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Cassis Ignazio · Nationalrat · 2011-04-12

Cassis Ignazio · Nationalrat · Tessin · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2011-04-12

Wortprotokoll

Perché una nuova legge federale sulla prevenzione? C'è in questa sala chi pensa sia inutile. C'è chi pensa che la prevenzione delle malattie sia un fatto esclusivamente personale e che lo Stato debba starsene in disparte. C'è chi teme che una simile legge metta sotto tutela noi cittadini, dettandoci come dobbiamo vivere per preservare la salute. C'è anche chi già avverte la crisi d'astinenza dal fumo che sarà proibito, chi invece vede andare in [PAGE 625] fumo luculliane cene a base di grassi insaccati di maiale ricchi di colesterolo, e chi teme - infine - di dover rinunciare a quel fantastico rosso che nasce sui soleggiati pendii del Mendrisiotto. Guardo in particolare al collega Wehrli, perché ho percepito in lui tutte queste paure.

Ebbene, chi ha tutte queste paure probabilmente non ha letto la legge con la dovuta attenzione. Questa legge non detta come dobbiamo vivere, e nemmeno dice cosa sia bene o male per la salute. No, questa legge non è un programma di prevenzione. Non vieta nulla. Questa legge fa ordine nel mondo della prevenzione, caratterizzato oggi da frammentazione, discontinuità delle azioni e mancanza di obiettivi comuni. Questa legge non chiede più soldi, ma vuole utilizzare meglio i soldi che già oggi spendiamo. È una legge che definisce il vocabolario - così da capirci in tutta la Svizzera -, che migliora l'organizzazione, precisa le responsabilità e formula obiettivi nazionali. Saranno poi gli attori, in particolare i cantoni, i comuni, l'economia, le organizzazioni non governative e la Fondazione Promozione Salute Svizzera a concretizzare le azioni preventive decise in modo democratico. Finalmente i musicisti suoneranno insieme e la musica sarà orchestrata!

In uno Stato liberale la responsabilità individuale è essenziale. Ma la responsabilità individuale non è tutto: ce n'è anche una collettiva, così come collettiva è la responsabilità per pagare le cure di chi è malato. È il giusto equilibrio dell'una e dell'altra che ci sta a cuore: perciò i liberali sostengono questa legge.

Ein früherer Versuch, ein Präventionsgesetz zu schaffen, scheiterte in den Achtzigerjahren insbesondere an der Ablehnung der Kantone. Heute ist die Lage anders: Prävention und Gesundheitsförderung haben in den vergangenen Jahren in der internationalen Gesundheitspolitik stark an Bedeutung gewonnen. Viele Länder haben Initiativen zur Stärkung der Prävention und der Gesundheitsförderung ergriffen. So soll auch in der Schweiz bei den bereits laufenden Aktivitäten eine Verbesserung punkto Koordination und Effizienz erreicht werden. Die Kantone sind heute grossmehrheitlich dafür, die Wirtschaft ist geteilt: Der Schweizerische Gewerbeverband und Gastrosuisse z. B. sind dagegen, Interpharma, der Schweizerische Versicherungsverband und die Gruppe Handel und Industrie z. B. sind dafür.

Das Präventionsgesetz ist ein sinnvolles und notwendiges Organisationsgesetz, das Transparenz und Ordnung schafft sowie die Effizienz der heute fragmentierten und unübersichtlichen Präventionsszene erhöht. Das Gesetz stärkt die Prävention und die Gesundheitsförderung und schliesst bestehende Lücken, vor allem bei nichtübertragbaren und bösartigen Krankheiten. Das Gesetz klärt die Begriffe, damit wir endlich landesweit die gleiche Sprache sprechen. Vielleicht werden wir auch das lustige Wort "Gesundheitsprävention", d. h. "Vorbeugen gegen die Gesundheit", künftig nicht mehr hören, sondern endlich das Wort "Krankheitsprävention" gebrauchen.

Das Präventionsgesetz definiert die Zuständigkeiten aller Akteure, vor allem von Bund und Kantonen, und verlangt das aktive Mitwirken der Wirtschaft. Sie ist bei der Festlegung der nationalen Präventionsziele voll dabei, und sie soll auch dabei sein. Die Umsetzung der Präventionstätigkeiten bleibt bei den Kantonen, bei den Gemeinden und bei den NGO. Mit dem Gesetz wird weiter die Finanzierung klar: Es gibt eine einzige Kasse bei der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz anstelle von drei verschiedenen Kassen, die aus drei verschiedenen Quellen gespeist werden - etwa 17 Millionen aus dem KVG-Prämienzuschlag, etwa 16 Millionen aus dem Tabakpräventionsfonds und maximal 35 Millionen Franken aus einem Teil der Finanzen der BAG-Präventionsprogramme. Auf die ursprüngliche Idee des Bundesrates, ein nationales Institut zu gründen, haben die Mehrheit der Kommission und auch der Bundesrat selbst inzwischen verzichtet. Die FDP-Liberale Fraktion begrüsst dies sehr.

Für die FDP-Liberale Fraktion steht fest: Vorbeugen ist besser als heilen. Das neue Bundesgesetz verbessert die Steuerung, die Koordination und die Effizienz der verschiedenen Präventionsmassnahmen unter Wahrung der Kostenneutralität.

Im Namen unserer Fraktion bitte ich Sie, der Mehrheit zu folgen und auf das Geschäft einzutreten.