Gestaltungsplan "Poststrasse"; Genehmigung vom 4. August 1998

Plan da furmaziun · Küssnacht

Document

Numer
1329/1998
Gener
Plan da furmaziun
Vischnanca
Küssnacht
Chantun
Schwyz
Nivel
Vischnanca
Autoritad
Gemeinde
Approvà da
Regierungsrat
Decidì
04-08-1998
En vigur dapi
04-08-1998

Karte

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Datotecas

1331_GP-Poststrasse_1998-1329_V.pdfIn neuem Tab öffnen

Text

E\~lG£.GANGEN 2 5. Mai 1998

BSS Architekten

Hirschistrasse 15

6430 Schwyz

041 -811 37 37

6403 Kussnacht

041 -850 41 77

in Arbeitsgemeinschaft mit: Benno Barmettler

3-527

-

Oberdorfstrasse 7

GESTALTUNGSPLAN 'POSTSTRASSE' 6403 KUSSNACHT

Reglement mit Sonderbestimmungen Erlauterungsbericht Ausnahmen· . Berechnungen Genehmigt mil· BzRB-Nr dO~l

vom

3. JU~JI 1998

NAMENS DES BEZIRKSRATES KUESSNACHT AM RIG!

IRKSAM~

,~f·IREIBER

Genehmigt mit RRB Nr. f329 vom 4

:1\\.jUSi 9S

Regierun gsrat des Kantons Scllwyz

a mant

Schwyz, November 1995 KS/sp Rev. 20. Mai 1998 KS/psch

Ref. 527 Gestaltungsplan 2

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-2-

3-527

GESTALTUNGSPLAN

'POSTSTRASSE'

6430 KUSSNACHT

Gebruder Vanoli c/o C. Vanoli AG Bauunternehmung Hohle Gasse 6405 lmmensee

8.Januar1996

Schwyz,

Bauherrschalt:

Gebruder Vanoli

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Bezirk Kussnacht:

Architekt:

K. Schonbachler

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REGLEMENT MIT SONDERBESTIMMUNGEN

Art. 1

RECHTSGRUNDLAGEN:

1 Der Bezirksrat erlasst, gestOtzt auf Paragraph 30 des Planungsund Baugesetzes (PBG) und auf das Baureglement des Bezirks KOssnacht (BauR) vom 91.99.84 ~Rfl 91.94.99ifJauf Antrag der ¥<-} 13. 1. 1JJ.f GrundeigentOmer nachfolgende Vorschriften zum Gestaltungsplan 'Poststrasse', KOssnacht.

Art. 2

GELTUNGSBEREICH:

1 Die Vorschriften gelten fOr das im Plan Nr. 3-527-01 vom 28.11.1995 schwarz-weiss umrandete Gebiet.

Art. 3

ZWECK:

Die Gestaltungsplanung will: 1 Eine gesamtheitliche Bebauung erlangen, die sich ortsbaulich und architektonisch vorteilhaft in Quartier und Landschaft einfOgt.

2 Die Bauten bezOglich Lage und Grosse, sowie der generellen Gestaltung definieren, um damit eine qualitatsvolle, einheitlich wirkende Besiedlung zu erreichen. 3 Die Anordnung und Gestaltung der GrOnflachen, Weg- und Platzanlagen sowie der Spielbereiche bestimmen.

4 Die Nutzung in den einzelnen Baubereichen regeln. 5 Die Erschliessung und die Parkierung regeln.

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-4Art. 4

PLANUNGSMJTIEL:

1 Der Gestaltungsplan (GP) umfasst folgende Planungsmittel:

2 Verbindliche Planungsmittel: Gestaltungsplan mit Situation und Schnitten, Mantel- und Hiihenbegrenzungslinien, Mst. 1:500, Plan Nr. 3-527-01 - Reglement mit Sonderbestimmungen 3 Richtungsweisende Planungsmittel: Richtprojekt Mst. 1:200 /1:500, Nr. 3-527-02 - Modell Richtprojekt im Mst. 1:500

Art. 5 ZUlASSJGE NUTZUNG

BAUBEREICHE:

1 Es sind 2 Baubereiche mit unterschiedlicher Nutzungsprioritat vorgesehen:

2 Baubereich A mit Wohnnutzung, sowie einer unterirdischen Parkierungsanlage.

3 Baubereich B mit Wohn-, Gewerbe- und Dienstleistungsnutzung.

Art. 6 LAGE UNO

ANORDNUNG, BAUMASSE:

1 Lage und Anordnung und Baumasse sind durch Mantel-, und Hiihenbegrenzungslinie in Grundriss und Schnitt maximal definiert.

2 Mantellinien bestimmen die ausserste, zulassige Fassadenflucht tor aile das gewachsene Terrain urn mehr als einen Meter uberragende Bauten und Anlagen. Ausgenommen sind Nebenbauten gemass § 61 PBG sowie Balkone, Erker, technische Vorbauten wie Lifte udgl. und Vordacher bis zu einer Ausladung von max. 1.5 Metern. Die Lage der Tiefgarage richtet sich nach den Angaben des Richtprojektes.

