächer
1 In den Baufeldern 1 bis 7 sind Flachdächer vorgeschrieben. 2 Technische Aufbauten müssen sich gestalterisch sehr gut in die Dachgestaltung integrieren.
Freiräume und Umwelt
Art. 12 Gestaltung
1 Die Freiflächen (inkl. Freihaltezone, Vernetzungskorridor und Spiel- und Ruheflächen) sind als ein mit standortgerechter und artenreicher Vegetation bestandener Hain auszugestalten; sie sind nicht zu versiegeln. Der Grünraum ist zusammenhängend, unter Ausschluss von Einfriedungen, Hecken und Zäunen, zu gestalten. 2 Der Bereich der Freihaltezone ist Bestandteil der gesamten Freifläche des Gestaltungsplanperimeters und unterscheidet sich in gestalterischer Hinsicht nicht von dieser. Dies gilt auch für den Fall, dass die Freihaltezone mit der laufenden Revision der Nutzungsplanung in die Wohnzone W2 umgezont wird.
Art. 13 Vernetzungskorridor
1 Der Vernetzungskorridor dient insbesondere der ökologischen Vielfalt und ist "wildtiergerecht" auszugestalten. Leitarten sind kleine Säugetiere wie Igel und Wiesel, sowie Vögel und Insekten. 2 Für den im Situationsplan bezeichneten Vernetzungskorridor gelten folgende Anforderungen: •
Gartenspezifische Nutzungen wie Komposthaufen, Sitzgelegenheiten und Spielgeräte sind nicht zulässig.
•
Die Breite des Vernetzungskorridors beträgt mindestens 20 m.
•
In Ergänzung zu § 15 sind locker verstreute Gebüschgruppen einheimischer Arten mit einem Mindestanteil von 20% an dornenreichen Sträuchern vorzusehen.
•
Die übrige Fläche ist als artenreiche Wiese anzulegen und nach anerkannten ökologischen Richtlinien zu unterhalten.
6
•
Stützmauern sind als Trockensteinmauern zu erstellen.
Art. 14 Spiel- und Ruheflächen
1 Mit Ausnahme des Vernetzungskorridors und der Freihaltezone können auf der gesamten Freifläche Spiel- und Ruhebereiche angeordnet werden. 2 Die Spiel- und Ruheflächen sind als Naturspielplätze nach zeitgemässen Anforderungen an Gestaltung und Sicherheit zu konzipieren und verschiedenen Altersgruppen entsprechend auszustatten. 3 Die Fusswege, Spielgeräte, Sitzbänke und dgl. sind in ihrer Ausführung, Materialisierung und Farbe in die naturnahe, hainartige Freiraumgestaltung und Topografie zu integrieren. Maximal 10% dieser Flächen dürfen befestigt werden. Bunte Spielgeräte aus Kunststoff sind nicht zulässig.
Art. 15 Bäume
Die im Situationsplan bezeichneten Bäume sind in Anzahl und Qualität verbindlich festgelegt. Abweichungen von maximal 15% sind in begründeten Fällen zulässig. 2 Die Bäume sollen von Beginn an als räumliche Elemente in Erscheinung treten und sind daher in entsprechender Grösse zu pflanzen.
Art. 16 Unterhalt, Pflege und Kosten
1 Die Bauherrschaft legt in Absprache mit der Stadt Baden die genaue Gestaltung der gesamten Freiflächen (Freihaltezone, Vernetzungskorridor, Spiel- und Ruheflächen, Bäume etc.) und deren Pflege in einem Gestaltungs- und Pflegekonzept fest. 2 Das Gestaltungs- und Pflegekonzept ist mit der Baueingabe für die Überbauung einzureichen. Mit der Bewilligung durch den Stadtrat wird das Gestaltungs- und Pflegekonzept verbindlich.
Art. 17 Bauökologie
Bei der Wahl der Baustoffe ist auf die Verwendung umweltfreundlicher und gesundheitlich unbedenklicher Materialien zu achten. Der Verbrauch von Ressourcen bei der Erstellung, Nutzung und Beseitigung von Gebäuden soll durch eine geeignete Materialwahl minimiert werden.
