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AS 2008 2907

Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft

Verordnung des EVD über die biologische Landwirtschaft

Änderung vom 26. Mai 2008

Das Eidgenössische Volkswirtschaftsdepartement verordnet:

I Die Anhänge 1, 3−5 und 9 der Verordnung des EVD vom 22. September 19971 über die biologische Landwirtschaft werden gemäss Beilage geändert.

II Diese Änderung tritt am 1. Juli 2008 in Kraft.

26. Mai 2008 Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement: Doris Leuthard

1 SR 910.181

2008-0341 2907

Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Anhang 1 (Art. 1)

Zugelassene Pflanzenschutzmittel

Ziff. 2 und 3

2. Präparate gegen Pilzkrankheiten (Fungizide)

– Kaliumbicarbonat – Kaliumpermanganat, nur bei Obstbäumen und Reben – anorganische Kupferpräparate Kupfer in Form von Kupferhydroxid, Kupferoxichlorid, (dreibasischem) Kupfersulfat, Kupferoxid – Jahreshöchstmenge von 4 kg Kupfer-Metall je ha – Rebbau: Jahreshöchstmenge von 6 kg Kupfer-Metall je ha. Innert 5 auf- einander folgender Jahre maximal 20 kg Kupfer-Metall je ha; die Bilan- zierung erfolgt ab dem 1. Januar 2002 – Lecithin (nicht aus gentechnisch veränderten Organismen) – pflanzliche Öle wie z. B. Minzöl, Pinienöl, Kümmelöl, Fenchelöl (auch zur Keimhemmung) – Schwefelpräparate – Seifenpräparate – Senfmehl – Tonerdepräparate

3. Präparate gegen tierische Schädlinge (Insektizide, Akarizide, Molluskizide)

– Azadirachtin (Neem-Extrakt) – Eisen-(III)-Orthophosphat – Mineralöle (nur in Ausnahmefällen wie z. B. bei Befall durch San-José- Schildlaus) – Paraffinöl – pflanzliche Öle wie z. B. Minzöl, Pinienöl, Kümmelöl, Rapsöl – Pyrethrine (Extrakte von Chrysanthemum cinerariaefolium) – Quassia-Extrakt – Rotenone (Extrakte von Derris sp., Lonchocarpus sp. und Therphrosia sp.) – Schwefelpräparate – Seifenpräparate – Tonerdepräparate

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Anhang 3 (Art. 3)

Zugelassene Zutaten und Verarbeitungshilfsstoffe

Teil A Ziff. 1

Code Name Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs

Die Einträge für die folgenden Zusatzstoffe werden ersetzt durch: E 160b Annatto, Bixin, Norbixin Nur für Red Leicester-Käse, Double Gloucester-Käse, Cheddar und Mimolette- Käse zulässig E 170 Calciumcarbonat Zulässig, ausser als Farb- Zulässig, ausser als Farb- oder Calciumzusatz oder Calciumzusatz E 500 Natriumcarbonate Zulässig Nur für Milchkonfitüre (oder «Dulce de Leche»), Sauerrahmbutter und Sauermilchkäse zulässig E 501 Kaliumcarbonate Zulässig E 503 Ammoniumcarbonate Zulässig E 504 Magnesiumcarbonate Zulässig

Teil B Ziff. 1

B.1. Direkt eingesetzte Verarbeitungshilfsstoffe und sonstige Erzeugnisse, die bei der Verarbeitung biologisch produzierter Zutaten landwirtschaftlichen Ursprungs verwendet werden Tabelle Zulässige Verarbeitungshilfsstoffe

Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs

Wasser Nur in Trinkwasserqualität Nur in Trinkwasserqualität zulässig zulässig Calciumchlorid Nur als Koagulationsmittel Nur zur Milchgerinnung zulässig zulässig Calciumcarbonat Zulässig Calciumhydroxid Zulässig Calciumsulfat Nur als Koagulationsmittel zulässig Magnesiumchlorid (Nigari) Nur als Koagulationsmittel zulässig Kaliumcarbonat Nur zum Trocknen von Trauben zulässig

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs

Natriumcarbonat Nur zur Zuckerherstellung zulässig Milchsäure Nur zur Regulierung des pH-Werts des Salzbades bei der Käseherstellung zulässig Zitronensäure Nur zur Ölherstellung und Nur zur Regulierung des Stärkehydrolyse zulässig pH-Werts des Salzbades bei der Käseherstellung zulässig Natriumhydroxid Nur zur Zuckerherstellung und zur Herstellung von Öl aus Rapssaat (Brassica spp.) zulässig Schwefelsäure Nur zur Zuckerherstellung Nur zur Gelatineherstellung zulässig zulässig Salzsäure Nur zur Gelatineherstellung und zur Regulierung des pH-Werts des Salzbades bei der Herstellung von Gouda, Edamer, Maasdammer, Boerenkaas, Friese und Leidse Nagelkaas zulässig Ammoniumhydroxid Nur zur Gelatineherstellung zulässig Wasserstoffperoxid Nur zur Gelatineherstellung zulässig Kohlendioxid Zulässig Zulässig Stickstoff Zulässig Zulässig Ethanol Nur als Lösemittel zulässig Nur als Lösemittel zulässig Gerbsäure Nur als Filtrierhilfe zulässig Eiweissalbumin Zulässig Kasein Zulässig Gelatine Zulässig Hausenblase Zulässig Pflanzliche Öle Nur als Schmier- bzw. Trenn- Nur als Schmier- bzw. mittel oder Schaumverhüter Trennmittel oder Schaum- zulässig verhüter zulässig Siliziumdioxid als Gel oder Zulässig kolloidale Lösung Aktivkohle Zulässig Talkum Zulässig gemäss Anhang 8 der Zusatzstoffverordnung vom 22. Juni 2007 (ZuV)2 Bentonit Zulässig gemäss Anhang 8 der Nur als Verdickungsmittel ZuV für Met zulässig gemäss Anhang 8 der ZuV

