Lexipedia
Pagina principalaNewsExplorarRegister
Cundiziuns d'utilisaziunProtecziun da datasAgid
S'annunziar

Richtlinie über die in der «Verordnung über das Anwaltspraktikum und die für die Ausübung des Anwaltsberufes erforderlichen Prüfungen» vorgesehenen Examen

283 · Luzern Gesetzessammlung

Versiun dals 25 schan. 2007

https://lexipedia.io/rm/docs/ch-lu/srl/283/de/richtlinie-uber-die-in-der-verordnung-uber-das-anwaltspraktikum-und-die-fur-die-ausubung-des-anwaltsberufes-erforderlichen-prufungen-vorgesehenen-examen

Consultà ils 5 sett. 2026

  1. Documents
  2. Lucerne
  3. Luzern Gesetzessammlung
Funtauna

Questa versiun n’è betg pli en vigur dapi ils 1 schan. 2011.

283

Richtlinie über die in der «Verordnung über das Anwaltspraktikum und die für die Ausübung des Anwaltsberufes erforderlichen Prüfungen» vorgesehenen Examen

Nr. 283 Richtlinie über die in der «Verordnung über das Anwaltspraktikum und die für die Ausübung des Anwaltsberufes erforderlichen Prüfungen» vorgesehenen Examen

vom 15. Juli 2002* (Stand 25. Januar 2007)

Die Anwaltsprüfungskommission des Kantons Luzern, gestützt auf § 18 Absatz 2 der Verordnung über das Anwaltspraktikum und die für die Ausübung des Anwaltsberufes erforderlichen Prüfungen (APV) vom 16. Mai 2002 1, beschliesst:

I. Anwaltsprüfung

Art. 1 Grundsatz

Den Kandidatinnen und Kandidaten können grundsätzlich Aufgaben und Fragen aus allen Rechtsbereichen gestellt werden.

Bei den in den §§ 2 ff. genannten Rechtsbereichen und Erlassen müssen die Kandidatinnen und Kandidaten die wichtigsten Grundsätze und Regelungen darlegen können. In diesen Bereichen müssen sie die grundlegenden Entscheide sowohl des Bundesgerichts als auch des Obergerichts und des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern kennen.

Art. 2 Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Privatrecht»

Das Schwergewicht im Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Privatrecht» liegt bei folgenden Erlassen: ZGB 2, OR 3, IPRG 4 (materiellrechtliche Vorschriften), SVG 5 (haftpflicht- und versicherungsrechtliche Bestimmungen), EGZGB 6.

* G 2002 207

SRL Nr. 282

SR 210

Nr. 283

Art. 37 Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Zivilprozess- und Schuldbetreibungs- und Konkursrecht»

Das Schwergewicht im Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Zivilprozess- und Schuldbetreibungs- und Konkursrecht» liegt bei folgenden Erlassen: SchKG 8, BGG 9 (Rechtsmittel gegen Entscheide in Zivilsachen und Schuldbetreibungs- und Konkurssachen), GestG 10, IPRG 11 (verfahrensrechtliche Vorschriften), LugÜ 12, GOG 13, ZPO 14, EGSchKG 15, GSMP 16, AGG 17, KoG 18, KoV 19.

Art. 4 20 Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Straf- und

Strafprozessrecht» Das Schwergewicht im Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Straf- und Strafprozessrecht» liegt bei folgenden Erlassen: StGB 21, SVG 22 (strafrechtliche Bestimmungen), BGG 23 (Rechtsmittel gegen Entscheide in Strafsachen), OHG 24, EMRK 25 (für das Strafverfahren relevante Vorschriften), StPO 26.

Art. 5 Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Staats- und Verwaltungsrecht»

Das Schwergewicht im Prüfungsfach «eidgenössisches und kantonales Staats- und Verwaltungsrecht» liegt bei folgenden Rechtsbereichen:

a. eidgenössisches und kantonales Planungs- und Baurecht, eidgenössisches und kantonales Enteignungsrecht, kantonales Steuer- und Abgaberecht, Umweltschutzrecht, Staatshaftungsrecht, öffentliche Sachen und deren Nutzung, Organisationsrecht des 3 SR 220 4 SR 291 5 SR 741.01 6 SRL Nr. 200 7 Fassung gemäss Änderung vom 25. Januar 2007, in Kraft seit dem 25. Januar 2007 (G 2007 3).

SR 281.1

SR 173.110

SR 272

SR 291

SR 0.275.11

SRL Nr. 260

15 SRL Nr. 290

SRL Nr. 263

SRL Nr. 275

SRL Nr. 264

SRL Nr. 265

Fassung gemäss Änderung vom 25. Januar 2007, in Kraft seit dem 25. Januar 2007 (G 2007 3).

SR 311.0

SR 741.01

SR 173.110

SR 312.5

SR 0.101

SRL Nr. 305 Nr. 283 3 Kantons und der Gemeinden; dabei werden die Kenntnisse der verfassungsrechtlichen Grundlagen (Grundrechte) und der Grundprinzipien des materiellen Verwaltungsrechts vorausgesetzt,

  1. eidgenössisches und kantonales Verfahrensrecht, Prinzipien des Verwaltungsverfahrens und der Verwaltungsrechtspflege; im Vordergrund stehen die folgenden Erlasse: BGG 27 (Rechtsmittel gegen Entscheide in Angelegenheiten des öffentlichen Rechts), VwVG 28, VRG 29, 30

  2. allgemeiner Teil des Sozialversicherungsrechts/ATSG 31 (siehe § 9 [Inkrafttreten]).

Art. 6 Prüfungsfach «Anwaltsrecht»

Das Schwergewicht im Prüfungsfach «Anwaltsrecht» liegt bei folgenden Rechtsbereichen: vertragliche Beziehungen zwischen Anwalt und Klient (inkl. Honorarfragen und Parteientschädigungen), eidgenössisches und kantonales Anwaltsgesetz (samt Verordnungen), Standesregeln, Berufsgeheimnis, unentgeltliche Rechtspflege und Pflichtverteidigung.

II. Andere Prüfungen

Art. 7 Eignungsprüfung (Art. 31 BGFA 32) 33

Es gelten für diese Prüfung die gleichen Schwergewichte wie für die Anwaltsprüfung, wobei allerdings besonderes Gewicht auf das kantonale Recht gelegt wird.

Art. 8 Prüfungsgespräch (Art. 32 BGFA 34)

Das Prüfungsgespräch erstreckt sich im Wesentlichen auf das kantonale Recht, wobei in diesem Rahmen besonderes Gewicht auf die Gesetze und Rechtsbereiche gelegt wird, die das Schwergewicht der Anwaltsprüfung bilden.

SR 173.110

SR 172.021

SRL Nr. 40

Fassung gemäss Änderung vom 25. Januar 2007, in Kraft seit dem 25. Januar 2007 (G 2007 3).

BBL 1999 4223

SR 935.61

Fassung gemäss Änderung vom 25. Januar 2007, in Kraft seit dem 25. Januar 2007 (G 2007 3).

SR 935.61

Nr. 283 III. Schlussbestimmungen

Art. 9 Inkrafttreten

Diese Richtlinie tritt – mit Ausnahme von § 5 Unterabsatz c – am 1. Januar 2003 in Kraft. Sie ist zu veröffentlichen. 2

Art. 5 Unterabsatz c dieser Richtlinie tritt am 1. Januar 2004 in Kraft.

Luzern, 15. Juli 2002 Im Namen der Anwaltsprüfungskommission Der Präsident: Heiner Eiholzer Der Aktuar: Beat Huser