0.725.11
Europäisches Übereinkommen über die Hauptstrassen des internationalen Verkehrs
(AGR)
Abgeschlossen in Genf am 15. November 1975 Von der Bundesversammlung genehmigt am 1. März 19882 Schweizerische Ratifikationsurkunde hinterlegt am 5. August 1988 In Kraft getreten für die Schweiz am 3. November 1988 (Stand am 31. August 2004)
Die Vertragsparteien, in dem Bewusstsein der Notwendigkeit, den internationalen Strassenverkehr in Europa zu erleichtern und zu entwickeln, in der Erwägung, dass es zur Sicherstellung und Entwicklung der Beziehungen zwischen den europäischen Ländern erforderlich ist, einen koordinierten Plan für den Bau und Ausbau von Strassen vorzusehen, die den Erfordernissen des künftigen internationalen Verkehrs entsprechen, haben folgendes vereinbart:
Begriffsbestimmung und Billigung des internationalen E-Strassen-Netzes
Art. 1
Die Vertragsparteien billigen das vorgeschlagene Strassennetz, im folgenden als «internationales E-Strassen-Netz» bezeichnet und in Anlage 1 beschrieben, als koordinierten Plan für den Bau und Ausbau der Strassen von internationaler Bedeutung; sie beabsichtigen, diesen Plan im Rahmen ihrer nationalen Ausbauprogramme zu verwirklichen.
Art. 2
Das internationale E-Strassen-Netz besteht aus einem Rastersystem, das durch Strassen des Hauptrasters gebildet wird, die im allgemeinen in Richtung Nord–Süd und West–Ost verlaufen; das Netz umfasst auch Strassen des Zwischenrasters, die zwischen den Strassen des Hauptrasters verlaufen sowie Abzweigungen, Zubringer oder Verbindungsstrassen.
AS 1988 1834, BBl 1987 III 181
Der französische Originaltext findet sich unter der gleichen Nummer in der entsprechenden Ausgabe dieser Sammlung.
AS 1988 1833 Bau und Ausbau der Strassen des internationalen E-Strassen-Netzes
Art. 3
Die Strassen des internationalen E-Strassen-Netzes, auf das sich Artikel 1 bezieht, haben den Bestimmungen der Anlage II zu entsprechen.
Kennzeichnung der Strassen des internationalen E-Strassen-Netzes
Art. 4
1. Die Strassen des internationalen E-Strassen-Netzes sind mit dem in Anlage III beschriebenen Zeichen kenntlich zu machen und zu bezeichnen. 2. Alle zur Bezeichnung der E-Strassen verwendeten Zeichen, die den Bestimmungen dieses Übereinkommens und seinen Anlagen nicht entsprechen, sind binnen dreier Jahre nach dem Zeitpunkt zu entfernen, zu dem dieses Übereinkommen für den betreffenden Staat nach Artikel 6 in Kraft tritt. 3. Auf allen Strassen des internationalen E-Strassen-Netzes sind binnen vier Jahren nach dem Zeitpunkt, zu dem dieses Übereinkommen für den betreffenden Staat nach
Artikel 6 in Kraft tritt, neue Zeichen anzubringen, die dem in Anlage III beschriebenen entsprechen.
4. Die Bestimmungen dieses Artikels unterliegen nicht den Einschränkungen, die sich aus den in Artikel 1 erwähnten nationalen Programmen ergeben könnten.
Verfahren zur Unterzeichnung dieses Übereinkommens und um Vertragspartei zu werden
Art. 5
1. Dieses Übereinkommen liegt bis zum 31. Dezember 1976 für Staaten zur Unterzeichnung auf, die entweder Mitglied der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa oder die nach Absatz 8 der Satzung der Kommission in beratender Eigenschaft in die Kommission aufgenommen sind. 2. Diese Staaten können Vertragsparteien des Übereinkommens werden durch
Unterzeichnung ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung;
Unterzeichnung unter Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung und anschliessender Ratifikation, Annahme oder Genehmigung, oder
Beitritt.
3. Ratifikation, Annahme, Genehmigung oder Beitritt erfolgt durch Hinterlegung einer ordnungsgemässen Urkunde beim Generalsekretär der Vereinten Nationen.
Inkrafttreten dieses Übereinkommens
Art. 6
1. Dieses Übereinkommen tritt 90 Tage nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem die Regierungen von acht Staaten es entweder ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung unterzeichnet oder eine Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde hinterlegt haben, vorausgesetzt, dass eine oder mehrere Strassen des internationalen E-Strassen-Netzes die Hoheitsgebiete von mindestens vier Staaten, die unterzeichnet oder eine solche Urkunde hinterlegt haben, durchgehend verbinden. Wird diese Bedingung nicht erfüllt, so tritt das Übereinkommen 90 Tage nach dem Zeitpunkt in Kraft, zu dem eine diese Bedingung erfüllende Unterzeichnung ohne Vorbehalt der Ratifikation, Annahme oder Genehmigung oder die Hinterlegung einer solchen Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde erfolgt ist. 2. Für jeden Staat, der seine Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde nach dem Zeitpunkt hinterlegt, mit dem die in Absatz 1 genannte Frist von 90 Tagen beginnt, tritt das Übereinkommen 90 Tage nach dem Zeitpunkt der Hinterlegung in Kraft. 3. Mit seinem Inkrafttreten beendet und ersetzt dieses Übereinkommen in den Beziehungen der Vertragsparteien untereinander die am 16. September 1950 in Genf unterzeichnete Erklärung über den Bau internationaler Hauptverkehrsstrassen.
Verfahren zur Änderung des Hauptwortlautes dieses Übereinkommens
Art. 7
1. Der Hauptwortlaut dieses Übereinkommens kann durch eines der in diesem Artikel vorgesehenen Verfahren geändert werden. 2. a) Auf Antrag einer Vertragspartei wird jede von ihr vorgeschlagene Änderung des Hauptwortlautes dieses Übereinkommens von der Arbeitsgruppe Strassenverkehr der Wirtschaftskommission für Europa (ECE) geprüft.
Wird die Änderung von einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Mitglieder angenommen und umfasst diese Mehrheit eine Zweidrittelmehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien, so teilt der Generalsekretär die Änderung allen Vertragsparteien zur Annahme mit.
Nehmen zwei Drittel der Vertragsparteien die Änderung an, so notifiziert der Generalsekretär dies allen Vertragsparteien; die Änderung tritt zwölf Monate nach dem Zeitpunkt dieser Notifikation in Kraft. Sie tritt für alle Vertragsparteien mit Ausnahme derjenigen in Kraft, die vor ihrem Inkrafttreten erklärt haben, dass sie die Änderung nicht annehmen.
3. Auf Antrag von mindestens einem Drittel der Vertragsparteien beruft der Generalsekretär eine Konferenz ein, zu der die in Artikel 5 genannten Staaten eingeladen werden. Das in Absatz 2 Buchstaben a und b bezeichnete Verfahren findet für jede Änderung Anwendung, die durch eine solche Konferenz geprüft wird.
Verfahren zur Änderung der Anlage I
Art. 8
1. Die Anlage I dieses Übereinkommens kann durch das in diesem Artikel vorgesehene Verfahren geändert werden. 2. Auf Antrag einer Vertragspartei wird jede von ihr vorgeschlagene Änderung der Anlage I von der Arbeitsgruppe Strassenverkehr der Wirtschaftskommission für Europa (ECE) geprüft. 3. Wird die Änderung von der Mehrheit der anwesenden und abstimmenden Mitglieder angenommen und umfasst diese Mehrheit die Mehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien, so teilt der Generalsekretär die Änderung den zuständigen Verwaltungen der unmittelbar betroffenen Vertragsparteien mit. Als unmittelbar betroffene Vertragsparteien gelten
bei Einfügung einer neuen oder bei Änderung einer vorhandenen internationalen A-Strasse jede Vertragspartei, durch deren Hoheitsgebiet die Strasse führt;
bei Einfügung einer neuen oder bei Änderung einer vorhandenen internationalen B-Strasse jede an das antragstellende Land angrenzende Vertragspartei, durch deren Hoheitsgebiete die internationale A-Strasse verläuft bzw. die internationalen A-Strassen verlaufen, mit denen die neue oder zu ändernde B-Strasse verbunden wird. Als angrenzend im Sinne dieses Absatzes gelten zwei Vertragsparteien auch dann, wenn die Endpunkte einer Schiffahrtsverbindung, die durch den Verlauf dieser internationalen AStrasse (A-Strassen) vorgegeben ist, in ihrem Hoheitsgebiet liegen.
4. Jeder nach Absatz 3 übermittelte Änderungsvorschlag ist angenommen, wenn binnen sechs Monaten nach dem Zeitpunkt seiner Übermittlung keine der zuständigen Verwaltungen der unmittelbar betroffenen Vertragsparteien beim Generalsekretär Einspruch gegen die Änderung erhebt. Erklärt die Verwaltung einer Vertragspartei, dass nach ihrem innerstaatlichen Recht ihre Zustimmung von einer Sonderermächtigung oder der Genehmigung durch eine gesetzgebende Körperschaft abhängt, so gilt ihre Zustimmung zur Änderung der Anlage I so lange als nicht erteilt und der Änderungsvorschlag als nicht angenommen, bis diese Verwaltung dem Generalsekretär notifiziert, dass die erforderliche Ermächtigung oder Genehmigung erteilt worden ist. Erfolgt diese Notifikation nicht binnen 18 Monaten nach dem Zeitpunkt, zu dem der Änderungsvorschlag der Verwaltung mitgeteilt worden ist, oder erhebt die zuständige Verwaltung der unmittelbar betroffenen Vertragspartei innerhalb der vorerwähnten Frist von sechs Monaten Einspruch gegen die vorgeschlagene Änderung, so ist diese nicht angenommen.
5. Jede angenommene Änderung wird vom Generalsekretär allen Vertragsparteien mitgeteilt und tritt drei Monate nach dem Zeitpunkt ihrer Mitteilung für diese Vertragsparteien in Kraft.
