Staatsratsentscheid
Reservats forestals · Naters
Document
- Numer
- 2018.04509
- Gener
- Reservats forestals
- Vischnanca
- Naters
- Chantun
- Valais
- Nivel
- Chantun
- Approvà da
- Conseil d'Etat
- Decidì
- 28-11-2018
- Publitgà
- 26-03-2026
- En vigur dapi
- 28-11-2018
- Funtauna
- ÖREBlex, chantun Valais
Karte
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Datotecas
20181128_DECCE_Waldreservat_Aletsch.pdfIn neuem Tab öffnen
Text
20181128_DECCE_Waldreservat_Aletsch.pdf
für Mobilität, Departement 4R U
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Emgang DWEL, Kreis Oberwallis
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Ganzen Text zeigen
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CP 478, 1951 Sion
CANTON DU VALAIS
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Dez. 9018
KANTON WALLIS
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Einschreiben Burgerschaft Naters Schulhausstrasse Postfach 50 3904 Naters
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Datum | . 3, ‘ DEZ.- , 2018
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Waldreservat ,,2. Erweiterung Aletsch“
Sehr geehrter Herr Präsident . Sehr-geehrte Damen und Herren Wir kônnen lhnen mitteilen, dass der Staatsrat aùf'Antrag unseres Departerhents das obgenannte - Projekt genehmigt hat. Das Projekt wird mit folgendem Beitrag unterstützt: .(
Fr. EMEN Dieser Beitrag enthält den Bundesanteil Freundliche Grüsse
açcîues Melty Staatsrat
ë
Beilage … Entscheid Kopiean
DWFL, Kreis Oberwallis, Brig-Glis -
Rue des Creusets 5, CP 478, 1951 Sion . Tel. 027 606 33 00 - Fax 027 606 33 04 - e-mail : [email protected]
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rrs Hn
2018.04509
CANTON DU VALAIS KANTON WALLIS Entscheid
Eingesehen
das Projekt "2. Erweiterung Waidreservat Aletèch", der Burgerschaft Naters,
erarbeitet im Juii 2018 durch Anna Gersten, Praktikantin DWWFL Oberwallis;
eingesehen den Vereinbarungsentwurf über das Waldreservat zwischen der Burgerschaft Naters und dem Kanton Wallis;
"2. Erweiterung
Aletsch"
eingesehen das Gesuch der Burgerschaft Naters vom 6. November 2018 ; ; eingesehen die Artikel 20 und 38 des Bundesgesetzes über den Wald vom 4. Oktober 1991; - eingesehen die Artikel 18, 19, 47 und 49 der Waldverordnung des Bundes vom 30. November 1992; eingesehen den Artikel 49 des kantonalen Gesetzes über den Wald und die Naturgefahren vom 14. September 2011;
eingesehen die Artikel 16 und 23 des Subventionsgesetzes vom 13. November 1995; eingesehen den Bericht der Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft Sekt:0n Waldvom 9. November 2018; auf Vorschlag des Departements für Mobilität, Raumentwicklung und Umwelt, entscheidet
der Staatsrat 1. Die Schaffung des Waldreservates "2. Erweiterung Aletsch" wird bewilligt.
2. Der Kanton verpflichtet sich, den Betrag von Fr. -zu
überweisen (Beitrag à
fonds perdu ohne Investitionscharakter).
Biodiversität im Wald: 3.
4,
5. 6.
—
Maximalbetrag von Fr. IERE
entsprechend 391.5 ha
für die Dauer von 42 Jahren (inklusive Bundesanteil). Die Zahlung des Subventionsbeitrages erfolat bis spâtestens Dezember 2019. Die Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft wird ermächtigt, die Vereinbarung in welcher die betreffenden mit der Burgerschaft Naters zu unterzeichnen, Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Schaffung des erwähnten Waldreservates definiert sind. Die Gesuchstellerin verpflichtet sich, ‘die in der genannten Vereinbarung enthaitenen Bedingungen zu respektieren. Das vorliegende Projekt wird unter Vorbehalt der in der Finanzplanung und im Budget des Staates verfügbaren Mittel genehmigt.
7.
Der vorliegende Entscheid wird an die Burgerschaft Naters, Schulhausstrasse 1, Postfach 50, 3904 Naters erôffnet.
8.
