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24.3227 · Interpellation · 2024-03-14

Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport

Erledigt

Wortlaut

Der Schweizer Sport durfte in den vergangenen Jahren eine sehr erfreuliche Entwicklung erfahren. In verschiedenen Sportarten belegte unser Land bei Topanlässen bemerkenswerte Plätze im Medaillenspiegel. Auch konnte sich die Schweiz als ausgezeichneter Gastgeber von Weltmeisterschaften und Europameisterschaften präsentieren. Dies als Resultat einer gezielten nationalen Sportförderung, die in jüngerer Zeit bewusst ausgebaut wurde. Investiert wurde auch in Verbandsbeiträge und Infrastruktur mit einer starken Breitenwirkung für die Gesellschaft.

In den sich ankündigenden Sparmassnahmen des Bundes drohen dem Sport negative, schädliche Streichungen von finanziellen Mitteln. Dem Erfolgskonzept Schweiz würde damit nachhaltiger Schaden zugefügt,

Ich bitte deshalb den Bundesrat folgende Fragen zu beantworten:

  1. Ist sich der Bundesrat bewusst, dass mit einer Mittelkürzung das Erfolgskonzept Sport Schweiz nachhaltig gefährdet würde?

  2. Wie stellt sich der Bundesrat zu einer Schwächung des Sports mit seiner gesellschafspolitischen und volkswirtschaftlichen Bedeutung?

  3. Teilt der Bundesrat die Meinung, dass insbesondere die Unterstützungsbeiträge für das J+S-Programm im Sinne der Förderung für eine motivierte und gesunde Jugend unangetastet bleiben müssen?

Stellungnahme des Bundesrates

1.+2. Der Bundesrat ist sich der Bedeutung des Sports und dessen vielfältiger positiver Wirkungen bewusst. Er nimmt mit Befriedigung zur Kenntnis, dass die subsidiäre Sportförderung des Bundes einen Beitrag zu den Erfolgen von Schweizer Athletinnen und Athleten leistet. In erster Linie ist der Sport allerdings privatrechtlich organisiert. Die schweizerische Sport- und Bewegungslandschaft zeichnet sich durch eine Vielzahl von Akteuren und Organisationen aus. Diese stellen ein breites Angebot an Sport- und Bewegungsmöglichkeiten und geeigneten Infrastrukturen bereit, nicht zuletzt mit dem Fokus der Nachwuchsförderung. In vielen Bereichen tragen zudem Kantone und Gemeinden massgeblich zu einem attraktiven Angebot bei. Der Bund leistet subsidiär einen gewichtigen Beitrag, unter anderem mit den Mitteln für Jugend+Sport, mit der Unterstützung des Dachverbandes im Rahmen der Verbandsförderung und der Sportförderung der Armee. Dass der Bundesrat dem Sport eine hohe Bedeutung beimisst, zeigte sich auch während der Covid-19-Pandemie, indem er den Schweizer Sport mit rund einer halben Milliarde Franken unterstützte. Mit einer Revision des Sportförderungsgesetzes (SpoFög; SR 415.0) soll der Grundstein für eine effektive und zielgerichtete Weiterentwicklung der Sportförderung des Bundes gelegt werden. Der Bundesrat hat bereits im November 2023 den Auftrag zur Erarbeitung einer Vernehmlassungsvorlage erteilt und damit klar zum Ausdruck gebracht, dass die Sport- und Bewegungsförderung des Bundes auch künftig relevant ist. In diesem Zusammenhang werden auch langfristige Sportförderkonzepte erarbeitet. Damit ist gewährleistet, dass der Beitrag des Bundes zum Erfolgskonzept Sport in der Schweiz auch künftig fortbesteht. 3. Mit Jugend+Sport betreibt der Bund seit mehr als 50 Jahren ein erfolgreiches Programm in der Breitensportförderung, welches auf Grundlage eines differenzierten finanziellen Förderinstrumentariums Motivationsanreize für Sport im Kindes- und Jugendalter setzt. Jugend+Sport wird kontinuierlich weiterentwickelt, um den sich wandelnden gesellschaftlichen Bedürfnissen gerecht zu werden. Im Rahmen der vom Bundesrat in Auftrag gegebenen Aufgaben- und Subventionsüberprüfung werden sämtliche Bereiche des Bundes analysiert. Somit auch diejenigen des Sports.