7
Art. 18 Altlasten
1 Altlasten bzw. belastete Standorte müssen soweit saniert werden, dass sie längerfristig keine Gefährdung für Mensch und Umwelt (Boden, Wasser, Luft) darstellen. Die Stadt Baden hat entsprechende Abklärungen durchzuführen. Sollten diese die Sanierungsbedürftigkeit bestätigen, ist der Untergrund sowie allfällig vorhandener Boden im Bereich des konkreten Bau- und Umnutzungsprojekts unter Federführung der Stadt Baden fachgerecht und abgestimmt auf den Baubeginn zu entsorgen. 2 Diese Verpflichtung gilt auch für Erschliessungsflächen, die an die Einwohnergemeinde Baden abgetreten werden. Diese sind altlastenfrei bzw. altlastenbereinigt in das öffentliche Eigentum zu übertragen.
Verkehr und Versorgung
Art. 19 Haupterschliessung
1 Die Haupterschliessung des Gestaltungsplangebiets für den motorisierten Verkehr erfolgt von der Mellingerstrasse über die Kennelgasse. Das Schützenhaus wird sowohl über die Allmendstrasse als auch über die Kennelgasse erschlossen. 2 Der zulässige Bereich für Ein- und Ausfahrten in die Tiefgaragen ist im Situationsplan festgelegt. Innerhalb dieses Bereichs für Ein- und Ausfahrten in die Tiefgarage sind maximal zwei Ein- und Ausfahrten zulässig. 3 Im optionalen Bereich kann eine Ein- und Ausfahrt angeordnet werden, falls die Freihaltezone mit der laufenden Revision der Nutzungsplanung in die Wohnzone W2 umgezont wird. Die Ein- und Ausfahrt ist so anzuordnen, dass der Vernetzungskorridor eine Mindestbreite von 20 m aufweist.
Art. 20 Fussverkehr
1 Die im Situationsplan eingetragene, siedlungsinterne Fusswegverbindung ist zusammen mit den Neubauten zu erstellen. 2 Das neue Trottoir ist zusammen mit den Neubauten durch den Grundeigentümer zu erstellen und geht nach Ausbau (inkl. Beleuchtung etc.) unentgeltlich ins Eigentum der Einwohnergemeinde Baden über. 3 Die Haltekante einer neuen Bushaltestelle ist behindertengerecht auszubilden. 4 Die neue Fusswegverbindung entlang der Allmendstrasse und der bestehende Treppenabgang zwischen der Allmendstrasse und der Kennelgasse müssen öffentlich zu-
8
gänglich sein. Die Zugänglichkeit und der Unterhalt sind mittels Dienstbarkeiten/Eigentumsübertragung zu sichern.
Art. 21 Parkierung
1 Für die Bewohner und Besucher dürfen im Gestaltungsplangebiet maximal 90 Parkplätze erstellt werden. Davon werden 75 Parkplätze unterirdisch und 15 oberirdisch angeordnet (davon maximal 5 PP vor dem Schützenhaus). 2 Die unterirdischen Parkplätze sind innerhalb des im Situationsplan festgehaltenen Baufelds zu erstellen. 3 Die oberirdische Parkplätze sind nur für Besucher und in den violett schraffierten Bereichen bzw. vor dem Schützenhaus zulässig. Sie sind versickerungsfähig auszugestalten, davon ausgenommen sind die Parkplätze beim Schützenhaus. 4 Pro Zimmer sind mindestens 0.6 Veloabstellplätze auszuweisen. Diese sind möglichst oberirdisch als gedeckte Abstellflächen anzuordnen.
Art. 22 Energieversorgung
1 Bei Neubauten ist mindestens der Minergie-Standard einzuhalten. Andere Lösungen, welche bezüglich Gesamtenergieverbrauch und Umweltbelastung mindestens gleichwertige Ziele erreichen, sind zulässig. 2 Durch bauliche Massnahmen ist der Energieverbrauch zu reduzieren. Es ist ein möglichst hoher Anteil von erneuerbaren Energiequellen anzustreben.
Art. 23 Abfall- und Abwasserentsorgung
1 Zur Vermeidung von Abfällen ist mit Ressourcen möglichst schonend umzugehen. 2 Die Infrastrukturanlagen für die Entsorgung von Abfällen sind an den im Situationsplan angegebenen Standorten zu erstellen. 3 Mit der Baueingabe für die Überbauung ist aufzuzeigen, wie das Dachwasser bei starken Niederschlägen auf dem Grundstück zurückgehalten und die Versorgung des Brunnens mit Oberflächenwasser auf der Nachbarparzelle Nr. 3652 sichergestellt werden kann. Die Details zur Versorgung des Brunnens sind vor der Erteilung der Baubewilligung vertraglich zu regeln.