Verfahren zur Änderung der Anlagen II und III
Art. 9
1. Die Anlagen II und III können durch das in diesem Artikel vorgesehene Verfahren geändert werden. 2. Auf Antrag einer Vertragspartei wird jede von ihr vorgeschlagene Änderung der Anlagen II und III von der Arbeitsgruppe Strassenverkehr der Wirtschaftskommission für Europa (ECE) geprüft. 3. Wird die Änderung von der Mehrheit der anwesenden und abstimmenden Mitglieder angenommen und umfasst diese Mehrheit die Mehrheit der anwesenden und abstimmenden Vertragsparteien, so teilt der Generalsekretär die Änderung den zuständigen Verwaltungen aller Vertragsparteien zur Annahme mit. 4. Die Änderung ist angenommen, wenn weniger als ein Drittel der zuständigen Verwaltungen der Vertragsparteien binnen sechs Monaten nach dem Zeitpunkt der Mitteilung dem Generalsekretär ihren Einspruch gegen die Änderung notifizieren. 5. Jede angenommene Änderung wird vom Generalsekretär allen Vertragsparteien mitgeteilt und tritt drei Monate nach dem Zeitpunkt dieser Mitteilung in Kraft.
Notifikation der Anschrift der Verwaltung, der die Vorschläge zur Änderung der Anlagen mitzuteilen sind
Art. 10
Jeder Staat teilt bei der Unterzeichnung, Ratifikation, Annahme oder Genehmigung dieses Übereinkommens oder bei seinem Beitritt zu diesem dem Generalsekretär den Namen und die Anschrift der Verwaltung mit, der nach den Artikeln 8 und 9 die Vorschläge zur Änderung der Anlagen zu übermitteln sind.
Kündigung und Ausserkrafttreten dieses Übereinkommens
Art. 11
Jede Vertragspartei kann dieses Übereinkommen durch eine an den Generalsekretär gerichtete schriftliche Notifikation kündigen. Die Kündigung wird ein Jahr nach Eingang der Notifikation beim Generalsekretär wirksam.
Art. 12
Dieses Übereinkommen tritt ausser Kraft, wenn die Zahl der Vertragsparteien während zwölf aufeinanderfolgender Monate weniger als acht beträgt.
Beilegung von Streitigkeiten
Art. 13
1. Jede Streitigkeit zwischen zwei oder mehr Vertragsparteien über die Auslegung oder Anwendung dieses Übereinkommens, welche die Streitparteien nicht durch Verhandlungen oder auf anderem Weg beilegen können, wird auf Antrag einer an der Streitigkeit beteiligten Vertragspartei einem Schiedsverfahren unterworfen und zu diesem Zweck einem oder mehreren Schiedsrichtern unterbreitet, die von den Streitparteien in gegenseitigem Einvernehmen auszuwählen sind. Können sich die Streitparteien binnen dreier Monate nach dem Tag, an dem das Schiedsverfahren beantragt wurde, nicht auf den oder die Schiedsrichter einigen, so kann jede dieser Parteien den Generalsekretär der Vereinten Nationen ersuchen, einen einzigen Schiedsrichter zu ernennen, dem die Streitigkeit zur Entscheidung unterbreitet wird. 2. Die Entscheidung des oder der nach Absatz 1 ernannten Schiedsrichter ist für die an der Streitigkeit beteiligten Vertragsparteien bindend.
Geltungsbereich dieses Übereinkommens
Art. 14
Dieses Übereinkommen ist nicht so auszulegen, als hindere es eine Vertragspartei daran, die mit der Charta der Vereinten Nationen übereinstimmenden und auf das jeweils Erforderliche beschränkten Massnahmen zu treffen, die nach ihrer Auffassung für ihre äussere oder innere Sicherheit notwendig sind.
Erklärung zu Artikel 13
Art. 15
Jeder Staat kann bei der Unterzeichnung dieses Übereinkommens oder bei der Hinterlegung seiner Ratifikations-, Annahme-, Genehmigungs- oder Beitrittsurkunde erklären, dass er sich durch Artikel 13 nicht als gebunden betrachtet. Die anderen Vertragsparteien sind gegenüber einer Vertragspartei, die eine solche Erklärung abgegeben hat, durch Artikel 13 nicht gebunden.
Notifikationen an die Vertragsparteien
Art. 16
Ausser den Erklärungen, Notifikationen und Mitteilungen nach den Artikeln 7, 8, 9 und 15 notifiziert der Generalsekretär den Vertragsparteien und den anderen in
Artikel 5 genannten Staaten
die Unterzeichnungen, Ratifikationen, Annahmen, Genehmigungen und Beitritte nach Artikel 5;
die Zeitpunkte, zu denen dieses Übereinkommen nach Artikel 6 in Kraft tritt;
den Zeitpunkt, zu dem Änderungen dieses Übereinkommens nach den Artikeln 7 Absatz 2 Buchstabe c, 8 Absätze 4 und 5, und 9 in Kraft treten;
die Kündigungen nach Artikel 11;
das Ausserkrafttreten dieses Übereinkommens nach Artikel 12.
Hinterlegung des Wortlautes dieses Übereinkommens beim Generalsekretär
Art. 17 E 10 E 20 E 30 E 40 E 50 E 60 E 70 E 80 E 35 E 45 E 55 E 65 E 75 E 85 E 95
Nach dem 31. Dezember 1976 wird die Urschrift dieses Übereinkommens beim Generalsekretär der Vereinten Nationen hinterlegt; dieser übermittelt allen in Artikel
genannten Staaten beglaubigte Abschriften.
Zu Urkund dessen haben die hierzu gehörig befugten Unterzeichneten dieses Übereinkommen unterschrieben.
Geschehen zu Genf am 15. November 1975 in einer Urschrift in englischer, französischer und russischer Sprache, wobei jeder Wortlaut gleichermassen verbindlich ist.
(Es folgen die Unterschriften) Anlage I Internationales E-Strassen-Netz Erläuterungen:
1. Die Strassen des Haupt- und Zwischenrasters – A-Strassen – werden mit zwei Ziffern, die Abzweigungen, die Zubringer und die Verbindungsstrassen – B-Strassen – mit drei Ziffern numeriert. 2. Die in Richtung Nord–Süd verlaufenden Strassen des Hauptrasters haben von Westen nach Osten ansteigende, zweistellige, auf 5 endende Nummern. Die in Richtung West–Ost verlaufenden Strassen des Hauptrasters haben von Norden nach Süden ansteigende, zweistellige, auf 0 endende Nummern. Die Strassen des Zwischenrasters haben zweistellige, ungerade oder gerade Nummern, entsprechend jenen der Strassen des Hauptrasters, zwischen denen sie liegen. Die B-Strassen haben dreistellige Nummern, deren erste Ziffer die erste Ziffer der nächstgelegenen Strasse des Hauptrasters im Norden, deren zweite Ziffer die erste Ziffer der nächstgelegenen Strasse des Hauptrasters im Westen und deren dritte Ziffer eine Ordnungszahl ist.
Verzeichnis der Strassen A. Hauptverkehrsstrassen 1. Richtung West–Ost
a) Strassen des Hauptrasters Narvik – Kiruna – Luleå Shannon – Limerick – Portlaoise – Dublin … Liverpool – Manchester – Bradford – Leeds – Hull … Esbjerg – Kolding – Middelfart – Nyborg ... Korsør-Køge – København … Malmö – Helsingborg – Halmstad – Göteborg – Örebro – Arboga – Eskilstuna – Södertälje – Stockholm ... Tallin – Leningrad Cork – Waterford – Wexford – Rosslare … Fishguard – Swansea – Cardiff – Newport – Bristol – London – Colchester – Ipswich – Felixstowe … Hoek van Holland – Den Haag – Gouda – Utrecht – Amersfoort – Oldenzaal – Osnabrück – Bad Oeynhausen – Hannover – Braunschweig – Magdeburg – Berlin – Świebodzin – Poznań – Łowicz – Warszawa – Brest – Minsk – Smolensk – Moskva Calais – Oostende – Gent – Bruxelles – Liège – Aachen – Köln – Olpe – Giessen – Bad Hersfeld – Herleshausen – Eisenach – Erfurt – Gera – Karl-Marx-Stadt – Dresden – Görlitz – Legnica – Wrocław – Opole – Gliwice – Kraków – Przemyśl – Lvov – Rovno – Zhitomir – Kiev – Kharkov – Rostov ná Donu Brest – Rennes – Le Mans – Paris – Reims – Metz – Saarbrücken – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Rozvadov – Plzeň – Praha – Jihlava – Brno – Zilina – Prešov – Košice – Vyšné Nemecké – Uzhgorod – Mukačevo Brest – Nantes – Tours – Orléans – Courtenay – Beaune – Besançon – Belfort – Mulhouse – Basel – Zürich – Winterthur – St. Gallen – St.
