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Weibel Thomas · Nationalrat · 2011-04-12

Weibel Thomas · Nationalrat · Zürich · Fraktion CVP/EVP/glp · 2011-04-12

Wortprotokoll

Sie haben es gehört, es geht um die Definition des Begriffs "Krankheit". Aus Sicht der Mehrheit der Kommission, welche von der CVP/EVP/glp-Fraktion unterstützt wird, soll mit einer Krankheit klar eine medizinische Massnahme oder auch eine Arbeitsunfähigkeit verbunden sein. Der Bundesrat und die Minderheit definieren den Begriff - Sie können es nachlesen - als "Beeinträchtigung der körperlichen oder psychischen Gesundheit, die nicht die Folge eines Unfalls darstellt". Aber ist auch mein subjektives Empfinden, dass ich mich nicht wohlfühle, Anzeichen für eine Krankheit? Wenn man hier auf die Definition gemäss Minderheit und Bundesrat zurückgreift, dann muss die Antwort klar heissen: ja. Aber das kann es eigentlich nicht sein. Wir wollen hier präzisieren, wir wollen Klarheit schaffen und den Zusatz, dass eine medizinische Massnahme die Folge sein muss, einfügen. Wir sind überzeugt, dass die Prävention dort ansetzen muss.

Bei den Beispielen, die angeführt worden sind - Übergewicht oder Stress -, handelt es sich um anerkannte Krankheitsbilder. Es ist selbstverständlich, dass die Prävention früh genug ansetzt. Diese Krankheitsbilder stehen aber in Konkurrenz zu einem allgemeinen, nicht definierbaren Unwohlsein, einem Sich-nicht-Wohlfühlen. Hier wollen wir klar einen Riegel vorschieben. Deshalb wird die CVP/EVP/glp-Fraktion den Antrag der Kommissionsmehrheit unterstützen.