Er kann bei der ôffentlich-rechtlichen Abteilung des Kantonsgerichts innert 30 Tagen seit seiner Erôffnung mittels Beschwerde angefochten werden. Besagte Beschwerde ist im Doppel einzureichen-und hat eine gedrängte Darstellung des Sachverhalts, die Begründung und die Begehren zu enthalten. Sie ist vom Beschwerdeführer oder seinem Rechtsvertreter zu unterzeichnen. Der angefochtene Entscheid ist beizulegen (Art. 48 und 72 VVRG).
So entschieden im Staatsrat in Sitten, den
2 8-
NÛV-
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Im Namen des Staatsrates
Die Präsidentin
Der Staatskanzler
d up WDicek Philipp Spôrri
) Verteiler
1 Ex. DMRU
1 Ex. KFV 1 Ex. Fl 1 Ex. DWFL,
Kreis Oberwallis
Pris co ; nnai ISsance: Le Chef c{u Peparteme nt de la mobilité du territoire et de l'envi ronnement
‘
3 0 NOV. 2018
Jacques Melly
212
Pläne des Waldreservats
Anhang 0:
Situationsplan Teilperimeter 1 & 2
1: 25`000
Ü
1:25'000
Teilperimeter 2
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch
Teilperimeter 1
Ganzen Text zeigen
Bestehende Waldreservate Keine aktiven Eingriffe Minimale Eingriffe Biodiversitätsförderung durch gezielte Eingriffe
Datum: 04.06.2018
Anhang 1:
Flächenabgrenzung Naturwald- und Sonderwaldreservat Teilperimeter 1 & 2 mit Sektoren
Ü
Legende AV-Liegenschaften Erweiterung Waldreservat Aletsch Sonderwaldfläche Naturwaldfläche
Teilperimeter 1
9
3
2
4
10
1:8'000 Datum: 03.07.2018
Ü
1:10'000 8
Teilperimeter 2
1
5 6
Legende AV-Liegenschaften Erweiterung Waldreservat Aletsch 7
Sonderwaldfläche Naturwaldfläche
Datum: 03.07.2018
Anhang 2:
Waldstandorte
Ü
1:20'000
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch Waldgesellschaften 27 - Erlen-Auwald 55 - Schneesimsen-Fichtenwald 58L - Preiselbeer-Fichtenwald 58 - Preiselbeer-Fichtenwald 59 - Lärchen-Arvenwald mit Alpenrose Laubwald-Komplexe Föhrenwald-Einsprengung Datum: 29.06.2018
Anhang 3:
Schutz vor Naturgefahren: Schutzwald
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch
Prioritäre Schutzwälder 2016-2019 48
Ü
36 32 Nicht-prioritäre Schutzwälder Nicht-Schutzwald
1:20'000 Datum: 07.05.2018
Anhang 4:
Natur und Landschaft: Landschafts- und Naturschutzzonen
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch
Nutzungszonen 2
Ü
Überlagernde Landschaftsschutzzone Überlagernde Naturschutzzone
1:20'000 Datum: 07.05.2018
Anhang 5:
Tourismus Wanderwege
Legende
Teilperimeter 1
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Wanderwege
Ü
Hauptwanderweg Nebenwanderweg Hauptbergweg !! !! !! !! !!