Margrethen – Lauterach – Feldkirch – Imst – Innsbruck – Wörgl – Salzburg – Linz – Wien – Nickelsdorf – Mosonmagyaróvár – Györ – Budapest – Püspökladány – Oradea – Cluj Napoca – Turda – Tîrgu Mureş – Braşov – Ploieşti – Bucureşti – Urziceni – Slobozia – Hîrşova – Constanta. La Coruña – Oviedo – Bilbao – San Sebastián – Bordeaux – Clermont- Ferrand – Lyon – Chambéry – Susa – Torino – Alessándria – Tortona – Brescia – Verona – Mestre (Venezia) – Palmanova – Trieste – Ljubljana – Zagreb – Djakovo – Beograd – Vrsac – Timisoara – Caransebe⎢ – Drobeta Turnu Severan – Craiova – Piteşti – Bucureşti – Giurgiu – Ruse – Razgrad – Choumen – Varna Lisboa – Santarem – Leiria – Coimbra – Viseu – Guarda – Salamanca – Burgos – San Sebastián – Pau – Toulouse – Narbonne – Nimes – Aix-en-Provence – Nice – Ventimiglia – Savona – Genova – La Spezia – Migliarino – Livorno – Grosseto – Roma – Pescara … Dubrovnik – Petrovac – Titograd – Priština – Niš – Dimitrovgrad – Sofia – Plovdiv – Svilengrad – Edirne – Babaeski – Silivri – Istanbul – Izmir – Adapazari – Bolu – Gerede – Ilgaz – Amasya – Niksar – Refahiye – Erzincan – Aşkale – Erzurum – Ağri – Gürbulak – Iran (République islamique d’) E 90 Lisboa – Setúbal – Pegões – Elvas – Badajoz – Madrid – Zaragoza – Lérida – Barcelona … Mazara del Vallo – Palermo – Messina ... Reggio di Calabria – Catanzaro – Crotone – Sibari – Metaponto – Taranto – Brindisi … Igoumenitsa – Ioannina – Kozani – Thessaloniki – Alexandropouli – Ipsala – Keşan – Gelibolu … Lapseki – Bursa – Eskişehir – Sivrihisar – Ankara – Aksaray – Adana – Toprakkale – Gaziantep – Ş. Urfa – Nusaybin – Cizre – Habur – Iraq
Strassen des Zwischenrasters E 06 Olderfjord – Lakselv – Karasjok – Kirkenes E 12 Mo i Rana – Umeå … Vaasa – Tampere – Helsinki E 14 Trondheim – Storlien – Östersund – Sundsvall E 16 Londonderry – Belfast … Glasgow – Edinburgh E 18 Craigavon – Belfast – Larne … Stranraer – Gretna – Carlisle – Newcastle … Stavanger – Kristiansand – Oslo – Karlstad – Örebro – Arboga – Västerås – Stockholm – Kappelskär – Mariehamn … Turku/Naantali – Helsinki – Vaalimaa – Leningrad E 22 Holyhead – Chester – Warrington – Manchester – Leeds – Doncaster – Immingham … Amsterdam – Groningen – Oldenburg – Bremen – Hamburg – Lübeck – Rostock – Stralsund – Sassnitz … Trelleborg – Malmö – Kalmar – Norrköping E 24 Birmingham – Cambridge – Ipswich E 26 Hamburg – Berlin E 28 Berlin – Szczecin – Goleniów – Koszalin – Gdańsk E 32 Colchester – Harwich E 34 Antwerpen – Eindhoven – Venlo – Oberhausen – Dortmund – Bad Oeynhausen E 36 Berlin – Lübbenau – Cottbus – Legnica E 42 Dunkerque – Lille – Mons – Charleroi – Namur – Liège – St. Vith – Wittlich – Bingen – Wiesbaden – Frankfurt am Main – Aschaffenburg E 44 Le Havre – Amiens – Charleville-Mézières – Luxembourg – Trier – Koblenz – Giessen E 46 Cherbourg – Caen – Rouen – Reims – Charleville-Mézières – Liège E 48 Schweinfurt – Bayreuth – Marktredwitz – Cheb – Karlovy Vary – Praha E 52 Strasbourg – Appenweier – Karlsruhe – Stuttgart – Ulm – München – Salzburg E 54 Paris – Chaumont – Mulhouse – Basel – Waldshut – Lindau – München E 56 Nürnberg – Regensburg – Passau – Wels – Sattledt E 58 Wien – Bratislava E 62 Nantes – Poitiers – Mâcon – Genève – Lausanne – Martigny – Sion – Simplon – Gravellona Toce – Milano – Tortona E 64 Torino – Milano – Brescia E 66 Fortezza – St.
Candido – Spittal – Villach – Klagenfurt – Graz – Veszprém – Székesfehérvár E 68 Szeged – Arad – Deva – Sibiu – Braşov E 72 Bordeaux – Toulouse E 74 Nice – Cuneo – Asti – Alessandria E 76 Migliarino – Firenze E 78 Grosseto – Arezzo – Sansepolcro – Fano E 82 Porto – Vila Real – Bragança – Zamora – Tordesillas E 84 Keşan – Tekirdag – Silivri E 86 Krystalopigi – Florina – Vevi – Yefira E 88 Ankara – Yozgat – Sivas – Refahiye E 92 Igoumenitsa – Joannina – Trikala – Volos E 94 Corinthos – Athinai E 96 Izmir – Uşak – Afyon – Sivrihisar E 98 Topbogazi – Kirikhan – Reyhanli – Cilvegözü – République arabe syrienne 2. Richtung Nord–Süd
Strassen des Hauptrasters E 05 Greenock – Glasgow – Gretna – Carlisle – Penrith – Preston – Warrington – Birmingham – Newbury – Southampton … Le Havre – Paris – Orléans – Tours – Poitiers – Bordeaux – San Sebastián – Burgos – Madrid – Cordóba – Sevilla – Cádiz – Algeciras E 15 Inverness – Perth – Edinburgh – Newcastle – Scotch-Corner – Doncaster – London – Folkestone – Dover … Calais – Paris – Lyon – Orange – Narbonne – Gerona – Barcelona – Tarragona – Castellón de la Plana – Valencia – Alicante – Murcia – Algeciras E 25 Hoek van Holland – Rotterdam – Gouda – Utrecht – ’s-Hertogenbosch – Eindhoven – Maastricht – Liège – Bastogne – Arlon – Luxembourg – Metz – St. Avold – Strasbourg – Mulhouse – Basel – Olten – Bern – Lausanne – Genève – Mont-Blanc – Aosta – Torino – Alessandria – Tortona – Genova Amsterdam – Utrecht – Arnhem – Emmerich – Oberhausen – Köln – Frankfurt am Main – Heidelberg – Karlsruhe – Offenburg – Basel – Olten – Luzern – Altdorf – S. Gottardo – Bellinzona – Lugano – Chiasso – Como – Milano – Piacenza – Parma – Modena – Firenze – Arezzo – Roma Göteborg … Frederikshavn – Aalborg – Århus – Veile – Kolding – Frøslev – Flensburg – Hamburg – Hannover – Göttingen – Kassel – Fulda – Würzburg – Nürnberg – München – Rosenheim – Wörgl – Innsbruck – Brenner-Pass/Passo del Brennero – Fortezza – Bolzano – Trento – Verona – Modena – Bologna – Cesena – Perugia – Roma – Napoli – Salerno – Sicignano – Cosenza – Villa S.
Giovanni … Messina – Catània – Siracusa – Gela Kemi-Tornio – Haparanda – Leuleå – Umeå – Sundsvall – Stockholm – Södertälje – Norrköping – Jönköping – Helsingborg … Helsingør – København – Køge – Vordingborg – Orehoved – Nykøbing Falster – Gedser … Rostock – Berlin – Lübbenau – Dresden – Cínovec – Teplice – Praha – Tábor – České Budějovice – Dolní Dvořiště – Linz – Salzburg – Villach – Tarvisio – Udine – Palmanova – Mestre (Venezia) – Ravenna – Cesena – Rimini – Fano – Ancona – Pescara – Canosa – Bari – Brindisi … Igoumenitsa – Preveza – Messolongi – Rion – Patrai – Pyrgos – Kalamata Malmö – Ystad … Świnoujście – Wolin – Goleniów – Szczecin – Świebodzin – Jelenia-Góra – Harrachov – Železný Brod – Turnov – Mladá Boleslav – Praha – Jihlava – Brno – Břeclav – Bratislava – Rajka – Mosonmagyaróvár – Csorna – Szombathely – Körmend – Zalaegerszeg – Nagykanizsa – Letenye – Zagreb – Karlovac – Rijeka – Split – Metković – Dubrovnik – Petrovac – Titograd – Bijelo Polje – Skopje – Kicevo – Ohrid – Bitolj – Niki – Vevi – Kozani – Lárissa – Domokos – Lamia – Brallos – Itea – Antirrion … Rion – Egion – Korinthos – Tripoli – Kalamata … Kissamos – Chania Karasjok – Karigasniemi – Ivalo – Sodankylä – Rovaniemi – Kemi – Oulu – Jyväskylä – Lahti – Helsinki … Gdańsk – Świecie – Krośniewice – Łódz – Piotrków Trybunalski – Katowice – Č. Těšín – Žilina – Bratislava – Györ – Budapest – Szeged – Beograd – Niš – Kumanovo – Skopje – Gevgelija – Evzoni – Thessaloniki – Lárissa – Almyros – Lamia – Athinai … Chania – Iraklion – Agios Nikolaos – Sitia Černovcy – Siret – Suceava – Roman – Bačau – Mărăşeşti – Buzău – Urziecni – Bucureşti – Giurgiu – Ruse – Bjala – Veliko Tarnovo – Stara Zagora – Haskovo – Svilengrad – Ormenio – Kastanies – Didymoteicho – Alexandropouli Leningrad – Moskva – Oryol – Kharkov – Simferopol – Alushta – Yalta
b) Strassen des Zwischenrasters E 01 Larne – Belfast – Dublin – Wexford – Rosslare … La Coruña – Pontevedra – Porto Albergaria a Velha – Coimbra – Villa Franca de Xira – Lisboa – Setúbal – Faro – Huelva – Sevilla E 03 Cherbourg – Rennes – Nantes – La Rochelle E 07 Pau – Jaça – Huesca – Zaragoza E 09 Orléans – Limoges – Toulouse – Barcelona E 11 Vierzon – Montluçon – Clermont Ferrand – Montpellier E 13 Doncaster – Sheffield – Nottingham – Leicester – Northampton – London E 17 Antwerpen – Gent – Kortrijk – Cambrai – Reims – Beaune E 19 Amsterdam – Den Haag – Rotterdam – Breda – Antwerpen – Bruxelles – Mons – Valenciennes – Paris E 21 Metz – Nancy – Dijon – Genève E 23 Metz – Nancy – Besançon – Vallorbe – Lausanne E 27 Belfort – Bern – Martigny – Grand-Saint-Bernard – Aosta E 29 Köln – Luxembourg – Saarbrücken – Sarreguemines (E 25 Strasbourg) E 31 Rotterdam – Gorinchem – Nijmegen – Goch – Krefeld – Köln – Koblenz – Bingen – Ludwigshafen E 33 Parma – La Spezia E 37 Bremen – Osnabrück – Dortmund – Köln E 39 Kristiansand – Hirtshals – Hjørring – Nørre Sundby – Aalborg E 41 Dortmund – Giessen – Aschaffenburg – Würzburg – Stuttgart – Schaffhausen – Winterthur – Zürich – Altdorf E 43 Würzburg – Ulm – Lindau – Bregenz – St. Margrethen – Buchs – Chur – S. Bernardino – Bellinzona E 47 Nordkap – Olderfjord – Altá – Mo i Rana – Trondheim – Lillehammer – Oslo – Götebord – Halmstad – Helsingborg … Helsingør – København – Køge – Vordingborg – Orehoved – Rødby … Puttgarden – Lübeck E 49 Magdeburg – Halle – Plauen – Schönberg – Vojtanov – Karlovy Vary – Plzeň – České Budějovice – Třeboň – Halámky – Wien E 51 Berlin – Leipzig – Gera – Hirschberg – Hof – Bayreuth – Nürnberg E 53 Plzeň – Bayer – Eisenstein – Deggendorf – München E 57 Sattledt – Liezen – St.
