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Jositsch Daniel · Nationalrat · 2011-09-26

Jositsch Daniel · Nationalrat · Zürich · Sozialdemokratische Fraktion · 2011-09-26

Wortprotokoll

Wenn man über Filmförderung diskutiert, dann hört man immer wieder die Kritik am Schweizer Film. Herr Freysinger hat das in seinem Votum gerade ausgeführt. Man kann natürlich den Schweizer Film immer mit dem internationalen Filmschaffen vergleichen, man kann Vergleiche anstellen mit Hollywood, mit dem deutschen Film, mit dem französischen Film. Die Frage ist: Führt uns das weiter? Ist das die Frage, der wir uns stellen müssen? Ich glaube, Film ist eben auch Kultur, und der schweizerische Film ist ein Teil der schweizerischen Kultur. Da geht es eben nicht nur um den wirtschaftlichen Erfolg, sondern es geht auch um einen qualitativen Anspruch, und diesem qualitativen Anspruch kann der schweizerische Film heute mehr [PAGE 1658] genügen als früher. Deshalb sind wir hier auch auf dem richtigen Weg. Der schweizerische Film ist auch in der Lage, unsere Kultur und die verschiedenen kulturellen Aspekte unseres Landes darzustellen. Der Film hat auch eine wichtige Aufgabe, beispielsweise bezüglich der Bildung oder der historischen Darstellung wichtiger Ereignisse in unserem Land. Der Film dient auch der Förderung der Integration und der Identität. Gerade auf dem Land hat das Kino noch eine wichtige Bedeutung, so als Ort der Zusammenkunft oder als Ort, wo Kultur vermittelt werden kann, wo Freizeit stattfindet. Deshalb ist die Filmförderung wichtig.

Der Minderheitsantrag Prelicz-Huber will nicht mehr Mittel, sondern er will im Sinne des Ständerates das weiterführen, was wir bislang für die Filmförderung gehabt haben. Es geht nicht darum, dass Geld mit der Giesskanne verteilt wird, sondern es geht darum, dass junge Filmemacherinnen und Filmemacher gezielt dort unterstützt werden, wo Qualität vorhanden ist und wo es Sinn macht. Es wurde auch die Digitalisierung angesprochen. Ich möchte hier im Detail nicht darauf eingehen; Frau Prelicz-Huber hat das eingehend gewürdigt. Die Digitalisierung ist wichtig und muss fortgesetzt werden. Ziel der Vorlage ist es, einen qualitativ hochstehenden Schweizer Film zu haben und weiterhin fördern zu können.

Deshalb unterstützt die SP-Fraktion den Minderheitsantrag Prelicz-Huber und damit die Version des Ständerates.