9
Qualitätssicherung und Schlussbestimmung
Art. 24 Qualitätssicherung
1 Das auf dem Wettbewerbsverfahren basierende Richtprojekt ist für die Typologie, die architektonische Qualität der Bauten und die Gestaltung der Freiräume massgebend. 2 Bauten, Anlagen und Aussenräume sind so zu gestalten, dass sie hinsichtlich Massstäblichkeit, Proportionen und Gliederung der Bauvolumen, Formensprache sowie Materialisierung und Farbgebung eine gute Qualität und Gesamtwirkung über das ganze Areal erzielen. Dies gilt insbesondere auch bei einer etappenweisen Realisierung.
Art. 25 Inkrafttreten, Änderung und Aufhebung
1 Der Gestaltungsplan mit den dazugehörigen Sondernutzungsvorschriften tritt mit der kantonalen Genehmigung in Kraft. 2 Die Änderung oder Aufhebung bedarf des gleichen Verfahrens wie der Erlass des Gestaltungsplans.
10
Genehmigung
Departement KANTON AARGAU
Bau, Verkehr und Umwelt Datum:
20.11.2013
R C A N / i w f1 1l .
J
j;\03_geschäfte\3_geneh igun n\0 2_are\ro\20131115_bdv_11.145.doc x m
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M r | X J r
Ganzen Text zeigen
-
R V / I I D f \ A4 4 AK. 1 D V U K U . 1 1 .1 45-1
Gemeinde Baden; Gestaltungsplan "Belvedere"; Genehmigung; Publikation- Auftrag an Abteilung Raumentwicklung
Sachverhalt 1.
Verfahren
1.1
Verfahrensdaten
Vorprüfungsbericht Öffentliche A u f l a g e Beschluss Gemeinderat Eingereicht z u r G e n e h m i g u n g A b l a u f d e r Beschwerdefrist
22. August 2012 1 1 . März 2 0 1 3 bis 9. April 2 0 1 3 8. Juli 2 0 1 3 20. S e p t e m b e r 2 0 1 3 17. S e p t e m b e r 2 0 1 3
Die V e r f a h r e n s v o r a u s s e t z u n g e n für die G e n e h m i g u n g sind erfüllt. 1.2
Zuständigkeit zur Genehmigung
D a s D e p a r t e m e n t B a u , V e r k e h r u n d U m w e l t ist g e m ä s s § 2 7 A b s . 1 B a u g e s e t z die G e n e h m i g u n g d e r eingereichten V o r l a g e z u s t ä n d i g . 1.3 Rechtsschutzverfahren Z u r V o r l a g e ist eine B e s c h w e r d e eingereicht w o r d e n . A u s d e m B e s c h w e r d e v e r f a h r e n erg e b e n sich keine Ä n d e r u n g e n d e r V o r l a g e . Die G e n e h m i g u n g erfolgt koordiniert mit d e m Beschwerdeentscheid.
2.
Nutzungsplanung Siedlung als Grundlage der Vorlage
Die V o r l a g e stützt sich auf die rechtskräftige N u t z u n g s p l a n u n g Siedlung ab D a s Gebiet hegt in d e r W o h n z o n e W 2 mit S o n d e r n u t z u n g s p l a n p f l i c h t .
3.
Die Vorlage im Überblick
3.1
Vorlage
Der G e s t a l t u n g s p l a n stützt sich a u f ein Richtprojekt a b , w e l c h e s a u s e i n e m W e t t b e w e r b h e r a u s e n t s t a n d e n ist. Der Gestaltungsplan legt Baufelder für i n s g e s a m t 7 P u n k t b a u t e n unterschiedlicher G r o s s e fest. Die z u l ä s s i g e A n z a h l W o h n e i n h e i t e n ( W E ) wird für die B a u felder 1, 2 u n d 7 a u f 3 und in d e n a n d e r n Baufelder a u f 7 festgelegt. E b e n s o v o r g e g e b e n sind die m a x i m a l z u l ä s s i g e Bruttogeschossfläche f ü r die einzelnen Baufelder Die Para g r a p h e n 10 und 11 d e r S o n d e r n u t z u n g s v o r s c h r i f t e n ( S N V ) enthalten gestalterische Vorg a b e n für die k o n k r e t e architektonische U m s e t z u n g . N e b e n d e n Baufeldern für H o c h b a u ten legt d e r G e s t a l t u n g s p l a n auch Baufelder für v o r s p r i n g e n d e Gebäudeteile fest w e l c h e in § 7 A b s . 3 S N V definiert w e r d e n .
