Altholzinsel Fullerhalde
Reservats forestals · Full-Reuenthal · Abolì ils 30-09-2053
Document
- Numer
- AV186
- Gener
- Reservats forestals
- Vischnanca
- Full-Reuenthal
- Chantun
- Aargau
- Nivel
- Chantun
- Autoritad
- Abteilung Wald
- Approvà da
- AW
- Decidì
- 10-10-2003
- En vigur dapi
- 01-10-2003
- Abolì
- 30-09-2053
- Funtauna
- ÖREBlex, chantun Aargau
Karte
Der Kanton veröffentlicht für dieses Dokument keinen Perimeter. Die Karte zeigt Full-Reuenthal mit den Bauzonen.Ganze Karte öffnen
Datotecas
WR-AV186-E.pdfIn neuem Tab öffnen
Text
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Vereinbarung über die Ausscheidung einer Altholzinsel
und dem
Kanton Aargau, vertreten durch die Abteilung Wald des Fin 5a4n4r zderplar rtec-9d)ü mentes, wird über nachfolgend beschriebene Waldfläche, gestützt auf Art. 20 WaG, §§ 5 und 25 AWaG und § 2 AWaD (Beilage 1) und im Sinne des kantonalen Naturschutzprogramms Wald, Folgendes vereinbart:
1. Waldfläche (vergleiche Planbeilage M 1: 5'000, datiert vom 11.12.01) Gemeinde Full-Reuenthal
Pate.. Nr.
Lokalname
Ganzen Text zeigen
Koord.
913** 945 914
Fullerhalde
657580/ 273 580
Haupt-Baumarten Buchen, Föhren
Alter Status 1 (Jahre) > 90 Alk.BW
Fläche im ha 7.9823 0.8478 0.2843
Total
9.11 ha
**) Reduktion der anrechenbaren Fläche von Parz. Nr. 913 um 25 Aren wegen Niederhaltung beim Aussichtspunkt Krüzli i)
Legende: — NkB:
Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung (gemäss kantonalem Richtplan)
2. Ziel Auf der bezeichneten Waldfläche (A1thol7insel) sollen von menschlichen Eingriffen unbeeinflusste Alterungs- und Zerfallsprozesse ablaufen können. Damit entstehen Lebensräume insbesondere für diejenigen Tier- und Pflanzenarten, welche auf alte und absterbende Bäume sowie auf totes Holz angewiesen sind.
3. Pflichten der Waldeigentümerin 3.1 Die Waldeigentümerin verpflichtet sich, in den bezeichneten Waldbeständen auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe zu verzichten und der natürlichen Entwicklung freien Lauf zu lassen. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen.
2 3.2 Sie sorgt für die nötige Aufsicht über die bezeichnete Waldfläche. 3.3 Eingriffe zur Abwehr von Gefahren erfordern die Zustimmung des Kreisforstamtes und werden schriftlich festgehalten. Insbesondere allfällige Holznutzungen in Zusammenhang mit der Sicherheit auf der Kantonsstrasse oder verbleibenden Anlagen des Eigentümers sind zugelassen.
4. Leistung des Kantons Der Kanton bezahlt der Waldeigentümerin für die mit dieser Vereinbarung eingerichtete Altholzinsel einen Beitrag. Dieser wird pauschal für die ganze Vertragsdauer auf
festgelegt und umfasst den Kantons- und den Bundesbeitrag. Die Auszahlung erfolgt innerhalb von 2 Jahren nach Inkrafttreten des Vertrags unter Vorbehalt der Bewilligung der Zahlungskredite durch den Grossen Rat.
5. Dauer der Vereinbarung 5.1 Die Vereinbarung tritt am 1.10.2003 in Kraft und gilt für die Dauer von 50 Jahren 5.2 Nach der Unterzeichnung bis zum Inkrafttreten dieser Vereinbarung sind Eingriffe nur mit Zustimmung des Kreisforstamtes erlaubt.
6. Weitere Bestimmungen 6.1 Die vorstehend vertraglich vereinbarten Naturschutzmassnahmen sind gestützt auf § 39 Abs. 1 lit. a des Waldgesetzes des Kantons Aargau (AWaG; SAR 931.100) unter dem Stichwort „Öffentlich-rechtliche Eigentumsbeschränkung i. S. von § 39 Abs. 1 lit. a Waldgesetz des Kantons Aargau, Naturschutzmassnahmen (Altholzinsel), befristet bis 1. Oktober 2053" im Grundbuch der Gemeinde Full-Reuenthal bei den Liegenschaften Parzellen Nr. 913, 945, 914, Grundbuchblätter 131, 1259, 1492 anzumerken. Die Kosten dieser Anmerkungen trägt der Kanton Aargau (Finanzdepartement, Abteilung Wald, Bleichemattstrasse 1, 5000 Aarau).