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Vitaparcour Picknick-Platz Waldkindergarten
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Datum: 15.05.2018
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1:8'000
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Text
Teilperimeter 2
Ü
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch
Wanderwege Hauptwanderweg Nebenwanderweg Hauptbergweg Nebenbergweg
Text
1:10'000 Datum: 07.05.2018
Anhang 6:
Landwirtschaft Nutzungszonen Teilperimeter 1 und 2
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch
Nutzungszonen 1 Zentrumszone: Kernzone - Altstadt Wohnzone Weilerzone Zone für öffentliche Bauten und Anlagen Landwirtschaftszone 1 Landwirtschaftszone 2 Geschützte Landwirtschaftszone Übriges Gemeindegebiet (Felsen, Öden, Steppen)
Teilperimeter 1
1:8'000 Datum: 03.07.2018
Ü
Ü
1:10'000
Teilperimeter 2
Legende Erweiterung Waldreservat Aletsch
Nutzungszonen 1 Zentrumszone: Kernzone - Altstadt Wohnzone Zone für touristische Aktivitäten Verkehrszone innerhalb der Bauzonen Landwirtschaftszone 2 Abbau- und Deponiezone Übriges Gemeindegebiet (Felsen, Öden, Steppen) Datum: 03.07.2018
Anhang 7:
Massnahmenblätter
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.1
Naturwald
Ziele
Erhalt Naturwerte / Förderung natürliche Entwicklung
Beschreibung
Es handelt sich um eine etwa 150ha grosse, zusammenhängende Waldfläche. Von der untersten bis zur obersten Fläche ergibt sich eine Höhendifferenz von gut 1000m. Das Waldbild abwechslungsreich. Von fast ebenem Gelände bis zu vielfach vertikalen Felspartien. Die Hauptbaumart ist klar die Fichte. Ein einzelner Standort östlich des Hotels Belalp ist Arven-Lärchen dominiert. In nur wenigen Bereichen herrscht die Lärche vor. Arven finden sich sonst nur eingesprengt in den höher gelegenen Gebieten. Im Norden umfasst das Perimeter die neu freigegebenen Flächen nach dem Gletscherrückzug. Hier findet derzeitig eine natürliche Waldsukzession statt. Das dominierende Pioniergehölz ist auch hier eindeutig die Fichte (neben Lärche, Weide, Grünerle, Birke, wenige Arven). Das Kleinstandortmosaik ist ausgeprägt. Mit Felsbändern, die sowohl Trockenstandorte, als auch extrem nasse Zonen (inkl. vieler kleiner und keinster Tümpel) natürlich entstehen lassen.
Lebensräume – Ziele
Natürlicher Fichtenwald mit hohem Totholzanteil. Sowohl dichter Wald, also auch lichtere Flächen durch Naturereignisse zulassen (Lawinen, Schneedruck, etc.). Natürliche Dynamik der Waldsukzession im Hochgebirge (inkl. Katastrophenflächen)
Mögliche Zieloder Leitarten
Wald / Totholz: Tannenhäher, Dreizehenspecht, Fichtenkreuzschnabel Felspartien und Pionierstandorte: Mauerläufer, Steinhuhn, Mauersegler, Wanderfalke, Steinrötel
Massnahmen
Es werden keine Massnahmen im Gebiet durchgeführt. Auch in zugänglichen Gebieten gibt es keine forstlichen Eingriffe. Belassen von Totholz im Reservat
Besonderheiten
Wissenschaftlich interessant ist sicherlich ein Vergleich von der natürlichen Sukzession nach einem Gletscherrückzug auf der Sonnenseite im Gegensatz zur Entwicklung auf der Schattenseite (derzeitiges Waldreservat Aletsch)
1
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
2
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.2-4
Naturwald
Ziele
Erhalt Naturwerte / Förderung natürliche Entwicklung
Beschreibung
Lebensräume – Ziele
Die Flächen sind gekennzeichnet durch Schluchten, Blockwurf und vertikale Felspartien. Die Fichte dominiert klar die bewaldeten Flächen. Der Schluchtwald weist Urwaldcharakter auf mit sehr alten Bäumen sowie stehendem und liegendem Totholz. Eingriffe wurden hier schon seit längerer Zeit nicht mehr vorgenommen. (Rückzugsräume für Wild und Greifvögel)
Schluchtwald mit Urwaldcharakter, Brutfelsen für Vögel . Wanderfalke, Mauerläufer, Wald-Sanikel, Alpen-Hexenkraut
Mögliche Ziel- oder Leitarten
Massnahmen
Es werden keine Massnahmen im Gebiet durchgeführt. Auch in gut zugänglichen Bereichen gibt es keine forstlichen Eingriffe. Belassen von Totholz im Reservat
Besonderheiten
In den meisten Bereichen der Flächen wurden schon seit längerem keine Eingriffe mehr vorgenommen.
1
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
2
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.5
Sonderwald
Ziele
Aufwertung Lichter Wald
Beschreibung
Im südlichen Bereich ist dunkler, dichter Fichtewald vorherrschend. Fichten aller Altersklassen. Wenig Unterwuchs (Heidelbeere, Preiselbeere, Alpenrose), da wenig Licht an den Boden gelangt. Im mittleren (Nordöstlichen) Bereich wurden bereits forstliche Eingriffe zur Förderung von Lichtem Wald durchgeführt. Die Lärche wurde präferiert stehen gelassen. Auf diesen Flächen mit erhöhtem Lichteinfall am Boden findet sich eine ausgeprägte Kraut- und Strauchschicht. Eine Waldweide mit gutem Unterwuchs ist am Entstehen. Im nördlichsten und höchst gelegenen Bereichs der Fläche ist die Fichte als Pionierbaumart an der Waldgrenze wieder dominierend. Der Aufwuchs mit ist flächendeckend, wobei Heidelbeere neben Alpenrose und Wacholder am häufigsten vorkommt. Hier finden sich eine Vielzahl an Tagfaltern und Heuschrecken.
