Lexipedia

Müller Philipp · Nationalrat · 2011-09-28

Müller Philipp · Nationalrat · Aargau · Freisinnig-demokratische Fraktion · 2011-09-28

Wortprotokoll

Herr Hodgers, da bin ich total dagegen. Stellen Sie sich einfach vor, warum die Leute zu uns kommen. Sie haben es selber gesagt, es sind junge Männer. Sie kommen her - und das können Sie in einschlägigen Rapporten von Befragerinnen und Befragern von Asylsuchenden nachlesen -, um einen Geld- und Warenfluss in ihr Herkunftsland zu organisieren. Sie kommen nicht her, weil sie an Leib und Leben im Sinne des Asylgesetzes und der internationalen Konventionen bedroht sind. Da sind wir uns einig, sonst wäre ja die Anerkennungsquote viel höher. Bei Eritrea ist sie sehr hoch, aber da sind wir uns auch einig, da muss sie wahrscheinlich hoch sein, 75 Prozent, das ist enorm.

Aber stellen Sie sich vor, wir würden diese Leute beschäftigen, wir würden den Zugang zum Arbeitsmarkt zulassen! Das hätte eine immense Sogwirkung. Das können Sie nicht machen. Im Übrigen haben wir heute die Möglichkeit, dass die Leute nach einer bestimmten Zeit in der Schweiz arbeiten können, sofern genügend Arbeit da ist. Aber eine Sogwirkung können Sie nicht absprechen, die eintreten würde, wenn sie von Beginn an, wenn sie als Asylsuchende in der Schweiz sind und ein Asylverfahren eingeleitet wurde, arbeiten könnten. Dann hätten Sie genau das getan, was wir nicht wollen: eine Einwanderung über den Asylbereich in den Arbeitsmarkt. Das ist falsch.

Müller Philipp · Nationalrat · 2011-09-28 | Lexipedia | Lexipedia