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Bundesgesetz über Finanzhilfen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften

451.51 · Systematische Sammlung des Bundesrechts

En vigur dapi ils 1 avust 1991

https://lexipedia.io/rm/docs/ch/sr-rs-rs/451-51/de/bundesgesetz-uber-finanzhilfen-zur-erhaltung-und-pflege-naturnaher-kulturlandschaften

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Funtauna

451.51

Bundesgesetz
über Finanzhilfen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften
1

vom 3. Mai 1991 (Stand am 1. August 2021)

Präambel

Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossenschaft,

gestützt auf Artikel 78 Absatz 3 der Bundesverfassung2,3
nach Prüfung einer parlamentarischen Initiative vom 26. November 19904,
nach Einsicht in die Stellungnahme des Bundesrates vom 4. März 19915,

Footnotes

  1. [2] SR 101
  2. [3] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2010 4999; BBl 2009 7583 7597).
  3. [4] BBl 1991 I 935
  4. [5] BBl 1991 I 1474

beschliesst:

Art. 1 Grundsatz

Der Bund gewährt im Rahmen der verfügbaren Mittel Finanzhilfen für Massnahmen zur Erhaltung und Pflege naturnaher Kulturlandschaften.6

Footnotes

  1. [6] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2010 4999; BBl 2009 7583 7597).

Er errichtet zur Finanzierung dieser Finanzhilfe einen besonderen Fonds.

Art. 2 Gegenstand der Finanzhilfe

Die Finanzhilfen sollen insbesondere dazu dienen:

  1. naturnahe Kulturlandschaften zu schützen, zu pflegen, zu unterhalten oder wiederherzustellen;

  2. traditionelle und standortgerechte Nutzungs- und Bewirtschaftungsformen zu sichern und zu fördern;

  3. Gebäude, historische Wege und andere Elemente der Natur- und Kulturlandschaft zu schützen, zu pflegen, zu unterhalten, zu erneuern oder wiederherzustellen;

  4. über die Notwendigkeit der Erhaltung und Pflege dieser Landschaften zu informieren.

Art. 3 Empfänger der Finanzhilfe

Als Empfänger der Finanzhilfe fallen in Betracht:

  1. Kantone, Gemeinden, andere öffentlich-rechtliche Körperschaften sowie selbständige Anstalten des öffentlichen Rechts;

  2. natürliche und juristische Personen des privaten Rechts.

Art. 4 Umfang der Finanzhilfe

Die Finanzhilfe beträgt, je nach Bedeutung der Massnahme, bis zu 80 Prozent, ausnahmsweise bis zu 100 Prozent der anrechenbaren Kosten.

Art. 5 Gewährung der Finanzhilfe

Die Finanzhilfe wird auf begründetes Gesuch hin gewährt.

Sind die anrechenbaren Kosten im Zeitpunkt der Verfügung erst teilweise bekannt, wird die Finanzhilfe nach Artikel 17 Absatz 1 des Bundesgesetzes vom 5. Oktober 19907 über Finanzhilfen und Abgeltungen vorerst nur dem Grundsatz nach zugesichert.

Footnotes

  1. [7] SR 616.1

Art. 68

Footnotes

  1. [8] Aufgehoben durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, mit Wirkung seit 1. Aug. 2001 (AS 2000 935; BBl 1999 949 970).

Art. 7 Verhältnis zu anderen Finanzhilfen

Finanzhilfe nach diesem Gesetz kann zusätzlich zu anderen Finanzhilfen oder zu Abgeltungen gewährt werden, sofern die betreffenden Erlasse dies nicht ausschliessen.

Footnotes

  1. [9] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 22. März 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2021 (AS 2019 2337; BBl 2018 7061 7075).

Art. 810

Footnotes

  1. [10] Aufgehoben durch Ziff. II 22 des BG vom 20. März 2008 zur formellen Bereinigung des Bundesrechts, mit Wirkung seit 1. Aug. 2008 (AS 2008 3437; BBl 2007 6121).

Art. 9 Kommission

Über die Gewährung, Ablehnung und Rückforderung der Finanzhilfe entscheidet eine vom Bundesrat gewählte Kommission von 9 bis 13 Mitgliedern. Darin sind der Bund, die Kantone und Vereinigungen des Natur‑, Heimat- und Landschaftsschutzes angemessen vertreten.

Der Bundesrat bestimmt den Präsidenten der Kommission. Im übrigen konstituiert sie sich selber, bestellt das Sekretariat und erlässt ein Organisationsreglement; dieses bedarf der Genehmigung des Eidgenössischen Departements für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation11.

Footnotes

  1. [11] Die Bezeichnung der Verwaltungseinheit wurde in Anwendung von Art. 16 Abs. 3 der Publikationsverordnung vom 17. Nov. 2004 (AS 2004 4937) angepasst. Diese Anpassung wurde im ganzen Text vorgenommen.

Das Personal des Sekretariats wird privatrechtlich angestellt und durch den Fonds entschädigt.12

Footnotes

  1. [12] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 22. März 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2021 (AS 2019 2337; BBl 2018 7061 7075).

Art. 10 Fonds

Zur Sicherstellung der Finanzhilfen wird ein rechtlich unselbständiger Fonds errichtet. Die Eidgenössischen Räte beschliessen mit einfachem Bundesbeschluss die Äufnung des Fonds.

Der Fonds kann zusätzlich durch Zuwendungen Dritter gespiesen werden.

Der Fonds wird durch die Kommission verwaltet.

Verbleibt nach Ablauf der Geltungsdauer dieses Gesetzes ein Restbetrag, wird er für Finanzhilfen und Abgeltungen im Sinne der Zweckbestimmung nach Artikel 1 verwendet.13

Footnotes

  1. [13] Fassung gemäss Ziff. I des BG vom 22. März 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2021 (AS 2019 2337; BBl 2018 7061 7075).

Art. 10a Verwaltung der Aktiven

Die Eidgenössische Finanzverwaltung verwaltet im Rahmen ihrer zentralen Tresorerie die liquiden Mittel des Fonds.

Footnotes

  1. [14] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 22. März 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2021 (AS 2019 2337; BBl 2018 7061 7075).

Art. 11 Referendum und Inkrafttreten

Dieser Beschluss ist allgemeinverbindlich; er untersteht dem fakultativen Referendum.

Er tritt rückwirkend auf den 1. August 1991 in Kraft und gilt bis zum 31. Juli 2001.

Die Geltungsdauer dieses Beschlusses wird bis zum 31. Juli 2011 verlängert.15

Footnotes

  1. [15] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 8. Okt. 1999, in Kraft seit 1. Aug. 2001 (AS 2000 935; BBl 1999 949 970).

Die Geltungsdauer dieses Beschlusses wird bis zum 31. Juli 2021 verlängert.16

Footnotes

  1. [16] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 18. Juni 2010, in Kraft seit 1. Aug. 2011 (AS 2010 4999; BBl 2009 7583 7597).

Die Geltungsdauer dieses Gesetzes wird bis zum 31. Juli 2031 verlängert.17

Footnotes

  1. [17] Eingefügt durch Ziff. I des BG vom 22. März 2019, in Kraft seit 1. Aug. 2021 (AS 2019 2337; BBl 2018 7061 7075).