Lebensräume – Ziele
Der Ziellebensraum ist Lichter Wald, bzw. Waldweide.
Mögliche Ziel- oder Leitarten
Birkwild, Raufusskauz, Dreizehenspecht,Tannenhäher, kleines Nachtpfauenauge, Schwalbenschwanz
Massnahmen
Besonderheiten
Freistellen der alten Lärchen. Fichte stark auslichten. Entfernen von Einwuchs und unerwünschtem Jungwuchs. Erhalt der Biotopbäume, sowie alter Einzelbäume. Laubbaumarten (Mehlbeere, Vogelbeere, etc.) fördern. Asthaufen anlegen Im oberen Bereich wären auch zusätzliche Aufwertungsmassnahmen für Birkwild sinnvoll. „Schneisen“ in die Bodenvegetation schneiden (Deckungsgrad redizieren) Eine anschliessende Beweidung der Flächen ist erwünscht, um die Nachhaltigkeit der Eingriffe zu garantieren Die Gebiete oberhalb des Perimeters werden beweidet. Gut wäre die Beweidung dann in den Wald auszudehnen.
1
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
2
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.6 Ziele
Beschreibung
Lebensräume – Ziele
Mögliche Zieloder Leitarten
Massnahmen
Besonderheiten
Sonderwald Aufwertung Lebensraum Trockenstandort angrenzend an den Gibidium Stausee mit mageren Böden. Die Fläche wird dominiert durch artenreiche Trockenwiesen mit grossen Einzelfichten (Wetterfichten). Teile der Fläche sind mit jungen Fichten bereits dicht bestockt. Weitere Baumarten sind Bergahorn, Esche, Salweide sowie Heckenrose, Roter Holunder und Wacholder bei den Sträuchern.
Trockenwiese mit Einzelbäumen (Fichte)
Weisser Affodill, Türkenbund, Geflecktes Knabenkraut, Weisse Trichterlilie
Fläche offen halten. Besonders Fichtenjungwuchs und Wacholder zurück schneiden. Alte Fichten frei stellen
Bis vor wenigen Jahren wurde die Fläche noch mit Ziegen beweidet. Die so entstandene grosse Biodiversität sollte durch gezielte forstliche Eingriffe erhalten bleiben. Wünschenswert wäre auch eine Wiederbeweidung mit Ziegen.
1
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
2
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.7
Sonderwald
Ziele
Aufwertung Lebensraum
Beschreibung
Wertvolle Trockenstandorte. Die Standorte sind bereits stark eingewachsen. Die Magerwiesen werden durch Fichten, Birken, Weiden verdrängt. Wacholder reduziert zusätzlich die Freiflächen.
