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Besteuerung von elektronischen Zigaretten
Fournier Jean-René · P-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion
Le président (Fournier Jean-René, président): La commission et le Conseil fédéral proposent l'adoption de la motion.
Eder Joachim · Mit-M · Ständerat · Zug · FDP-Liberale Fraktion
Ich denke, dass diese Motion nicht allzu stark umstritten ist. Unsere Kommission verlangte im Rahmen der Beratung des Tabakproduktegesetzes von der Verwaltung einen Bericht zum Themenkomplex der Besteuerung von elektronischen Zigaretten. Der Bericht wurde zusammen mit der Eidgenössischen Zollverwaltung erarbeitet. Er informiert über die Ausgestaltung einer Steuer für E-Zigaretten.
Gemäss Auftrag der Kommission wurde eine Steuer vorgeschlagen, die berücksichtigt, dass E-Zigaretten ein geringeres Gesundheitsrisiko mit sich bringen. Deshalb ist die Steuer auch tiefer als bei klassischen Tabakzigaretten. Der Bericht beschreibt unterschiedliche Ansatzpunkte für die Steuer: erstens eine Steuer von 12 Prozent des Preises, zweitens eine Steuer von 20 Rappen pro Milliliter Flüssigkeit, drittens eine Kombination beider Formen unter Berücksichtigung des Nikotingehaltes.
In der Diskussion sah die Kommission dann allerdings davon ab, bereits im vorliegenden Tabakproduktegesetz eine Regelung aufzunehmen, vor allem aus folgendem Grund: Am 17. März 2011 reichte unser Kollege, Ständerat Roberto Zanetti, die Motion 11.3178, "Befreiung der elektronischen Zigaretten von der Tabaksteuer", ein. Der Bundesrat wurde beauftragt, das Bundesgesetz vom 21. März 1969 über die Tabakbesteuerung bzw. die Verordnung vom 14. Oktober 2009 über die Tabakbesteuerung dahingehend zu ändern, dass sogenannte elektronische Zigaretten und andere Raucherentwöhnungshilfen nicht als Ersatzprodukte im Sinne des Tabaksteuergesetzes gelten und somit nicht der Tabaksteuerpflicht unterstehen. Die Motion, die der Bundesrat damals vehement bekämpfte, wurde in beiden Räten angenommen, im Ständerat mit 17 zu 6 Stimmen, im Nationalrat mit 90 zu 61 Stimmen. Unsere Kommission wollte deshalb nicht ohne Vernehmlassung wieder zum ursprünglichen Zustand zurückkehren, sondern entschied sich für einen anderen Weg, den der vorliegenden Kommissionsmotion. Diese wurde einstimmig verabschiedet.
Wir beauftragen damit den Bundesrat, einen Erlassentwurf vorzulegen, welcher die gesetzlichen Grundlagen für die Besteuerung von elektronischen Zigaretten schafft. Einem geringeren Risiko ist durch eine differenzierte Regelung, d. h. eine Besteuerung von elektronischen Zigaretten zu einem tieferen Satz als bei herkömmlichen Zigaretten, Beachtung zu schenken.
Namens der Kommission danke ich dem Bundesrat, dass er die Annahme der Motion beantragt, und Ihnen, wenn Sie - wie mir wahrscheinlich scheint - diesem Antrag zustimmen.
Zanetti Roberto · Mit-M · Ständerat · Solothurn · Sozialdemokratische Fraktion
Zwei Bemerkungen: Erstens ging ich, als ich seinerzeit den Vorstoss einreichte, davon aus, dass elektronische Zigaretten eine Ausstiegshilfe sein könnten - ich bin ja selber ein passionierter Raucher und habe mir von diesen einiges versprochen. Mittlerweile muss ich davon ausgehen, dass das nicht stimmt.
Zweitens bitte ich Sie zu beachten, dass ich gegenüber Steuerbefreiungen und Steuersenkungen ein völlig undogmatisches Verhältnis habe. Wir werden nachher darauf zurückkommen.
Berberat Didier · Mit-M · Ständerat · Neuenburg · Sozialdemokratische Fraktion
Je souhaiterais préciser qu'il appartiendra au Conseil fédéral, lorsqu'il traitera la motion, d'examiner la question de la dangerosité de la cigarette électronique. Parce que du point de vue scientifique, on n'a pas encore beaucoup de recul. Et, comme vous avez pu le voir, certains pays veulent interdire la cigarette électronique ou en limiter fortement la consommation.
