21.7693 · Fragestunde. Frage · 2021-09-15
Departement des Innern
Erledigt
Wortlaut
Meldungen ernsthafter medizinischer Komplikationen im Zusammenhang mit der mRNA Injektion mehren sich und stehen im Widerspruch zur Quantität und Qualität der Meldungen, die durch Swissmedic erfasst werden. Aufgrund vieler Hinweise muss davon ausgegangen werden, dass nur ein Bruchteil der Komplikationen gemeldet wird, schätzungsweise nur 1 Prozent - 5 Prozent.
Anhand ausländischer Daten geht man davon aus, dass weltweit mit über 50 000 Todesfällen und rund 1 Mio. anderer gesundh. Schädigungen gerechnet wird.
Stellungnahme des Bundesrates
Das Pharmakovigilanz-Meldesystem von Swissmedic funktioniert gut. Im internationalen Umfeld der Marktüberwachung ist eine Melderate von 10-15 Prozent üblich. Die Schweiz weist eine vergleichbare Melderate auf, im Falle der Überwachung von Nebenwirkungen der Covid-19-Impfungen dürfte diese Rate noch höher liegen. Das Nebenwirkungsprofil zu den beiden in der Schweiz eingesetzten Impfstoffen ist aus den Zulassungsstudien gut bekannt; die meisten der nun weltweit gemeldeten Nebenwirkungen gehören zu den früh bekannten und ausgewiesenen Impfreaktionen. Wichtig in der laufenden Überwachung ist vor allem die Detektion von noch unbekannten, seltenen Nebenwirkungen in der breiten Anwendung der Impfstoffe nach der Zulassung. Zu diesen seltenen Nebenwirkungen gehören insbesondere schwere allergische Reaktionen sowie Herzmuskelentzündungen. Swissmedic hat, wie andere Behörden auch, die Fachpersonen und die Öffentlichkeit dazu regelmässig und zeitnah über aktuelle Erkenntnisse informiert. Die transparent ausgewiesenen Meldungen von Verdachtsfällen in zeitlichem Zusammenhang mit den Impfungen bedeuten nicht, dass die Impfung auch die Ursache war. Swissmedic evaluiert jede erhaltene Meldung einzeln. Trotz zahlreichen gemeldeten Ereignissen in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung hat die differenzierte Evaluation insbesondere zu Todesfällen keinen direkten ursächlichen Zusammenhang mit der Impfung erkennen lassen, sondern in erster Linie mit vorbestehenden Erkrankungen. Die von Swissmedic regelmässig publizierten Berichte, wie auch die Zahlen der internationalen Partnerbehörden bestätigen dies. Aus diesen Gründen bestreitet der Bundesrat die Annahmen im letzten Satz der Frage.
Antwort des Bundesrates.