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24.7432 · Fragestunde. Frage · 2024-06-05

Departement des Innern

Erledigt

Wortlaut

RSV Infekte sind schwere Atemwegsinfektionen und bei Kindern Grund für eine erhebliche Anzahl von Hospitalisationen. Sie belasten das Gesundheitswesen ab Herbst jeweils stark. Eine präventive Behandlung für alle Kinder bis 2 Jahre, die in mehreren Ländern erfolgreich angewendet wird, ist in der Schweiz von der EKIF empfohlen, aber noch nicht verfügbar.
1. Wie wird das BAG diese Prophylaxe in dieser Wintersaison fördern?
2. Wie wird sichergestellt, dass genügend monoklonale Antikörper vorhanden sind?

Stellungnahme des Bundesrates

Damit die RSV-Prophylaxe für die Bevölkerung in geeigneter Weise zur Verfügung steht, müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Als Erstes die Zulassung seitens Swissmedic, welche im Dezember 2023 erfolgt ist. Zweitens eine entsprechende Empfehlung durch die Eidgenössische Kommission für Impffragen und das BAG, welche seit Januar 2024 besteht. Als Drittes die Regelung der Leistungspflicht im Rahmen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung durch die Aufnahme der präventiven Leistung in die Krankenpflege-Leistungsverordnung und die Aufnahme des Arzneimittels auf die Spezialitätenliste. Dabei wird das BAG von den zuständigen Kommissionen (Eidgenössische Kommission für allgemeine Leistungen und Grundsatzfragen und Eidgenössische Arzneimittelkommission) beraten. Das BAG hat die RSV-Prophylaxe als wichtiges Anliegen eingestuft und ein nach den vorhandenen Möglichkeiten beschleunigtes Verfahren aufgegleist, damit diese für den Herbst 2024 zur Verfügung stehen kann. Ausser in Pandemiesituationen unterliegt der Markt für Impfstoffe und Antikörper in der Schweiz marktwirtschaftlichen Prinzipien. Der Bund hat daher in Bezug auf das Angebot keine direkten Steuerungsmöglichkeiten.