Michael – Graz – Maribor – Ljubljana E 59 Praha – Jihlava – Wien – Graz – Spielfeld – Maribor – Zagreb E 61 Klagenfurt – Loibl-Pass – Ljubljana – Trieste – Rijeka E 63 Sodankylä – Kemijärvi – Kuusamo – Kajaani – Kuopio – Jyväskylä – Tampere – Turku – Naantali … Stockholm – Södertälje – Norrköping – Jönköping – Göteborg E 67 Warszawa – Piotrków Trybunalski – Wrocław – Kłodzko – Běloves – Náchod – Hradec Kralové – Praha E 69 Tromsø – Vollan – Skibotn – Kilpisjärvi – Tornio E 71 Košice – Miskolc – Budapest – Balatonaliga – Nagykanizsa – Zagreb – Karlovac – Bihač – Knin – Split E 73 Budapest – Szekszárd – Mohács – Osijek – Djakovo – Samak – Zenica – Mostar – Metkovič E 77 Gdańsk – Elblag – Warszawa – Radom – Kraków – Trsténa – Ružomberok – Ζvoleň – Budapest E 79 Oradea – Beius – Deva – Petrosani – Tirgu Jiu – Craiova – Calafat …Vidín – Vraca – Botevgrad – Sofia – Blagojevgrad – Serai – Thessaloniki E 81 Halmeu – Satu Mare – Zalåu – Cluj Napoca – Turda – Sebeş – Sibiu – Piteşti E 83 Biala – Pleven – Jablanica – Botevgrad – Sofia E 87 Tulcea – Constanta – Varna – Burgas – Mičurin – Malko Tarnovo – Dereköy – Kirklareli – Babaeski – Havza – Kešan – Gelibolu – Eceabat … Çanakkale – Ayvalik – Izmir – Selçuk – Aydin – Denizli – Acipayam – Korkuteli – Antalya E 89 Gerede – Kizilcahamam – Ankara E 91 Toprakkale – Iskenderun – Topboğazi – Antakya – Yayladag – République arabe syrienne E 93 Orel – Kiev – Odessa E 97 Trabzon – Gümüşhane – Aşkale E 99 Doğubeyazit – Muradiye – Bitlis – Diyarbakir – Ş. Urfa B. Abzweigungen, Zubringer und Verbindungsstrassen E 133 Vejle – Middelfart E 201 Cork – Portlaoise E 231 Amsterdam – Amersfoort E 232 Amersfoort – Groningen E 233 Oldenzaal – Bremen E 234 Cuxhaven – Bremerhaven – Bremen – Walsrode E 251 Sassnitz – Stralsund – Neubrandenburg – Berlin E 261 Świecie – Poznań – Wrocław E 311 Breda – Gorinchem – Utrecht E 312 Vlissingen – Breda – Eindhoven E 313 Antwerpen – Liège E 314 Hasselt – Heerlen – Aachen E 331 Dortmund – Kassel E 401 St. Brieuc – Caen E 402 Calais – Rouen – Le Mans E 411 Bruxelles – Namur – Arlon E 421 Aachen – St.
Vith – Luxembourg E 422 Trier – Saarbrücken E 431 Giessen – Frankfurt am Main – Mannheim E 441 Karl-Marx-Stadt – Plauen E 442 Karlovy Vary – Teplice – Turnov – Hradec Králové – Olomouc – Žilina E 461 Hradec Králové – Brno – Wien E 462 Brno – Olomouc – Český Těšín – Kraków E 471 Mukačevo – Lvov E 501 Le Mans – Angers E 502 Le Mans – Tours E 511 Courtenay (A 6) – Troyes E 531 Offenburg – Donaueschingen E 532 Memmingen – Füssen E 533 München – Garmisch-Partenkirchen – Mittenwald – Seefeld – Innsbruck E 551 České Budějovice – Jihlava E 552 München – Braunau – Wels – Linz E 571 Bratislava – Zvoleň – Košice E 573 Püspökladány – Nyiregyháza – Tchop – Užgorod E 574 Bacău – Braşov – Piteşti E 576 Cluj Napoca – Dej – Bistriţa – Suceava E 581 Mărăşeşti – Tecuci – Albiţa – Leucheni – Kishinev – Odessa E 601 Niort (A 10) – La Rochelle E 602 La Rochelle – Saintes E 603 Saintes – Angoulème – Limoges E 604 Tours – Vierzon E 606 Angoulème – Bordeaux E 607 Digoin – Chalon-sur-Saône E 611 Lyon – Pont d’Ain E 651 Altenmarkt – Liezen E 652 Villach – Podkoren – Naklo E 661 Balatonkeresztúr – Nagyatád – Barcs – Virovitica – Okučani – Banja Luka – Jajce – Donji Vakuf – Zenica E 662 Subotica – Sombor – Osijek E 671 Timi⎢oara – Arad – Oradea E 711 Lyon – Grenoble E 712 Genève – Chambéry – Marseille E 713 Valence – Grenoble E 714 Orange – Marseille E 716 Torino – Savona E 751 Rijeka – Pula – Koper E 761 Bihač – Jajce – Donji Vakuf – Zenica – Sarajevo – Titovo Užice – Čačak – Kraljevo – Kruševac – Pojate – Paračin – Zaječar E 762 Sarajevo – Titograd – Frontière albanaise E 763 Beograd – Čačak – Nova Varos – Bijelo Polje E 771 Drobeta Turnu Severin – Niš E 772 Jablanica – Velico Tirnovo – Choumen E 773 Popovica – Stara Zagora – Burgas E 801 Albergaria a Velha – Celorico da Beira E 802 Villa Franca de Xira – Pegões E 803 Salamanca – Merida – Sevilla E 804 Bilbao – Logroño – Zaragoza E 841 Napoli – Avellino – Benevento – Canosa E 842 Avellino – Salerno E 843 Bari – Taranto E 844 Sicignano – Potenza – Metaponto E 846 Spezzano Albanese – Sibari E 847 Cosenza – Crotone E 848 S.
Eufemia – Catanzaro E 851 Petrovac-(Albanie) – Prizren – Pristina E 852 Ohrid – Frontière albanaise E 853 Joannina – Frontière albanaise E 871 Sofia – Kjustendil – Kumanovo E 901 Madrid – Valencia E 902 Jaén – Granada – Málaga E 931 Mazara del Vallo – Gela E 951 Joannina – Arta – Agrinion – Massalongi E 952 Aktio – Vonitsa – Amfilochia – Karpenisi – Lamia E 961 Tripoli – Sparti – Gythio E 962 Elefsina – Thiva Anlage II Bedingungen für die Hauptstrassen des internationalen Verkehrs 1. Allgemeines I. 1. Die nachfolgenden Bestimmungen beziehen sich auf die grundlegenden Merkmale für den Bau und Ausbau der im folgenden «internationale Strassen» genannten Hauptstrassen des internationalen Verkehrs, und entsprechen dem gegenwärtigen Stand der Strassenbautechnik. Diese Bestimmungen gelten nicht für bebaute Gebiete. Diese sind, wenn sie ein Hindernis oder eine Gefahr darstellen, zu umgehen. I. 2. Diese Merkmale sind Mindest- oder Höchstwerte. Sie sind zu erhöhen beziehungsweise herabzusetzen, wenn dadurch keine zusätzlichen Kosten entstehen oder diese wirtschaftlich gerechtfertigt sind. I. 3. Alle Bestimmungen dieses Anhangs sind unter Berücksichtigung einer vergleichenden Kosten-Nutzen-Rechnung und besonders im Hinblick auf die Sicherheit anzuwenden. Mit Bezug auf den Fahrzeugverkehr sind mehrere Varianten zu bewerten, denen verschiedene Annahmen, insbesondere solche hinsichtlich der Entwurfsgeschwindigkeit3, des voraussichtlichen Verkehrsaufkommens, seiner Zusammensetzung und der Verteilung der Stundenleistungen auf das Jahr, zugrunde liegen. I. 4. Bei der Planung und dem Bau einer neuen internationalen Strasse ist dem Umweltschutz Rechnung zu tragen.
II. Kategorien der internationalen Strassen Die internationalen Strassen werden in einer der folgenden Kategorien eingereiht:
II. 1. Gewöhnliche Strassen Kategorie I: Strassen mit zwei Fahrstreifen (eine Fahrbahn) Kategorie II: Strassen mit mehr als zwei Fahrstreifen (eine oder mehrere Fahrbahnen) II. 2. Autobahnen «Autobahn» ist eine Strasse, die für den Verkehr mit Kraftfahrzeugen besonders bestimmt und gebaut ist, zu der von den angrenzenden Grundstücken aus keine unmittelbare Zufahrt besteht und die:
Die Entwurfsgeschwindigkeit für den Bau oder Ausbau einer Strasse ist die Geschwindigkeit, die für die Festlegung der minimalen Ausbauelemente gewählt wird und den Einzelfahrzeugen ein sicheres Fahren bei dieser Geschwindigkeit ermöglicht.
i) ausser an einzelnen Stellen oder vorübergehend für beide Verkehrsrichtungen besondere Fahrbahnen hat, die durch einen nicht für den Verkehr bestimmten Geländestreifen oder in Ausnahmefällen durch andere Mittel voneinander getrennt sind; ii) keine höhengleiche Kreuzung mit Strassen, Eisenbahn- oder Strassenbahnschienen oder Gehwegen hat; iii) als Autobahn besonders gekennzeichnet ist.
II. 3. Schnellstrassen Dem Kraftfahrzeugverkehr vorbehaltene, nur über Anschlussstellen oder besonders geregelte Kreuzungen erreichbare Strassen, auf denen insbesondere das Halten und das Parken verboten sind.
III. Normen für durchgehende Strecken III. 1. Querschnitt Die internationalen Strassen umfassen in ihrer Breite ausser der oder den Fahrbahnen, Seitenstreifen und gegebenenfalls einen Mittelstreifen sowie besondere Rad- und Gehwege. Diese Rad- und Gehwege sind an Autobahnen nicht zugelassen. An Schnellstrassen sind sie nur dann zugelassen, wenn sie durch einen genügend grossen Zwischenraum von diesen getrennt sind. Schienenwege sind weder auf den Fahrbahnen der gewöhnlichen Strassen noch bei Autobahnen und Schnellstrassen zugelassen4.
