Gestaltungsplan Grenzstrasse

Plan d'utilisaziun spezial · St. Gallen

Document

Numer
1994-0161
Gener
Plan d'utilisaziun spezial
Vischnanca
St. Gallen
Chantun
St. Gallen
Nivel
Vischnanca
Decidì
23-03-1993
Approvà
17-02-1994
Publitgà
28-09-1992
En vigur dapi
17-02-1994

Karte

4 Planinhalte, aus den Nutzungsplandaten des Kantons (geodienste.ch).Ganze Karte öffnen

Datotecas

GenehmigungsverfügungIn neuem Tab öffnen

Text

Genehmigungsverfügung

S2_^_2 /j L ä m m lis b ru n n e n s tra s s e 54, 9001 S t.G a lle n

B audepartem ent

St.

Gallen,

17.

des K a nton s S t.Gallen

T e le fo n 071 21 30 03, T e le fa x 071 21 39 60

Fe bru ar 1994

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St ad tr at 9001 St. Gal le n

Genehmigung eines Gemeindeerlasses

Sehr ge eh r t e r Herr S ta dt a m m a n n Sehr ge eh rt e St a d tr ät e

Sie hab en uns 731.1;

in N a c h a c h t u n g von A r t . 31 des B a u g e s e t z e s

abge kü rzt BauG)

(sGS

fo l g e n d e n Erlass zur G e n e h m i g u n g e i n g e ­

reicht :

- G e s t a l t u n g s p l a n G r e n z s t r a s s e mit b e s o n d e r e n V o r s c h r i f t e n

Die Pr üfu ng ergibt,

dass der Erlass

aus bau- und p l a n u n g s r e c h t l i ­

cher Sicht nicht zu b e a n s t a n d e n ist. Mit B l i c k auf A r t . 10 des Waldgesetzes

(SR 921.0;

ab gekürzt WaG)

ist

indes

fol gen de P r ä z i ­

sierung erf orderlich:

a)

Na ch A r t . 10 Abs.

2 W a G ist b e i m Erlass oder bei der Re vi s i o n

von N u t z u n g s p l ä n e n eine W a l d f e s t s t e l l u n g

in jenen B e r e i c h e n an z u ­

ordnen,

wo B a u z o n e n an d e n W a l d g r e n z e n oder

sollen.

Bestockungen werden qualifiziert

quantifiz ie rt ,

d.h.

in Zukun ft grenz en

(Wald/Nichtwald)

und

in den A b g r e n z u n g e n a u f g e n o m m e n und pla nli ch

f e s t g e h a l t e n . Neue B e s t o c k u n g e n au ss e r h a l b di es e r W a l d g r e n z e n g e l ­ ten nicht

als Wa ld

fahr en hat somit

( A r t . 13 Abs.

2 WaG).

Das W a l d f e s t s t e l l u n g s v e r ­

i nn er hal b der U m g r en zu ng nicht nur die Folge,

dass - im p o s i t i v e n Sinn - b e s t e h e n d e W ä l d e r

in ihren U m gr e n z u n g e n

—

genau au f g en o mm en werden, s t e l l u n g sv er f üg un g

2

—

sonde rn - im Sinn einer n e g a t i v e n F e s t ­

- andere B e st o c k u n g e n als

"Nicht-Wald"

qualifi­

ziert werden.

b) Der e i n g e r e i c h t e Erl as s

trägt den E r f o r d e r n i s s e n des n eu en

W a l d g e s e t z e s noch nicht Rechnung. indes

im Her bst

1992,

somit vor

Die ö f f e n t l i c h e A u f l a g e erfolgte

I n kr af tt re te n der ne ue n V o r s c h r i f ­

ten.

Da sich i n n erh al b des Pl an ge bi et es

den,

die als W a l d a r ea l ge l te n können,

lung auf die F e s tl eg u ng

"Nichtwald"

keine B e s t o c k u n g e n b e f i n ­

hätte sich die W a l d f e s t s t e l ­

beschränkt.