Trockenwiesen
Lebensräume – Ziele
Mögliche Ziel- oder Leitarten
Braunkehlchen, Gartenrotschwanz, Heuschrecken (zB. Rötflüglige Ödlandschrecke), Schmetterlinge (zB. Wolfsmilchschwärmer, Weisskernauge)
Massnahmen
Birke, Fichte,Weide, Wacholder stark zurück schneiden. Aus grossen Baumgruppen (zB. Birke ) – nur Einzelbäume stehen Ideal wäre eine anschliessende Beweidung mit Kleinvieh (Geissen)
Besonderheiten
Verbuschung verhindern
1
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
2
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.8
Sonderwald
Ziele
Aufwertung Lebensraum
Beschreibung
Die Fläche ist sehr vielfältig. 8.1. Im nördlichen Bereich des Perimeters finden sich Pionierstandorte nach dem Gletscherrückzug mit Lawinendynamik. Dort mit viel Blockwurf. Felsige Standorte mit geringer Bodengründigkeit. Wie ein Band zieht sich ein Lawinenzug durch das Zentrum der westlichen Fläche. Hier finden sich auch grasige Ebenen, stellenweise mit Feuchtstandorten. Die Fichte ist Standortsdominierend. Die Lärche folgt als häufigste Nebenbaumart. Viele nur fusshohe Weiden und Grünerlen sowie einige wenige Birken. Die Krautschicht ist stark ausgeprägt. Vor allem mit Wacholder (85%), Heidelbeere und Alpenrose. 8.2. Die vom Gletscher geformte Landschaft durchziehen prägende Felsbänder. In den Mulden zwischen den Felsen bilden sich vielfach Tümpel und Feuchtwiesen. Typisch dafür auch das hier vorkommende Knabenkraut. Auf den Felsen finden sich hingegen ausgesprochene Trocken- und Wärmestandorte. Zusätzlich gibt es noch viel blanken abgeschliffenen Felsen. Fichte und Lärche sind die vorherrschenden Pionierbaumarten, wobei die Fichte klar dominiert (ca. 70%). Daneben finden sich auch Weiden und Mehlbeeren. Im Unterwuchs je nach Standort sehr unterschiedlich, aber im Gesamten vor allem grasig mit Wacholder, Heidelbeere und etwas Alpenrose. Der Bestand im nördlichen Flächenabschnitt ist noch sehr lückig. Im südlichen Abschnitt hingegen kommt der Wald recht dicht. Öffnungen sind vielfach im Verschluss begriffen. 8.3. Der Boden im südlichen Bereich der Fläche ist ausgesprochen nass. Der Bestand ist geprägt von Laubbäumen. Birken (etwa 80%), Weiden, Grünerlen, Mehlbeeren, Aspe aber auch Fichte wachsen hier. Zum Teil sind die Flächen von dichtem Jungwuchs eingewachsen. Immer wieder finden sich kleine Tümpel.
Lebensräume – Ziele
Wytweide, lichter Wald Erhalt der traditioniellen Nutzungsform
Mögliche Zieloder Leitarten
Steinhuhn, Alpenschneehuhn, Steinrötel, Orchideenarten (Helm-Knabenkraut, Holunder-Knabenkraut), Kurzgranniger Fuchsschwanz, Heuschrecken (Rotflüglige Schnarrschrecke), Bergmolch
Massnahmen
Zur Erhaltung und Förderung der Wytweideflächen und eines lichten Waldes, wird periodisch Holz entnommen. Wichtig ist die Beweidung weiterzuführen (Schafe, Ziegen, Kühe). Falls nötig Entbuschungsmassnahmen (Rückschnitt Jungwuchs, Wacholder, etc.)
Besonderheiten
Traditionelles Sömmerungsgebiet
1
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL 8.1
8.1
8.2
8.3
2
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.9 und 10
Sonderwald
Ziele
Aufwertung Lebensraum
Beschreibung
Diverse, zumeist licht bewaldete Flächen, über den gesamten Teilperimeter 1 verteilt. Vielfach gut zugängliche Gebiete. Teilweise aber auch steile Felspartien. Es handelt sich um einen Lichten Fichtenwald, der mit Sefisträuchern und Wacholder durchsetzt ist. Immer wieder finden sich auch Einschlüsse von Laub- und Föhrengruppen. Die freien Flächen sind durch artenreiche SilikatPionierfluren, Sefistrauchheiden und diverse Krautsäume bewachsen. Im unteren Perimeterrand dominiert die Flaumeiche. Die offenen Bereiche drohen zu Verbuschen (Verdunkeln). Im Blindtälli entwickelt sich langsam wieder ein natürlicher Auenwald (Aspe, Birke, Esche, Pappel, Vogelbeere, Weiden, Bergahorn, etc.). Der Rest des Tales ist durch Fichtenaufforstungen geprägt. Am östlichen Hang finden sich wertvolle Eibenvorkommen, während auf der westlichen Seite Linden zu finden sind. Die Fläche 10 ist mit Laubwald bestockt. Eiche, Esche und Bergahorn sind vorherrschend. Aber auch Linde, Birke, Hasel und einzelne Wildkirschen kommen vor. Offene Bereiche sind nur mehr wenige vorhanden. Ein dichter Jungwuchs mit Eschen vermindert den Lichteinfall am Boden extrem. Lichter Wald, mit Trockenwiesen und –weiden (Wytweiden)
Lebensräume – Ziele
Blindtälli: Hartholzaue (Förderung von Feuchtstandorten im Wald)
Die Zielarten der Trockenwiesen und –weiden finden sich unter Massnahmen 9.1 detailliert aufgelistet
Mögliche Zieloder Leitarten
Hartholzauen bieten vielen selten gewordenen Arten Lebensraum. Besonders auch Moosen, Flechten und Käfern (nicht im Rahmen der Aufnahmen erfasst).