III. 1.1. Fahrbahnen III. 1.1.1. Breite Die minimale Fahrstreifenbreite hat in der Geraden 3,50 m zu betragen. Bei Kurvenradien von weniger als 200 m ist eine Mehrbreite vorzusehen, damit Fahrzeuge mit den grössten zulässigen Abmessungen ungehindert die normale Verkehrsgeschwindigkeit einhalten können. Die seitlichen Strassenmarkierungen sind bei Entwurfsgeschwindigkeiten von 100 km/h oder darüber in der obengenannten Breite nicht eingeschlossen. Auf Steigungsstrecken darf jedoch die Breite eines zusätzlichen Streifens für langsame Fahrzeuge auf 3 m herabgesetzt werden. III. 1.1.2. Quergefälle In der Geraden wird der Strassenquerschnitt durch eine oder zwei Ebenen gebildet, deren Quergefälle zwischen 2 und 3 Prozent zu betragen hat.
Diese Bestimmung findet keine Anwendung auf Autobahnen, bei denen ein Schienenweg eingeplant wurde.
In der Kurve hat die maximale Überhöhung 7 Prozent zu betragen. Der ohne Änderung des Quergefälles der geraden Strecke zulässige kleinste Radius ist in Abhängigkeit von der Entwurfsgeschwindigkeit (in km/h) aus nachstehender Tabelle ersichtlich (in Metern):
Entwurfsgeschwindigkeit 140 120 100 80 60 Gewöhnliche Strassen.................... – 1800 1300 800 450 Autobahnen und Schnellstrassen ... 3900 2800 2000 1300 – III. 1.2. Seiten- und Mittelstreifen III. 1.2.1. Die für den Seitenstreifen empfohlene Mindestbreite beträgt 3,25 m für die Schnellstrassen sowie die gewöhnlichen Strassen und 3,75 m für Autobahnen. III. 1.2.2. Die Seitenstreifen der Autobahnen und Schnellstrassen haben rechts von der Fahrbahn einen durchgehenden mit Belag versehenen oder befestigten Standstreifen von 2,50 m Mindestbreite zu enthalten, der das Halten im Notfall erlaubt. Für gewöhnliche Strassen wird ein solcher Standstreifen empfohlen. Ist keiner vorgesehen, oder hat er nicht die Breite von 2,50 m, sind in Abständen Abstellflächen anzulegen. Gegebenenfalls sind auch Haltebuchten für Autobusse vorzusehen. In allen Fällen sind im Seitenstreifen längs der Fahrbahn mindestens 1 m breite, mit Belag versehene oder befestigte Streifen vorzusehen. Längs der Autobahnen und Schnellstrassen sind aus Sicherheitsgründen breitere hindernisfreie Streifen anzulegen. III. 1.2.3. Ist ein Mittelstreifen vorgesehen, hat seine Mindestbreite auf Autobahnen zwischen den Fahrbahnen 4 m zu betragen. Wenn die Sichtweite es erfordert, ist eine grössere Breite zu empfehlen, und zwar insbesondere in den Kurven. Es wird empfohlen, entlang den Fahrbahnen auf dem Mittelstreifen mindestens 1 m breite, mit Belag versehene oder befestigte Leit- und Sicherheitsstreifen anzubringen. III. 1.3. Besondere Wege Erreicht bei gewöhnlichen Strassen der Kraftfahrzeugverkehr wenigstens 2000 Fahrzeuge pro Tag, so sind auf den Seitenstreifen besondere Streifen für den Fussgänger-, Radfahrer- oder ähnlichen Verkehr vorzusehen, sobald darauf 200 Einheiten in der Spitzenzeit halbstündlich oder 1000 Einheiten pro Tag im Richtungsverkehr gezählt werden. Die Radwege sind normalerweise in einer Richtung befahrbar mit einer Mindestbreite von 2,20 m vorzusehen. Zwischen der Fahrbahn und den besonderen Streifen ist ein mindestens 1 m breiter Trennstreifen vorzusehen.
III. 2. Linienführung in Grund- und Aufriss III. 2.1. Gleichartigkeit und Koordinierung der Linienführung in Grund- und Aufriss Auf genügend langen Abschnitten haben die internationalen Strassen gleichartige Merkmale aufzuweisen. Diese sind dort zu ändern, wo der Verkehrsteilnehmer dies normalerweise voraussehen kann (Durchquerung eines bebauten Gebietes, Veränderung der Geländeform). Ist dies nicht möglich, sind Änderungen stufenweise vorzunehmen. Grund- und Aufriss sind so zu koordinieren, dass die Linienführung der Strasse dem Verkehrsteilnehmer ohne störende Unterbrechung erscheint und es ihm ermöglicht, den Verlauf der Strasse vorauszusehen, kritische Stellen, insbesondere Kreuzungen und Ein- und Ausfahrten der Anschlussstellen, klar zu erkennen und sein Fahrverhalten darauf einzustellen. III. 2.2. Ausbauelemente III. 2.2.1. Die Beläge der internationalen Strassen haben stets eine ebene Oberfläche aufzuweisen. Der Höhenunterschied auf 3 m Länge darf 4 mm nicht übersteigen. III. 2.2.2. Die grundlegenden Ausbauelemente der internationalen Strassen sind in nachstehender Tabelle zusammengefasst; sie basieren auf einem Reibungskoeffizienten von 0,4 in der Längsrichtung (blockierte Räder, abgefahrene Reifen), bei einer Geschwindigkeit von 50 km/h; sie sind Mindestwerte, die zu beachten sind.
Entwurfsgeschwindigkeit (in km/h) 140 120 100 80 60 Längsgefälle (in %, nicht zu überschreiten) ............ 4 5 6 7 8 Mindestradien für Kuppenaus- Fahrbahn mit rundungen im Aufriss (in m)* Richtungsverkehr 27 000 12 000 6 000 3 000 1 500 Fahrbahn mit Gegenverkehr ....... – – 10 000 4 500 1 600 Mindestradien im Grundriss entsprechend der maximalen Überhöhung .................................... 1 000 650 450 240 120 * Die in der Tabelle angegebenen Kuppenradien im Aufriss entsprechen Ausrundungsbögen von annähernd gleichen im entgegengesetzten Sinn verlaufenden Endgefällen. Unterschiedliche Gefälle begrenzen die Sichtweite.
Die Entwurfsgeschwindigkeit von 120 km/h ist dann zu wählen, wenn die Fahrbahnen getrennt und die meisten Kreuzungen als Anschlussstellen ausgebildet sind (s. Ziff. IV). Die Entwurfsgeschwindigkeit von 140 km/h gilt nur für Autobahnen. Die Radien für Wannenausrundungen sind so zu bemessen, dass die Vertikalbeschleunigung für die Entwurfsgeschwindigkeit 0,25 m/Sek.2 nicht übersteigen darf. Die Radien im Grundriss sind Mindestwerte, die einer maximalen Überhöhung von
Prozent entsprechen. Sie genügen für die Standsicherheit des Fahrzeugs und den Fahrkomfort unter durchschnittlichen Bedingungen.
Die Resultierende aus Längsgefälle und Überhöhung darf 10 Prozent nicht übersteigen. III. 2.2.3. Die kreisförmigen und geraden Abschnitte der Linienführung im Grundriss sind durch Übergangsbogen mit zunehmender Krümmung zu verbinden. III. 2.2.4. Sowohl im Grundriss wie im Aufriss hat die Sichtweite unter Berücksichtigung der jeweiligen Längsgefälle gleichen Sicherheitsbedingungen zu unterliegen. Die für das Überholen auf Fahrbahnen mit Gegenverkehr nötigen Mindestsichtweiten sind in der folgenden Aufstellung angegeben: Entwurfsgeschwindigkeit (in km/h)......................................... 100 80 60 Mindestüberholsichtweite (in m) ............................................. 400 325 250 Diese Sichtweiten sind für einen möglichst grossen und gleichmässig verteilten Prozentsatz der Strassenlänge zu gewährleisten. III. 2.2.5. Bei ungenügender Sichtweite wird empfohlen, für die Fahrbahn im Bereich von Kuppen und Kurven gewöhnlicher Strassen mit zwei und drei Fahrstreifen eine Richtungstrennung vorzusehen.
III. 3. Leistungsfähigkeit Mit der für internationale Strassen als nötig erachteten Qualität oder Leistungsstufe und bei Einhaltung der in III. 2. festgelegten Normen können normalerweise die in Spalte 1 der folgenden Tabelle in Verkehrseinheiten (VE) pro Stunde5 angegebenen Verkehrsmengen6 auf den Strassen der verschiedenen Kategorien erbracht werden.
Strassenkategorie 1 2 Bemerkungen Normale Maximal zulässige Verkehrsmenge Verkehrsmenge Kategorie I ................................... 900 1500 in beiden Richtungen Kategorie II mit 3 Fahrstreifen...................... 1500 2000 in beiden Richtungen mit 4 Fahrstreifen...................... 1500 2000 in einer Richtung für jeden zusätzlichen Fahrstreifen 750 1000 in einer Richtung Autobahnen und Schnellstrassen mit 2 + 2 Streifen ......................... 2000 3000 in einer Richtung für jeden zusätzlichen Fahrstreifen 1200 1500 in einer Richtung Es wird empfohlen, darauf zu achten, dass die Verkehrsmengen der Spalte 1 nicht während mehr als 50 Stunden jährlich überschritten werden, es sei denn, die Wirtschaftlichkeit eines zusätzlichen Fahrstreifens oder der Ausbau der Strasse zu einer höheren Kategorie wären nicht gewährleistet.
Ausserhalb der Stadtgebiete.
Eine Verkehrseinheit entspricht einem Personenkraftfahrzeug. Für die anderen Fahrzeuge ist ein Aquivalenzwert anzuwenden.
Übersteigt die Verkehrsmenge die Werte in Spalte 2 während mehr als 50 Stunden jährlich, wird empfohlen, den Bau eines zusätzlichen Fahrstreifens oder den Ausbau zu einer höheren Kategorie unter Berücksichtigung der Kosten für Bau und Umweltschutz in Betracht zu ziehen. Diese Werte verstehen sich für kontinuierliche Verkehrsmengen und unter der Voraussetzung, dass
i) die höhengleichen Kreuzungen nicht zu zahlreich sind und nicht zu viele Verkehrsstörungen schaffen; ii) die Überholsichtweite auf den Strassen mit zwei und drei Fahrstreifen insgesamt gewährleistet ist. Strassen mit drei Fahrstreifen werden nicht empfohlen, wenn die in der erwähnten Tabelle in Spalte 1 angegebene normale Verkehrsmenge überschritten wird. Für Strassen mit vier Fahrstreifen wird aus Sicherheitsgründen empfohlen, getrennte Fahrbahnen mit Richtungsverkehr anzulegen, sobald die Spitzenverkehrsmenge in der am stärksten befahrenen Richtung 1500 VE/h während mehr als 50 Stunden jährlich übersteigt.