A u f g r u n d dieses U ms t ä n d e kann au sn a h m s w e i se auf eine no ch m a l i g e ö f f en tl ic he E r g ä n z u n g s a u f l a g e ve rz ic ht et werden. ve - W a l d f e s t s t e l l u n g fe st ste llu ng

für das Pl an ge bi et

satz zu versehen:

Er ist indes mit f o l g e n d e m Z u ­

"Keine W a l d f e s t s t e l l u n g

Ich w e i s e Sie darau f hin,

fes tst el lu ng

ist im Ra hm e n der W a l d ­

für das ga nz e Bauge bie t n a c h z u h o l e n . Der Ae nd e r u n g s -

plan kann daher ge ne hmi gt werden.

folgt."

Die - n e g a t i ­

na ch A r t . 10 W a G e r ­

dass bis zum V o r l i e g e n der

Wald­

für das ganze Ba ug ebi et b e i m Erla ss oder bei der Aen-

der ung von Plä ne n d e m d u r c h das W a ld ge s e t z g e ä n d e r t e n V e r f a h r e n inskün fti g

aus nah msl os Rec hn un g

zu tragen ist.

In A n w e n d u n g von A r t . 31 BauG und A r t . 94 Abs. über die V e r w a l t u n g s r e c h t s p f l e g e

(sGS 951.1;

V e r b i n d u n g mit Nr.

26.01 des G e bü hr e n t a r i f s

Gemeindeverwaltung

(sGS 821.5)

1. Der

1 des Gesetzes

abgek ürz t VRP)

in

für die Staat s- und

verfüg t das Bau dep artement:

ang ef üh rt e Erla ss wi r d genehmigt.

2. Die Gebü hr

für di es e V e r f ü g u n g beträgt

Fr.

1*200.—

.

R e c h t s m i t t e l b e l e h r u n a : G eg en di ese Ve r f ü g u n g kann nach A r t . 43 Abs.

1 VR P

innert v i e r z e h n T ag en seit Er öf fn un g Reku rs bei m

Re g i e r u n g s r a t er ho b e n werden.

r I —

Mit

3

-

fr e u n d l i c h e n G r ü s s e n Der Vorsteher:

sig. Dr. W. Kägi Dr. W. Kägi Re gi er u n g s r a t

Beilage: - G e n e h m i g t e r Erlass - Einzahlungsschein

K o p i e.:. - V o l k s w i r t s c h a f t s d e p a r t e m e n t , D a v i d s t r a s s e 35, - R e c h t s a b t e i l u n g (2) - Pla nu n gs am t - R e c h n u n g s f ü h r e r (2)

9001 St.

Gal le n

Plan

#

Stadt St.Gailen

o>

aÓV

Hochbauamt

LEGENDE

Gestaltungsplan 1:500 Keine Waldfeststellung nach Art. 10 WaG erfolgt

Grenzstrasse

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FESTLEGUNGEN

gemäss Art. 28 Baugesetz vom G.Juni 1972

UMGRENZUNG PLANPERIMETER BAULINIE SOCKELBAUTEN

Der Stadtammann:

VOM STADTRAT BESCHLOSSEN

BAULINIE STÜTZMAUERN

15, S@p, 1992

AM:

Im Namen des Stadtrates Der Stadtschreiber:

GRUNDFLÄCHE HAUPTBAUTEN GRUNDFLÄCHE VORBAUTEN

OEFFENTLICH AUFGELEGT

FREIHALTE FLÄCH EN

VOM: 28, Sep, 1992 BIS: 28. Okt, 1992

VORGARTENFLÄCHEN 1701.501

AM:

▼A

Der Präsident des Grossen Gemeinderates:

VOM GROSSEN GEMEINDERAT

GEBÄUDEHÖHEN IN M.Ü.M. ZU- UND WEGFAHRTEN TIEFGARAGE ZU ERHALTENDE BÄUME

2 3, März 1993 Der Sltadtschreiber:

VOM BAUDEPARTEMENT GENEHMIGT am:

Der Vorsteher des Baudepartementes:

1 7. Feb. 1994 HINWEISE

1-------------1

5

:±

10

ZUFAHRT TIEFGARAGE

Von Euw, Hauser, Prim Architekten Waisenhausstrasse 9000 St.Gailen

Architektur+ Planung

15

20

25 M

TROTTOIR UND VORPLATZE

Hochbauamt Datum: 07.Juli1992

______

686.40

HÖHENKOTEN UMGEBUNG IN M.Ü.M

PPP

BESUCHERPARKPLÄTZE

K

KINDERSPIELPLATZ

©

BÄUME

0

besondere Vorschriften

Staat St. Gallen Hochbauamt

Gestaltungsplan 1:500 Grenzstrasse gemäss Art. 28 Baugesetz vom 6.Juni 1972

Der Stadtammann:

VOM STADTRAT BESCHLOSSEN am:

a

^ 5" Sep, 1992

Im Namen des Stadtrates Der Stadtschreiber:

OEFFENTLICH AUFGELEGT vom :

BIS:

2 8 ' Sep.

1992 2 S. OKt. 1992

VOM GROSSEN GEMEINDERAT ERLASSEN

am:

Der Präsident des Grossen Gemeinderates:

2 3. März 1993 DerStadtschreiber:

VOM BAUDEPARTEMENT GENEHMIGT

am:

-I y Feb. 1994

Architektur+ Planung

0

Der Vorsteher des Baudepartementes:

5

b— I

10

Von Euw, Hauser, Prim Architekten Waisenhausstrasse 9000 St.Gallen

15

20

.....

25 M

Hochbauamt Datum: 07.Juli 1992

STADT ST.GALLEN GESTALTUNGSPLAN

1

GRENZSTRASSE

% 23. März 1993

BESONDERE VORSCHRIFTEN

1 7 . F eb . m

A___________________ A l l g e m e i n e

A rti

Vorschriften

Erlass

Gestützt aut Art. 28 des kantonalen Baugesetzes und auf Art. 82 der Bauordnung der Stadt St. Gallen erlässt der Grosse Gemeinderat der Stadt St. Gallen einen Gestaltungsplan mit besonderen Vorschrif­ ten.

A rt2

Geltungsbereich

Die Sonderbauvorschriften gelten für das im Gestaltungsplan umgrenzte Gebiet. Sofern nachstehend nichts anderes bestimmt wird, gelten die Vorschriften der Bauordnung der Stadt St. Gallen. Der zum Gestaltungsplan gehörende Beilageplan vom 7.7.92 zeigt die Gestaltung der Bauten im Pla­ nungsgebiet auf. Der Beilageplan ist richtungsweisend.

A rt3

Festlegungen, Hinweise

Alle in der Legende des Gestaltungsplanes als Festlegungen bezeichneten Planelemente sind verbind­ lich. Alle übrigen Planelemente des Gestaltungsplanes gelten als richtungsweisend.

B A rt 4

Überbauunqsvorschriften Erschliessung

Die Zu- und Wegfahrten zur Parkgarage erfolgen ab der Burgstrasse. Anlieferungen über die Grenz- und llgenstrasse bleiben möglich.

Art. 5 Parkierung

Die, nach dem gültigen Parkplatzreglement, zu erstellenden Parkplätze sind in einer Tiefgarage zu er­ stellen. Oberirdisch bleibt es in den dafür vorgesehenen Zonen möglich, 3-5 Besucherparkplätze anzuordnen. Für Fahrräder sind genügend, gedeckte und gut zugängliche Abstellplätze zu erstellen.

Art. 6 Baulinien für Sockel bauten

Sockelbauten und Sockelgeschosse sind innerhalb der dafür vorgesehenen Baulinien gestattet und sind auf diese zu stellen. Sie dürfen 1-geschossig in Erscheinung treten und die Höhe OK Decke / Dach von 686.50 m ü. M. nicht überschreiten. Sofern sie das gewachsene und projektierte Terrain nicht überragen, dürfen sie auf der Seite zu den Parzellen 2903 und 3315 die Baulinien unterschreiten. Entlang der Baulinie für Stützmauern dürfen nur Stützmauern von max. 1.80 m Höhe errichtet werden.

2

Art. 7 Grundflächen für Hauptbauten und Vorbauten

Die Grundflächen legen Lage, Stellung und Vollgeschosszahl der Bauten, sowie die Gebäudehöhen verbindlich fest. Diese Festlegungen ersetzen die entsprechenden Vorschriften über die Regelbauweise gemäss der Bauordnung der Stadt St. Gallen. Das Überschreiten der Grundflächen bzw. der Gebäudehöhen ist, mit Ausnahme von technisch be­ dingten Bauteilen, nicht zulässig. Das Unterschreiten der festgelegten Grundflächen ist nur zulässig, wenn es technisch bedingt ist und die städtebaulich vorzügliche Qualität des Projektes gewahrt bleibt.

