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Ausführungsbestimmungen zum Lugano-Übereinkommen und zum Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht
vom 15.10.1991 (Stand 01.01.2011)
Der Regierungsrat des Kantons Obwalden erlässt,
in Ausführung von Artikel 36, 37, 39 und 40 des Übereinkommens über die gerichtliche Zuständigkeit und die Vollstreckung gerichtlicher Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen, abgeschlossen in Lugano am 16. September 19881, und Artikel 167, 173 sowie 176 bis 194 des Bundesgesetzes über das Internationale Privatrecht (IPRG) vom 18. Dezember 19872,
gestützt auf Artikel 75 Ziffer 1 der Kantonsverfassung vom 19. Mai 19683,
folgende Ausführungsbestimmungen:
1. Lugano-Übereinkommen
Art. 1–3 …
Art. 3a Gebühren
Die Gebühren im Vollstreckbarerklärungsverfahren bemessen sich nach Art. 25c der Gebührenordnung für die Rechtspflege4.
2. Bundesgesetz über das Internationale Privatrecht5
Art. 4 Konkurs und Nachlassvertrag
Für die Anerkennung des ausländischen Konkursdekrets gemäss Art. 167 IPRG sowie für die Anerkennung des ausländischen Kollokationsplanes gemäss Art. 173 IPRG ist das Kantonsgerichtspräsidium zuständig.
Art. 5 Staatliche Gerichte der Internationalen Schiedsgerichtsbarkeit
Als staatlicher Richter gemäss Art. 183 Abs. 2, Art. 184 Abs. 2 und Art. 185 IPRG gilt das Kantonsgerichtspräsidium.
Im Übrigen gilt für die Bestimmung des staatlichen Richters nach Art. 176 bis 194 IPRG die Zuständigkeitsregelung der nationalen Schiedsgerichtsbarkeit im Gerichtsorganisationsgesetz.
3. Schlussbestimmungen
Art. 6 Inkrafttreten
Diese Ausführungsbestimmungen treten am 1. Januar 1992 in Kraft.
Informationen zum Erlass Ursprüngliche Fundstelle: OGS 1991, 76 geändert durch - die Ausführungsbestimmungen über die Anpassung des Verordnungsrechts des Regierungsrats an die Justizreform im Bereich der Zivil- und Strafrechtspflege (Ausführungsbestimmungen zur Justizreform) vom 6. Dezember 2010, in Kraft seit 1. Januar 2011 (OGS 2010, 86)
OGS 1991, 76