Sommaruga Simonetta · Bundesrat · 2010-12-06
Sommaruga Simonetta · Bundesrat · Bern · 2010-12-06
Wortprotokoll
In seiner Antwort hat der Bundesrat nicht speziell Studien hervorgehoben, die positive gesundheitliche Auswirkungen der Umstellung auf Sommerzeit aufzeigen. Er hat erwähnt, dass sich zu den gesundheitlichen Auswirkungen sowohl Studien finden, die negative Auswirkungen, wie auch solche, die positive oder neutrale Auswirkungen der Sommerzeit zeigen.
Zu den Studien, die positive Auswirkungen der Sommerzeit zeigen, gehören etwa amerikanische Studien aus den Jahren 1995 und 2007 über Auswirkungen der Sommerzeit auf Unfälle. Diese Studien kommen zum Schluss, dass die Sommerzeit zu einer Reduktion von schweren Unfällen im Strassenverkehr führt. Eine Studie der McGill-Universität in Montreal aus dem Jahre 2003 erwähnt positive Effekte auf die Häufigkeit des Auftretens von Depressionen. Eine australische Studie von 2010 betont positive Auswirkungen auf die körperliche Aktivität und die Fitness von Leuten. Hinzuweisen ist auch darauf, dass die EU-Kommission im November 2007 dem Rat und dem Europäischen Parlament einen Bericht über die Auswirkungen der Sommerzeit vorgelegt hat. Darin kommt sie zum Schluss: "Beim gegenwärtigen Stand der Forschungen und dem heutigen Wissensstand geht man davon aus, dass die meisten Störungen von kurzer Dauer sind und keine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen."
Es ist an dieser Stelle noch einmal darauf hinzuweisen, dass die Schweiz die Sommerzeit nicht eingeführt hat, um Energie zu sparen, und auch nicht um anderer Effekte der Sommerzeit willen. Vielmehr soll mit der Sommerzeit eine Übereinstimmung der Zeitregelung unseres Landes mit derjenigen benachbarter Länder erreicht werden, um sicherzustellen, dass die Schweiz nicht zu einer Zeitinsel wird.