Lichter Wald: Reduktion des Jungwuchs. Einzelbäume freistellen. Laubholz fördern. Verbuschung verhindern – deutliche Reduktion der Sefiträucher und Wacholder
Massnahmen
Im Blindtälli die Baumarten der Hartholzaue fördern (Laubwald). Fichten reduzieren. Biotopbäume stehen lassen. Schutz und Förderung von Eibe und Linde Fläche 10: starker Eingriff bei Esche, Hasel und Wacholder. Einzelbäume freistellen. Eiche, Bergahorn und Kirsche besonders fördern Die detaillierte Planung der Massnahmen erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt. Unter 9.1. wurden die geplanten Wytweideflächen bereits ausgeschieden und genauer beschrieben 1
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
Besonderheiten
DWFL
Im Blindtälli gibt es einen Waldkindergarten, diverse NaturKulturprojekte, 2 Grillplätze, einen Vitaparcour und viele Boulderer. Auch dafür ist die Ausscheidung als Sonderwald wichtig, um diese Strukturen angemessen pflegen zu können
2
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
Erweiterung Waldreservat Aletsch Nr.9.1
Sonderwald
Ziele
Aufwertung Wytweide
Beschreibung
Durch Gletscher geformte Rundhöcker-Landschaft mit reichhaltigem Lebensraum-Mosaik. Struktur- und artenreiche Flächen. Vielfach terrassiert. Vereinzelt feuchte Stellen, dominierend aber durch sehr trockene Standorte mit geringen Bodenhorizonten. Einzelbäume, mit wertvollem Unterwuchs: Silikatfels-Pionierflur, Halbtrockenrasen, trockenwarme Krautsäume, Zwergstrauchheiden, Felsensteppen, Buntschwingelhalden, Sefistrauchheide, trockenwarme Gebüsche. Selten auch unternutze Waldweide. Vielfach sind die Flächen am Verbuschen / Verwalden. Vor allem durch Sefisträucher, Wacholder, Aspe und Esche Wytweiden mit mageren Standorten:
Lebensräume – Ziele
Silikatfels-Pionierflur, Halbtrockenrasen, trockenwarme Krautsäume, Zwergstrauchheiden, Felsensteppen, Buntschwingelhalden, Sefistrauchheide, trockenwarme Gebüsche
Mögliche Zieloder Leitarten
Wanzen-Knabenkraut Kugelsamige-Platterbse Zierliche Haferschmiele Kopf-Binse, Zwerg-Filzkraut, Heide-Ehrenpreis Cavanilles Goldhafer
Massnahmen
Wytweiden wieder herstellen und dauerhaft erhalten. Förderung der mageren Standorte. Verbuschung entgegenwirken (Ausholzen/ Entbuschen von vor allem: Sefisträuchern, Wacholder, Esche, Aspe und anderer Jungwuchs wo nötig). Wertvolle Einzelbäume (Eiche) oder Baumgruppen belassen. Ebenfalls Biotopbäume belassen. Langfristige Wiederbeweidung durch Kleinvieh (primär durch Ziegen – je nach Flächenziel). Beweidung mit ausgearbeitetem Beweidungskonzept angepasst an die jeweiligen Flächenbedürfnisse. Eher kurze intensive Beweidungsperioden (Frühjahr / Herbst).
Besonderheiten
Teilweise sehr wertvolle und empfindliche Lebensräume mit ausgesprochen seltenen Arten (Biodiversitäts-Hotspots). Hier Beweidung nur vorsichtig – unter wissenschaftlicher Begleitung Viele Flächen werden derzeitig vom Wild als Einstände und Äsungsflächen genutzt. Darauf bei der Lenkung der Beweidung Rücksicht nehmen (Flächen und Jahreszeit). Ein erstes Beweidungskonzept für die Flächen wurde im Rahmen der „Naturwertkartierung Geimerhoru“ bereits erstellt. Ein detaillierter Bewirtschaftungsplan ist in Erarbeitung 1
Erweiterung Waldreservat Aletsch
Biodiversitätsmassnahmen im Wald
DWFL
2
Anhang 8:
Vorläufiger Beweidungsplan
vorgeschlagene Massnahme Sonderwaldreservat -
Naturwaldreservat
Art der Beweidung Weidemassnahme
1
Weidemassnahme
2
Weiden ohne spez.
