AS 2002 196
Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahn-Netzzugangsverordnung
Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahn-Netzzugangsverordnung (AB-NZV)
Änderung vom 9. Oktober 2001
Das Bundesamt für Verkehr verordnet:
I Die Ausführungsbestimmungen vom 7. Juni 19991 zur Eisenbahn-Netzzugangs- verordnung werden wie folgt geändert:
Art. 1 Abs. 1 und 3
1 Der Mindestpreis setzt sich zusammen aus:
a. dem Anteil für den Energieverbrauch, berechnet wie folgt:
1. 11 Rp./kWh für den Bezug ab Fahrdraht zwischen 6 Uhr und 22 Uhr
(Hochtarif),
2. 7 Rp./kWh für den Bezug ab Fahrdraht zwischen 22 Uhr und 6 Uhr
(Niedertarif),
3. 0,3 Rp./Bruttotonnenkilometer (Btkm) für Züge mit thermischer Trak-
tion auf elektrifizierten Strecken, ausgenommen Versuchsfahrten, Fahrten mit historischen Fahrzeugen und Dienstzüge von Infrastruktur- betreiberinnen; b. dem Anteil für den leistungsabhängigen Unterhalt, berechnet wie folgt:
1. 0,2 Rp./Btkm für Bahnen mit leichtem Oberbau,
2. 0,25 Rp./Btkm für alle anderen Bahnen;
c. dem Anteil Personalkosten für den Fahrdienst, der 40 Rp./Zugskilometer (Zkm) beträgt und für Strecken im Strassenbahnbetrieb (Fahrt auf Sicht) entfällt; d. dem Anteil Kosten für jede Ankunft und jede Abfahrt in Knotenbahnhöfen, berechnet wie folgt:
1. Fr. 5.00 in grossen Knotenbahnhöfen,
2. Fr. 3.00 in den übrigen Knotenbahnhöfen.
3 Der Energieverbrauch wird durch die Netzbenutzerin gemessen. Sie muss die
Kalibrierung und Überwachung der Messeinrichtungen auf ihren Fahrzeugen, die korrekte Messwertaufzeichnung und -ablesung sowie die Aufteilung der Messwerte auf Hoch- und Niedertarifzeiten in nachweisbarer Form gewährleisten. Für Züge, die
1 SR 742.122.4
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in gleicher Zusammensetzung zu gleichen Fahrzeiten wiederholt geführt werden, können Referenzmessungen im Normalbetrieb durchgeführt werden. Unterbleibt eine Messung, so legt die Infrastrukturbetreiberin die Verbrauchssätze je Zugs- kategorie bezogen auf die Btkm fest. Sie kann einen einheitlichen Satz je Zugs- kategorie und Netzbenutzerin festlegen, der die Verteilung auf die Hoch- und Niedertarifzeiten berücksichtigt.
Art. 4a Übergangsbestimmungen zur Änderung vom 9. Oktober 2001 Die Änderungen vom 9. Oktober 2001 gelten ab 1. Januar 2002, für nach Artikel 6 der Abgeltungsverordnung vom 18. Dezember 19952 bestellte Leistungen des Per- sonenverkehrs ab 1. Januar 2003.
II Anhang 3 erhält die neue Fassung gemäss Beilage.
III Diese Änderung tritt unter dem Vorbehalt gemäss Artikel 4a am 1. Januar 2002 in Kraft.
9. Oktober 2001 Bundesamt für Verkehr: Max Friedli
2 SR 742.101.1
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Anhang 3 (Art. 3 Abs. 3) Ein 24-Stunden-Betrieb gilt für die Strecken: La Plaine (Grenze) – Lausanne Triage – Biel/Bienne – Olten – Othmarsingen – Heitersberg – RB Limmattal – Winterthur – Frauenfeld – Rorschach – Chur Lausanne Triage – Bern Vallorbe (Grenze) – Lausanne – Brig – Iselle (Grenze) Basel (Grenze) – Olten – Bern – Thun – Brig Basel (Grenze) – Bözberg – Othmarsingen – Rotkreuz – Giubiasco – Chiasso (Gren- ze) Giubiasco – Pino (Grenze)
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