-3 6.2 Rechte Dritter werden durch diese Vereinbarung nicht eingeschränkt. Sollten sich im Interesse des Schutzziels Einschränkungen und Verbote gegenüber Dritten als notwendig erweisen, so werden diese im Rahmen der geltenden gesetzlichen Bestimmungen erlassen. 6.3 Entlang der Kantonsstrasse sind Holznutzungen zur Aufrechterhaltung der Sicherheit bis auf eine Baumtiefe ab Strasse zugelassen. Am südlichen Waldrand, in der Karte schraffiert, können zur Verbesserung des Strauchgürtels am Waldrand einzelne Bäume genutzt werden. Für beide Holznutzungen müssen die Anzeichnungen durch d2s Kreisforstamt 2 erfolgen. 6.4 Die Rückforderung des geleisteten Beitrags vom damizumaligen Eigentümer der Parzellen im Falle einer Missachtung der Bestimmungen dieser Vereinbarung bleibt vorbehalten. 6.5 Der beiliegende Plan M 1: 5'000, datiert vom 11.12.01, ist verbindlicher Bestandteil der Vereinbarung. 6.6 Vom Zugangsrecht der AG Hunziker zum Verschlusssystem des ehemaligen Gipsbergwerkes fl.ir allfällig notwendige Kontroll- und Korrekturarbeiten wird Kenntnis genommen. Der Kanton hat zudem Kenntnis davon, dass im Grundbuch zu Gunsten der AG Hunziker für alle Parzellen ein Fuss- und Fahrwegrecht, Durchleitungsrecht und Benützungsrecht eingetragen ist. Dieses Recht ermöglicht alle Handlungen, welche flir die Erfüllung und den Vollzug der Vereinbarung zwischen der Einwohnergemeinde Full-Reuenthal und der AG Hunziker über die definitive Versiegelung der Stollenanlage und allßlliger weiterer behördlicher Auflagen notwendig sind. 6.7 Der Aussichtbereich Krüzli, welcher periodisch kahl geschlagen wird, ist gemäss Kartenausschnitt nicht Teil der Altholzinsel und damit nicht Teil der Vereinbarung
Full-Reuenthal,
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Finanzdepartement Aargau Chef Abteilung Wald: /47/Dr. Heinz Kasper
Beilagen: - Beilage 1: Rechtsgrundlagen - Beilage 2: Plan M 1: 5'000
Ein unterschriebenes Exemplar dieser Vereinbarung geht an: - Waldeigentümer - Finanzdepartement Aargau, Abteilung Wald - Grundbuchamt Zurzach Kopie: - Einwohnergemeinde Full-Reuenthal - Revierfiirster Full-Reuenthal - Kreisforstamt 2
5 Beilage 1
Rechtsgrundlagen Bundesgesetz über den Wald (WaG) vom 4. Oktober 1991 Art. 20 Bewirtschaftungsgrundsätze Die Kantone können zur Erhaltung der Artenvielfalt von Fauna und Flora angemessene Flächen als Waldreservate ausscheiden.
4
Waldgesetz des Kantons Aargau (AVVaG) vom 1. Juli 1997 §5 Die Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer haben auf den naturschützerisch besonders wertvollen Flächen über den naturnahen Waldbau hinaus je nach Zielsetzung geeignete Pflegemassnahmen zu Gunsten des massnahmen Arten- und Biotopschutzes durchzuffihren oder zur Gewährleistung natürlicher Abläufe ganz auf die Holznutzung zu verzichten. 2 Als besonders wertvoll gelten der Waldrand sowie diejenigen Flächen und seltenen Waldgesellschaften, die im Waldentwicklungsplan gemäss § 15 entsprechend bezeichnet sind. 3 Für vertraglich gesicherte Nutzungsverzichte und besondere Pflegemassnahmen im Dienst des Naturschutzes leistet der Kanton finanzielle Beiträge. 4 Feuchtgebiete im Wald dürfen nicht entwässert werden. Ausgenommen sind Entwässerungen, die zum Schutz baulicher Anlagen erforderlich sind und zusammen mit diesen bewilligt werden. 25 Der Kanton entrichtet an vertraglich festgelegte besondere Leistungen der Waldeigentümerinnen und Waldeigentümer Beiträge, namentlich an a) naturschutzbedingte Nutzungsverzichte oder Pflegemassnahmen; b) Massnahmen zur Verhütung und Behebung von Waldschäden gemäss § 19 Abs. 2; c) Leistungen der Forstreviere gemäss § 28 Abs. 1. 2 Er kann für Massnahmen und für die Erffillung von Aufgaben, die der Walderhaltung und der Sicherung nachhaltiger Waldleistungen dienen, projektbezogene oder pauschale Beiträge entrichten, namentlich für die Jungwaldpflege. 3 Er kann im Weiteren Beiträge entrichten für Massnahmen, die vom Bund selbständig oder in Abhängigkeit von kantonalen Beiträgen unterstützt werden, sofern die Voraussetzungen nach § 24 erffillt sind. 4 Der Grosse Rat legt die Grundsätze fiir die Gewährung und Bemessung der Beiträge in einem Dekret fest.
Leistungen des Kantons
Dekret zum Waldgesetz des Kantons Aargau (AWaD) vom 3. November 1998 §2 Die Beiträge von Bund und Kanton an vertraglich vereinbarte Naturschutzmassnahmen betragen zusammen a) 100 % der Kosten — für die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von nationaler und kantonaler Bedeutung — für die Aufwertung von Waldrändern; — filr Waldreservate mit Nutzungsverzicht; b) 50 % der Kosten ffir die Pflege von Naturschutzgebieten und -objekten von lokaler Bedeutung. 2 Der Regierungsrat kann für die Anrechnung der Kosten Pauschalansätze festlegen. 3 Das Finanzdepartement schliesst die entsprechenden Vereinbarungen ab. Es berücksichtigt dabei fachliche Kriterien und kantonale Konzepte. Vereinbarungen über langfristigen Nutzungsverzicht werden in der Regel auf 50 Jahre, diejenigen über Pflegemassnahmen auf 1 bis 15 Jahre abgeschlossen.
Beiträge an Naturschutzmassnahmen
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