La question qui se pose est celle de savoir si la cigarette électronique peut aider à sortir du tabagisme et éventuellement constituer une étape avant d'arrêter de fumer, ou est une porte d'entrée vers le tabagisme et si elle est vraiment moins risquée du point de vue de la santé publique. C'est pour cela que nous avons écrit "un risque 'éventuellement' plus faible". Si le risque est plus faible, il faudrait l'imposer moins que la cigarette ordinaire. Mais s'il apparaît que le risque est le même, il n'y a pas de raison de traiter la cigarette électronique différemment de la cigarette ordinaire.
Je vous remercie d'avoir écouté cette interprétation de la motion.
Stöckli Hans · 1VP-M · Ständerat · Bern · Sozialdemokratische Fraktion
Ich bin froh, dass wir diese Motion auf gutem Weg sehen. Wir hätten in der Kommission auch das Gesetz entsprechend anpassen können. Wir hatten nämlich die Rechtsgrundlagen bereits vorbereitet, haben aber dann aus Respekt vor unserem demokratischen Prozess gesagt, dass wir zuerst ein Verfahren durchführen möchten mit der Möglichkeit, die entsprechenden Kreise zu integrieren. Es wäre klug, wenn wir dieses Prinzip immer anwenden würden, auch bei der nächsten Vorlage.
Wichtig ist, dass für die traditionellen Zigaretten wie auch für die elektronischen Zigaretten gleich lange Spiesse bestehen, weil die Preissensitivität vor allem bei den Jugendlichen beim Erwerb dieser Produkte ganz, ganz entscheidend ist. Wenn die E-Zigaretten viel günstiger sind als die übrigen Zigaretten, besteht natürlich die Gefahr, dass man meint, mit der E-Zigarette würde man klug handeln, obwohl bis heute die Folgen dieses Konsums noch nicht bekannt sind und insbesondere der Tabak mit Nikotin süchtig macht.
Dementsprechend ist es wichtig und richtig, dass die Preise so gestaltet sind, dass sie nicht unnötig verleiten.
Berset Alain · BR-M · Bundesrat · Freiburg
Actuellement, les produits qui se fument comme la cigarette, ainsi que les produits moins nocifs comme le snus, ou alors les cigarettes chauffées, de même que les produits de remplacement du tabac comme le chanvre CBD, ou encore les cigarettes à base de plantes, sont tous assujettis à l'impôt sur le tabac. A l'inverse, la cigarette électronique n'est actuellement pas soumise à l'impôt. C'est une décision qui fait suite à l'acceptation de la motion Zanetti Roberto par les conseils à une époque où on ne voyait la cigarette électronique que comme un moyen pratique d'arrêter de fumer. Ce n'est que partiellement vrai. C'est aussi, pour de nouveaux consommateurs, on s'en aperçoit maintenant, une voie d'entrée dans le monde des fumeurs - en particulier chez les jeunes -, et pas seulement une voie de sortie.
Il faut aussi ajouter qu'il y a dans les cigarettes électroniques des vapeurs - qu'elles contiennent ou non de la nicotine - qui contiennent des substances qui ne sont pas sans aucun effet, qui pourraient aussi être nuisibles pour la santé. Il faut encore ajouter à cela que la variante avec nicotine rend évidemment dépendant. En effet, la dépendance à la nicotine est forte. Donc, à partir de là, il est assez logique de reposer cette question.
Aufgrund des geringeren Risikoprofils von E-Zigaretten wünscht die Kommission aber eine differenzierte Besteuerung, die weit unter derjenigen für klassische Tabakprodukte liegt. Dass eine moderate, aber vor allem auch pragmatische Umsetzung möglich ist, hat sich gezeigt. In einem Bericht zuhanden der Kommission, den diese bestellt hatte, war die Idee einer Besteuerung anhand des Volumens der Flüssigkeiten vorgesehen. Falls Sie sich heute für die Wiedereinführung der Besteuerung von E-Zigaretten entscheiden sollten, obliegt die Umsetzung der Verantwortung der Eidgenössischen Zollverwaltung.
Comme l'a dit le rapporteur, le Conseil fédéral avait recommandé de rejeter la motion Zanetti Roberto 11.3178, "Exonérer les cigarettes électroniques de l'impôt sur le tabac", nous restons fidèles à cette ligne de conduite. Nous sommes heureux de la motion déposée par votre commission. C'est dans ce sens que nous vous invitons à l'accepter.
Fournier Jean-René · P-M · Ständerat · Wallis · CVP-Fraktion
Angenommen - Adopté