26.3245
Exploiter les surfaces herbagères suisses dans le respect des ressources
Salzmann Werner · 1VP-M · Conseil des Etats · Berne · Groupe de l'Union démocratique du Centre
Präsident (Salzmann Werner, erster Vizepräsident): Der Bundesrat beantragt die Ablehnung des Postulates.
Graf Maya · Mit-F · Conseil des Etats · Bâle-Campagne · Groupe des VERT-E-S
Ich möchte Ihnen empfehlen, mein Postulat 26.3245, "Ressourceneffiziente Nutzung des Schweizer Graslandes", anzunehmen.
Ich möchte, dass der Bundesrat prüft, wie die Nutzung des Schweizer Graslandes in der Agrarpolitik 2030 plus besser berücksichtigt und gefördert werden kann, mit dem Ziel, die graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion ressourceneffizient, standortangepasst und tierfreundlich zu fördern.
Warum ist das so wichtig? Mit 70 Prozent Grünlandflächen ist die Schweiz ein Grasland. Dieses Land der Grünlandflächen importiert Rindfleisch, und zwar jedes Jahr mehr, obwohl wir Milch und Fleisch mit dem Gras, das hier wächst, graslandbasiert produzieren könnten. Die Ausgangslage ist also so - ich werde es noch mit ein paar Zahlen untermauern -, dass auf der einen Seite die Importe von Rindfleisch allein 2025 um 22,6 Prozent gestiegen sind. Im selben Jahr ist aber der Inlandanteil von Rindfleisch - es geht auch um die Verarbeitung von Rindfleisch - von 81,8 auf 77,4 Prozent gefallen. Auf der anderen Seite, und das wissen Sie sehr gut, weil wir hier bereits intensiv darüber diskutiert haben, gibt es auf dem Milchmarkt grosse Schwierigkeiten, weil zu viel Milch da ist und weil damit die Preise und vor allem die Bauernfamilien unter Druck geraten.
Das Postulat will den Bundesrat in einer breiten Allianz auffordern, die effiziente Nutzung des Grünlands und der Ressource Gras bzw. Raufutter als Schlüssel zur Förderung einer inländischen, qualitativ hochstehenden Lebensmittelproduktion zu stärken. Das verbessert nicht nur unsere Ernährungssicherheit, sondern reduziert auch die Klimawirkung der Schweizer Landwirtschaft. Dazu braucht es eben eine stärkere Ausrichtung auf graslandbasierte Produktionssysteme. Zudem können wir damit auch den bestehenden Handlungsbedarf bei der Gesundheit der Kälber angehen - das Stichwort dazu ist der Antibiotikaeinsatz, der durch das Abtränken auf dem Geburts- oder einem Partnerbetrieb wesentlich reduziert werden kann. Kälber aus Milchviehherden sollen ausserdem zu einem höheren Anteil grasland- und weidebasiert gemästet werden.
Diese graslandbasierte Milch- und Fleischproduktion ist nicht nur ressourceneffizient, sondern sie erzielt auch eine grössere Nettoproteinproduktion, reduziert die Flächen- und Nahrungsmittelkonkurrenz, trägt durch Humusaufbau zur CO2-Sequestrierung bei und - das muss ich auch erwähnen - fördert das Tierwohl und steigert die Biodiversität in der Weidehaltung. Das sind also die positiven Effekte, wenn wir in eine ressourceneffiziente Nutzung unseres Schweizer Graslandes investieren.
In meinem Postulat werden auch Vorschläge für ein besseres Anreizsystem gemacht, und der Bundesrat wird gebeten, diese zu prüfen. Es ist daher bedauerlich, dass der Bundesrat nicht bereit ist, das Postulat entgegenzunehmen, diese Vorschläge für die AP 2030 plus zu prüfen und uns zu zeigen, wie Fördermassnahmen ergebnisorientiert getroffen werden können. Zu sagen, es gehe nur um Massnahmen, ist meiner Meinung nach kein Ablehnungsgrund - nein, das ist es nicht. Es geht eben um Vorschläge aus der Branche selbst, wie die Situation auf den Bauernbetrieben verbessert werden kann. Das heisst, dass die Vereinfachung dann auch für die Bauernbetriebe gegeben ist, wenn die gezielte Förderung von Produktionssystemen in die AP 2030 plus aufgenommen wird.
