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Bigger Elmar · Nationalrat · 2010-09-28

Bigger Elmar · Nationalrat · St. Gallen · Fraktion der Schweizerischen Volkspartei · 2010-09-28

Wortprotokoll

Bei meiner parlamentarischen Initiative geht es um die freiwillige Lebendviehschau in regionalen Schlachthöfen. Ich spreche von den kleinen und kleinsten Schlachthöfen. Die Lebendviehschau ist eine EU-Auflage; sie wird für den Fleischexport verlangt und ist auch zu akzeptieren. Die Schlachtkörperbeurteilung ist nach wie vor durchzuführen, denn wir wollen den Konsumenten nur gutes Fleisch verkaufen. Die Lebendviehschau bringt keine sicheren Werte; z. B. sind Abszesse, Bandwürmer, Verwachsungen, Leberegel usw. nicht festzustellen. Im Gegensatz dazu wird bei der Schlachtkörperuntersuchung auch dies genauestens untersucht. Diese Untersuchung ist auch ausschlaggebend dafür, ob ein Tier bankwürdig ist oder nicht. Somit gibt die Schlachtkörperuntersuchung eine fast hundertprozentige Sicherheit, während die Lebendviehschau höchstens Hinweise darauf gibt, ob ein Tier gesund ist oder nicht.

Ich konnte mit meiner vorherigen Motion immerhin 104 Parlamentarier überzeugen, und sie haben diese auch unterschrieben. In der parlamentarischen Initiative gehe ich nicht weiter und möchte für die kleinen und kleinsten Schlachtbetriebe die vernünftige Schlachtkörpertaxierung und Fleischschau empfehlen. Es ist jedem Einzelnen freigestellt, ob er davon Gebrauch macht oder nicht.

Bei den Kleinbetrieben werden die Schlachttiere vor der Schlachtung für die Lebendviehschau über einige Stunden in Pferche oder Viehwagen gesperrt. Auch dies entspricht nicht dem Tierwohl. Das Leide daran ist, dass so, ohne mehr Sicherheit zu bekommen, die Tierarztkosten z. B. für ein Schlachtschaf bis zu 30 Franken höher ausfallen - das kann es bei einer Hausschlachtung nicht sein.

Ich beziehe mich nur auf die Selbstvermarktung und den Eigenverbrauch. Das hat mit Exporten nichts zu tun, und die Rückverfolgbarkeit ist gleich wie bis anhin. Es hat keine Mehrkosten zur Folge.

Bitte helfen Sie, die Kosten zu senken, ohne dass die Qualität leidet, und unterstützen Sie meine parlamentarische Initiative.