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3 Die Hiihenbegrenzungslinien bezeichnen die zulassige Hiihenausdehnung der Bauten unter Angabe in Metern Ober Meer. lm Baubereich A gelten grundsatzlich die Vorschriften der Zone W3. Als Ausnahme dar! ein zusatzliches Geschoss erstellt werden, das Ober 60 % der darunterliegenden BGF aufweist, bzw. sich im Rahmen des Richtprojektes bewegt. Technisch bedingte Dachaufbauten dOrfen die Hiihenbegrenzungslinie Oberragen.

Art. 7

ABSTANDE:

1 Gegenuber Grundstlicken ausserhalb des GP-Gebietes haben die Gebaude die gesetzlichen Grenz- und Gebaudeabstande einzuhalten.

2 lnnerhalb des GP-Gebietes kiinnen die Grenz- und Gebaudeabstande gemass Plan Nr. 3-527-01 unterschritten werden. Vorbehalten bleiben feuerpolizeiliche Vorschriften.

Art. 8 AUSNUTZUNG,

BRUTTOGESCHOSSFLACHE (BGF)

1 Die zulassige Bruttogeschossflache betragt: 3'159.45 m2 BGF inkl. Bonus.

2 AusnOtzungstransporte zwischen den beiden Baubereichen sind im Rahmen der Mantel- und Hiihenbegrenzungslinien zulassig!

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Art. 9

VERKEHRSERSCHLIESSUNG:

1 Die Erschliessung des GP-Areals erfolgt Ober die Poststrasse. Die zulassigen Ein- und Ausfahrtsbereiche sind im GP eingetragen.

2 Die Tiefgarage kann die Poststrasse mit Kat. Nr. 952 unterirdisch nutzen (2-geschossig).

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Art_ 10

UMGEBUNGSGESTALTUNG, SPIELFLACHEN:

1 lm Rahmen des Baubewilligungsverfahrens ist ein Umgebungsplan, aus dem die Gestaltung der Weg- und Platzanlagen sowie der Erholungsflache ersichtlich ist, und ein Bepflanzungsplan einzureichen.

2 Die Freiraume sind mit Baumgruppen auszugestalten. Es sind vorwiegend einheimische Pflanzen und Geholzer zu verwenden. 3 lnnerhalb des Gestaltungsplangebietes sind Erholungsflachen von mindestens 15% der anrechenbaren Wohn-Bruttogeschossflachen anzulegen und dauernd zu diesem Zwecke zu erhalten.

Art. 11 ABFALL

(WIEDERVERWERTUNG ENTSORGUNG):

1 FOr die Gartenanlagen sind Kompostiermoglichkeiten zu schaffen und zu betreiben. An geeigneten Orten sind Container m~ Komponentensammlern aufzustellen. Sie sind im Baubewilligungsverfahren zu bestimmen.

Art. 12 GLIEDERUNG UNO

GESTALTUNG DER BAUTEN:

1 Die Gestaltung der Bauten hat generell unter BerOcksichtigung der Angaben und Absichten des Richtprojektes Plan Nr. 3-52702 zu erfolgen.

2 Aile Teile sind gut zu gestalten, aufeinander abzustimmen und sorgfaltig in die Umgebung einzupassen. In den einzelnen Baubereichen hat die Fassaden- und Dachgestaltung sowie die Materialisierung nach einheitlichen Grundsatzen zu erfolgen. Angaben Ober die Materialisierung sind mit der Baueingabe einzureichen. Insbesondere muss das 4. Vollgeschoss eine andere Materialisierung als die darunterliegenden aufweisen. 3 Konstruktionen, die der Energienutzung dienen (aktive oder passive Sonnenenergie), sind zulassig und konnen eine abweichende Materialisierung aufweisen.

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Art. 13 AUSNAHMEN VON DEN

BAUVORSCHRIFTEN:

1 Es sind folgende Abweichungen von den Bauvorschriften vorgesehen:

a) Die AusnOtzungsziffern in der Zentrumszone II und in der Wohnzone W3 dOrten urn 0.05 erh6ht werden. b) In den Baufeldern fOr die Wohngebaude A gelten grundsatzlich die Vorschriften fOr die Zone W3. Als Ausnahme dart maximal ein zusatzliches Geschoss erstellt werden, das Ober 60 % der Grundflache des darunterliegenden Vollgeschosses aufweist

B

c) Das Baufeld*-liegt teilweise in der Kernzone. Als Ausnahme dart die max. Gebaudehbhe von 9 m im Rahmen der formulierten Hbhenbegrenzungslinien Oberschritten werden. d) Die Gebaudeabstande dOrten im Rahmen der Bebauungslinien unterschritten werden. Grenzabstandsverletzungen durch spiitere Parzellierungen innerhalb des Gestaltungsplan-Perimeters sind zulassig.

Art. 14

INKRAFTIRETUNG:

1 Diese Vorschriften treten mit der Genehmigung des Gestaltungsplanes durch den Regierungsrat in Rechtskraft.