Versand:
2 2. NOV. 2013
-2-
Im W e i t e r e n enthält der G e s t a l t u n g s p l a n detaillierte V o r s c h r i f t e n zur Gestaltung der Freif l ä c h e n , zur Begrünung sowie für die S p i e l - und R u h e f l ä c h e n . Im A r e a l befindet sich ein n a c h der G r u n d n u t z u n g s o r d n u n g d e r Stadt B a d e n wichtiger Vernetzungskorridor. Die S o n d e r n u t z u n g s v o r s c h r i f t e n e n t h a l t e n in § 13 detaillierte V o r g a ben für d e n U m g a n g und die Gestaltung dieser Z o n e . Die Erschliessung des A r e a l s für d e n motorisierten Individualverkehr erfolgt v o n der Meilingerstrasse über die K e n n e l g a s s e . Die Parkierung erfolgt mehrheitlich unterirdisch. Für die B e s u c h e r stehen 15 Parkplätze entlang der A l l m e n d s t r a s s e und vor d e m Schütz e n h a u s zur V e r f ü g u n g . Der Gestaltungsplan legt die Lage und A n z a h l der Veloabstellplätze fest. Diese sind m ö g lichst oberirdisch als g e d e c k t e Absteilflächen a n z u o r d n e n (§ 21 A b s . 4 S N V ) . Der Gestaltungsplan enthält im W e i t e r e n V o r g a b e n z u m Unterhalt und Pflege des Freir a u m s (§ 16 S N V ) , zur B a u ö k o l o g i e (§ 17 S N V ) und zur E n e r g i e v e r s o r g u n g sowie Energieeffizienz (§ 22 S N V ) .
3.2
Gegenstand der Genehmigung
Z u g e n e h m i g e n sind die verbindlichen Inhalte f o l g e n d e r P l a n u n g s m i t t e l : •
Gestaltungsplan "Belvedere" bestehend aus Situation 1 : 500 Sondernutzungsvorschriften (SNV)
Erwägungen 4.
Beurteilung der Vorlage
4.1
Überprüfungsbefugnis
Die G e n e h m i g u n g s b e h ö r d e prüft die N u t z u n g s p l ä n e auf Rechtmässigkeit, auf Ü b e r e i n s t i m m u n g mit d e n k a n t o n a l e n Richtplänen und d e n regionalen S a c h p l ä n e n sowie auf a n g e m e s s e n e Berücksichtigung der k a n t o n a l e n und regionalen Interessen (§ 27 A b s . 2 B a u g e s e t z , B a u G ) . D a z u g e h ö r e n n a m e n t l i c h die A n f o r d e r u n g e n nach § 21 B a u g e s e t z (BauG).
4.2
Raumplanerische Beurteilung
4.2.1 Allgemeines/Städtebau D a s P l a n u n g s g e b i e t liegt a m südlichen R a n d des b e b a u t e n Gebiets der A l l m e n d , südlich a n g r e n z e n d a n das b e s t e h e n d e Einfamilienhausgebiet und in direkter Nachbarschaft zu d e n S p o r t a n l a g e n , die als offene R a u m k a m m e r im W a l d die Situation prägen. C h a r a k t e ristisch ist die nach S ü d e n z u m Teil stark abfallende T o p o g r a p h i e . Im W e i t e r e n ist die S i tuation g e p r ä g t durch d a s d e n k m a l g e s c h ü t z t e S c h ü t z e n g e b ä u d e a m Ostende des Bev e d e r e s in leicht erhöhter Lage. I n s g e s a m t k a n n von einer hervorragenden W o h n l a g e g e sprochen werden. D a s a u s d e m I d e e n w e t t b e w e r b h e r v o r g e g a n g e n e Projekt " B a u m h ü t t e " ist aus r a u m p l a n e rischer Sicht eine gute Reaktion auf die v o r g ä n g i g beschriebene Situation. Mit d e n B a u f e l d e r n im G e s t a l t u n g s p l a n w e r d e n sieben P u n k t b a u t e n mit zwei unterschiedlichen G r o s -
-3-