2 SR 817.022.31

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Bezeichnung Aufbereitung von Lebensmitteln Aufbereitung von Lebensmitteln pflanzlichen Ursprungs tierischen Ursprungs

Kaolin Zulässig gemäss Anhang 8 der Nur für Propolis zulässig ZuV gemäss Anhang 8 der ZuV Cellulose Zulässig Nur zur Gelatineherstellung zulässig Kieselgur Zulässig Nur zur Gelatineherstellung zulässig Perlit Zulässig Nur zur Gelatineherstellung zulässig Haselnussschalen Zulässig Reismehl Zulässig Bienenwachs Nur als Trennmittel zulässig Carnaubawachs Nur als Trennmittel zulässig Asbestfreie Filtermaterialien Zulässig Zulässig Ethylen Nur zur Nachreifung von Bananen, Kiwis und Kakis und Blüteninduktion von Ananas; bei nachgewiesenem Bedarf zulässig Kalialaun (Kalinit) Nur zur Verzögerung der Reifung von Bananen zulässig

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Anhang 4 (Art. 4)

Länderliste

Argentinien, Ziff. 5

5. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2013.

Australien, Ziff. 3–5

3. Zertifizierungsstellen:

– Australian Certified Organic (ACO) – Australian Quarantine and Inspection Service (AQIS) (Department of Agriculture, Fisheries and Forestry) – Bio-dynamic Research Institute (BDRI) – Organic Food Chain Pty Ltd (OFC) – National Association of Sustainable Agriculture, Australia (NASAA)

4. Kontrollbescheinigungserteilende Stelle: wie unter Punkt 3.

5. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2013.

EU-Mitgliedstaaten, Ziff. 2 Bst. b und c sowie Ziff. 5

2. Herkunft:

b. aus einem nach Artikel 11 Absatz 4 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/913 in Verbindung mit Anhang 1 der Verordnung (EG) Nr. 345/20084 anerkannten Drittland, sofern diese Anerkennung für das betreffende Erzeugnis gilt; oder c. aus einem Drittland, sofern ein EU-Mitgliedstaat in Anwendung von Artikel 11 Absatz 6 der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 das Inver- kehrbringen des betreffenden Erzeugnisses genehmigt hat.

5. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2013.

3 Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24. Juni 1991 über den ökologischen

Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel, ABl. L 198 vom 22.7.1991, S. 1; zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 1991/2006 des Rates vom 21. Dezember 2006, ABl. L 411 vom 30.12.2006, S. 18, berichtigt in ABl. L 27 vom 2.2.2007, S. 11 4 Verordnung (EG) Nr. 345/2008 der Kommission vom 17. April 2008 mit Durchführungs- bestimmungen zur Regelung der Einfuhren aus Drittländern gemäss der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates über den ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel, ABl. L 108 vom 18.4.2008, S. 8

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Indien, Ziff. 3

3. Zertifizierungsstellen:

– APOF Organic Certification Agency (AOCA) – Bureau Veritas Certification India Pvt. Ltd. – Ecocert S.A. (India Branch Office) – IMO Control Pvt. Ltd. – Indian Organic Certification Agency (Indocert) – Lacon Quality Certification Pvt. Ltd. – Natural Organic Certification Association – OneCert Asia Agri Certification Pvt. Ltd. – Rajasthan Organic Certification Agency (ROCA) – SGS India Pvt. Ltd. – Control Union Certifications (India) – Uttaranchal State Organic Certification Agency (USOCA)

Israel, Ziff. 3 und 5

3. Zertifizierungsstellen:

– Agrior Ltd. - Organic Inspection and Certification – Institute of Quality and Control (IQC) – Plant Protection and Inspection Services (PPIS) – Ministry of Agricul- ture and Rural Development – Skal Israel - Inspection & Certification

5. Befristung der Aufnahme: Bis zum 30. Juni 2013.

Neuseeland, Ziff. 3

3. Zertifizierungsstellen:

– BIO-GRO New Zealand – AsureQuality Ltd.

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Anhang 5 (Art. 4a Abs. 1)

Gattungsspezifische Anforderungen an die Nutztierhaltung

13 Geflügel, Ziff. 10

10. Geflügel muss während mindestens einem Drittel seines Lebens Zugang zu

den Auslaufflächen haben, soweit die Witterungsbedingungen dies erlauben.

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Biologische Landwirtschaft. V des EVD AS 2008

Anhang 9 Teil A: Kontrollbescheinigung für die Einfuhr von Erzeugnissen aus biologischer Landwirtschaft Schweizerische Eidgenossenschaft Kontrollbescheinigung für die Einfuhr von Erzeugnissen aus biologischer Landwirtschaft

Teil A Ziff. 17

17. Prüfung der Sendung durch die zuständige Zertifizierungsstelle der Schweiz

Einfuhrregistrierung (Nummer der Zollquittung, Datum der Einfuhr und Zollstelle der Zollanmeldung)

Datum:

Name und Unterschrift der bevollmächtigten Person Stempel

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