IV. Normen für Kreuzungen7 IV. 1. Begriffsbestimmungen Internationale Strassen bilden, wenn sie aufeinandertreffen oder mit anderen Strassen oder anderen Verkehrswegen zusammentreffen, «Kreuzungen». Die verschiedenen Arten von Strassenkreuzungen sind: Kreuzungen zwischen gewöhnlichen Strassen: – höhengleiche Kreuzungen, deren Äste in derselben Ebene bzw. Höhe liegen, – höhenfreie Kreuzungen oder Kreuzungen in verschiedenen Ebenen, wo mindestens ein Ast einen oder mehrere Äste in anderer Ebene kreuzt. Kreuzungen zwischen Autobahnen oder Schnellstrassen und Strassen dieser Kategorien: Anschlussstelle Typ A, bei der die Anschlüsse keine Kreuzungsvorgänge mit anderen Verkehrsströmen zulassen. Kreuzungen zwischen Autobahnen und gewöhnlichen Strassen: Anschlussstelle Typ B, die auf den Fahrbahnen der Autobahnen keine Kreuzungsvorgänge mit Verkehrsströmen zulässt.
Dem vorliegenden Text wurde Rechtsverkehr zugrunde gelegt.
Kreuzungen zwischen Schnellstrassen und gewöhnlichen Strassen: Für wichtige Kreuzungen: Anschlussstelle Typ B, die keine Kreuzungsvorgänge mit Verkehrsströmen auf der oder den Fahrbahnen der Schnellstrassen zulässt. Für Kreuzungen von zweitrangiger Bedeutung, bei denen eine Anschlussstelle wirtschaftlich nicht gerechtfertigt ist: Höhengleiche oder -freie Kreuzungen, nach Möglichkeit mit Lichtsignalanlage.
IV. 2. Kreuzungen zwischen gewöhnlichen Strassen IV 2.1. Höhengleiche Kreuzungen IV. 2.1.1. Auf den internationalen Strassen sind höhengleiche Kreuzungen aufzuheben, sofern diese Massnahme wirtschaftlich gerechtfertigt ist. IV. 2.1.2. Höhengleiche Kreuzungen mit mehr als vier Ästen sind zu vereinfachen, indem einzelne Verkehrsströme ihrer Bedeutung entsprechend zusammengefasst werden. IV. 2.1.3. Kreisverkehr und Lichtsignalanlagen sind nur zulässig, wenn andere Anlagen, bei denen Verkehrsströme sich weder kreuzen noch verflechten, wirtschaftlich nicht gerechtfertigt sind. IV. 2.1.4. Bei Annäherung an die Kreuzung ist eine ausreichende Sichtweite zu gewährleisten, damit Verkehrsteilnehmer im richtigen Zeitpunkt die Entscheidungen treffen können, die entsprechend der Verkehrsregelung und den gegebenen Verkehrsbedingungen erforderlich sind. Diese Sichtweite wird verbessert, wenn die Fahrbahnen, insbesondere jene, auf denen die Verkehrsteilnehmer Vorfahrt gewähren müssen, zur Kreuzung hin geringes Gefälle haben. IV. 2.1.5. Auf der internationalen Strasse besteht gegenüber den anderen Strassen Vorfahrt. Die Vorfahrt auf internationalen Strassen untereinander ist dem Verhältnis ihrer Verkehrsmengen entsprechend festzulegen. IV. 2.1.6. Der durchgehende Verkehr darf auf der internationalen Strasse mit Vorfahrt nicht verlangsamt werden. Zu diesem Zweck sind für linksabbiegende Fahrzeuge genügend grosse Stauräume zwischen den beiden Verkehrsrichtungen vorzusehen. IV. 2.1.7. An den wichtigen Kreuzungen sind, sofern es wirtschaftlich gerechtfertigt ist, für Ein- und Ausfahrten von der Fahrbahn der vorfahrtberechtigten internationalen Strasse Beschleunigungs- bzw. Verzögerungsstreifen vorzusehen. IV. 2.1.8. Die Kreuzung hat auf den Fahrbahnen ohne Vorfahrt Verkehrsinseln aufzuweisen, welche die Verkehrsströme kanalisieren und folgende Kriterien zu erfüllen haben:
die Gestaltung aller Fahrstreifen hat möglichst übersichtlich zu sein, damit sie den Verkehrsteilnehmern sofort verständlich ist;
die Verkehrsströme ohne Vorfahrt sind zu verlangsamen und die zum Abbiegen bestimmten Fahrstreifen ihrer Verkehrsmenge anzupassen;
die Fahrstreifen haben sich möglichst rechtwinklig zu schneiden;
die Kreuzungspunkte dürfen nicht ineinander übergehen und haben so weit auseinanderzuliegen, dass die Verkehrsteilnehmer jeden von ihnen getrennt über Zwischenstauräume erreichen können;
der kürzeste Weg ist den Fussgängern vorzubehalten;
die Radfahrer sind, falls Radwege bestehen, von der eigentlichen Kreuzung so wegzuführen, dass die Radwege die Fahrstreifen der Kraftfahrzeuge möglichst rechtwinklig kreuzen;
die Verkehrsinseln sind mit leicht erhöhten Begrenzungssteinen aus weissem Material einzufassen. Sofern wirtschaftlich gerechtfertigt, sind sie nachts zu beleuchten. Fehlt eine Beleuchtung, sind die Begrenzungssteine rückstrahlend zu gestalten.
IV. 2.2. Höhenfreie Kreuzungen Wenn ein Ausbau wirtschaftlich gerechtfertigt ist, sind bestimmte wichtige Verkehrsströme in verschiedene Ebenen zu verlegen, um Überschneidungen mit anderen, die Kreuzung benutzenden Verkehrsströmen zu vermeiden. Für die Linienführung kreuzungsfreier Verbindungsfahrbahnen im Grund- und Aufriss gelten die Grundsätze und Normen der entsprechenden Kreuzungen (s. Ziff. IV. 3.). Höhengleiche Anschlussäste sind an ihren Kreuzungen entsprechend den vorstehenden Bedingungen auszubilden (s. Ziff. IV. 2.1.). IV. 3. Anschlussstellen IV 3.1. Begriffsbestimmungen Die Fahrbahnen der Anschlussstellen sind in Hauptfahrbahnen und diese untereinander verbindende Verbindungsfahrbahnen eingeteilt. Hauptfahrbahnen weisen das grösste Verkehrsaufkommen auf (gegebenenfalls unter Berücksichtigung der stündlichen Schwankungen), für die eine wesentliche Herabsetzung der Entwurfsgeschwindigkeit nicht erfolgen darf. IV 3.2. Verkehr auf den Fahrbahnen der Anschlussstellen Die Fahrbahnen der Anschlussstellen Typ A sind als Richtungsfahrbahnen anzulegen. Bei Anschlussstellen Typ B dürfen einzelne Verbindungsfahrbahnen streckenweise Verkehr in beiden Richtungen zulassen; Ein- und Ausfahrten von Autobahnen und Schnellstrassen sind jedoch immer für Richtungsverkehr anzulegen. IV 3.3. Grundsätze für die Linienführung bei Anschlussstellen Die Linienführung bei Anschlussstellen hat folgenden Grundsätzen zu entsprechen: IV. 3.3.1. Grundsatz A: Typ der Anschlussstelle Bei der Wahl des Typs einer Anschlussstelle und seiner Hauptfahrbahnen und Verbindungsfahrbahnen ist die absolute und relative Grösse der sich auf ihnen abwickelnden Verkehrsströme zu berücksichtigen.
IV. 3.3.2. Grundsatz B: Trennung der Verkehrsströme Wird eine Fahrbahn in zwei Fahrbahnen geteilt, darf die Trennung der beiden Verkehrsströme keine wesentliche Herabsetzung der Fahrzeuggeschwindigkeit verursachen. Dem Verkehrsteilnehmer ist deshalb für das Einordnen in die für seine Richtung günstigere Fahrbahn genügend Zeit sowie ausreichende Sichtbarkeit des Ausfädelungspunkts zu gewährleisten. Bei Anschlussstelle Typ A ist die sich teilende Fahrbahn vor der Trennung zu verbreitern und auf eine Entfernung, welche die Trennung der Verkehrsströme vor dem Ausfädelungspunkt ermöglicht, eine der Gesamtzahl der Fahrstreifen beider Fahrbahnen entsprechende Anzahl von Fahrstreifen anzulegen. Die Verbreiterung ist vorzugsweise rechts vorzunehmen. Der geringere Verkehrsstrom hat die Fahrbahn nach rechts zu verlassen, damit beim Fahrstreifenwechsel möglichst wenige Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit verringern müssen. Muss die Geschwindigkeit dieses Verkehrsstroms herabgesetzt werden, ist ein Verzögerungsstreifen vorzusehen. Wenn möglich ist diese rechte Fahrbahn gegenüber der Hauptfahrbahn allmählich steigend anzulegen, um gegebenenfalls die Verlangsamung zu erleichtern und einen besseren Überblick über den Ausfädelungspunkt zu gewährleisten. Bei Anschlussstellen Typ B ist die Ausfahrt von einer Autobahn oder einer Schnellstrasse nach rechts über einen Verzögerungsstreifen vorzusehen. IV. 3.3.3. Grundsatz C: Vereinigung von Verkehrsströmen Bei der Vereinigung zweier Fahrbahnen auf eine Fahrbahn sind die beiden Verkehrsströme sicher und ohne wesentliche Herabsetzung der Fahrzeuggeschwindigkeit zusammenzuführen. Zu diesem Zweck:
sind die Verkehrsteilnehmer des geringeren Verkehrsstroms von rechts her in den stärkeren zu führen;
ist dem Verkehrsteilnehmer, der sich einzufädeln hat, vor und hinter dem Einfädelungspunkt gute Sicht auf die andere Fahrbahn zu ermöglichen. Die gegebenenfalls über einen Beschleunigungsstreifen vorzunehmende Einfädelung darf zu keiner spürbaren Herabsetzung der Geschwindigkeit des Hauptverkehrsstroms führen. Die Sichtweite wird verbessert und die Einfädelung erleichtert, wenn die Fahrbahn des Verkehrsstroms, der sich einzufädeln hat, leicht zur anderen Fahrbahn hin abfällt;
ist es auch wünschenswert, gute Sicht von der Hauptfahrbahn auf die andere Fahrbahn sicherzustellen;
darf bei der Vereinigung zweier Hauptfahrbahnen und der Verminderung der Gesamtzahl der Fahrstreifen diese Verminderung nur in genügendem Abstand vom Einfädelungspunkt erfolgen. Bei Anschlussstellen Typ B ist der Zufahrtstreifen auf die Autobahn oder Schnellstrasse von rechts über einen Beschleunigungsstreifen vorzusehen.