sen ( B a u t y p e n ) v o r g e g e b e n . Die g e s t a l t e r i s c h e n V o r g a b e n in d e n S N V v e r m ö g e n zu ü b e r z e u g e n und sind sachgerecht. Der Gestaltungsplan enthält detailliertere Vorschriften zur G e s t a l t u n g der Freiflächen sowie der Spiel- und R u h e f l ä c h e n . Unüblich ist die in § 17 S N V in K o m b i n a t i o n mit d e m G e staltungsplan v o r g e g e b e n e A n z a h l der B ä u m e in P l a n u n g s r a u m , von w e l c h e m in b e g r ü n d e t e n Fällen bis m a x i m a l 15 % a b g e w i c h e n w e r d e n k a n n . D i e s e Festlegung sichert j e d o c h die an d i e s e m Standort a n g e s t r e b t e A n o r d n u n g der P u n k t b a u t e n in e i n e m aufgelösten B a u m h a i n . Deshalb sind die Bauten in ihrer E r s c h e i n u n g im G r u n d s a t z auch als Holzb a u t e n a u s z u f ü h r e n (§ 10 S N V ) . Die V o r g a b e n sind s a c h g e r e c h t . Die nach § 8 A b s . 3 B a u v e r o r d n u n g ( B a u V ) erforderliche F a c h s t e l l u n g n a h m e liegt v o r und würdigt die Projektidee und die planerische U m s e t z u n g . I n s g e s a m t erfüllt der G e s t a l t u n g s p l a n die e r h ö h t e n A n f o r d e r u n g e n g e m ä s s § 21 B a u G a n g e m e s s e n .
4.2.2 Erschliessung A m Perimeterrand neben d e m S c h ü t z e n h a u s liegt der Bushalt " B a d e n Belvedere". Mit der Ü b e r b a u u n g Belvedere eröffnet sich die Möglichkeit, die Z u g ä n g l i c h k e i t und Aufenthaltsqualität der b e s t e h e n d e n Bushaltestelle zu v e r b e s s e r n . Der G r u n d s a t z , dass die Haltekante einer n e u e n Bushaltestelle b e h i n d e r t e n g e r e c h t a u s z u b i l d e n ist, ist in § 20 A b s . 3 SNV aufgenommen worden. In § 21 S N V wird eine Limitierung der Parkfelderzahl auf m a x i m a l 90 festgelegt. Die im G e s t a l t u n g s p l a n festgelegte A n z a h l Parkplätze ergibt sich a u s der G e s a m t b r u t t o g e s c h o s s f l ä c h e und den V o r g a b e n der V S S - N o r m . Dies ist s a c h g e r e c h t .
4.2.3 Denkmalschutzobjekt Schützenhaus Per R e g i e r u n g s r a t b e s c h l u s s Nr. 2 0 1 1 - 0 0 1 0 8 8 v o m 10. A u g u s t 2 0 1 1 w u r d e das auf der Parzelle 1090 liegende S c h ü t z e n h a u s unter S c h u t z gestellt. Der auf e i n e m W e t t b e w e r b b a s i e r e n d e Gestaltungsplan " B e l v e d e r e " trägt d e n h ö h e r e n A n s p r ü c h e n im Umfeld eines S c h u t z o b j e k t s R e c h n u n g . Im Nahbereich des S c h ü t z e n h a u s e s sind keine wesentlichen T e r r a i n v e r ä n d e r u n g e n oder H o c h b a u t e n geplant. Die A n o r d n u n g der einzelnen Baufelder und d e r e n H ö h e n b e s c h r ä n k u n g sind der Situation a n g e m e s s e n und k o m m e n d e m U m g e b u n g s s c h u t z des S c h ü t z e n h a u s e s im Sinne v o n § 32 des Kulturgesetzes nach.
4.2.4
Vernetzungskorridor
Die M a s s n a h m e n zur Sicherung des V e r n e t z u n g s k o r r i d o r s sind sachgerecht; im G e s t a l t u n g s p l a n wird ein rund 15 bis 20 m breiter Landstreifen als Vernetzungskorridor festgelegt. § 13 S N V enthält klare A n f o r d e r u n g e n a n die G e s t a l t u n g und Nutzung dieses R a u m e s . Mit d e m nach § 16 S N V geforderten G e s t a l t u n g s - und Pflegekonzept k ö n n e n die Details geregelt w e r d e n .
