BBl 2002 6483
Bundesbeschluss zur Volksinitiative "für eine bessere Rechtsstellung der Tiere (Tierinitiative")
Bundesbeschluss zur Volksinitiative «für eine bessere Rechtsstellung der Tiere (Tier-Initiative)»
vom 4. Oktober 2002
Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft, gestützt auf Artikel 139 Absatz 5 der Bundesverfassung1, nach Prüfung der am 17. August 20002 eingereichten Volksinitiative «für eine bessere Rechtsstellung der Tiere (Tier-Initiative)», nach Einsicht in die Botschaft des Bundesrates vom 25. April 20013, beschliesst:
Art. 1 1 Die Volksinitiative vom 17. August 2000 «für eine bessere Rechtsstellung der Tiere (Tier-Initiative)» ist gültig und wird Volk und Ständen zur Abstimmung unterbreitet. 2 Die Volksinitiative lautet:
Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert:
Art. 79a (neu) Rechtsstellung der Tiere 1 Tiere sind keine Sachen, sondern empfindungsfähige Lebewesen.
2 Der Bund bestimmt ihre rechtliche Stellung, insbesondere im Zivil-, Straf- und Verwaltungsrecht.
Art. 2 Die Bundesversammlung empfiehlt Volk und Ständen, die Initiative abzulehnen.
Ständerat, 4. Oktober 2002 Nationalrat, 4. Oktober 2002 Der Präsident: Anton Cottier Die Präsidentin: Liliane Maury Pasquier Der Sekretär: Christoph Lanz Der Protokollführer: Christophe Thomann