IV. 3.3.4. Grundsatz D: Verflechtungsstrecken Auf den Hauptfahrbahnen sind Verflechtungsstrecken zu vermeiden. Solche sind nur zulässig, wenn die sich verflechtenden Verkehrsmengen gering sind; wenn möglich ist mindestens ein zusätzlicher Streifen auf der rechten Seite der Hauptfahrbahn vorzusehen. In allen Fällen sind Verflechtungsstrecke und Fahrbahn so zu gestalten, dass die Geschwindigkeiten der sich verflechtenden Fahrzeuge nicht zu unterschiedlich sind und keine wesentliche Herabsetzung der auf diesen Fahrbahnen zulässigen Geschwindigkeiten zur Folge haben. IV. 3.3.5. Grundsatz E: Aus- und Einfädelungspunkte In einer Anschlussstelle darf jede Hauptfahrbahn nur je einen Aus- und Einfädelungspunkt haben. Wo auf derselben Fahrbahn mehrere Aus- und Einfädelungspunkte bestehen, sind in jedem Fall Massnahmen zu treffen, um die Fahrvorgänge zu erleichtern und eine getrennte Beschilderung für die aufeinanderfolgenden Aus- und Einfädelungen zu gewährleisten. IV. 3.4. Ausbauelemente der Anschlussstellen IV. 3.4.1. Entwurfsgeschwindigkeit für Hauptfahrbahnen Die Hauptfahrbahnen einer Anschlussstelle sind mit einer Entwurfsgeschwindigkeit zu entwerfen, welche der der weiterführenden Fahrbahnen so nahe wie möglich kommt; sie hat mindestens dreiviertel dieser Geschwindigkeit zu betragen. Bei Anschlussstellen Typ B ist jedoch für die Fahrstreifen der Autobahnen oder Schnellstrassen eine Herabsetzung der Entwurfsgeschwindigkeit nicht zulässig. IV. 3.4.2. Radius der Verbindungsfahrbahnen Auf ebener Strecke hat der Mindestradius des Fahrbahninnenrandes 50 m zu betragen. Dieser Wert entspricht theoretisch einer Fahrbahn auf ebener Strecke mit zulässiger Überhöhung. In allen Fällen sind in Kurven Kreisbogen mit kleinem Radius allmählich fortlaufend durch Übergangsbogen mit stetigen Krümmungsänderungen auf eine solche Länge zu verbinden, dass der Verkehrsteilnehmer seine Geschwindigkeit leicht anpassen kann. IV. 3.4.3. Breite der Verbindungsfahrbahnen Die Möglichkeit, an einem stehenden Fahrzeug vorbeizufahren, ist an jeder Stelle zu gewährleisten.
Auf Verbindungsfahrbahnen mit einer bestimmten Länge ist es wünschenswert, Möglichkeiten zum Überholen eines fahrenden Kraftfahrzeugs zu schaffen. Zu diesem Zweck: – haben Fahrbahnen mit einem Fahrstreifen eine Gesamtbreite von mindestens 6 m unter Berücksichtigung des befestigten, normalerweise vom Verkehr nicht benutzten Seitenstreifens aufzuweisen;
– haben Fahrbahnen mit zwei Fahrstreifen eine Breite von mindestens 7 m aufzuweisen. Der befestigte Seitenstreifen ist in diesem Fall nicht unbedingt erforderlich. Diese Fahrstreifen sind in der Nähe der Ein- (oder Aus-)fahrten einer Hauptfahrbahn zu einem einzigen Fahrstreifen zu vereinigen, wenn sich die Gesamtstreifenzahl der Hauptfahrbahn nach der Einfahrt nicht erhöht oder nach der Ausfahrt nicht verringert. IV 3.4.4. Verflechtungsstrecken Als Mindestlänge der Verflechtungsstrecken werden 0,2 Q (in Metern) empfohlen, wobei Q gleich dem gesamten, sich verflechtenden Verkehr, ausgedrückt in VE/h, ist. Die Zahl der nach dieser Annahme notwendigen Fahrstreifen wird ermittelt, indem die geringere sich verflechtende Verkehrsmenge mit 3 multipliziert wird. Ist eine Verflechtungsstrecke auf einer Hauptfahrbahn ausnahmsweise nicht zu vermeiden, hat ihre Länge Q Meter oder mindestens 500 m zu betragen. Die Anschlussstelle ist so zu entwerfen, dass die sich in ihr verflechtende Gesamtverkehrsmenge 2000 VE/h nicht erreicht. IV. 3.4.5. Länge der Beschleunigungsstreifen Es wird empfohlen, die Zufahrten mit einem eigentlichen Beschleunigungsstreifen und einer Verziehungsstrecke von veränderlicher Breite anzulegen. Wenn die Fahrbahn der Autobahn oder Schnellstrasse und der Beschleunigungsstreifen in einer Ebene und einer Geraden verlaufen, hat die Gesamtlänge des Beschleunigungsstreifens mindestens 300 m zu betragen, wovon mindestens 200 m auf den eigentlichen Beschleunigungsstreifen entfallen. Sind die Bedingungen in Grund- und Aufriss unterschiedlich, so ist die Länge der Beschleunigungsstreifen entsprechend anzupassen. IV. 3.4.6.
Länge der Verzögerungsstreifen Die Verzögerungsstreifen haben aus einer Verziehungsstrecke von veränderlicher Breite und dem eigentlichen, gleichmässig breiten Verzögerungsstreifen zu bestehen, der entweder parallel zur Fahrbahn der Autobahn an diese angrenzend, oder aber unabhängig von ihr verläuft. Die Verziehungsstrecke hat dem Verkehrsteilnehmer zu ermöglichen, allmählich aus dem Hauptverkehrsstrom auszufädeln und zwar ohne nennenswerte Herabsetzung der Geschwindigkeit; für die Berechnung der Länge ist zu berücksichtigen, dass etwa 3,5 Sekunden nötig sind, um diesen Vorgang ohne Schwierigkeit auszuführen. Die Länge des eigentlichen Verzögerungsstreifens wird unter Berücksichtigung einer Verzögerung von höchstens 1,5 m/Sek.2 für Fahrzeuge bestimmt.
IV. 4. Kreuzungen mit Schienenwegen Kreuzungen von Schienenwegen und internationalen Strassen haben auf verschiedenen Ebenen zu erfolgen.
V. Kunstbauten V. 1. Querschnitt Einschränkungen hinsichtlich der Fahrbahnmerkmale und gegebenenfalls der Rad- und Gehwege sind auf oder unter den Kunstbauten nicht oder nur ausnahmsweise (Gebirge, besonders schwieriges Gelände usw.) zulässig. Insbesondere ist der in Ziffer III. 1.2. vorgesehene seitliche Standstreifen der Autobahnen und Schnellstrassen beizubehalten.
V. 2. Lichte Höhe Die lichte Höhe über der Fahrbahn hat mindestens 4,5 m zu betragen.
VI. Sicherheitsanlagen Vl. 1. Beleuchtung Sofern es das nächtliche Verkehrsaufkommen wirtschaftlich rechtfertigt, ist auf durchgehenden Strecken, Kreuzungen und Anschlussstellen der internationalen Strassen eine einheitliche und ausreichende Beleuchtung einzurichten und zu betreiben, so dass die Kraftfahrzeuge ohne Fernlicht fahren können.
VI. 2. Blendschutz Sofern es das nächtliche Verkehrsaufkommen rechtfertigt, sind auf Mittelstreifen der Autobahnen und Schnellstrassen Bepflanzungen oder Blendschutzzäune anzubringen und gegebenenfalls auf ihren Seitenstreifen, wenn das Fernlicht der Kraftfahrzeuge, die auf der anderen Fahrbahn oder einer Strasse parallel zur internationalen Strasse entgegenkommen, eine Sichtbehinderung darstellt.
VI. 3. Schutzplanken Zur Vermeidung des Auffahrens auf Hindernisse in den Seiten- oder im Mittelstreifen sind Schutzplanken vorzusehen, vorausgesetzt jedoch, dass Gefahr und Folgen einer Kollision mit diesen geringer sind als mit den Hindernissen selbst, vor denen sie schützen. Schutzplanken zur Sicherung von Verkehrszeichen und Beleuchtungsmasten sind nicht erforderlich, wenn diese so beschaffen sind, dass sie die Folgen des Anpralls eines Fahrzeuges mildern. Es wird empfohlen, Schutzplanken in einem dem Verkehr oder seitlichen Hindernissen entsprechenden Abstand vom Fahrbahnrand zu errichten. Bei Autobahnen und Schnellstrassen sind Schutzplanken insbesondere vorzusehen:
auf Mittelstreifen, falls deren Breite weniger als 6 m beträgt und die tägliche Verkehrsmenge 20 000 auf 2 × 2 Fahrstreifen oder 30 000 auf 2 × 3 Fahrstreifen erreicht, oder bei jeder Verkehrsmenge, wenn die Breite weniger als 4,50 m beträgt;
auf Seitenstreifen:
wenn unbewegliche und starre Hindernisse wie Widerlager, Brückenpfeiler, Stützmauern, Stützen, Reihen von Beleuchtungsmasten usw. weniger als 3,50 m vom Fahrbahnrand entfernt sind; ii) bei Dämmen, wenn Höhe oder Böschungsneigungen eine offensichtliche Gefahr darstellen; iii) bei Strecken, neben denen ein Wasserlauf, eine Strasse oder ein Schienenweg in einer Entfernung von weniger als 10 m vom Fahrbahnrand verläuft;
auf Kunstbauten, insbesondere dann, wenn an der Fahrbahn vor und nach dem Bauwerk Schutzplanken angebracht sind.
