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Fehr Jacqueline · Nationalrat · 2011-04-12

Fehr Jacqueline · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2011-04-12

Wortprotokoll

Ich bitte Sie auch, die Minderheit II zu unterstützen und das Wort "zielgruppenspezifisch" in diesen Artikel aufzunehmen. Ich muss allerdings zugestehen, dass wir hier Details von Details legiferieren. Schon die Macht des Faktischen wird nämlich dazu führen, dass Prävention zielgruppenorientiert ist, denn nur zielgruppenorientierte Prävention ist effizient, alles andere ist diffus und eine Verschwendung der Mittel. Das ist eigentlich klar, ob wir nun diesen Begriff in das Gesetz schreiben oder nicht. Insofern verstehe ich eigentlich nicht, warum die Mehrheit den Begriff nicht aufnehmen will.

Wie gesagt, wer Prävention macht, weiss, dass Prävention zielgruppenorientiert sein muss. Ein Beispiel sind schlechternährte Kinder aus unterprivilegierten Familien. Man muss nicht alle Familien mit irgendwelchen Ernährungsinformationen beglücken und ans Gängelband nehmen, sondern man muss sich eben gezielt an jene Bevölkerungsgruppen richten, die da ein Problem oder die Informationsbedürfnisse haben und die mit einer Verhaltensänderung oder mehr Informationen allenfalls zu einer besseren Lebensform zurückfinden und mehr Eigenverantwortung übernehmen können. Selbstverständlich muss so etwas zielgruppenorientiert erfolgen und nicht einfach diffus. Wie gesagt, ich verstehe eigentlich nicht, weshalb Widerstand gegen diesen Begriff geleistet wird.

Ich bitte Sie entsprechend, die Minderheit II zu unterstützen.