4.2.5
Umwelt
Das P l a n u n g s g e b i e t ist nicht lärmvorbelastet. Da das Gebiet abseits v o n m a s s g e b l i c h e n L ä r m q u e l l e n liegt (Strasse, Bahn), w e r d e n die P l a n u n g s w e r t e der L ä r m s c h u t z v e r o r d n u n g eingehalten. Im östlichen Teil der Parzelle 2521 ist der e h e m a l i g e Kugelfang der 50 m - A n l a g e " B e l v e d e r e " im Kataster der belasteten Standorte erfasst. Er ist aus G r ü n d e n des B o d e n s c h u t z e s altlastenrechtlich als sanierungsbedürftig klassiert. Z u m S t a n d o r t liegt ein S a n i e r u n g s p r o j e k t vor. Die S a n i e r u n g des e h e m a l i g e n Kugelfanges (Altlast) soll unter der Federführung der Stadt B a d e n - zeitlich a b g e s t i m m t auf den B a u -
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beginn der W o h n ü b e r b a u u n g - erfolgen. A u f diese W e i s e k a n n Art. 3. Altlastenverordnung (AltIV) eingehalten w e r d e n .
4.3
Gesamtbeurteilung
Die V o r l a g e erfüllt die gesetzlichen V o r a u s s e t z u n g e n für die G e n e h m i g u n g .
Beschluss 1. Der G e s t a l t u n g s p l a n Belvedere der Stadt B a d e n v o m 8. Juli 2 0 1 3 wird g e n e h m i g t . 2. Die Abteilung R a u m e n t w i c k l u n g wird mit der Publikation im A m t s b l a t t beauftragt.
Rechtsmittelbelehrung 1. Gegen diesen Genehmigungsentscheid kann beim Verwaltungsgericht des Kantons Aargau, Obere Vorstadt 40, 5000 Aarau, Beschwerde geführt werden. 2. Die nicht erstreckbare Beschwerdefrist von 30 Tagen beginnt mit der Publikation im Amtsblatt des Kantons Aargau zu laufen. Bei der Berechnung der Beschwerdefrist wird der Tag der Publikation nicht mitgezählt. Die Frist steht still vom siebten Tag vor Ostern bis und mit dem siebten Tag nach Ostern, vom 15. Juli bis und mit dem 15. August und vom 18. Dezember bis und mit dem 2. Januar. 3. Beschwerdeentscheide können innert gleicher nicht erstreckbarer Frist - neben dem Genehmigungsentscheid - gesondert mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde angefochten werden, sofern sie durch den Genehmigungsentscheid nicht abgelöst worden sind. 4. Die Beschwerdeschrift ist von der Partei selbst oder von einer Anwältin bzw. einem Anwalt zu verfassen, welche oder welcher gemäss dem Bundesgesetz über die Freizügigkeit der Anwältinnen und Anwälte vom 23. Juni 2000 (Anwaltsgesetz, BGFA; SR 935.61) zur Vertretung von Parteien vor Gericht berechtigt ist. Die Beschwerdeschrift muss einen Antrag und eine Begründung enthalten, das heisst, es ist a) anzugeben, wie das Verwaltungsgericht entscheiden soll, und b) darzulegen, aus welchen Gründen diese andere Entscheidung verlangt wird. Die Beschwerde hat nur aufschiebende Wirkung, wenn und soweit das Gericht sie gewährt. 5. Auf eine Beschwerde, welche den Anforderungen unter Ziffer 2 bis 4 nicht entspricht, wird nicht eingetreten. 6. Eine Kopie des angefochtenen Entscheids ist der Beschwerdeschrift beizulegen. Allfällige Beweismittel sind zu bezeichnen und soweit möglich einzureichen.
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7. Das Beschwerdeverfahren ist mit einem Kostenrisiko verbunden, das heisst, die unterliegende Partei hat in der Regel die Verfahrenskosten sowie gegebenenfalls die gegnerischen Anwaltskosten zu bezahlen. 8. Die Genehmigungsbeschlüsse und die einschlägigen Akten können während der Beschwerdefrist bei der Abteilung Raumentwicklung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Entfelderstrasse 22, 5001 Aarau, eingesehen werden.
Verteiler -
A b t e i l u n g Planung und Bau z . H d . Stadtrat B a d e n , R o t e r T u r m , R a t h a u s g a s s e 5401 Baden - D e p a r t e m e n t B a u , V e r k e h r und U m w e l t - A b t e i l u n g R a u m e n t w i c k l u n g B V U (Original mit A k t e n ) Rechtsabteilung BVU - /Abteilung Verkehr BVU
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