VII. Landschaftsgestaltung VII. 1. Die Koordinierung der Linienführung in Grund- und Aufriss darf nicht nur unter dem Gesichtspunkt der Sicherheit untersucht werden (Ziff. III. 2.1.), sondern sie hat auch die harmonische Einfügung der Linienführung in die Landschaft zu berücksichtigen. VII. 2. Die Landschaftsgestaltung soll zusammen mit der Beschilderung zum angenehmen und sicheren Fahren beitragen. Insbesondere ist durch Bepflanzungen, die mit den örtlich vorhandenen Arten harmonieren, eine gute optische Führung zu schaffen. In wenig gegliederten Gebieten sind Baumgruppen zur besseren Abgrenzung der Weite des Blickfeldes anzulegen. VII. 3. Durch Bepflanzungen sind die Verkehrsteilnehmer ferner vor Blendwirkung, Wind und Schneeverwehungen sowie gegebenenfalls die Anlieger vor Lärm und Luftverschmutzung zu schützen. VII. 4. Aus Sicherheits- und ästhetischen Gründen ist Reklame längs der internationalen Strassen untersagt.
VIII. Zusätzliche Anlagen VIII. 1. Grenzübergangsstellen An den Grenzen sind ausreichende Anlagen für den Strassenverkehr und vor allem Parkflächen zur Aufnahme und Abfertigung des normalen Verkehrs vorzusehen. Güter- und Reiseverkehr sind zu trennen und kombinierte Grenzübergangsstellen einzurichten.
VIII. 2. Verschiedene Einrichtungen An den Autobahnen und wenn möglich auch an den Schnellstrassen sind in regelmässigen Abständen abseits der Fahrbahnen Raststätten und Parkplätze einzurichten. Die Raststätten haben Tankstellen, Parkplätze, Toiletten, Erste-Hilfe-Stellen und gegebenenfalls Gaststätten und Motels zu umfassen.
Die Parkplätze erlauben nur das Parken von Fahrzeugen und sind normalerweise nicht mit allen vorgenannten Einrichtungen versehen. Die Raststätten und Parkplätze an den Autobahnen8 dürfen nur von diesen her zugänglich sein. Sie sind durch Ein- und Ausfahrten, die den Kriterien für derartige Verbindungen in Anschlussstellen Typ B entsprechen, an die Autobahnen anzuschliessen. In wenig entwickelten Gebieten sind in der Nähe der internationalen Strassen Tankstellen und gegebenenfalls Garagen, Reparaturwerkstätten sowie Möglichkeiten zur Rast und Einnahme von Mahlzeiten vorzusehen.
VIII. 3. Erste-Hilfe-Stellen Falls die örtlichen Einrichtungen nicht ausreichen, sind Erste-Hilfe-Stellen längs der internationalen Strassen einzurichten. Sie sind gemäss den Empfehlungen der «Ständigen Internationalen Kommission für Erste-Hilfe auf der Strasse» und der «Liga des Roten Kreuzes» mit der nötigen Ausrüstung zu versehen.
VIII. 4. Fernmeldeeinrichtungen Die internationalen Strassen sind in regelmässigen Abständen mit Notrufsäulen oder vergleichbaren Einrichtungen auszurüsten, über die gefahrlos Erste-Hilfe-Stellen angerufen werden können; ihre Handhabung hat für den Benutzer einfach und leicht verständlich zu sein und ist vorzugsweise durch Symbole oder Ideogramme zu erklären. Ausreichend dicht aufeinanderfolgende Pfeile haben den Standort der nächsten Notrufsäule anzuzeigen.
Für die Lieferanten und das Dienstpersonal kann jedoch eine Zufahrt vom gewöhnlichen Strassennetz aus angelegt werden.
Anlage III Kennzeichnung der E-Strassen 1. Das zur Kennzeichnung der E-Strassen bestimmte Zeichen ist rechteckig. 2. Dieses Zeichen enthält den Buchstaben «E», dem im allgemeinen die dem Strassenzug zugeteilte Nummer in arabischen Ziffern folgt. 3. Es hat weisse Beschriftung auf grünem Grund; es kann an anderen Zeichen angebracht oder mit ihnen verbunden werden. 4. Die Abmessungen dieses Zeichens sollten so sein, dass der mit hoher Geschwindigkeit fahrende Fahrzeugführer es leicht erkennen und verstehen kann. 5. Das zur Kennzeichnung der E-Strassen bestimmte Zeichen schliesst die Verwendung von Zeichen zur Kennzeichnung dieser Strassen auf nationaler Ebene nicht aus.
Änderungen9 der Anlagen I, II und III des Übereinkommens I Von Frankreich vorgeschlagene Änderungen der Anlage I Angenommen an der vom 11.–13. November 1987 in Genf abgehaltenen 79. Tagung In Kraft getreten am 15. Juni 1989 II Von verschiedenen Vertragsparteien vorgeschlagene Änderungen der Anlagen II und III Angenommen an der vom 11.–13. November 1987 in Genf abgehaltenen 79. Tagung In Kraft getreten am 24. Juni 1989 III Von der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagene Änderungen der Anlage I Angenommen an der vom 14.–16. November 1988 in Genf abgehaltenen 80. Tagung In Kraft getreten am 20. Januar 1990 IV Von der Tschechoslowakei vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 25. Januar 1991 V Von Italien vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 27. Januar 1991
Der Text dieser Änderungen wird in der Amtlichen Sammlung des Bundesrechts nicht veröffentlicht. Der französische Originaltext der Änderungen ist beim Bundesamt für Strassenbau, Rechts- und Wirtschaftsdienst, 3003 Bern, erhältlich. Es existiert keine deutsche oder italienische Übersetzung (siehe AS 1992 811, 1996 881, 2004 3983).
VI Von Dänemark und der Bundesrepublik Deutschland vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 28. Januar 1991 VII Von Jugoslawien vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 8. Mai 1991 VIII Von Dänemark vorgeschlagene Änderungen der Anlage I Angenommen an der vom 5.–7. November 1990 in Genf abgehaltenen 84. Tagung In Kraft getreten am 18. Dezember 1991 IX Von Frankreich vorgeschlagene Änderungen der Anlage I Angenommen an der vom 5.–7. November 1990 in Genf abgehaltenen 84. Tagung In Kraft getreten am 20. Dezember 1991 X Von Deutschland vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 25. Januar 1995 XI Von Norwegen vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 25. Januar 1995 XII Von den Niederlanden vorgeschlagene Änderungen der Anlage I In Kraft getreten am 27. Januar 1995 XIII Von verschiedenen Vertragsparteien vorgeschlagene Änderungen der Anlagen I und II Angenommen an der vom 26.–28. Oktober 1994 in Genf abgehaltenen 88. Tagung In Kraft getreten am 10. Januar 1996 XIV Von Belgien, Rumänien und der Schweiz vorgeschlagene Änderungen der Anlage II Angenommen an der vom 13.–15. November 1991 in Genf abgehaltenen 85. Tagung In Kraft getreten am 1. Juni 1993 XV Von Russland, Frankreich, Norwegen, Rumänien und der Schweiz vorgeschlagene Änderungen der Anlage II In Kraft getreten am 27. Januar 1995 XVI Von Deutschland und Österreich vorgeschlagene Änderungen der Anlage I Angenommen an der vom 30. Oktober–1. November 1995 in Genf abgehaltenen 89. Tagung In Kraft getreten am 25. Oktober 1996 XVII Von verschiedenen Vertragsparteien vorgeschlagene Änderungen der Anlagen I und II Angenommen an der vom 21.–23. Oktober 1996 in Genf abgehaltenen 90. Tagung In Kraft getreten am 15. Januar 1998 XVIII Angenommen an der vom 19.–21. Oktober 1998 in Genf abgehaltenen 92. Tagung In Kraft getreten am 27. April 2000 XIX Angenommen an der vom 19.–21. Oktober 1999 in Genf abgehaltenen 93. Tagung In Kraft getreten am 20. Oktober 2000 XX Angenommen an der vom 14.–16. November 2000 in Genf abgehaltenen 94. Tagung In Kraft getreten am 4. Dezember 2001 XXI Angenommen an der vom 16.–19. Oktober 2001 in Genf abgehaltenen 95. Tagung In Kraft getreten am 29. August 2002 XXII Angenommen an der vom 7.–10. Oktober 2002 in Genf abgehaltenen 96. Tagung In Kraft getreten am 24. November 2003 Geltungsbereich des Übereinkommens am 4.
August 2004 Vertragsstaaten Ratifikation In-Kraft-Treten Beitritt (B) Nachfolgeerklärung (N) Aserbaidschan 16. August 1996 B 14. November 1996 Belarus* 17. Dezember 1982 B 17. März 1983 Belgien 15. April 1985 B 14. Juli 1985 Bosnien und Herzegowina 1. September 1993 N 6. März 1992 Bulgarien 17. November 1977 15. März 1983 Dänemark 2. November 1987 B 31. Januar 1988 Deutschland 3. August 1978 15. März 1983 Finnland 19. November 1991 B 17. Februar 1992 Frankreich 15. Dezember 1982 B 15. März 1983 Georgien 30. August 1995 B 28. November 1995 Griechenland 11. Oktober 1988 B 9. Januar 1989 Italien 2. Juli 1981 B 15. März 1983 Kasachstan 17. Juli 1995 B 15. Oktober 1995 Kroatien 2. Februar 1994 N 8. Oktober 1991 Lettland 12. Juni 1997 B 10. September 1997 Litauen 27. August 1993 B 25. November 1993 Luxemburg 20. November 1981 15. März 1983 Mazedonien 20. Dezember 1999 N 17. November 1991 Niederlande* 12. Dezember 1979 B 15. März 1983 Norwegen 14. September 1992 B 13. Dezember 1992 Polen10 9. November 1984 7. Februar 1985 Portugal 8. Januar 1991 B 8. April 1991 Rumänien* 2.
Juli 1985 B 30. September 1985 Russland * 14. Dezember 1982 B 15. März 1983 Schweden 27. Oktober 1992 B 25. Januar 1993 Schweiz 5. August 1988 3. November 1988 Serbien und Montenegro 12. März 2001 N 27. April 1992 Slowakei* 28. Mai 1993 N 1. Januar 1993 Slowenien 6. Juli 1992 N 25. Juni 1991 Tschechische Republik* 2. Juni 1993 N 1. Januar 1993 Türkei 16. Oktober 1992 B 14. Januar 1993 Ukraine* 29. Dezember 1982 B 29. März 1983 Ungarn* 1. September 1978 B 15. März 1983 * Vorbehalte und Erklärungen siehe hiernach.
Publikation auf Grund eines totalen Rückzuges der Erklärungen dieses Staates.
Vorbehalte und Erklärungen Belarus Belarus betrachtet sich durch Artikel 13 des Übereinkommens nicht als gebunden.
Niederlande Das Übereinkommen gilt für das Königreich in Europa.
Rumänien Russland Slowakei Tschechische Republik Ukraine Ungarn