Leuthard Doris · Bundesrat · 2009-09-09
Leuthard Doris · Bundesrat · Aargau · 2009-09-09
Wortprotokoll
Nur noch eine kurze Ergänzung an die Adresse von Frau Ständerätin Sommaruga, womit ich auch auf die Frage von Herrn Ständerat Frick zurückkomme, um welche Jugendlichen es sich überhaupt handle und ob es dazu Zahlen gebe: Auf Seite 20 des aktuellen Bulletins "Die Lage auf dem Arbeitsmarkt", das wir jeden Monat publizieren, gibt es eine Tabelle zur Jugendarbeitslosigkeit - es ist die Tabelle 8 -, in der jeweils die Verteilung der Arbeitslosen erfasst wird. Man sieht hier einmal die Verteilung nach Geschlecht und Nationalität, dann sieht man weiter unten auch noch die Verteilung nach Funktionen. Die Zahlen sind noch nicht auf die Branchen heruntergebrochen, aber man sieht, dass von den rund 30 000 Personen die Hälfte eine sogenannte Fachfunktion angibt. Es sind also nicht Ungelernte oder Hilfskräfte, sondern ein grosser Teil kommt tatsächlich nach einer Grundausbildung - sei es nach einer Fachhochschule, einem Studium oder sogar nach einer Berufsbildung - in diese Situation. Ich werde mich aber noch erkundigen, ob wir das auch für die Branchen ausrechnen können. Auf jeden Fall ist das statistisch schon ziemlich gut erfasst.
Zu Herrn Ständerat Jenny: Die Berufs- und Ortsüblichkeit der Löhne wurde auch in der Kommission diskutiert. Wir haben hier einfach keine Wahl, wir müssen uns an die GAV halten. Es würde sich noch fragen, ob man das hier, bei einem befristeten Gesetz, noch ändern könnte. Ich bin gerne bereit, das im Hinblick auf die Diskussion in der WAK des Nationalrates nochmals zu prüfen. Wahrscheinlich wird es juristisch schwierig sein, von den GAV abzuweichen, aber ich nehme den Hinweis gerne mit.