A rt 8

Geschosszahlen und Gebäudehöhen

Es sind max. 4 Vollgeschosse und 1 Dachgeschoss zulässig. Die Gebäudehöhe bemisst sich bis OK Traufe/Dach bzw. OK Brüstung Dachterrasse.

A rt 9

Dachgeschoss

Dachgeschosse sind nur bei den Hauptbauten an der Burg- bzw. an der llgenstrasse, innerhalb der Umgrenzugslinien für Hauptbauten möglich. Bei den beiden Zwischenbauten sind, innerhalb der Umgrenzungslinien für Hauptbauten, nur Dachaus­ stiege und technische Aufbauten gestattet. Die Dachgeschosse sind so zu gestalten, dass sie sich deutlich als Dachgeschosse auszeichnen.

Art. 10 Dächer

Die Dachgeschosse sind mit geneigten Dächern abzudecken. Die Dachneigung liegt zwischen 5° und 10°.

A rt 11

Freihalteflächen

Die Freihalteflächen sind vom motorisierten Verkehr freizuhalten und als Platz für Begegnung und Spiel parkartig auszugestalten.

Art. 12 Vorgartenflächen

Die Vorgartenflächen sind zu begrünen. Spiel- und Gartenanlagen sind erlaubt.

Ç___________________N u t z u n o s v o r s c h r i f t e n A rt 13

Nichtwohnanteil

Der max. Nichtwohnanteil beträgt 35% der anrechenbaren Geschossflächen aller Vollgeschosse. Die Nichtwohnnutzung ist mehrheitlich in den Erdgeschossen und an der Burgstrasse anzuordnen.

3

A rt 14

Spezielle Auflagen

Mindestens 5% aller Wohnungen sind behindertengerecht zu planen.

D

Energieversorgung

A rt 15

Wärmebedarf

Der Heizenergiebedarf der Gebäude hat mindestens den Zielwert der SIA-Empfehlung 380/1 zu erfüllen.

A rt 16

Energieversorgung

Die Ueberbauung ist mit einer zentralen Heizungsanlage zu versorgen. Für andere Heizsysteme ist mit­ tels eines Energiekonzeptes der Nachweis einer zumindest gleichwertigen Umweltverträglichkeit zu er­ bringen. E

_______________ G e s t a l t u n o s v o r s c h r i f t e n

A rti?

Architektonische Gestaltung

Die Bauten und Anlagen sind architektonisch so zu gestalten, dass hinsichtlich Massstäblichkeit, For­ mensprache, Materialwahl und Farbgebung die Einheitlichkeit der gesamten Ueberbauung gewahrt, sowie eine gute Gesamtwirkung erzielt wird. Die im Beilageplan aufgezeigten Fassaden sind dabei als richtungsgebend zu betrachten.

Art. 18 Umgebungsgestaltung

Für die Umgebungsgestaltung ist bei der Baueingabe ein Umgebungsplan einzureichen, wobei die im Gestaltungsplan eingetragenen Hinweise zu berücksichtigen sind. Die im Gestaltungsplan speziell bezeichneten Bäume sind zu erhalten. Abgehende Bäume sind sofort zu ersetzen.

EINVERSTÄNDNISERKLÄRUNG

Mit dem Gestaltungsplan Grenzstrassse, St. Gallen und den dazugehörigen besonderen Vorschriften vom 7. Juli 1992 erklären sich folgende Grundeigentümer und Baurechtsnehmer einverstanden:

Grundeigentümer Parzelle Nr.2062, St. Gallen:

Fredy Bieri, Schlättliweg 1731, 9052 Niederteufen

r" S,G a„en, (F. Bieri)

Baurechtsnehmer Parzelle Nr.2062, St. Gallen: Frutiger Generalunternehmung AG Walter Bartholdi, Obere Büschenstrasse 4, St. Gallen

St. Gallen,

^

^

^ (W. Bartholdi)