Massnahmen Ställe mit Wasser, tägliche Rückkehr hierhin
Massstab:
Gemeinde(n): Naters Lokalnamen: Geimerhorn Erstellt: Korrektur:
24.11.2016
von: MF von: 641'750
0
1:7"000 Meter 320
Die eingefärbten Flächen entsprechen meistens der totalen Parzellenfiäche und nicht der bewirtschafteten Flâche (vgl. Parzellenliste)! Wenn mehrere Keine Parzellen beieinander liegen, werden unter Umständen nicht alle Parzellennummern angezeiot. Keine Gewähr bezüglich Genauigkeit und Vollständigkeit der Grenzen und Flächen. Quelle der Orthobilder: Bundesamtfür Landestopographie 642'000
642"250
642'500
642750
643'250
134'250
Legende
als 1. Gebiet während 3 Wochen
—l
als 2. Gebiet während 4 Wochen
—n
als 3. Gebiet während 2 Wochen
133750
——
134'000
jahrliche Herbstweide (tot. 9 Wochen)
Frühjahrsweide während jeweils max. 4 Wochen
in 1 von 6 Jahren
-
2019
-
2020
!
2021
j
2022
[0
2023
Frühjahrsweide
keine \Frühjahrsweide]
 |
|
é
133'250
-
«kçi_ne
133'500
2018
es
-
keine Frühjahrs.…. Ställe
@
(tägliche
Format: A3
Gemeinde(n): Naters Lokalnamen: Erstellt:
641"750
4
80
160
1:7'000
240
320
Geimerhorn
15.12.2016
Korrektur:
0
Massstab:
von:
eieinander liegen, werden unter Umständen nicht alle Parzellennummem angezeiot keit und Vollständigkeit der Grenzen und Flächen ssamt für Landestopographie
MF
von:
642'000
642'250
642'500
642"750
131'500
131'750
132'000
132'250
132'500
132750
133'000
Rückkehr)
134'250
131'750
132'000
132'250
132'500
132750
133'000
133'250
133'500
133750
134'000
Forsteingriffe im Weidegebiet
Format: A3
R
——
Lokalnamen:
Erstellt:
0
641"750
T
Massstab:
1:7'000
=T
20
Geimerhorn
15.12.2016 von: MF
Korrektur:
60
131'500
Ÿ
Gemeinde(n): Naters
ne Parzellen beieinander liegen, werden unter Umständen nicht alle Parzellennummem angezeiot ich Genauigkeit und Vollständigkeit der Grenzen und Flächen
von:
Bundesamt
642'000
642'250
für Landestopographie
642'500
642750
643‘000
643'250
643'500
Anhang 9:
Flussdiagramm Schutzwald
SISATVNV NECESSAIRES
(selon NaiS)
NON
LVLINSIU
PRIORITAIRE
réserve forestière
Foret À EXCLURE d’une
dans
une réserve forestière
Foret POUVANT ÊTRE INTÉGRÉE
PROTECTION NON
PRIORITAIRE
NATURELLEMENT ASSURÉE
e
La mise en réserve n’affecte pas la fonction de protection de la forêt
ME
PROTECTION
—
ou
NON
ENJEUDE
-
À
INTERVENTIONS TECHNIQUEMENT POSSIBLES MESURES DE GENIE CIVIL
OUI
Fonction de nrotection à maintenir ou auamenter
INTERVENTIONS
À
- observation de terrain
- analyse topographique
NON
FONCTION DE PROTECTION q
OUI
r
DÉLIMITER LA ZONE DE FORET DE PROTECTION EFFECTIVE (se/on NaiS)
OUI
OU
é
DANS LE CAS
FRJEUTE
À
(données cartographiques cantonales)
Enjeu de priorité élevée (3 et 4 points) avec un risque naturel (= 7 poinf)
FORET À FORT ENJEU DE PROTECTION
ARBRE DÉCISIONNEL D’INTREGATION OU D’EXCLUSION DES FORÊTS DE PROTECTION D’UNE MISE EN RESERVE FORESTIERE (cf Critères Effor 2)
31LX3INOO np NOILVNTIVAIS
NOISIO30