Ich kann Ihnen versichern, das war ein Austausch mit der ganzen Branche. Die Schweizer Milchproduzentinnen und -produzenten setzten sich mit Mutterkuh Schweiz, dem Schweizer Bauernverband und Bio Suisse zusammen. Sie arbeiteten gemeinsam diese gezielten Verbesserungen in den Strukturen aus, weil wir alle ein Interesse daran haben, dass die Milch- und Fleischproduktion wieder näher zusammengebracht wird, auf der Basis unseres Graslandes bzw. unseres Raufutters, das in der Schweiz wächst.
Diese Lösungsvorschläge stammen also aus einem Ressourcenprojekt dieser Branchen, die ich aufgezählt habe. Es wäre sehr, sehr wichtig, dass das Direktzahlungssystem für die Betriebe einfach ausgestaltet ist, es aber unbedingt auch die von der Branche gewünschten Unterstützungen enthält. Genau das fordert das Postulat.
Ich möchte Sie bitten, das Postulat zu unterstützen, damit wir zusammen mit der Branche und dem Bundesamt sowie dem Parlament bei der ressourceneffizienten Nutzung unseres Schweizer Graslandes wirklich einige Schritte weiterkommen.
Parmelin Guy · BPR-M · Conseil fédéral · Vaud
L'objectif du postulat sous-jacent est de promouvoir une production de lait et de viande basée sur les herbages, adaptée aux conditions locales, respectueuse des animaux et favorisant une utilisation efficiente des ressources.
Sur le fond, le Conseil fédéral n'a pas de problème à soutenir cet objectif. La production de lait et de viande basée sur les herbages (PLVH) est un mode de production durable. Il est adapté au pays à vocation herbagère telle que le nôtre. Ce mode de production, il ne faut pas oublier, est actuellement encouragé chaque année par des contributions pour la production de lait et de viande basée sur les herbages, avec un montant d'environ 110 millions de francs. Elles sont versées à quelque 28 000 exploitations, qui couvrent la plus grande partie des besoins alimentaires de leur bétail par de l'herbe, du foin, des regains et de l'herbe ensilée. Par ailleurs, plus de 90 pour cent des vaches laitières et des vaches mères sont inscrites au programme "Sorties régulières en plein air" (SRPA) ou à celui de mise au pâturage. Ces animaux couvrent la majeure partie de leurs besoins alimentaires journaliers au pâturage, et ces programmes génèrent des dépenses annuelles de plus de 238 millions de francs dans toutes les catégories d'animaux.
En ce qui concerne la politique agricole 2030 plus, le Parlement a chargé le Conseil fédéral de lui soumettre un message au plus tard d'ici fin 2027. Dans ce contexte, il ne faut pas oublier que le Parlement demande également une simplification des instruments de la politique agricole, un allègement de la charge administrative pour toutes les parties concernées dans la politique agricole 2027. Or, l'extension proposée par le postulat, à savoir l'introduction de primes supplémentaires pour le sevrage et de contributions à l'engraissement au pâturage, ainsi que l'encouragement à la coopération entre les exploitations laitières, les exploitations de vaches nourrices et les exploitations de pâture, feraient augmenter le nombre de directives et rendraient le système encore plus complexe. Cela se traduirait par une hausse de la charge administrative pour les exploitations agricoles et les services chargés de l'exécution, ce qui serait en contradiction avec le mandat que le Parlement nous a confié.
De plus, en raison de la situation budgétaire tendue, il est clair que les nouvelles aides devraient être financées au détriment des contributions existantes. Il devrait donc y avoir un effet de redistribution.
Pour toutes ces raisons, le Conseil fédéral vous demande de ne pas adopter ce postulat.
Vote
Abstimmung - Vote
Für Annahme des Postulates ... 26 Stimmen
Dagegen ... 11 Stimmen
(0 Enthaltungen)